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Mllaem. Ortskrankenkasse Gießen-Stadt.

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ersten Lage ronnren vrelFrauen unv zwei junge Burschen als Badediebe entlarvt und der Polizei zugeführt werden.

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kammer 1924.

Die eingereichten Bestandslisten des Ortsgewerbevereins Gießen. derFriseur-u.Perückenmacher-Zwangs>

I. Für die Wohnungsbauten Am Riegelpsad: Weißbinder-, und Anstreicherarbeiten Schreinerarbeiten

Installation der Gas-, Wasser- und Ent- Wässerungsanlagen

Installation der elektrischen Beleuchtungs­anlagen.

Bekanntmachung.

Betr.: Die Wahlen zur Handwerks-

Die noch rückständigen Beiträge zur Krankenkasse, Invaliden- und Erwerbslosen­versicherung für den Monat Juni 1924 können noch bis zum 22. Juli ds. 3s. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Beitreibung und Kostenberechnung. Die Einzahlung kann Dienstags von 8 bis 1 Uhr bei unserer Kasse oder auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt am Main Nr. 10833 erfolgen.

Gießen, den 15. Juli 1924. [5686c

Arbeitsvergebung.

Bei dem Stadtbauamt liegen die Unter­lagen für die Verdingung nachfolgender Arbeiten offen:

Gerichtssaal.

* Darmstadt. 14. Juli. Der Berwal» tungsgerichtshof verhandelte in seiner letz­ten Sitzung in einer Deschwerdesache gegen den Polizeiwachtmeister Schmidt in Fried­berg, der am 26. September v. Hs. den Kauf­mann ©lud in Friedberg mißhandelt haben soll. Es wurde eine Reihe von Zeugen vernommen. Entsprechend dem Anträge des Vertreters des Staatsinteresses wurde Schmidt einer Tleber- schveitung seiner Amtsbefugnisse für schuldig erHärt

)IPnPn Bahnhofstrasse 65 B . ' r U. LlCh (Ober Hessen) begründet. 1 Q &" '6 _ '

reichre den nocy lebenden Gründern des Vereins, unter denen sich zwei Veteranen, Forstwart Blei und Kirchenvorsteher Hch. Steuernagel I., be­finden, Ehrendiplome. Das frohe Treiben auf dem Festplah erlitt leider eine allerdings mir vorüber­gehende Störung durch ein mit heftigem Sturm und starkem Platzregen verbundenes Gewitter, das cm den Zelten und Ständen manchen Schaden an­richtete, sich aber glücklicherweise bald wieder verzog.

Kreis Büdingen.

