Samstag, <5. oezemver 1924
flr.294 Fünftes Statt
Stetzener Anzeiger (Generot-Anzeiger für Gberheffen)
E. I c u 11 c r
Komorn
tag.)
14, 10.
< Vachdruck verboten )
17 Fortsetzung.
nicht.
Sie
(Fortsetzung folgt.)
setzten?"
DEUTSCHER WEINBRAND
STUCK
LIKÖRE
LIKÖRE
aber auch, baf> die Landes noch bei
„allein Vater sprach davon — er hörte cs Wohl" von Alere oder sonstwem, ich weiß es
Was ist der Herr?
Auslösungen.
Zahlenrätsel Dr. 4 au« Ar. 288.
1. Voab. 2. Urquhart. 3. Rutkand, 4. 3f- mailia, 5. Vias, 6. Dobrisch. 7. Egli. 8. Reck, 9. Epiphanias, 10. 3tatiat)a. 11. Gottschall, 12 El Metidj. 13 Vatalie, 14. ESmcnard, 15. Vajadc, 16. Kampfer. 17. Viemann, 18. An- gcrona, 19. Frost. 20. Sore Ui. 21. Veno. 22. Uran.
Die Anfangs- und ($nObud)ltaben ergeben: Vur in der eigenen Kraft ruht das Schicksal jeder Valion!" (Moltke im Deutschen Retchs-
Die rote Kaschgar
Roman von Fedor von Zvbeltih.
13. 5. 14. 6. 7. 10. 14.
Die vorstehenden Zahlen sind durch Buchstaben zu ersehen, wobei sich die einzelnen Zahlen immer auf den gleichm Buchstaben beziehen. Die entstehenden Worte haben folgende Bedeutung: 1. Figur eines Shalespeareschen Schauspiels. 2. Kleidungsstück. 3. 3ngenieur und Ersin- der. 4. türkische Stadt. 5. englische Stadt. 6. Inselgruppe im Stillen Ozean. 7. deutscher Vatur- sorscher. 8. italienischer Schriftsteller. 9. germanische 'Böllergruppe. 10. Stadt in England. 11. schwedischer Maler. 12. Vordseebucht. 13. deutscher Historiker. Die Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ergeben den Anfang eines Weihnachtsliedes.
Tanschrätsrl.
Aus nachstehenden Worten bilde man durch Aenderung der Anfangsbuchstaben neue Worte. Die neu eingesetzten Buchstaben, der Reihe nach abgelesen, nennen einen berühmten Künstler.
Esche, Damm. Forke, 3M. Kind. Laube, Kutter. Elster, Paul, Baum, Achse, Pest, Peter, Engel, Bord, Herz. __________
festigen beginnen, man weiß Rätsel dieses halbasiatischen
Die innere Lage Rußlands.
Bon unserem V-Korrespondenten.
Moskau, Ende Vovember.
Auch tacr Rußland seit langer Zeit kennt itnb die Reise dorthin in den letzten Jahren des öfteren gemacht bat, wird immer wieder, sobald der Zug das oetanntc hölzerne Tor bet der Grenzstation Sebesch passiert, und damit das Gebiet der Sowjetunion erreicht hat, eine besondere innere Bewegung uitd Spannung verspüren. Man weih, daß die russische Revolution zwar eine ganze Reihe zum Teil schauerlicher Phasen bereits hinter sich hat, und bafr drüben die Verhältnisse sich nach und nach zu
führung unbeliebt. Sic waren in dieser Beziehung weit skrupelloser a s die alte vernichtete Bourgeoisie. Mat hielt sich nicht lange dabei auf. eine neue Wirtsch.astspo! tit durch Gesetze einzuleiten, sondern griff zu Radikalmitteln. Die Repleute und leider mit ihnen zahlreiche solide Kaufleute wurden rach Sibirien und Vord- rußland verschickt. Auf diese Wese ist es gelungen, den staut ich en Trusts. Genosienschaslen usw. wieder eine dominierende Rolle im Großhandel zu verschaffen. 3m Kleinhandel geben allerdings noch immer zwei Drittel des gesamten Warenumfahes durch die Hände privater Unternehmungen. Diese befahlen ihre Angestellten etwas besser als die Trusts und Gens senschas- ten und sind in ihren Dispositionen doch toefenh lich freier als die öffentlichen Betriebe. Durch Auferlegung harter Steuerlasten und durch eine schürfe Kontrolle wird allerdings auch ihnen das Leben sehr schwer gemacht.
