Mittwoch, H. Mai 1924
Ur. U5 Zweites Blatt
Eietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
einst seiner ehernen Fesseln ledig
In Dllllonen Prozent
Datum:
Vom
Repart.
Danknotea.
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Berliner Dorfe.
Es hat den
FABRIK KESSLER & CO. GELNHAUSEN
LgLbeitet Seiner VMeiLung wölL sich 1870 Annahme gelangt. Aach bie Olussichten auf Bet.
Deutschland sein wird.
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der Vernunft, der Geschichte, es Argumente kein Monopol
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Erfahrungen über die westlichen Aachbarn gr- bracht, wie sie kein Volk in Europa jemals erduldet hat. Die Lehre, die Deutschland aus zwei Jahrhunderten so furchtbarer Erfahrungen zog, war die nationale Einheit. 50 Jahre haben die Deutschen auf dieses Ziel
Wirtschaft.
deutschen Maschinenbau,
Die im April eingetretene allgemeine Abnahme der Arbeitslosigkeit machte lich auch im Maschinenbau bemerkbar. Erfahrene Facha-rb.it r wurden in einzelnen Fällen gesucht. Die 54'fiün* dige Arbeitswoche ist jetzt fast allgemein durchgeführt, in vielen Fällen wird bis zu 57Vs Stunden gearbeitet. Versuche der Arbeiterschaft, Lohnerhöhungen durchzusetzen, fehlten auch im vergangenen Monat nicht. Zu heftigen Kämpfen und Aussperrungen kam es in Süddcutschland, wo z. V. in Mannheim der Schiedsspruch des staatlichen Schlichters ton den Arbeitnehmern abgelehnt wurde, obwohl er ihnen eine beträchtliche Lohnerhöhung zusprach. Die Preise für Roh- 'Und Halbstoffe, Schrott, Maschinenguß usw. zeigen leider wieder Äeigung zum Anziehen, womit eine neue Belastung für das eben beginne ide Wiederaufleben der Erzeugung der Maschinenindustrie zu befürchten ist. Die Anzahl der Geschäftsabschlüsse War auch im April im Verhältnis zu der Zahl der Ansragen gering: dies trifft insb sende e auf das Ausland zu, aus dem der Auftragseingang völlig unzureichend war. 3n besonders starkem Maste hatte der Lokomotivbau über schlechten Geschäftsgang zu klagen, so dast die Betriebe zum Teil nur die Hälfte der normalen Stundenzahl verfahren konnten. 3m Eisenbahnwagenbau wirken die ungeklärten Verhältnisse der Reichsbahn ungünstig. Für die Landmaschinenindustrie brachte der April im ganzen keine Besserung. 3m Kraftmaschinenbau herrschte Rachfrage nach Verbrennungsmotoren. Luxemburg und das Saargebiet sind durch die Zollschranken für die deutsche Ein- fuhr fast gänzlich gesperrt. Die bedrängte Lage des Ruhrgebietes macht sich durch einen weiteren Rückgang der Aufträge für Hüttenwerkanlagen bemerkbar. Besonders ungünstig sind die Verhältnisse im Druck- und Papierverarbeitungsma- schinenbau. Hier liegt das Auslandgeschäft fast völlig darnieder. Bei Abschlußverhandlungen mit dem Ausland begegnet der Maschinenbau immer wieder bedeutend niedrigeren Preisen und vor allem günstigeren Zahlungsbedingungen des ausländischen Wettbewerbes, denen er infolge der lähmenden Kapitalknappheit nicht gewachsen ist. Dabei decken die Preise vielfach nicht einmal die Selbstkosten. Kennzeichnend ist, dast bei niedrige- ren deutschen Preisen die ausländischen Besteller häufig versuchen, die Aufträge der eigenen 3n° dustrie zu überschreiben und die höheren Preise durch Unterstützungen ihrer Regierungen zu decken. Zur Hebung des Auslandabscches, auf den i der deutsche Maschinenbau angewiesen ist, ist die Beseitigung der aus der Inflationszeit stammenden Zollbelastungen (Antidumpingmaßnahmen) für deutsche Erzeugnisse erforderlich. Ferner sind Frachtermäßigungen notwendig und größere Kredite zu tragbaren Zinssätzen, damit dem Wunsche nach längeren Zahlungszielen nachgekommen werden kann.
