ciircä Abg, rü sich der PreyriLrminister n.cyr Gxiüort Rechenschaft gebe, Mfr der Bericht leine l;S-epfle(tang enthalte über dir volle Höhe der Verbindlichkeiten and über die Dauer Ler Z<chreszahlungen und auf eine toeitere 13rage, ob das Abkommen vom Mai 1921 über t?(?00 Millionen Mund Sterling noch in Kraft J|'ci, sagte ONvcdonald, er wisse sehr wohl, daß der Bericht nur für 6 Jahre auigerubeitet wurde und Nif} darüber hinaus ein gewisser Mechanismus weiterhin für einen unbestimmten Zeitraum in Betrieb bleiben würde, soweit der Be- richt in Frage komme. indessen würde, wenn dl.- Regierungen der Ausführung des Drrichte4 ,'usiimmten, die volle Hohe der von der deutschen Regierung zu zahlenden Summe den ® e - gen ft a n d einer Verständigung bild u müssen.
Die Pariser Presse zu Porncares Rede.
Paris, 16. April. (MTB) Die Red« Primäres wird vom ,Sch) de Paris" so ge- d utet, das! die wirtschaftliche Tinholt Deutsch- Iu?.ds nur unter gewissen B« d i * g - ung.cn wieder h?rgesicNt werden könne. Lin> fache deutsche Verftrechui^en genügten nicht, damit Frankreich aufgäbe, Ivel es in der Hand habe. Frankreich werd^ alf* in der Lag« sein zu beobachten, taVy der Plan der Sachverständig«« anders als auf Cent Papier funktioniere. Auch die militärische Okkupation werd« bis ?. ti t Bezahlung verlängert, las versteh: sich von selbst. Aber die tvirtschastlich« Besetzung müsse so gelöchert tzeerden, daß Frank- reich ihre ganze Strenge „rasch und sicher' wirrer durch'üh en ?önnc. Lu^wd«m würden Frank- reichs Alliierten sich vcrpfttchden, politisch« S a .r i t i o n e n im Falle einer deutschen Der- fel/urct ruSzufuhren. 'SStd sehe voraut, sv fährt r ' s Blatt fort, daß diese Sanktionen die v ö I l i g e Wiedereinsetzung der Regie nach sich ziehen werden, tote sie augenblickllch im besetz len •Geriete bestehe.
Der ..Malin" schreibt, daßPvincar« die Frage aufgeworfen habe, Wer die mit den Alliierten verhandelt werden müsse, daß beweise, daß Etint Zeit mehr zu verlieren sei. Frankreich sei zur Be'Handlung bereit, «S werde lvysl ein Abkommen mit den Alliierten suchen Da. sei eine Sprache ohne Zweideutigkeiten er or- d erlich. Es bleibe setzt nur noch übrig, den Zeitpunkt und den Ort der
Attiierten-Konfererrz
zu bestimmen. Das Wort habe M a c d o n a l d, der jetzt auch bekanntgeben müsse, daß er diese Zusammenkunft für notwendig erachte. Das Ltcherhet'Z-Problem sei noch das heikle Problem wie vorher Um eine Einigung unter den Alliier- ten zu erzielen, seien noch schwierige und »er* w'Äelte Verhandlungen nötig. — D«S..Oeuvre" schreibt: Was uns von Poinears unterscheidet, ist der Ülmstand, daß er sich vor allem darin ge- fällt, zurückblickend auch die Vergangenheit zu kritisieren, während wir uns vorzugsweise für die zukünftige Losung interessieren. Als der Bericht der Sachverständigen veröffentlicht wurde, haben wir uns damit begnügt, zu cr- llären: er biete die Möglichkeit einer neuen Politik. Poincars ist heute damit einverstanden, alle waren sogar bereit, zu vergessen. Allerdings werden wir ihm auch jetzt eine Bedingung stellen, daß er sich diesmal als wirklich neuer Mann entpuppt, dem es mehr daran gelegen ist, zum Ziel zu gelangen, als zu diskutieren. Leider lasse der Schluß seiner Rede in dieser Beziehung einen furchtbaren Zweifel bestehen: Es scheine, daß der Bericht der Sachverständigen vo^allen Dingen ein Mittelzum Feilschen uno ein Borwand zum Plaidoyer gegeben habe. Higxsür sei die Zeit bis zum Ablauf der erneuerten Micumverckräge ziemlich kurz. 3n diesen 60 "Gegen müßte eine Lösung gefunden werden. Das Blatt nennt die Rede Poincarßs eines jener Muster von Beredsamkeit, wie dec französische Ministerpräsident sie sonst an Sonntagen zu fabrizieren Pflege. Ministerpräsident Porn- care hat gestern nachmittag eine ilnterrebung mit dem englischen Botschafter gehabt, über deren Inhalt unbedingtes Stillschweigen bewahrt wird. Aber man darf annHmen, daß Ministerpräsident Pcincare und Lord Crewe ihre Ansicht über die Situation, die sich aus der bedingten Annahme der Sachverständigen,- Beschlüsse durch Deutschland ergeben werde und über die etwaige 1 Form der sich anschließenden iateralliierten D«r- handlung ausgetauscht hätte.
