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Eberstadt, den 10. September 1924.

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ihren Satzungen eine Bestimmung Dänen, nach der es jedem Mitglied« bei Strafe verboten sei, ohne vorherige Verhandlung mit der 3nnung Preise einzulegen. Stadtv Mörschel wies mit Entrüstung die ungeheuerlichen Anschuldigungen zurück, die gegen angesehene Bürger und Ge- schäsisleute erhoben worden seren. Die Borcvurfe Jakobs wies er als durchaus unbegründet und verleumderisch zurück, a id> das. Urteil der Sach­verständigen stehe auf dem Standpunkte, dah die Dorwürfe durch nichts bewiesen seien. Zum Schl th bemerkte er, der vorliegende Fall beweise, dah eS durchaus verkehrt sei, wesensfremde Elemente in die Stadtverordnetenversammlung zu wählen. (Drvhcr, langanhallender Entrüstungssturm a if der Linken.) Am Schlüsse der noch lange an­haltenden Debatte wurde beschlossen, beiden Par­teien, also der von 3ato b beschuldigten und diesemselbst neue Sachverständige auf Kosten der Stadt zu stellen und Beigeordneten Dr. Lcuchtgens auch weiterhin mit der Füh­rung der Llnterfuchrng zu betrauen. Die Der- gebung der beanstandeten Arbeiten an den Ar­beitgeberverband wurde mit 13 gegen 12 Stim­men beschlossen.

Kreis Lauterbach.

diger zugeteilt werden müsse da die Angelegen­heit sonst einen eigentümlichen Eindruck mache. Stadtv. Jakob erklärte in seiner Derleidigungs- red«, dah er keinesfalls das in seinen Händen befindliche Beweismaterial herausgeben werde. Er hielt alle seine Behauptungen aafrecht. Zu der Vernehmung der Sachverständigen sei er erst zugezogen worden, nachdem dieselben von dem Deigeockneten LeuchtgenSinstruiert" wor­den seien, er lehne deshalb die Sachverständigen als befangen ab "unb verlange die Bestellung eines neuen Sachverständigen. Der Bürger­meister habe sich von 2lnfang an in der Sache einseitig eingestellt. Den Beigeordneten Dr. LeuchtgenS halte er für durchaus ungeeignet, die Llntersuchung zt führen, auch halte er chn für politisch beeinflußt. Er werde sein Material einem neuen von der Stadt zu bestellenden LInpar­te i i s ch e n vorlegen, im übrigen überlasse er es den betreffenden Herren, ibn zu verklagen. Er er­wähnte noch, dah die Weihbinderinnungen i

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Abonnements Einladung. |

3n der Spielzeit 1924/25, die vom , Z. Oktober 1924 bis Ende April 1925 i dauert, werden an den Tagen DienStag, Mittwoch und Freitag je 24 Abonnements- Vorstellungen stattftnden; dieBorstellungen beginnen um 71/, Uhr. Gegenüber den Tagespreisen find die Abonnements karten um etwa 40 Prozent billiger; bei Dicht benutzung der Karten können, wie bisher, Gutscheine gegen Entrichtung einer ®c- bühr von 20 Pf. gelöst werden.

Der Preis für 24 Dorstellungen (dar­unter 7 Operetten-Gastspiele) beträgt ein­schließlich der Steuer: Pros-eniumsloge, Rangloge und

Erster Rang Dorderplah . . 80 M.

I. Sperrsitz u. I.Rang-Mitte . . 65

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HII. II.Rang-Dorderplah 35 ,

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Die Ausgabe und Bezahlung der Abonnementskarten erfolgt in vier Raten.

Anmeldungen zum Abonnement sind bis zum 20. September nur schriftlich an die Stadtverwaltung, Bergstraße, Zimmer Ar. 12. unter Angabe d«S Abonne- mentStageS und der Aufschrift .Theater- Abonnement' zu richten. Die lehtjährigen Abonnementen haben Anspruch auf Bei- behaltung ihrer Plätze an ihrem Abonne­nt en tStage, wenn sie diesen bis zum 17. September geltend machen.

