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M genormten Instituts in tat vffentvchm AahlungSmittelverkehr gefivsien find.

"JahresverlosungimOberhessi- schen Kun st verein. Die statutarisch oor- geschriebene Iahresverlosung im Oberhessischen Kunstvereiu. die im vorigen Iahre aus Mangel an Mitteln unterbleiben muhte, wurde in diesem Iahre wieder vorgenommen. Sie fand am Mitt­woch statt. Der Ausschuß hatte dazu wieder 18 Anrechtscheine und 12 im Laufe deS IahreS angekaufte Kunstblätter zur Verfügung gestellt. Die Verlosung der Anrechtscheine zeitigte folgendes Ergebnis: Dr. August Kilbinger (150 Gm.), Lehrer Wilh. Michel, Frau Math. Holzel (je 100 Gm.), Schlachthofdirektor Dr. M o d d e , Amtsgerichtsdirektor S ch m a h l, Pfarrer Ernst Becker, Prof. Dr. Doelck (je 50 Gm.), Lehrer Heinrich Decker, Oberregie­rungsrat W e l ck e r, Lehrer Aug. Habicht, Kaufmann Rudolf R o w a ck , Otto Schenk, Stadt G i e h e n (je. 25 Gm.), Lehramtsassessor Schad, Universitäts-Professor Dr. Messer. Universitäts-Professor Dr.Surfer, Friedrich Schreiner, Direktor I a n tz e n in Lollar (je 15 ©mA Kunstblätter gewannen: Kauf­mann *2B. Horn, Lehrer Fritzel, Frau Ko- w a r z i k We., Fabrikant G. Stark, Kaufmann Leop. Stern, Kaufmann Otto R a t h s ch l a g , Frau Kunstmaler Barthel , Kaufmann 2L Imhäuser, Geheimrat Dr. D o i t, Regie- rungsrat Frhr. v. Gemmingen, Dr. A. - pelmann, Reallehrer Hebermehl. Die derzeitige, von dem Verband hessischer Künstler selbst zusammengestellte Ausstellung bleibt wäh­rend des Monats Dezember auch an den Feier­tagen geöffnet.

** Dom Finanzam t wird uns über die Ausstellung der Ueberweisungsblätter usw. für 1924 geschrieben: ,,Der Reichsminister der Finan­zen hat ausnahmsweise und allgemein aus die Ausschreibung der Ueberweisungsblätter. Aus­weise. Nachweisungen und Zusammenstellungen, die bis Ende Januar 1925 an das zustehende Finanzamt hätten eingereicht werden müssen, verzichtet.

W.K. Der Weihnachtsbaum im Schaufenster. Solange es Schaufenster gibt, wird zur Weihnachtszeit der Christbaum in den Dienst der Schaufenster-Dekoration gestellt. Don der Geschicklichkeit des Dekorateurs allein hängt es ab, ob der Weihnac^sbaum als Schaufenster­schmuck auch den Zweck erfüllt, die Passanten an das Schaufenster zu bannen. Hierzu wird immer nötig sein, die ausgelegten Waren in eine innere Beziehung zum ausgestellten Weihnachts- baum zu bringen. Sei es durch einen anziehend gestalleten Gabentisch oder durch einen Weih­nachtsmann, der die Fülle seines Gabensackes im Schaufenster unter dem silberbehangenen Lichterbaum ausschüttet. Die beste Dekoration wird aber in ihrer Wirkung herabgemindert, wenn die Beleuchtung des Schaufensters in der Vermitllung einer weihnachtlichen Sttmmung ver­sagt. Ist doch kein Fest im Iahre so sehr von Stimmung beherrscht, als gerade Weihnachten. Ein gut dekoriertes Schaufenster muh in den Adventswochen den ganzen beglückenden Reiz und den märchenumwobenen Zauber der Weih­nachtszeit in sich bergen und spenden. Die Mittel hierzu sind ja so reich und vielgestalttg, wie bei keiner anderen Gelegenheit. Mag aber auch die Warenauslage noch so verlockend sein, immer wirh der Weihnachtsbaum im Mittelpunkt wirk- fanftr Schausensterdekoratton stehen. GS ist hier­bei, nicht einmal nölig, einen wtrllichen Daum aufzustellen. Man erzielt eine auh«ordentlich starke Wirkung, wenn man hinter einer dunkel­farbigen Schaufensterkulisse elektrische Dirnen in der Weise anordnet und brennen läßt, wie der Wuchs der Tannen die Anbringung der Kerzen bedingt: einzelne, zu einer spitzen Pyramide auf­steigende Flammen. Ein solch .fingierter Weih nachts bäum" hat den Dorteil, im Schaufenster sehr viel Raum für Warenauslage zu lassen und nicht zu nadeln. Allerdings kann diese Dekoration nur Abends wirksam werden. Denn es wäre eine geschmackliche Derirrung, wolle man den .fingierten Weihnachtsbaum" auf die Kulisse aufmalen. Der ganze seltsame Reiz dieser Dekoration besteht ja nur in dem einfachen Mittel, durch die typische Anordnung der Lichter einen wirllichen Weihnachtsbaum vorzutäuschen.

