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Drucksachen al lerArt liefert In jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl'ichc Unlv.-Drackerel, R. Lange.
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Bullenverkauf.
Die Gemeinde Oppenrod verkauft im Submisstonsweg einen abgängigen erstklassigen Simmentaler Dullen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Dienstag, den 15. Juli 1924, nachmittags 2 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzureichen, wo die Eröffnung erfolgt. Der- kaufsbedingungen werden vorher bekannt, gegeben. Anschließend findet die Ver. steigerung eines abgängigen Ziegenbocks statt.
Oppenrod, den 9. Juli 1924.
Bürgermeisterei Oppenrod.
andere Einnahme zur Verfügung gestellt werde. In dieser Beziehung seien Schritte beim Staate erfolglos geblieben. Vielleicht daß im nächsten Jahre, wo der Versuch wiederholt werden sollte, ein besseres Ergebnis erzielen fei. Die Abstimmung ergab, daß von 25 Mitgliedern des Hauses 16 für die einstweilige Beibehaltung der Steuer ein traten, da der Ertrag, mit dem sie veranschlagt ist, für den städtischen Haushalt eine sehr große Rolle spielt. — Polizeirat Sch i l d w ä ch t e r hat in seiner Wohnung in dem städtischen Hause Durgstratze 24 drei Zimmer weiter vermietet. Rach Angabe des Polizeirates soll es sich nur um eine Verwaltung der Wohnung handeln, die ihm bis 1. Oktober 1925 vom hessischen Wirtschafts- und Arbeitsministerium zur Verfügung gestellt wurde. Soviel aus der Aussprache hervorging, vermutet Stadtv. Röhler, der „Dad-Rauheimer Zeitung" zufolge, dah es sich um einen Wohnungskauf handelt, denn die Mieterin zahlte eine Abstandssumme von 1500 Goldmark. Um Licht in diese Sache zu bringen, wurde beantragt, Klage zu erheben. Stadtv. Dr. Brücher riet, von der Klage abzusehen, denn die Bewilligung des Ministeriums läge doch oor und darauf könne sich Schildwächter berufen. Der Antrag auf Klageerhebung wurde aber mit 17 gegen 8 Stimmen beschlossen. — Schlieh- lich wurde noch beschlossen, Baulustigen neben den gesetzlichen Zuschüssen noch weitere Darlehen zum Wohnungsbau aus städtischen Mitteln zu gewähren, wenn die eigenen Mittel der Daulustigen zum Dau nicht ausreichten.
Hessen-Nassau.
fpd. Frankfurt a. M, 10. Juli. Ein Riesenbrand zerstörte heute früh in fast siebenstündigem Wüten am W e st h a f e n eine mit Altpapier dicht gefüllte Halle. Die Feuerwehr tonnte sich bei ihren Loscharbeiten lediglich auf die Erhaltung der sehr schwer bedrohten Rachbargebäude beschränken. Der Schaden ist außer» ordentlich groh. — Der Kaufmann Fritz Benkert in Rürnberg gründete im Januar 1924 eine Süddeutsche Kaffeefabrik 21.=®., ohne dah er einen Pfennig Geld- sein eigen nannte. Obwohl er den Betrieb gar nicht aufgenommen hatte, suchte er durch Zeitungsanzeigen, besonders in Frankfurter Blättern,. Personen für das Cinkassieren von Rechnungen in Frankfurt und Umgebung. Es meldeten sich auf einen Schlag Hunderte von Personen. Diese muhten aber, wenn sie die Stellung antreten wollten, zunächst 1 0 Mk. für Eintragung der Personalien bezahlen bzw. einschicken. Auch das taten sofort 300 Leute. Die Leute erhielten aber weder die angebotene Stelle noch das Geld zurück. Rur einige Personen, die mit Anzeige drohten, bekamen ihre Einzahlungen zurück. Schließlich wurde doch bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet mit dem Erfolg, dah der „Kaffeefabrikant" jetzt in Rürnberg verhaftet und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt wurde. Dem Schwindler war es lediglich um die Groschen der Aermsten zu tun. — Ober- pvstdirektor Riedel aus Zoppot, der vor einer Woche im Diftelrasentunnel aus dem V-Zug Berlin-Frankfurt stürzte und sich dabei schwer verletzte, ist jetzt im Schlüchterner Krankenhause gestorben.
