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Kriminalfall zu Ein grober Cbe:

tliner Chirurg Hal sich erschossen

Rätsels.

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Gießen (Steinstraße 88), den 8. Dezember 1924.

Heute nacht verschied plötzlich und unerwartet unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante

In tiefer Trauer:

Familie Willi. Rühl.

id Land.

* Dezember 1924 '^nachtspak.

- Mörderen?! Der Roman eine-Ver­teidigers. von Walter V l o e m (in der neuen RvmanreihcSchattenbilder des Lebens", Ver­lag von Otto Liebmann, Berlin. Walter Bloem ist bisher vorwiegend durch seine vaterländischen

" Der Pol izeibericht meldet: Gmilie De ucker aus Dotrop. geb. am 2. 9. 99, hier

Romane bekannt geworden, hier hat er einen Kriminalfall zu einem reifen Kunstwerk gestaltet.

Das dessen Lichl blendet, verliert an Zugkraft.

Versuchen Sie Osram-Nftra, opal.

Bekanntmachung.

Stetr.: Erhebung von Beilragsvorschüssen zur land-- und forstwirtschaftlichen Derussgenossenschast für Heben.

Oluf die Bekanntmachung an den An. schlagstaseln wird verwiesen.

Gießen, den 6 Dezember 1924. W6iß

Der Oberbürgermeister. 3. 03.: l)r. Freh

Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt.

011965

Elisabeth Keßler geb. Wagner

im Alter von 82Jahren.

Frische Fische

Mittwoch früh 9 U6r: üfl. Stelcto, M. 4045 öl. Selnfler RotWee-mica o. g.

Die für das Kalenderjahr 1924 ausqe- stellten Ausweiskarten für die Fahrpreis, ermäßigung verlieren mit dem 31. Dezember lfd. Is. ihre Gültigkeit.

ifugendpflegevereine der Stadt Gießen, die für das kommende Jahr in den Genuß der Fahrpreisermäßigung kommen wollen, müssen schriftlichen Antrag bei dem Jugend, amt der Stadt Gießen, BaNenstrage 2, Zimmer Nr. 17 einreichen.

Der Antrag muß den Namen und den Sitz des Vereins und die genaue Anschrift des Vorsitzenden enthalten.

Gießen, den 8 Dezember 1924.

Der Oberbürgermeister. 9867B

Wohlf.-Amt (Abi. Jugendamt) gez.Or.Frey,

Ein hinterlassene Brief an seine junge Gattin verrät die Ursache: Furcht vor der herannahen- den GeistesumnachtungI Plötzlich wird die junge Witwe verhaftet. Ihre Zofe bezichtigt sie un­erhörter Tat. Sie habe ihrem Ollannc den Todes- entschluh und den zu seiner Erklärung bestimmten Brief in der Hypnose suggeriert. Durch die verschlungenen Pfade eines Kriminalverfahrens geleitet uns die Erzählung bis zur dramatischen Schwurgericht-Verhandlung und zur Lösung des

___ Berühmter

Mineralbrunnen sucht für seine Naturfüllung kturzgrfaßte Abhandlung bezw. Gebrauchsanweisung über Anwendung der Quelle bei ver. schiedenen Krankheiten.

Beschreibung, Analyse und Gutachten werden zur Verfügung gestellt. Ausführende wollen unter Angabe des Honorars Mitteilung unter 9087 an Herso, Mitteldeutsche An. noncen-Erpeditton, Gießen geben. y^iZy

Welt.

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mo 60-70 ui. «c noröfee-Saöllaa mit ßonf BR 1Vl-4ofünbtfi. B'd. 35 ^sg. W PorkionS SchellfischePsd.30Vf. M Ceebecht o. K., Psuud 70 Ps. 6 KWÄISMÄ Babnbosstr. 27 8ftreit>r. 1631

i Ausgehobene Straßensperre. > Vom Polizeiamt wird uns geschrieben. Die unterm i 1. Oktober d. Is. angcordnete Sperrung derLöber- s strabe wird hiermit wieder aufgehoben.

