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He^*ad) tfiim me gd plagen tmitixn. ine greife l^oegten sich zwischen 60 und 160 Mark pro Ror- malmorgerL Dio Gemein de selbst verpachtete »ngefähr 260 Morgen und erhob dabet vom ta ff p r e i s 20 Pro,. Zuschlag oU Steuer Rech- t man den Morgen zu 160 Mark und berück- ßrchtigi ferner die 20proz. Steuer, so ergibt sich tzm Preis von nahezu 200 Morl pro Rormal- tznorgen Der dtefen Preisen dürfte vvn Rem- hetotnn wohl kaum noch die Red? fern. Die Pächter baren meistens kleine Landwirte und Arbeiter. Manchmal konnte man beobachten, baß gewisser- maben in den Tag hinein geboten wurde. Ein Teil deS Ackerlandes wurde übrigens Nicht wieder verpachtet, da es In dm nächsten Jahren wieder aufgeforstet werden soll. Di« bei der Feldbereinigunginden Jahren 1910 bis 1916 auSaeführlen Drainage- Arbeiten sind fast alle versumpft und verwachsen, so baß den Landwirten grober Schaden entsteht. Man fragt sich heute oftmals, ob es nicht doch besser gewesen wäve, wenn man die alten Gräben von den sog. Drunnensprüngen lQuellen) gelassen hätte, denn damals wurde den betreffenden Besitzern dieses Gelände als guteS Ackerland gegeben und es mutzten noch Zuschläge gezahlt werden. 3n der jüngsten GemeinderatSsttzung wurde auf Antrag des Bürgermeisters beschlossen, im kommenden Jahr die Orts st ratzen Schmidtgraben, Breit- gats« und Obergasse mit Kleinpflaster aus- führen, ein O trieft, welches mit 40 000

Mark auSzuführen ist. wr^u der Kreis, die Pro- >vinz und die Gemeinde je ein Drittel der Kosten fxAotikn. In Anbetracht der fürchterlichen A u t o- p< age in den genannten Stroben ist dieser De- schlutz sehr zu b^rützen.

s G rün berg , 11. Rov. DerGemeinde- rat sprach sich in seiner heutigen Sitzung mit sechs Stimmen für die Berufung eines ehren­amtlichen Bürgermeisters auS. Zwei Mitglieder waren für die Wahl eines Berufs- lbürgermeisterS. vier Mitglieder enthielten sich bei der Beschlußfassung der Stimme da sie noch nicht genügend über die Meinung ihrer Wähler bzw. Berenre unterrichtet seien. Ueber die wei­teren Verhandlungen werden wir morgen berichten.

Kreis Friedberg.

VW. Butzbach, 11. Rov. Die erste Sitzung der neu gewählten Stadtverordneten fin­det am Srrcüafl, 14. lfd. MtS. statt, gelegentlich Welcher, wie wir hören, Kreisdirektor Geb­hardt- Friedberg selbst die Stadtverordneten einführen und ver-pslichten will. F rner sollen cm 'Leiter für die Beigeordneten - und Dür- germei st erwähl bestimmt' und die Mitglieder der verschiedenen Ausschüsse und Deputationen gewählt werden. Wie viele Fabriken, so haben auch die Meguinwerke eine W e r k s ch u l e f für ihre Lehrlinge eingerichtet, mit welcher eine \ kaufmännische Abteilung zur Ausbil­dung des Dureaup^rsonals ve.-Hunden ist. Eine Anzahl Interessenten folgte am Samstag einer Einladung der Direktion bzw. der Wcrkschullei- tung zur Besichtigung einer äußerst interessanten Ausstellung von Lehrlingsarbeiten. Diese, in dem geräumigen, Hellen Zeichensaal un­tergebracht, lieb erkennen, in welch trefflicher Weise hier die Lehrlinge ausgebildet werden. Heber gewerbliche- Zeichnen, Rechnen, Buchfüh­rung, Technologie. Bürgerkunde und Turnen er­streckt sich der Lehrplan der eigentlichen Schule, während in einem mehrjähngcn, praktische.^ Kursus di« jungen Leute im SelbstcmfeJtigen von eisernen Werkzeugen aller Art, Maschinenteilen, die sie nach eigener Skizze Herstellen, unterwiesen werden. Erst, iwnn sie sozusagen zum selbständi­gen Maschinenschlosser herang"bildet sind, werden Urnen eig-.irtliche F brikate übertragen bzw. Her­ben sie an die Maschinen gestellt. Bocher arbeiten sie nur in der Lehrwerkstätte. Unsere Ober» realschule hatte für gestern. Montag, gele­gentlich des 1 6 5. Geburtstags unseres Schillerzu einer stimmungsvollen Feier ein­geladen. Frl .Speckhart - Gietzen rezitierte in schöner, temperamentvoller Weise Stellen aus Schillerschen Dramen, wie aus Don Carlos, Wal­lenstein, den Monolog der Johanna in der Jung­frau von Orleans, die Gartcnszene aus Maria Stuart, sowie mehrere Schillcrsche Dichtungen, während Frl. P l 0 ch -Butzbach mit lieblicher, an­mutiger Stimme mehrere Lieder mit Schillerschem Text vortrug.