Ein neuer UebergriF der RheinlandKsmmisfion. Paris, 15. April. (WB.) Auf französisches Drängen hat die Rheinlanvk»mmission neue Anordnungen gegen die Tätigkeit der Verbände erlassen, die sich angeblich die militärische AusbildungderHugend zur Aufgabe gemacht haben. Rach einer Havasmeldung aas Koblenz svll eS sich darum banfreln, neu entdeckt« Geheim verbände zu treffen, die es sich angelegen sein lassen, zum freiwilligen Eintritt in die Reichswehr auf kurze Frist aufguforbtrn. Auf Vorschlag des französischen Oberkommissars T i» r ar ö im Einvernehmen mit den kommandierenden Generälen der französischen, belgischen und englischen Besatzungsarmee habe die Rheinlandkem» Mission bestimmt, daß
Sir bereits frllhrr vorgesehenen Strafen siir düs Vergehen der milltärischrn DOrbereittnrg •cuf jede» Bewohner deS besetzten Gebietes Anwendung finden sollen, der an einer theoretischen oder praktischen ilebunfl teilnimmt, selbst wen» sie im unhtbrsetztev Gebiet statt- ftndet, oder Ser irgenfremer Organisation eur- gehört, die sich die militarifche AnSdild«rg oder DrrbereiLung znr Aufgabe macht.
Außerdem soll jeder Bewohner der besetzten Gebiete, der in di« Reichswehr rmgetreten fei ober in Zukunft eintritt, und jtoai auch dann, wenn fein Eintritt auf längere Zeit erfolgt, Damit als ausdembesetztenGebtetautgeschlos- s e n gelttn und nicht ohne Grmäcktigung der Rheinlandkommission dorthin zurückkeyren dürfen. Die Bürgermeister werden verantwortlich gemacht, daß der Eintritt in die Reichswehr in jebem Fall von den Gemeinden den alliierten Behörden angezeigt wird.
Das neue thüringische Kavmen.
Weimar, 16. April. (Wolff.) In der VormittagSsihung des thüringischen Landtages wurde bas neue thüringische StaatSministe- rium gebildet. Dr. Leutheußer und Dr. Sattler bleiben in der Regierung. DaS Finanzministerium übernimmt Dr. v o n K l ü ch- 5 n e r, StaatSräte wurden der Syndikus dcS PorzellanfabrikantenverbandeS Dr. Richter- Kahla und Iustizrat Hertrich - Meiningen. Für das neue Ministerium stimmten 32 Abgeordnete, dagegen 23. Drei enthielten sich der Abstimmung, ein Stimmzettel war ungültig. Der Abgeordnete Dr. K r ü g e r (Dem.) erklärte, feine Fraktion könne eine stark unter deutschdöllischem Einfluß stehende Regierung nicht wählen. Vorher kam es zu einer stürmischen Szene, da der Abg. Froelich (V. S. P.D.) der Regierung VersassungSwidrigkeit vorwarf, was Der Minister Dr. Leutheußer entschieden zurückwieS.
