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llr. 270 viener Blatt , Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberheffen)Samstag, 15. rrovemver l'2s

Landwirtschaft

Die Winterfütterung.

Don Oefonomicral Glaser. Direktor des LandwiNschaftsamtes Lauterbach.

(Rachdruck verboten.)

In Oberhessen, insbesondere im Vogelsberg, dauert die Winterfütterung im Durchschnitt der Jahre vom 15. Oktober bis 15. Mai Manchmal beginnt sie später und endigt früher, jedoch der denrende Landwirt muh mrt einer sieben rnon.r- rigen Wimerfültec-ung rechnen und danach leinen Futtervvranschlag und Fütterungsplan einrichten. Leider wird in den bäuerlichen Wirtschaften, welche in der weitaus größten Zahl aller Be­triebe vorhanden sind, nur in sehr seltenen Fäl­len dem Rechnung getragen. Sind Heu und Grumt sowie Rüben in genügender Menge vorhanden, so wird drauflos gefuttert Es wird selten gefragt: genügen die RauhfuttervorrätV sür die Anzahl d^s zu ernährerrden D.ei-S einschl. der Arbeitstiere? Wenn so viel Fuhren Rauhfutter eingefahren worden sind, als einem mittleren Jahr entspricht, so ist der Landwirt zufrieden. Er fragt nicht danach, ob sich sein Viehstapel verändert hat. und wieviel Milch er liefern will, und doch sind dies die grund­legenden Fragen, welche vor allem berücksichtigt werden müssen. Dabei ist im allgemeinen der Grundsatz aufzu st eilen: Wenig Vieh gut füt­tern, ist besser wie viel Vieh schlecht füttern. Gar oft wird drauf los gefüttert und je mehr man sich dem Ende der Winterfütterung nähert, um so schlechter ist die Ernährung der Tiere, um so gringer der Milchertrag und um so kümmerlicher die Entwicklmrg des Jungviehs. 2lm 1. Februar ist die Hälfte der WinterfüNerungszeit herum. Es soll daher bis dahin die Hälfte des Wiesen» imd Kleeheus und des Grumts sowie der Rüben verfüttert fein. Häufig ist aber Mitte März schon der Rauhfuttervorcat fast ganz ver­füttert. Der sich daraus ergebende Rachteil ist von privat- wie volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Einnahmen aus der Milch und Butter feh­len der Wirtschaft und die Belieferung der städ­tischen Bevölkerung mit diesem wichtigsten aller Rahrungsmittel wird mangelhaft. Das Ausland kann wohl zum Schaden der Volkswirtschaft in rein finanzieller De iehung Butter cm- führen, aber die F ischm lchversorg mg ist von der einheimischen L ndwiitschaft abhängig. Heut­zutage ist aber der Dauer mehr wie je und gerade durch die unglückliche Ernte 1924 auf Milch- und Duttervertauf angewiesen, um die täglichen lausenden Ausgaben, zu welchen auch die vielen Sorten vyn Steuern gehören, durch tägliche Einnahmen zrt decken. F hlen diese gegen Ende der Winterfütterung 68 Wochen lang, ehe mit der Grünfütterung b gönnen werden t.mn, so wird hierdurch schon der g sanrte Jahvesgewinn die Rentabilität in Frage gestellt.

Die Frage der gleichmäßigen Winter­fütterung ist daher von allergrößter Bedeutung. Um dieselbe burchzuführen. muß man mit den unS zur Derfiigung stechenden Futtermitteln in allere^ter Linie rechnen und daim ecfl auf de käuflichen Äraftfuttermittel zurückgreifen. Weit­blickende Landwirte haben im Doge.Sberg Wick- hasergemenge angebaut, um es verschrotet zu verfüttern und so von au-länd fchen Äcaftfutter- nrittcln unabhängig zu fein Leider ist durch den ewigen Regen vielfach dies-.-s Gemenge verdorben. Da nun auch die Getreidearten feucht herein- gebracht wurden es w.rd kaum eine Wir fchuft geben, welche in diesem Sommer alles Getreide flu geerntet hat, so wollte man das n cht als Drotfrncht verwendbare Getreide ans Vieh in Gestalt von Schrot verfüttern. Run sie len frch auch hier Hindermisse entgegen, weil dec Wassercebalt der Frucht so hoch ist, daß die Schrotmühlen- walzen oder .sche ben sich verschmieren. Größere Betriebe, welche zu Molkereiei und Brauereien günstig gelegen sind, können unter Umständen dort ihr Getreide trocknen. Für kleine Detr'ebe empfiehlt es sich, nach dem Brotbacken im Ge- memdebackofen daS feuchte Getreide unter Um- rühren mit einer an einer langen Stange he- feftigten Krücke zu trocknen, so daß wöchentlich mehrere Zentner Frucht zum Schroten hergerich'.ct werden können. Hut man sich auf d ese Weise brauchbares Kraftfutter geschaf en, so g li es nun, auch diese F tt ermittel mengen gewichts- mäßig richtig einzrt.il n und wenn nötig, noch durch Zukauf von Oelluchen oder sonstigen Kruft- futtermitteln zu ergänzen.