MWMW-MlW.
Montag, den 14. Juli d. I. von nachmittags 1 Uhr ab versteigere ich öffentlich zwangsweise gegen gleich Bare Zahlung in Butzbach auf dem Fabrikgelände der Oberhessischen Maschinenfabrik Omag A. G., Gießener Straße
1 gebrauchtes Personenautomobil.
Von 2 Uhr ab daselbst:
2 kleine Dreschwagen, Marke Parole
4 Grasmäher, Marke Hartung
2 Räucherapparate
3 Sämaschinen
Stück 400 Walzbleche.
Herrnbrodt
Gerichtsvollzieher in Butzbach. 6M8D
WWMNS-MW.
Samstag, den 12. Juli d. Js., von vormittags 9 Uhr ab, versteigere ich öffentlich zwangsweise gegen gleich bare Zahlung in L e i h g e st e r n in der Nähe des Bahnhofs Großen-Linden:
10 MlellNllWM
(8 auf Eisen, 2 auf Holz)
10 großen. 9 Heine Hflöenfdinelöer
85 firelslflgen mit Selten.
Zusammenkunft der Steigerer am Bahnübergang Großen-Linden - Leihgestern.
Herrnbrodt, 8M8D
Gerichtsvollzieher in Butzbach.
Ein komplettes, fahrbereites
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: 016 Sitzung
T«ung
*rbSlo e und W sich M «8 etter Er» ^totetnen tet tot Dies« wolle be> ^suchen, bei 0, Su werden, '«schentwurfes ^schnellsten neichStag vor»
dvn der «ft zur Sortierung - unreelle, bet» Jdtlgt werden. KI müsse aber iöe5f-richt der lanbto. Aemter
^Saison-Ausverkauf
dauert nur noch bis zum Mittwoch, dem 16. Juli 1924
Der aussergewöhnliche Zuspruch
hat bewiesen, dass wir unsere Preise den Verhältnissen in richtiger Weise angepasst haben
Gosche ikum.
tg der städtischen stieben: bnchmederSrra- StrahenbLyn w «#■ untätig*“
Dechftl" M i. D° es f® ein2eil6tä t mit t*» mir« es I®
Bornotizen.
, — Lageskalender für Freitag.
Radierkunstausstellung, 5—7 Uhr im Kunstwissen- schafllichen Institut. — K. A. A.: Vortrag von P. E. Decker: »Das mystische Erlebnis", 8 Uhr labends im Katholischen Vereinshaus. — G. S. C. kv. 1900: Außerordentliche Generalversammlung, »Vs Uhr, Hessischer Hof. — Lichtspielhaus Bahn- chofstvahe: „Larvas Bulba". — Astoria-Licht- ffpiele: „Das Piratenschiff".
I — Aus dem Stadttheaterbureau |wird uns geschrieben: Es ist das Bestreben der Bühnenleitung, durch möglichste Abwechslung im «Programm das Interesse für unser Stadttyeater tauch im Sommer abzuhalten. Es ist deshalb für Dienstag, 15. Juli, ein einmaliges Gastspiel des größten, zur Zeit existierenden Domra-Balalaika- Orchesters unter Leitung von Dr. Eugen Swer- Stoff abgemacht worden. Die Gesellschaft ist die »rvhte ihrer Art und bringt in ihren Darbietungen außerordentliche Abwechsiung durch Mitwirkung von Männerchören, russischer Tänzer und Zeines bekannten slawischen Tenors. Hoffentlich ist Der Besuch ein derartiger, daß öfter solche großstädtischen Veranstaltungen geboten werden tön» |inen. (Siehe heutige Anzeige.)
