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und rn dem Glauben,

tönne die »uZünf-ige Schulung Tu­

en des Berufsbearnten-

oay England feine Forderungen an Ruhlond in grobem Mahftnbe PreiSgeben werde. Das sofort von jebcm Land, welches England Geld schulde, diesem rwrgehalten würde. Damit würde jede Hoffnung beseitigt, dab England von anderen europäischen Schuldnern geschuldete Beträge ein­treiben könnte. Bevor man nicht in Rustland kommerzielles Recht erhalte, und bevor nicht eine Atmosphäre des Vertrauens wiederhergest'.llt werde, werde es leine Geschäfte geben, welche Schritte auch unternommen werden mögen.

Rach einer Havasmeldung aus Rom wird in vatikamschen Kreisen der Aöschluh des Kon­kordat- mitBahernalS nahe bevorstehend be-eichnet. Mfgr. Pacekli. der brkannntlrch mit der Ausarbeitung dieses Konkordats betraut ge­wesen sei, habe deshalb seinen Wohnsitz noch nicht in Berlin genommen, obwohl er dort zum RuntruS ernannt worden ist.

Kleine politische Nachrichten.

Die geplanten Kommuniftendemon- ftratlonen sind im ganzen Reiche bereits in den ersten Anfängen von der Polizei unterdrückt worden.

3m rheinisch-westfälischen Industriegebiet hat der christliche Textilarbeiterverband be­schlossen, den Ausstand abzubrechen. Die Arbeit wird morgen wieder ausgenommen. Bei der er­neuten Urabstimmung unter den QHe ta II- a r b 111 e r n hat sich dagegen wiederum «geben, day über 75 Prozent für die Weiterführung des Streiks gestimmt haben. Der AuSstand bauert also an.

Asquith drückte seine 'Befriedigung über die de jure-Anerkeanung Rußlands aus, welche die Regelung zahlreicher aussteh«ider Fragen gestalten werde.

Clynes erklärte, die Arbeiterpartei fet tn reiner Weise in bezug auf bte poli ische Auffas­sung. Methode oder poluiichen Grundsätze mit der Eowjetregterung verwandt. England könne es sich jedoch nicht leisten, Rustland als etwas Frem­des zu behandeln, England müsse Rußland unter den gleichen Bedingungen wie andere Länder be­handeln

** Zur Beachtung bei der Berufs­wahl. Das Kreisschulamt (Sieben weist im neue­sten Amtsverkündigungsblatt daraus hin, dast die Befugnis zur Ausbildung von Lehrlingen nach den jetzt geltenden Bestimmungen nicht mehr allen Handwertem zusteht. Ieder Handwe.ck«. der künf­tig Lehrlinge anleiten will, mutz sich im Besitze eines schriftlichen Ausweises hierüber befinden. Als solche gelten bei abgelegter Meisterprüfung die ausgestellten Meisterbriefe, in allen anderen Fällen die von der Verwaltungsbehörde aus­gestellten Bescheinigungen über die Beiuznis zum Anleiten von Lehrlingen. Das Kreisschulamt rät den Eltern der aus der Schule zur Entlassung kommenden Schüler, sich vor Eingehung eines Lehrverhältnisses erst darüber zu vergewissern, ob der in Aussicht genommene Lehrmeister auch tatsächlich die Befugnis zum Anleiten von Lehr­lingen besitzt.

** Der gestrige kommunistis che DemvnstrationStag, der im ganzen Reiche durch geführt toirben tollte, warf in der dritten RachMittagsstunde auch geringe Schatten in un,e.e Stadt, die in einem lebhaften Strasten bet. leb im Stadtzentrum ihren Au druck sanden. Heber den Berlaus des Rachmittags teilt das Polizeiam: folgendes mit: Zeitungenotizen zufolge waren für den gestrigen Tag aus den Kreisen der ver­botenen kommunistischen Partei Demonstrationen für den Achistund.ntag geplant. Aach Anzeichen aus der letzten Zeit muhte damit gerechnet werden, dah solche auch für Gi?hrn nicht auZbleiven wür­den. Es farr.m l ei sich d n i auch gehe n nachmittag am vsnxHD^garten eine Anzahl radauluftiger Elemente, die durch polizeiliches Einschreiten zer­streut wurden. Erneut versuchte Ansammlungen in der Walltorstrahe, in der Reuen Baue und am Wohlfahrtsamt wurden ebenfalls auseinan- betgetneben. Die Teilnehmer zogen sich dann in der Liebigstrahe in der Rahe der Heyhligenstädt- fchen Fabrik zusammen und versuchten einen De­monstrationszug zu bilden. Di.'ser Versuch wurde jedoch durch sofortiges Eingreifen der Polizei im Keime erstickt. Eine Anzahl Plakate aufreizenden Inhalts wurde beschlagnahmt und mehrere An­zeigen erhoben. Auch wurden verschiedene Fest- i nahmen vorgenommen.