Ist Frankreich berechtigt, besondere Sicherheiten zu beanspruchen?
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Die neue Kammer und das
Ruhrproblem.
London, 13. Mai. (WB.) Poincares überraschende Wahlniederlage steht im Mittelpunkt des öffentlichen 3nteresses. Die „Times" hält es für unvermeidlich dast Poincarö einem anderen Premierminister Platz mache. Es sei bereits klar, Last die neue französische Kammer stark von der Kammer abweichen werde, die 1919 unmittelbar nach dem Kriege gewählt worden fei Die „Times" sieht es jedoch als eine bemerkenswerte Tatsache an, daß die Grundsätze der Rührst o l i t i t von seinen Hauptgegnern weder vor noch während der Wahlen angegriffen worden sind. Das Blatt erkennt an, dah die Mehrheit der (Segnet Poincares nicht groß ist und auch der Block der Linken kein^wegs als homogen gelten könne. Hede Regierung, die in der neuen Kammer gebildet werde, sei dauernden Gefahren ausgesetzt. Für Europa könne eine Aenderung in der französischen Politik wichtige Folgen haben. Es sei aber noch zu früh, um die verschiedenen Wirkungen zu bestimmen. Es werde angenommen, daß kein großes und beträchtliches Abweichen von der durch Poincarö befolgten Linie stattfinden werde. Fast alle Parteien hätten stillschweigend ober offen die RuhrpolitikPvrncar6S gebilligt. Auf jeden Fall habe die Regierung, die in Frankreich jetzt zur Macht gelange, ausnahmsweise Gelegenheit, bei der Politik der Wiederherstellung annähernd normaler Bedingungen in Europa mit- zuwirken. Die britische Regierung sei sicher bereit, sobald als möglich in eine enge und freundschaftliche Fühlung mit jeder Regierung zu treten, die in Frankreich gebildet werde, um endlich feste Grundlagen für den europäischen Frieden zu schaffen.
PoincarSs Demission.
Paris, 13. Mai. (WTD.) Amtlich wird über den heute vormittag unterdemDor- sitz des Präsidenten der Republik stattgefundenen Ministerrat das folgende offizielle Kommunique ausgegeben: Ministerpräsident Poincare hat im Ministerrat über die auswärtige Politik referiert. Der Ministerrat hat beschlossen, seine nächste Sitzung am 22. Mai abzuhalten. Ministerpräsident Poincare hat dem Präsidenten der Republik mit geteilt, dah er die Absicht habe, ihm die K o l - lektivdemission des Ministeriums am 1. Juni zu überreichen.
Wahrheit. Aber die Argumente, Vorbringen, sind nicht Argumente Roch weniger sind es Argumente 3ch tarnt auch nicht zugebsn, daß der Furcht seien. Frankreich kann der Furcht für sich beanspruchen. Was es leider für sich mit Recht beanspruchen kann, ist, daß gerade seine Politik die Furcht verursacht, die es heute zu feinem Vorteil ausbeutet. Frankreich besitzt die mächtigste Luftflotte der Welt, die es fortgesetzt vergrößert, es besitzt die größte Armee der Welt und spricht zu Europa: „Gewähre mir Schuh gegen Deutschland". Gegen Deutschland, auf dessen ®3>iet es seine Heere stehen hat, dessen industrielles Leben es parolisiert, dessen Bevölkerung durch seine politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen ruiniert wird. Das Ist keine ernste Politik. 3st es politischer Wahnsinn? 3st es ein ungeheuerer Bluff, dessen sich sein eigenes Volk nicht bewußt ist, sicherlich aber seine Regierung?