)( Düdelsheim, 14. Juli. Bei schönstem Sommerwetter fand gestern das Gustav Adolfs-Fest des Zweigvereins Bü­dingen in unserer Gemeinde statt. Es wurde durch einen Hugendgottesdienst am Vormittag eröffnet, den der bekannte hessische Gustav Adolf» Pfarrer Weiß aus Bieber bei Offenbach unter freudigster Anteilnahme der Jugend abhielt. Im gutbesuchten Festgottesdienst am Rachmittag in der nach dem Brande prachtvoll wiederherge­stellten Kirche predigte im Anschluß an das ApostelwortDie Liebe Christi dringet uns also" ebenfalls Pfarrer Weih. Sehr zur Verschöne­rung des Festgottesdiensles trugen die Schul­jugend durch einen Chor, sowie ganz besonders der Glauberger Pvsaunenchor durch seine herr­lichen Weisen bei. Rach einer Kafseepause, in der die zahlreich erschienenen auswärtigen Gäste in gastfreundlichen Häusern der Gemeinde bewirtet wurden, begann die Rachversammlung ebenfalls wieder in der Kirche. Rach einer 'Begrüßung Les Vorsitzenden des Zweigvereins, Pfr. Göbel- Wolf, kam der Festprediger nochmals zum Wort; er führte der Versammlung die wechselvolle Ge­schichte der evang. Gustav Adolf-Gemeinde Heu­senstamm vor Augen, die mit Hilfe des Gustav Adolf-Vereins im vorigen Jahr endlich ihre Ka­pelle einweihen konnte und darin eine würdige Stätte zur Abhaltung ihrer Gottesdienste fand. Den Rechenschaftsbericht über die Gustav Adolf- Arbeit und Gaben der Dekanatsgemeinden gab Pfarrer Werner-älsenbvrn, Pfarrer Becker- Düdelsheim sprach als Ortspfarrer das Dankes- und Schlußwort. Auch um die Rachversammlung machten sich der Schülerchor, sowie der Glau­berger Pvsaunenchor wieder sehr verdient.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Darmstadt, 14. Juli. Gestern ist hier der Flugplatz des Bundes Hessi­scher Flieger in Gegenwart des Staats­präsidenten und Vertreter der Stadtverwal­tung eingeweiht worden, die auch an dem er­sten Fluge teilnahmen. Rachmittags und abends konnten wegen der Wetterlage keine Flüge mehr stattfinden, so dah leider der erste Tag für das Unternehmen nicht vorteilhaft ab- fchloh. Es handelt sich hier um ein Erwerbs­unternehmen, dessen Bestand von dem Er­trägnis der Passagierflüge abhängig ist. Die Freiwillige Feuerwehr Darm­stadts beging am Samstag und Sonntag das Fest ihres 75jährig. Bestehens. Die eigent­liche Feier fand am Samstag abend statt; ihr wohnten u. a. Staatspräsident Tllrich und Minister von Brentano bei; dieser hielt eine Begrüßungsansprache im Ramen der hessischen Regierung.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 14. Juli. Ge­gen die PreiSrätselausschreiben, mit Lenen augenblicklich die Welt in zuneh­mendem Maße überschüttet wird, geht jetzt die hiesige Polizei mit aller Strenge vor, indem sie gegen jeden der Veranstalter auf Grund des § 286 des Strafgesetzbuches (Vergehen ge­gen das Lotteriegesetz) Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft stellt. In einer der bekanntesten Dadean st alten am Main wurde bis vor wenigen Tagen alles g e st o h - len, was nicht niet- und nagelfest war. Da kündigte der Besitzer durch Anschlag an, daß er jeder Person, die einen Badedieb auf frischer Tat erwische, eine namhafte Be­lohnung zusichere. Das half, denn schon am

dem Endziele Garbenteich zu. Leider zwang ein hereinbrechendes Gewitter mit Hagelschlag

Fremde Sprachen ohne Wörterlernen!

Das ist nichts Unmögliches, sondern nur etwas Neues. Die bisherigen unbeholfenen, spröden und trockenen Sprachlehrmethoden mußten allerdings das Interesse am Sprachstudium bald ertöten. Sie packen die Sache am ver­kehrten Ende am: sie beginnen mit Stumpfsinn und enden in den weitaus meisten Fällen ohne Resultate. Und warum? Weil das nervenzermürbende Auswendiglernen von Vokabeln und Regeln, das langweilige und zeitvergeu­dende Nachschlagen in Wörterbüchern psychologischen Unsinn bedeuten. Das richtige Prinzip ist: erst überhaupt lesen und sprechen, dann die Fehler ausmerzen. Die fremde Sprache einfach so übernehmen, wie das Kind das Sprechen unbewußt lernt.

Erst die Sprache erobern, dann sie studieren!

Daß die Beherrschung fremder Sprachen für jeden Deutschen geschäft­lich wie gesellschaftlich eine zwingende Notwendigkeit ist, bedarf wohl eines Beweises nicht mehr. Wir haben nicht gelegentlich, sondern täglich Nutzen davon: geschäftliche Vorteile, besser bezahlte Stellungen, bessere Verdienst­möglichkeiten, ideellen Nutzen! Lesen Sie sofort die Broschüre Spracherwerb ohne Lsrnzwang herausgegeben vom Redaktionsstab für Sprachmethodik e. V. und Sie werden wissen, wie die Beherrschung fremder Sprachen ohne Mühe in kürzester Frist möglich ist. Diese leichte, weil naturgemäße Methode ist ganz neu uni kann mit keiner bisher im. Unterricht angewandten verglichen werden. Sie Beruht im wesentlichen auf hochwichtigen Ergebnissen jahrelanger psychologischer Untersuchungen der Professoren Ebbinghaus und Müller über die Mechanik und die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses. Das Werk ist so konstruiert, daß sich jedes Kind sofort hineinfinden kann und keinerlei Vorkenntnisse erforder­lich sind. Die oben genannte Broschüre wird in Gießen von nachstehender Buchhandlung an ernsthafte Interessenten kostenlos und ohne jede Verpflich­tung ausgehändigt: 4826A

Schneidersche Buchhandl. H. & K. Keifiner, Neuen Bäue 3

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Führer, die Wanderung zu kürzen, um auf schnellsten Wege das Endziel zu erreichen.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 14. Juli. Bei

1L Für Wohnungsbauten Gnaulhstraße:

1. Erd- und Maurerarbeiten für die. Be- festigung der Hofeingänge

2. Lieferung von Iementplatten.

III. Für städt. Schlachthof:

Erd- und Maurerarbeiten für eine Wasser- versorgungsanlage (Brunnen mit Riesel­kanal).

