fd>tenene 3mvnmtm1ter v cyweher heflattgte, Mb Me Broschüre wegen 'BetetMgung her Staats- anwaltschafl bcschlag nahmt sei und Mb sich der Ministerrat mit Meter Angelegenheit beschäftigen werde. 2H8 es zur Abstimmung über die vorliegenden Anträge tommen sollte.
be-weifelle der Abg. Stang (Bahr. Dpt.) die Beschlußfähig^ t des Hause«,
weil ein Teil seiner Parteifreunde nicht zugegen 4ei. Aus diese (Eröffnung hjn erhob sich bei den Demokraten und Sozialdemokraten ein Ent - rü st u n g« sturm. Es wurden Rufe taut wie: -Pfui Teufel, Diätenschieber und Lügner." Der Präsident hob die Sitzung auf. Reue Unruhe und Grregung gegen die Bayrische Dotkspartei erhob -ich, als der fraktionslose Abgeordnete Dr. Zahnbrecher erklärte, die Abgeordneten der Bayrischen Vollspcrrtei hätten vereinbart, den Saal zu verlassen, und als der Abgeordnete Timm (Soz.) ierklärte. Mb di« Bayrische DvlkSpartei, um daS Volksbegehren durch-usetzen, die Landtagsauslösung verschoben habe.
Bei Wiederaufnahme der Sitzung, zu der die Minister nicht erschienen waren, entstand eine längere GeschästSordnungstobatle über die Obst ruktionSpcliuk der Dayr. Dolksparlei. — Abg. Stang bezweifelt wiederum dre Beschlustsähigkeit des Hauses, und eine Zählung der Abgeordneten ergibt tatsächlich bk Deschlubunfähigkeit.
Die Leiden der Pfalz.
Pirmasens, 9. Febr. (Priv.-Tel.) Der .'französische Dezirksdelegierte von Pirmasens hat nunmehr die Zusage erteilt. Mb er auf die von der Beamtenschaft für die Wiederaufnahme der Arbeit gestellten Bedingungen eingeht und die Garantie dafür übernehmen werde. Mb die städtischen Beamten gegen neue Dewalt- mahnahmen den nötigen Schutz erhalten und Mb die jetzigen Zustände, die sich unter der Gewaltherrschaft der Separatisten focr- ausgestellt haben, sich nicht mehr wiederholen. Die erste Wirkung dieser veränderten Haltung deS französischen Bezirksdelegierten war die, Mb die von den Separatisten verhafteten 6 P olizeich eamt en wieder auf freien Fuh gesetzt trnir- den. Die städtischen Beamten werden ihre Arbeit wieder aufnehmen, sobald der sogenannte separa- 'listische Erwerbslosenrat das Rathaus, In dem «r seinen Sitz aufgeschlagen hat, geräumt haben wird.
Um sich die nötigen Gelder für die Erwerb«- losenunterstützung zu verschaffen, hak der fepa* ictftifdte Bezirkskommissac von Pirmasens, Schwab, a.tgeorbnet, daß die Stadtrate so lange in Haft gehalten werden sollen, bl« von der Regierung in Heidelberg Gelder zur Er« werbSlofenunterstützung gez-rhlt würden.
Aulästlich der Verhaftung deS Stadlrats Gregro von Rockenhausen kam es zu einer spontanen Demonstration der Einwohner von Rockenhausen, die die sofortige Freilassung des Derhafleten verlangten, die StadtauSgänge durch Barrikaden versperrten, um eine gewaltsame Der- fchleppung des Verhafteten zu verhindern. Die französische GenMrmerie und Kriminalbeamte (teilten eine An'xrhl von Ra men der Demonstranten fest. Gegen den katholischen und den protestantischen Dekan ist durch die französische DesatzungS- Behörde eine Untersuchung eingcl llet worden, M Vie beiden Geistlichen die Demonstration der Bevölkerung gegen die Separatisten v e r a n l a b t hätten. Austerdem hat die französische Besatzungsbehörde als Sanktion die BerkehrSsperre verhängt und Abhallen von Turn- und Singstunden verboten.
