,r< es oer nare verstand, Der Das Höchste Der Kunst hervorbringt; ... aber der Verstand mühte so verständig werden, dah er sich immer vom lebendigen Gefühl leiten läht."
Es hat auch bei ihm Zeiten gegeben, wo er sich mehr dem Verstand überlieh. Denn das Verbundensein mit der Erde wurde ihm auch zur bewußten Erkenntnis, und er versuchte zuweilen, diese Erkenntnis allegorisch auszuwerten. Das durchschnitt die Einheit dieser Werke, die so entstanden. Aber selbst hier, in dieser Schwäche, ist er liebenswert, und ist, auch sie nur ein Zug, der dem deutschen Wesen allzu sehr verbunden, dieses Grübeln um die letzten Dinge, dieses Deutenwollen von Werden und Vergehen und dies Streben ins Mythische und Mystische.
3ft er gestorben? Er konnte uns nicht sterben. Der Meister, der in friedlicher Stille bis in ein Tizicmiches Alter hinein schuf, lebt für uns, für sein Volk weiter. Wir werden uns vielleicht eines Tages fragen: Weshalb kommt kein neues Bild Thomas mehr zu uns, .... und wir werden dann gewahr werden, dah er nicht mehr unter uns ist. Er ist wie das deutsche Volkslied: es ist tiefster, innerster Besitz des ganzen Volkes, es hat keinen Anfang und kann nie vergehen.
Das Beileid
des Reichspräsidenten.
Berlin, 7. Rov. (WTD.) Der Reichspräsident richtete an die Schwester von Hans Thoma folgendes Beileidstelegramm: „Ihnen ter Schwester und Pflegerin Hans Thomas spreche ich beim Hinscheiden des Meisters meine aufrichtige Anteilnahme aus. Mein badisches Heimatland verliert mit Hans Thoma den Meister, der sein innerstes Wesen ersaht und d a r g e st e l l t hat, ganz Deutschland einen der größten und würdigsten Verkitteter unseres Volls- tums, die Kulturwelt einen der Ersten im Reiche der bildenden Kunst.
Der Fall Nathufius.
Botschaftsrat von Rintelen in der Liller Arrestanstalt.
Paris 8.Rov. (211.) Der deutsche Botschaftsrat von Rintelen, der im Auftrage der deutschen Botschaft seit Mittwoch abend in Lille weilt, hat gestern General von Rathusius in der Arrestanstalt besucht. Der Unterreixungi wohnte auf Veranlassung des kommandierenden fixmzösischrn Generals ein Artillerieleutnant bei. Rathus us hat dem Botschaftsrat eine Reihe von Entlastungszeugen namhaft gemacht, die die deutsche Botschaft herbeizuschaff en versuchen wird. Der Metzer Rechtsanwalt A i - c o l a i, den General von Rathusius m i t s e i n e r Verteidigung beauftragt hat, hält sich zur Zeit in Paris auf und wird in einigen* Tagen nach Lille reisen. Botschaftsrat v o n R i n- telen ist gestern abend 7 Uhr nach Paris zurück- gekehrt, um dem Botschafter Bericht zu erstatten und die deutsche Regierung über die Lage und die eingeleiteten Schritte in einer Depesche zu unterrichten. Botschaftsrat von Rintelen wird wahrscheinlich heute, Samstag, nach Lille zurück- kehven. Gestern früh war General von Rathusius von einem leicht en Unwo hlsein befallen. Rintelen hat vor seiner Abreise eine Erklärung abgegeben, in der er sagt, dah General von Ra- thusius gegen das über ihn gefällte Urteil probtest tert. Heber die diplomatischen Folgen, die die Verhaftung des deutschen Generals Äach sich ziehen kann, erklärte der Botschaftsrat, . dah sie von den Beschlüssen der beiden Regierun- rgen abhängig sei.
Der Zwischenfall von Ingolstadt.