1 Ö- ti. Personalien. Der Kasseninspektor ^bei der Klinik für psychische und nervöse Krank- i betten an unserer Universität, Friedrich Rasp, wurde aus sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Januar 1925 ab aus dem Slaatsdienst ent­lassen. Der Ministerialrevftor Paul Dlache ' wurde mit Wirkung vom gleichen Tage ab zum .^assenobersekrctär bei derselben Anstalt ernannt

D i e Bortragsvereinigung hatte [für M.tlwochobend ©ebeimoat Winkel aus Harburg zu einem Lichtbildervortrag über das ' ^heinaDie Etsri^senhohlen im Tennengebirge bsi Salzburg" eingeladen. Der Abend dürfte wohl [iu den interessantesten Veranstaltungen zu zählen lein, die die VortragSvereiniguna bisher geboten [Mt. Zahlreiche, zum großen Teil farbige Licht- Ibilbcr dienten zur Erläuterung der sehr fesselnden Ausführungen des Redners, der zu den besten J ennern dieser Höhlenpalästc gehört. In dreistün- i gem Aufstieg von Werfen, einem Eisenbahn- I'vtenpunkt in der Rähe von Salzburg, gelangt man zu dem Eingang der Höhle, einem rbesigen '.i'ach von 20 Meter Breite und 25 Meter Höhe. D)lcr werden die Besucher mit Steigeisen und Höh- kstnlampen ausgerüstet und unter fachmännischer Führung ihnen die vielen Herrlichkeiten dieser un- llcnrdischcn Märchenwelt gezeigt. Den Hauptan- ksiebungSpunkt bildet ein Gletscher, der sich in einer jt'ingc von einem Kilometer in das Gebirge hin- rinciftixrcft und wohl einer der größten, unter» ^irdischen Gletscher der Welt ist. Rur schwer und vollkommen lassen sich all die Raturschönheitcn In Worten und im Bild schildern, die sich hiev Wem Besucher bieten: Eisberge. Eistürme, gesro- jterc Seen von spiegelhellem Cis, Tropfsteine von ! Meter Durchmesser In einer Länge von 40 Kilometer sind bis jetzt diese unterirdischen Gänge «tkundet, und jedes Jahr dringen die Höhlensor- jlbcr, unter denen sich auch einige Damen bc» Kirben, weiter vor, ohne daß cs bisher den gor- Ahern gelungen ist, ein Ende dieser Höhlengänge m finden. Es war ein besonderer Genuß, den Her Redner mit seinem Vortrag den Besuchern Dt6 Abends bot und dafür allseitigen Beifall fand. Reiber hatte der Vortragsabend nicht den Besuch ^lszuweisen, den er eigentlich verdient hätte, -o-

iS i n biblischer Vortrag. Man be­lichtet uns: Gestern aben) facrd im S ngsaal des Wealgymnasiums ein biblischer Dortr.g über tning. Ioh. 3,16 statt. Der Redner wies in Itfon Derer Weise auf die Li.be und Gn.'dc GottcS hin und versuchte die Zuhörer mit derselben be- fonnt zu michcn. Er zeigt:, wie diese ia d.r Dr- ting ;be des Schi s Gott s für verlorene © aber isienbcrrt sei, und wie jetzt jeder durch den Glau- jtn an den Sohn Go t s Frieden m t ©:1t und -V>igeS Leb n empfange. Tie weit ren Verträge Mnden an jed m Ad n) dieser Woche einschl-

s »um , uec oe»onoeren azcoeutung und Weihe De#

6 m Seivlchtr t i Festtage angepaßt werden, ebenso rein sportliche

m noch der 1. Al ! Veranstaltungen, die ohne öffentliche Umzüge 3.3one 80 $(. m> '

erden in der 1.^

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Vuche« tft auegrwWvrt 3*en «tuet Der immer wieder neu und fugendfrisch wirkend« Bilder von Adolf Menzel, stehen 31 prächtige Tiesdanktafeln, die Bildnisse noch Gross. Pesne. Röchlmg, Lamp Hausen, ferner Schlachten und Landschaften Darftdlen Jeder gute Deutsche wird reichen Gewinn von diesem Buche haben, vor allem aber gehört es in die Hände unserer Jugend. 1398

