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Kreis Friedberg, .Lyevdvr Rabenau an Der Volksschule zu Rödgen, Kreis Gießen, Philipp Weil an der Volksschule zu Laubach. Kreis Schotten, Jakob Drau ne well an der Volks­schule zu Wieseck, Kreis Gießen.

** Die Dvllarnotgeldscheine der Reichsbahn gelten noch. Die von der Reichseisenbahn herausgegebenen, auf Dollar lau­tenden Rotgeldscheine werben vielfach in der irri­gen Annahme zurückgewiesen, daß dieses Rotgeld bereits auf gerufen und daher ungültig sei. Da die Beamten und Angestellten der Reichsbahn ihre Bezüge zum großen Teil mit diesen Geldscheinen bezahlt erhalten, so entstehen durch die Verwei­gerung der Annahme für diese Personen wirtschaft­liche Schwierigkeiten. Die Ansicht, daß der Aufruf des Reichsfinanzministers vom 14. Mai 1924 sich auf sämtliches Rotgeld der Reichsbahn bezieht, ist unzutreffend. Aufgerufen ist nur das auf Pa- p i e r m a r t lautende Rotgeld der Reichsbahn; die auf Dollar lautenden Rotscheine der Reichsbahn sind dagegen noch jetzt in Gültigkeit und müssen im Zahlungsverkehr angenommen werden.

** Der Verkehrsverein hat in der letzten Zeit einen sehr bemerkenswerten Auf­schwung genommen. Während er vor dem Kriege (1912) rund 230 Mitglieder zahlte, brachten ihm die Kriegs- und die ersten Rachtriegsjahre einen Verlust an Mitgliedern, so daß schließliche 1922 nur noch 157 Ramen in der Mitgliederliste verzeiche- net standen: jetzt ist die Mitgliederzahl auf 416 wieder angewachsen, und damit hat der Verein den höchsten Mitgliederstand während seines gan­zen bisherigen Bestehens erreicht. Zur Wieder­belebung und Förderung des Fremdenverkehrs in unserer Stadt bereitet die Dereinsleitung zur ^Zeit einen neuen Führer durchGießen vor, der demnächst erscheinen soll und von dessen Ver­sendung an auswärtige Verkehrsbureaus und son­stige Beratungsstellen für Reisende man ein gro- [ßei- Interesse der reisenden Welt an unserer Stadt sich verspricht. Dieser Führer wird natur» ilich auch, an Mitbürger abgegeben werden, die ihn an Freunde und Bekannte in Deutschland und im Auslande versenden wollen. Von dem Erschei­nen des Führers wird die Öffentlichkeit noch in Kenntnis gesetzt werden. Das Bureau des Ver- kehrssvereins ist mit der Lesehalle am Kirchen- plah vereinigt worden.

RDV. Kraftzweiräderals Reise­gepäck. Rach den Bestimmungen der Eisenbahn- Verkehrsordnung sollen Kraftzweiräder, und Fahr­räder mit Hilfsmotor als Reisegepäck nur dann angenommen werden, wenn die Drennstoffbehälter mit Ablaßhähnen versehen und entleert sind. Zur äleberwachung dieser Bestimmung soll künftig vor Annahme der Räder das Oeffnen der Ablass- Hähne von dem Auflieferer verlangt werden, da­mit etwa noch vorhandenes Benzin abläuft. Fin­det sich der Auflieferer hierzu nicht bereit, so soll Annahme und Abfertigung des Kraftfahrrades verweigert werden.

* * Einführung der Stenographie bei der Reichsbahn. Durch Erlaß der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn ist die Kenntnis der Stenographie (mindestens 100 Silben Geschwindigkeit) amtlich für alle Beamten und Dienstanfänger der Reichsbahn (von Gruppe 7 an aufwärts) vorgeschrieben worden. Den übrigen Beamten wird die Erlernung der Stenographie empfohlen. Als einheitliches System wird das System Gabelsberger eingeführt.