Was ist nun für einen Milchviehstapel an Futter nötig? Diese Frage muß jetzt im Ro- vember unter Zugrundelegung der selbster eugten Futtermittel beantwortet wer en. Kann die vor­handene Stückzahl gut ernährt werden? Sind Geldmittel vorhanden, und sei es durch In­anspruchnahme des Rotstanbek.ed ts. um etwa nötiges Kraftfutter zu kaufen, oder muh die Diehyahl vor ring-rt werden? Zur Beantwortung dieser Fragen müssen eine Anzahl Erwäg -ngea angefteüt werden. Der Landw rtschafts'ammer- ausschuh Gießen hat auf Veranlassung des Land- Wirtschaftsamtes Lauterbach und des Kreis- Rirderzuchtvereins Laute b.ch in Versbiedenen Wirtschaften eine Milchkontt-v le durchgcsührt. und just dieser Tag: kam die Berechnung für das Jahr 1923/24 heraus. Es können die gearoir.renen Zah­len als Grundlage dicmen. Wir werden nur solche benutzen, welche rein bäuerlichen Verhält­nissen entstammen Allerdings sind die bellen Milchkühe ausgesucht, welcle im Sommer nicht angespannt wurden. Der M lcherlrag belief sich im Durchschnitt einer je^en S mmenlaler Kah auf 2200 Liter mit 3 5 P.wz. F.tt im Jahr. Dies würde für die sieben Wintermonate rund 1200 Liter Milch geben" ich: Kuh. Rechnmr wir nur 1C00 Liter, da die Kühe übermitt Imäßig in ch en Leistungen waren, fo macht des tag'ägiich ein­schließlich etwaigen Trockenstehsas 5 Lite je Kuh. Mit dieser M.lcbmenge k:nn gerechnet werden, da sie den praktischen bäuerlichen Verhältnissen

und Gartenbau.

Oberhrslens entspricht. Um sie zu erreichen, muffen im Futter diejenigen Rah strff e fern, welche sich im Tierkörper in ric Be t andteile de. Molch den Käsestofs (Kasein), das Hünereiwech (Album n). da.. TA lchfctt, den Mcka-z. ck r und die M ne 1 stosse ums.tz.n Ohne auf lange wissenschaUliche Aussührui gen einzugehen, sei bemerft, da'i eine 500 Kg. schwere Kuh zur Erz ugung von laglch 5 Liter Mttch folgenx- F tte me-igcn täglich re darf: 8 Kg Heu, 15 Kg. Runk.lc-üben. 3 Kg Weizen- oder Haferspreu und 3 Kg eures müch.s von gl: chen Teilen R gg n-, Hafer und Gerstenschrot. W r fe n Getreioe nicht zu einem annehmbaren Preis verkaufen kann, weil es nicht backfuh g ist, soll es auf diese 'Weise verwerten Dec gutes Getreide hat, verkaufe es r.nb gebe dafür Oelkuchen. Wieviel von den einzcl en Sorten zu geh n ist, muß d e F tterberech iun e - geben, welche unter Angabe oer re .y ere en sonstigen zur (Beifügung gehenden F tie mi tel das zuständige ßmbtoirlfdyaf t ,<unt ausfuhren kann, wobei natürlich die Preise dec Celfudjen oder sonstigen Krafts att ermittel E« ück icht g wer­den müssen. Wieviel Heu man für die M ich- kühe zur Verfügung hat. ergib! sich a is der Ernte bzw. dem Bestand im Rovembec cbz.ig.i h des Rauhsutters für Pferde und Iungv. h und eines Rückhaltes sür een Sommer für krankes Vieh und Regenzeiten, in denen nicht genügendes Grünfutter gegeben werden kann. Hat man die Heumenge festgestellt, was auch durch Au mf en des Heustockes geschehen kann. to'Öei 1 5 brn gutes Wiefenheu ungefähr 80 K l. Gi-ummet 82 Kg und Kleeheu 85 Kg. w egt. so w:rd die erhaltene Menge durch eine Zahl get.it, 've che mm ge- winnt, wenn die Zahl der Tug: bis 15 Mai mit der Zahl der Kühe ve v clf iltig wird D e Tages- menge für eine Kuh ist dann seägestcl.t und aus den landwirtschaftlichen Daschenlal . id.r.i kann sich dann jeder das Weitere berechnen, trenn er nicht die Landwirtschaftsämtei in Anspruch nehmen will.