Kreis Büdingen.

]l| Ridda, 11. Rov. Gestern fand die fcirfjäiyrigc erden'.sich: Miigliederversarnnlu g der Dez i r k s s pa r l a I se Qi i o ba im Sitzungs­saal«: des Sparka scng b u7es statt. Erschienen waren K- e s ir kt>r Tr Gaßner als Vertreter deS KreiSamts'ing n, 8 Mi g ie er des V)i- standes, 9 Milgl.e.'er des Auf ich svates, ferner die CBer tretet von 27 Bezirksg.meiirden. Spar- iaflendirektor Geh. Justiz«»! Röm Held hiß die Erschienenen w llk m nci unb gedach'e der verstorbenen DotstandSnii glie'er W lh il'I II. und Dütg.rmeister Erk. 5er Blechen chafts ericht

imb tue IochweSvechmrng für 1923 wurden ohne Debatte genehmigt. Der Voranschlag für die Der- waltungskosten in 1925 ttxirte gleichfalls geneh­migt. jedoch wurde mchegelegt, mit de.n Per onal soweit wie möglich abtzubauen. Der lleberschuß aus 1923 wurde auf neue Rechnu g vorge.ragen und beschiolsen, diesen mit bet fer er zu el-zielea- den Ueberschüssen für bie Aufw«rtung der Einlagen zu txrarenben Wie vom Do.- stand betont wurde. Hut slch der Spars in n Im lausenden Jahre wieder erheblich ge­bessert, da nicht weniger wie 5 00 neue Einlagebücher ausg.fte.l und e wa 80000 Goldrnark in bie Ka c eingelegt worden sind Es ist das Bestreben der Stofe, die du ch die 3*.- slation entwerteten früheren (itdlagen möglichst hoch au Td u toe rten. Die Hrrre.r Cutto g Wagner unb Hermann (Sri t>jn Ri^da Wa ­den an St ile der d^rch Tod auSgesch et>.ne.i bciüe.i Borstandsmitglieder Lihl unb Ect neu in den Borstanb geawh t Gin gemcin'chof.liches Mit ag essen im Gasthms ..Zur Krone' hielt die 2k.- sammlungsteilnehmer noch einige Zeit in bester Weise beisammen.

Kreis Schotten.

Rainrod, 11. Rov. Die feierliche Weihe unseres Gefallenendenkmals soll am nächsten Sonntag erfolgen. Dem Gedanken schlicht-inniger Ehrung unserer Toten Rechnung tragend, ist es in einfach-würdiger Form gehalten auf granitnem Sockel erhebt sich das Eiserne Kreuz. Bildhauer Me is kh - Schotten hatte die Ausführun-z übernommen. Das Denkmal hat auf dem freien Platze unmittelbar vor der Kirche Auf­stellung gefunden und wirkt an dieser Stelle gan- besonders durch den stimmungsvollen Frteden seiner Umgebung.

Heffen-Naffau.

S. Fr ankf urt a. M., 11. Rov. Sie 21 u f - cechterhaltung des Sozialen F r auen- s e m i n a r s als einer Wohlfahrtsschule für die Provinz Hessen-Rassau unb den Freistaat Hessen ist durch bie Begründung einer entspre­chenden Provinzialorganiiation gesichert worden. Bon der Stadt Frankfurt werden zwei Fünfzehn­te! der Kosten getragen und auherdem die Schul- räume zur Verfügung gestellt. Eine schon lange von den Reichsorganisationen der Aerzte ange­strebte Mahregel soll in Frankfurt zur Durchfüh­rung kommen. Hm den schädlichen Auswirkungen der Auberachtlassung gesundheitlicherGe- sichtspunkte bei Eheschließungen zu begegn n hat der Mag st a' das ctabtg s n^heit> amt ermächttgt zunäa)st vetsua-sweile eine Ehe­beratungsstelle einzurich.en. deren frei­willige Inanspruchnahme der Bevölkerung offen steht. Bekanntlich sollten in den Aufgabenkreis der deutschen Städte auch sogenannte Eheschlichtungs­stellen einbezogen werden, aber der Deutsche Städtetag hat sich gegen diese Erweiterung städti­scher Befugnisse entschieden ausgesprochen. Der Magistrat hat beschlossen, bie st a r k besetzten Klassen an verschiedenen Schulen zu teilen, um den Junglehrern eine Möglichkeit zur vorübergehenden Beschäftigung zu geben.