— Der Konsumverein Gießen und (Umgegend bittet uns um die Aufnahme folgender Zeilen: „Für nächsten Sonntag, 13. Juli, taachm. 3 Uhr, ruft der Konsumverein für Gießen mnd Umgegend seine Mitgliederfrauen von Gieren und Wieseck zu einer großen Versammlung [im Philosvphenwald zusammen, um ihnen gelegentlich des 2. internationalen genossenschaftlichen Werbetages zum Bewußtsein za bringen, fwelche wirtschaftliche Kraft im Zusammenschluß der gesamten Verbraucher in Stadt und Land liegt. Die Genossenschaftssekretärin Frau G r e e h vom Konsumverein Bremerhaven, eine weithn bekannte, erfahrene Genvssenschafterin, hat das Re» «serat übernommen, so dah die Mitgliederfrauen 'eine langersehnte Gelegenheit haben, aus berufenem Frauenmunde zu vernehmen, was der Konsumverein ist und was derseDe den Verbrauchern bieten tarnt, sofern sie treu zu ihrer Verbraucher- Ivrganisativn stehen. Musik- und Gesangsvorträge sollen den Rachmittag verschönern helfen. Für die Mitgliederfrauen ist neben einer Ausstellung fine besondere Ueberraschung, für die Kinder Brezelverteilung vorgesehen. Es ist zu hoffen, dah die ganze Veranstaltung einen würdigen Verkauf nimmt und die Besucher eine schöne Erinnerung von diesem genvsseiffchaftlichen Werbetag Mit nach Hause nehmen."
— Der Zirkus Otto Mark kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil für morgen, Samstag, abend den Beginn seines hiesigen Gastspiels an. Das Unternehmen will sich an der Schützenstrahe aufbauen. Die Ankündigung ver- ffpricht mancherlei Sehenswürdigkeiten auf dem weiten Gebiete der zirzensischen Kunst, die auch in unserer" Stadt zahlreiche Interessenten zum Besuche des Unternehmens veranlassen dürften. Man beachte die Anzeige.
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Die groben Ferien der Schulen nehmen morgen ihren Anfang. Dis zum 10. August hat unsere liebe Jugend nun mal wieder völlig freien Laub. Auch unser Stadtparlament hat sich am Dienstag in die Sommerferien begeben. Im Gegensatz zum Vorjahre, wo es den Ferienbeschluh in öffentlicher Sitzung faßte, hat es feine sommerliche Ruhepause diesmal in
geheimer Sitzung bestimmt. Welche Gründe es für diese „Geheimdiplomatie" hatte, entzieht sich natürlich unserer Kenntnis, wir wissen aber, dah ihm ein Dürgerzorn wegen der Feierzeit nicht auf dem Hals gekommen wäre, denn die Bürgerschaft erkennt an, dah auch unsere Stadtväter und Stadtmütter doch mal ausspannen müssen.
** Der Blumentag zur Beschaffung von Säuglings- und Kleinkinderwäsche für die offene Fürsorge der Stadt, den die Gießener Frauenvereine am vorigen Sonntag veranstalteten hat das sehr erfreuliche Ergebnis von 2883 06 Mark gebracht. Dieses Resultat stellt der Opferfreudigkeit der Blumenkäufer, zugleich aber auch dem überall zu beobachtenden Verkaufseifer der vielen jungen Damen, die sich selbstlos in den Dienst dieser Sache stellten, ein ehrenvolles Zeugnis aus.
•* Die Rei chswehr Wollwoche in Gießen, die von militärischer Seite angeregt und vom städtischen Wohlfahrtsamt und dem Roten Kreuz in eifriger Weise mit verwirklicht wurde, hat ein Ergebnis gebracht, welches die kühnsten Erwartungen der Veranstalter weit übertrifft. An allen drei Sammeltagen sind die Fuhrwerke der Reichswehr hochbeladen mit den Spenden der Bürgerschaft beim städtischen Wohlfahrls- amt vvrgefahren, wo die Gaben in Obhut genommen wurden. Besonders erfreulich ist, daß sich, unter den Spenden auch viele sehr gute Sachen befinden. Rach einer privaten Information, die uns von einem der jugendlichen Helfer zuging, ist sogar ein — Zylinder Hut mitgespendet worden. Selbstverständlich wird die Angströhre auch ihre gute Verwertung finden, toeldjer Art diese aber sein wird, darüber mögen sich andere den Kopf zerbrechen. Die Sachen, deren ziffernmäßigen Einzelbestand man heute natürlich noch nicht übersehen kann, werden nun in eifriger Tätigkeit des Wohlfahrtsamtes und seiner Helfer für unsere hilfsbedürftigen Mitbürger f?eTge= richtet, denen sie bekanntlich im nächsten Winter zugute kommen Jollen. Die Reichswehr, das Wohlfahrtsamt, das Rote Kreuz und die vielen jugendlichen Helfer dürfen der Anerkennung der Allgemeinheit und des herzlichen Dankes unserer Hilfsbedürftigen gewiß sein.