ein schwacher, aber von den traditionellen Bestrebungen beseelter Bonapartes widersetzen — vergeblich. Wir Reutralen wagen es, England heute zu sagen: Mache diesem demoralisierenden und verdummenden Spiel mit Geschichtsfälschungen ein Ende, solangees nichtzu spätist! Seine furchtbaren Folgen bedrohen Europa. England, 7a selbst das Volk Frankreichs, de.sen Beherrscher heute noch die Mentalität einer entschwundenen Epoche bewahren. 3ch wiederhole: Sicherheit für Frankreich ist ein falscher Friedensruf. Er gleicht dem Ruf der Sirenen, der die Seeleu'.e in die Vernichtung lockt. Die öffentliche Meinung sollte überall wissen, warum der Rus „Sicherheit für Frankreich" keinen Frieden bringen k nn, warum er, nach den Worten des englischen P^' miers, ersetzt werden muß, durch den Rus „Sicherheit für Europa" — ein Europa, in b.m
Berlin, 13. Mai. (Wolfs.) , Anschein, als ob am Geldmarkt eine gewisse Entspannung sich anbahnen wolle, zumal auch die Reichsbank sich neuerdings in der Kreditgewährung etwas entgegenkommender verhalten soll. Da auch infolge der Wahlniederlage des nationalen Blocks in Frankreich die Aussichten für eine raschere Behandlung der Reparationsfrage eiwas hoffnungsvoller beurteilt wird, außerdem von neuen Zahlungsstockungen nichts verlautete und zur Beilegung des Streiks im Ruhrbergbau aus beiden Seiten Verhandlungsbereitschaft vorhanden ist vollzog sich an der Börse ein gewisser (Stirn- müngsumschwung Die bisherigen Verkäufe hörten auf und die Spekulation versuchte zu Deckungen überzugehen. Da sich bei dem fast allgemein als unterwertet bezeichneten Kursstände Materialknappheit bemerkbar machte, erfuhren die Kurse
ItStoeritt Norm ........ ranzSslsche Sloten ..... äniktie Noten ........ chwebische Noten ........ olländilche Noten eMfcknOeslerretch, i 100 Kronen mcrtkantsche Noten • ngllsche Noten lalieinlche Noten......... elglfthe Noten.....
Ungarische Noten Tlchkchollowasische Not«.....
Norwegische Noten ....... Rumänische Noten. ........ «vantlche Noten- •
verhältnismäßig kräftige Erholungen. Für die Mehrzahl der Montan- und Znduftriepapiere betragen diese 1—3, vereinzelt auch 4, bei Berlin- Karlsruher 3nbuftrie sogar bis 1 Billionen Prozent. Das Geschäft zeigte allgemein Ansätze zur Belebung. Wirklich feststellbar ist diese in Schifffahrtsaktien, die unter Führung von Hamburg- Südamerikanern gestern begonnene Steigerung tiäftig fortsehten, ferner bei Hochbahn, Erdöl, Deutschem Petroleum und einigen Montanpapieren. Die nach oben gehende Kursbewegung blieb unter leichten Schwankungen weiterhin bestehen Tas gleiche Bild der Kursentwicklung zeigte auch der Einheilsindustriemarkt. Am Devisenmarkt sind die Anforderungen gegen geslern überwiegend unverändert geblieben; vereinzelt waren sie etwas niedriger. Der Frankenrurs wurde aus London mit 80,70 gegen gestern 77,25 gemeldet.
Märkte.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 13. Mai. (Wolff.) Am Produktenmarkt liegt das Geschäft nach wie vor, aus den bekannten Ursachen darnieder. Die Tätigkeit der Weizenmühlen wird durch die Einfuhr von Auslandsmehlen, die billiger als die aus inländischem Weizen hcrgestellten sind, unterbunden. Die 3n= landsmühlen haben daher keinen Weizenverbrauch, o daß auch die anhaltenden Offerten Sachsens nicht unterzubringen sind. 3m Roggengeschäft be= teht gegenüber dem sehr mäßigen Inlandsangebot einige Rachfrage seitens der Provinzmühlen. Hafer war etwas zu Ausfuhrzwecken gesucht. Die übrigen Artikel waren bei wenig veränderten Preisen still. Weizen, märf., 159 bis 163 (matter), Roggen, märt., 127 bis 131 (matter), Sommergerste, Braugerste, 170 bis 184 (still), Wintergerste, Fttter- gerfte 154 bis 160 (still), Hafer, märt., 125 bis 132 (behauptet): für je 100 Kg : Weizenmehl 22.50 bis 25 (matter), Roggenmehl 19 bis 21.50 (matter); für je 50 Kg.: Weizenkleie 10 (fest), Roggenkleie 9.30 bis 9.50 (fest), Raps 300 (still), Leinsaat 400 (still), Bittoriaerbsen 24 bis 26, kleine Erbsen 13 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 11 bis 12, Wicken 12, Lupinen, blau, 11 bis 11.50, Sera- della, alt, 15 bis 15.50, Rapskuchen 11.75, Trockenschnitzel 9.20, Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb., 1.25 bis 1.45, Haferstroh, drahtgepreßt, 1.10 bis 1.25, Gerstenstrvh 1.10 bis 1.25, Häcksel 1.55 bis 1.75, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, 2.50 bis 2.85, handelsübliches Heu 1.80 bis 2.10, Mielitzheu 1.20 bis 1.50.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 13. Mai. Es notierter, je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 17.25 bis 17.50, Roggen 15 bis 15.50, Sommergerste für Drauzwecke 17.75 bis 18.50, Hafer, inländisch, 14.25 bis 14.50, Weizenmehl, südd. Spezial 0, 26 50 bis 28.25, Roggenmehl 22.50 bis 23.25, Weizen- und Roggenkleie 9.25 bis 9.75.