Gegen die Tarifpolitik der Reichsbahn.

(Eigener Bericht desSieb. Anz")

bl. Dillenburg, 10. Rov.

Auf Einladung der Handelskammern (u. a. auch der Handelstommer (Sieben), der Wirt­schaftsverbände unb ber in Betracht kommenden Gewerkschaften fand beute nachmittag im hiesigen Kurhaus eine gemeinsame Kundgebung zugunsten einer ausrei chen den Ermä- bigungderErz-unbDrennstvff-Aus- nahmetarife für das Sieg-, Lahn-, Di'llgebiet unb Oberhessen statt. Die Oktfammlung war aus dem Wirtschastsbereich der eint oben ben Korporationen überaus stark be­sucht.

Rach ber Begrüßung durch den Bocsitzenden. Fabrikbesitzer Dr. Frank, sprach Bergassessor Siedel übet bie auberorbentlich schwierige Lage der Siegerlänber Erzinbustrie infolge der verkehrten Tarifpolitik ber Reichsbahn. Alle mühevollen Verhandlungen zur Herbcisührung einer befrieöigenbcn 2lenberung der Frachtsätze seien bis heute erfolglos geblieben. Sie von ber ReichSregierung erhobenen Einwendungen gegen eine Tarifermäßigung könnten nicht ausschlag­gebend sein. Solle die heimische Wirtschaft le­bensfähig bleiben, dann müßte bie Wieder­einführung der Friedensf r achtsätze oberst.s Ziel s.nn. D rgwerk^L sitzet Grün schloß sich diesem Standpunkt an und unterstrich beson­ders. daß die Wirtschaft hauptsächlich an den hohen Frachtsätzen zugrunde gehe, lieber den Brennst oss-Ausnahmelarif und die Industrie im Dill- und Lahngebiet refe­rierte Direktor Jütte. Sv übel wie beim Grz- verband hätten sich bie Verhältnisse auch bei dem Brennstoff bezug entwickelt. Sie Derhanblungen

aud> in Vieser errnge hätten das gewünschte Er­gebnis nicht gezeitigt. Auch beii dem Brennstoff- bezug müsse eine Herabk.^ung aus den Friedens- tarif erfolgen. Generaldirektor Bet grat Groeb- le r bat alle, die dazu berufen find, an dem Aus­bau deS Wirtschaftslebens mitzuarbeiten und alle Kräfte einzusehen, um au8 der kritischen Lage heran Szukommen.

In der nun folgenden allgemeinen Aus­sprache wurde vom Dergarbeiterver» band Herborn gefordert, mit allen Mitteln bei der Reichsregierung Schritte zu unterneh­men, um den bisher noch geduldig auSharrenden Arbeitern wieder Lebensmöglichkeiten zu geben.

Der Deutsche Eisen- und Stahk- Industrie-Derband forderte gleichfalls energisches Vorgehen, um aus diesem wirtschaft­lichen Ruin herauszukvmmen.

Für den D i l l k r e i s sprach Landrat Dr. K l a m r v t h und gab ein Bild ber Erwerbs­losigkeit unb ber damit verbundenen schweren Be­lastung der Mittel des Kreises. Auch von seiner Seite aus würde alles geschehen, um zu einer tragbaren Fracht zu gelangen.

Die christlichen Gewerkschaften ließen eine Entschließung verlesen, in der sie gegen die derzeitigen Zustände schärfsten Protest eirtlcgen unb um b«f<blcunigte 2l?nbcrung vorstel­lig werden. Dom Preußischen Hanbels- m i n i fl c r i u m waren zwei Vertreter, die Re- aierungsräte Schulz und Flemming er- sch cnen, bie zuiagten. bah von feiten ber preu­ßischen Regierung nichts unversucht bleiben werde, die Reichsregierung zu einer Tarissenkung zu veranlassen. - Für die Parlamente sprachen die bisherigen 2lbgg. K 1 i n g s p v r unb Fries-Siegen, bie zusagten, bei ben kom­menden Verhandlungen energisch helfen zu wollen.