** Der Derkehrsverein gegen die Fremden st euer. Wie man uns mitteill, hat der Derkehrsverein s. Zt. eine Eingabe an die Stadtverwaltung gerichtet, in der um die Aufhebung der städtischen Fremdensteuer ersucht wurde. Die Stadtverordneten-Dersammlung hat die Entscheidung in dieser Angelegenheit bekanntlich bis zum Herbst zurückgestellt. In den letzten Tagen ist nun durch Rundschreiben, Radio and andere großzügige Propagandamittel von Frankfurt a. M. aus mitgeteitt worden, daß dort die Fremden st euer ab 1. Juli aufgeh o b e n ist. Don der Auswirkung dieser Maßnahme wird unsere Stadt bereits berührt; Fremde, die seither hier übernachteten, weil hier die (Steuer geringer war als in anderen Städten, ?ieh<n es bis jetzt vor, abends noch nach Frankfurt a. M. weiterzufahren, weil sie dort nun gar keine (Steuer zu zahlen haben. Hierdurch wird natürlich unser heimisches Hotel- und Gast- wirtschastsgewerbe, in rveiterer Folge aber auch noch andere Gewerbezweige geschädigt. Der Derkehrsverein bezeichnet es im Hinblick auf diese Entwicklung als dringend notwendig, nun auch hier die Fvemdensteuer schleunigst ganz auszu- heben, damit der Sommerverkehr unserer Stadt erhalten bleibt. Dieser Ansicht kann man nur beipflichten. Die 10 000 Mk., die jetzt als Ertrag dieser Steuer im Haushaltsplan stehen, sind wirklich nicht so bedeutungsvoll, übrigens werden sie ja auch dann von seDst hinfällig, wenn des Verkehr ausbleibt. Rur hat in diesem Falle das Gewerbe in der ohnehin schon schweren Zeit noch mehr zu leiden, und das sollte man doch verhüten.
* Woran erkennt man einen falschen Rentenmarkschein? Seit einiger Zeit häufen sich die Meldungen, dah in verschiedenen Städten des Reiches falsche 10-Markscheine der Rentenbank auftauchen. Anscheinend handelt es sich um eine recht großzügig arbeitende Falschgeld-Druckerei, die bis jetzt von der Polizei noch nicht entdeckt werden konnte. Diese falschen 10- Markscheine sind aber, da sie ohne Wasserzeichen hergestellt sind, auch von Laien leicht zu erkennen. Schlechtgelungene Versuche, das Wasserzeichen nachzumachen, sind deutlich erkennbar. Hält man die Scheine gegen das Licht, so muß der Unterschied zwischen den falschen und den echten Banknoten sofort auf fallen. Es empfiehlt sich, in jedem Fall dieses mühlose Experiment zu machen, da äußerlich die falschen Scheine den echten täuschend ähnlich sehen.
** Das gestrige Abvnnements- konzert unserer Reichswehrkapelle auf der Liebigshöhe konnte sich wieder eines regen Besuches erfreuen. Das flotte Spiel der Kapelle und ein abwechslungsreich zusammengestelltes Konzertprogramm brachte den Besuchern
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Kap. 75
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o 11 M 1924.
Erektor.
-LeonhaLDraef, rin^Mickoi für des .teeito Dießen cm 7. Juli buttert TXm&tetm (ÄreiÄ nachte er sein Mw le er in München, tonröe er bei den Änz, Wfeld und M war er KreiS* de er nach Heppen- UmisterialsekretÄ n im Oftober 1905 er im Ministerium als Argiemngsrat io Ernennung rum erium des 3mtan ngsrat. Ami April
Arbeitsvergebung.
Für die Feldbereinigung Langd sollen Montag, den 21. Juli 1924, vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des unterzeichneten Kulturbauamts, Frankfurter Straße 29, die Arbeiten zur Herstellung zweier gement- rohrleitungen von 1 m und 50 bzw. 60 cm lichte Weite in einem Los vergeben werden. ' Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Bureau offen. Angebotsvordrucke find bei uns für 1 Mark zu haben und find verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Lröffnungs- termin bet uns einzureichen.
Gießen, den 10. Juli 1924.