Deutschkundliche Bücherei. (Ucr- lofl von Quelle Ä Meyer in CeU^I®.) Die ^Deutschkundliche Bücherei" hat sich bereits einen sicheren Platz bei allen erobert, die sich mit deutscher Sprache, Literatur und Kultur beschäf­tigen wollen und eine gediegene Einführung suchen. Sech# neue Hefte liegen vor au» her Feder führender Männer der Wissenschaft und Schule. Professor Stammler fteßl auf aeisteSge- schichilichem Hintergrund die Entwicklung des religiösen Dramas im Mittel­alter bar. Don demselben Verfasser stammt die Deutsche Theatergeschichte, in bet -um erstenmal die Geschichte bc# deutschen Theater» und der deutschen Schauspielkunst al# ein Teil der deutschen Geistesgeschichte enhnideU wird. Sehr originell ist Fauths Geschichte der neuern Lyrik, die in Klopstock und Herder bis Hoffmann-thal, Rilke und George und den neuesten Erpressionisten reicht. Sine glän­zend geschriebene liebersicht über die geistigen Strömungen des 19. Jahrhunderts gibt Walzel, Der berühmte Donner Literatur­historiker. Doette schildert den Kulturkrei» um Äa*r( den Großen Weimer gibt einen tiebetblirf des Erziehung »wesens von Den ersten Anfängen bis zur Gegenwart in knapp­ster Fassung, aber doch unter Hervorhebung aller leitenden Gedanken 1384

Der Stampf des deutschen Vol­kes um seine innere Freiheit und Einheit von 18 1 4-1 9 24. Don Obcr- stuDiendirektvr Dr. W Hohmann. (Quelle & Meyer in Leipzig.) Wie groß Die Unsicherheit und Zerrissenheit ist, mtt Der Die meisten Deut­schen und gerade die gebildeten Schichten des Bürgertum» Dem geschichtlichen Erleben in Der Gegenwart und Der frühen historischen Entwick­lung ihres Mikes aegenüberstanden, haben die letzten Jahre oinreichend gezeigt. Viele kämpfen, durch Schlagworte ober falschen Historismus ge­bannt, auf falscher Front. An diese breiten Schichten wendet sich das Buch, daS getragen von tiefer Liebe zu Volk und Vaterland. einen Lieberblick über das Ringen des deutschen Vol­kes um seine innere Einheit und Freiheit von Den Freiheitskriegen bis auf den Parteihader unserer Tag? gibt. 1382

G Papini, Lebensgeschichte Ehristi, ins 2)eul'che übertragen von Mar Schwarz. (Allgemeine Verlagsanstalt in Mün­chen.) Dieses Buch, das im Ausland bereits in vielen Hundert tau senden von Gremplaren ver­breitet ist, ist ein Werk, das weit über den Rahmen einer Lektüre hinaus dem katholischen Leser eine große innere Freude gibt: Die Aus­deutung des Lebens Christi, Die Ausdeutung seiner Lehre, gesehen von einem tiefgläubigen