Verdlngungstermkn am 28. Juli 1924, norm. 10 Uhr. Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 12. Juli 1924. 6ö7öß Stadtbauamt. I. D.: Grobe.

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Liefergrabung seines Kellers fand der Arbei­ter Ludwig Depler, in der Dachstraße wohnhaft, einen irdenen Topf, der etwa 450 Silbermünzen enchielt. Die Prägung der Münzen lautet auf 1 Albus und zeigt die Wappen des Bistums Mainz, der Stadt Frankfurt und Hessen-Darmstadts, sowie die Jahreszahlen 1691 bis 1697.

rl Rieder-Bessingen, 14. Juli. Der hiesige Kriegerverein feierte gestern unter Teilnahme der Vereine des ganzen Bezirks Lich fein 50. S t i f t u n g s f e st. Es begann am Mor­gen mit einem Festgottesdienst, an den sich Ge­dächtnisfeiern auf dem Friedhof und am neuen Kriegerdenkmal anschlossen. Am Rachmittag be­wegte sich ein großer Festzug nach dem am Aus­gang des Dorfes hergerichteten Festplah. Dort hielt mach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Eteuernagel der Vorsitzende Gastwirt Loy eine Ansprache, die in das Deutschlandlied aus­klang. Darauf folgte die Festrede des Ortsgeist­lichen Pfarrer Schorlemmer von Lich, die von der Pflicht rechter Kameradschaft handelte. Frl. Hau überreichte im Ramen der Frauen und Jungfrauen eine neue Fahnenschleife. Der De- zirksvorsihende, Tierarzt Walther- Lich, über»

Sängersest in Lang-Göns.

m. Lang-Göns, 14. Juli.

Dom herrlichsten Sommerwetter begünstigt, feierte gestern der Männergesangverein .Frohsinn" dahier sein 70jährrges Bestehen, verbunden mit dem Ehren- fingen des Lahntalsängerbundes.

Das Fest begann mit einer Vorfeier am Samstagabend. Der festgebende Verein fang am Kriegerdenkmal den Trauerchor:Stumm schläft der Sänger", worauf der Alkerspräsi- dent Konrad Wilhelm einen Kranz zu Ehren der 17 im Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Vereins niederlegte und ihrer Treue gedachte, die sie stets dem Verein und auch dem Vater» lande gegenüber erzeigten. Hieraus bewegte sich der F e st z u g nach dem Festplah zu einem K o m- rn e r s in der Festhalle, die ca. 2000 Menschen faßte und fast ganz gefüllt war, da sich schan Vereine und andere Festteilnehmer eingesunden hatten. Rach einem flotten Marsch der Kapelle Mank-Wieseck und dem Chor:Die Himmel rüh­men" mit Orchester, beglückwünschte der Ehren­dirigent Lehrer S ch w i n n den Verein zu seinem Jubelfest, betonte die hohen Ziele der Gesangs­kunst und gab erläuternde Erklärungen zu dem nächsten Stück, welches gleichsam den Höhepunkt des Abends bildete. Jener Liederzyklus An der Wolga", der in seinen 10 Rezitationen mit Gesängen für Chor und Orchester in etaxi einstündiger Dauer die verschiedensten Gefühle des menschlichen Herzens in wundervoller Ton­malerei zur Geltung brachte, gab Zeugnis da­von, was auch ein gut geschulter Dorfverein unter Leitung eines tüchtigen Dirigenten leisten kann. Sehr beifällig wurden ferner die Quar­tetteRheinglaube" undSchlafglöckchen" und der ChorMatrosenbraut" aufgenommen. Eine Musterriege des Turnvereins gab Zeugnis von der guten körperlichen Schulung unserer Dorfjugend. Dem Dirigenten des Vereins, Lehrer Blaß- Großen-Linden wurde nun noch der ehrenvolle Auftrag, den vier Mitgliedern des Ver­eins, Heinrich Heller, Carl Schmidt, Phi­lipp Spieß und Anton Joch Wagner, die mehr als 50 Jahre dem Verein angehören, für ihre Treue zu danken und ihnen Ehrendiplome zu überreichen. Weiter überbrachten Vertreter der Drudervereine Kirchhain und Marburg dem Ja- belverein Geschenke.