M Die statistischen Gebü hren. Die Reichsregierung ttreifen l ch. im .Reichran erger^ eine auf Grund des Ermächttgungsge'etzeZ vom 8. De.ember 1923 erlassene Verordnung über die statistischen Gebühren. M t Rücksicht auf die Geldentwertung waren die Eebühr.n rn den letzten

l1/» Jahren nach dem Werte bet Wa.en er­hoben worden. Rach den neuen Bestimmungen sind sie weder wir früher nach der Menge der Warm zu entrichten, und zwar durchweg durch 2u?!l ben statisii chw 6 emt>clmar*en auf dm An- m I!.-papieren. Die Marken sind auf wertbe­ständige Grundlage gestellt und in Beträgen von 5. 10. 50 Pfennig, sowie 1 und 5 Mark bei den Anm ldeslellei. Zollstellen unb Postanstalten zu erhalten. Auch bei bei vorigen Reuregelung der Gebühren vor genommene Einschränkung der Be­freiung von bet Gebührenpslicht bleibt bestehen.

D ie Deutsche Frieden-gesell- schaft hatte zu Diens ag abend eine össenss.che Versammlung in das Kath. DerriishouZ ernbe- rufm, die recht gut besucht war. Als Redner des Ab mds sprach der Sekretär der Friedensgesell- schaft Seger aus Berlin über das Thema »De- fr.iungsk.irg oder Bereunassrede?" Er liest von vornh.-rem l.inen Zvessel darüber, dah d.ese De.fammlung eine Antwort auf die acht Tage vorher stattgehabte Kundgebung der Liga zum Schuhc der deutschen Kultur sein stylte. Der R -ferent wandte sich natürlich mit Gierg« gegen alle diejenigen, d'.e n^cht so vhie weiteres aus die Par.km _Rie wieder Ärk}" und .Fs eben um jeten Preis" hören, die eben aus der feind­lich m Haltung der gröhe^en Länder um unS herum die entsprechonke Folgerung für unS zehen: AU di- fen vom Redner bckämpstei Kreisen gehören m erster Link die in den DcUertändischen Ver­bänden zusammengeschsos eiv-n ra'irna ei Crgonl- sationen, fern-r die D.atschvc loschen und die Deutschnational.n: alle diese Kre.se überschüttete der Redner mit einer solchen Sturmflut von Ira- nk, daS demgegenüber de streng sachliche Wür- bigttng der vaterländischen Deweggrünt« jener Organisationen cin schieden zu kurz kam. D-nh dieser Herr auS Berlin, der In unfe.rr Stadt eine auf wenige Stunden be chrä.nkte Gast- nvlle gab, sich für kompetent anfafc, ben »Eiest. Anz." anzuzapsen. wozu aber um mit dem Redner fxibil zu spreche i .Gründlichkeit des Wissens" gehört hätte, die er jedoch nicht I offenbarte, konnte auf te.i kritisch zuhöre ntea Be ucher natürlich nur grotesk wrden: freilich, t> nn man sich nicht zu selten seiner .mehr als 60 Dvrträge" selber rühmt, so kämmt es schliehckich auch auf ein paar rhetorische Kunstftück- d>-n mel-r gar nicht an. Drr Redner polemisierte zunächst gegen die .albernen irib durnmen Schlag- teortv, die gegen den Paz sismuS s.e^rauch! wür­den. In ben m isten Fällen würden die Pazifisten und di.-ses Urte l reiche hinaus bis zum Ehes der Herrertritung General v. Seeckt als