Frankreich hat endlich, was es seit langem anstrebt: einen Zwischenfall bei der Militärkontrollei Die ganze Pariser Presse jubelt heute, hat sich doch nun der Vorfall abgespielt, der es ermöglicht, ein lautes Geschrei über die Widerstände zu erheben, die die französischen Kontrollorgane bi Deutschland finden. Dah aber gerade Frankreich es ist, welches in den letzten Wochm d -rch seine Politik der Radelstiche die deutsche Ocffentlichkeit aufs neue gegen sich aufgebracht hat. darüber werden die französischen Blätter natürlich nichts berichten. Es ist aber jedem Deutschen klar, dah es sich bei diesem Zwischenfall nur um die Unbesonnenheit einiger Personen gehandelt hat. Der „Vorwärts" allerdings wittert hinter diesem Vorfall bereits mehr und stellt die Frage nach den Drahtziehern. Diese Frage müssen wir allerdings auch stellen, aber nicht in dem Sinne des genannten sozialdemokratischen Blattes; uns will es eher scheinen, als ob cs sich in Ingolstadt um eine von den Franzosen bestellte Arbeit handelt. Denn schließlich sind doch die Herren Konrrolstffiziere nicht nur da, um die letzte ®ene- ralinspeftion vorzunrhrnen, sie müssen doch nach dem Wrnsch ihres ehemaligen Chefs und jetzigen Krieg ^Ministers in Paris auch für entsprechende Zwischenfälle sorgen. Leider ist es nicht gelungen, Diejenigen zu verhaften, die die empörte Menge zu diesem unbedachten Schritt verleiteten. Cs wird auch nicht gelingen, diese Drahtzieher zu fassen, denn sie haben sich beizeiten gedrückt.
Die Steuerminderungen.
B 2 r l i n , 6 R'v. (TU.) In ter D sprechung der' Fina :zmi ä'ter der Länder, im ReichZfina^- Ministerium, rirde nach eingcherrder Be.'atung ein Aus s ch u h gew hlt, zur Ausarbei ung v n Rich Linie * für die Auf ahme von auswärtigen Anl.-ihr.r durtz Lntz r und ©erntet den De.' Au.- schuh setzt sich zu am men aus Vertretern des R i i Ba x»"ns,
Sc-'r H^:, mb-crgs. Hamburgs und D e- mcns. Die D r u rgm über die geplüntet Steuer- milbei ungen werden heute vormi tag fortge eht w-u-dcu. Die Fi a-zmi rist r waren gestern a end Gäste des Reich fmanzministers. Rach der in Pen b t ilig ei Kreie >. v rhe r cheiden Meinu-g kann man damit rechten, dah im Laufe des heutigen Damsrag ei e positive Lösung auf Grün., .vv-. der Teimlt lungsvcr chäg> uno unter Aus sä, .r klung des Art. 48 erzielt werde.
Der neue badische Staatspräsident.
Karlsruhe, 8. Rov. (TU.) Dec badische Landiag wählte i en Minister für Kultus und Unterricht Dr. e l l p a ch l^Dem.) mit 61 von 71 abgegebenen v änmen < um Staatspräsidenten, und iü n Minister des Innern R e m m e l e iSoz.) mit CO Stimmen zu seinem Stellvectreter,
ZumPraftDentendceLanvrages wurde Zentrumsabgeordneter Baumgartner mit großer Mehrheit wiedergewählt.
Die Landtagskandidaten der Deutschen Dolkspartei.