** Das Wohltätigkeitskonzert (Kammermusikabend) des Wartburg­vereins am Mittwoch abend im Johannes- saal erfreute sich eines guten Zuspruchs. Das Programm war verständnisvoll zusammengestellt und enthielt Werke von ersten Meistern. Die Dar­bietungen des Streich-Quartets zeugten von großem Fleiß und waren für jeden Musikfreund ein Genuß. Jedem einzelnen merkte man den Eifer an, mit dem er sich in den Dienst der guten Sache gestellt hatte. Eine angenehme Ab­wechselung boten die von Frau Gertrud W e y l und Frl. Trudel T e tz l a f f vorgetragenen Lieder, Solis und Duette, ganz besonders letztere fanden warme Anerkennung. Die Begleitung lag in den Händen von Frl. Hella Maternus, die ihrer Aufgabe in mustergültiger Weise gerecht wurde. Alles in allem, dürfen der Wartburgverein und die Ausführenden stolz sein, daß sie die großen Schwierigkeiten, mit denen heutzutage eine jede solche Darbietung verbunden ist, überwanden und den sehr zahlreich erschienenen Hörern, die mit ihrem Beifall nicht kargten, einen genußreichen Abend zu bereiten vermochten. M.-D.

** Sein vierzigstes Arbeitsjubi­läum beging am Samstag der Schuhmacher H e i n r i ch V o l z bei der Firma Christian Weeg. Reben den Ehrungen durch den Geschäftsinhaber und die Mitarbeiter ließ die Hess. Handwerks­kammer dem Jubilar eine Ehrenurkunde, der Bund deutscher Schuhmacherinnungen, Sitz Berlin, ein Handschreiben, der Bund orthop. Schuhmacher- meister, Sitz Leipzig, und der Hess. Schuhmacher- meister-Ve^band entsprechende Glückwünsche über­mitteln.

Vornonzen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 7 älhrDer Ehestreik". Rund» funkhuus Löberstraße: Arie ausFideliv", Wal­zei aus demRvfenkavalier". Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Pat und Patochon". Aftoria- Lichtspiele:Die Welt in Flammen".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns mitgeteilt: 3n letzter Stunde sei noch­mals auf die heutige Erstaufführung der Reu- heit von Julius PohlDer E h e st r e i k" hin» gewiesen. Die Aufführung desheiteren Dorf­erlebnisses", wie der Verfasser sein Werk nennt, hat gestern abend am Dad-Rauheimer Kurtheater, wie zu erwarten war, einen lebhaften Erfolg erzielt.

Gießener Radfahrerverein 1885. Donnerstag außerordentl. Hauptvers ammlung. (Siehe Anzeige.)

G'a st Wirteverein. Morgen nachmit­tag Mitgliederversammlung. (Siehe Anzeige.)

Die Spielgemeinde des Bühnen- volksbundes wiederholt, wie im heutigen An­zeigenteil zu lesen ist, am Sonntag, 15. Juni, auf dec Waldbühne LienhardsWieland der Schmied" zu ermäßigten Preisen. Es wird dadurch bieten Gelegenheit gegeben, sich diese wertvolle Aufführung anzusehen, welche während der Pfingsttage auch auf der Amöneburg zur Dar­stellung gelangte.

Wettervoraussage

WoMg, südwestliche Winde, warm, leichte Regenfälle.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 9. Juni. Familienzuwachs ist ein an sich freudiges Ereignis, in der heutigen teuren und geldknappen Zeit aber mit mancher ei Schwierigkeiten verknüpft, besonders wenn es gilt, die elfte Ausstattung für die jungen Erdenbürger zu beschaffen. Diese an sich betrübende Tatsache sahen sicher.auch unsere hier nistenden Störche ein wenigstens ist dies anzunehmen, da sie ver­suchten, den von ihnen zu liefernden Kindern über die erste Schwierigkeit durch Mitgabe der notwendigsten Kleidungsstücke.hinwegzuhelfen. Sie füllten ihr Lager allerdings auf recht einfache Art auf, denn dieser Tage erst konnte Gerat er Lang» bein, der sich dadurch auch als Bruder Lang- finger vorstellig, beobachtet werden, wie er um 3um Bleichen ausgelegte Wäsche herumstol- zierte, schließliche an einem Prinzeßrock Ge­fallen fand und damit nach seinem Rest flog. In letzter Zeit ist dies oft beobachtet worden. Mancher Wäschediebstahl dürste somit wohl seine Aufklä­rung gefunden haben I