Vom 15. Februar an bezieht man ben Gießener Anzeiger durch die Trägerinnen und Bertel» lungSstellen in Gietzen, sowie durch die Zweigstellen auf dem Lande zum HglbmonatSbezugSpreiS von Goldmark 1.15 nebst lOGoldpfennig für Träger lohn

Verlag des Giehener Anzeigers

Der norwegische Arbefgeberverband hat bw qwette Aussperrung, die 11703 Manm umfast' angekündigt. Die Aussperrung, die am M. Februar in Kraft tritt, erstreckt sich auf die Baumbuftri:. die Schokoladen industrie, bk elektro- ch mische Grrhmdustne mit AuSnähme der Rettungen. Auglmblicklich finden unter der Cei- tunfl deS st«tlichen Schlichtungskommissars Eins- gungSverhanblungen statt.

Lord E u r z o n erklärte, die Rede Haldanes habe viel gesunben Menschenverstand offenbart unb nicht die entfernteste Spur von Sozialismus. Ocbcr Engländer werbe damit übe.einftimmen, was Haldai-e bezüglich Frankreichs gesagt t'abe, denn alle in England wünsch en, dah es mit seinem g.rhm Rach'arn in Beziehungen der eng­sten Freundschaft lebe. Das sei auch die Politik ber früheren Regierung gewesen, und nur auf die­ser Grundlage könne die zukünf.ige Erholung Eu- ttpaä erreicht werden.

DaS.Arbeiterblatt", das Organ der roca>«n- schm Arbeitervarter. t.ih mit, dah Rvr wegen bcschl s en habe. Ruh land de jure anzuerken­nen. SS bedürfe nur noch der Unterzeichnung bet bloten Die Aberkennung falle auf den gleichen Prinzipien bcruhrn, axe dir englische, derart, dah nach bet formclen QLxrfamung van beiden Re- ci ru -gen ecu g.mischte Korn missi an zur Regelung der zwischen bei Mächten schabenden

Der in Begleitung des Ministers Hirt- srefer aus Berlin nach Riederüsterreich abge­gangene Kinderzug würbe bei seinem Ein­treten in dem festlich geschnückten 6l Pölten fron dem entgegenjeieiffen ßanbeibauptmann Buresch, dem Generalkonsul von Bivenet als Vertreter des deutschen Gesandten, und an­deren offiziellen Persönlichkei'en empfangen. In Jeincr QLittoort auf die BegrühungZreden sprach Minister Hirssief« den herzlichsten Dank der deutschen Regierung unb des Reichspräsidenten für das unermüdlich? und von Herzen kommende Hilfswerk des österreichischen Brudervolkes an den deutschen Kindern aus.

Bei der Beratung der Verordnung über das Unternehmen .Deutsche Reichsbahn" im FünfzehnerauSschust des Reichs ags erklärte ber Reichsv« kehrsminister zu ber Frage der Stellung der Beamten ausdrücklich, Last die im Dienste der Reichsbahnverwaltung stehenden Beamten, schon weil die Verordnung nichts Gegenteilig-^ be­stimmt, selbstverständlich Reichsbeamte blei­ben. Die Besorgnisse wegen des Berufsbeamten­tums sind also unbegründet.

Baldwin betonte die große Wichtigkeit deS Schuhes bet Interessen Grvstbritanniens zur See. Man müsse zusehen, dah fein Vorrecht dieser Art einem anderen San ix gegeben werde, ohne dah England daran teilnehme. Baldwin fragte ob die Kriegsschulden RuhlandS für sich behandelt würden ober als Teil ber g-samten internationalen Schulden. Man müsse bedenken, dast alle Länder auf dem Kontinent, welche Eng­land Geld schuldeten, darauf achten würden, w.e sich England gegenüber Rußland verhalte, und zwar dies in ber Hoffnung un* dah England ferne Fordern

Land sr-rrätzet ang-ric'ei, die n>ch schärfer zu Mämrfen seien, als die Marriste.i. Das sei na:ü.l ch unsinnig. Hl raus -gchnete ber Redner recht ausführlich bk S.eLLung de Paziüsten zur - - - - _ ----- -------- . Äii.g3f;ag? unb zur F-age der Aastragunz der