Die Deutsche Volkspartei in Hessen hat für die Landtagswahl, die ?u lammen mit Le: Re chst g n uw-h. an 7 De mbe stattfindet, felgenden Wahlvorschlag auge'tcllt: 1. Ling l.ey, Rechtsanwalt, Darmsla-t; 2. Sch tt, Landwirt und Bürgermeister, Uffhofen (Kreis Alzey); 3. Birnbaum, Frl. Maria, Lehrerin, Gießen; 4. Scholz, Kaufmann, stellv. Prä ident der Mainzer Handelskamm.r, Mai z; 5. Henry, Zi n- mermeifter und Stadtverord..eter, Darmsta-t; 6. Dr. Äicpcth. Dürgerm i e:, Kr is russchuhmi .- glied des Kreises Lauterbach, Schlitz; 7. v. Hchl, Fabrikant, Worms; 8. Dr. Keller. Oberstudie i- direktor, Büdingen; 9. Läufer, Arbei ersekretär und Stadtverordneter, Darmstadt; 10. Heyne, Re- g.erungsrat a. D., Offenbach; 11. Dubors. Leh er, Kreisausschuhmitglied des KreifeZ Beshem, Lampertheim; 12. Wolf. Lm'wirc. Albig (Kreis Alzey); 13. Deinhard, H ustrru. Darmstadt; 14. Müller, Kaufmann, Bad-Ra hem; 15. Düräl in, Pfarrer, Michelstadt i. Odenw.; 16. Pennrich, Deigeordnet r, Dingen; 17. Dr. Fuchs, De erinä «• arzt, Wimpfen; 18. Möllrnger, 'Zurecubeamtin, Pfeddersheim; 19. Schön ag, Schoeft.ermcister, Mainz; 20. Jost, Lehrer und Stadtverordne er, Offenbach; 21. Schudt, Landgerich.Sdicektor, Gießen.
Tirpitz, deutschnationaler Spitzenkandidat in Bayern.
München, 8. Rov. (TU.) Die Vertreter- taoung der Deutschnationalen Volkspartei für den Wahlkreis Oberbayern-Schwaben nahm mit stürmischem Beifall die Rachricht auf, dah der Groh- admiral von Tirpitz sich bereit erklärt hat, die Spitzenkandidatur für den Wahlkreis Oberbayern- Schwaben anzunehmen.
Die sozialdemokratischen Kandidaten für Berlin.
Berlin, 8. Rov. (Priv.°Tel. des WTD.) Gin auherordentl'cher Berliner Dezirksparteitag der Sozialdemokratie stellte gestern die Kandidaten für den Reichstag und Landtag auf. Auf der Reichstagsvorschlagsliste für den Wahlkreis Berlin marschieren an erster Shelle Crispien und Hugo Heimann, auf der Vorschlagsliste für den Wahlkreis Potsdam II Zubeil und Eduard Bernstein. Aus der Landtagsliste für den ersten Wahlkreis Berlin steht an erster Stelle Paul Hirsch und auf der Liste des zweiten WahlkrPotsdam i FriedrichBa r tels. Ferner beschloh der Dezir8Parteitag, dem Parteivorstand zu empfehlen, Adolf Hoffmann an sicherer Stelle auf die pveuhische Landesliste zu setzen.
Die gemäßigten Sozialisten gegen Landtagsauslösung in
Lachsen.
Dresden, 7. Rov. (TU.) Die gemäßigte sozialdemokratische Fraktionsmehrheit des Sächsischen Landtages hat beschlossen, in der morgigen Sitzung des Landtages gegen die Auflösungsanträge zu stimmen, sich also Über den Beschluß des Leipziger Landesparteitages hinwegzusetzen.
Wahlkampfzwischenfälle in Halle.
Halle a. S., 7. Rov. (TU.) Am Schlüsse einer deu t fchn a t i ona len WcchlDersammlung kam es zwischen Angehörigen des Reichsbanners und des Stahlhelms im Saale zu einer Rauferei. Da auch die Polizei angegriffen wurde, machte sie von ihrem Gummiknüppel Gebrauch. Die Reichsbannerleute versuchten, die Versammlung des öfteren zu stören. Dor dem Versammlungslokal hatten sich ebenfalls Hunderte von Personen ein^efunden. Die Polizei mußte die Straße wieder räumen.
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Das deutsche Kolonialeigentum in Kamerun.
London, 7. Rov. (TU.) Am 24. und 25. Rovember werden die von der englischen Regierung in Kamerun beschlagnahmten deutschen Grundstücke und Plantagen mit einem Gesamtareal von 50000 Hektar oder 100 000 Morgen ohne jeg liche Einschränkung zum öffentlichen Verkauf angeboten. Das Angebot der Firma Henton u. Son umfaßt 58 Einzelobjekte, deren Größe 35 000 Hektar oder 70 000 Morgen beträgt. Die Versuche der englischen Regierung, diese Besitzungen im Jahre 1922 loszuschlagen, wobei deutsche Käufer ausgeschlossen waren, haben sich als erfolglos erwiesen. Diesmal sind deshalb auch deutsche Käufer zugelassen.