Der Landtag hob auf Antrag des Ober- reichSanwaltS gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten die Immunität des kommunistischen Landtagsabgeoroneten Dr. Reubauer auf. Dr. Reubauer hatte sich dadurch ein chochverratSverfahren Zugezogen, daß seinerzeit in seiner Wohnung von der Reichswehr ein Plan zur Erstürmung der Weimarer Landespolizeikaserne gefunden worden war. Der Landtag hat weiter gegen die Stimmen der Sozialisten und Kommunisten eine Dorlage über die Aufhebung des 1. Matals gesetzlichen Feiertagangenommen.
Der Wechsel
im Ri ichsjnftizminiftcrinm.
Derlin, 15. April. (WTD.) Ser Reichs» Minister für die Justitz, Emminger, hat den Reichspräsidenten um Enthebung von seinem Posten gebeten. Der Reichspräsident hat dem Ersuche« entsprochen mrd gleichzeitig den Dtaat§sekret4r tat Re'HSjustfzminPwium Dr. Joel mit der Führung der Geschäfte des ReichSjusiirmmisterS beauftragt
Die britisch-rutsche Konferenz.
London, 15. April. (DTB) 6m Sonderberichterstatter des „Manch«' er ©-uarbtan" schreibt, Du Festigkeit der ge ttrgen Rede Macdonalds bei der (Eröffnung bzr englisch-russischen Konferenz habe auf bis russische i Kreise einen tiefen Eindruck gemacht und habe bestätigt, was Rakowski bereits vorher gewußt habe, nämlich, daß bei der augenblickliche Konfe «-rz mit Rußland bie britische Arbeite r- regierung eine kapitalistischeRegte- rung im vollen Sinne deS Wortes sei. DaS Blatt schließt auS der Red« Macdonalds, daß daS Grundproblem der Konferenz die Kretz i t f r a g e sein werde. Es sei bekannt, daß die russische Regierung bereit sei, die zarrsttschen Schulden'zu bezahlen, unter der Bedingung, daß Großbritannien für seinen Anteil an dem durch die Feldzüge WrangelS, DenikinS und KoltschadS angerichteten Schaden aufkomme. Allgemein werde erwartet daß die gegenwärtigen Staatsschulden beider Lander alS sich gegenseitig aufhebend angesehen werden. Die wirkliche Schwierigkeit werde die Befriedigung der britischen Kaufleute bilden, die in Rußland Kapital oder Sigentum verloren haben.
Die Spannung zwischen Japan und Amerika.
Washington, 15. April. (WTD.) Der Senat hat die EinwanderungSgesehgebung und besonders die bereits gemeldete Mitteilung des japanischen Botschafters an Staatssekretär Hughes besprochen, worin erklärt wird, daß die geplante Einschränkung der japanischen Einwanderung daS Vertrauen Japans erschüttere. Senator Lodge bezeichnete die Mitteilung als eine ungehörige und sagte, die Regelung der Einwanderung sei ein grundlegender Recht der amerikanischen Ration. Borah und andere Senatoren beider Parteien schlossen sich dieser Auffassung an. Die Haltung des Senats hat beträchtlich« DerkäufejapanischerTtaatS Papiere verursacht. Die 6,5pr»z. japanische Rente fiel auf 91,75; eine so starke Baisse war noch nie zu verzeichnen. Die 4proz. japanisch-: Anleihe hat einen Punkt verloren. Die japanische Devise ist mit 41,10 notiert worden, was einen Baisserekord darstellt.
Die Blätter verurteilen das Borgesn des Repräsentantenhauses und des Senats, das auf eine Einschränkung der japanischen Einwanderung hinziele. Sie bezeichnen es als ebenso unnötig w i e beleidigend für daS japanische Volk. „Reutzsrk World" sagt, das Land erwarte, daß der Präsident eS durch sein Veto vor den Folgen dieses törichten Parlamentsbe- schlusses bewahren werde.
Dajsapanische Kabinett ist zusammen- Betreten und hat die Errate der neuen vinschrän- ungen, die die Bereinigten Staaten der japanischen Einwanderung auferlegt b*Exn und die sich nur auf Handarbeiter beschränken, geprüft. Die öffentliche Meinung ist durch den Beschluß deS amerikanischen Kongresses sehr erregt. Die japanischen Zeitungen sind entrüstet wegen der Sprache gewisser Amerikaner und fordern das amerikanischr Volk auf, daß ei sich über den Ernst der Lage Rechenschaft ablege, die durch die getroffenen Maßnahmen geschaffen wvrden sei.