Die nächsten Diehmärkte in Gie­ßen finden am 16. und 17. Tezember statt, und zwar ist am Tienstag, 16., Rindermarkt, am Mittwoch, 17., Schweine- und Schlachtviehmarkt, sowie gleichzeitig Krämermarkt. Näheres im heu­tigen Anzeigenteil.

** Erledigte Le h r e rst e llen. Erle­digt sind zwei Lehrerstellen für evangelische Leh­rer an der Volksschule zu Wies eck (Kreis Gießen). Für die eine der beiden Stellen ist eine Dienstwohnung vorhanden, die aber zur Zeit noch nicht frei ist. Mietwohnungen sind schwer zu beschaffen.

Landkreis Gietze«.

L W i e f e ck, 13. Dez. Ein Vorfall, der leicht zu den furchtbarsten Folgen hätte führen können, ereignete sich am Donnerstag abend in der hie­sigen Kirche. Zu einer daselbst stattfindenden Lichtbildervorführung über die Pflege­anstalt Bethel hatten sich etwa 150 Kinder eingefunden, als plötzlich vor Beendigung des zweiten Aktes der Film a b b r a ch. (Wie sich später herausstellte, war der Operateur ohn­mächtig zusammengebrochen.) Beim Schein des sofort eingeschalteten Lichtes erkannten die mit an­wesenden Lehrer und Lehrerinnen, daß auch unter den Kindern Anzeichen beginnender Ohn­macht vorhanden waren, die sehr schnell zu­nahmen. Zum Tell waren die Anfälle mit Er­brechen begleitet. Don einem Lehrer, der sofort die Gefahr erkannte, daß es sich hier nur um. Vergiftungen durch Koh len o xh d g as handeln konnte, wurde die schnellste Räumung der Kirche veranlaßt. Der größere Teil der Kinder, die übrigens alle unter der Einwirkung des Giftes standen, waren hierzu, wenn auch nur tastend und unsicher, selbst in der Lage. Eine Anzahl von ihnen brach noch vor der Kirche bewußtlos zu­sammen, die im Inneren der Kirche ohnmächtig liegenden Kinder wurden von den Lehrern und Lehrerinnen unter Lieberwindung ihres eigenen übelen Zustandes herausgetragen und teils in Rachbarhäusern untergebracht, teils direkt nach Hause getragen. Die bei den schwereren Fällen sofort einsetzende ärztliche Hilfe beseitigte alle Gefahr, so daß der Zustand der etwa 30 bewußt­los gewordenen Kinder zu keinerlei Befürchtungen mehr Anlaß gibt. Nur dem Umstand, daß gerade der Operateur einer der ersten war, der ohn­mächtig war und dadurch die Vorführung unter­brochen wurde, ist es zu verdanken, daß unabseh­bares Unheil verhütet wurde. Von den am schwersten betroffenen Kindern sind nur noch wenige bettlägerig, der größte Teil ist wieder her- gestellt. Nach Loge der Verhältnisse handelt es sich um eine Vergiftung durch Kohlenoxyd- g a s , hervorgerufen durch die mangelhafte Heizanlage der Kirche. Allem Anschein nach war das Rohr der glühenden, mit Koks ge­heizten Oefen verstopft, denn es fühlte sich kall an, die Gase konnten nicht entweichen und brei­teten sich in der Kirche aus. Der stets in der Kirche, wenn diese geheizt wird, wahrnehmbare Kohlengeruch lieh die Gefahr nicht rechtzeitig er­kennen. Zur vollen Aufklärung der Angelegenheit und zu gleicher Zeit als Warnung werden wir auf diesen Fall zurückkommen und den wenigen erwachsenen Augenzeugen Gelegenheit zu aus­führlichem Bericht geben.