^ag.n ernannt üxrde. Amtllcher.ettS liegt noch G-geniätz? unter den V l em. Dm Krier verwirft keme Bestätigung vor. * 1 der Vortragende mit aller Entschiedenheit, für ihn

| unb Tür die von ihm vertretene GeseMchaft kommt ausschließlich die Austragung der Gegensätze auf dem Wege der internationalen RechlSanwendung in Betracht. Das; Deutschland mit diesem inter­nationalen Rech.- (3. 3. im Falle Obe.schletien) bis , jetzt recht betrübliche Erfahrungen gemacht hat, ; erkannte der Redner ohne weiteres an, dennoch glaubt er fest daran, dah auch unS in 3ufun{t , Gerechtialeit widerfahren werde, wenn wir uns nm endlich mal enischliesten wollten, dem Döl» , kerbund beUutrren, ben ber Redner mann verteil igte. Dap deutsche Reigungen zu diesem Beitritt bisher noch immer durch Frankreichs Feindseligkeit gegen uns und der übrigen Döl.'er- bündler Schlappheit gegenüber Frankreich erstickt woiden sind, vergast d-r Redner seinen Zuhörern I mitzuteilen Der .Militarismus", ganz gleich I tvelcher Rationalität, hat in ihm natürlich einen entschiedenen Widerlacher. Wenn man di- Politik des französischen M litar.Sinus Im be etzten Geriet gesehen und am ßetbe gespürt habe, bann wisse I man, dast die Brutalität des sranzösischen unb I bclgifch-n DtlitariSmuS der Angst vor dem beut- I fchcn Ehauvinismus entsprungen sei. Dast diese feindliche Brutali.ät im besetzten Gebiet sich in sehr vielen Fällen ohne Hemmungen auch gegen

I wthrlose Frauen und Kinder und alle, gebrechliche Leute richtete, unb zwar ,chon lange vor der aktiveren deutschen Gegenwehr, bekam die Versammlung vom Redner auch nicht zu hören. Die Redner dec FnedenSgesellschast hatten im Ruhrgebiet im vorigen Fahre ben beul« lchen Standpunkt vertreten, und viele leien des­wegen von den Franzosen wegen Beleidigung ber französischen Armee eingesperr! worden. Der fran­zösische Militarismus im Ruhrgebiet habe sich ber Pazifisten gegenüber keinen Deut anders benom­men, als Herr von Seeckt und seine Reichswehr sich gegenüber den Pazifisten zeigten Zeder Mili­tarismus sei eben gegen jeden Pazifismus 3m AuSlande seien die Pazifisten kräftig am Wersi jetzt müsse man sich auch in Deutschland kräftig tm pazifistischen Sinne regen. Deutschland müsse heb an die Seite der gegenwärtigen englischen Re- gterung stellen, deren Ehef Wacdonald ein fühlen« der Vertreter des PazistsmuS sei. und mit Eng­land gemeinsam müsse es konsequente Dölker- bundpolitik treiben, also neue Methoden in der Politik anwenden. Rur ein auf das Recht gegrun- betei DZlriungsfriede könne Deutschland Helsen. Da die Gcsinnungsgenos en des Redners die starke Mehrheit in cer Versammlung hatten, fanden

I fkinc Worte natürlich lebhafte Zustl.nmung, jedoch I wachte sich auch beach'enSwerter Widerspruch geltend. Die anschließende Aussprache brachte reichlich bewegte Situationen. Ein grober Teil der Versammlung zeigte dabei, dast der s r i e b f e r

| t i g e Geist . den der Vortragende in beredten I und manchmal auch reichlich gegen die andern zu gespitzten Worten propagiert hatte, bei vielen noch nicht vorhanden war, denn die Ktl>

I net, die gegen den Referenten sprachen, sahen I sich häufig den lärmendsten Unterbrechungen gegenüber, so dast sie entweder gar nicht oder nui

I sehr mühsam ihre Gedanken voll und ganz t*er- I stündlich entwickeln konnten, auch an verschiedenen I wenig liebenswürdigen ,SchmcicheIe'en" voi di sei I Seite her sehlte eS nicht. Man konnte sich de« Sin- I drucks nicht erwehren, dast die BersammlungS- leitung in der Handhabung der Aussprache nicht auf ber erforderlichen Höhe war. ja, dast ssi verschiedentlich glatt versagte Die Geister .hüben' und .drüben" waren bei Schlust der Versammlung merklichangeregt, und die eine Seite machte ja dann auch ihrem geprestten Herzen Last durch

einen mitternächtigen Chorgesang in der Frank« furter Straste unb im Sel'erSweg. für ben. wi, tote gestern berichteten, aber nicht nur die An- tovhner, sondern auch die Polizei gar kein D«- ständniS hatten.