Deutschland und der Völkerbund.
r London, 8. Febr. (Wvlsf) In einer Rede aus dem ersten Zahresessen der Englisch- Oösterreichischon Gesellschaft sag!« gestern abend Mr Lordpräsident des Geheimen Rates LordP a r- m oo r. der Grundsatz MS Völkerbundes sei eine unbedingt« Notwendigkeit. Die augenblickliche Schwäche deS Völkerbundes sei Mrauf zurückzu- sühren, Mb er noch nicht alle Länder umfasse. Glücklicherweise sei Oesterreich Mitglied des Völkerbundes, aber eS g?be eine grosteSchwe- sterrepubltk, die mit den Oesterreichern befreundet sei und wie er hoffe,
in Zukunft auch mit England befreundet sein itoetto, nämlich die deutsche Republik. Zwischen ityr und Oesterreich müsse stets das Verhältnis der Verwandtschaft und gemeinsamer nationaler Ideen herrsch:n. Parmoorwarf dann einen Blick in die Zukunft, wo er die deutsche
Dom Chassidismus.
Von Prof. D. Karl Ludwig Schmidt.
ES ist einfach und zugleich schwer, über die Bedeutung Mr chassiliichen Bewegung deS Judentums, die mancher aus Mm östlichen Kriegsschauplatz kennen gelernt haben mag, ein Wort zu sagen. Einfach: weil die Lehre dieser im ganzen Ostjudenlum vorherrschenden mysti ch-kabdatisti- schen Richtung sich in dem eindrucksvollen Sah vereinigen lästt, Mb Gott in jedem Ding zu schauen und durch jede reine Tat zu erreichen sei. Schwer: well die Hintergründe, Grundlagen und Folgerungen einer sich so eindeutig gebenden Lebenshaltung, die dabei in mystische Glut getaucht ist, nicht leicht zu vcrinhaltlichen sind. Die Frage ist. welche wirkliche Bedeutung diese chassidische (chassid fromm) Lehre innerhalb und auherhalb deS Judentum- hat. Unter den Juden selbst besteht keine Einigkeit Mrüber. Die «inen halten den EhnssidiSmu-Z für einen wüsten und wirren Wahnglauben. Die anMren erhoffen von ihm eine vollkommene Erneuerung des Judentums. Darüber hinaus gebt MS Bewußtsein, Mb es sich um Gröberes als Ms Schicksal eines Volkes und den Werst eines VolkstumS handelt, nämlich um urmenschliche und allmenschliche Dinge. Damit wird ein grober und ernster Anspruch erhoben: MS IuMntum ist mehr als eine konfessionelle oder nationale Gemeinschaft, die ihr SonMrMsein führt: es wirkt sich In thm ein geistiger Prozeß aus, Mr für die ganze Menschheit wichtig ist. Geheimnisse wollen sich er- schließen, die Mr Mystik aller Zeiten eigen find. Wer die geist-leiblichen Geschichten Mr chassidischen Zabdits (zaddik = gerecht) lieft, wird erinnert an Jakob Böhme, an Swedenborg u. a. In die weit verästelten religiösen Strömungen der Gegenwart mündet so etwas Wesenhaftes «in. bei dem wir allen Ernste- fragen müssen, ob wir es miss en möchten oder könnten. Wem die
Die Bevölkerungsbewegung in Gietzen im Zahre 1923.
Vom KreiSgesundheitsamt teilt unS Amtsarzt Dr. Echüppert mit:
3m Jahre 1923 wurden in der Stadt Dietzen von einheimischen Müttern 552 f639 in 1922) lebend« Kinder geboren (490 ehelich, 62 un- ehelich), und zwar 308 männlichen und 244 weiblichen Geschlechts. Wie auch In Mn Vorjahren die Knabengeburten überwiegen, zeigt folgende Zusammenstellung:
1919 : 287 Knaben, 262 Mädchen
1920 : 362 336
1921: 356 . 348
1922 : 324 , 315
1923: 303 244
Auf eine durchschnittliche Einwohnerzahl von 33 000 Einwohnern berechnet, kommen 16.6 Geburten auf je 1030 Einwohner. Einschlieblich Mr zumeist In der Frauenklinik geborenen Kinder ortsfremder Mütter kamen in Giestem im ganzen 965 Kinder zur Welt (1922: 1052).