Das Maikraut im Garten.

(Rachdruck verboten.)

Das aromatische Maikraut, Aiperula ob)rata, mich Waldmeister genannt, ist nicht nur ein aller­liebster Frühlingsschmuck unserer Laubwälder und eine begehrte Gabe für die Verehrer des duften­den Maitranks, sondern verdient auch durch das Angenehme seiner sternförmig um den Stengel gestellten Blätter, über denen die zarten, weißen Blüten sich wie ein durchsichtiger Schleier breiten, einen Platz im Garten. Hier schmückt das Mai- kraut als dankbares und anspruchsloses Pflänzchen die Steingrotte oder den smst kahlen Boden zwischen Ziersträuchern, wenn der Standort nur einigen Schutz gegen die brennende Mittagssonne gewährt und der Boden nie ganz austrocknet, sondern eine gewisse Feuchtigkeit auch im Rach­sommer besitzt. Es muß aber im Herbst versetzt werden und verträgt, da es zu den Kräutern as- hört, die im allerersten Frühling schon zu treiben beginnen, eine Störung in dieser Zeit nicht. Daß man vor der Pflanzung den Boden auflockert, ist wohl selbstverständlich, und wer es besonders gut meint, verbessert ihn mit etwas Duchenlauberde, die man aus dem Walde mitbringt. 3n früherer Zeit war das Maikraut eine geschätzte Heil­pflanze und unter dem Ra men .Herzfreud»" (Herba cordialis) ein Mittel gegen Herzbeschwer­den, besonder Herzklopfen. Auch fcrnd das kurz vor der Blüte gesammelte und get.-ocknete Kraut Anwendung gcg -n Gelb- und Wassersucht. Manche Hausfrauen verwenden getrocknetes Öllaifraut zum Einlegen zwischen Wäsche, der es. ähnlich wie Lavendel, einen erfrischenden Wohlgeruch ver­leiht. R.

Die Winterdüngung der Beerensträucher.

Von G. Hamburger.

(Nachdruck verboten.)

Zur Winterpflege der Beeren obst sträucher ge­hört naturgemäß auch eine zweckmäßige Düngung, und zwar empfiehlt sich dazu am meisten das vielerorts erprobte Verfahren, Stallmist und Mi­neraldünger ein um das andere Jahr abzulösen. Besitzt auch der Stalldünger die dem Beerenobste notwendigen Kraftdüngerwerte (Stickstoff, Phis- phorsäure, Kali und Kalk) in ausreichender Menge, so dauert die Zersetzung im Boden doch zu lange, als daß die Dunqwerte eine so schnelle Rährwirkung vollbringen formen, wie das bei dem Mineraldünger infolge seiner leichteren Bv- denlöslichkeit gefchieht. Andererseits besitzt der Etcckldünger aber den großen Vorteil, daß er den Boden mit Humusstoffen anreichert, wärmt und lockert, was beim Kunstdünger nicht der Fall ist. Eine einseitige Verwendung ist also auf die Dauer nicht von Ruhen. Der Gebrauch beider Düngemittel aber, richtig vereint, ist hoben- und düngerwirtschaftlich vorteilhaft. Da die bekannten Handelsdünger aber nur eine einseitige Wirkung erzielen, so dürfen sie nicht einzeln für sich, sondern müssen als sogenannte Volldüngung gleichzeitig unter Berücksichtigung ihrer Dung- Wirkung gegeben werden, die Evi Stickstoff. Phos­ph orsäu re, Kali und Kalk von vornherein verschie­den ist. Dabei erfehen das schwefelsaure Am­moniak mit seinem hohen Stickstoffgehalte, sowie Ehilisalpeter und Zauche den für einen kräftigen Blattwuchs und starke Triebbildung notwendigen Stickstoff, das phosphorsäurehaltige Thomasmehl und das Superphosphat die für die Fruchtbar­keit und Holzreife erforderliche Phosphorsäure und das 40proz. Kalisalz die für den Ausbau der Zellengewebe unentbehrlichen Kalistofte. Die ne­benher in 34jährigen Zwischenräumen vorzu­nehmende Kalkung hat den Zweck, die organischen Bodeirstoffe zu erschließen und sie für das Pflan- zenleden aufnahmefähig zu machen, ist außerdem aber auch für die schöne Entwicklung der Früchte