Daß Frankreich das Sicherheitsproblem dem Übrigen (Europa clls ein spezifisch französisches Problem gufzudrängen verstand, verdankt esder Fabel von dem „un p r o v o z i er t e n An- grtf f“, als dessen Opfer es der Versailler Vertrag hinstellt. Diese Fabel ist die üble Erbschaft I des Krieges. Alles Unglück, das sich seither auf- türmte, ist darauf zurückzuführen. Sie war die Begründung des beabsichtigten Garantievertrages für Frankreich, der dem Vertrag angeschlossen werden sollte, so wie sie die Begründung für die fetzt vvrgeschlagenen Verträge gegenseitiger Hilselei-
ist, durch welche die französische Diplomatie
Mißlingen ihres ersten Versuches wettzumachen trachtet, Frankreichs Zukunft auf eine besondere Stufe stellt, und zwar auf Kosten jener angelsächsischen Welt, deren Entzweiung die französische Diplomatie gegenwärtig bezweckt. Sie ist die Begründung für die einseitige Entwaffnung Deutschlands und die fortdauernden militärischen Kontrollmaßnahmen, die Deutschland im 3nter- esse eines bis zu den Zähnen bewaffneten Rachbars aufgezwungen werden, ilnb diese abwechselnden Maßnahmen sind der Ausgangspuntt für das Wiederaufleben der Vorkrlegspshchologie in Deutschland. Können wir über ein solches Wiederaufleben erstaunt sein, da die Psychologie unter Deutschlands Rachbarn niemals aufgehört hat, obgleich der Hauptteil der Deutschen bereit war, die aufzugeben? Beklagenswert und, mit neutralen Augen gesehen, rätselhaft erscheint die Hartnäckigkeit, mit der man in England die Lebensdauer einer Lüge verlängerte, über die alle verantwortlichen Staatsmänner lachen und von der einige sich öffentlich losgefagt haben. 3hr Bestehen ist heute die Hauptursache aller englischen Schwierigkeiten, der Stein des Anstoß e s für die aufrichtigen Friedensbemühungen des englischen Premiers.
Erstaunlich sind folgende Angaben in Poin- oareS Antwort an den englischen Premierminister, noch erstaunlicher deren anscheinende Annahme in England. „Wir haben," sagt Poincare, „nur verlangt, daß Deutschland nicht länger die Möglichkeit besitzt, den Rhein als militärische Basis für neue Angriffe auf Frankreich zu benützen" und: „Wir haben oft genug feindliche Einfälle erlitten, so daß wir gezwungen sind, uns im voraus dagegen zu sichern.'