WTB. Dte neuen Höchstsätze ver ErwerbSlofenunterstützung hat da» Leichsorbeitsn, ncsterium nunmehr bekanntgege­ben. Die Erhöhung, Die am 15. Dezember in Kraft tritt, beträgt entsprechend Den Aufbesserungen bet Veamtengehällei und Der Reichsarbeiter- löhne 1015 v.H. Frauen, Die für Familicn- «naehörige zu sorgen haben. finD Den Männern «lruhgeftelll. Dem Wunsche des letzten Reichstags hie Gleichstellung für alle, auch für Die allein­stehenden Frauen auSzufprechen. hat sich Das Leichsarbeitsministerium nachzukommen bemüht, ist Dabei aber dens lben schwerwiegenden finanz- und wirtschastSpol t.schen Bedenk.n begegnet, wie schon früher, tim nicht Die Erhöhung Der tinter- stützungen im übrigen zu verzögern. Die auch für die alleinstehenden Frauen eine fühlbare Ver­besserung gegenüber Dem bisherigen Zustande brinat. hat daS ReichSarveitsrnmisterium davon absehen müssen. Die Frage gegenwärtig endgültig zu klären. ES ist beabsichtigt. ,ie aber im Cinver- rehrnen mit Den beteiligten Reichsressorts unver- -üglich bei Dem neuen Reichstag zur Erörterung zu stellen.

" Lustbarkeiten in Der Advents- leit und am 1. WeihnachtSseiertag. Sn Der ganzen ADvenlSzeit und am 1. Wech- nachtsseiertag Dürfen öffentliche Tanzbelustigun- ;en nicht stattfinden. Rur bei geschlossenen Ge- ellschaften kann unter tirnsländen davon abge-i wichen werden. Auch sind für den 1. Weihnachts- Jiertag und für Den Vorabend desselben ösfent- che Lustbarkeiten untersagt. Theatralische Aus- sührungen, Vorführungen in Ltchtspielhäuscrn Und Konzerte an Den beiden letztgenannten Ta- gen werden nur Dann zugelassen, wenn Die Dar­bietungen ernsten oder belchrmden Inhalts finD und Der besonderen Bedeutung und Weihe De#

27. Rovember gern locten Wohnungsd eb stählen nicht in Frage. Durch eine irrtümlich2 Auf-

I faffung eines Hot7langestel ten wurde i n 5 en- denduche diese P rson als Täterin b zeichnet. D e Ermittlungen und ©egmüberfteUwigen hab n dann aber ergeben, daß sie mit Der Dtebn nicht i identtsch ist. Die Ermtttlungen nach Der richtigen 1 Diebin sind im Gange.

lüh Sonntag um by4 tihr statt, mtt AuSnaymc von heute, Diertstag. abend, wo Der Vortrag bereit» ura ? . tibr beginnt.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater. 7l - tihr .Li bfrauenrnilch". - Lichtspi lh.uS, Bahnhofstraße .Gib mich sr^". Hessftche Bild.rbühne: William ^lechvog^l» mertwurdige Abenteuer im Zilmland.

Aus dem Stadttheaterbureau. wird uns geschrieben: Die nächste Ausführung des Märchen» .Schnühelbutzhäusel-. DaS am Sonntag bei Der Erstaufführung so außer­ordentlich gefallen hat. ist mit Rücksicht aus Die Schulkerien von Samstag. Den 13. Dezember, auf Montag. Den 22. Dezember, verschoben wo Den Die _ kommende Woche bringt noch zwei Reu- a 'fführungen. am M tttvoch im Aoonncment den hübschen Schwank ..Unsere kleine Frau" von Aoery Hopwood mit Rita Andre in Der Titelrolle und am Donnerstag Die Operette -Hoheit tanzt Walzer" von Leo Ascher. Die Handlung und Mus k dieses Werkes lehnt sich an Die ll^ssischen Vorbilder dieser Genres an, und Die Operette hat vor Dem Kriege in ver­schiedenen Gastspielen von Dad-Rauheirn und Ems und hier starken Besuch und vielen An­klang gefunden.

