Hr. 60 Zweites Blatt Gletzener Anzeiger (Eeneral-Anzelger für Tderyesfen) Dienstag, März 1924
84,5
Besser
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Zurück zur Sicherheit" über- wenn die Absicht der sran-
und verpackt. Dies alles geschieht, wäl
die
alles tn Brücken draußen hingab.
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Die Manches Auswandererelend hätte vermieden werden können, wenn rechtzeitig eine sachgemäße Beratung stattgefunden hätte!
Dankn oten.
(Ohne Gewähr.)
gegen
Husien
zosisch-britischen Pakt einzugehen. Die Times" erklärt in einem - ®''-t—U~UX1 "’c—
und jeder Erwerbslos«, der wieder zur Arbeit gelangt. cmch> wieder ein Stück Kaufkraft mehr, ein Stück Mehvabsatz, ein Stück Produktions- und Arbeitsgelegenheit mehr bedeutet.
9 6,75 13
schriebenen Artikel, wenn , , zösischen Regierung bei der Veröffentlichung des Gelbbuches die sei, den Rachdruck in der Rhein-
43,2'.
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funkelte. In dxrs verhallende Donnern mischte sich das Symphvniekonzert der Heimchen, Grillen und Heuschreckenarten, hinter diesen zeichnen sich wiederum ine Vertreter der Familien Locustidae und Aurididae aus, welche durch Flügelreiben ein so scharfes und schneidendes Geräusch hervorbrachten, daß mir die Ohren davon schmerzten."
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draußen erspart werden.
Die Befürchtung manches Auswanderers, daß ier nur „gewarnt", daß er bei solcher Beratung in seinen Lieblingsplänen nur gehemmt werden könnte, ist unbegründet. Die Heimat hat kein Interesse, gesunde Auswanderungsabsichten zu stören. Sind die Pläne aber ungesund, so liegt es wiederum im eigensten Interesse des Auswanderers. daß er möglichst rechtzeitig sie in gesunde und wirklich durchführbare umwandelt. ~ " eine Enttäuschung rechtzeitig erlebt, ehe eine falsche Dahn geleitet ward, ehe alle zum Rückweg abgebrochen find, als erst erkannt, daß man sich einem Irrwahn
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landdebatte von der Reparations- auf di« Sicherheits-Frage zu verlegen, so werd« das in London begrüßt. Militärische Maßnahmen allein seien jedoch nicht genügend, sie müßten ergänzt werden durch ein« fortdauernde Anstrengung, solche Beziehungen zwischen den Völkern zu schaffen, die allmählich die Rvtwendigkeit und Gelegenheit, zu den Waffen zu greifen, vermindere. Das sei der Gedanke, der hinter der ungewissen britischen Politik der letzten Jahre liege. Frankreich habe sich auf eine rein militärische Auffassung der Sicherheit konzentriert. Es sei notwendig, daß die Debatte über die letzten Erfahrungen von neuem eröffnet werde, und es fei ferner notwendig, daß die Ansichten Englands und Frankreichs vollkommen klar gemacht würden, bevor irgend eine wirkliche Hoffnung auf eine Vereinbarung bestehen könne. Aus diesem Grunde sei die Deröffentlichung des Gelbbuches im gegenwärtigen Zeitpunkt sicherlich zu begrüben.