hinsichtlich Form und Farbe, sowie ihres Ge­schmackes von Einfluß. Handelt es sich um schwere Bodenarten, fo gibt man gewöhnlichen Aerckack, während man für leichten Boden zweckmäßiger- weite ungebrannten, gemahlenen Kalk oder auch nur Mehl benutzt.

Die Menge der zu verabreichenden künstlichen Düngergaben richtet sich danach, ob es sich um eine große oder kleine Pflanzung b-inbdL Zn letzterem Falle muh die Menge etwas größer sein, und kann pro Quadratmeter 300 Gramm Thomasmehl ober Supcrp Hosp hat und je 150 Gramm Kalisalz und schwefelsaures Ammoniak E>ctragen. Für grö­ßere Obst Pflanzungen dagegen genügt ein Drittel dieser Menge Alte künstlichen Dünger werden am vorteilhaftesten im Herbste und im Laufe der W i n t c r je i t gegeben, mit Ausnahme deS schwefelsauren Ammoniak, den man erst im April iKtabrcicbt Auch für das Düngen mit Stallmist ist diese Zeit am günstigsten. Zu beachten ist in­dessen, daß Kalk und Stallmist nicht gleichzeitig und zusammen gegeben werden. Der Kalk wird am Elften alle 3 bis 4 Jahre als Sondergabe in Mengen von 1» Kg. für das Quadratmeter mit der gleichzeitigen künstlichen Düngung ver­abreicht und möglichst untergegraben, weil er sonst vom Winde leicht fortgetrieben wird. Aus diesem Grunde ist es auch ratsam, alle sonstigen künstlichen Düngemittel an windstillem Tage aus- zustreuen, um sie an ihre Wirkungssläche zu binden.

Fragekasten.

Frage 64: Wie heißt die kleinblumige Pri­mel, die am Fenster des WohrzimmerS meh.ere Jahre lang gezogen werden farai und nicht ein­geht, wie die großblumigen Markiblumen. welche man immer wieder verliert?

Antwort. Es kann nur die Brennprimel, Prirnula obconica ober die Ebineser Primel in Frage kommen. Beide sind mehrjährig, d. h sie kommen mehrere Jahre bintcreiiionber zur Dlü:e, wenn sie darnach behandelt werden. Dazu ge­hört, daß man sie nie ganz austrocknen lässt. Primeln sind Waldpflanzen und liehen als solche eine ständige Feuchtigkeit und Schutz vor der brennenden Sonne. Wenn man diese Eigen­schaften beachtet und sie im Frühjahr nach der Hauptblütc umsetzt, bann erhalt man sie die Blüten werden jedoch von La-r zu Jahr kleiner und unansehnlicher. Aus diesem Grunde quält sich kein (Partner mehr mit alten Pflanzen ab. Dasselbe soll'e der Blumenfreund tun und ab- geblühte Primeln einfach wegwerfen.

Frage 65: Ich habe ein vor kurzem erst gero­detes Waldstück mit Rotklee eingesät. Der Klee zeigt keine Wuchsigkeit und keinen vollen Be­stand. Wie kann ich diesem Äebelstande abhelfen?