Japan in China.
Die Politik der Nichteinmischung.
Berlin, 8. Rov. (TU.) Don einer hervorragenden, mit den fernöstlichen Angelegenheiten bestens vertrauten Persönlichfeit wird der Tele- graphen-Union mitgeteilt: Die japanische Regierung ist nach wie vor bemüht, das Unruhezentrum in China zu beschränken, ohne dabei Chinas Souveränität zu verletzen und ohne die Politik der absoluten Richteinmisch- ung aufzugeben. Diese Politik schließe jedoch die Ergreifung von Maßnahmen zum Schuhe der japanischen Untertanen in China nicht aus. Japans sehnlichster Wunsch sei, daß China seine eigenen Angelegenheiten selbst ordne, denn Japan fürchte, daß in diesem wichtigen Augenblick irgendwelche Mißgriffe zu einem Mißverständnis mit den anderen Mächten und damit zu einer neuen Storung des fernöstlichen Friedens fuhren könne. Das japanische Kabinett und die Wirtschaft verfolgen die Vorgänge in China mit ernster Sorge und erwarten sehn» lichst die baldige Einstellung der Feindseligkeiten, die bereits eine ungeheure Depression zur Folge haben. Japan werde nicht zugeben, daß man China zu einem zweiten Dal kaust aa t macht.
Eine Militärdiktatur Tschanglsolins?
London, 8. Rov. (TU.) TschangtsolmS Vorirupp« . Haven Peking erreicht. Dte Rationalkonferenz ter chinesischen ®cne»
rate unö tütjirenben Politiker, die die neue vvaars- forrn festsetzen sollen, dürfte erst in zwei Monaten stattfinden. Dis dahin soll China von einer Regierung beherrscht werden, die beit Charakter einer Militärdiktatur trägt.
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Deutsche nach Südafrika!
Rach dem Kriege hat infolge der stark eingeengten wirtschaftlichen Verhältnisse die Auswanderung aus dem durch ten Versailler Vertrag an allen Gliedern verstümmelten Deutschen Reiche außerordentlich zugenommen. Leider haben die Auswander er st röme.-Pcht immer den Weg genommen, der für d^s Deutschtum im Auslande, wie auch für das wirtschaftliche F)rtkornmen der Auswanderer auch nur einigermaßen günstig war Zum Te l sind sie amerikanischen Qtndspckalanten zum Opfer gefallen, z. T. haben sie in ohnehin stark mit Arbeitskräften übersättigten Ländern nach wenigen Monaten schmählich Schiffbruch erLtten.
Ein Land, das für deutsche Auswanderer nach den Vorkriegs.rfahrunaen in erster Linie mit in Betracht kommt, ist Südafrika. Rachdem in Kapstadt mit der neuen Regierung des Generals Herzog in die Behandlung der Deutschen eine gewisse versöhnliche Rote gekommen ist, wird man immerhin die deutschen Auswanderer auf Südafrika Hinweisen tonn n. als ein Land, in dem f-e unter dem stammte wandten Davenvolk nicht nur wirtschaftliche Ans ichten, sondern auch die Mogl chkeit hrben, politisch eine gewisse Selbständigkeit behaupten zu können. Van Interesse ist der Dnes cines seit langen Jahren in Transvaal heimtsch gewordrnen De»t chea, der uns von geschätzter Seite zur auSz gswersen Deröffett- lichang zur Verfügung gestellt wrrd. Es heißt dort:
„Wir brauchen Einwanderer. Unsere neue Regierung ist breit, Land wie Gerätschaften zu äußerst vorteilhaften Te ingungen an deutsche Einwanderer zu g ten, um den Le atm al e Mög- lichkeften rmd den 2In eiz zu g^ten. sich hier eine Heimstätte zu gründen Die Deutsche i werden von der augenbl cklichen Regierunf sicher vorgezogen werden, weil sie einmal politisch b'e jetzige Regierung unterstützen würden, außerdem, weil die bereits hier heimisch geworde ien Deutschen glänzende Beweise ih er Tüchtigkeit Arbeitsamte t und Ausdauer geliefert hrben. Man wi d sie daher vor den Engländern entichieden bevorzugen.
