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* 95 erfueiaiten. 3n Den etntttDetrgcn Auhestcrnd treten auf ©cunb des Gesetzes ßrv Hevabmindrrung des öffentlichen Per o alsu wan- des am 15. Oktober 1924: der KveiSdioettoc Theo­dor Muhl zu Darmstadt, der Oberregterunjärat ArieÄrich Melcker zu ©leben und der Rcgte- rungsrat Karl Hamman n zu Heppenheim Ernannt ttmtben: der Kreisdioektor der Kreises Oppenheim Dr. Emil Gabner aus Mainz zum Kreisd-i Lektor des Kreises Büdingen, der L^ervegierungsrat bei der Provinzialerer-i n Aheinhessen Heinrich Herberg zum K^eis blrektvr deS Kreises Oppenheim, der Reg e:un,s- itrt bei dem Kreisamt ©leben Karl Hemm- erbe zum Kreisdirektvr des Kreises Dieburg, der Regierungsrat bei dem Kreis - amt Oppenheim Karl Draudt zum Kr iS- dftÄtor des Kreises Alzey, der Regierungsrat bei dem Kreisamt Alzey, zur Zeit in Bensheim, Theodor Reinhart zum Kreisdirektor des Kreises Bensheim, der Oberregierungsrat Lei dem Kreisamt Mainz Dr. Eugen Seyferth -um Obervegierungsrat bei der Provinzialdirek im Rheiühessen. sämtliche mit Wirkung vom 1. Of. 1924 an; der Oberregierungsrat Dr. Ernst Merck zu Erbach r O. zum Oberregierungsrar bei der Provinzialdireklion Oberhes ex zu G i e- t-en und der Krersamttnann btt dem Krets- aint Offenbach, Regxerungsrat Ludwig Haber- f o r n, zum Oberregierungsrat bei der Provinzial- Direktion Starkenburg zu Darmstadt, beide mit Wirkung vom 15. Oktober 1924 an.

Reichsbahndirektionspräsident Lohse der Leiter der Reichsbahndirektion Trier, die nach ihrer gewaltsamen Tertreibung durch die Franzosen anlählich des Ruhrtampfes in un'e- rer Stadl Aufnahme fand, ist zum Präsidenten der Rei chs bahndirektion in Stettin er­nannt worden und hat vor einigen Tagm uaera Stadt verlassen. Aus diesem Anlast bereitete die Beamtenschaft der Reichsbahndirektion Tr e dem Scheidenden eine überaus herzliche Ehrung in Gestalt einer Abschieds feier imHindenburg". Dec Abend zeigte, dast Präsident Lohse nicht nur der Präsident der Direktion war, sondern dast das Verhältnis zwischen ihm und seinen Beamten ein derartig vertrauensvolles um) inniges wurde, wie es wohl nur ganz besondere Zeitumstände zeitigen können. Die hier tätigen Beamten und Arbeiter hatten sich zu der Feier in einer Stänke von fast 200 Mann vollzählig eingefurden. Gl : ich - zeitig nahm daran der neuemann'e Präsident, der bisherige Ministerialrat im Reichsverkeh s- ministerium Dr. für. Sarter teil. Die Ab­schiedsrede hielt ein Vertreter der Beamten- und Arbeiterschaft. 3n herzlichsten Wv.ten schilderte er die Tätigkeit des Präsidenten Lohse von Beginn seiner Amtsführung in Trier t 3. 1920 bis zu seiner Versetzung nach Stettin am 1. 9. 24. Der begeisterte Beifall, den die Rede fand, zeigte, hab der Redner allen Anwesenden aus dem Herzen gesprochen hatte. Die Erwiderung des Präsidenten Lohse gipfelte in der Erklärung, hast es ihm unendlich schwer falle, sich von seinen Bediensteten, die ihm in dieser besonderen Schick­salsgemeinschaft mehr Freunde als Untergebene gewesen seien, zu trennen. Präsident Sarter nahm Veranlassung, den Beamten und Arbei­tern zu versichern, dast er seine ganze Kraft für das Personal einfehen wolle, und bat, ihm das gleiche Vertrauen entgegenzubringen, das seinem Vorgänger tu so reichem Maste zuteil geworden fei Rach verschiedenen unterhaltenden Darbie-- tungen wurde der scheidende Präsident zur Bahn geleitet Obwohl die Abreise mit dem Berliner Schnellzuge nachts um 12 Uhr erfolgte, liest der ©esangSchor es sich nicht nehmen, dem Scheiden­den auf dem Bahnhof noch einige Abschieds- lieber baryubrtngen.