/ Hessisches Kulturbauamt. 5575 D H. Steinbach, Regierungsbaurat. ?
Amtsgericht.
Gießen, 8. Juli. Ein vielfach vorbestrafter Gärtner hielt sich nach seiner im April erfolgten Entlassung aus der Zellenstrafanstall in Frank« furt a. M. auf. Dort wurde er von einem Bekannten gefragt, ob er ihm nicht ein Fahrrad „besorgen" könne. Der Angellagte sagte dies sofort zu, fuhr hierher nach Gießen und entwendete ein am Hause der Darmstädter Bank unbeaufsichtigt dastehendes Fahrrad, das einem Kaufmannslehrling gehörte und etwa 120 Gmk. wert war. Er fuhr damit nach Frankfurt und wurde dort in dem Augenblick, in dem er es seinem Bekannten verkaufen wollte, festgenommen. Mit Rücksicht darauf, daß er schon siebenmal wegen Diebstahls vorbestraft ist, erhielt er ein Jahr Zuchthaus.
Zwischen einem Telegraphen beamten, der bei einem hiesigen Kaufmann in Zwangsmiete wohnt, und dessen Sohn entstand wegen der Mitnahme eines sog. Rehpinschers in di« Wohnung ein Streit, in dessen Verlauf "ber letztere den Beamten durch Sch impf Worte beleidigte Er wird deshalb zu einer Geldstrafe von dreißig Gvldmark verurteilt.
Die Privatllage zwischen einem Stein- Hauer meist er und einem Kaufmann von hier wird dahin verglichen, daß Letzterer, der bei elfterem in Miete wohnt, die gefallenen Aeu- ßerungen mit Bedauern zurücknimmt und möglichst bald auszieht. Jeder Teil übernimmt feine außergerichtlichen Kosten, während die Gerichtskosten geteilt werden.
Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. D.: Heinz Gorrenz.
ßeim dem Wagenführer das Fahrgeld ^ab gezählt übergeben würde. Ganz abgesehen von der Mehrbelastung des Personals Durch das Geldwechseln, sei darauf hingewie- fren, dah das häufige Wechseln in ganz erheb- , sichern Maße verkehrshindernd wirkt, ft)a bei einigem Andrang in diesem Falle sehr 'leicht Verspätungen im Wagenverkehr entstehen, die wieder ein unangenehmes Warten Einzelner Wagen an den Ausweichstellen Hervorrufen.
Weiter muhte die Beobachtung gemacht «werden, dah gerade seit der Wiederinbetrieb- isehung kleineKinder ohnejede Aufsicht in unmittelbarer Nähe der G l e i s e s p i e l t e n. Cs ist bisher mehrere Male vorgekommen, dah die Wagenführer ihren Wagen zum Halten bringen muhten, wenn Kinder in gefährlicher Nähe der Gleise standen. ES bedarf wohl nur dieses Hinweises, um die Eltern oder Aufsichtspersonen auf diesen Mihstand aufmerksam zu machen, bevor durch einen eventuell nicht zu vermeidenden Anfall ihre Aufmerksamkeit auf unangenehme Weise erweckt wird.
eitle gute Unterhaltung. Richt unerwähnt sollen die beiden Solonummern bleiben, durch welche die gestrigen Konzertdarbietungen der Kapelle wieder recht wirkungsvoll ausgeschmückt wurden.
** Ein Wohltätigkeits-Schüler- ion3ert zugunsten der Kriegsblinden wurde am Mittwoch abend von Schülern der Wilh. Schättlerscheu Schule für höheres Viollnfpiel vor einem außerordentlich zahlreichen Publikum im Smgfaal des Realgymnasiums gegeben. Reben dem wohltätigen Zweck stand natürlich der andere Gedanke mit im Vordergrund der Veranstaltung, nämlich der Oesfentlichkeit zu zeigen, welche Fortschritte die Schüler dieses Instituts bisher gemacht haben. Die Leistungspvobe, die au Hand eines gut gewählten Programms gegeben wurde, brachte in gesteigerter Folge des Schülerkönnens die jüngsten bis zu den gereifteften Lernenden vor das Publikum. Die Darbietungen, die man natürlich mit einem die Dauer der Lernzeit des jeweiligen Schülers berücksichtigenden Maßstab vrrschieden- artig bewerten muß, befriedigten durchweg in hohem Maße und waren geeignet, den Schülern und ihrem Lehrer alle Ehre zu machen. Zwei Schüler von Minna Korners Schule für höheres Klavierspiel begleiteten verschiedene Diolinvorträge in trefflicher Weise, während bei anderen Wilh. Schättler selbst am Flügel Platz nahm. Zei größere Vorträge der gereift testen Schüler Schüttlers wurden von Frl. H. Belke und Referendar Karl Roller feinsinnig und sehr eindrucksvoll am Flügel begleitet. Das Publikum spendete allen Darbietungen sehr reichen Beifall, womit es den Schülern und ihrem Lehrer eine wohlverdiente Ehrung bereitete.