Cs entspricht der in der Verwaltung herrschenden rabüakn Richtung, daß auch die Staatspolizei wieder viel stärker in das wirtschaftliche Leben und in die Verhältnisse des Einzelnen eingreift als zur Zeit des Vep. Die Ausländer sind von dieser Wendung der Dinge wenig erfreut und zeigen nicht mehr die gi on: Unternehmungslust wie im vergangenen Jahr. Zahlreiche ausländische Unternehmungen, darunter auch deutsche, haben ihre Tätigkeit erheblich eingeschränkt und zum Teil sogar ganz eingekeilt. Es muß aber anerkannt werden, das diejenigen ausländischen Konzessiv,',en die eine landwirtschaftliche oder industrielle Produktion betreiben und auf diese Weise ihr Kapital wirklich in den Dienst des Wiederausbaus der russischen Wirtschaft stellen, von der neueren Richtung der Wirtschaftspolitik viel weniger getroffen werden als die reinen Handelsfirmen.
Die Lage der arbeitenden Schichten ist im Vergleich zum Vorjahre nicht besser geworden, erweist sich aber doch noch als erträglicher als in den 3ahren 1920—22. Die Stimmung der breiten Massen wird jedoch un- günstig beeinflußt durch die vielfach allzuscharse Anpassung der Gehälter und Löhne an die tatsächlich etwas gesunkenen Lebensmittelpreise. Mag auch das tägliche Brot billiger geworden sein, so sind doch die Mieten bei schlechtesten Quartierverhältnissen in Moskau sowie die Abgaben noch sehr hoch
Das Beschaffen von Kleidung begegnet besonders deshalb großen Schwierigkeiten, weil durch die Drosselung der Einfuhr der Marit nicht hinreichend mit Textilerzeugnissen versorgt blieb, und die Preise fast unerschwinglich hoch sind. Ohne Rücksicht auf die allgegenwärtige Staatspolizei übt heute der Arbeiter und Angestellte ganz öffentlich scharfe Kritik. Viele Ausländer glauben, daß schon mit Rücksicht auf die Volksstimmung eine gemäßigtere Wirtschaftspolitik im k^mmmden Frühjahr ein» setzen müsse. Vorläufig find hierzu noch keine Anstalten getroffen und die für die Wirtschaftspolitik maßgebenden Stellen scheinen entschlossen zu sein, ihre Wirtschaftspläne unbedingt durchzuführen, koste es. was es wolle.
Das geschäftliche Leben leidet ebenso wie die Durchführung der staatspolitifchen Ausgaben außerordentlich unter dem herrschenden Geldmangel und den Kreditschwierigkei- t e n. Die Wechselproteste nehmen nach einer Aufstellung der Staatsbank nicht nur bei den privaten Unternehmungen, sondern vor allem auch bei den Genossenschaften beängstigend zu. Das find die Folgen der wirtschaftspolitischen und finanzi Ilcn Jn?ucht und d r zunehmenden gegenseitigen Verschuldung der offen liyen Unternehmungen des Handels und der Industrie. Aus
■■»■■MgWMWPMM—KUL-UMmurJwvnssaKa mm 11— imiimj
Leben der Horas. das immer Verven erforderte. Und, Freye, paßt auch zu den Geisbachs, die in raschem Erfassen jedweder Lage _ur Größe kamen. Theda ist ein arm s. krankes Tierchen, ein Sohn ist nicht da. wer soll der Erbe sein, wenn Onkel Ernst einmal stirbt? Verständlich, daß er da an mich als den Veffen dachte. Und ich selbst? Mein Gott, es drückt mich nicht schwer, daß ich nun auch noch den Vamcn Geisbach meinem eigenen zufügen muß, es ist mir vollendet Wurscht. Wichtiger ist die materielle Seite. Die Horas haben nie solide gewirtschaftet — -- Freye, wenn wir zwo uns gekriegt hätten, wir hätten auf Groß-Ponar die Taille enger schnüren müssen — siehst du. auch an das dachte ich, als ich dich vorhin fragte, ob wir wirklich so glücklich geworden wären, wie wir damals hofften."
