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Nr. 2H Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, September (924

tDötfenhnfe.

Wirtschaft.

Noch keine Hernbsctzilug der Kvhlenpreise.

Die Gerüchte über eine bevorstehende Herab­setzung der Kohlenpreise um 10 Prozent eilen ben Tatsachen weit voraus In Wirklichkeit kön­nen die Kvhtenpreise nach Mitkeilungen von unter» richteter Seite nicht eher herabgesetzt werden, bevor nicht die Gisenbahndirektion sich entschließt, die Gütertarife der Eisenbahn herabzusehen. Heber die künftige Gestaltung der Eisen bahn tarise sind aber endgültige Beschlüsse noch immer nicht gefaßt morden Voraussichtlich wird die Frage in dem kommenden Kabi - <iett6 rat ebenfalls zur Erörterung kommen und es ist ixunit zu rechnen, daß bald daraus die Beschlüsse über die Herabsetzung der Eisenbahn­tarife veröffentlicht werden. Immerhin wird schon jetzt aus industriellen Kreisen daraus aufmerksam gemacht, daß eine Herabsetzung der Kohlenpreife um 10 Prozent sich auch dann schwerlich ermög­lichen lassen wird und daß man sich mit 5 Pro­zent oder 6 Prozent würde begnügen müssen. Allerdings wird von Regierungsseite auf die Industrie ein starker Dru ck ausgeübt, um die Herabsetzung der Kohlenpveise in möglichst weitem Mähe zu beschleunigen.

* Ser Großhandel f ü r Aufhebung der Devisenzwangsbewirtschaftung. Der Zentralverband des Deutschen Großhandels 'hat in einer drängenden Eingabe an bw Reichs­regierung die Aufforderung gerichtet, nach der Annahme des Dawes-Gutachtens nunmehr die schon lange in Aussicht gestellte Milderung bzw. Beseitigung der Devisen-Bewirtschaftung schnell­stens in Angriff zu nehmen. Die Forderung wird insbesondere mit dem Hinweis auf die aus dem Auslande kommenden Aeußerungen begründet, wonach der internationale Kredttvertehr, solange die deutsche Devisengesehgebung bestände, die Rechtssicherheiten vermißt, die dem Ärebttgeber gegenüber willkürlichen deutschen Rechtseingriffen Schuh gewährleisteten.

6% ®entM)e gttid)8oiilefl)e . ♦io Deutsch« RktchSanleihe . w/,'/, Deutzchc Retchvanlrihe B% Deutsche RetchSanlethe . Demsche Svarpramiknanleth« ♦/o Preuftische Konlol» . . . «7» Hessen .........

Mi;::::::::: Deutsche ffiertb. Dollar-Anl. bto. Doll -Schatz-Anweiing.')

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Brrfbwt Handel»aeselllchast. Cammer». und Privat-Bank. Danust. und «atlonalbant . Deutsche Bant.........

Deutsche BerctoSLant .... DiSeonto Commandtf .... Metallbau k...........

Mitteldeutsche Kreditbank . . 'Orsterrrtchtsche ltreditanstalt Westbank............

Bochumer Auh . Buderu»'.....

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Riebest Montan LelluS Bergbau tzauiburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd ....

Cheramlsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holjmann......

Snglo Tont -Guano .... Badische Anilin........

Chemische Mayer Alapln . . Soldschmidt ttritvi einifr iklectron .... Höchster Farbwerke fcouverfobhing . . ..... MÜlgerSlverte ........ Gcheidcanstalt ........

80«. ElektrizttütS-Tesellschast Beramann...........

Mamkrastwerke........

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Udlerwerke .Q feuer ...... Daimler Motoren *. Heyligenstaedt......... Meouin «rankfnrtcr ?ltmaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallyescll chast Frankfurt. Pet Union A.»G........

Schuhiabrik Her» Sichel ««nftofi Daldhos......

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) Dom Ruckzahlungswert.

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Datum:

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3,55

Medisenmarkt DerlftiFrankfurt a. M.

(3n Btlltonrn Wart au8a«briMt. vnrno».Ulrr«, Sonden, Wen» Oert, Japan. Rio de Senctro für ein« Ein dell, Wien and Budapest für 160000 «n betreu, alle» übrige für 100 Cuibdtro.)

