befrnttfoe Lösung ebcntons aus Dem TDege einer Sant 2HkÄ in Deutschland umlaufende Geld bä aus einer einzigen Golbbasis bereinigt trer- ben Sicherungen, axlchc ine Unabhängigkeit der <kmf von politischen Einflüssen des Auslandes unb Inlandes gewährleisten, sind ins Auge ge* saht. Di>.-se definitive WährungSoank. fotoet! fie den techn schen Aufgaben des Repa- ralionSprogrammS dienstbar gemacht Verden srll, totrb die Hilfe von auhen nicht entbehren können. Die Sachverständigen hoffen, daß die Repa- ralionSkommissioa in wenigen Wochen die Zustimmung der beteiligten "Regierungen zur Durchführung diefeS Planes werde erlangen können.
Wenn doS nicht möglich wäre, so haben die Sachverständigen doch volles Verständnis dafür geyrigt, dah der Plan der vorläufigen G)ld- bank rreitergeführt werde, so'ern dadurch der end- ßüliipe Währungsolan nicht verhindert wird. Die Einfügung der vorläufigen Dank in die definitive ’a-ürbe fbatet leicht möglich fein. Am 18. Februar sollen die Besprechungen in Paris fortgesetzt werden und lassen einen sachlich befriedigenden Verlauf erhoffen. Die Renten mark genügt für den lägrichen Bedarf vollkommen.
Keine Einigung über die Tteuer- notvrrordnnng.
Berlin. 12. Febr. (Wolff.) Der Fünf- zehner-Au-schuß im Reichstage hat seine Beratungen über die dritte Steuernvtverordnung tm wesentlichen abgeschlossen. Wie in bartamenla- rischen Streifen verlautet, ist eine Einigung der Parteien gerade über die wichtigsten Probleme der SteuernLlverordnung, namentlich bezüglich der Auswertung der Hypotheken nicht zu- standegekommen. Es bestehe keine Aussicht, dah in dem Reichstage eine Zweidrittelmehrheit in dieser Frage zu finden ist. — Der Ausschuh ersuchte ferner die Reichsregierung, die Verordnung über die Krankenversicherung, die sie im Wege deS Ermächtigungsgesetzes veröffentlichcn woMe. der Beratung im Rahmen der ordentlichen Gesetzgebung vorzubehalten. Die ReichSregierung hat ferner die Vorlage e n?r Verordnung über die Renten - undPersvnal- abfindung in der Unfallversicherung zurückgezogen, nachdem sich größere Unstimmigkeiten in threr Beurteilung im AuSfchuh ergaben.
Die Beamtengehälter.
Berlin, 13. Febr. (Priv.-Tel.) In einer Aussprache im Reich^finanzministerium nut Vertretern der Spitzenorganisationen ter Beamten wrirde von der Regierung erffört, dah nicht beabsichtigt sei, die auf Grund der Persvnalabbau- oererbnuna auSgeschlebenen Beamten von einer etwaigen künftigen Erhöhung der Gehälter auSzuschliehen. Eine weitere Herab- sehu n g der Bezüge der Beamten sei niemals ertragen worden. Vielmehr sei eS der ernste Wille der Reich zregierung, sobald es die Finanzlage deS Reiches gestatte, die Grundgehälter und den Ortszuschlag xu erhöhen und an dieser Ausbesserung auch die Frauen- und Ätn- derzuschläge teil nehmen lassen. Für die Be-
'Deamten im einstweiligen und im dauernden Ruhestand würden Die Bezüge entsprechend erhöht werden. Dchliehlich wurde nochmals betont, dah die Gerüchte über eine Erhöhung der Quote deS DeamtenabbaueS auf 35Proz. jeder Grundlage entbehren.