Der gestrige Festtag führte eine viel­tausendköpfige Schar von Sängern und Sanges- freunden nach unserem reichgeschmückten Dorf. Schon gegen 9 Ufjr vorm. begann das Ehren­singen der Dundesvereine in der Festhalle. Es fangen Frohsinn-Gießen, Eintracht-Hungen, Frohsinn-Londorf, Männergefangverein Wetzlar, Männergefangverein Grünberg, Liedertafel-Gie­ßen. Harmoni-'-Wiefeck, Harmonie-Gemütlichkeit Gießen, Rothfcher Männerchvr-Lich, Liederkranz» Weilburg, Liedertafel - Marberg, Cäcilia - Lich, Orpheus-Butzbach, Gesangverein Kirchhain, Hei­terkeit-Gießen, Liederkranz-Dillenburg. Die Lei­stungen der Vereine zeigten, dah der Lahntal» Sängerbund, welcher 1860 in Butzbach gegründet wurde, auch heute noch eine ehrenvolle Stellung unter den westdeutschen Sängerbünden entnimmt. Der Festzug, der sich nachmittags vom Bahn­hof aus durch unser Dorf nach dem Festplah bewegte, setzte sich aus den Festjungfrauen, dem Bundesvorstand und dem Festausschuß, den Ehrenmitgliedern, den 18 Bundesvereinen, den 19 Gast vereinen der benachbarten Ortschaften und sämtlichen hiesigen Vereinen zusammen. Auf dem Festplah sprach Bürgermeister Henrich einige Worte der Begrüßung an die Festgäste und den Jubelverein. Hierauf sang dieserDie Himmel rühmen des Ewigen Ehre", worauf Alterspräsident Wilhelm in markigen Worten die Wirkungen des Liedes auf das menschliche Gemüt in den verschiedenen Lebenslagen in Freude und Trauer, in Frieden und Krieg, in Heimat und Fremde so recht zu schildern verstand. Er endete mit einem Hoch auf das deutsche Lied und die deut­sche Heimat. Es folgten nun Gesangsvor- träge der Gast- und Bundesvereine, hierauf Volksbelustigung und Tanz. Ein gegen 4 Tlhr einsehendes Gewitter, welches nur kurze Zeit anhielt, konnte der Festesfreude keinen Ab­trag tun.

Mus dem Mmtsverkündigunqsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 47 vom 11. Juli enthält: Verkehr mit Kraft­fahrzeugen. Die Tollwut. Scheidekatarrh in Treis a. d. Lda. Straßensperre. Schul­geld für ortsfremde Schüler der Fortbildungs­schule. Feier des Verfassungstages. Anrech­nung der Kriegsdienstzeit. Dienst Nachrichten. Gefunden, verloren. Lleberwachung von Brief- sendungen in Mainz.

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der Maurer- und Bauunternehmer- Zwangsinnung GießenLand und der Schloffer-Dereinigung

liegen von Dienstag, den 15. Juli 1924 bis Dienstag, den 22. Juli 1924 einschl. während der Zeit von 1/28 fthr vor­mittags bis 1/21 Ahr mittags in den Räumen des Verstcherungsamts der Stadt Gießen, Gartenstraße Rr. 2, Seitenbau, zur öffentlichen Einsicht und Erhebung etwaiger Einsprüche offen. 5682B Gießen, den 14. Juli 1924.

Der Oberbürgermeister. 3.03.: Dr. Frey.

Mittwoch, den 16. Juli 1924, nach­mittags 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) zwangsweise gegen Barzahlung:

5 Gasherde, 1 Grudeherd, 6 irische Oefen, 1 Kochherd, 2 Schreibtische (Dipl), 2 Schreibmaschinen, 1 Küchenbüfett, 1 Chaiselongue, 1 Garnitur Korbmöbel, 1 Kommode, 2 Hobelbänke, 1 Kassen­schrank, 1 Personenauto, 2 Büfetts.