Märkte.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 10. März. Am Produktemnackt hielt die Geschäftsstille an. Don keiner Seite S' r sich größerer Bedarf, was man für Getreide t erklärte, daß die R?iHZgetreidestelle mit dem Ang bot die Rachfrage befriedigt. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt. 160 bis 165 (stetig), Roggen, märk. 128 bis 135 (still), Braugerste 170 bis 182 (still), Futtergerste 150 bis 155 ! still), Hafer, märk. 112 bis 120 (still), pomm. 111 bis 120 (still), Raps 295 (still), Leinsaat 410 bis 415 (still): für je 100 Kilo: W.izenmehl 24.50 bis 26,50 (behauptet), Roggenmehl 20 50 bis 22,75 (b.-hauptet), Wrtzenk.eie 9 80 bis 10 (fest), Rog- oe.7kl.ie 7,50 bis 7,70 (fest), Dickoriaerbsen 27,50 bis 28,50, kleine Erbsen 17 bis 18, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 12 bis 12,50, Ackerbohnen 14 bis 15. Wicken 15 bis 16. Lupinen 14 bis 14 50 Seraöella 16 bis 16,50, neue 14 bis 15, Rapskuchen 11,20, Leinkuchen 22 bis 28, Trockenschnitzel 8,30 bis 8,40 Mark.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M„ 10. März. Das Geschäft hat. da sich der Markt weiter abwartend verhält, nur geringe Llmsähe zu verzeichnen. Die Geldknappheit scheint eine gewiss« Rolle zu spielen. Weizen und Roggen wurden nur wenig gehandelt und die Preise entsprechen den letzten Dotierungen. Für Gerste ist etwas Rachifrage vorhanden, auch Hafer war etwas begehrter. Mehl liegt ruhig. Futtermittel liegen fest. Man notiert« für je 100 Kg.: Weizen. Wetterauer 18,75 bis 19. Roggen 16,75 bis 17, Sommergerste für Brauzwecke 21,75 bis 22.50. Hafer, inländ. 15,50 bis 16, südd. Weizenmehl Spez. 0 28 bis 28,50. Roggenmehl 24,25 bis 25. Weizen- und Roggenkleie 9,25 bis 10. Laplata-Mais 19.50 bis 20, Erbsen je nach Qualität 25 bis 35, Heu. südd., gut 8,50 bis 9, Weizen- und Roggenstroh 450 bis 5, Biertreber. getrocknet 15,50 bis 16. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
fpd. Frankfurt a. M., 10. März. Die Preise ließen etwas nach Auftrieb: 278 Ochsen, 38 Bullen. 750 Färsen und Kühe. 314 Kälber, 113 Schafe und 2260 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen, vollfl. 50—56, junge fleischige 40—43, mäßig genährte junge und gut genährte älter« 33—38; Bullen, vollfl. ausgewachsene 40—45, vollfl. jüngere 35—39, Färsen und Kühe: vollfl. ausgemästete Färsen 46—53, vollfl. ausgemästete Kühe 40—48, wenig gut entwickelte Färsen 38 bir 45, ältere ausgemästete Kühe und wenigs gut entwickelte jüngere Kühe 35—41, mäßig genährte Kühe und Färsen 28—36, gering genährte Kühe und Färsen 10—20; Kälber feinster Qualität 63—68, mittlerer Qual. 55—62, geringerer Qual. 45—55; Schafe 35^-46; Schweine unter 80 Kilo 60—70, von 80—100 Kilo 69—73, über 100 Kilo 69—73. Großviehmarkt ruhig, Schwetnemarkt gedrückt, hier verblieb Lleberstand.
(3n em em Teil der Autlaae wiederholt.)
England und des französische Gelbbuch.
London, 10. Mäy. (WTD.) In der Deröffentlichung des französischen Gelbbuches sieht „Daily Chronicle" einen deutlichen Wink an Großbritannien, wieder den gegenseitigen Der- teidigungspakt zu erörtern. Die .Daily Rews" meint, es sei vollkommen klar, daß kein britischer Premierminister jemals England überreden werde, den von Poincarö verlangten fran-
Daumwollernte mit Maschinen.