Vornoklzen.

TageSkalender für Donner«« tag. Dnrtschnat.oral? D»kkS^vrtei: 8 tlhr na Statt). VttTrinShaus öffentliche' Bortran des Ge­nerals Graf v. d Go'tzDe- Deist von Ptt Zdam''. In der Aula bet Universität 8V« Uhr Vor­trag von G'h'imral Prof. St. König über .The drah lose Telegraphie und i'e'epbom?". Licht« svirihauS, Bah hos st raste. .Dre Tragödie da Liebe". - Palast-Lrchtspiefe: _D.-r Do-erkSnig von Reuyork. Astoria-Lichtspiele: .Der rot.» Handschuh".

AuS de m St a btt bea terb u rean wird uns geschrieben. Für die bedrängt Pfalz

I tixtben am kommenden Sonntag überall Kund- i g -bunfl?n stattfinden Im Stadttb a er w rd jo* I wvsl der Rachmit'agS', w'e der Abeidvorstesiung rin der Bedeutung des Ta^e? entsprechmder Pro­log t>-'rang*frn. Dieser Prolog, au« der Feder ton Dir ktor Steingoetter, wird jerre.lS von Frv-Ya SturmfelS ges'»rvch?n wrr'ei.

Die Veranstaltung der Vater­ländischen Verbände, tw am nächsten Srmriagab.-nd ZV2 Uhr zu Gunsten ber Winter- noch sic der Stadt Ln S la b 11 6 e a t ei stattfinden wird, veridricht. a>lc man unS mit» trift, cm deutscher Abend Im besten Sinne be£ Dvrt-S zu werden. In 15 Bildern urebt die beub sch' Bergangrnhrit in ihrrn Höhepunkten und ie ihrer Rot an unserem Auge vorüber. Darauf feilt die Aufführung keS RU!t'chwurS au« .Wil, h lm Teil". Der grmrinfame Gefani deS Rieder- län^i'chen Dankgebetes wird d n Abend b schrie st 'N Die Gerüchte über eine Fortsetzunz der Ber» anstal.ung In d n Gängen be« Theaters entbehre» jeder Grundlage.

Einen Volk-Unterhaltungs- abend zum Besten der Winternot­hilfe veranstaltet der Eoang. Arbeiterverein am Sonntag. 24. d. M. in t^r Turnhalle am Oswaldsgarten. Die Mitwirkung hervorragender Kräfte ist grsichert. Rähere- wird in einigen Tagen im Anzeigenteil unseres Blattes befanai» gegeben werden.

Landkreis «ieße«.

* Lindenftrutb. 13. Febr. Der Oe* sangverein Germania berciete am Sonn­tag ab nb dem aus Meriko rn>ch ber zurück- g kehrten Lehrer Dvlp eine he gliche Beanll- kommnuig in der Heimat. Rach e -iem Ständchen daS unt r b?r Geltung des Dirig.m ei Ric olai von Gvohrn-Dufeck dem Heim gekehrten barge­bracht wurde, fand eine kleine ge'criflie Rachteier statt, die auf den Ton ber herzlichsten Freund- schntt gestimmt war. Lehrer D ol p ha: sich früher aust.rordentlich um den Deren bemüht. Er war u. a. auch in Allendorf a. d Lnhn und in . Lollar ^tlS L.chrer tätig. Dor zwölf Jahren Trifte er nach Mer.ko aus, ansiLigs dieses Monat- kehrte er hierher zurück.

«reis Alsfeld.