Totgeboren wurden im ganzen 36 (47) eheliche und 11 (6) uneh.stich« Kinder: davon entfallen auf (Siebener Mütter 10 (24) ebelu)? und 1 (6) uneheliche, zusammen 11 (30) Totgeburten.
Rach der Zusammenstellu-rg des Standesamts fanden im Berichtsjahr 290 E h e s ch l i e b u n gen gegen 328 im Jahre 1922 statt. Welche gewaltigen Schwankungen der Krieg für die Ahl Mr Eheschliehungen in Mr Stadt (Sieben zur Folge hatte, möge folgende Darstellung veranschaulichen, die auch erkennen labt, vor welche Ausgaben Ms Wohnungsamt gestellt war und noch ist! Die Zistern unter Öen Leisten stellen die Jahreszahlen, die über den Leisten die jeweiligen Eheschliebungsziffern Mr.
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Die Zahl Mr Gestorbenen betrug im Jahre 1923 - einschlieblich 308 (354 In 1922)
Ortsfremden, welche in Mn hiesigen Klinrken und anderen Krankenanstalten starben — 692 (729), die sich in folgender Welse auf die einzelnen Altersklassen verteilen:
Altersklasse i ” j . I "E"
o 2 8 Z --Q " Einheimisch« 44 22 7 28 101 68 114 384
Ortsfremde 41 12 22 64-119 31 19 308
85 34 29.92 220 99 133 692
Die 308 ortsfremden, in den Krankenanstalten GietzenS Verstorbenen bleiben nachstehend auber Betracht, ihre Berücksichtigung würde für die Sterblichkeitszahlen der Stadt ein falsches Brld geben. Von Mn 334 einheimischen Verstorbenen waren 193 männlichen und 191 weiblichen Geschlechts Auf die oben genannte Einwohnerzahl berechnet, beträgt die Slrrbiichkeltszrffer 11.6 bro Tausend Die im Vergleich mit anMren Städten verhältnismästig günstige Sterbeziffer unserer Stadt Mlrug in den letzten 14 Zähren. 1910: 9,9. 1911: 10,4, 1912: HL. 1913: 8,6, 1914: 11,0, 1915: 11,4, 1916: 10,3, 1917: 11,8, 1918: 13,7, 1919: 13,2 (Grippeepidemie), 1920: 11,7, 1921: 11,6, 1922: 11,2, 1923: 11,6 Prozent.
Betrachten wir die 384 Todesfälle der einheimischen Verstorbenen nach Mn wichtigeren Krankheiten und Krankheitsgruppen, so ergibt sich folgendes (die entsprechenden Zahlen MS Jahres 1922 sind in Klammern beigefügt):
Don den 44 (42) gestorbenen Kindern des ersten Lebensjahres fallen 12 (21) Sterbefälle auf angeborene Lebensschwäche, Frühgeburt, Mistbildungen u. dgl.; 40niaI (32) ist Altersschwäche als Todesursache anacgcMn. Von den 114 Verstorbenen der letzten Altersklasse hatten 33 daS 80. und 3 (männliche) Ms 90. Qebend- jahr überschritten: der älteste Mann war 95 Zähre 10 Monate alt geworden.