Sc lange die amerikanischen Daumwollfarmer .genügend Arbeitskräfte besahen, um die Ernte auf verhältnismäßig billige Weise einzubringen, bestand kein Bedürsnis dafür, die Maschinen zu diesem Zweck in größerem .Umfang heranzuziehen. Seit einiger Zeit hoben sich aber die Verhältnisse von Grund auf geändert. Seit 1914 wanderten die Reger in Massen aus dem Bcrumwollgebiet der Vereinigten Staaten ab; außerdem stiegen die Löhne erheblich, und dazu kam noch die Verwüstung der Daumwvllkulturen durch den Daum- Wollspinner, einem gefährlichen Käfer, dessen Bekämpfung viele Arbeitskräfte und große Kosten erfordert. Dafür sind die Weltmarktpreise für Baumwolle so gestiegen, daß der Daumwollver- bvauch einen erheblichen Rückgang erfahren mußte. Die Daumwollfarmer müssen daher bestrebt sein, die Ernte möglichst billig zu gestalten, um niedrigere Preise zu erzielen, und besonders handelt es sich dabei um das Pflücken der Baumwolle, bei dem die menschlich« Arbeitsleistung ständig gesunken ist. Während vor Abschaffung der Sklaverei ein Arbeiter 400 Pfund Baumwolle täglich pfllickte, sind es jetzt nur noch 75 Pfund. Wie
bäume in geheimnisvolles Dunkel gehüllt waren. Die zwischen den einzelnen Urwaldriesen umherfliegenden Irrlichter schienen diesem bestimmten Gesetz nicht unterworfen zu sein Srbald diese Einzelwanderer aber ehre Baumkrone erreicht hatten, schlossen sie sich dem gemeinschaftlichen Handeln an, leuchteten auf und verdunkelten in regelmäßiger Folge ihre grünweißlich schimmernden Laternen. Diese einwandfreie Beobachtung verdient eine nicht zu unterschätzende Bedeutung wegen ihrer Gesetzmäßigkeit und Seltenheit. Einen ähnlichen Fall, aber nicht in der gleichen grandiosen Wirkung, berichtet Dr. Eugen Werner in seinem später erschienenen Werke, den er im Friedrich Wilhelms-Hafen auf Kaiser Wilhelms- ßanb eines Abends beobachtet hat: „Auf dem feinzerteilten Laube einer Albizzia. saßen mehrere hindert Leuchtkäfer. Run funkeln zwar di« Reu- Guinea-Leuchtkäfer nicht wesentlich hlller, als unsere Johanniswürmchen. Sie sind aber trotzdem weit raffinierter, indem ft« ihre Lampe periodisch auf leuchten und erlöschen lassen und dadurch natürlich viel auffallender werden als ein gleichmäßiges Lichtletn. Das Merkwürdigste an der Sache aber ist der Umstand, daß all die Hunderte genau gleichzeitig aufglimmen, als folgten sie dem Taktstock eines Kapellmeisters. Es herrscht da also eine wundersame „Seelenharmonie", die einstweilen unserer Erllärungsversuche spottet." „Während dieses seltenen Raturschauspiels", fährt Rauffmann dann fort, „rollte säst unaufhörlich der Donner. Die Blitze verwandelten den Himmel von Zeit zu Zeit in eine feurige rotglühende Lohe. Wie das leuchtete und glüht«, blitzte und
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Zellstoff Waldhof Znckcrsabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . .
Maschine mit Hilfe eines Explosionsmotors durch das Baumwollfeld fortbewegt wird. Es werden durch eine solche Maschine täglich 6000 Pfund fertig verpackte Baumwolle geliefert, bei 100 Arbeitstagen in der Saison 1200 Ballen. Pro Ballen ergibt sich dabei eine Ersparnis von 15 Dollars, so daß der Rutzen einer solchen Maschine jährlich 18 000 Dollars beträgt. Da es technisch heut« auch schon möglich ist, das Pflügen, Säen, CRcInhalten des Bodens von Unkraut maschinell zu besorgen, so wird die Daumwollerzeugung all- m-'hlich ganz auf die Maschine umgestellt werden können.
Wirtschaft.
Währung und Arbeitsmarkt.
In der soeben erschienenen Rr. 5 des Reichsarbeitsblattes behandelt Ministerialrat Dr. Berger ausführlich die Zusammenhänge zwischen Währung und Arbeitsmarkt in Deutschland während der letzten Monate. Die Behinderung der mit der Arbeitsmarktstatistik befassten Behörden im besetzten Gebiet zwang allerdings dazu, di« Untersuchungen in der Hauptsache auf das unbesetzte Gebiet zu beschränken. Der Aufsatz weist die Unrichtigkeit der Behauptung nach daß die Stabilisierung der Währung den Arbvitsmarkt gelähmt habe. Der deutsche Arbeitsmarkt hatte, tote an Hand der Statistik nachgewiesen wird, gerade infolge der Inflation der Papiermark sei- ’nen Tiefstand erreicht.