Gießen, den 12. September 1924. Theaterbauverein G. m. b. H., Gießen.

Der Oberbürgermeister. 7049B

A Schlitz, 12. Sept. Die Färberei und che­mische Waschanstalt A. W. Schmidt begeht mor­gen, wie wir schon furz berichteten, die Feier chreS 100jährigen Bestehens. Zu unserer Rotiz teilen wir noch ergänzerrd mit, daß der Begründer der Firma Daniel Schmidt war, der von Hersseld aus das Handwerk nach Schlitz vervflanzte. Her­vorzuheben ist, dah sämtliche Mitglieder der Fa­milie stets das Färberhandwerk erlernt und sich der Beruf und die Firma biS zum heutigen Tage in der Familie erhalten haben.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 12. Sept. (Eig. Bericht.) Die Stadtverordnetenversammlung beschloß in ihrer gestrigen Sitzung de Aufhe­bung der Fremden st euer Für die Reu- regelung des Lrugendwohlfahrtswesens (Jugendamt) wurden 130 003 MI. bewilligt.

Darmstadt, 12. Sept. 3n der Rahe von Hof he im im Ried wurden beim Graben auf einemAcker ein Schwert, ein Speer, eine Lanzenspitze und eine Streitaxt ge­funden. Die Waffen sind aus Eisen. Beim Tiefer­graben fand man eine Urne und Knochenüberreste.

Mainz, 12. Sept. (WTB.) Der Ober- bürgermeister von Mainz erhielt von der Rheinlandkommission die Genehmigung zur Wiederaufnahme der Dienstge- schäfte. Dorgestern ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof ein Eisen bahn Unfall da­durch, dah eine Lokomotive einem Rangierzug in die Seite fuhr. Hierbei wurden 2 fran­zösische Soldaten, die mit dem Verladen eines Automobils beschäftigt waren, getötet.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 12. Sept. (WTB.) 3n dem Sitzungssaal des Frankfurter DerkehrsvereinS stand Heute eine Taunus-Derkrhrs- kvnferenz statt, die zahlreiche Vertreter des TaunusgebietS sowie Vertreter der Reichsbahn- | direktion, der Frankfurter Lokalbahn und der

Städtischen vtoahen^ibn nerelmgte. Drc fammcnhinH diente dem Zweck. Richllinren für die W t e de ra u f ba u a rbe i t im Taunus festzulegen. 3n der Aussprache wurde eine groß zügige Propaganda beschlossen, um dem '^.aunuo wieder seine alten Freunde und den Be­wohnern den langentdehrten Verdienst zuzu- führen. ,

spd. Frankfurt a. M.. 12. Sept. In Dor- ort Hausen batte sich vor einiger Zeit der Mitinhaber Jost der Büjo-Werke für Burocru- artilol mit GaS vergiftet, da er glaubte,'dcr Zahlungsschwierigkeiten seiner Firma nicht Herr werden zu können. Run hat heute früh auch der andere Mitinhaber, Buermann, gemein­sam mit seiner Frau den Tod gesucht und ge­sunden. Als bic Angestellten die Vureauraume betraten, quoll ihnen aus der Privatwohnung des Vuemrann starker Gasgeruch entgegen, uird man sand beide Eheleute tot in ihrem Schlaf­zimmer auf. Der schon oft vorbestrafte Schlosser Karl P r e s e l e r wurde hier s e st g e n o m in e n. Bei seiner Verhaftung leistete er heftigsten Widerstand und versuchte die Kriminalbeamten mehrfach durch Messerstiche und Schlage mit- geführter Waffen zu verletzen. Erst mit Hille von Passanten konnte er überwältigt werden Preseler hatte eine grobe Zahl von Einbrecher Werkzeugen bei sich. Es bestätigt sich, dah er, ein schwerer Ei nbrecher, manche Ein­brüche und Diebstähle auf dein Kerbholz hat. mit denen er besonders die Gegend um G i e h e n und Offenbach bedachte. Mil Vorliebe plünderte er WohlsaHrtsämter und Arbeitshäuser auS. Ver­mutlich hat' er auch noch in anderen Gegenden gearbeitet".