Telegraphische Auszahlung.

9. Srptbr.

10. Septt-r.

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Banknoten.

Frrtht, 10. Sept.

Amerikanische Roten .... Belgische Roten ........ Daniiche Roten.....

Englische Roten. ...... ssroiijosische Rote« ...... Holländisch« Roten...... sttnlicnifche Roten ...... Norwegische Roten......

Deutsch Ccfterr., iioo Ätonen Rumänische Rot«« . . . ... Schwedische Roten.....

Schweiler Roten Spanische Roten T^T?U°w°ktsche Wen . .

Ungarische Roten

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Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".)

Frankfurt a. M., 10. Sept. An der heu­tigen Börse setzten sich die Kursabschwächungen weiter fort. Es kam zu neuen Abgaben, doch zeigte sich die Börse gegenüber neu auftretenben Reali­sationen etwas wider stands Higer. Danz ver­einzelt kam es zu leichten Erholungen. Die von: den letzten Tagen her genügend bekannten Mo­mente gaben auch heute dem Markte das Ge­

präge großer M n l u ft und Unsicherheit. Das Geschäft, das unter der großen Unluft litt, war außerordentlich ruhig. Den stärksten Druck hatte Wohl der Montanmarkt auszuhalten, wo sich toieber Kursrückgänge in Höhe von 2 bis

3 Billionen Prozent zeigten. Am Bankaktien-

martt herrschte schwache Haltung. Führende Werte erlitten Einbußen bis 1/2 Billion. Am Einheits­markt der Industriepapiere überwogen die Kurs­

rückgänge, nur wenige Aktien hatten Kursbesse­rungen zu verzeichnen. Der Anleihemarkt war weiter schwach, ausländische Anlechen schwäch­ten sich weiter ab. Richt besser war die Lage im Freiverkehr. Api 23,K. Becker-Stahl l3 */8, Ufa 103/4, Growag 0,207. Am Geldmarkt war das Angebot etwas fühlbarer. Die Zinssätze für Monatsgeld ermäßigten sich auf ll/w bis ls/16 Prozeift, Tagesgeld blieb auf, 1/4 pro Mille. Im Devisenverkehr ist eine leichte Erholung zu verzeichnen. Das englische Pfund stteg auf einen Gegenwert von 4,443/8 bis 4,443/4 Dollar. Der Pariser Frank zog wieder auf 84,20 in Pfund- Parität und 18,95 in Dollarparität an. Die Mark notierte mit 4,207 Billionen. Im toetteoen Ver­lauf brachten neue Abgaben abermals mehr oder weniger Kurseinbußen, sowohl für Aktien, wie auch für Anleihen. »

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Berlin. 10. Sept. Der scharfe Einbruch am inländischen Anleihemarkt, der sich gestern an der Rachbörse vollzog, fand zwar heute keine Fortsetzung, doch ist auch bisher keine nen­nenswerte Erholung eingetreten. Die Anleihe­spekulation ist durch die Vorgänge der letzten Tage stark eingeschüchtert und zeigt keine Regung, neue Engagements cinzugehen. Außerdem ist man sich noch nicht recht klar, wie die Kursverluste der letzten Tage sich finanziell in den Kreisen der Spekulation auswirken werden. Man spricht auch heute noch von Schwierigkeiten kleiner Mak­lerfirmen. Am Aktienmarkt war die Ten­denz im allgemeinen freundlich. Der nach Auf­hebung der Zollgrenze zwischen dem besetzten unb unbesetzten Gebiet einsetzende lebhafte Warenver­kehr wird als ein günstiges Zeichen für die wei­tere Entwicklung der Geschäftslage im Westen angesehen Auch die Rachrichten, daß die Ber­liner Großbanken sich mit der Absicht tragen, eine Ermäßigung der Zinssätze und der Provi­sionen vorzune^nen, wirkt anregend auf das Aktiengeschäft. Die Rervosttät des Auslandes, die infolge der deutschen Erklärung über die Kriegsschuldsvage aufgetaucht war hat sich in­zwischen wieder gelegt. Zu größeren Aktionen fehlen der Börse nach wie vor die erforderlichen

Die sterbende Seele.

Von G. Koppen.