Das Jubiläum ber Universität Neapel.
Berlin, 15. April. (Wolff.) Zu dem Jubiläum der Untberfität Neapel, die von dem Hohenstaufenkaiser Friedrich II. gegründet wurde, entsendet die Reichsregie- r u n g auf Einladung der italienischen Regierung eine aus Universitätslehrern bestehende Delegation, deren Führung dem Geographen der Berliner ilniberfität Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. D e n cf, Mitglied der Akademie i dec Wissenschaften, übertragen ift.
Meine politische Nachrichten.
Die „Deutsche Allgemeine Ztg." erfährt, daß Hugo StinneS seine Gattin, Frau Clairr Stinnes. zur alleinigen Er- bin eingesetzt habe. An der Zusammen- setzng uunb 'Verwaltung der 'Firmen wirb nichts geändert. *
Der bisherige ReichStagSabgeocdnete, Rechts; ntoc-Ii o o n R eh b i nd e r, Führer der evangelischen Zentrumsanhänger, ist at!S der ZentrumSpartei ausgetreten und hat sich der Deutschnationalen Dollspartei angeschlossen.
Die wegen der Vorgänge vom 30. September in Düsseldorf vom französischen Kriegsgericht Ende Dezember zu Gefängnisstrafen verurteilten Schupoleute sollen begnad g t unid noch vor Ostern entlassen werden, soweit es sich um Mannschaften handelt. Die Begnadigung der Offiziere ist in wohlwollende Erwägung gezcgen.
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Der Kommandierende General der Besatzungsarmee hat verfügt, bah von heute an ferne Entlassungen von Beamten und Angestellten bei Reichs, des preußischen Staats und der Gemeinden vorgenommen werben dürfen, ohne da ßvorher die Zusttmmung des Kommandierenden Generals eingeholt worden ist.
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Der Oberspielleiter deS Münchener Resi- denztheaterS, Basil ist auf einer Vortrags- reife in Bonn von den Franzosen verhaftet worden. Rach Ans chc des „Völli'chen Kuriers' dürfte die deutsche Gesinnung DasilS der Grund zu der Verhaftung sein.
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Zn dem gegen die Organisation Consul schwebenden Verfahren ist die Voruntersuchung ru dem abgetrennten Hauptteil abgeschlossen. Die umfangreiche Anllageschrift Dürfte in den nächsten Tagen dem Staatsgerichtshof zugehen. *
Der Kommandiernvr General der Besatzungs- armee hat entschieden, baß zur völligen freien und unabhängigen Führung des W a b I - kampf es während der Wahlzeit Plakate, Flugblätter und AuSschrettungen nicht mehr der Militärbehörde zwecks Genehmigung vorzulegen sind.
Zwei Teilnehmer am Httlcrputsch, Major Streck und Oberleutnant P l a u b t, find vom Dolksgericht München I wegen De:Hilfe zum Hochverrat zur gesetzlichen Mindeststrafe von je sieben Zähren drei Monaten Festungshaft mit Bewährungsfrist bis zum 1. April 1928 verurteilt worden.
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Der nationalsozialistische Agitator Hermann Esser, der seit dem Hitlerputsch flüchtig war und dieser Tage in LandSberg bei einem Besuch bei Hitler verhaftet worden war, ist nach eingehender V-rnehmung wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Die Rationalversammlung in Angora hat einstimmig den d'eutfK-türkischen Freund- fchaftSvertra g* ratifiziert.
Im letzten Hahr sind 1258 Deutsche, davon 794 Landroirte, nach Kanada eingetoan» dort. In den erflen Monaten deS Zahres 1924 haben sich 524 Deutsch?, davon 249 Landwirte, in Kanada niedergelassen.
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Die Industrie- und Roh.stvffaus- stellung der Sowjetunion in Konstantinopel bat einen großen Erfolg. _ In den Sitzungen der Delegierten der russisch-türki- schen Handelskammer, die die Ausstellung organisiert hat, wurden durch Vertreter der türkischen 5^ndelskammer wichtige prinzipielle Entschlüße über die wirtschaftliche Annä^rung zwischen der Sowjetunion und der Türkei gefaßt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 16. April 1924.