lieber Den Lutherfilm, Der ami Mittwoch, dem 10., unD Donerstag, 11. Dezember in der hiesigen Stadtkirche gezeigt wird, berich­tet eine Stimme aus Der IohanesgemeinDe in Darmstadt folgendes: .Der letzte Sontag brachte unserer Iohaneskirche ein Ereignis von beson­derer Bedeutung: Die erstmalige Vorführung eines Films in unserem Gotteshaus. Richt we­nige giöt's, Die ein solches Unternehmen ablehnen zu müssen glauben. Ihre Abneigung rührt sicher daher, daß dieser Sproß der Technik leider schon recht oft mißbräuchlichen Zwecken gedient und in­folgedessen ein gewisses Vorurteil und stttliche' Bedenken geschaffen hat. Doch darf man nicht: vergessen, daß nicht Die Lichtspielkunst als solche so manchen Schmutz und Kitsch auf Die LeinwanD gebracht und damit verderbliche Einflüsse bewirkt hat. sondern daß man sie als Werkzeug, als Wit­tel zum Zweck in Den Dienst einer schlechten Sache gestellt hat. Warum sollte sie nicht auch anderen, höheren Zwecken Dienen könnnen? Kann sie nicht auch wie Farben und Töne, Wort und Schrift dazu beitragen, unser Glaubensleben zu ver­tiefen? Dies sollte der Zweck und der Sinn fein, Der Der Aufführung des Lutherfilms am letzten Sonntag ?.<runde lag, unD keine Bedenken Dürfen deshalb Dagegen einzuwenden sein. Daß Die Kirche infolge Wangels an Räumlichkeiten zur Vorsüh- rung DeS Films gewählt wurde, zumal Die Vor­führung selbst ganz im Rahmen einer kirchlichen Feier durch einleitende Worte des Herrn Pfar­rers Wagner, Orgelspiel, Gemeindegesang unD Segen gehalten war. Seit langem schon kenneni wir Lutherfestspiele und Lichtbilder, die Episoden aus Luthers Leben Darstellen. Doch nichts Hal uns Martin Luther menschlich so nahe gebracht, als gerade dieser einfache, schlichte Film im Gottes­haus. Wir erlebten sein Leben, sein Werden und Wachsen, seine Kämpfe und Siege, nicht weil wir nur wenige Momente seines Lebens im Biö>e- festgehalten sahen, sondern weil er tatsächlich vor unteren Augen wandelte. Wir gingen mtt ihm zur Schule, wir erlebten seinen Entschluß, Mönch zu werden und begleiteten ihn $ur Pforte Des Augu­stinerklosters, unD es ergriff uns sein Zögewr vor tieberschreiten Der Schwelle. Wir litten mit ihm, als er sich vor Eajetan verantworten mußte und folgten ihm mit Bangen die Stufen »hinan zum Reichstag zu Worms. Sein Leben auf Der Wartburg, seine Versuchung durch den Satan, alles stand so lebendig vor unseren Augen, und wir bedauerten, daß der Film nur al^u rasch zu Ende war und wir nicht auch Luthers spätere Jahre erleben Durften.** Man beachte Den heu­tigen Anzeigenteil.

Die deutsche Stabt und Landschaft im Luftbild.

Man schreibt uns: Die Ges.-llschaft für Erd- und Völkerkunde, der Hess. Verein für Volks­kunde. Der Verein für Lustsch ffahrt und Der Derkehrsverein zu,Gießen vc ran st alten Mittwoch. 10. Dezember, abends 8V. tihr. in Der tini- vers tätsaula einen Lichtb lderabend. bei dem Dr. Gisenlvhr über5> i e deutsche Stadt und Landschaft im Luftbild" sprechen wird.

Es wird durch Diesen Dortrag Gelegenheit geboten, deutsche Städte und Landschaften von oben zu sehen. Das Lustb ID ist in gew sser Weise eine Karte, die gleichzeitig ein Bild. d. h. eine Ansicht gibt. W r schm nicht allein alles im Bilde dargestellte in feiner Lage, sondern auch in seiner Eigenheit, ob Wald oder Flld, ob Stadt oder Dors, ob niedersächs sch', fränkische oder alemannische Hofanlage usw. Wegen D cf er Ver­einigung von Karte und Ansicht hat sich das Flicgerb'ld sehr schnell feine St llung a's geo- graph fches tinterrichts- und Ansch uun.'s.nittcl erworben. Bei dieser Gelegenheit soll auf einige Eigenheiten hingewiesen werden, welche das Fliegerbild einvg schön z igen kann. Fangen wir beim Stadtb ld an. Deutlich tritt b i älteren Städten Der in tt lalt.rliche Stadtkern g genüler