„Es gehört zum Gewesenen." fiel Freye ein, und ihre Brauen zogen sich zusammen. „Bleib bei der Gegenwart."
„Hast recht. Wie liegt « in der Gegenwart? Juridisch und durch Kabinettsorder ist alles erledigt, es ging rasch bei den Verbindungen der alten Herren. Am Tage der Hochzeit bin ich schon ein Graf Hora-Geisbach, der Ehevertrag liegt fertig vor und ist günstig für mich ich kann nur gewinnen. Stimmt ich kann nur gewinnen, komme es. wie es will. Ich gebe zu, diele Ehe hat etwas Sinnwidriges, weil sie eben keine Ehe ist. aber das Unnatürliche findet doch einen gewissen Ausgleich durch den Zwang der Tatsachen. Und vor allen Dingen gibt sie mir eine sichere Lebensgrundlage . .
Er sprach eindringlicher weiter, er verteidigte sich Fr ye g.genüber und versuchte sein Handeln zu begründen. Sie vernahm auch, was er sagte, aber zuweilen störten abirrende Gedanken ihre Qlufmerfamlcit. Es drängte fie plötzlich, ihm zu er»üblen, wie sich unvermutet der Gernüis- zustand der Mutter geändert habe und daß sie infolgedessen keinen Einspruch mehr gegen eine Heirat mit ihm erheben würde. Einen Augenblick wurde die Begier, daraufhin seine Antwort zu hören, so stark, daß sich die Worte schon auf ihren Lippen formen wollten — aber da sprach er gerade von feiner unverschuldeten Armut und den Rettungsmöglichkeiten durch seine Ehe mit Theda. Verliert sie etwas durch diele Heirat?"
Nätsel-Ecke.
Zahlen«Rätsel Nr. 5.
1. 1. 2. 3, 4. 5. 6, 7.
2. 8. 9. 10, 11. 1, 6. 2, 12, 2, 10,
3. 10. 11. 13. 1. 1. 5. 14.
4. 1. 7. 12. 15. 16. 11. 13.
5. 1. 13. 15, 15, 13. 14. 17. 9, 5, 12. 11
6. 10. 14. 8. 18. 10. 15, 5, 7,
7. 11. 8. 19, 19. 10, 4. 4,
8. 20. 5. 14. 16. 15. 13.
9. 13. 1. 15. 21. 22. 5. 14, 10. 14,
10. 10. 19, 19. 13. 14, 17,
11. 17. 12. 20. 10.
12. 4. 16. 12. 18. 10 11, 23, 10, 10,
^^Öcrt’Äautc in die rosige Mcndluft. in der ein Häher sich wiegte. Seine Unke Hand mach c eine wehrende Bewegung. „Wtr haben Line Anzeigen erschickt." sagte er der ekelhafte 3a- tungstraNch kam uns ungelegen genug. 3a Freye, auch deshalb bat tch dich her. um dtr über meine Che ein Wort der Aufklärung zu
Silben-Rätsel 5 aus Vr. 288.
1 Friedrich. 2. Elbe, 3. Reizker. 4. Vervi, 5. Sodom. 6. Plafond. 7. Ragaz. 8. Esau. 9- Äo-
fragte er. „Vein, Freye. fönst wäre ich nicht I darauf eingegangen. Zweierlei ist möglich: ent» | weder fie gesundet, und das wünsche ich ihr aus ehrlichstem Herzen — dann werde ich ihr ein Gatte sein, über den sie sich nicht zu beklagen hat."
„Kannst du das. wenn du sie nicht liebst?' toarf Freye ein. Und sofort fühlte fie das Törichte dieser Frage in Hinblick auf das Geschäftsmäßige der A g legenheit und lenkte ein; „Ich meine, versteh' mich recht, wenn man sich heiratet und es spricht dabei auch nicht Aller» tiefstes mit. ein gewisser Kontakt der Seelen darf doch nicht fehlen, ein inneres Einverständnis, falls beide Teile nicht unglücklich werden sollen."