Antwort. Klee ist eine schmetterlings­blütige Pflanze. Die Erfahrung lehrt, daß alle Angehörigen dieser Pflanzenfamilie großes Kalk­bedürfnis haben und auf sauerem Boden schlecht gedeihen. Es wird sich deshalb zunächst empfehlen, eine Probe des betreffenden Bodens sowohl von Ackerkrume wie vom Untergrund zirka 30 Zenti­meter tief an das zuständige Landwirtschaftsamt einzusenden und ihn auf Kalkgehalt und Säure untersuchen zu lassen. Es wird Ihnen dann mit­geteilt werden, wie der Boden reagiert und durch welche Kalkgabe erforderlichenfalls die vorhandene Bodensäure beseitigt werden kann. Außerdem ist Rotklee, da er, wie bereits erwähnt, zu den schmet­terlingsblütigen Pflanzen zählt, eine Kultur­pflanze, die mit Hilfe der Knöllchenbatterien an ihren Wurzeln in der Lage ist, den freien Stick­stoff der Luft in einer für die Pflanzen aufnehm- baren Form zu überführen. Um dies bewerkstel­ligen zu können, muß die Pflanze aber auf ihrem Standort diese Bakterien vorfinden, was ge­wöhnlich auf altem Ackerland, wo schon öfter schmetterlingsblütige Pflanzen gebaut wurden, in genügendem Maße der Fall ist. Auf Reuland empfiehlt sich eine Dodenimpfung, d. h. eine künst­liche Anreicherung des Bodens mit diesen Bak­terien. Die Impfung kann erfolgen, indem man das Rodland mit Erde von altem Ackerboden» überfährt und so es mit den in demselben vor­handenen Bakterien impft, oder indem man die Kleefaat einer Impfung unterzieht, d. h. mit einem Präparat vermischt, arissät, däs diese Bak­terien enthält. Am besten hat sich in dieser Be­ziehung dasAzetogen", von Hyman und Teich- 1er hergestellt, bewährt. Man achte aber, daß man das für die betreffende Pflanzenart, d. h. für Rotklee, Luzerne, Erbsen usw. speziell hergestellte Präparat bestellt, da die einzelnen Bakterien­arten an den einzelnen Schmetterlingsblütlern wieder verschieden sind. Genaue Gebrauchsanwei­sung liegt bei. Auch auf altem Kulturland hat eine Impfung mit Azetogen einen günstigen und vollen Kleestand gezeitigt und die Erträae erhöht.

Gerichtssaal.

Darmstadt. 14. Rov. (Eig. Bericht.) Im Hauptbahnhof in Darmstadt redete im Sep­tember vergangenen Jahres ein Polizei- wachtmeister eine Frau an, die er nicht für einwandfrei hielt. Der hinzukommende Ehe­mann verbat sich dies. Der Wortwechsel wurde heftiger und bet Schuhmann ging bann ohne weiteres gegen den Mann mit einem Gummi­knüppel und schließlich mit dem Säbel vor. Der Verletzte stellte Strafantrag und das De- zirksschöffengericht verurteilte den Polizei- wachtmeister zu 100 M k. Geldstrafe. In der Berufungsinstanz hob die Strafkammer das Urteil auf und erkannte gegen den Ange­klagten auf zwei Monate Gefängnis. Das Urteil bezeichnet fein Vorgehen als brutal; mildernde Umstände wurden nur in feinem straf­losen Vorleben erblickt.

Aus dem Amtsverkündiguuqsblatt.

Das Arntsverkünbigungs blatt Rr. II vom 13. Rovember enthält Bekarrnt- machungen über die Reichstagswahl und die Land­tagswahl am 7. Dezember 1924.

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Rätsel-Echr.

Zahlcn.Rälsel (Nr. 2.)

1. 1. 2, 3. 4. 5. 6.

2. 7. 8. 9. 5. 1.

3. 7. 3. 10, 8. 9. 6. 11. 6.

4 6. 11, 8. 9. 8. 12. 13. 3. 14. L

5. 9. 1. 16. 11. 3. 13.

6. 5. 3. 14. 15. 9. 1.

7. 9. 3. 14. 6. 1, 13.

8. 6. 13. 3. 11.

9. 16. 15. 1. 17. 6. 1.