Mittwoch, den 10. und Donnerstag, den 11.Dezember, in der Stadtkirche Film-Vorführung

Martin Luther ver Kampf seines Lebens Nachmittags 5 Uhr für Schüler Eintrittspreis 25 Pf. 9850D Abends 8 Uhr für Erwachsene Eintrittspreise 50 Pf. und Steuer.

Mitkrooch, den 10. Dezember 1924, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (Ium Löwen) zwangsweise gegen Barzahlung:

(Hobelbank, lGekonomie- wagen mit Haften und etwa 600 Rollen Tapeten.

Versteigerung ooraussichtUch bestimmt. ee**D Junker, Gerichtsvollzieher.

ven iMieten neuen Stadtteilen hervor. Watt und Mauer sind bei Den wenigsten Städten noch er­halten. doch läßt scch der einstige Verlauf durch die Straßenführung, Die G ebelstellung d rHäuier. die Bauart usw. noch deutlich erkennen. Fast aus­nahmslos ist der Wall nach Riederl.gung zu Anlagen umgewandclt word.n Die Stadttore machen sich noch heute im Straßenbild bemerk­bar. Das Straßennetz der Altstadt lauft an Den Punkten zusammen, wo früher der Durchlaß, meist nach den vier Himmelsrichtungen, sich be­fand. Alte Städte zeigen ein gewundenes, un­regelmäßige» Straßennetz, neuer angelegte, und Arnar schon alle m ttelalterlichen Äolon J.crung»- stähte östlich Der 6ibe. das g rabe Straßennetz Der rechteck gen Anlage. Bei ersteren sind der Martt- play ddct Die verschi.»Denen Märkte in D etecks oder Kreisform vorhanden, bei den neueren ist ein rechteckiger Häuserblock für ihn ausgespart. Besonders schön ist meist Die Ortslage der Stadt zu sehen. D. h. die Lage im Gelände. Mit viel Verständnis ist Der Platz so auSgewählt. daß seine natürlichen Schuybedingungen voll au»- genutzt werden konnten. F uhschl ngen. Hügel, Sümpfe sind für Den Schutz der Stadt von Bedeutung. In vielen 5dien haben sich Die Häuser um Burgen herum gruppiert oder um Klöster, deren Daulichke t m noch beute stark hev- vorstehen. D.i der ländlichen Siedclung fällt de Einzelhofsiedelung. wie sie z. D. in Schw r .wald, Westfalen und Dem Marschland sich erhalten hat, gegenüber Der grschlossenen Dorfs ebtlung aus. Die Dcrfanlage unterscheiDet sich bei den ein­zelnen deutschen Stämmen to.eDcrum, nicht nur Im Hausbau, sondern auch Im Dorfplan. Das alte germanische Haufendorf ist vom' wendischen (sla­wischen) Rundling verschieden. Im ersteren F lle ist Die Lage Der Gebäude w llkürl ch. Ln letzt ren stehen sie kreis- oder ellipsenförmig um einen Dorsplatz. Die Rodung der d utsch n Wäld.r im Mittelalter, zur Zeit als das Ack.-rland für die Bevölkerung knapp wurde, liefert lange Straßendörfer, bei denen d.e Höfe zu beiden Seiten einer Straße liegen, während das dazu­gehörige Ackerland als lang -r Streifen hinter dem Hauke liegt, bis zum Gemeindewald. In manchen Fällen ist bei Der Flureinte lung noch Die altgermanifche Dreiselderw rtschast zu er­lernten, Die aus der Höhe so gut sichtbar ist. Ferner heben sich ticfgcl gei es Wiesenland, höh r- gelegene» Ackerland ab. Außerordentlich re ch ist erst das Material.'daS aus der Luft g Wonnen werden kann, für § üsse und ihre Seitenarme. Bei Seen und stehenden oder ruhig fließenden Ge­wässern ist jeweils der tintergrunö zu sehen, a/B. das unter rd sche Delta eines Flu'sas, Sand­bänke und anderes mehr, ganz zu schweigen von den An nahmen im Lu,tmerr selbst, den Wal en und allen dem, was rein vom fchönheitlichen Standpunkt von oben beobachttt werden kann.