Erst nach der Stabilisierung der Mark konnte sich auch der Arbeitsmarkt bessern. Dies traf zunächst bei den Kurzarbeitern zu, deren Zahl sich auf einen Bruchteil verminderte, denn naturgemäß geht der Unternehmer leichter von der Kurzarbeit zur Dvllaibeit über, als daß er seinen stillgelegten Betrieb wieder aufnimmt Aber in den letzten Wochen ist die Zahl der Vollerwerbslosen im unbesetzten Gebiet um 250 000 auf 1 300 000 zuruck- gegangen, obgleich das Frostwetter den Arbeitsmarkt stark benachteiligte. Die Weiterentwicklung wird unter der Voraussetzung günstig beurteilt, daß auch weiterhin alles unterbleibt, was zu einer neuen Inflation führen könne und ferner wird verlangt, daß die, F age der Goldkredite eine baldige befriedigende "Lösung findet. Die 5 .age, vb der Arbeitsmarkt, wie die Mehrheit annimmt, überhaupt mit einer Ueberlastung mit Arbeitskräften zu rechnen hat, wird dahingehend beantwortet, daß dauernde gaurbfegenbe Mißverhältnisse nicht versieg en. Die gegenwärtige Valutakrise wird voraussichtlich vom Deutschen Arbeitsmarkt überwunden werden, dieser wird dies um so mehr können, weil das „Prinzip der Lawine", die Tatsache, daß jeder erwerbslos werdende mit seiner Kaufkraft ausscheidet, und so auch andere erwerbslos macht, im umgekehrten Sinne auch der Rückentwicklung des Arbeitsmarktes zugute kommt,
Hermann Kvanold in den „Sozialistischen Monatsheften" ausführt, ist man nunmehr soweit gekommen, die ganze 'Baumwollernte durch Maschinen zu besorgen. Für das Baumwollpflücken wurde nach verschiedenen mißglückten Versuchen ein Maschinenthp hergestellt, der eine sehr gute Leistung vollbringt. Diese Pflückmaschine beliebt in rotierenden Spindeln, auf denen sehr fein abgestimmte Sägeblätter montiert sind. Mit bie>- sen Spindeln wird die ganze Daumwollpflanz« durchgekämmt, und zwar sind die Sägeblätter so eingerichtet, daß unreife Baumwolle ihnen widersteht, während die reifen Daumwollfosern auf die Spindeln aufgewickelt werden. Diese Maschine ist jedoch nur der Ausgangspunkt für eine andere Maschine, die zunächst die Baumwolle pflückt, sie dann reinigt und entfernt, von den.Samenkörnern befreit und schließlich in Ballen preßt
Feuerzauber im Urwald.
Die märchenhaften Wunder des indischen Urwalds mit ihrem fabelhaftem Tierreichtum und ihrem großartigen Pslanzenleben haben wohl kaum je eine anschaulichere Darstellung gefunden als in dem schönen Reisebuch „Aus Indiens Dschungeln" von Oskar K a u f f m a n n , das soeben in 2. Auflage bei Kurt Schröder in Bonn erschienen ist. Der kühn« Jäger, der zugleich ein so feiner Beobachter der Ratur ist, schildert hier auch den merkwürdigen Feuerzauber, den die Millionen von Seuerfliegen hervorbringen, die wir Glühwürmchen nennen. Diese winzigen Glühbirnen der Ratur sind in den Tropen häufig, und die Feuerpracht, die sie ausstrahlen, ist manchmal überwältigend. „Eine Anzahl dieser kleinen geheimnisvollen Fliegen glühte so stark," erzählt Kaufsmann, „daß der Wald Heller erleuchtet schien als beim Vollmondlicht. Wohl das Interessante und Außergewöhnliche war dabei, daß unter einer jeden Baumkrone für sich, wie abgeschlossen, Hunderttausende zu gleicher Zeit während drei Sekunden aufleuchteten, um daraufhin während fünf Sekunden ihren Leuchtapparat zu verschließen. Und so flammte es in regelmäßiger Folge, wie von einem Gesetz geleitet, abwechselnd in den verschiedenen Baumkronen auf, um gleich wieder zu verlöschen. All diese Tausende beherrschte ein Wille. Wenn eine Baumkrone erlosch, blitzte es unter dim nächsten Blätterdach in feenhaftem Glanze wieder auf. Und so ging es fort, so daß um sich herum wohl an 10 Bäume im herrlichsten Aeuerzauber erstrahlten, während ihre Rachbar-
Jur Auswand rrungsfraqe.