Dihkommuniftischen Putschpläne
Berlin. 13 Febr. sPriv.-Tel.) D'e Blätter berechnen Meldungen aus allen Trilen des Reiches über kommunistische Putschabsichtrn für den yeutigen Tag. Der ^Lokal-Anqri-'er" erfährt kxuu von der Berliner Politischen Pllizei. dah e3 sich um Putsche handelt, dir ursprünglich für den 3. Februar geplant waren, dann aber auf den 13. Februar und schließlich auS versch'edenen Gründen auf Anfang März verschoben worden seien. Es feien trotzdem für heute überall im Reiche umfangreiche Sicherungen -getroffen worden. In Königsberg gelang es der politischen Abte'lung des Polt-eipräfidiums zusammen mit der Schutzpolizei, eine Versammlung von K o m m u n i ft c n f ü b re r n bei einer Besprechung der für den 13. Februar geplanten gewaltsamen Demonstra'ion zu überraschen und auSzuheben. 33 Teilnehmer warten verhaftet. Es ist zu hoffen, dah durch diesen Zugriff die geplante Demonstration im wese itl chen vereitelt wird. Trotzdem sind alle Vorsichtsmaßregeln getroffen.
In der Angelegenheit der September- Kommuni st en unruhen in Lörrach und im Wiesental, die seinerzeit die Sin'etzung DMpurMDWHtiail
Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik.
20. Fortsetzung. (□locbDrud verboten.)
Eine halbe Stunde später sahen die beidsn Freunde wieder im Flugzeug, daS sie nach Wiernh 8urüdbringen sollte.
..Ra, alter Fox, hat unsere Arbeit deinen Beifall gefunden?^
„SEber gewiß, Georg! Interessant war mir auch die Erzählung des alten Schmriz Meisters: .Als der Kessel kochte." Lebt eigentlich Fr)- wein noch?"'
.Aber ja! Der alte Herr sitzt doch ehrenhalber im AufsichtSrat unserer Gesellschaft."
„Sage mal, Georg, wie ist denn der damals darauf gekommen?"
_ Alter Fvr, du fragst verkehrt! Ich bin ja mit Ftvwcin bekannt und über die Entstehung der Erfindung orientiert Aber um dir das zu er- pl'zieren. müßte ich dir tagelange Vorträge halten, die du . . . deinen Hellen Kopf in Ehren . . . doch nicht begreifen würdest."
_Ra, dann versuch mal in der Zeit, bis wir in Wicrny landen, mir die Sache in ihren Grund- Rügen zu erklären. Ich weih nur. dah euer Dyno- t Herrn ein künstlich her Gestell ter radioaktiver Stoff ist, der. mit Wasser zusammengebracht, unbändige Wärme entwickelt."
.Damit hast du den Kern der Sache getroffen. Die Erfindung entstand ungefähr in sollender Weise: Frowern hatte jahrelang mit natürlichen radioaktiven Substanzen gearbeitet. Ihm als
von Schupo tn Lörrach und Verhängung des Bo lagerungszustandeS üoer ganz Baden zur Folge hatten, wurde vom Freiburger Landgericht das Urteil gesprochen. Dir Anklage lautete auf Vergehen gegen das Sprengstoifgeseh, Aufruhr und Landfcieoensbruch. Es erbielt.it: der Hauptangeklagte Ritzau 2 Iahre Zuchthaus, ein weiterer Angeklagter 1 Jahr 8 Monate, zwei weitere je 1 Hahr 3 Monate, ein Angeklagter 1 Jahr Zuchthaus. Die übrigen etwa 15 Angeklagten erhielten Gefängnisstrafen von 4 Monaten bis zu P/t Hahven.
Die Stickftoffverforguny.
Berlin. 12. Febr. (WTD) Das Stickstoff- shndikat ist in der Lage, nach Vereinbarung mit der Reichsbank der deutschm Landwirtschaft einen Wechselkredit einzuräumen, der aber nur gewährt wird, wenn Bestellungen für prompte Lieferung umgehend dem Stickstoffsyndikat erteilt werden. Die landwirtfchastlichen Organi- fatronen, der Handel, die Düngerfabriken und das Stickstofsfhndskat nehmen Bestellungen entgegen und erteilen über die näheren Bedingungen Auskunft. Die Landwirtschaft tut gut, unter diesen erleichterten Bedingungen den für die Fcühjahrsbüngungen benötigten Stickstoff fofort zu bestellen, da nur dann die rechtzeitige Lieferung gewährleistet werden kann, was bei Zu- sammendrängung der Bestellungen auf eine kurze Zeit nicht der Fall fein kann. Eine Ermäßigung der Goldpreise für Stickstoff kommt innerhalb des laufenden Düngejahres für daS Stickstoffshndikat nicht in Betracht. Die Pro- buktivnSkosten der Stickstoffindustrie find auch heute noch weit hoher als in der Vorkriegszeit, während die Stickstoffpreise erheblich unter den Vorkriegszeiten liegen. Sv liegt der Stickstoff- Preis in schwefellaurem Ammomak rund 13 Proz. unter dem Preise vor dem Kriege und mindestens 25 Proz. unter dem heutigen StickstoffpreiS bei Chilesalpeter.