t Grünberg. 12. Dez. Auf Anordnung des Ministeriums hat das Kreisamt Gießen veranlaßt, daß auch hier Wohlfahrtstage in die Wege geleitet werden. Dom Gemeinderat sind hierfür die Tage vom 14. bis 20. De­zember bestimmt worden. An diesen Tagen kom­men Wohlfahrtsmarken zum vierfachen Betrage des Nennwertes zum Derkauf. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn der Verkauf ein recht gutes Ergebnis zeitigen würde.

* Lich, 13. Dez. Der Schweinemarkt am nächsten Montag ist jetzt wegen der Maul- und Klauenseuche abgesagt worden.

obb. Obbornhofen. 12. Dez. Am 13. d Mts. feiert der Landwirt Hrch. Wilh. Hermann Philippi noch in voller Rüstigkeit mit seiner Ehefrau A Margarete geb. Bommersheim. im Kreise seiner Fcunllie daS seltene Fest der goldenen Hochzeit.

Kreis Friedberg.

4 Bad-Nauheim. 12. Dez. Zu einer Besprechung über die Gründung einer Jugend­herberge hatte gestern abend der hiesige Pfadfinderbund in den Sitzungssaal des Stadt­hauses eingeladen. Behörden. Schulen, Sport-, Turn- und Wandervereine, Jugendgruppen, wirtschaftliche Verbände usw. waren der Auf­forderung gefolgt und hatten Vertreter entsandt. Für die Stadtverwaltung war Deig. Kissel anwesend. Nach einem sehr aufklärenden Vor­trag von Rektor Karl Schmidt (Frankfurt am Main), dem Geschäftsführer des Zweigaus­schusses Main-Lahn-Fulda des Verbandes für Deutsche Jugendherbergen, wurde Me Gründung einer Ortsgruppe beschlossen, deren vorläufiger Vorstand aus Hotelier S ch a l l e r, Professor Fuldner, H. Damm, Lehrer Oßwald be­steht. Aufgabe der Stadtverwaltung wird es nun sein, für geeignete Räumlichkeiten zu sor­gen, damit hier möglichst bald die von der wandernden Jugend sehr erwünschte Jugend­herberge eingerichtet werden kann. Lehrer Oh- Wald tritt dafür ein, daß mit der Herberge gleich ein Jugendheim geschaffen werde, das allen Gruppen der Jugendbewegung zugäng­lich sein müsse.

sf. Friedberg, 12. Dez. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung der gestrigen Stadt-