Harbach, 9. Juni. Dor unserer Kirche erhebt sich das Ehrenmal für d i e 17 Ge­fallenen unseres Dorfes. Gestern konnte die Weihe vollzogen werden. Aus den Rachbar» orten waren zahlreiche Festgäste erschienen. Den Festzug eröffneten die Angehörigen der Gefalle­nen, denen folgten Kriegerverein, Gesangverein, Schulkinder und Ortsvorstand. Bildhauer A l - b a ch von Burkhardsfelden enthüllte das Denk­mal, Schulkinder sagten Gedichte und der Gesang­verein fang mehrere Chöre. Pfarrer D ö l l - Wirberg sprach in seiner Weiherede tiefemp­fundene vaterländische Worte und forderte das deutsche Volk zu Cmigfeit und Geschlossenheit auf. Leider machte ein schweres Gewitter der Feier ein vorzeitiges Ende.

Ober-Bessingen, 9. Juni, Linser Kriegerdenkmal wurde gestern nachmittag unter sehr zahlreicher Beteiligung eingeweiht. Ein Festzug, an dem die Angehöügen der Gefallenen, die Vereine und Schulkinder teilnahmen, bewegte sich durch das Dorf nach dem Friedhof, wo der Denkstein errichtet ist. Pfarrer A h l h e i m - Mün­ster und Lehrer Jakob hielten Ansprachen, der Gesangverein und der Schülerchor trugen Lieder vor. Ein schwerer älnglückssall er­eignete sich an der abschüssigen Straße Ettings­hausen Harstenburg. Mehrere Radfahrer fuhren in raschem Tempo die Straße herunter, ein Fräu­lein Born mersheim konnte die Kurve nicht nehmen, rannte gegen einen Abweisstein und flog die Böschung hinunter. Bewußtlos trug man sie nach der Harstenburg. Reben äußeren Verletzun­gen stellte der schnell herbeigerufene Arzt eine Gehirnerschütterung und innereDer- leßungen fest. Die Verunglückte ist heute noch nicht transportfähig.

Kreis Schotten.

A Laubach, 9. Juni. Die Rache der Wild­diebe. Vor etwa neun Monaten wurde ein Wilderer von einem Förster, dem er mit der Waffe entgegentrat, erschossen. Dieser Tage fand nun der Förster vor seinem Jagdhaus einen Sack mit den Läufen von etwa zwanzig Rehen. An dem Sack hing ein Zettel mit dem Worte: Rache.

Hessen-Nassau.

* H o m b u r g v. d. H., 9. Juni. Heute nachmittag gegen 4 Llhr ereignete sich auf der

Strecke HomburgRauheim, uno Mar aus der über die Saalburg führenden Straße ein schwereSAutomvbilunglück. Der Di- rektor des Homburger Kurparksanatoriums Weber, der mit einer dort wohnenden Dame Frau M e b u s in seinem Automobil fuhr, konnte bei Hundstadt die Kurde, die er in über­mäßigem Tempo zu nehmen versuchte, nicht bewältigen. Er verlor die Herrschaft über die Maschine, die mit voller Geschwindigkeit ge­gen eine Telegraphenstange rannte. Der Wa­gen überschlug sich zweimal. Direktor Weber und Frau Medus waren auf der Stelle tot.

Landwirtschaft.

* Aus dem Kreise Gießen, 9. Juni. Die Saaten stehen recht gut, nur ist die Winterfrucht etwas kurz geblieben. Hieran ist das kalte Wetter schuld, das wir bis in den Mai hinein hatten. Der Roggen hat fast aus­geblüht. Infolge des feuchten Wetters haben besonders die Kleeäcker einen vorzüglichen Futterstand. Die Heuernte verspricht in diesem Jahr eine äußerst reichliche zu werden.

Turnen, Sport und SpieL

Ruderregatta in Gießen.