** Der Mörder der Elisabeth Wirth noch nicht ergriffen! Von der Siebener Staatsanwaltschaft wird uns mitge- teitt:Die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht, der der Ermordung der Elisabeth Wirth von Muschenheim dringend verdächtige und flüchtige Metzgergeselle Adolf Steul von Bellersheim sei festgenommen worden, ist unzutreffend. Steul wird nach wie vor gesucht. Die Nachforschungen nach ihm sind fortzufetzen. Auf die Ergreifung des Täters und Die Beibringung zu seiner Lieberführung dien­licher Beweise hat das Ministerium der 3ustiz eine Belohnung bis zu 500 ©oldmark o-uSgesetzt." (Die hier amtlich zurückgewiesene Falschmeldung hatte dieButzbacher Zeitung" guerft gebracht, und von da aus wurde sie, ob- v-ohl der©leb. Anz." sofort die Mn rieb* ttafelt dieser Meldung betonte, doch noch von mehreren anderen Blattern übernommen. Was toir damals schon sagten, möchten wir heute wiederholen: Man halte eS mehr mit der Rich­tigkeit, als mit der Fixigkeit, und dann wird man auch den Behörden bei der Ver­folgung des Mörders nicht hinderlich sein. S>. Red.)

"Die städtische Gewerbe steue rwird vorerst weiter erhoben. Näheres in der heuttgen Bekanntmachung.

** Die Allg. Ortskrankenkasse für bie Stadt ©leben schreibt in unserem heu­tigen Anzeigenteil die Neuwahl von Vertretern unb Ersatzmännern zum Ausschust der Allg. Orts­krankenkasse aus. Als Wahltag ist der 6. De- wmber bestimmt worden. Näheres in der Anzeige.

fpd 3mmer neues Falschgeld. Nun­mehr sind in Frankfurt auch gefälschte Drei­markstücke im Verkehr festgestellt worden. Die

Falschstuae sind kennttlch an dem inanen ©tanz, auberdem fühlen sie sich recht fettig an.

6. ©egen die Steuerverzugszin­sen. Von den Finanzämtern werden ab 10. Ok­tober Verzugszinsen berechnet, wenn die Voraus­zahlungen auf die Einkommen-, Körperschafts­und Llmsahsteuer nicht bis zum 10. des betr. Mo­nats bei den Finanzkassen eingehen. Nach Ablauf der Schonfrist vom 11. bis 17., in denen 18 Proz. pro 3ahr erhoben werden, werden 2 Proz. für jeden halben Monat berechnet. Die Handels­kammer Frankfurt a. M. - Hanau hat in einer Eingabe an das Reichsfinanzministerium gebeten, von dieser Verschärfung der Steuer abzu­sehen. Den Betrieben müsse eine längere Frist zur Errechnung ihres Llmsahes gelassen werden und bei den Steuerbehörden selbst würden die eingehenden Verzugszinsen kaum die Mehrarbeit decken, die dadurch bei den Qlemtern verursacht würde.

Ein reizendes Filmprogramm wird den Kinofreunden in unserer Stadt gegen­wärtig im Lichtspielhaus, Da hnhos - st ra ste, vorgeführt. Den Höhepunkt der Vorstel­lung bildet ein Filmsingspiel. Eine recht fesselnde Handlung, die von einer Anzahl erheiternder Sze­nen wirkungsvoll belebt ist, hervorragende Spiel­leistungen der Darsteller, wunderbare Aufnahmen aus den bayerischen Bergen, in denen das Ganze sich abspielt, und die Einfügung echt bayerischer Tänze, u. a. ein oberbayerisch >r Watschenplattler, heben dieses Filmwerk auf eine besonders beach­tenswerte Stufe. Dazu kommt eine vielfach prickelnde Musik, deren Schlager sich im Handum­drehen ins Gehör einnisten und nalürgemäst von vielen auch gleich mitgesummt werden. Den Ge° sangskräften, einer Dame und einem Herrn mit recht gefälligen Stimmitteln, must man volle An­erkennung zollen, ebenso auch dem Hausorchester. Ein allerliebstes Insekten-Filmschauspiel in präch­tig gelungenen Buntbildern und der übllchrSturm- angriff auf die Lachmuskeln mittels eines tollen Lustspiels geben der Vielseitigkeit des Abends noch eine besondere Note. Wer sich gut unterhal­ten will, sehe sich diese Darbietungen an.