10. 15. 3. 17. 10. 1. 18.

11. 18, 8, 4, 7. 7. 3. 6. 9. 18.

12. 3. 5, 1, 10. 3. 6. 5. 1.

13. 10. 3. 18. 1. 13. 3. 9.

14. 10. 8. 4. 6. 7.

15. 1. 6. 7, 11, 3, 14.

16. 19. 10, 3. 17. 6. 9. 12, 8,

17. 13, 1. 12. 6, 17, 1. 9. 18.

18. 1. 13, 19. 4. 13. 18.

19. 6. 14. 15, 6, 12, 1. 9. 6, 1.

20. 5, 1, 11, 3. 9

Die vorstehenden Zahlen sind durch Buch­staben zu ersetzen, tooExi sich die einzelnen Zah­len immer auf den gleichen Buchstaben beziehen. Die entstehenden Worte haben folgende Bedeu­tung:

1. Kirchliche Bezeichnung eines SvnntagS.

2. Wundärztliches Instrument.

3. Stadt in Griechenland,

4. Kunstwissenschaftlicher Beruf,

5. Fluß in Süddeutschland.

6. Griechische Rymphe,

7. Stadt auf Reuseeland,

8. Landschaft tn MefoPotarnten,

9. Wissenschaft.

10. Shakespearefchs Drama.

11. Bekannter Philologe.

12. Stadt in Australien.

13. Päpstlicher Palast,

14. Männlicher Vorname,

15. Vvrgebirge in Rord-AlaSla,

16. Vogel,

17. Militärische Formation,

18. Stadt in Thüringen,

19. Weiblicher Vornan",

20. Geistlicher Titel.

Die Anfangsbuchstaben von oben nack unten und in Fortsetzung die Endbuchstaben ebenfalls von oben nach unten gelesen, ergeben etn Zitat aus LessingsRathan der Weise".

Eilbcu-Rätscl (Nr. 2.)

al ap ar bat be bürg de bef den bers bi bi bra e ek en eu fe gen go Hal har hol im le kel - fer knecht ko - korb la Io la lands le mann mer mor na - ne ner ni ni nil ob Pa Pen Pferd ra rei ti rin tro rus far schvk - - fe fe Ti sny svn tel thü ti us wal we &a zell.

Es sind 24 Wörter zu bilden, deren AnfcmgS- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Zitat ergeben:

1 Deutsches Baudenkmal, 2. Gärungsprodukt 3. Fixstern, 4. Pflanze, 5 Figur aus Wallenstein, 6. deutsche Landschaft, 7. HauSwirtschaflsgegen­ständ. 8. Gemüse 9. holländ Maler, 10. Söldner, 11. Erdteil, 12. Gedichtsform, 13 Vertrauter Goe­thes, 14. Säugetier, 15. Gewerbebetrieb. 16 Deut­scher Freistaat. 17. Musikinstrument. 18 biblischer Rame, 19. Kanton in der Schweiz. 20. Körperteil, 21. Reitergattung. 22. amerik. Philosoph, 23. franz. Dramatiker, 24. Insel im Mittelmeer.

Auflösungen.

6ilbentät|el Rr. 1 auS Rr. 264.

1. Erde, 2. Samos, 3. Isaak, 4. Sonnino, 5. Tandem, 6. Rahum, 7. Idiot, 8. Celluloid, 9. Hoangho, 10. Telemach, 11. Sevilla, 12. Säbel, 13. Opal, 14. Forelle, 15. Eros, 16. Isabella, 17. Dymwegen, 18. Gounod, 19. Entenci, 20. Se­renade, 21. Polykrates, 22. Ohio, 23. Rorwegen, 24. Dordhausen, 25. Ente, 26. Dansen.

Es ist nichts so fein gesponnen.

es kommt doch alles an die Sonnen.

Zahlenrätsel Rr. 1 auS Ar. 264.

1. Lombardei, 2. Anze, 3. Falstaff, 4. Tacitus, 5. Fayence, 6. ArkansaS, 7. Huronen, 8. Rem­brandt, 9. Teutonen, 10. Irawadi, 11. Southamp­ton, 12. Theodorich, 13. Aewton, 14. Odyssee, 15. Transvaal.

Die Anfangsbuchstaben ergeben:Luftfahrt ist not!

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