Die Steuerdebatte in der Pariser Kammer.
Paris, 11. Febr. (WTB) Die französische Kammer beschäftigte sich mit einer Entschließung deS sozialistischen Abgeordneten Baron, die wiederum die Tätigkeit der Kommission für Kriegsgewinne und Kr t e g s v kk u pa t i vn betrifft. Der Berichterstatter verlangt, daß dieser Kommission bie Befugnis erteilt werde. Unter- suchungen durchzuführen. Hierüber entspinnt sich eine heftige Debatte, in deren Verlauf Ministerpräsident P o i n c a r 6 erklärt, die Regierung denke nicht daran, einer parlamentarischen Kommission rechtliche Befugnisse zu erteilen. Es handle sich hier einfach um die Erlaubnis, Untersuchungen durchzuführen, daS heißt, der Speku- latiorrskommission das Recht zu geben, Zeugen zu vernehmen. Weigere sich ein Zeuge, zu erscheinen ober gebe er ein falsches Zeugnis ab, bann könne bie Justizbehörde mit ber Angelegenheit befaßt werden. Der Vorsitzende ber Speku- lativnskommissivn, LvuiS Darin, erklärt bie Kommission verlange Befugnisse, bie Untersuchung durchzuführen unb Aufklärung zu schaffen, oa bie Regierung, obzwar sie dazu tn ber Lage gewesen wäre, bem Skanbal kein Snbe bereitet habe. Auch ber sozialistische Abg. Ing helS verlangt ausdrücklich, daß man Aufklärung über die Tatsachen schasse, tue er vor gebracht habe. Die Kammer beschließt schlleßlich. daß die Kommission, die in den befreiten Gebieten eine Untersuchung einleitete, die Befugnisse besitzt, die früher von der Kammer bestimmt worden sind.
Darauf wird bie Generaldebatte über Artikel 3 des Steuergesehes. der
die Erhöhung der Steuern auf 20 Prozent verlangt,
fortgesetzt. Abg. T a r b i c u weist auf ben Ernst einer solchen Maßnahme hin. Man habe sich noch nicht über bie Unterdrückung der Steuerhinterziehungen ausgesprochen. Die 20prozentige Steuererhöhung habe in ber Kammer nicht einen einzigen Verteidiger gefunden, treffe sie doch die Kleinen unb ben Mittelstand viel härter als die Reichen. Die Linke der Kammer habe oft bie Theorie vertreten, baß diese Erhöhung besonders hart für die weniger Bemittelten fei, weil sie sich nicht nur auf bie direkten, fondern auch auf die indirekten Steuern beziehe. Die Regierung behaupte, daß durchs diese Maßnahme daS Gleichgewicht deS recvurablen Budgets wiederhergesteltt werden könne. Richts sei weniger sicher, denn am dieses Budget auSzugseichen. habe man 6 Milliarden nötig. Aber die Regierung selbst rechne den Ertrag der Steuererhöhung nur auf 3V. Milliarden. Abg. Tardieu glaubt auch nicht, daß der Franken notwendigerweise steigen müsse, wenn daS Budget ausgeglichen sei. Wie könne man eine Sanierung der Währung vom AuSlande erwarten, wenn man im Inneren die Kaufkraft des Franken verringere? Die Sanierung deS F unken sei nur zu erzielen, wenn die
erstem war eS endlich gelungen, ben Zerfall btefer Stoffe, ber bis dahin unwandelbar an bestimmte Zeiten gebunden zu fdn sch en, zu brernflus'e.i, nach Blieben zu verzögern oder zu beschleunigen. Von da Ivar cs nur noch ein Schritt, bas Verfahren auch an Stoffen zu versuchte, die man bis dahin nur als nicht mehr radioaktiv kannte. Fro- wein hat diesen Schritt getan, unb seine Folgen siehst du hier vierzig Jahre später."