dervrdnetensitzung war derNeubau der Schillerschule", die auch schon die letzte Sitzung in Anspruch genommen hatte. Da das Haus sehr schlecht besetzt war, schlug der Bürger­meister vor, diesen Puntt wegen feiner großen Wichtigkeit zu vertagen, der Antrag wurde aber mit 10 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Der Zu­schauerraum war überfüllt, hauptsächlich von Leh­rern und Studierenden. Lieber die Notwendigkeit eines Neubaues für die Schillerschule bestehen auf keiner Seite Zweifel, die Räume des s. Z. von der Stadt für diese Schule erworbenen Gebäudes sind keinesfalls mehr ausreichend, auch ist der bauliche Zustand des Gebäudes, nach dem Be­richte des Bauausschusses, ein derartiger, daß eine Verantwortung nicht mehr länger getragen werden farm. Aber mit einem Neubau einer Schillerschule (höheren Mädchenschule) allein ist es nicht getan, sondern es wird dadurch der ganze Komplex der Friedberger Schulverhältnisse aufgerollt. Auch der Neubau eines Polytechnikums läßt sich nicht mehr hinausschieben, das jetzt benutzte Gebäude (die frühere alte, als Realschule benutzte Augustiner- fchule) ist keinesfalls auf die Dauer austeichend, und die Studentenschaft hat schon in wiederholten Versammlungen und Eingaben die Errichtung eines Neubaus gefordert. Aber auch die Volks­schule (Musterschule) leidet an Platzmangel und weist viele Mängel auf, z. B. einen viel zu kleinen Schulhof, das Fehlen einer Turnhalle usw. Ein Vorschlag der sozialdemokrat scheu Fraktion geht deshalb darauf hinaus, eine neue Volks­schule zu bauen, die jetzige Volksschule der Schillerschule zu überlassen und den Bau eines Polytechnikums vorerst zu unterlassen. Allge­mein anerkannt wird, daß die schwierigste Frage die Beschaffung der benötigten Geldmittel ist, denn allein der Rohbau des Polytechnikums soll einen Kostenaufwand von 600 bis 700 000 Mark verursachen. Beigeordneter Dr. Leuchtgens tritt sehr für einen Neubau des Polytechnikums ein, da diese Anstalt die einzige sei, die sich durch ihre Erträgnisse bezahlt mache und durch eine Erhöhung des Studiengeldes könne eine Mehr­einnahme von ca. 80030 Mark erzielt werden. Das seitherige Gebäude, das in einem Häuserblock mit der Musterschule liegt, könne alsdann dieser Schule überlassen werden und dadurch sei auch diese Frage in durchaus einwandfreier Weise ge­löst. Nach einer längeren Aussprache, in der man allseitig zu der Ansicht kam, daß sich die Sache nicht mehr länger hinausziehen lasse, wurde be­schlossen, die Angelegenheit dem vereinigten Dau- und Finanzausschuß unter Hinzuziehung von Bausachverständigen zu überweisen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung teilte der Bürgermeister noch mit, daß die geplante Verlegung des Zollamtes nach Bad-Nauheim wieder rückgängig gemacht worden sei. Die Wei­denanlage auf der Pfingstweide ergab in diesem Jahre einen Ertrag von 550 Zentnern, der der hiesigen Blindenanstalt zum Preise von je 4,50 Mark überlassen wurde. Die städtische Hundesteuer wird auf 24 Mart für 1925 festgesetzt. An der von der Hessischen Giro­zentrale ausgeschriebenen Prämienvertei­lung für solche S p a r e r, die am 1. Oktober l. I. eine Spareinlage von mindestens 80 Mark hatten, nehmen allein an der hiesigen Dezirksspar- kaffeM a t h i l d e n st i f t" 1236 Einleger teil.

Kreis Schotten.

-l-Unter-Schmitten, 12. Dez. In An­erkennung der Verdienste, die sich unser Lehrer Ferdinand Wolf um die Gründung und Ertüch­tigung unseres jungen Turnverein- erwor­ben, überreichte ihm dieser ein großes Bild des Turnvaters Jahn unter Glas und Rahmen. Lehrer Wolf, gleichzeitig B ezir k S v e r t r e- ter der Deutschen Turnerschaft für den Bezirk Oberhessen, ist ein eifriger Förderer unserer deut­schen Turnersache und entfaltet eine überaus rührige Tätigkeit auf diesem Gebiete.

-T- Ulfa, 12. Dez. Nächsten Sonntag wird Obstfall f;e'tor Metternich, Düd ngen, ei er der Preisrichter be. der diesjährigen Obstausstel- lung, im Döllschen Saale dahier überDie Obst- schau im Lichte der Kritik" referieren. Der Vor­trag will auf Fehler beim Aus st eklen aufmerksam machen und Richtlinien und Wiicke für spätere Obstaasstellungen geben. Gleichze tig werden die im Herbst erworbenen Preise durch den Vor­sitzenden des Obst» und Gartenbauvereins zur Verteilung kommen.

Kreis Büdingen.

--- Aus dem Niddatal, 12. Dez. Die Selbstversorger, die darauf angewiesen sind, daS Mehl aus eigner Ernte zu verwerten, erleben beim Backen ihres Brotes aus neuem Mehl mancherlei Enttäuschung. Der Teig bindet schlecht, läuft beim Backen auseinander, so daß die Brote unansehnlich werden und auch ge­schmacklich viel zu wünschen übrig lassen. Man ist jetzt vielfach dazu übergegangen, das Roggen» mit Weizenmehl zu vermischen, wodurch wohl eine

Verbesserung erzielt, aber Me Güte deS n*®6ag6S brotes" aus früheren Jahren immer noch nicht erreicht wurde. Don einem weiteren Austrocknen des verregneten Getreides verspricht man sich eine günstige Wirkung auf die Beschaffenheit und die Qualität des Brotes.