-oet 29 uns gemeldeten Erkrankungen an Diphtherie und 66 an Scharlach ist ein Todesfall nicht vvrgekommen (1922: 36 Scharlach- und 19 Diphtherieerkrankungen mit 2 Todesfällen Mi stehteron). Eine im August beginnende und bis Ende des (Wahres sich auSdehnenM Mafernepid »mie hatte 12 Todesfälle zumeist an Lungenentzündu ng zur Folge, und zwar fielen in den August, Sep- temMr und Dezember je 1, in Oktober 3 und November 6 Todesfälle: diese betrafen (auber ein 7jährig«S Schulkind im November) nur Kinder bis zu 5 Jahren. Von Typhus und Paratyphus sind uns je zwei Fälle gemelMt worden, die in Genesung übergingen. An epidemtscher Kinderlähmung erkrankten 4 Kinder.
An TuMrkulofe starben 48 (22) Personen, davon 40 (12) an Lungenschwindsucht. Lungenentzündung führte in 46 (38), Grippe in 4 (12), Krankheiten Mr Atmungsorgane In 11 (16), Mr Kreislauforgane in 48 (35), Ms Zentralnervensystems in 11 (14) und der Harnwege in 18 (15) Fällen zum Tod. Gehirnschlag ist 26mal (36) alS Todesursache aufgeführt. Akutem Magenkatarrh erlagen 4 (3) Kinder im Säuglingsalter. Blind- MrmentAÜnbung forderte kein Opfer (3 im Vorjahre). KrebS führte in 39 (35) Fällen und andere bösartige Neubildungen in 11 (6) Fällen zum Tod. Infolge Selbstmords schieden aus dem Leben 8 (6) Personen, und zwar 5 männliche und 3 weiblich«: In 3(2) Fällen ist Verunglückung als Todesursache angegeben.
Republik im Völkerbünde sehe, wie sie mit Hist« von Oesterreich und England dieselbeWand- lung durchmachr, die in Oesterreich erfolgt sei, so Mb Deutschland mit Mr Aussicht auf Frieden und Gedeihen von DeschwerMn und Sorgen befreit werden könnte, die jetzt auf ihm lasteten.
Ruhlands Antwort an England.
London, 8. Febr. (WB.) Rakowski hat die russische Antwort auf die letzte englische Rote persönlich im Fcrelgn Office überreich:. Die russische Regierung spricht über die jüngste englische Note, in der die Sowjeiregierung anerkannt warto, ihre Befriedigung aus und erhärt ihre Bereitwilligkeit, alle schwebenden Fragen in freundschaftlichem Geiste zu erörtern. Die Sowjetregre- rung sei daher bereit, in Bälde Bevollmäch - t i ft t e nach London zu entsenden, zu Mren Aufgabe auch die Regelung Mr ausstehenden Ansprüche und Derpslich ungen sowie die Festsetzung von Mitteln zur Herstellung Ms rustischen Kredrts in Grobbritannien gehören würde. Dre Antwort erklärt sich etnverslairden mit Mr brUischen An-
sicht, Mb gegenseitiges Vertrauen und Nrchtern- Mischung in die inneren Angelegenheiten Mr Mir den Länder unerlästliche Vorbedingungen feien für eine Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rustland und Großbritannien. Die Antwort schließt mit Mr Mi tcilung, Mb Rakowski die Funktionen des Geschäftsträgers In London übertragen worden feien.
Das italienisch-russische Abkommen.