Es ist etwas sehr Bitteres um das Alt­werden . Ich meine nicht das Altwerden des Körpers und des äußeren 2Nenschen das ist keine Schande vielleicht eine Ehre sogar, wenn man etwas aeleiste! und seine Jahre tegenbringenb verwendet hat. Abe. von dem Altwerden der Seele will ich reden, der Seele, die müde ge­worden ist, w;l m3 Glück von ihr gegangen ist. Die keine Kraft ineh hat, sich zu freuen, und die nur noch das cntsagende. wissende Lächeln des Alters Hal Keinen älcbermut mehr und Deine jubelnden Lieder

Ganz langfc.m fängt so eine «Seele an, krank zu werden, und kein Arzt kann ihr helfen. llitb wenn niemand m-hr etwas von ihr wissen will, wenn sie überflüssig und' nutzlos geworden ist, bann ist der armen Seele Tvbesstiurblein gekom­men. Es gibt sehr viele Menschen im Leben, die haben eine tot: Seele, und wenn sie sehr klug sind, dann neu en sie das Resignation. Sie mei­nen, glücklich dabei zu sein, und doch ist es etwas Trostloses um einen jungen Menschen mit einer toten «Seele.

Lange, lange Jahre hindurch habe ich eine hinge Seele gehabt, die war wie ein Kind mit seinen Unarten und Mucken, aber auch mit seinem Lachen und Jauchzen und seinem Frohsinn, das keinen Langen Kumme, k.nit Aber nun Hit mir das Schicksal meine Seele alt gemach'. Ganz deut­lich hab' ich es empfunden und habe gefüllt, wie

das Sterben zu meiner «Seele gekommen ist. Gar nicht gewehrt hat sie sich. Leise ist sie ringe» schlasen, und nichts' ist übrig geblieben von ihr als ein schwermütiges:Weißt du noch?"

Denn die Seele stirbt, kommt ein Wende- puntt in des Menschen Geben. Eine Stelle, bei der sich das Vergessen mit dem Sichertnnern kreuzt. Glück und Ung tuet, Freude und Leid, alles geht spurlos an d.-r alt gewordenen Seele vorüber. Höchstens, daß sie noch einmal leise aufstöhnt

Wenn jemand eines Men'chen Körper tot­schlägt, kommt er in das Zuchthaus oder unter des Henkers Beil. Hat er aber eines Menschen Seele gemordet, dann geht er ohne Strafe von dannen. Er istehren baft geblieben Ob seine Sünde eine geringere ist? Ob ihm nicht wett bitterer das Gewesen schlägt, wenn sich so eine sterbende Seele in Todesqualen windet wenn sie wimmert und schluchzt und keinen Mut mehr hat, sich aufzubäumen? Vielleicht, daß dann das Mit­leid zu ihm kommt und die Reue, aber eine tote Seele läßt sich nicht wieder lebendig machen. Geben ist E r leben, und Sterben ist Verzichten. Ein Ver­zichten, das kein Opfer mehr ist ein Winter, der auf keinen Frühling wartet. . .

*

Marginalresolutioncit des Alten Aritz.

Unter Marginalresolutionen versteht man eigenhändige Randbernerlungen, in engerem Sinne Randbemerkungen auf Eingaben, die an den König gerichtet sind. Sie geben uns ein köstliches Bild

Mittel Iutolgedesien hielt sich das Geschäft in engen Grenzen Stärkeres Interesse besteht für umrotierte Kaliwerke. Im De vifen- und Geld verkehr ergaben sich keine Verände­rungen.

Echwrinemarkt in Gießen.

h. Gießen, 10. September. Zum heutigen 0djtoeincmarft waren 109 Ferkel und Einleger, in der Mehrzahl Tiere von Selbstzüchtein, au<- getrieben. Der Handel war anfangs schleppend, lebte aber später etwas auf. so daß größere Heber- stände beim Marktschluß nicht vorhanden waren. Es wurden bezahlt für Ferkel, 68 Wochen, 14 bis 18 Mk ältere 18 bis 22 Mk, Einleger 25 bis 28 Mk. das Stück.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger.")