.Sehr schön! Sehr gut! Der Mann hat meine volle Hochachtung! Tie Kohlenznt Damals muß schauderhaft getreten fein. Ich erinnere mich noch an Bilder, wo Städte, in denen Menschen wohnten, mit Schornsteinen besteckt waren wie der Igel mit Stacheln. Aber du! Was hast Du nun jetzt Daran verbessert?"
Isenbranbt kniff die Lippen zusammen, lieber feine eigenen Leistungen sprach er wenig und ungern. Aus seiner Tasche zog er zwei klei.re Zinntuben.
.Ta sind je zehn Gramm des neuen, nach meinem Verfahren her gestellten Dynotferms. Sie wirken wie zwei Zentner das älteren Präparates."
Begieria griff Wellington Fvr nach Den winzigen Röhrch?n
.Alle Achtung, Georg! Soviel mein dummer Schädcl im Augenblick überschlagen kann, muß daS |a kolossale Bedeutung haben. Ich kann mir jetzt schon Fälle Denken, wo man Das Pülverchen gut verwenden kann, ohne gerade Schnee zu schmcl.en."
Isenbranbt sah ihn nachdenklich an.
.Du konntest recht traben, Fox! Behalte sie, wenn Du willst. Aber vergiß nicht, Daß in jeder dieser wtnz'.gcn Röhren ein Vullan schlummert.
Regierung au5er den un Gesetz vorgeschlagenen M-ß.nahmectre Devisenpolitik, eine St re- bttpvlltik, eine Konsolidierungspoli- tiund eine große allgemeine Politi- tit betreibe.
Der Sturz des Franken sei nicht auf daS Wiederau chaugefey zurüctzusühren. (Deine Ursachen sei der Sturz der franzöfifchen Rente und die beben Deldsähc Die Steuermaßnahm.n, die die Regierung Vorschläge, feien nicht dazu abgetan. Die Kapital.sten zur Anlegung rhrer Gelder in Fronkrerch zu ermuntern Der Reg erungsentwurf sehe auch keine Maßnahme zur Äonfolibierung der 70 Milliarden hc hen schwebenden Schuld vor. Ohne diese Stonfolibierimg nütze alles nichts. Schließlich sei auch die a!to?mei.ie Politik Frankreichs nicht geeignet. Den Franken zu heben. Dicht de Besetzung de» Ruhrgebiets sei der Grund für das 6inten deS Franken. Dieser Grund liege tn Der negativen allgemeinen Politik, die Frankreich im Ruhrgebiet betrieben habe.
Man habe gut Daran getan, das Ruhrgebiet zu besetzen. Ader Die öffentlich? Meinung der Welt habe von Diefcm entscheidenden Instrument etwas anderes erwartet, Dean Frankreich habe mit bet Besetzung Die Hand auf einen ber Drei großen Bergwerksbezirke Der Welt gelegt. Die 20prozen- tige Steuererhöhung habe zunächst einmal bie Folge, die Preise zu treiben, noch benor fte ange- nemmen sei.
