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Tcr>Sauern, 3 Onnimen. Infolge r<*3 '-Lus* uchs der Maul» und Klauens-ruch-e in Oppenrod ist öic Abhaltung des nm brüten Oi'tci'fe'crttig al jähil.ch siattsi-beiden Öfter schwer ne ° m a r k t e s untersagt worden.

Kreis Friedberg.

* Friedberg, 14. April. Der Milch- /freit zvischen den oberhessischen Milchpro- duzentcn und der Stadt Frankfurt b.zw. der Frankfurter MilchversorgmrgSgesellschaft A. G. scheint auf dem Wege der Verständigung beigelcgt zu werden, da gestern in einer Be­sprechung zwischen Mitgliedern des Hessischen Bauernbundes, sowie der Molkereien und der Milchversvrgungs-A. G. eine vorläufige Einigung dahin erzielt wurde, daß die Milch weitergeliefcrt wird, während über den Preis am Dienstag weitere Ver­handlungen stattsinden sollen.

Starkenburg und Nhemhcssen.

rmk. Darmstadt, 13. April. Ein schweres Autounglück ereignete sich heute nachmittag 3 Ahr in der Kranichsteiner- Straße an der Oktroierh-ebestelle. Das auf der Rückfahrt befindliche Auto des Frankfurter Fabrikanten F. Dauwens, von dem Besit­zer selbst gelenkt, fuhr infolge eines Feder­bruchs gegen eine Telegraph-enstange, die in­folge der starken Fahrt des Wagens vom Bo­den abrasiert wurde. Das Auto wurde durch die Wucht um die eigene Achse geschleudert und lag schwer beschädigt auf den Rädern der linken Seite. Der Lenker flog aus dem. Wagen und trug eine schwere Gehirnerschütterung oa- von, so daß er bewußtlos nach dem Kranken­haus verbracht wurde. Zwei Begleiter kamen mit leichteren Verletzungen davon. Anschei­nend liegt die Arsache des Anfalles in der un­zulänglichen Reparatur eines früheren Feder­bruches.

* Neu-Isenburg, 13. April. Von einem Hund angefallen wurde eine hiesige Frau. Sie wurde am Arm und Ober­körper so schwer gebissen, daß sie sich nach Berlin begeben mußte, da Lollwutver- dacht vorliegt. Das Tier wurde erschossen.

Hessen-Nassau.

][ Marburg, 13. April. Mit Ende dieses Schuljahres ist der Direktor des Mar- bnrger Lyzeums (Clisabethschule), Geh. Stu­dienrat Dr. Richard Seehaussen, nach 31° jähriger Wirksamkeit in den R u h e st a n d ge­treten. Der Scheidende hat sich große Ver­dienste um die Entwicklung des Marburger Schulwesens erworben.

fpd. Frankfurt a. M., 14. April. Als ein von den Franzosen kriegsgerichtlich verurteilter und geflohener Kommunalpolizeibcamter Franz Heiliger mietet sich ein Junger Mann, nach­dem' er sich ordnungsgemäß angemeldet hat, bei Vermietern ein. Kaum ist er allein, txmn plün­dert er die Zimmer aus und verschwindet aus Rimmerwiedersohen. Des Burschen konnte man noch nicht habhaft werden.

Schöffengericht.

Gießen, 14. April. Die Kaufleute Georg und Otio A. aus Grünberg hatten Ente '-z 1923 gemeinschaftlich beim Ankäufe von Garn cu5 Holstein Zahlung in ausländischer Währung (Sterling und Dollar) geleistet und dadurch gegen dir SetHf entererbitung vom 12. Oktober 1922 verstoßen, lie b.-i Inlandsgef-chöft> n Zahlung in euslänmschem Geld verbietet. Sie standen deshalb laute vor Gericht, wurden, aber f r e i g e s p r o cben, weil ihnen ein Verschulden nicht nachzuweisen irrt. Die verkaufende Firma hatte sich als C-arngrof-handlung bezeichne' und den Anschein erweckt, da;; sie die fertigem Gar::- Fabrikate direkt aus dem Aaosland bezogen l;abe; auf aus dem Ausland eingeführte Waren fand aber die damalige Dxvisenverord.aung tcLie An­wendung.