Bogel, 668oq stellv. Gerichtsvollzieher.

Guterbaltener

=STUTZFLÜGEL

Blüthncr, Steinweg ob. sonst, gute Marke, i aegen Kassa gesucht. Offerten an Möhl, vretzlar. «ornmnrkt. ' 60,011 *

" vtraßensperre. Wegen HersteNung deines Kanals ist die Kreisstrahe Gießen Steinberg bis auf weiteres für den Auto­mobil- und Lastwagenverkehr gesperrt worden. Der Verkehr wird über die Kreisstraße Gießen HaufenWahendorn geleitet. Die Sperre der Kreisstrahe Holzheim Gambach ist wie­der aufgehoben worden.

* liebetGoethes musikalische Entwicklung" wurde am Sonntag im Goethe-Bund im Kaufmännischen Vereins- Haus referiert. Schon von früher Jugend an schenkte Goethe der Musik reges Interesse und zeigte eine tiefe Reigung, ihr Wesen theoretisch zu ergründen. In Frankfurt und Leipzig hatte er Gelegenheit, gute Konzerte zu hören, und auch seine Straßburger Zeit gab ihm manche An­regung auf diesem Gebiete. Rach Frankfurt zurückgekehrt, lernte er den Komponisten und Pianisten Christoph Kaiser kennen, dessen Kla­vierspiel auf ihn einen besonderen Zauber aus- übte. In Weimar fand er dann ein vor allem durch die lunftfinnige Herzogin hochentwickeltes Musikleben vor. Hier entstand seine Proserpina, in der er einen Stoff der griechischen Sage als Deklamation mit Musik gestaltete. Karl Eberwein, ein geschickter Geiger und Klavierspieler, und der Leiter der 1807 begründeten Goetheschen Haus- fapelle, schrieb hierzu die Musik. Seine Reise nach der Schweiz 1779 rief in ihm den Ge­danken zu seinem SingspielJery und Bätely" wach, auch faßte er den Plan zu einer deutschen komischen Over, MozartsEntführung aus dem Serail", schlug jedoch triefen Plan einer deut­schen tomischen Oper völlig nieder. Reichard, Zelter und Mendelssohn waren es fernerhin, die aus die musikwiffenschaftttchen Arbeiten Goethes einen gewissen Einfluß hatten. Besondere Vor­liebe hatte er für Mozart, Haydn und Gluck, während er für Deethovensche Musik kein rechtes Verständnis finden tonnte. Die Mufft blieb für Goethe stets eine - tröstende und erquickende Lebensbegleiterin.

** D. H. C. Gin richtiger sonniger Sommertag war es, der am Sonntag ca. 80 Mitglieder und Gäste des D. H. C. Gießen bei ihrer Juliwan­derung beoT-iitete. Durch den Gießener Stadtwald ging es Schiffenberg vorbei über Hausen und Garbenteich zu den leider noch wenig bekannten Mengershäuser Teichen, einigen, in anmutiger Landschaft gelegenen Waldweihern. Eine erfri­schende Ostbrise begleitete die Teilnehmer auf ihrer .Wanderfahrt und ließ die schier tropische Hitze we­niger empfindlich erscheinen. Der Weitermarsch führte an üppigen Wiesen und wogenden Korn­feldern vorbei über den Kolnhäuser Hof durch das liebliche Gottesackertal nach Kloster Arnsburg, wo eine ausgiebige Rast am Platze war. Rach einer gebührenden Besichtigung der Klosterruine unter nrndiger Führung ging es dem Jägerpfad entlang

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27 FamilienseleiM . die bei miMischen.M tnl iften Darbietung en | e Kinderreigen und | eist verlief.

Landwirtschaft.

Die ansteckende Gehirnrückenmarks-Entzün- düng der Pferde.