Die von der Regierung geforderten Maß- nahmen litten Darunter, daß ihr Entwurf durch ein I m p r o v i sv r i u m zustande gekommen feu Den Beweis Dafür liefere ber Umstand, daß noch im Dezember 1923 Die Regierung irgend eine der auß rvrdentllche.n Maßnahmen ebensowenig vorgesehen hatte wie vorher. Damals sei von keiner steuerlichen Mehrbelastung Die Rede gewesen. Wenn Die Regierung jetzt d rse Ceiftimg für daS Wiederaufbau gebiet verlange, so erschwere sie nach Die Dache. Denn man könnte an eine Revistvn b-s Versailler Vertrages auf budgetärem Wege glauben. Tardieu erinnert spöttisch daran, baß die Regierung vor einigen Monaten einen Le - benSmitteldiktator eingrietzt habe, ber sich al3 völlig ohnmächtig erwesen habe Er bc- sch.inigte bem Finanzminister seine ftänbVge gute Saune, die sich besonders im Lause De3 letzten Iahres belundet habe, wo er Die vom General- berichterstatter vvrgeschlageren Steuern ab - lehnte. Tardieu erklärt, er begr.ife nicht die Heber ff ürgung, mit ber Die Reg erung die Annahme ber von ihr vorgeschlagenen Maßnrch- men verlange, bloß weil es am 14. Januar in Amsterdam zu einem Dörsencvup gekommen sei. Heber dergleichen müsse ber Kredit Frankreichs erhaben sein
Zwei Jahre ministerieller Dernachlass'igung ließen sich nicht mit einrr Stunde starker Aufregung wiedergutmachru.
Der Redner macht bem Minister für die befreiten Gebiete zum Vorwurf, baß er sich aus bie Debatte über bie Kriegsentschädigungen eingelassen habe. Man habe nur von 446 Fällen ber ilebertrorteilung gesprochen, also nur von einem Zehntel Prozent. Derartige Anklagen hätte man übergehen müssen. Rach Tarbieu besitzt die Regierung überhaupt keine Finanzpolitik. Er wolle nicht, so erklärte ber Rebner, daß bie Regierung die Mehrheit zwinge, Hals über Kopf und unter dem Druck ber Presse nunmehr die Sanierungsentwürfe zu beschließen. Zu wessen Gunsten würden denn eigentlich der Kammer derartige Opfer ab verlangt, zugunsten deS Landes, ober auch nur zugunsten ber Mehrheit? Die einzigen Rutznießer dieser unwirksamen Maßnahmen würden die Herren Kapitalisten sein. Ich beschwöre die Kammer, so schließt Tardieu, sich auf diese Politik der Panik nicht ein- zulasfen.
Abgeordneter Klotz sagt, am 19. Januar habe die Finanzkommission ber Kammer ein Schreiben an ben Ministerpräsibenten gerichtet, in bem sie anftug, welche Maßnahmen die Regierung zur Einschränkung ber Teuerung zu treffen gedenke. Die Ereignisse hätten ber Kommission Recht gegeben. Die 20prozentige 0teuererßöbung sei noch nicht angenommen, unb schon fliegen bie Preise. Selbst wenn man bie Steuern von heute auf morgen verboppele, würbe baS noch keinen Einfluß auf die Krise am Devisenmarkt haben. DieS habe mehrere Gründe. Der erste bestehe darin, daß
im AuSlande ein ausaefprrochener Aktions- Wille gegen Frankreich vorhanden fei.
UebcrbteS gebe eS einen sehr umfangreichen ausländischen Frankenbesih. für ben man 10 Milliarden ansehen dürfe. Dem Frankenbesitz im AuSlande müsse eine entsprechende Menge ausländischer Devisen in französischer Hand» aegcnübcrgeftellt werden. Der Rechner schlägt vor. Die hierfür erforderlichen 10 Milliarden mit Hilfe einer Derlosunasanleihe auszubringen,die in ausländischen Devisen zahlbar sei, unb zu der diejenigen Franzosen hevanzuziehen wären,
btt lolche Devisen besitzen. Um ber zügellosem Spekulation in Frankreich selbst Herr zu werben, verlangt er von Der Regierung, ben Zusammenschluß von Industriellen und D^nliers zu erzwingen Das Sicuerprogramm bet Regierung könne nichts anderes als eine Verteuerung bet Lebenshaltung zur Foloe^ haben. Der Redner weilt nach, Daß die bloße Ankündigung einer Steuercryötzung In einigen Tagen die Kosten ber Lebenshaltung durchweg um 20 bis 30 Prozent in die Höhe getrieben hätte.