Frankfurt a. M, 10. Sept. Es wurden notiert: Roggen, insänd. 21,5022. Sommergcrsie für Vrauzwecke 24 25. Hafer, inländ 21 22, Mais, gelb 19,5020. Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 3536, Roggenmehl 29,50 30, Wei­zen- und Rvggenkleie 12,25 -12,40. Lende,iz: fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 10. Sept. Der Geireidemarkt ent­wickelte sich heute schwerfällig Die Preise waren behauptet. Reue größere amerikanüche Roggen Täufe sind seit der Vorwoche nicht zustande ge- kommen. Es wurden notiert für je 1000 Kil?: Weizen, märt. 213 bis 224, Roggen, märt. 182 bis 187, Gerste, märt. 210 bis 238, neue 19? bis 200, Hafer, märt 170 bis 180, Raps 335 bis 340, Geinsaat 440 bis 445; für je 100 Kilo: Weizenmehl 30,50 bis 33, Roggen mehl 26,75 bis 28,75, Weizenkleie 14, Rvggenkleie 12,50, Vik- toriaerbsen 32 bis 35, kleine Erbsen 22 bis 26, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis .18, Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 16 bis 17, Gupin n, blau 12,50 bis 13, Sevadella, alt 12,50 bis 13,50, Rapskuchen 14. Leinkuchen 23 bis 24, T rocken - schnitzel 12,80 bis 13, Torfmelasse 8,60 bis 8,70, Kartoffelstöcken 19 bis 19,50.

Turnen, Sport und Spiel.

5. T. Gießen l. - u. Spv. Wetzlar I. 3:2.

L Am Sonntag begannen die Serienspiele des Arbeiter-Turn- und Sportbundes. Es standen sich auf dem Sportplatz Trieb die obengenannten Mannschaften gegenüber. Fast während des ganzen Spiels machte sich eine leichte Heber legen- beit der Gießener bemerkbar, die aber schon viel bessere Spiele gezeigt haben. In der zweiten Halbzeit tarn die bessere Spielweise der Gießener stärker zum Ausdruck, während sich Wetzlar, das zuerst gegen Wind und Sonne spielte, schon aus- gegeben hatte. In kurzer Reihenfolge erzielte Gießen eine Anzahl Tore von denen aber drei wegen Abseits vom Schiedsrichter nicht gegeben wurden. In der letzten Viertelstunde tonnte Wetzlar 2 Tore ausholen und machte nun ver­zweifelte Qlnjirengungen, den Ausgleich zu er­zwingen, aber der unerbittliche Pfeifen mann machte Schluß und ließ die Gießener mit zwei wertvollen Punkten in der Tasche heimziehen.

F.T. Lollar I. F. T. Wieseck I. 3:0.

£ Wieseck, der vorjährige Bezirksmeister, macht scheinbar eine schwere Krise durch. Mit 9 Mann spielte es gegen die sich in guter Form befindlichen Lollaoer, die in ihrer ungestümen Spielweife den Spvrtgenossen jenseits des Lollarer Kopfes eine verhältnismäßig hohe 3:0-Rtederlage aufzwangen. Wieseck muß sehr tn sich gehen, wenn es seinen im Dorjahve eroberten guten Ruf in der Sportwelt behalten will.

Erfolgreiche Rauheimer Turner.

4. Bad-Rau heim, 9. «Sept. Schöne Er­folge hat der Turnverein 18 6 0 in letzter Zeit wieder errungen. Beim gelbberg­turnen wurden 10 Turner und Turnerinnen Sieger. Bei den von der Turngemeinde Heidel­berg veranstalteten leichtathletischen Wettkämpfen errang der Turner K. May im 1000-Meter-Lauf den 1. Preis. Am letzten «Sonn­tag war der Verein fiegreid) an den natio­nalen Wettkämp fen in Frankfurt a. M. beteiligt. Es errangen 1. Siege: im 5000- Meter-Lauf K. Ma y, im Kugelstoßen A. Gangs- dorf, im Hochsprung Gretri Waldschmidt, tm 800-Meter°Lauf Altendvrf. Außerdem wurde der Turner Faatz im Hochsprung dritter Sieger.

Buntes Allerlei.

Ein Goliath unter den Fischen.