We'te, früher unwirtliche Strecken in Südafrika haben Deutsche zu den heute blühendsten Firmen umgewandelt. De Deutschen tekanea den Boden sozusagen für nichts, heute sind ihre F armen mehr als 10 Pfund Sterling pro Morgen wert. Da wanoern so viele von HauS aus — warum nicht nach hier, wo sie unter de n 'Suren- Volk so beliebt sind? Wir würden uns besonders freuen, Leute der alten Heimat zu bewillkommnen. ES müssen natürlich Männer von der Scholle sein, arbeitsame, knorrige Dauern, keine Kaufleute. Auch müßte sch eine größere Zahl zusammenfinden — Land genug ist hier im Ueberfluß. Jeder Zuzug von Deutschen wurde unsere Position hier außerordentlich verstärken."
Aus aller Welt.
Schweres Explostonsunglück auf der Zeche Mont Cenis.
Herne (Wests.), 8. Rov. (TU.) Gestern morgen um 8,35 Uhr explodierte auf der Zeche Mont Cenis eine Benz o l - Dla se. Es entstand eine furchtbare Explosion Sämtliche Feucrw.hren der Umgegend eilten zur Stelle und Krankenautos schafften die Verlebten fort. Sämtliche Straßen der Umgegend wurden sofort abgesperrt und die nächst gelegenen Hu'er ge- räirmt, da man neueExplosionen erwartete. Zu drän Drandu-glück berichtet unser Sxiterior* respondent noch folgendes: Ein furch ba.er Knall, der kilometerweit zu hören war, erchütterle heule früh um 8,35 Uhr die Lust. Die Explosion war so stark, daß in den umliegenden Straßen sämtliche Fensterscheiben zersprangen u d Türen und Fenster zugew^rfen wurde:,, xin einer Schule stürzten die CBäirte um und die hinter ü&enarmten sich g-gendeteig, so daß eine Aazahl leicht verletzt wurde. Die Devoltevung wurde von einer Panik ergriffen und altes stürzte auf die Straße. Bald nach der Explosion rückten sämtliche Wehren ler Umg g nd an u d versuchten das F uer zu löschen. Die Fe e W.H.- muhte sich darauf beschränken, die benachbarten Gebäude zu sichern. Daß die Anzahl der Opfer nicht noch größer ist, Hut fernen Grund da. in, daß sich das Unglück nicht wählend der Arbeitszeit sondern während der Frühstückspause ereignete, so daß nur zwei Leu e in dem Raume anwesend waren, die schver verletzt wurden. Äe anderen verwundeten 21.tri ter wurden durch dm Luftdruck 10—20 Meter weit durch die Luft geschleudert. In den Rachmitt<igsstunden war man der Lage soweit Herr getooröen, daß ein Teil der Feuerwehr bereits abrücf.e.
Die Anklageschrift gegen Haarmann.
Hannover, 8. Rcv (TU.) Dte Anklageschrift geigen den Massenmörder Haarmann ist fert-ggestellt und der Beschlußkammer des Land- gerichts zugeleitet worden. Es wird gre i Haarmann Anklage wegen Mordes in 27 F ä l l e n erh den. Der Helfe-rshelfer $y a manns Grans, wird der Anstiteung zum Morde in Zwei Fällen beschuldigt. Der Beginn deS Mord- Prozesses ist Anfang Dezember zu erwar.en.
Dom Hunde zerrissen.
Paris, 8. Rov. (WTD.) In Dranch wurde ein sechsjähriger Knabe, der von ferner Mutter allein zuhause gelassen war von einem Schäferhund, imt dem das' Kind gespielt hatte, zerfleischt. Der Hund hatte dem Knaben die Kehle durchbissen und ihn dann in Stücke zerrissen.
Förderung der Leibesübungen iit München.