Landkreis Gieren.
ri. Grünberg, 10. Juli. Hier fand gestern und vorgestern im Gasthaus „Zum Hirsch" die evangelisch-lutherische Konferenz für Oberbeff en statt, eine der bedeutendsten kirchlichen Tagungen unseres Landes. Außer den Mitgliedern und Gästen hatten sich dazu auch eine Neihe von Freunden aus Kurhessen eingefunden. Nachdem Pfarrer Schneider -Butzbach die Konferenz mit einer Andacht eröffnet hatte, hielt Landesjugendpfarrer Zentgraf einen Vortrag über „Luthers Erbe in der Jugendarbeit der Gegenwart", der in gleicher Weise wissenschaftlich tief gegründet wie eminent praktisch war. Die 'Abendandacht hielt Pfarrer S c r i b a - Wetterfeld. Fast bis Mitternacht zogen sich die Besprechungen über die Leipziger Mission hin, über deren Lage Mifsionsinspettor Weishaupt berichtete, geschäftliche Angelegenheiten und eine eingehende Aussprache mit den Freunden aus Kurhessen. Der zweite Tag begann mit einer von Stiftspfarrer Schorlemmer-Lich gehaltenen Morgenandacht. Darauf beantwortete Landesjugendpfarrer Zentgraf in längeren Ausführungen Fragen der Jugendarbeit, die aus dem Zuhörerkreis an ihn gestellt worden waren. Dann hielt Pfarrer Rebel- Laubach einen durch gründliche Kenntnis der Probleme ausgezeichneten und aus Erfahrung geschöpften Vortrag über „Text und Predigt", an den sich eine sehr lebhafte und ergiebige Aussprache anschloß. Pfarrer M e m m e r t - Oberwiddersheim schloß die Konferenz mit Gebet.
* Grunderg, 10. Juli. Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung u. a. mit einer an das Ministerium des Innern gerichteten Eingabe desSchornsteinfegermeiiters Straub, worin die Abänderung der ministeriellen Verordnung verlangt wird, die das dreimalige Reinigen der Schornsteine innerhalb Jahresfrist vvrschreibt. Herr Straub erklärt, „die Verantwortung nicht übernehmen" zu können, wenn die Schornsteine nicht v i e r m a l im Jahre gereinigt werden. In der Aussprache wurde feftgefleflt, daß der Schornsteinfeger gesetzlich überhaupt keine Verantwortung zu tragen hat und daß von sachverständiger (Seite ein Gutachten abgegeben wurde, wonach in manchen Fällen sogar die zweimalige Reinigung schon zu viel wäre. Die Anterstützung der Eingabe durch die Stadtvertretung wurde abgelehnt.
Kreis Friedberg.
* Butzbach, 10. Juli. Im Hinblick auf die in der letzten Zeit ganz bedeutend zunehmenden Felddieb stähle hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine Verstärkung des Feldschuhes durch die Ernennung von Ehren- feldhütern und die Heranziehung von Schutzpolizei beschlossen. Weiterhin sollen die Ramen der Felddiebe in der Zeitung veröffentlicht werden.
* Bad-Rauheim, 10. Juli. Die Stadt- verordneten-Dersammlimg beschäftigte sich in ihrer jüngsten Sitzung u. a. auch mit einem Antrag auf Aufhebung der Fremden steuer. Der Finanz- ausschuh empfahl, da er keinen Steuerersatz ausfindig machen konnte, die Ablehnung des Antrages. Der Bürgermeister erklärte, er sei gerne bereit, die (Steuer fallen zu lassen, wenn ihm eine
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