Ein ungewöhnlich großer Fisch wurde fängst an der sizilianischen Küste, unweit Messinas, ge­fangen. Fischer brachten einen Hai von 310 Pfund ans Land. Die Retze hielten dem Ungeheuer, das drei und einen halben Mete lang war und zwei und einen halben MeterTaillen­weite" hatte, kaum stand. Infolge dieser Körper­fülle, die zum Teil auf eine übernormal entwickelte Geber zurückzuführen ist, fehlte dem gefürchteten

von dem schlagfertigen Witz des Herrschers und von seiner Keimtnis des praktischen Gebens. Mit der deutschen Spracke und mehr noch mit ihrer Orthographie stand der Alte Fritz auf Kriegsfuß, aber daß er deutschen Sinnes war, beweisen diese Randbemerkungen.

Der Geh. Rat v. Brandt übersandte eine Giquibation von Porto-Auslagen auf 113 Thlr. und bittet um Anweisung. (1765)

ich werde ihm Kein geldt zu Schreiben Schiken, den er Schreibet Sich die Finger ab er Sol schreiben was Röthig ist unb nicht Sv vihl un-, nutzes Zeuch dar er mißt mit behelligt."

Der Wernhöndler Kiehn zu Berlin bittet um Entschädigung wegen der ihm bei der russischen Invasion weggeführten 82 Fäsier Landwein. (1773) Warum nicht auch Was er bet) der sündsluth gelitten Wo feine Keller auch unter Wasser gestanden."

Der- Geh. Rat v. Ga Motte bittet, das gegen seinen Schwager, den gewesenen Ordenskanzler von Münchvw ergangene Urteil nicht in den öffent­lichen Blättern vekanntmachen zu lassen. (1773) es muß in dergleichen Fällen gerade durch gegangen unb derjenige, welcher Infamien be­gehrt unb wenn er von Königlichem Geblüt wäre bestraft werden."

Der Graf v. Reder auf Hohenstein bittet, ihn entgegen dem AuÄpruch der Justiz im Besitz der Gcßngüter y »^Mtzcn. (1769)

Raubfisch wohl die nötige Gewandtheit und Ge­schmeidigkeit, sonst wäre er den Fischern sicher entschlüpft.

Das größte Hotel der Welt.

Die Amerikaner nehmen mit Stolz den Ruhm für sich in Anspruch, das größte Hotel der Welt erbaut zu haben «Ls ist ein Woltew- fraß er von dreißig Stockwerken unb besteht au« einem Hauptgebäude mit vier Seitenflügeln and Rebengebäuben. Es ist das PennsNlvania- Hotel in Reutzork. das innen auf bas Präch­tigste ausgestattet ist und über 2500 Zimmer in sich birgt. Es besitzt sein eigenes Post- und Tele- graphenamt, ein Theater und eine Gärtnerei. Das Hotel gewährt 5000 bis 6000 Personen Raum, also so viel, wie in einer größeren Pr 0 - oinaftabt leben.

Büchcrtisch.

Don der nationalen Monatsschrift Deutschlands Erneuerung" (3. 6. Oeb- manns Verlag, München; Ginzelheft 1,10 Mk.) ist das Septemberheft erschienen «Ls behandelt, wie gewöhnlich, wieder die wichtigsten geistigen, politischen unb wirtschaftlichen Fragen von natio­nalem Stanbpunkt aus. 60 schreibt der Reichs­tagsabgeordnete Professor Bredt überHhpo- theken-Aufwertung". Der frühere Diplomat Dr. Pröbster schildert als genauer Kenner französischer MethodenDie Politik für vorgeschrittene unb rückständige Völker". Der bekannte Dreslauer Ge­lehrte Professor Freiherr v. Frettagh-Gorinahaven behanbelt baS gerade jetzt so wichtige Thema Rationale Opposition" mit der ihm eigenen flauen Geistesschärfe.

Der altberühmteGaßrer Hinkende Bote" (Verlag von Moritz (Sdynienburg, Gabt in Baden) gebt zum 125. mal ins Gand. Gin Jubiläum in schwerer Zeit. Unb der Jubilar hat blitzende 2Iugcn und ein immer fröhlich Herz wie in der ganzen langen Zeit seines Erdenganges. Guftige und ernste Geschichten! Eine Welttund- schau in frischem Plauderton Standreden über aller banb Volkssragen, die unsere Zeit bewegen (Welt unb Vaterland, Japan, Radioapparat), in buntem Wechsel reicht der alte Freund des deut­schen Volkes seinen ©ctreuen. Wer ihn in seine Stube treten läßt, wird's nicht bereuen: er ist ein guter Kamerad!