Zum Postverkehr mit dem besetzten Gebiet.
Bei Postsendungen nach dem besetzten Gebiet, insbesondere bei gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefen, sowie Warenproben und Päckchen, kann nicht eindringlich genug vor der Außerachtlassung der von dem interalliierten ZollauSschuh erlassenen Zollvorschriften gewarnt werden. Sämlliche Postsendungen unterliegen an den Heber- gangSstellen zwischen besetztem und unbesetztem Gebiet häufigen scharfen Zollkontrollen. Sendungen, die den Vorschriften nicht entsprechen, werden von den Franzosen beschlagnahmt. Den Empfängern im besetzten Gebiet entstehen damit große Unannehmlichkeiten. Sie haben neben zeitraubenden und kostspieligen Vorladungen zum französischen Gericht am Sitze des Zollamts — Wiesbaden — hohe Zvllftrafen und vielfach auch die Einziehung der Sendung zu gewär- ttgen, für die bann die Post keinen - Ersatz leistet. Ebenso entstehen der Postverwcrftung durch die Verstöße große Schwierigkesiten. Richt allein werden die Zollkontrollen infolge der fortgesetzten Verfehlungen gegen die Zollvorschriften immer schärfer und bie Sendungen in ihrer Beförderung bedeutend verzögerst, sondern es wird auch die glatte Abwickelung des an und für sich schon schwierigen Post- verkehrS mit dem besetzten Gebiet gefährdet, wenn nicht sogar zeitweise ganz unterbunden. ES dient daher nur dem allgemeinen Besten, wenn im Postverkehr mit dem besetzten Gebiet die erlassenen Versendungsvorschrif- te.n sorgfältig beachtet werden. ,'
•* Vorauszahlung auf die neue hessische StaatS-Gewerbesteuer für 1924. ES sei darauf hingewiesen, daß auf Grund des neuen hessischen Gesetzes über die Vorauszahlungen auf die staatliche
Wir bitten für bw OsternuMmer bestimmte Anzeigen bis spätestens Don verstag mittag in unserer Deschä str?fteLr auf- geben zu üntften, Verlag des Gießener Änzeigers.
Gewerbesteuer für das Rechnungsjahr 1924 am 10. April mit Scdomfri st bis zum 1. April eine erstmalige Monats-- Vorauszahlung fällig ift- Die Vorauszahlung richtet sich genau nach der Reichs-- einkommensteuer-Vorauszahlung. Für die Monate April und Mai beträgt ‘Je 160 Proz. der Vorauszahlung auf die 0^eichL''e:nkommen' steuer, für Juni und Juli 80 Proz^vt. Wegen der Erhöhung auf 160 Prozent für die Monate April und Mai haben die hessischen Handelskammern Vorstellungen beim Ministerium der Finanzen erhoben. Eine EnLfchei-' düng steht noch aus. Für Kleinbetriebe hali die Vorauszahlung vierteljährlich zu erfolgen. Au chhier ist die erstmalige VvrsuäLahlung auf Grundlage der Monate Januar, Februar und März in Höhe von 80 Prozent derReichS- einokmmensteuer-Vorauszahlung am 10. April mit Schonfrist bis zum 17.Avrll fällig.
Kant-Gedenkfeier. Das Landesamt für bag Vildungswescn empfiehlt den Direkttonen der höheren Schulen, der Lehrer- seminre und brad Pädagogischen Kursus, aus Anlaß des auf den 22. April fallenden Geburtstags Karts für die oberen Klassen möglichst bald nach Beginn des neuen Schuljahres Gedenkfeiern zu veranstalten.
** Von de Hess. VersicherungL-. an st alt für gemeindliche Beamte. Das hessische Gesämttninisterium erläßt eine Verordnung, wonach bei der Hessischen Versicherungsanstalt füö gemeindliche Beamte diejenigen Leistungen, die bei der Anrechnung von Dienstzeit und 2Drbienstzeit nach den Bestimmungen für Pas Mrsorgekassegesetz, sowie des hessischen Versiche,rungsgesetzes den Anstellungskörpern und Versicherten obliegen, in Gold mark zu echeberr sind.