Zu der am 14. und 15. Ium in Gießen auf der Lahn ftattfmbenben 4 4. Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes, deren Leitung dem Gießener RuderklubHassia" 1906 übertragen ist, sind, wie man uns schreibt, zahl­reiche Meldungen seitens der Verbot ndsver eine eingegangen, so daß 21 Ausscheidungsrennen er­forderlich sind, die am Samstag, 14. Juni, nachm. von 5 ilßr ab, und Sonntag, t>Drm. von 8 Ähr ab, ausgefahren werden. Die Einzelergebnisse der Meldungen sind folgende: Gast vieres: 1.Fieiheit" Mühlheim, 2.Borussia" Frank­furt, 3. Wassersportv.Vorwärts" Ma an beim, 4.Germania" Kassel, 5.Germania," Of enbach: Anfänger-Vierer: 1. Rg. 1910 Fechmheim, 2.Borussia" Frankfurt, 3.ilnb.ne" Frankfurt, 4.Germania" Ofsenbach, 5.Hafsia" ©ießen, 6.Freiheit" Mühlheim: Junior-Vierer: 1. Freiheit" Mühlheim, 2.Hassia" Gießen, 3.Germania" Kastel, 4. Wassersportv. Lud­wigshafen: Junior-Einer: 1.Unbine" F ankfurt, 2.Hassia" Gießen: 5. Jungmann- V i e r er: 1.Hassia" Gießen, 2. Boot, 2.Hellas" Gießen 3.Wassersportv.Ludwigshafen, 4.Hassia" Gießen. 1. Doot. 5. Rv. 1919 Wetzlar. 6.Llndine" Frankfurt,Vorwärts" Offenbach, 8. Rg. 1910 Fechenheim: Stadt-Viere r: 1.Vorwärts" Offenbach, 2.Hassia" Gießen, 3.Germania" Offenbach, 4.Vorwärts" Mannheim, 5.Ger­mania" Kastel, Alte-Her-ren-Vi er er: 1.Hassia" Gießen 2.Vorwärts" Offenbach: Lahn-Vierer: 1.Hassia" Gießen, 2.Vor­wärts" Offenbach, 3.Germania" Offenbachs 4.Borussia" Frankfurt, 5.Germania" Kastel: Schüler-Vierer: 1.Vorwärts" Mannheim, 2.Hassia" Gießen, 3.Germania" Offenbach, 4.Freiheit" Mühlheim: Lahn-Achter: 1.Hassia" Gießen, 2. Rg. 1910 Fechenheim, 3.Germania" Offenbach: Ermunterungs- nietet: 1. Rg. 1910 Fechenheim. 2.Hassia" Gießen, 2. Doot 3.Unbine" Franffurt, 4. Hassia" Gießen 1. Doot, 5.Vorwärts" Offen­bach, 6.Borussia" Frankfurt: Großer Ach­ter: 1.Vorwärts" Mannheim, 2.Vorwärts" Offenbach. Bei sämtlichen Rennen kommen wert­volle Ehrenpreise zur Ausfahrt, von denen be­sonders zu erwähnen sind beim Stadt-Vierer der Wanderpreis der Stadt Gießen, beim Lahn- Vierer der Herausforderungspreis des Vereins Llfeilritik" 1922 Gießen und beim Großen Achter der Ehrenpreis des Gießener Brauhauses 21. u. W. Denninghoff. (Siehe Anzeige in der Samstag» nummer.)

Die Deutsche Fußballmeisterschaft.

Berlin, 10. Juni. Am ersten Pfingstfeier- tag errang der Erste Fußballklub Rürn- berg im Berliner Stadion zum dritten Male den deutschen Fußballmeistertitel gegen den Ham­burger Sportverein mit 2:0. Der Spielverlauf rechtfertigte den Sieg Rürnbergs, dessen Mann­schaft im Spiele weit überlegen war.