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Der Nefs.e als Mörder.

Wien, 10. Sept (WB ) Am Montag wurde die Schriftstellerin Dr Hermine Hug-Helmut tn ihrer Wohnung ermordet aufgefunben. Als Mör­der wurde ihr achtzehnjährigem vorbestrafter Reffe Richard Hug-Helmut verhaftet. Rach anfäng­lichem Geugrien legte er ein Geständnis ab In der Wohnung des Mörders wurde außer zwei Millionen Kronen die llhr der Ermordeten ge^ funden.

Erdbeben in Armenien.

Gondon, 10. «Sept (WB)Daisy Leie» graph" meldet aus Z^onstanttnopel, daß am Sonntagvormittag tm Bezirk von Erzerum zwei Erdstöße verspürt wurden In achtzehn Dörfern wurde erheblicher «Schaden angerichtet, 80 Prvz der Häuser sind vollständig zerstört, die übrigen wurden unbewohnbar.

Nuri Mk. 50Pfg.

kostet ein selbstgebackener

GMuchen

nach folgendem 1832ss

Oetker-Rezept:

500 k Weizenmehl M.0.20

1 Päckchen von Dr. Oetker'sBackin . ,, 0.08 100 g Margarine ä Pfd. 0.60 0.12

2 Eier ä 0.12........... 0.24

Vg Liter Milch 0.03 Salz nach Geschmack

100 g Zucker A Pfd. 0.40 0.08

3 Pfd. Obst (Aepfei, Pflaumen naw.) ca. ,, 0 75

M. 1.50

"7t ihfanfai+i IHH Man bereitet nach gewohnter Z-UoereiLung. Weise dcn Tdg> ron( lhn nach Belieben dünn oder dick aus und belegt gut gefettete Rand bleche damit. Als Belag verwendet man entsteinte gezuckerte Zwetschen, clngezuckerte Apfelschnitten oder sonstiges Obst. Ist das Obst sehr sartig, so überstreut man den ganzen Teig reichlich mit feinem Weckmchl und etwas Zucker. Dieses Rezept genügt für 2 mittelgroße / Kuchen.

Verlangen Sie vollständige Rczeptbücher in den O«schiften, wenn vergriffen, durch Postkarte gratis und franko von vr. A. Petter, lüHinnittelfatirlt. Blelflelö^

er Kan Keine Viollance von mihr fordern, meine Schuldigkeit ist di geseh zu unterstützen aber nicht umzuwerfen."

Gesuch des Predigers Pels zu Bernau um 150 Thlr. jährliche Pension, da er von 186 Thlr. Tractarnent nicht l$ben könne. (1765)

die apostolen Seindt nicht gewin «Süchttg ge- wessen Sie haben umb Sonst gepredigt, der Herr Pels hat keine apostoliche «Sehle und denket nicht das er alle güther in der Welt vohr nichts ansehen rnus.

Der Kaufmann Krüger ct. Komp, in Berlin bittet um Concessivn unb Unterftüßung zur An­legung einer Arac- und Rumfabrik. (1775) ich wills den Teufel thun ich wünsche daß das giftig garstigs Zeug gar nicht da Wäre und getarnten würde."

Der Cberaubitör G. zu Berlin zeigt bei Ge­legenheit der Ernennung des Oberauditors R. zum (Seneralaubitöt an, daß er ältester Oberaubt- töt sei unb bereits 30 Jahve diene. (1766) ich habe einen Haufen alte Maulesels irn Stall die lange den Dienst machen aber nicht das Sie Stalmeisters werden."

Der Bereiter Dolny bittet, zur Belohnuttg des in England besorgten Pferden nkauss um Er­nennung zum Stallmeister. (1771)

er hat bvaf beh Seinen Einkäufe gestohlen er Sol 5ufriä>en Seynd das ich das^u Stille Sweiae aber ihm davohr zum Stallmeister Mach So Rehrisch bin ich nicht."