Kivchliche Nachrichten.

Svangeltfche Gemeinden.

Dietzen. Sonntag, 14.Septbr. 13. Sonntag n.Trin. Sladtkirche. 8: Zugl. Christenl. für die Reukonf. a. der Markusgem. Pft. Decker. 97,: Pfarraff. Schult- heis. 11: Kinderkirche f. d. MatlhauSgem. Pfarraff. Schultheis. IohanneSkirche. 8: Zugleich Christenl. für die Reukonf. auS d. Lukasgem. Pft. Bechtols- Heimer. 9'/,: Pfarraff. Schmidt. 11: Kinderkirche f. d. Iohannesgem. Pft. Ausfeld. - Kirchberg. 10-11: Christenl. f. d. männl, konf. Jugend. I V,: Mainzlar. Wieseck. 91/,: Pfarramtskandidat Wolf, Gießen.

Katholische Gemeinde».

Dietzen. Samstag, 13. Septbr. 4'/, u. 7 Deichte Sonntag, d. 14. Septbr. 14.Sonntag n. Pfingsten. 61/, Deichte. 7 Messe, Korn, der Iüngl. u. Hausangest., k Kom., 9 Hochamt m, Pr., 11 Meffe m. Pr., 2V, And., 8 Hausangestelltenverein i. Dereinsh. Montag, 15. Septbr., abends 8, Frauenbund im DereinSh. Grünberg, Sonntag 91/, Meffe m. Predigt.

schule dasewst, ®md Httzzu Schotten an der dor­tigen Fortbildungsschule (mit Wirkung vom 1. 2uni 1924 ab), Franz Zink zu Duhbach an der Fortbildungsschule daselbst, mit Wirkung vom 1. April 1924 ab, Heinrich Wegel zu Schlitz an der dortigen Fortbildungsschule, Kurt D o g e l zu Lauterbach an der Fortbildungsschule daselbst, beide mit Wirkung vorn 1. Oktober ab. 2n den Ruhestand treten am 1. Oktober ds. 2s. der Jorst- rat Karl Wallenfels zu Grünberg und der Förster Georg Göbel VII. zu Laubach.

Landkreis Gießen.

4. Lich, 12. Sept. Die Erntearbei- ten sind durch das gute Wetter der letzten Tage wesentlich gefördert worden. An der Dresch­maschine findet oft geradezu ein »Kamps um den Platz" statt. Es wurde öfters Tag und Rocht gedroschen. Sogar am Sonntag hörte man un» untetchrvchen das Lied der Dreschmaschine fin­gen. Dah an Sonntagen hin und wieder schon Erntearbeiten verrichtet worden sind, kann sich jedermann entsinnen, obwohl man hier und in der Umgebung, alter UeteLieferung treu, nur sehr ungern im höchsten Rotfalle dazu greift. Dah an einem Sonntage aber gedroschen werden mußte wie Heuer, das ist niemand, selbst den ältesten Leuten nicht in Erinnerung. Das Aus­nahme- und Roftahr 1924 rechtfertigt aber diese Mahnahme. Reben den EcntearVeiten nimmt die Grummeternte, die sonst um diese Jahres­zeit schon vergessen war, ihren Anfang. Viele Wiesen stehen aber unter Wasser und können daher zunächst nicht abgeerntet werden.

Kreis Friedberg.