3n der letzten Zeit ist in O b r r h e s s e n eine Anzahl von Pferden an einer Gehirn- Dückenmarlsentzündung ertrantt, die nach den angeftenten Untersuchungen mit der in Sachsen als Bornasche Krankheit und in Württemberg als Kopfkrankheit bezeichneten Krankheit rdentisch^ ift. Die Seuche tritt meist gegen Ende des Winters oder anfangs des F^-ühjahrs auf, um in den heißen Sommermonaten ihren Höhepunkt zu er­reichen. Sie wird durchs Aufnahme eines noch unbekannten Anfteckungsstoffes verursacht, Heber» tragung von Tier auf Tier scheint seltener zu sein, ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Drie Krankheit beginnt mit Mattigkeit, ver­minderter Freßlust, die Tiere sind hinfällig und gähnen viel. Rach einigen Tagen stellen sich Gehimstörungen ein, die Tiere werden unruhig und schreckhaft, zeigen manchmal Kolikerscheinun- gen und vielfach Muskelzuckrngen im Bereich des Kopfes. Diese Erscheinungen nehmen an Starke zu, wobei es auch zu Tobsachtsanfällen kommen kann. Die Erregungszustände werden nach einiger Zeit durch Lähmungserscheinungen und Depressionen abgelöst. Dir Tiere stehen mit ge­senktem Kopf, diesen oft an die Wand ge­stemmt, wie fchlafend da und versagen die Aus­nahme von Futter und Wasser meist völlig, da auch der Schllundkops gelähmt ist. Daneben wer­den oft eigenartige Zwangsbewegungen beobach­tet, die Pferde gehen ständig im Kreise herum oder machen uhrzeigerartigr Bewegungen. Die Lähmungen nehmen im weiteren Verlauf der Krankheit zu. so daß die Tiere sich nicht mehr auf den Deinen halten können und zusammen­stürzen. In den weitaus meisten Fällen tritt der Tod ein, wenn nicht noch die Rotschlachtung vorgenvmmen wird. Die Dauer der Krankheit, bei der in der Regel nur geringgradiges Fieber beobachtet wird, beträgt 13 Wochen, der Aus- gang ist fast immer tödlich. Die Behandlung ist wenig aussichtsreiche, da alle angewandten Mittel bisher versagt haben.

Zur Bekämpfung der Seuche ist vom Ministr' rium eine Verordnung mit sofortigem Inkraft­treten erlassen worden, die die geeigneten Maß­nahmen vorsieht. Die Einführung der Anzrige- pslicht ist in die Wege geleitet, auch ist beim Landtag ein Antrag auf Einführung der Ent­schädigung für die an der Seuche gefallenen Tiere eingebracht worden.

Die Bekämpfung der Seuche muß daraus gerichtet fein, den im Boden lebenden Aa­st eckungsstoff baldmöglichst unschädlich zu machen. Deshalb ist sofort nach der Absonderung der er­krankten Tiere eine gründliche und möglichst auch fortlaufende Desinfektton des verseuchten Stal­les, besonders des Stallbodens, vorzunehmen. Ebenso ist die vorschriftsmäßige Desinsettion des Düngers und der Jauche unbedingt erforder­lich, um zu verhüten, daß der Ansteckungsstofs weiter verbreitet wird. Zur Verhütung der Ein­schleppung der Seuche in gesunde Bestände wird namentlich empfohlen, nur einwandfreies Was­ser, am besten Leitungswafser zu geben und nai gutes, einwandfreies Futter von trockenen Wie­sen zu verfüttern.

Vekanntmachung Kirschenversteigernug Mittwoch, den 16. Juli d. Is., nach-- mittags 2 Uhr, wird der II. Teil der Kirschenernte von den Bäumen auf dem Trieb in 75 Losen möglichst baumweise öffentlich meistbietend versteigert.

Zusammenkunft an der Kaiserallee bei der WirtschaftJur Germania". 5595B Gießen, den 9. Juli 1924.

Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg.

Bekanntmachung.

Der Herbstmarlrtin Giehen findet in der Zeit vorn 21.-28. Septem­ber 1924 statt. Reflektanten wollen sich wegen Ueberlaffung von Plätzen für erst­klassige Fahr- und Schaugefchäfte sowie vonVerkaufsbuden bis fpätestens20.August 1924 an die Stadtverwaltung (Stadthaus Bergstraße, Zimmer Rr. 12) wenden. Die Bedingungen sind dort erhältlich; Angebote sind unter Verwendung des vorgeschriebenen Angebotsscheines schrift­lich mit der Aufschrift:Angebot für den Herstmarkt 1924" an die obenbezeichnete Stelle einzureichen. 5675B

Gießen, den 10. Juli 1924.

Der Oberbürgermeister. 3. V.: Klingfpor.

Allgeni. Ortskrankenkasse Gießen-Stadt.

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