„Vatürlich". entgegnete er leichthin. /Theda folgt dem Wunsche ihres Vaters vielleicht wid rstcfdslos in ihrer apa'.h schm S'.immung. aber daß sie mich, den Vetter, unter allen Um- ständen lieber nimmt als einen Wildfremden, ist ja doch natürlich! Wir haben uns nicht allzu häufig im Geben gesehen, fie hat mich immer gern gehabt, das ist alles, was ich über ihr Empfinden sagen kann und als ich gestern, ein seltsam glücklicher Dräu'igam. an ihrem Beuchen saß. versuchte fie. mit ihrem kleinen durchsichtigen Pfötchen meine Hand zu drücken — und das kam mir wie ein Versprechen vor und auch toi' eine rührende Bitte. 3a. Freye, es war weiß Gett ein Augenblick der Rührung für mich alten Büren, und in diesem Augenblick fah ich di ganze Geschichte doch in einem anderen Lichte als dem einer bloßen Zweckmäßigkeit. Mein Himmel, bei den meisten Ehen spricht schließlich auch die gefunbe Vernunft mit. eine gewisse praktische Gepflogenheit mit der Liebe allein, zum Geier, kommt man gewöhnlich nicht weiter!"
Sie nickte. „Du hast recht", sagte sie müde, und er fuhr hastig fort: „3ch geh' nun ins Ausland — das ist mildernd für mich — und genest Theda inzwilchen, so werfe ich möglicherweise den diplomatischen Krempel gleich über Tord und kehre heim und übernehme die Verwaltung der Betriebe das wird sich finden. Aber auch an das Schlimmste muh man denken, an den Tod der armen Kleinen —"
Der Knall eines Schußes in unmittelbarer Väbe zerriß den Satz Der Gaul Gerharts stieg
bürg.
Fernsprecher im O-Zug
Auflösung der Scharade: Buttermilch.
Oluflöfung des Palindrom»
Crijc_________________ _
' Hie lächelte. „Seltsam, wie hier die Gerüchte fliegen." sagte sie. „und wie sie sich rasch entwickeln. Aus einem Splitterchen Wahrheit wird über Vacht ein Ereignis. Vein. Gert, es Hegt anders. Gs herrschen noch alte Sitten in der Kolonie, übernommen aus der Gründungszeit. naive, einfältige, wenig zeitgemäße. So mit den Herzen. Sie traf auch rntch zweimal, die Brautwahl durch Auslosung — ein Hasard, aber es waren keine Glückslofe für mich, unb ba gab ich sie weiter - das durste ich. Möglich. daß das sich herumgesprochen und zu irrigen Annahmen geführt hat. Möglich auch, daß . sie unterbrach sich und schüttelte k^n Kopf , „3ch stehe nicht vor der Heirat. Gert, schloß sie Du aber bist Bräutigam Die Zeitung brachte die Vachricht — eine Anzeige erhielt ich nicht, sonst hätte ich dtr geschneben. das
weitem nicht restlos gelöst find und daß fast jeder Tag im öffentlichen Geben Rußland- neue Erscheinungen und Heber- raf öiung en zeitigt.
Moskau stand bei meiner Ankunft im Zeichen lebhaftester öffentlicher Diskussion über die Frage „Leninismus oder Trohkinis- m ui“. Man muß schon die Geschichte der russischen Revolution und die Strömungen im russischen Kommunismus sehr genau kennen, um den tieferen Sinn dieser Auseinandersetzung, die ihren Ausgang von der Veröffentlichung des 3. BandeS der Revolutionserinnerungen Trotzkis (1917) nahm, zu verstehen. Es genügt zu wissen, daß die Kommunist sche Partei jene Deröfsent- lichung zum Anlaß nahm, um Trotzki.. der zwar seine Aemter noch bekleidet (nach den neuesten Meldungen soll er bereits „aus Gesundheitsrücksichten" nach dem Kaukasus deportiert sein. D. Red.), aber politisch keinen Machtsaltor mehr darstellt, nun auch seiner Popularität in den breiten Volksschichten zu berauben. Hier in Moskau ist man davon überzeugt, daß dieser Kamps, der in Versammlungen und in der Presse im ganzen Ganbe geführt wird und der bis hinein in jede russische Familie wirkt, nur noch theoretische Bedeutung hat und daß er lediglich das Verschwinden Trotzkis aus der politischen Arena vorbereitet. Der letzte Akt dieser politischen Tragödie wird sich aller Voraussicht nach sehr ruhig abspielen. Die Partei ist ft raff organisiert und stark genug, um selbst eine Persönlichkeit von größter Popularität beiseite zu stellen, sobald diese versucht, ihre Individualität politisch zur Geltung zu bringen. Vach Genins Tode wird kein Individualismus mehr geduldet.