Bornotizen
— Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater: 7 Llhr „Glgc^. — Mannergesangverein „Liedertafel": Hotel Schwab or'Oentl. Ge« neralversammlung. — Gießener Schwimmverein: 8 Ahr im Postkeller Mitgliederversammlung. — Rundfunkhaus, Cöberftrafic 1^; 8Ve Ahr: Ouver- turen-Abend.
W etterth) rn uHsage
RvrLweslwiud, etwas kühler, leichte Riederschläge.
Kreis Schotten.
Q La ühach, 15. Älpril. Gestern abend fand im „SHmler Hof" eine zahlreiche Versammlung von Landwirten statt zur Erörterung der F age einer Feldbereinigung für unsere Gemarkung. Auf besondere Einladung hatte Dr. A n d r a e - Friedberg einen Vortrag übernommen, worin die Vorteile einer solchen Arbett ausgeführt touvtyn. Die Mehrheit der Dersamm' lang sprach sich' Mdessen dagegen aus. vornehmlich wegen ö^c hohen Stiften und weil kein dringendes D.Hürsnis vorliege. Auch spräche der teilweise gebirgige Charakter der Gemarkung (Grenze von Wettewau und Vogelsberg) gegen eine Bereinigung. — Palmarum" — „Tralarum" war vorgestern, aber die Schnepfen sind noch da. Einen so reichen Strich, wie d'eses Frühjahr hatten wir feit Zahryehnten nicht. Besonders gut war der Strich wieder im sogen. Giern zwischen Laubach und der Straße Friedrichs- Hütte—Gonterskirchen. L^r früher so gute Strich dagegen am .Kaff", zwisck>m Laubach und Freien» seen (Wasserscheide Main, und Lahn), t|l wegen der Aenderung der Wallchrltur ganz ohne Ergebnisse.
wg. G e b e r ix, 16. Ap^il. Die Wahlen zur LandwirtschaftSpammer wiesen hier eine sehr schwache DeteMgung auf. Von 230 Stimmberechtigten machten nur 90 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Auf die Lifte des Hessischen Bauernbundes entfielen 88. auf die des Deutschen (demokratischen) Bauernbundes 2 Stimmen. Als Vertrauensmann wurde der Landwirt Christian Guth II. gewählt. — Im Gasthaus „Zum ß^toen“ veranstalteten derGustav-Adolf-Frauen- verein und der Zungfrauenverein zum Abschluß ihrer dieswinterlichen VereinS- abende eine von den Mitgliedern beider Vereine stark besuchte S ch l u h f e i e r. Sie wurde verschönt durch gemeinsame Gesänge, Gedicht- vorträge, zwei kleine Aufführungen durch die Mitglieder des Iungfrauenvereins und durch Liedervorträge des Zungfrauenchors. Ein gemeinsamer Kaffee bildete den Abschluß des erhebend verlaufenen Abends.
Kreis Büdingen.
^Hrrzenhain, 15. April. Mit arm heutigen Tage ist unser Lehrer Hensel auf feinen Wunsch in den wohlverdienten Ruhestandgetreten. Am Samstag verabschiedete er sich in Gegenwart des Schulvorstandes von feinen Schul. ttndern. Seit 42 Jahren hat er segensreich in unserer Gemeinde gewirkt, und immer ist er den Einwohnern ein treuer Berater und freudiger Helfer gewesen. Dor fünf Iahren wählte ihn die Gemeinde zum Bürgermeister, und beiden schweren Pflichten ist er treu und gewissenhaft gerecht geworden. Als erfolgreicher unb vorbildlicher Imker und als Redakteur der Zettschnst „Die Diene" ist Herr Hensel weit i über die Grenzen des HesscnlandeS hmäus be- fcmnt geworden. Zahlreiche Imker Hessens und aus dem Reiche haben an feinen Lehrständen ihr Wissen beieichern und damit ihre Dienen- toLrtschaft erfolgreich befruchten können. .
Kreis Alsfeld.
• Alsfeld, 15. April. Die Vorbereitungen zu d,em D a u s ch i e ß e n und 250jährigen Ve r« i n s j u b i läu m des hiesigen Schützen- Vereins Ende Juni sind jetzt in vollem Gange. Man erwartet etwa 600 Festgäste von auswärts in unteren Mauern, Der Alsfelder Schützens