legung des Bergarbetterstreiks, nachdem nun die Verhandlungen beginnen sollen, und die leichte Geldmarktlage taten das ihrige. Auf allen Gebieten eröffnete der Markt sehr lebhaft. Das 3nteresse der Käufer erstreckte sich auf alle Gebiete, besonders aber auf die variablen Werte, während der Einheitsmarkt, wenn er auch erhebliche Kursgewinne zu verzeichnen hatte, dagegen etwas im Hintergründe blieb. Die Kursgewinne bewegten sich zwischen 1 und 4 Billionen Prozent. Ganz ähnlich lagen die Verhältnisse im freien Verkehr. Auch hier waren die Umsätze, besonders zu Beginn des Geschäfts, weit über das Maß der letzten Wochen hinausgehend groß. Api 33/i, Becker Kohle 7, Becker Stahl 5l/8, Entreprise 34, Hansa Lloyd 1,2, Krügershall 43/8, Deutsche Petroleum ll1/*, ilfa 5.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
Diese Frage behandelt in ausführlicher, sachlicher Weise ein neutraler Staatsmann in der bekannten englischen Zeitschrift Affairs". Er knüpft an einen Aufsatz an, den der Herausgeber der „Foreign Affairs", M o r e Wer die Sicherheitsforderung Frankreichs veröffentlicht hat und stellt die Hebereinflimmung Morels und Mac Donalds in der These fest: Die Frage der Sicherheit ist kein rein französisches, sondern ein rein europäisches Problem. Der genannte Staatsmann untersucht nun weiter die Frage, ob Frankreich auf Grund der geschichtlichen Tatsachen berechtigt ist, eine besondere Sicherheit gegen Deutschland zu fordern. Er sagt hierzu u. a.:
Die Leiter der französischen Politik verlangen eine bevorzugte Stellung in Europa. Das ist die ' “ — -. — - foie fie dafür
KesslerKaffeeBsenz
Amg.-No«.
Brsl-Antw. Cbrifttanla- Kopenhagen Stockholm - HelsingforZ. Italien. . ■ London . - ■ Neupork .. Pari» .... Schwei, . ■ Spanten . • Wien in D.« Ceft.aboeit Prag..«■ Budapest. . Buen^AtreS Bulgarien ■ Japan .. .
Li io ve Jan. Belgrad -
Listadon •
Zum neuen Frankenfturz.
Varls, 13. Mai. (WB.) Rach dem „Temps" hat der heutige Ministerrat den Finanzminister Francis M a r s a l beauftragt, alle zweckent-
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S7o DenNchc Nrlcheanlrld, . 4*/o Deutsche NclchSanlclhe .
Deutsche Relch^anleihr
Deutsche NeichSaiilelbe . Deutsche Svarprnmtcnanlethr <e/o Preußische ttonsol! . . . 4% pesten...........
JWn“:::::::::: Deutsche Werkt'. Dollar-Anl- dto-Toll.-Schay-Anwetsung. •) 4»/. jjolltürlen eie Volbmerlkan« .. • . •
Berliner Hanbcl»aeselllchatt - Commerz- und Privat-Bank. Darmst. nnd Nationalbant . Deutsche Bank.........
Denische BerelnSbank .... DiScouio Tommandit .... Mctallbank......... .
Mitteldeutsche Creditbank. . Ocste>retchisqe Treditonstalt. Weltbank...........
Bochumer ®nt ... .... Subern! ........... Taro ..........
Deulsch-Lurembnrg Gelsenkirchener Bergwert» . . Harpeucr Bergban......
Kaliwerk« AschcrSleben. .. . Kaliwerk Westeregelu. .... Lanrahütte......
Oberbedarf ......
PHÜnir Bergbau ....... Rheinstabl....... • • •
Ricbeck Montan Lellu» Bergbau Hamburg-Amerika Pater. .. Norddeutscher Llovd.....
Cleramische Werke Albin ..
8ementwerk Heidelberg ...
bilipp Holzmanu.....
Analo-Tont.-Kuano Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapin. . . (Goldschmidt..........
Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung........
Hintgerswerke Scheidcanstalt
eng. Elektr,»ttät!-»esellschatt Bergmann...........
Mamlraftwerte .. Schlickert............
Siemen! & HalNa ..... Adlerwerke Kley«
Daimler Moton». ..... Heyligenstaedt......... Megutn. ......
frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Braun . . . MctallgeseNIchaft Frankfurt. Pet. Union A-S.......
Schuhfabrik Herz Sichel..............