" Sie Handelsschule Hermes, die nunmehr 15 Jahre besteht, veranstaltete so be­richtet man uns am Samstag auf der Karls­ruhe eine wohlgelungene Jubiläumsfeier, $u der sich eine stattliche Anzahl früherer unb letziger Schüler eingefunden hatte. Nach der Begrüstungs- ansprache von Herrn Hermes hielt der der­zeitige Leiter der Schule die Festrede, bei der er u. a. ausführte:Die Handelsschule wurde im Jahre 1909 als erste private kaufmännische Fach­schule in ©testen gegründet, und zwar als: Hermes Handels-, Schreib- und Sprachlehrinstitut. Die durch Empfehlungen von Kaufleuten und früheren Schülern stetig zunehmende Schülerzahl machte 1917 einen weiteren Ausbau des Instituts zu einer Handelsschule mit vollem Klassenunterricht nach amtlicherseits genehmigtem Lehrplane er­forderlich. Seit ihrem Bestehen hat die Schule ungefähr 3000 Schüler für den kaufmännischen Beruf Dorgebilbet.

Bornotizen.

Lageskalender für Mittwoch. Stadttheater, 6V2 Uhr:Die Fledermaus". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Nur auf den Bergen wohnt das Glück". Hessische Bil-> derbühne:Raskolnikow".

Aus dem Stadttheaterbureau, wird uns geschrieben: In der heuttgen Ausfüh­rung derFledermaus", die bekanntlich um 6V2 U h r, und zwar pünktlich, beginnen must, wird Herr Kapellmeister Sander vom Darmstädter Landestheater dirigieren.

Landkreis Gießen.

* Lang-GönS, 7. Oft. Auf dem heutigen Schweinemarkt, zu dem nur Tiere aus hie­sigen Betrieben zugelassen waren, standen 87 Ferkel zum Verkauf. Da die Feldarbeiten bei dem gegenwärtigen schönen Wetter sehr drän­gen, war die Käuferschar verhältnismässig gering und bie Kauflust beschränkt. Es wurden 14, 16, 18 und auch 20 Mark je Stock gezahlt. Der Markt hinterliest Lieberstand.

f ©rünberg, 7. Oft. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so scheint der diesjährige Gallusrnarkt die Märkte während der Kriegs- und der Nachkriegszeit bedeutend za übertreffen. Die Vorbereitungen der hiesigen Ge­schäftswelt, die Anmeldungen vrn Krämerständen (die Zahl 90 ist schon Werschritten) und Schau­buden usw. lassen ebenfalls darauf fchliehrn. Von letzteren sind besonders hervvrzuheben: eine Berg-, Tal- und Tunnelbahn, Schiffsschaukel, Schieß­buden, Raubtierschaa mit Abnormitäten, Theater, Kraft und Schönheit, zwei Zirkusse von Jörg und Hast. Das Wirtszelt von 40 Meter Frontlänge mit Tanzboden die Musik stellt das Grünberger Stadtorchester ist feit 1913 wieder das erste. In der Stadt selbst find an Lustbarkeiten hervor-- zuheben: in der Turnhalle gastiert eine Tiroler­truppe, Tanz findet in den Wirtschaften Beltrop unb Zum Rappen, im Hotel Hirsch der übliche Gallusmarktball statt. Außerdem wird am ersten Markttage eine Filmaufnahme gemacht, welche nach 14 Tagen in ©rünberg dorgeführt werden soll. Nach Aeusterung von glaubwürdiger Seite wird Die Zufuhr von Vieh a aster- ordentlich g r ost, glaubt man doch, dast un­gefähr 1000 bis 1200 Ferkel angefahren werden. Bei eimgermafren schönem Wetter wird der

Mentcyenveneyr ein gewaltiger werden auch die Eisenbahnverwaltung hat Vorkehrungen ge­troffen, um so schnell wie möglich Esttazüge oder Nachzüge einzulegen.