Wegen Fahnenflucht und militärischer Anter- schlagung wurde der Gefreite Schneider der 3. Kompagnie des hiesigen Ins.-Aegimertts zu 1 Jahr 1 Monaten Gefängnis und Dienstentlassung bcr/rtcilt. Er war wcch - renö des Aufenthalts des Regiments in Sachsen und Thüringen beurlaubt worben und nicht mehr zu feiner Truppe zurückgekehrt.

Ein unverbesserlicher Betrüger stand in der Person des Hermann B ü ch e n 1) a g c n aus Bre­men vor Gericht. Er wurde aus der Strafhast vorgeführt und bringt die meiste Zeit seines Le­bens im Gefängnis oder Zuchthaus zu, eben wegen seiner fortgesetzten Betrügereien. Diesmal hatte er einen Mitknecht um 100 Ml. beschwindelt. Strafe: 1 Jahr Zuchthaus.

Kunst und Wissenschaft.

Der Darmstadter JnteNdantrnpofteN.

Prof. Franz Ludwig H o e r t h hat einen Ruf als Generalintendant an das Hess. Landestheater in Darmstadt erhalten, welchem er mit Rücksicht auf seine Berliner Verpflichtungen nicht folgen kann.

MittelrheimschL Studiengesellschnfr für Bal- neologir und Klimatologie.

Bad H o m b u r g v. d. H., 14. April. (P riv - Tel.) Rach mehrjährigen Vooarbttten wurde am Sonntag im Kurhause die Mittelrheinische Ge­sellschaft für Balneologie und Klimatologie mit dem Sch in Wresbaden gegründet. Der Grün- dungsvLrsammlung wohnten zahlreich» Vertreter der in Fuge kommenden Bade- und Kurorte, Vertreter der Aniversitäten Frankfurt und Gießen sowie Regierungspräsident Dr. Haenisch und Landeshauptmann Dr. Woell b:i. Geheimrat Dr. von Ro orden - Frankfurt a. M. gab in knappen Umriffen das Programm der neuen Ge­sellschaft bekannt, die eine engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis auf dem Ge­biete der balneologischeir und klimatologischen For­schung in den Kur- und Badeorten am Mittel­rhein und den umliegenden Lanbesteilen be­zwecken soll. Dr. Fresenius - Wiesbaden er­örterte die Bedeutung der balneobogischen For­schung, die noch recht im argen liege und forderte die Vornahme genauer Messungen der einzelnen Quctken und, soweit es noch nich: geschehen, ihre sachgemäße Fassung. Aniverfitätsprofessor Dr. Linke- Frankfurt verbreitete sich über die noch bislang noch viel zu wenig beachtete Einwirkung des Klimas auf die einzebren Kurorte und auch

der Kurgäste, wobei er in er ter Lime eine fort­gesetzt genaue Beobachtung der Temperatur, der Feuchtigkeit, der Windgeschwindigkeit und le: wonnenstrohlung forderte. Lazu fei die Mitarbei^ eines jeden angeschlosfenen Badeortes und aud> die Bereitstellung von Mitteln für diete Forstun­gen nölig. Grhcimrat Dr. K5nig-Gi.i.en über­brachte die Grüße der Aniversttät Gienen, deren Mitarbeit cr in sichere Aussicht stellte. Auch der Di reit or des Hygienischen Aniversitätsinstituts Cietzcn. Pros. Dr. Go t schlich, begrüßte im Inter.ss» der Vollsgesundhrit das wichtige W:rk. $vr Wirkungsbereich der Gesellschaft soll sich von Münster a. St., Kreuznach, über alle Taunus- bäber in Rassau und Hessen und schließlich über die bayerischen Bäder Kissingen erstrecken.

Das Reger-Fest Verschoben.

Daö dritte offizielle Reger-Fest der Max Reger-Gesellschaft, das unter Leitung von Fritz Dusch in Dresden stattfinden wird, muß aus technischen Gründen auf Rovember verschoben werden.

Ein ntueä Werk Hermcnm Stehrs.

Im Friedr. L i n tz Verlag, Trier, erscheint in den nächsten Tagen Hermann Stehr's neuer Ro­manPeter Prindeisene r". Was der Dichter in seiner Prophetie über das Leben im Heiligenhof" als philosophische PZershttt apbo- ristisch mebergelegt hat: ist hier im Schicksal des jungen Peter Br ndeisener zum lebendigen Da­sein erhoben worden.