Der Städtische Sportausschuß Münchens be- schäft,gte sich unter Vorsitz des 1. Bürgermeisters Schmid mit der Verwendung von 100 000 Mark, die dem Sportreferot aus dem Ueberschuß im Stadthaushalt Überwiesen worden sind. Man kam uberem, diese Summe hauptsächlich für die Schaffung und den Ausbau von oereinseigenen oder von gepachteten Uebungsplätzen sowie für die Ausbildung von Turn- und Sportwarten auSzu- geben. Am Schluß der Sitzung wurde mitgeteilt, daß öie Stadt in diesem Winter wieder in 16 geeigneten Schulhöfen Eislaufplätze errichtet.
Tamfon-srörner und ($oot kämpfe» unentschieden.
Der mit Spannung erwartete Boxkampf zwischen dem Schwergewichtsmeister von Deutschland, Samson-Körner, und dem austra» lischen Schwergewichtsmeister C o o k, der im Berliner Sportpalast vor überfülltem Haus zum Austrag kam, endete nach 10 Runden unentschieden. Rosemann, der deutsche L o.-König, schlug den französischen Schwergewichtler Oout* nee bereits in der ersten Runde f. o.
Weitere Startverbote im Deutschen Schwimmverband.
Der mchrfache Deutsche Meister und Rekord^ mann Füedel DergeS vom Darmstädtel Schwimm;l::b „3ungbeutfä>(anö“ wurde vom Süddeutschen Schvxmmverband wegen unsvortlicheL, Denchmens bte auf werteres mit Startverbot bestraft.
Wettervoraussage.
Rachtfrvst, tagsüber wenig milder urtb zeitweise ausheiternd, nördliche bis ostüche QDntik.. trocken.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 8. Rovamber 1924.
Gießener Wochenmarktpreise
am 8. Rovember 1924 (Händlerpreise).
Es kosteten: Butter, daS Pfund 2.00—2.10 Mark, Matte 35-^0 Pf., Käse 75 Pf., Wirsing 7—8 Pf., Weißkraut 4—5 Pf., Rotkraut 10 Pf., gelbe Rüben 10 Pf., rote Rüben 10 Pf., Spinal 30—35 Pf., Unter-Kohlrabi 3—5 Pf., Grünkohl 15 Pf., Rosenkohl 50-60 Pf., Feldsalat 40 Pf., Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 12—15 Pf., Meerrettich 35 Pf., Schwcn^mrzeln 30—50 Pf., Kartoffeln 5 Pf., Aepsel 10-20 Pf., Dirnen 10-18 Pf., Hoirig 40 Pf., junge Hahnen 1 ML, Suppenhühner 1 ML, Gänse 1 ML, Olüsse 60 Pf., Gier Stück 18 Pf., Blumenkohl 020—1,50 ML, Endivien 15—25 Pf., Lauch 5—20 Pf., Rettich 15 Pf., Sellerie 10—40 Pf.
Liwer guder Zeidungsonkel.
Es iß wider emal e Woch er um unn da maS ich dihr schreiwe, wah ich in dere erläbt unn ge« Herd hob, unn zenäxd hob ich mich schonn am sonndag morche fehl schiwwelich gelachd fon Wege dem wißcwägk hinne noch dem silvs)fs- wahld fon dem de jo aach schorm emol w)S gedruckd hadst. Alßo wo en Wägk iß, do war etzend wider kan WägL net unn da sein ich grob dezu komme, wi aner hobt grob for dem Wägk Schu unn schdrimb auhgezoyge Hot umr Hot fei sta dorchs Wafer eciwwer uff bl anner seid ge* Hockgeld urm bi fra Hot gekrische. gekrische h)t se, unn di Leu, bi wo debei geschdanne unn ac»ch zugegukkd hawwe, hawwe nach gekrische unn ge- lagtb unn gesachd eh währ nxirscheins e Schdadt- roat, der emol briefe dähd, ob bei gedruKtes acrch wärÄich war gewäse währ unn en annerer Hot gesachd dordenauh hädt kc» borchermasder unn auch fa debeiferordneder fan Schbciztergangk net denn sonht wähm dord aach scho längsd dorch bi Wisse bääm geflanzd not fon wäge dem s ogenannde bubligum unn not fon Wege bene Hitz wo hecheve Herrn net gern drin schbaziere geh du he« unn deh flasder awwer wer fom