* Alsfeld, 13. Fri»r. In dankenswert« Weise haben zahlreiche Gemernde» unseres Kreises

Regierung «schweren könnten. Man wolle mcytS sagen, was die geringste Reibung mit den Alliier­ten verursachen könnte. Mit Defriedigung sehe er jedoch, bat} die augenblickliche Regierung seine Politik foitfeije er hoffe, mit gutem Erfolge Daldwin beschäftigte sich hierauf eingehend mit der russischen Frage. Dieses Problem sei sehr schwierig. 3etermann wünsche friedliche Be­ziehungen zu Rustland unb bie Entwicklung des Handels mit Ruhland Die grobe Schwierigkeit fei ledoch, dah man versuchen müsse, friedliche Be­ziehungen zu einem Lande herzustellen, dessen Ideale denen Englands vollkommen entgegen- gefegt seien. Daldwin erinnerte an die Aruhe^ung Sinowjews: ^Wir werden Macdonald unter­stützen, wie daS Seil den Gehentten unterstützt." England habe seine Verhandlungen gerade in einem Augenblick begonnen, wo es vollkommen möglich war, dast in nicht allzulanger Zeit über­haupt keineRegierung zu Verhandlungen da sein werde. Inzwischen hätten die Italie­neriuei-ft ihre Konzessionen e.halten, bevor sie die Anerkennung ausgesprochen hätten. Gs würde sehr inter-essant sein, wenn der Vertrag zwischen Rustland und Italien veröffentlicht werben könnte.

England wolle wissen, was IkaNen erhalten habe, und ob die Berichte fHmmteii, dast ben Italienern besondere Konzessionen mit Dezug aus die Schiffahrt im Schwarzen

Meer erteilt worden seien.

Aus Stadt und Land.

Glest en, den 14. Februar 1924.

Die Rcrichs-Deuernngsziffer.

Die Relchsindeezifser für die Lebenshaltungskosten (Zmährung Wo> nung, H.izung, D.l.ncht n] unb Desiridung) be­läuft sich nach den Fritstcliuuzen des Statisti­schen RcichsamtS für den 11. Februar auf daS l,02billioi>enfache ber Vorkriegszeit. Gegenäoev ber Vorwoche sl,04billionenfache) ist bemuach eiae Abnahme von 1,0 Prozent zu verzeichnen.

Die englische Ansicht, dah Frankreichs Ruhr- Politik salsch sei und die von ihm gewünsch­ten Ergebnisse nicht zeitigen werde, werde

in Frankreich immer allgemeiner.

Wenn nun die neue Regierung eine wirkliche freundschaf liche Regelung der Ruhrfrage ftnben könnte, toürbe sie sich ben Dank Vnglanbs unb ferner Freunde jenseits des Kanals verdienen. Englands Halturig über die Zulassung Deutsch­lands -um Völkerbund sei stets dahin gegan­gen, dah ber Völkerbund niemals seine wirtliche Funktion ausüben könne, wenn nicht Deutschland ein geschlossen werde. Eurzon, der in diesem Zu­sammenhang die Anerterarung der Sowjetregie- rung ohne Sicherheit .als den grobten Fehler der □Belt bezeichnet, schloh, die neue Regierung forme, soweit Jie im Geiste der Rede HaldaneS sich den beiden grostm Problemen des europäischen Frie­dens und der Erhal'ung der industriellen und wirtschaftlichen Wohlfahrt Englands zuwende, auf Unterstützung rechnen, aber die Art und daS Mast bt -fer Unterstützung werde von den H rtzn bl u n g en ber gegenwärtigen M i - nister a b h ä n g e n.

Lord Grey erklärte, ohne Zusammenwirken /wijchen Gi'vhbritannien und Frankreich könnten die europäischen Schwierigkeiten nicht behoben werden. Die nächste Ausgabe sei, die englische und die französische Aufsassung der Lage mitein­ander zu versöhnen. Das kann nur geschelxm durch gröstteS Wohlwollen, Einsicht und QHäf tgung auf beiden Seiten. Grey kam dann auf die Döller- bundfrage zu sprechen und führt« auS,

vie Aufgabe der neuen Regierung sei, den DölkerbunV zu einer Wirklichkeit zu machen,