Der Verband der Turnerschaften auf Deut­schen Hochschulen (D. C.)

hält in den Tagen vom 11. bis 17. Juni erst­malig wieder nach dem Kriege sein großes Turn­fest ab, und zwar in Goslar, nachdem infolge der politischen Verhältnisse die alte Feststadt Gotha zur Zeit nicht geeignet erscheint. Dom 11. Juni an finden die turnerischen und sportlichen Wettkämpfe statt, die am Rachmittag des 13.Juni in den Entscheidungskämpfen ihren Ausklang fin­den. Am folgenden Tage beginnen die Verhand­

lungen über Verbands- und allgemein vatev« ländische, wie studentische Angelegenheiten. Sie dauern bis zum 16./17. Juni. $?. ----

Deutsch-akademisches Olympia.

Sne Ausschreibungen für das Deutsch-akade­mische Olympia in Marburg vom 18. bis 20. Jull si.id erschienen. Sie sind das Ergebnis einer neuer Beratung des Deutschen Hochschulamts für Lei­besübungen mit bei' Hochschul-Turn» und Sport« lehrerschaft. Teilnahmeberechtigt sind alle an einer deutschen Hochschule eingeschriebenen Studenten und Studentinnen deutscher Staatsangehörigkeit und Studierende deutscher Zunge des A rslandeS sowie Altakademiker mit mindestens 6 Semestern an einer deutschen Hochschule in den für sie vor­gesehenen Wettbewerben. Der Meldeschluß ist am 30. Juni. Als zeitgemäße erfreuliche Reuerung ist die verbindliche Einsendung eines sportärzt­lichen Antersuchungsblattes für jeden Teilnehmer an den Wettkämpfen zu bemerken. Die Kämpf« gliedern sich in Mannschaftskämpse (Musterriegen­turnen, Dreikamps Staffeln, Spiele), in Mehr­kämpfe und in Einzelkämpfe im Gerätturnen, Leichtathletik, Schwimmen, Fechten, Tennis. Für den Deutschen Akademischen Mehrkampf (Reun- kampf) sowie für den Schwimm-Mehrkampf sind auch Ali-Kademiker zugelassen. Außerdem wird ein Faustballspiel für Studentinnen ausgeschrieben.

Gefallenen-Gedenktafel km Stadion.

Die Festigung der deutschen Mark ermöglicht es, einen Gedinken der Gefallenen-Ehrung wie­der aufzunehmen, der unmittelbar nach dem Kriege beschlossen wurde. Das Deutsche Stadion im Grünewald, der Gemeinbesitz der Deut­schen Turn- und Sportgemeinde, soll zugleich eine Gedenkstätte der Gefallenen im Welt­kriege sein. So will jetzt der Verband Branden­burgischer Athletikvereine eine Dronzetafel für seine Gefallenen im Stadion anbringen lassen, und mehrere Berliner und auswärtige Sport­vereine haben das gleiche Ansuchen an den Reichs­ausschuß gerichtet. Auch im Deutschen Schwimm» verband schweben ähnliche Verhandlungen. Di« Tafeln würden an der 8000 Meter im Umkreis messenden Wand angebracht werden, welche i>w Sitzplätze vom Wandelgang trennt.

Vermischtes«

Ein furchtbarer Orkan in Düsseldorf.

Düsseldorf, 9. Juni. (Priv.-Tel.) Die Stadt ist am ersten Pfingstseiertag durch einen Orkan von ungewöhnlichen Verheerungen heim­gesucht worden. Gegen 2 Llhr, als der Sturm seinen Höhepunkt erreicht hatte, stürzte der Turm der St. Martinskirche ein und durchschlug ein daneben liegendes Haus, das zum größten Teil zerstört worden ist. Hier­bei wurde ein Mann getötet und eine Frau und ein Kind schwer verwundet. Ein großer Teil der im südlichen Stadtteil liegenden Anlagen ist vollständig zerstört worden. Die Bäume, die entwurzelt oder in einer anderen Form zer­stört wurden, zählen nach Tausenden. Die Ernte in der Umgegenb ist zum größten Teil ver­nichtet worden.

Aus dem Amtsverkündigunqsblatt.'

* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 38 vom 6. Juni enthält: äleberwachung der MineralwasserfabriLation. Termin zur Vor­lage der Rechnungen. Llusgewiesenenfürforge. Felbbereinigungen. Dienstnachrichten. Straßensperre. 1

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Lumda, den 10. Juni 1924. Bürgermeisterei Lumda.

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