Zellstoff Waldhof Zockcrkabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel .. -
•) Dom Rückzahlungswert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark ausgedrückt. Bueno!-«ireS, London, Neu« York. Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle! übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
12. Mai
Amtliche Notierung
Meine h-vhe Einschätzung des französischen sprechenden Maßnahmen zu treffen, um etwaigen Verstandes läßt mich schließen, daß diese und Manövern gegen den Franken vorzuähnliche Angaben in Poincares Antwort nut bor- beugen. (
gebracht werden, weil die ftanzöslsche Mentalität *
sich überzeugt hat, daß das Märchen von dem 'Steigerung der deutschen Zuckerunprovozierten Angriff" in die Geschichte über- ausfu hr. Wie dem „Deutschen Handelsdienst" gegangen ist. Aber das wäre die gefährlichste von zuständiger Seite mitgeteilt wird, hat sich aller 3llufionen. Mir fällt hier eine Begeben- die Regierung entschlossen, für das laufende Hahr heft ein, über die ich einmal als Richter zu ur- (1923/24) noch eine Menge von 2 Millionen Zent- teilen hatte. Ein Fischerwrib hatte jahrelang die ner Zucker nachträglich zur Ausfuhr freizugeben. Mißhandlungen ihres Gatten erduldet. Er prü- Wie bereits bekannt ist, betragt die bis jetzt gegelte sie in brutalster Weise. Eines Tages hörte nehmigte Ausfuhrmenge für das nächste Jahr die arme Frau, die Rehe ihres Mannes seien bereits 4 Millionen Zentner.
durch einen allzu großen Fischfang zerrissen wor- ' Beseitigung der Krise bei der den und da sie wußte, sie würde für den Aus- Man s f e l d ° A.-G. Die Gefahr der Still- gang mit der üblichen Tracht Prügel zu büßen legung der Mansfeld-A.°G. kann als beseitigt haben, bewaffnete sie sich mit einem schweren angesehen werden. Rach Verhandlungen zwischen Holzscheit, und als ihr Mann mit drohender Ge- der Direktion und der Reichsregierung wird leh- bärde auf sie losging, kam sie ihm zuvor und tere über folgende Maßnahmen beschließen: 1. Der
ftbiug so wild zu, dast er hors de ombat war. Mansfeld-A.-D. wird ein Frachtnachlaß für ihren
Der Wann verklagte sein Weid als die Angreiferin. Koksbezug gewährt. 2. Die ^P^ozentige Um-
Wenn das morgige Europa gleich dem h:u- satzsteuer vom Erstprodukt, die auf importiertem
tiaen aus falschen historischen P r ä - Kupfer nicht liegt, wird in Zukunft bei der Mans-
misfen wieder aufgebaut werden soll, feld-A.-G. nicht mehr erhoben. 3. Das Reich gibt
bann ist der Fall Frankreichs und Deutschlands I der Mansfeld-A.-D. einen Kredit von zusammen der Fall meines Fischers und seiner Frau. Aber 1,5 Millionen Mark in drei Raten, verzinslich
Frankreich ist nicht die Frau, sondern der Gatte! mit mir 8 Prozent pro Jahr. Von unterrichteter
Während mehr als 200 Hahre vor dem Kriege Seite wird versichert, daß die Regierung die
von 1914 war Deutschland der Haupttummelplatz Vorarbeiten bereits erledigt hat.
für frte französischen Heere, die es zu wiederholten ' Sächsische Waggonfabrik Wer- SfafeJ'SeinerSBÜfte machten. Wer will das da u 21.-®., Werdau i. Sa. Die Gesellschaft bestreiten? Der Dreißigjährige Krieg 1618—48; hat in Bulgarien eine Zweigfabrck errichtet, st.e die grauenhaften Verheerungen an Mittel- und bereits in Betrieb gesetzt ist und mit berJiulga- Obenrßein durch Turenne 1674; die noch schauer- rischen Staatsbahn einen Vertrag.auf 700 Reichere Verwüstung der Pfalz 1688—97; der spa- paratur-Eisenbahnwagen abgeschlofen hat. nische, polnische, der österreichische Erbfolgekmeg, *
die bis zum Jahre 1748 reichen; der zweite schle- Frankfurter Börse.
8r«n,Hrt a. K 13 Mm. T-nd-n,: ML
WMPnfSen Fiank^ich aefesselt schien: Diese heute kräftig erholt bei sichtlich befestigten Kursen. fanX Wtote U dm- Volk- solche £ef>r günftig tourbe bZr 2Iu»gang Ser fMnjDftfdym
- y ro.4.1.—« I Wahlen ausgenommen. Rachdem nun das Gesamt
ergebnis derselben vorliegt, gibt man sich gern der Hoffnung bm, daß man nunmehr auf gütlichem Wege zu einer vernünftigen Regelung der Repa- ratlvnsfrage gelangen kann, bzw. daß der Dawes- plan ohne Vorbehalte von alliierter Seite zur
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Del
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voll
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