Rom 8. Febr. (WTD) Nachdem.Messa- gero" stellt Ms italienisch-russische Abkommen einen allgemeinen Vertrag Mr, dessen wichtigst« Klauseln folgenM Punkte M treff en: Lieferung russischen Getreides an Italien gegen) Ankauf italienischer Waren, Herabsetzung Mr russischen Zolltarife, Erleichterungen für die Einfahrt italienischer Handelsschiffe tn die russischen Häfen usw. Bezüglich Mr Kandidaten für die Botschafter st eilen tn Rom und Moskau zeigt man sich äuberft reserviert. — 3n offiziellen Kreisen soll man erklären, Mb dir Anerkennung der Sowjetregierung durch Italien
Frage des Judentums, einerlei zu welcher Antwort er kommen mag, vor Mr Seele steht, kann nicht vorüber, weil sich hier völkische Geschichte, rnenschheitliche Geschichte, heilige Geschichte her- ausstellt. Dis wichtige Symptom ist hier Mr jüdisch« Schriftsteller Martm Buber, Mr die Monatsschrift „Der Jude" als unabhängiges Organ für Erkenntnis und Forderung Ms letonbi- gen Judentums herausgibt und Mssen Leben und Schaffen immer stärker um Mn Ehassidrsmus kreist, ihn ausfchvvfend und weiterbildend. In einer Betrachtung über die heutig« Mutsche Literatur schrieb unlängst Hermann Hesse über die Bewegung auf protestantischer und katholischer Seite und meinte, zwei neuere katholische Bücher (Landsbergs .Mittelalter" und Hugo Balls .Byzantinisches Ehriftcntum") zusammen mit des Juden Martin Buber letztem Buch .Der grobe Maggid"*) schienen ihm, Mr weder Katholik noch 3uM sei, die schönsten Bücher Mr letzten zwei Jahre zu sein. WaS hat eS mit diesem Urteil auf sich? WaS hat es mit Mm Stoff IMS- muS auf sich? Um wenigstens in etwas einen vorläufigen Begriff davon zu geben, seien ein paar Geschichten aus Mm soeben genannten Buch mitgeteilt.
Grenze deSRats.
Die Schüler deS Daalfchem horten von einem Mann als von einem Weisen reden. Einige unter ihnen verlangte eS, ihn anszufuchen und feine Lehre zu erfahren. Der Meister gab ihnen die Erlaubnis: sie aber fraaten weiter: .Und woran sollen wir erkennen, oo er ein wahrer Zaddik ffi?" .Erbittet von 15m". antwortete Mr Bial- schcm, .einen Rat, wie ihr es anrufangcn habt, damit die fremden DeMnken euch nichi mehr Mim Beten und Lernen (töten. Gibt er euch ehren Rat. so wistt ihr. Mtz er Mr Nich:inen einer ist. Denn da» ist Mr Dienst Mr Menschen
♦) Mi Rütten & Corning, Frankfurt a. M
in der Welt bis zur ToMsstunM, Mal um Mal mit dem FremMn zu nngen und es Mal um Mal einzuheben tn die Eigenheit MS göttlichen Namens."
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Die Rede.
An jeMm Abend nach Mm Debet ging Mr Dänischem in seine StuM, zwei Kerzen wurden vor ihn gestellt und das geheimnisvolle Buch Mr Schöpfung mit anderen Büchern auf Mn Tisch gelegt Dann wurden in einem alle vorgelassen, die seines Rats bedurften, und er redete zu ihnen bis an die elfte Stunde.
Als an- einem Abend die Leute von tonnen gingen, sprach einer von ihnen zu seinem Gefährten, wie ihm die Worte, die Mr Baalschrm an ihn richtete, recht tooblaeten hätten. Der andere aber verwies ihm solches Geschwätz: sie hätten doch die Stube zusammen betreten und all die Zeit seither h-iM der Meister zu feinem als zu ihm geredet Ein dritter, Mr dies horte, mischte sich lächelnd ein: wie wunderlich sie sich Mibe irrten — habe doch Mr Rabbi Mn ganzen JTtonb mit ihm ein vertrautes Delvräch ge- sühn. Gleicherweise liest sich ein Diener, ein fünfter vernehmen, endlich bekannten all« durcheinander. was ihnen wiMrfatzren war. Doch schon im nächsten Augenblick verstummten sie.
Die erste deutsche Ssen beton-Talsperre.