so dast er daS Gefühl allgemeiner Slch«f>eit er­zeuge, dessen Fehlen die Rationen zum Ausbau ihrer militärischen Rüstungen veranlasse. SS sei sehr wünschenswert, dast keine Gelegenheit ber» j säumt wird, den anderen Rationen zum Ausdruck zu bringen, dast nur durch An­nahme der Völkerbundspolitik ein wirk­liche« herzliche« Zusamme rwirten zwischen ihnen und der britischen Regierung möglich sein werde Die An?rkn'.nung der Sowjetregierung dürfe nicht einseitig sein, es müsse auch die dr jure-Aner- fcnnung ber britischen Regierung burch tte Sow- jctregicrung erfolgen, bie Sowielregierunz müsse sich gegenüber ber britischen Regierung ber Pro­paganda urb Einmischung enthalten. Es müsse klar sein. bist, wenn nach ber bc sure-Anerkennung die Propaganda fortbauern sollte, und ein etwa in Si'gland befinbllcher Votschaster sich an Hanb- Tungen gegen bie britische Verfassung beteiligen sollte, er bas Land blimm 24 Stunden zu ver­lassen haben werde. WaS bie Ermutigung des Handels betreffe, die einer ber für bie Anerken­nung genannten Gründe fei, so könne nur die Wiederherstellung der ErzeugungIkraft tn Ruh» land oorge iominen werden. Wenn nun bie Regie­rung bealsich igen sollte. Rustland Krebi te zu erteilen, so werde sie sich hosfenllich, bevor sie einen derartigen Vorschlag dorbereite. Sicher­heit verschissen, dast alle Unterstützungen für I bk Entwicklung deS Handels gewährt werden

Die britische Unterhausdebatte.

London, 13. Febr. (WTB) Dk älnter- bauSdebatle über dk Rede des Premierministers I wurde von dem früheren konservativen Premier- I Minister und jetzigen Führer der Opposttion I Daldwin ehiqekritet Er erllärte, Macdonald habe keinerlei A lSkunst darüber gegeb-en. ob ge- I plant sei. die 6 ärtc des Heeres, ber Flotte unb ber Luftstreitkräfte auf dem augenblicklichen Stande zu belassen ober ob eint dieser Truppen ©bet alle tn ihrer Stärke vermehrt oder vermin- I bert werden A iS den Aeusterungen Macdonald« über die Beziehungen zu Frankreich gehe hervor, vast man mit Frankreich verbandele. In ein« I solchen Zeit werte keine Opposstton willens sein, neue Fragen aufzuwerfen, die die Ausgabe ber I

Das Oberhaus zur Polittk Macdonalds.

London, 13. Frbr. (Wolff.) Im Ober­haus l:gk ber Lordkanzler Lard Hal d»ne das RrgieimngS.rog.amm bar. Er bezeichnete bie Lage Europas, insvrsandere Mittel- und West­europas, als bellagenSwert. Die britische Re- gi.-runfl sei überzeugt, bevor in diesen Ländern nicht industri llc, lvir.schasilichr und soziale Der- hältnisse wieder hergestellt würden, die denen dort vor dem Kriege bestehenden glichen, sei es nicht mögl ch, eine allgemeine Erholung EuropaS au «rhvsfen Die Reg erung wisse, bar) sie diese Lage nicht sehr a>esentl ch von autzen her ändern könm2. T e u t s ch l a n d und Rustland mühten sich ihr ci genes Heil erarbeiten Was die Regierung mit ber A Erlernung Ruhlands getan frabi, sei nur der erste Schritt, um Ruh- land zu gestatten, Fortschritte zu machen. Deutschland sei in ein« anderen Situation ES beginne bereits seine Währung zu flabüi» fiten und Fortschritte zu machen. Dir Frage, was es in der Lage fri zu zahlm, bilde augenblicklich den Gegenstand von Untersuchung?n, die, wie « hoffe, mehr Kenntnis davon als bisher geben werden.

Wenn wieder wie vor dem Kriege gerüstet werde, würde die Katastrophe unvermeid­lich sein.

8« sei ab« klar, dah, bevor nicht andere Län­der ihre Rüstungen verminderten, England sich nicht in ein2 schwache Stellung bringen könne. Die Regierung glaube an den ©ebanten ein« j groben Entente ober europäischen Konzertes ob« | wie man es sonst nennen wolle. Man könne sogar von einem Dölkerbunb sprechen, bemDeutsch» land und Ruhlumd. ebenso wie die anderenMächte beilreten mühten. Was die britische Verteidi­gung betreffe, so werd« man keinerlei Aende- rung ber Kontinuität Vorschlägen, durch die Eng­land feit Jahren seine Berteidigung auf einer vecbesf«ten Grundlage ausgearbeitet habe.