Der Auswanderungsgedanke ist in den seltensten Fällen ein plötzlicher Entschluß. Was in weiter 5erne liegt, zeigt sich dem Auge des romantisch veranlagten Deutschen meist in rosigerem Licht als die nähere Umgebung. Sind aber einige Freunde und Bekannte draußen, die günstig berichten, und geht daheim nicht alles nach Wunsch, so reift manchmal auch der Entschluß zur Auswanderung sehr schnell. Die verschiedenen Formalitäten, die es noch zu erfüllen gilt, werden als Last und unnötiges Hemmnis empfunden. Und doch haben sie ihren Wert auch für den Auswanderer, da sie zu reiflicher Ueberlegung zwingen. Schon an der Art, wie der Auswanderer diese ersten „Hecken und Zäune nimm.'", wird man erkennen, ob er überhr ipt zur Auswanderung taugt, ob er den weit größeren Schwierigkeiten und Hemmnissen draußen Herr werden wird.
Die Erledig lng aller Formali äten wird erleichtert, wenn man rechtzei.ig vor dem Aufbruch die zuständige öffentliche Auswanderungs-Dera- tungsstelle aufsucht. Hier sei das Deutsche Ausland-Institut in Stuttgart empfohlen, das durch umfangreiches, dort zusammenlaufendes Material und seine etwa 500 Vertrauensmänner in aller Welt in die Lage verseht wird, alle die mannigfaltigen Fragen des Auswanderers zu beantworten. Da gilt es zu prüfen, pb die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auswanderung gegeben sind, ob die Beziehungen zuverlässig, die in Aussicht gestellten Löhne ein Vor- wärtskommen ermöglichen, ob Klima und Lebensverhältnisse des neuen Landes gut sind. -Wer einen Turm baut, überschlage die Kosten." Zeder Auswanderer steht vor einem solchen Turmbau, der ebenso sorgfältiger Vorbereitung bedarf wie bet des Architrttea.
Durch Inanspruchnahme einer solchen Beratung kann nicht nur mancher unnötige Weg in der Heimat, sondern auch manches Lehrgeld
'AbsahschwierigkeiteninderMar- garine-Industrie. In derQHargarmeinbu- strte machen sich erhebliche Abi h cywierig.elten bemerkbar, die in verschiedenen Fällen zur Stilllegung von Betrieben, im übrigen aber zu wesentlichen Produktionseinsch.änku.igen g führt haben. Die Gründe für die schiech e Geschäftslage sind einmal die vermtnder e Abiahmöglich eil infolge der gesunkenen Kaufkraft der Deoölkerung. wobei zu berücksich igen ist, daß in der letz en Zeil zahlreiche neue Margarinefabrilen errichtet worden sind, dann aber auch die starke Konkurrenz der holländischen und belgischen 'Margarine- industrie.