Die Verwendung von Beton Mim Bau von Talsperren bietet grohe wir:schaftliche Vorteile, und deshalb hat man im Au-land. besonders in Amerika und Italien, bereit» versch.edm lich solche Anlagen bergefteUt Auch In Deutschland fehlte eS nicht an En.würfen, aber Me Ausführung stietz Ml den die (S-n’bmiiunq erteilenden Stel.en bisher Immer auf Schwierigkeiten, biS jetzt endlich die erste ®i en beton-Talsperre Deutschlands zu Vöhrenbach Im badischen Schwarz- ,
erst effektiv toerM. wenn dte urrtmetcyneten Doku» mente ratifiziert seien. 3n Italien erfolgt die Ratifizierung am 7 März durch ein König iches Dekret und tn Moskau durch das Komitee. Für Mn Posten des Botschafters in Moskau wird der ehemalige italienische Botschafter tn Berlin d' Martino genannt
Crine neue Vcrhnftnuq im RaÖ Lecckt.
Berlin, 8. Febr. (Wolff.) Von der Berliner politischen Polizei wurde Major a. D. Gilbert verhaftet Mr Li die Assäre MS geplanten Anschlages auf ton General von Seeckt eine bisher noch nicht geklärte Rolle gefvielt haben solle. Die Verhaftung soll allerding» wegen a ,r. derer politischer Delikte erfolgt sein.
Aus Stadt und Land.
Diesten, ton 9. Februar 1924.
•• Ernennungen tn der hohen hessischen Justiz. Zum Präsiden en Ms Oderlandesgerichts in Darmstadt wurde der Senats- Präsident Ludwig Lana in Darmstadt ernannt Lang ist tn OtoiMfien geboren, wurM1893 Staate- anwalt in Mainz, 1895 solcher In Darmstadt, 1899 Landgerichtsra tin Darmstadt, 1908 ^berftaar: antoalt in ® i e 6 e n und 1911 Oberlantosgerichts- rat In Darmstadt, 1923 übernahm er die Stelle eines Senatspräfidenten. Er gilt, gleich seinem Vorgänger Dr. Best, al» gant bm»orragcnMv Jurist. — Zum Landgerich Spläsitom en in Darmstadt tourto tor erst am 1. Oktober vorigen ZahreS zum Landgerichtspräsitonten in Sieben ernannte Dr. Stein bestimmt. Auch ihm geht Mr Rus eines vorzüglichen GesetzeStenners voraus. — Der AmtSgerichtSrat Ad^ll Plagge in Os- senbach tourto zum Am:Sgerich:Sdirektor ernannt
D i e Gutscheine der Stadt Gie- st e n werden, nachdem sie von der Stadtverwaltung zur Einlösung aufgerufen worden sln> vom 11. Februar ab an ton Postkassen nicht mehr In Zahlung genommen.
* Da« wertbeständige Notgeld deSArbcitgcberverbandeSfürLahn- flau undOberheffen wird In unserem heutigen Anzeigentell mit Wirkung ab 10 Februar mit einmonatiger Frist zur Einlösung aufgerufen. Man brachte die Anzcige.
•• ® l e O ft e r |e r t e n 1 92 4. DaS Landes- amt für tos DiltongSw?s«n gibt bekannt, tost da« Schuljahr 1923 24 am 5. Apirl endigt. Di« Osterferien tocnnnen am 6. April und dauern br« zum 27. Avril. DaS neue Schuljahr beginnt am 28. April mit tor Aufnahmeprüfung und am 29. April mit dem Unterricht.
•• Der Oberhessische Künstlerverein wird am Sonntag, ton 17. d. M., eine Ausstellung von Werten hessischer Künstler eröffnen.