Wenn dieser Zustand anhal'e, gehe man einer Katastrophe entgegen. Sä dürfe leine Steuer- erhohuna bewilligt werden mit dem Hintergedanken, Daß ber große K a p i t a l d e s i tz. Der über Auslandskonten verfüge, doch ungeschoren bleiben würbe. Klotz erllärt. fneben erfaßten zu haben, baß bie noch in Berlin tätigen Sachverständigen komiteeS sich auf Den Standpunkt stellten, daß ber beutsche Steuerzahler mindestens ebenso belastet werden müsie wie die Staatsangehörigen ber am stärksten besteuerten Ententeländer, unb die Sachverständigen zögen bementsptechenb neue deutsche Steuern in Erwägung. Wenn aber die Kammer bie von der Regierung vorgesch'.agene Steuererhöhung bewillige. Io werbe morgen ber franzÖIif ch-e ^ZsiaalS- bütger bie stärksten Steuern zahlen. Die stanrö- sischr Regierung würde bann zu der Forde tuns berechtigt fein. Daß bei deutsche Steuerzahler zum mindesten ebenso stark belastet werbe wie der französische.
Der Derfassungskampf in Griechenland.
Athen. 12. Febt (Wolff) Hava». Die Wiederaufnahme der Arbeiten des Parlaments findet großes Intereffe. Eine bedeutende Menschenmenge füllte daS HauS. Ministerpräsident EafantariS verlas bie Regierungserklärung und wies daraus hin, daß der Rücktritt von DeniseloS, bei auS Gesundheitsrücksichten erfolgt sei. in L-tner Weise baS Programm beeinslusien würde, da» er im voraus aufgestellt hätte. Die RegierungSerllä- rung betont die Notwendigkeit, da» Schicksal Der Flüchtlinge zu bessern, und sagt, baß bie Verantwortung für die moralischen und materiellen Leiden der Ration ber Dynastie zur Last falle. Die Dynastie habe sich stets deS Vaterlandes unwürdig erwiesen.
Sie habe immer bie Interessen Griechenlands ihren eigener Zwecken untergeordnet und auS Dem Königtum ein Wahrzeichen der nationalen Uneinigkeit gemacht. Für baS ganze Unglück Drie- chenlanbs sei die Dynasti eallein verantwortlich: ihre Rückkehr würde bie Interessen unb den Bestand des CanbeS von neuem in Gefahr bringen Die Rationalverfamrnlung Jet der uimrschütte» lichen äckeber eug nz, daß die republikanische D e t f a f f u n g bem Charakter deS griechischen Volkes durchaus angemessen sei. Da aber nur eine Kundgebung des nationalen Willens im- stände sei, irgendeiner Entscheidung über btefe grundlegende Frage unbestreitbare Autorität zu verleihen unb den inneren Frieden zu festig«, so beschließe die Rationalversammlung. eine Volksabstimmung vorzunehmen, in ber siL bi eRation über bte Absetzung ober bie Erhaltung ber Dynastie unb bie angemessene Verfassung»- form auszusprechen habe.
Kleine politische Nachrichten.
Rach ben bis Dienstag nachmittag 5 11 ßr vor» liegenben amtlichen Feststellungen des Abstim- mungZergebnisieS der Thüringer Landtagswahlen werben auf Den Orbnungtbunb 34, auf die V. S. P. D. 16, auf die Kommunisten 13 unb bte DeutfchvölNschm 6 Lanbtagsabgeord- nete en fillen. Einige Wahlresultate au» Neine- ren Wahlcrten stehen zur Zeit noch aus.
♦
Die Hauptverwaltung der DariehnSkasien hat beschlossen, die DarlehnSkasfen abzubauen. Es sollen keine neuen Darlehen mehr erteilt werden. Die Abwicklung ber noch laufen- ben Darlehen soll in angemessenen Fristen erfolgen. SS ist in Aussicht genommen, b<e DarlehaS- kafsen vom 1. Mri 1924 ab zu schließm: nur bic Hauptverwal'ung b't Darlehns'asien u^d bie Dar- teßndfaffe in Berlin werden für Abwicklungszwecke noch etwas länger bestehen bleiben.
•
Die britische Admiralität hat einen Vertrag unterzeichnet, wonach die Mehrzahl ber bei ber Scapa Flow versenken deutschen KriegS- schiffe gehoben werden soll.