Politische Tendenzen wirken hier weit stärker als in irgendeinem anderen Gande der Welt auf die privatesten Wirtschaft-, und Gebend- Interessen des einzelnen Staatsbürgers zurück. Als Genin starb, trat automatisch d i e kommunistische Partei in alle Rechte des großen Revolutionär- ein. wozu er in der Zeit seiner Krankheit schon alle Vorbereitungen getroffen hatte Die bi- dahin in seinem Geiste geführte neue ökonomische Politik („Red"), die vor allem dem Bauer eine günstigere Verwertung seiner Erzeugnisse sichern und die Arbeitslosigkeit in den Großstädten bekämpfen sollte, wurde mit einem Schlage schonungslos durch eine weit schärfere Betonung ftaatswirtschaftlicher Gedanken abgelöst. Man hatte besonders im Jahre 1923 die Wahrnehmung gemacht, daß die Privatwirtschaft dank ihrer größeren Beweglichkeit den ganz" und halbstaatlichen Unternehmungen schwerste Konkurrenz bereitete. Der Privathandel drohte in kurzer Zeit den gesamten Güterumlauf an sich zu reihen. Die Vutznießer des „Vep" mivbten sich in der Oeffentl.chkeit durch ihr protzenhastes Austreten und eine üppige Gebens-
Lilben Rätsel Nr. 6.
Aus den Silben: a an ba bc dampf dreh cl gi gol in ki Ira le lo ma ment miS na na nas m nu re rel fa fc skop so sladt te tes tik tra trieb va ve sind 13 Wörter zu bilden, deren Anfang-- und Endbuchstaben (erstere von oben nach unten, letztere von unten nach oben gelesen) ein Sprichwort ergeben.
Bedeutung der Wörter: 1. Stadt in Oldenburg, 2 Insel im Mittelmeer. 3 Truppenabteilung. 4. Seehandelsplah am Mittelmeer. 5. optisches Instrument. 6. weiblicher Rufname. 7. Münzkunde. 8. Er inber des Zündnadel.ewehrS, 9. Stadt in Bayern. 10. griechischer Philosoph. 11. Fluß in Holstein. 12. industrielle Anlage, 13. Südfrucht.
Bcsnchskartcnrätsel.
geben."
„Ist es nötig?" fragte fte. _
„3a.“ rief er hartnäckig und verärgert, „ich will, daß du mich anhörst — ich will-
,<5o sprich, ich höre ja. ich höre.
Er stand auf und stellte sich vor he. lab er war gedrungener geworden, und Ire vermeinte auch, in seinem Gesicht etwas Veues zu entdecken, eine veränderte Stromstärke, einen sehr harten fast brutalen Zug. Es war nicht mehr die alte Ritterlichkeit.
Es kam mir alles ziemlich unvermutet. Hub er an die ganze verrückte Geschichte. 3ft he nicht verrückt? Vun ja. aber sie paßt tn das
Mercelei Weinbronnerelen Fen irbach-'’taltiart. Vertreter: A Trtlisknor, l-len en,
Neustadt 57. Telephon
erschreckt. Freye sprang auf, und eine luftige Stimme rief:
.Gabt euch nicht stören — der Schuß ging in die Guft. er war nur ein Warnungshgnal, daß man euch vnqctocllt belauschen könne. Herrschaft n. ihr habt mir mein Wild vergrämt — das ist der Standplatz eines kapitalen Bocks — guten Abend. Freye. guten Abend. Herr Gert!"