Turnen, Sport und Spiet

* Der Turn-Verein von 1846 veran­staltet in seinen Vereinsräumen am 3. Mai ein größeres S Hau turnen aller Abte i- lungen. Gleichzeitig findet ein Lichtbilidervor­trag über Md Münchener Turnfest statt: wo der Vortrag bis jetzt geholten wurde, hatte er sich einer außerordentlichen Beliebtheit, insbesondere durch das ausgezeichnete Brldermaterial, zu er­freuen.

Biichertrsch.

Die Reuregelu ng der Kapital- v e r k e h r st e u e r, erläutert von Oberregierungs- rnt H. Weinbach, Vorsteher des Finanzamts Frankfurt a. M.-Riedenau. Preis geh. 4, geb. 4,50 C oldmark, Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin C2., Seit dem Erscheinen des Er­gänzungsbandes zum Kapitalverkehrsteuergesetz im März 1923 hat das Kapitalverkehrsteuergesetz teils durch Gesetz, teils durch Verordnungen zahl­reiche umfangreiche Aenderungen erfahren. Einen gewissen Abschluß brachte die Amstellung von großen Teilen der Kapitalverkehrsteuer auf Gold durch die zweite Steuernotverordnung vom 19. Dezember 1923, durch die auch andere Bestimmun­gen des Gesetzes in weitem Umfang geändert wurden. Es entspricht itunmehr einem dringen­den Bedürfnis, vor allem einen neuen Text des Gesetzes herauszubringen. Weiber sind die Texte der Abänderungsgesetze und der Verordnungen: toiebergegeben. In besonderen Abschnitten sind das Abrechnungsversahren bei der Börsen Umsatz­steuer, die Vorschriften über die Aufwertung, soweit sie die Kapitalverkehrsteuer betreffen, so­wie der Obligationensteuer dargestellt. Endlich sind in einem letzten Abschnitt umfangreiche Er­läuterungen zu den Bestimmungen des Gesetzes gegeben sowie die neuesten Entscheidung^n des

Reichs;inanzhoss unö du Erla j sinanzministcus b. handelt. Das gelamte e v:>. zum KapttelorrkehrstLuergeseh i;t sonn: auf den neuesten Stand gebracht.

Steuer-- und bilauz rech! liche Studie n f alle mit praktis e . '.u n Erste Folge von Dr. Beuck, Dipl.-SreuerfaHv.rst i igr in -verlm und W. Erfurttz, Stto.. . ,n i ..u .re S 3,50 Eoldmark. Industrieveriag öpaci : Lmi . Berlin C2. Das Werk behände t na h er et allgemeinen Einführung in die Grur begri ie dcv Zusammenhanges vonBilanz un _ t u m- teteffanie Fälle steue.sicher Pra tts cu3 rtndien- fälle" bereu Darstellung den Le r a- j n soll, in ähnlichen Problems allen zu ine . u.1.4 aas Erund selbständiger Forschung -u geia. ,c A.icd ist daran gedacht, daß die Ärbei: ab L l/rduch für Steuetrechts-Praltiker an Hock.: u en H.° Wendung finden könnte. Der Vertag Hai wertere Folgen dieses Lehrbuches ins Auge gefaßt.

Aus dem rtmtsverkündisruustsk latt.

' Das AmtsverkündigungSblatt Rr. 27 vlBn 11. April enthalt: Ausr U g b .Ijren^ Verordnung. Ausstellung uno Am ausch bei Quittungskarten in der Angestellten, e. stcheeung Toll wutverdacht. Reichstagswahlen 1924. Beteiligung der Schüler an der Wahlagiiattons- arbeit. Blaut- und Klauenseuche in Opvenrod und Dingmühle (Gemarkung Lauter). Waisen- büchsengttder. Rothilie Hessen. Gesuch des Muhlenbejitzers Karl Frey in Lollar Er- weibslosenfürsorge. Schafräude in Gießen. Gesunden, verloren. Dienstnachrichten.

Briefkasten der Redaktion.

Rach Freienseen. Sie können den Gießener Anzeiger auch nach dem 1. April noch für 21 p r 11 bei der Post bestellen. Allerdings ist bei ver­späteter Bestellung eine besondere Gebühr von 20 Pf., sollte Rachlieferung vom 1. an gewünscht werden, so ist eine weitere Gebühr von 10 Pf. zu entrichten. Der Briefttäger hat kein Recht, die Entgegennahme der Bestellung vor dem 20. des betr. Monats zu verweigern.

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