•
Die Svwjetregierung hat das Agrement gut Ernennung des Grasen Manzoni xum italienischen Botschafter in Moskau erteilt. Manzoni reist sofort nach Rußland ab.
Der, von ttenlgen Tropfen Wasser geweckt, feinem Träger Lebensgefahr bedeutet. Bewahre sie wohl. Wer weiß . . . wann du ste brauchen w.rst!"
Sorgsam barg Wellington Fass Die Tuben in seiner Brieftasche.
-Her?,lichen Dank, Georg! Leider muß ich das mriste, waS ich bei Dir sah, ben Lesern ber Chikago-Preß vorenthalten. Um sie zu entschädigen, werde ich einer h ,reißenden Bericht über das internationale Highlife i.n asiatischm Davos im Kogarthaus bringen. Da oben am Paß ist ja ber Schneesport noch bn vollem Dange."
• • *
Um die sechste Abendstunde stand Wellington Fvr allein auf der Westveranda deS Kogart- hau! s. Rur gedämpft Drang die Musik aaS den Ges l schaftSräumen des großen LurushotelS bis hierher. Ungestört konnte er Ausschau halten. Seine Au^en umfaßten ein Landschastsbild von majestätischer Schönheit.
Zweitausend Meter unter ihm strömten im Süden die Auten b,.< GirflusfeS durch daS Paradies der Ferghanaebene. In allen Tönen spielten Die Straf l.m brr sinö:nd7n Sonne m t b-n Dampf- w l en der haßen Quellen von Andifchan. Dxh diesen Schönh iten to:bart' Wel inston Fvr nur gringeS Inter-sie. Seil Dl ck haftete auf Den Abhängen Der Kegarkberge, die d<rS PaTwrama nach Rvrden zu begrenzen. Prüfend und witterno foq er Die Luft mit leicht vibrierenden Olafen- flügcln ein, während die Falte auf seiner Stirn sich verti-sie. Mit einem guten GlaS durchforfch'e er Die Schnoehänge Der Äogartbcrge, die jetzt in Den Strahlen Der scheidenden Sonne rosig auf-
zu^lühen begannen. Mit ctrm Ruck ließ et da« GlaS wieder in b.e Rirnren fallen. Seine M>enen verrieten Acrger und Besorgnis.
.Verfluchter Leichtsinn f Bei solchem Firn- Win D rine Sk tour zu unternehmen. Richt einmal einen vernünftigen Führer haben sie mitgenommen . . . Auf Die Renommtereveien Dtefe8 Mar Gornick sind sie retngesallen. Aus purem Trotz mit Dem alten Trotiel losgegangen. Möchte er nur das Genick brechen . . . und bt? edle Gräfin Toresani nKir.ettoegen auch Aber Helen Garvin."
Daß sie mit bei Der Tour war, Das verursachte frine Unruße. Wäre er doch so vernünftig getreten und auch mitgegangm. Feyt waren sie irgendwo auf Den unsichwm Sch»e eldern, und er stanD hier und machte sich V>rwürfe.
Helm Garvin. Die'-r firine Trotzkopf! Vm Der Tou und vor der Äontieffc di Zorjam hatte er fte gevarnt . . .
Er ließ sich in einen St siel fallen. Sein Auge haftete auf Den Anhän^m Der Äogartberge. Ihm selbst kaum m'rksich v-rschwammen Die schneeigen Konturen al'mäblich un) nahmen di« Grstali Der Sierra Rwada b i FriSko an Oirotni Park auf San Matteo tauchte vor ihm auf.
Wie er Damals Helen Garvin zum erstenmal sah. . .
Mißmutig war er Durch Den prächtigen Park gefchlmdert, in dem die Launen des Besitzers neben Den h.rrlich n Gartenanla^en auch aller!« Merkwürdigkeiten grschaf'en harten. DaS L.^tz- rinth wellte er seb-n, jene- wunder siche Bauwerk, daS der Milliardär dort tn die Festen von San Matteo sprengen ließ.
(Fortsetzung folgt.)