Von den Freien Gewerkschaften und den Metallarbeiter - Verbänden wurden durchgreifende Maßnahmen gefordert. Als Vertreter des Hess. Wirtschafts. ministeriums wohnte Ministerialrat Dr. Bernheimer den Verhandlungen bei, ber die Zusicherung der Hilfe deS Hess. 2Ninisteriums abgab. Oberregierungsrat Thiers von der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. gab namens der Dirccktion Erklärungen ab. Reichslags- abgeordneter Dr. Krämer als letzter Dis­kussionsredner trat gleichfalls für eine Herab­setzung der Tarife ein.

Rach einem kurzen Schlußwort des Vor­standes der Handelskammer wurde eine'Entschlie­ßung angenommen, in der bie Schäden der Indu­strie durch die bisherige Tarifpolitik der Reichs­bahn betont und die Forderungen ber Inbustrie zum Ausbruck gebracht werben.

50 Jahre Tierschutzverein für Hessen.

(Eigener Bericht desGieß. Anz.")

Darmstadt, 10. Rov.

Der Tie rschuh verein für Hessen be­ging heute fein fünfzigjähriges Be- stehen mit einer Feier im Stadt. Saalbau, bei der zahlreiche Ehrengäste zugegen waren.

Die Feier am Vormittag wurde mit dem Musikvoitrag eines Orchesters eröffnet, worauf Oberschulrat Jung eine Begrüßungsansprache hielt, in der er u. a. ausführte, daß das Zu­sammenleben von Mensch und Sier meist immer noch nicht in der Weise erfolge, wie es dem ver­nunftbegabten Menschen errtspveche. 3m täglichen Verkehr habe sich zwar manches gebessert, das Edle sei gefördert worden, aber bie Gesamt- einstellung unserer Zeit, unsere Zivilisation, lasse dem Tier gegenüber noch manches zu wünschen übrig. Die Tierschuhvereine feen die Auflehnung des Volksgemütes gegen bie Mißhandlung der Tierwelt. Der Redner begrüßte fobann eine An­zahl von Vertretern der Behörden, darunter ben Provin-ialdirektor von Starkenburg Kranz- bühler und den Oberbürgermeister von Darm­stadt Dr. Glässing. Ferner begrüßte er bie Lehrerschaft von Darmstadt unb Umgebung, die geladen war. Die !Lehrarfchaft sei die Grund­lage der Organisation ber Tierschuhvereine, geistig und zahlenmäßig. Schließlich wurde noch ein Mit­begründer des Vereins, Kreistierarzt Dr. Schä­fer aus Friedberg, begrüßt. Es folgten so­dann Vorträge von Kindern, bie Gedichte auf­sagten, die zum Tierschuh ausforderten. Hierauf hielt Prof. Do Ising den Festvvrtrag über die geschichtliche Entwicklung des Tier­schutzgedankens und ber Vereine, die sich ihm gewidmet haben. Er verfolgte den Gedanken von grauer Vorzeit an bis in. die Gegenwart hinein unb erwähnte u. <t, baß in Ehina schon im Jahre 523 vor Ehr. ber Weise Laotse gelehrt hat, seid menschlich gegen Siete. Weiter wies der Redner auf den Gedanken des Tierschutzes in der Heiligen Schrift, bei den Kirchenvätern unb Luther hin, sowie auf zahlreiche Verordnungen bis in die Zett des 18. Jahrhunderts. Das 19. Jahrhundert brachte dann die Gesetze gegen

Tierquäkevei: 18av Die ersten in DnN'cdlanv. Heften folgte im Jahre 1847 mit eiiwm gleichen Gesetz Alte biek Gesetze sind letzt durch das Relchsfnafgesctzbuch abgelöst worden. Eine em- gehende Darstellung w.d:nele der Redner dee Ent­wicklung des Ticrichutzgedankens in Hesic-n. der lange vor der Gcse^g.wung in Vervrdnunxn der kirchlichen und weltlichen Bedörden lebendig Umi Ser erste Begründer der Tierschutzverern. in Deutschland war ber Pfarrer Knapp in Stu' gart. Der Hessisch. Tierschutzrx'rein tvurd- im Sabre 1873 in Darmstadt ge.i.ündet Die wen neu Ausführungen de. ^ebnere galten de - lung der Geschichte die e Dereins 3m ?l a- v. fcictan totalen nict>ci itattr en Ne

Die Versammlung fd)!rr dann mit etnen 'il Vortrag

In ber Rachmittag, itzuvtz '»iclt Museums- kustos Dr. A. Schwan Darm Iad einen Bo: trag . '.! c bc 1 die R<U, fluge s". 3m Anschluß an den Dortrag fv.ö 1 Bchtoilbervorführungen statt

Gerichtssaal.

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