Riebsame eyend itotoeral fei cmßgepflickd unn do gings sichs bässer druff urm di Schdadt hädt etzend dehhalb nach kan Penning schille mer wo se doch friher emol ka schwimmbix net nöbig hat um in de Badtze schwimme ze kenne wofvn ich der awwer nix net ferschdeh. Awwer fon wegem gäißer stasder do h)w ich dann so in meim sin gedochd das eß bahld winnder werrn duhn dähd, denn die schdurrende forme wider, uf däi die gäißer mäderrrcher scho so org langh getoarb hawwe fon wäge dem selderswäg- bummel un wo immer noch ze wehnig rahdfarer druff sinn awwer fei schuzmann net je sinne ih unn woh aach imer am scheudsde for uns buwwe un die schdurrende unn die rahdfarer iß wann woh ka schuzman der doch bester bejatt werd sich net sinne löste du Hb unn mei Dadoer sächd, e r währ emol uff eme Wägelche hinner watzeborrn inngeschlofe urm doß habt en gfet e bolizeischduof gekoßd weil er unn der scheundarm gans alleiche uf bäte lehre lanbschdroh gewäße währn unn dehm sei bichelche nach noch gans lehr. Unn bo denk ich ewe grob in meim sinn an unhem Herr leerer. Der sächd gjeäbern in der schul ich hädt grob e vdrografie als wi deh Kallche auh ber Zohelsgah unn bei dem tennb ich sogor noch w)ß in dere odrografie lerne un do f»b ich mich domm gsschdelld un hob in meim sinn gedachd nix gewissses weis mer net. un dann Hot er ge- sochd ich kehrn in die Hilfsglaß un wo ich gedochö hob for waß werschde dann bejold un mid bene richdi-ge odrograftsche kan jeber schul Halde un kohnfirmird werm ich doch, wo mei Vabber gesachd Hot ich svllb fchusder werrn, wo ich owwer gesochd hob, woß meege deß for schdiwwel sei wo mer etzend scho f,r fexmackfustzich tm lahde kaafe kan urm woh dann e richdiger fchusder wann der so woh mache buhe dähd aach grob so lang läwe kennd alß wi so fawrickschbiwwel h<Äde duh nemlig so zwelf biß mibbag. Unn iwwerhaubt unn so loh ich mer im lewe net forschreiwe woh ich werrn duh will unn doß woh mei Dadder iß krichd alh ugelärnder arweider beinache grob fe stehl alh so e annerer unn dehhalb braacht eß kam Kallche net angsd ze fei unn außer hergodt fer° lähd fan Zotzelsgäher net. Doß sole sich ale bi merke, bl wo noch net difelb bildcng hawwe wi ich.
Ale Dog howwe mihr Duwe seidhär uff ber Lahbrück geschdanne unn hawwe dem hog° woher zugeguckd owwer ka Laich 13 net go« schwumme komme un bi Waise Ende howwe aach ka Ajer net ufS inselche lehge kenne fom Wege dem Hoche was er unn In dein ferner sinn zwa fvm miller seihner bahdeanschdalb ujss inselche geschwohme wo mer owe fon dere briet aus zwa Ajer Hot liche seh un Wolde fe hohle un tot fe hinn komme sinn toom fe auhaeblose gewäse unn doh Hot aner fon unherm freioat gedan gehapph un ber fom Miller wahr der geuhte. ich schreib dersch, ich wor debei. Uirn iwwer bei ingesandrs liewer guder Zeldungsvrrkel, hoto ich lache misse fon Wege dem Ackademia singe unn dem saufe unn de schdurrende un wos bene bastem mlhd, too wilder emol bringfe un singe dhun. Mei fadder der wo doch e arweider is un net in dere Deine gägent fon dere unniferhidähdsbiwtollodeck wone duhn dähd der hvt gesochd: aha, Hot er gefecht, alleweil hawwe mer die frischer, m i r bototoe un&er lebdvg net gebimngfe net unn aach net ge- Frische nett urm eich sein aach net debei gewchh