Büchertisch.

* Handwörterbuch der Staats- Wissenschaften. Herausgegeben von L. Elster, Ad. Weber und Fr. Wieser im Verlag Gustav Fischer in Jena. Von Dem Monumental werk deutscher nationalökotwrnischer Wissenschaft liegt jetzt die 4. Auflage bis zur 48. Lie­ferung vor. Das Werk ist so befamit und seit langen Jahren für jeden, der sich mit volks­wirtschaftlichen Dingen beschäftigt, so uncirtbebr- lich, daß sich jedes besondere Lob erübrigt Allein Die Tatsache, daß Der Verlag in den schwie­rigen Rachtriegsjahven an Die Reuauflage eines so umfangreichen Werkes heran treten konnte, er­hellt Die Rotwendigkeit des Handwörterbuchs. Das Werk bringt in alphabetischer Reihenfolge Artikel über jede einzelne Frage aus dem Ge­biet der StaatSwistenschaften. deren Grenzen da­bei sehr weit gezogen sind. Jedes Problem wird von dem für den Gegenstand sachkundigsten For­scher in aller Ausfühvlichkeit dargestellt. Reiche Citeraturangaben, Die jedem Aufsatz gesondert beigefügt sind, ermöglichen leicht den Weg zu eigener Weiterarbeit Innerhalb Der Artikel er­leichtert eine durchlaufeTid eingehaltene Gliede­rung Die schnelle Orientierung. Die neue Auslage berücksichtigt die letzten Forschungsergebnisse, die neuesten Statistiken und hat auch in den wert­vollen biographischen Rotizen übet verstorbene Gelehrte und Männer der Praxis eine Vervoll­ständigung erjagten. H63

Friedrich der Große, unser Held und Führer. Don Oskar Fritfch. I F. Lehmanns Verlag in München. In Steif- deckel 4 Mk., Leinwand gebunden 5 Mk. Die deutsche Gegenwart schreit nach Männern und Da sie an ihnen arm ist. wendet sie ihre Blicke in Die Vergangenheit. Dori aber ist kaum einer so dazu berufen, uns Führer zu sein, wie der große, preußische König. Friednch hat die Auf­gabe. an Der die deutschen Staatsmänner des. Weltkriegs und der Rachkriegszeit gescheitert sind, gelöst. Er hat sich und den Staat einer Welt von Feinden gegenüb.t siegreich behauptet weil er ein klares Ziel, festen Willen und Auf­opferungsfähigkeit hatte. Oskar Fritsch weih nicht nur Die ziemlcch bekannte Lebensgeschichte König Friedrichs durch neue und merkwürdige Züge zu beleben; er weiß vor allem des Zlönigs Wesen, seinen Glauben, seine Weltanschauung, seine Ansichten über Staat und Königtum leben­dig zu machen and mit unseren heutigen Sorgen und Röten zu verknüpfen. Die Ausstattung des

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Postversendung dieses Hinwcisej af jöienlichste 2lustcätz diesem Gewicht- iigem eine Ärsleib»

2. Zone sind ja übet 10 bis!- das eine 5 ÄS-^I 4 2 Pakete, vovl", i üonü6cr 13 biilU , von denen M»e 1 bt sich dann eint l j 1 Kg, von 20 Fl i 13 fig. und von Jone sind J ** 7 bis 10 8g.au" ' bis 5 Kg. tW |iDei Pakete, »on * 7-ö von ube- ikete, von denen F

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