2Ilrfe löste sich aus dem Schafen der Bäume, im Knicrock. hnchZesticfelt. die Büchse über der Schult r. und bot den beiden die Hand.
„Ich höre, man kann dir gratulieren, Freye, fuhr sie fort.
Ich habe schon Gert erklärt, daß das etn Irrtum ist", entgegnete Freye. „Aber willst du mir Glück wünschen, tu es immerhin: es geht meiner Mutter gottlob besser."
„Sieb da. das freut mich aufrichtig, ad) wollte alle Tage einmal bei euch heranfahren, aber ich tarn nicht dazu. Also ein Irrtum — ich weiß nicht, wer mir erzählt hat. du tooKtefh mit einem Missionar irgendwohin zu den Wilden - Herrgott, was schwatzt man zusammen — und gerade Kappietsch mit feinen Geheimnissen ist für die llmtoeU ein besonders interessanter Winkel! Uni) was sagst du zu unferm Jüngst verlobten? Bist du auch auf der Hochzeit in Schwichelbe?"
„Komische Frage' . warf Gert ärgerlich ein „Wir können fie doch nicht ohne ihre Mutter laden!"
„Vatürlich nicht Pardon . . Ein ironischer Zug fiedle um ihre Gippen . . . „Du bist zu Pferde gekommen, Gert - wolltest die Heimat noch einmal abreiten vor deiner großen Reise versteh' ich. Hab trafst hier am Reckensee ganz zufällig mit einer leibhaf ig gewordenen Erinnerung aus der Kinderzeit zusammen — und gan- zufällig muß auch ich noch dazukommen. Entsinnt ihr euch, hier war's wo wir drei uns mal ewige Freundschaft schwuren! Wir ritten die Ponys aus Groß-Ponar und hatten unser Frühstück mitgenommen — auch eine gestohlene Flasche Ungar, die unsre Phantasie beflügelte — und weißt du noch. Freye, wie wir da Gert mit Eichenlaub schmückten und ihm einen Kranz von Anemonen und Wasferwinden auf das Haar
diesen Tatsachen ergibt sich für die Svwjetregic rung die Votwendigkoit, bei allen Verhandlungen mit dem Auslande aus die Erlangung großer und möglichst la igfriftlflcr Kred.te bedacht zu sein. Ohne ausländische Kredithilse find die jeyt- gen Schwierigkeiten laum zu überwinden.
Das äußere Bild, das sich dem Besucher Moskaus bietet, ist im Vergleich zu den früheren Jahren kein ungünstiges. Der Verkehr funktioniert draußen im Gande. auf der Eisenbahn und in den Städten mit einer überraschenden Präzision. In der Hauptstadt selbst sind zahlreiche. während des Krieges liegen gebliebene Bauten vollendet und sehr viele Häuter völlig renoviert worden. Die Zentralheizungen mußten auf behördliche Anordnung mit Beginn dieses Winters überall in Ordnung gebracht und in Betrieb gefetzt werden. Die große Masse der Bevölkerung erscheint zwar sehr einfach, aber doch Im Vergleich zu den letzten Jahren belfer gekleidet Ein trübes Kapitel bilden besonders in Moskau die auf den Straßen herumlungernden zahlreichen Bettler und völlig netto a b r l o ft e n Kinder ans den Hungergebieten. Gegen biete Schäden ist zwar vieles getan worden, die Mittel reichten aber anscheinend bod) nicht aus. um die ungeheure Rot zu bannen. Die Wohnung-Verhältnisse in der furchtbar übervölkerten Hauptstadt spotten jeder Beschreibung. Die Folge sind Krankheiten schlimmster Art. insbesondere eine erschreckende Ausbreitung der Tuberkulose sowie eine furchtbare sittliche Schädigung der Heranwachsenden Generation. In den übrigen Großstädten, besonders in Leningrad lPetersburg» sind die Wohnungsverhältnisse infclgc der eingetretenen Abwanderung nach Moskau und nach den Dörfern etwas leichtere.
MERCEDES k LIKÖRE A
I
U-