Sf. Friedberg, 12. Sept. Hebet den Ver­lauf der gestrigen Stadtverordneten­sitzung ist noch zu berichten: Als Sachveritän- dige in der Angelegenhett waren die Herren! ©tabtbaubireCtor Braubach von Gießen. Dat- rat Haag- Friedberg zugezvgen, deren Gut­achten darauf hinauSgtng, dah Die Behaupttngen deS Stadtv. Jakob durch nichts bewiesen und durchaus haltlos seien. Stadtv. D i 11 m a r, der zuerst das Wort ergriff, bemängelte, dah dte beiben Sachverständigen und Jakob nicht zusam­men vernommen worden seien und verlangte, dah dem Stadw. Jakob ein neuer Sachverstan-

/uTlauss ist ver rechte Teil derÄxtbcriette mit gjnem hellgrau gefärbten Klebemittel übertüncht worden, worauf die Fasern eingestreut worden sind Bei den echten Scheinen sind die Fasern hn Papier eingebettet. Der Untergrund zeigt ein verschwommenes, unklares Bild Die Deschrif- tung weicht an verschiedenen Stellen von der der echten Scheine ab. Aw die Festnahme der Fälscher von Rentenbankscheinen urrb die Be­schlagnahme der Platten setzt die Deutsche (Renten­bant eine Belohnung bi« ju 1000 Rentenmark auS.

Ein Schwindler hat in einem hiesigen Hause leider mit Erfolg eine Gastrolle gegeben. Gt stellte sich dort der Hausfrau als Beauftragter einer hiesigen RähmaschtnenHandlung vor, der dte vor kurzem erst gekaufte Rährnaschine mal nach­sehen solle, da man an dieser Bauart angeblich einen Fehler entdeckt habe Die Frau überlieh dem Mann die Maschine zur Prüfung, er schraubte an verschiedenen Teilen etwa- herum und erklärte, dann, nun sei alles in Ordnung. Für seine Ar- £eit forderte er 8 Mk.. die ihm von der Frau, auch sofort bezahlt wurden. Als dann bei dem ge­nannten Geschäft Rückfrage gehalten wurde, stellte sich heraus, dah dort von einem Beauftragten und auch von einem Fehler an diesem Maschinentyp gar nichts befann t war. Man hat es hier mit einem Schwindler zu tun, vor dem hier­mit gewarnt sei. ^>ssenllich gelingt es bald, dem Kerl das unsaubere Handwerk zu legen.

L Ein Wunsch. AuS W i e s eck wird uns geschrieben: Unter dieser Ueberfchrift richtet e:n Leser des ^Giehener Anzeigers" in freund- nachbarlichster Form die Ditte an den Ge­rn e i n d e r a t von Wieseck, den unhaltbaren Mihstand (um da» Kind beim rechten Rarnen zu nennen) am Wege nach dem Philosophenwald gegenüber der GänSmühle zu beheben. Diese Frage bat den Gemeindcrat in Wieseck schon in verschte- denen Sitzungen beschäftigt, wobei sich derselbe auf denselben Standpunkt stellt, wie der Einsender, nämlich daß hier unbebingt eine Aenderung ein­treten muß. Soll die Besserung aber von Dauer sein, so ist es nicht mit einer Höherlegung deS Wegstückes getan, sondern e» ist notwendtg, den Flutgraben, der von oberhalb der Mühle fenkr«ht auf den Weg stöbt, zu verlegen. Rach Erledigung der ©rummetemte soll hin diese Arbeit in Verbindung mit dem gesamten CDicifenproiett (stehe die gestrige Meldung unter Wieserk) erledigt werden, wodurch eine end­gültige Besserung erzielt wird. Hoffentlich hat DerWunsch" nach der an deren Richtung denselben Erfolg! Die Gießener Stadtverwaltung mache den Anfang dcS Philosophenweges auch nach starken Riederschlägen passierbar, so dah der beliebte Spaziergang Gt^sienPhilosophen Wald Wieseck auch ohne in Gefahr zu kommen, sich einen kräftigen Schnupfen zu holen gemacht werden Tann.

Personalien. Ernannt wurden zu hauptamtlichen FortbildungSschullehrern: die Leh­rer Friedrich Adam, Karl Bert Heinrich Müller, Friedrich O ft. Otto Schneider, August Wehrheim zu Giehen an der Fort­bildungsschule daselbst, Otto Burk zu Vilbel an der dortigen Fortbildungsschule, Wilhelm Dietz zu Lich an der Fortbildungsschule daselbst, Adam Götzinger zu Alsfeld an der Fortbildungs-

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