* llebertoetfung von Tscherwonez ins Ausland. Wie di.' russ.sch.' Teegraphen- Agentur mldrt, ist nach eiaer neuen Verordnung bi? äl berweisung von Tscherwonez ins Ausland gestattet. *
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 10. März. Tendenz: Behauptet. — Es zeigte sich bei Eröffnung der neu n Grschäs s wche nur ge Inge U rte nefy.ru -ig 3» lüft. Di? Spekulation nimmt tue:« eine abwartende Haltung cm Da di« Zwangsverkäufe jetzt beendet zu sein scheinen, waren die Kurse ziemlich gut behauptet, tn einne n?n Fällen höher. Im Frciverkchr, te: recht verbiet war, konnten sich einige Aktien regen. Es wurden genannt Api 7000, Ufa 9,225, Decker Stahl 10.225, Decker Kohle 10,500, Denz 5,225, Drown Doveri 2.400, Metall Starkenburg, gefragter, 350, Chemische Andrea 1,100, Remy 775, Hansa Lloyd 1900, Growaa 375, Gummi Reckar 250, Mcz Söhne 5,775, Krügers hall 11,225, Rastatt rr Wa gon8000, Ludwigsburger Porzellan 3,500. Don chemischen Aktien haben sich die Werte des Anilmkonzerns etwas erholt. Dadische Anilin waren wieder etwas begehrter. Behauptet« Haltung zeigten Elektrvwrrte. Einiges Inte esse bestand für Felten u. Guilleaume, sowie Lahmeyer Don Montanaktien waren anfangs wenige beachtet. Schwächer Mannesmann, oberschlZisch« Werte etwas reger umgesetzt. Bankaktien eröffneten lecht befestigt. Metallbank gewannen bei erster Rotiz 1,4 Billionen. 5proz. Reichsanleihe wurde zu einem Kurs von 0 084 Milliarden g.handelt. Zolltürken stellten sich schwächer, auch Bagdad waren billiger zu haben. Etwas lebhaftere Umsätze bemerkte man in Maschinenfabrikaktien, ohne daß dies kurs- mäßig besonders zum Ausdruck kam. Kleyer, Daimler gut behauptet. Rord deutscher Lloyd konnten eine geringe Befestigung durchsetzen. Ha- pag ebenfalls besser. Schantungbahn abgeschwächt. Don den üblichen Papieren zeigten Zuckertverte ein behauptetes Aussehen. Zellstoff Waldhof unverändert. Ltzhr gesucht Dyckerhoff. Rachfrage bestand für die Aktien von Textil-Llnternehmun- gcn. Hammersen fester, ferner PH. Holzmann, Weyß u. Freitag und Inag.
Berliner Börse.
Berlin, 10. März. (Wolff.) Die Effektenbörse bot bei Dkginn der neuen Woche ein recht unerfreuliches Bild. Käufer haben sich in größerer Zahl nicht eingestellt, dagegen schienen spe- llllative Abgaben auf den Kursstand zu drücken. Angeblich bat die Samstagkundgebung die für den Geschäftsverkehr an der Börse vernichtende Höhe der Oümsahsteuer noch schärfer zur Erteunl- nis gebracht. Verstimmend wirkten auch die gespannte innerpolitische Lage und die außenpolitische Schwierigkeit der Regierung durch die erneuten Forderungen der Militärkontrolle. Am empfindlichsten tourbeit naturgemäß wieder Montan werte betroffen, die auch das hauptsächlichste Angrifssobjekt der Baissiers zu bilden schienen. Don diesen verloren Deutsch-Luxemburger, Gelsenkirchner, Harpener und Hohenkohe über 5 Billionen Prozent, auch Deutsche Kaliwerke hatten eine Einbuße m gleichem Um ränge zu verzeichnen. Don Maschinenaktien konnten sich Deutsche Ma- fdiinen, Berlin-Anhalter Maschinen, Berlin- Karlsruher Industrie, Hartmann Maschinen, Humboldt Maschinen und Krause u. Co. gut behaupten. Bankaktien wurden ungünstig beeinflußt aus das Gerücht, daß in der morgigen Bilanz- fifjung die Zusammenlegung der Verl. Handels- gesellschasts-Attien von 3 auf 1 vorgechlagen wer en soll. Derl. Handelsgesellschaft ging um 7 Dill Proz. zurück, getoannen aber davon 2 Billionen zurück. Elektr. Hochbahn stelllen sich um über 5 Billionen Proz. niedriger. Deutsche Anleihen bröckelten etwas ab. Am Devisenmarkt erholten sich Brüssel und Paris im Einklang mit den besseren Auslandsiwtierungen, während die übrigen ausländischen Zahlungsmittel sich meist etwas absc rächten. Der Dollar blieb unverändert. Die Zuteilung konnte bet gleichbleibenren hohen Anforderungen nicht erhöht werden.
*) Dom Rückzahlungswert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark au8gebrit(ft. BuenoS-AireS, London, Neo- york, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest nit 100000 Ein beiten, alles übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
___________«Ohne Gewähr.)______________
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
3n Dilltonen Prozent
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Berlin
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