Kreis Alsfeld.

0-4 Alsfeld, 12.Dez. Eine hochherzige Spende überwies Herr Jacob Bamberger in Newark (Nordamerika) unserer Stadt, indem er 20 Dollar im Auftrage derQuarter Collec­tion" in Newari übersandte mit der Bestimmung, daß davon 10 Dollar zugunsten des Alsfeld«: Kreiskrankenhauses und 10 Dollar zugunsten des Alsfelder Volkskindergartens Verwendung finden sollen. Der hiesige Ausschuß fürKinder- Hilfe (Quäkerspeisung) erhielt nochmals eine namhafte Sendung Lebensmittel, so daß der Fortbestand der segensreichen Einrichtung in der Stadt Alsfeld für etwa 50 Kinder noch mehrere Monate gesichert ist.

Starkenburg und Rheinhessen.

'Darmstadt, 12 .Dez. (Eigener Bericht.) Da in einigen Orten des Odenwaldes die Fleisch preise sehr hoch sind, haben Landwirte begonnen, selbst zu schlach- t e n und das Fleisch unter Ladenpreis abzu­geben. Die Metzger werden hierdurch gezwungen, mit den Preisen herunterzugehen. In der St adtkasfe von Groh = Gerau sind Llnterschlagungen in Höhe von etwa 2000 Mark aufgedeckt worden. Der schuldige Beamte ist einstweilen vom Dienste enthoben worden.

* Offenbach, 12. Dez. (Eigener Bericht.) Der Schlosser Karl Presch er aus EintrachtS- hütte bei Deuthen, der in Gießen und Offen­bach Einbrüche verübt hatte und in Offen­bach festg enommen war, hat in der Unter» suchungshaft einen Löffel verschluckt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und dort ope­riert. Aus dem Krankenhaus ist er entflohen

Hessen-Nassau.

dH. Bieber, 12. Dez. Die feit dem 16. Rov- am Sonntag, Dienstag und Freitag jeder Woche von der Biebertalbahn gefahrenen Spät- züge werden von den Bewohnern des Bieber­tals so stark benutzt, daß damit der Beweis er­bracht ist, daß für den Verkehr dieser Züge ein Bedürfnis vorliegt. Besonders stark ist die Inan« spruchnahme Sonntags, wo dieser neu eingelegt« Zug immer eine Besetzung von 50 bis 60 Passa­gieren aufweist. Fahren in der Woche auch ran 15 bis 20 Personen, so ist aber die von der Dev° waltung der Biebertalbahn geforderte Benutzung von durchschnittlich 25 Passagieren doch über­schritten, und erfreulicherweise besteht damit die Aussicht, daß dieses Unternehmen der Dieber­talbahn keine vorübergehende Erscheinung ist, son­dern eine dauernde Einrichtung bleibt.

C Schlüchtern, 12. Dez. Eine Liebes - tragodie hat sich hier im Hause d^s Dahn- arbeitet Schmidt abgespielt. Der dort woh­nende Schlosser August Schneider unterhielt mit der Frau Schmidt ein Liebesverhältnis. Da einer Verbindung der beiden der Ehemann der Frau Schmidt im Wege stand, haben beide Selbstmordversuche durch Einnahme von Gift unternommen und von dem Gift auch dem dreijährigen Kind der Frau Schmidt gegeben. Schneider und das Kind sind an der Vera ftung gestorben. Frau Schmidt wurde in bedenk liche.n Zustande inS KrankeichauS etngeliefert

C Fulda, 12. Dez. Der Haupivoranschlag deS Rhönklubs schließt mit 25 000 Mk. ab. Zur Hebung des Verkehrs sollen mehrere Rhön« Autoverbindungen eingerichtet werden Die Postverwaltung ist dazu bereit, wenn dir Gemeinden Autohallen zur Verfügung stellen und eine Garantiesumme von 50 Pf. für den Kilometer leisten. Wenn die Autoverbindung« Wirllichkeit werden, w rd die durch die Segel» slüge bekannter g?wordene Rhön auch öfter von Obcrhessen aus besucht werden können.

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