' Eine gute nationale Tat kann man wieder einmal Mm Lichtspielhaus, Bahnhof st raste nachrühmen. Dem vor einigen Monaten gebrachten AufklärunaSfilm über ton Schandfrieden von Versailles last: es jebt einen ebenso treff sichen aufflärenMn Film über FranrreichS Schandtaten an derRuhr folgen. Der Film, Mssen Inaugenscheimrahme wir allen MUbürgern sehr warm empfehlen können, wird bis etnschl. Sonntag abend vorgeführt. Er ist unter den größten Gefahren für die Overateure Inmitten tor feindlichen Wüterich« ausgenommen wvrton und zeigt uns in erschütternden Bildern di« schwere und vielfältige Drangsal unserer Brü- Mr und Schwestern Im Ruhrgebiet, denen die brutale Soldateska Frankreichs Ruhe und Sicherheit in der Heimat, ja vielfach sogar biete selbst geraubt hat. Aber er lästt auch deutlich werden, oast unsere Volksgenossen im Ruhrgebiet ihr Deutschtun. über alles stellen und damit vorbildlich geworton sind für manch« Deutschen im untoseyten Vaterland, toi denen die nationale Rückgratsestlgkei! leitor noch immer allerlei zu wünschen übrig lästt. Julius v Bastlneller aus NeuhauS i. W., der die Ruhrschanto unserer französischen Feind« alS Augenzeuge In den verschiedensten Orten tos Industriegebiets mltedebt hat, craänxt dis Schrift- und Bildberich'.e MS Films durch daS gesvrochene, von 'raterländischa Lcldenfchast durchglühte Wort und lästt uns da- toi die gewaltige Dröste des Martyriums nahe- kommen, daS unseren Volksgenofe-.r an Ruhr und Rhein einen Ehrenplatz in tor deutschen Geschichte sichert. Dem nationalen Schwung der Stunde trägt der mitvorgeführte, vor rund zehn Hahren herausgekommene ErinnerungSfilm an unteren Frciheitsdichter und -kämpser Theodor Körner in bester Weise Rechnung: auch hier belebt ein Begleikvvrtrag die Dildvvrführungen. Beide Filmwerke verdienen das uneingeschränkte Inter- esse aller Mitbürger.
Waid angelegt wird, lieber die Bedeutung dieser neuartigen L<llsp«rre macht Dipl-Ing. Mangold in der .Umschau" näher« Mitteilunzen. Der Bau wird von der Stadtgemeinde Vöhrenbach au-g^ süh^-l, die sich durch die AuSnüyung Mr Linach im ^inzugSgebtet tor oberen Dcniu vom Fern- to-ug von Kraft und Licht unabhängig machev will. Die Staumauer liegt an einer engen Talsperre. Das Daster fliestt durch einen Stollen von 340 Meter Länge und nrchher durch eine 1650 Meter lange Hangrohrlertun i dem Wasserschiost zu. daS durch eine Fallrohrleitung vrn 234 Nieter Länge mit dem Kraftwerk verbunden ist. DaS Gefälle beträgt 60 Meter bei rund 2 Kim. Entfernung Das Staubecken fastt 1,1 Millionen Kdm, und ist nach Mm Tal durch eine 25 Meter hohe Steinmauer au« Sisentotvn abgrschlvsssr. Gegenüber einer massiven Vollmauer bedeutet diese Beton mauer «in« Ersparnis von der Hälfte tor Baukosten: sie farm fa angelegt werden, tost die Festigkeit tos Baustoff« bU zur zulässigen Grenze auSaenutzt wird. Dadurch, dast b.t Wasserdruck durch eine Reihe sch:«fliegenr>.r Gewölbe ausgenommen und durch ripp«7»artiae Pfeiler auf den Fett unke gründ übertragen wird, ist ein grober Vorteil gegenüber ton massiven Staumauern gegeben, toi tonen e« tn erster Linie auf die Mauer» mässe antommt, während die Festigkeit nur in ten untersten Schichten und nur bei groben Mauer- hohen ausgenutzt werden tonn. Die Verwendung Ms Betons bietet also grvst« Vor ei le: cuMr dem billigeren Material auch eine kürzere Bauzeit. Skuu kommt hier eine sehr praktische Pumpspei- ctorunq zum erstenmal in Brden -ur Ausbühmmg. Die Hcrhresleistung au« dem Staubecken kann dadurch auf 3 Millionen KilowaNftr-n en gesteigert werden Da« Vterk stellt in feiner Gesamtheit eine interessante Verbindung tor verschleMturr» tigften Möglichkeiten der Wassertvastausnuyung dar. Q&