* Odenhausena.d. L, 6. Ott. Am gestrigen Sonntag fand hier die Grundsteinlegung zu unserem neuen Pfarrhause statt. Sie Feier, zu der sich die Vertretungen und die ©c- meindeglieder der vier bauenden Gemeinden. Geilshausen, Odenhaufen, Rüd - dingshausen und Weitershain zahlreich eingefunden hatten, wurde von Bürgermeister Müssig- Rüddingshaufen mit einer De» giüstungsansprache eröffnet: er legte die Gründe dar, die zum Bau des Pfarrhauses geführt haben. Die Schulkinder der vier Dörfer fangen gemein­sam den Chor:Mil dem Herry fang alles an", worauf der Ortsgeistliche Psarrveru?alter Thorn im Anschluss an das Paulusworl:Einen anderen' ©rund kann niemand legen auher denr. der gelegt ist Jesus Christus", die Rede hielt, hinter Beglei­tung der Posaunen einiger Gem.lndeglieder fangen die Anwesenden Luthers Trutz sied:Em feste Burg ist unser Gott". Pfarrer H 0 smann - Londorf und der Vertreter des Kreisamts Diesten, Regierungsbaumeister Schneider, der den Plan entworfen hat, beglückwünschten in Ansprachen die Gemeinden zu dem Pfarrhausbau Nach der Ver­lesung der Llrkunden und dem Akt der Grund­steinlegung schlost die eindrucksvolle Feier mit dem Liede E. M. Arndts.Ich weist, an wen ich glaube".

z Aus dem oberen Wette rtal, 7. Ott. Die gegenwärtige Witterung erschwert dem in diesem Jahre vielgeprüften Landmann auch noch sein Herbstarbeiten, nachdem in die em Jahre so ziemlich alle Crntearbeiten in die Länge gezogen wurden und dann, wenn die Sonne sich zufällig einmal gnädig zeigte, im ./Rapsch" erledig we.° den muhten. So ist man mit den Wiesen noch nicht fertig, denn bei Nebel und Regen Grummet zu ernten, ist eine schwierige Sache Die Kar­toffelernte könnte als gut bezeichnet tte den, wenn die in den letzten Wochen eingetre.ene Fäulnis nicht einen grosten Teil de Em e zerstört hätte. Vielfach ist die halbe Ernte ver­fault. Sie LIrfache der Fäulnis liegt weniger am Boden, sondern mehr an den einzelnen Kartofsel- sorten. Glänzend bewahrt hat sich vor allem die Blaue Odenwälder", die reiche Erträge geliefert hat und nur selten Fäulniserfcheinun en aufweist. Auch die Has s ia" wird in diesem Jahre gelobt. Dagegen ist dieIndustrie' am stärksten gefault. Bei ihr wurde neues edles Saatgut am stärksten von der Fäulnis betroffen, während ausgeartete Sorten, die schon meh ere Jahre an den hiesigen Boden gewöhnt sind, be feie Ernten liefern, weil sie weniger faulten. Das konnte man des öfteren auf einem und denselben Acker beobachten, wo neue und alte Industrie nebeneinander gepflanzt waren Im allgemeinen zeigten sich die edelsten und feinsten Sorten und Arten am wenigsten widerstandsfähig, ©rosten Schaden hat weit und breit, wie immer in feuch­ten Jahren, auch die Ackers chnecke ang^rjchtel,

Kreis Friedberg.

z* Aus dem Kreise Friedberg, 7. Oft. Die Kartoffelernte ist allenthalben im Gange. Die Landwirte klagen sehr über Fäul­nis der Knollen. Im südlichen Teil deS KreiseS haben die wiederholten Lleberschwemmungen der Nidda nicht nur die Grummeternte sehr be­schädigt, sondern auch die Kartoffeläcker in Mit­leidenschaft gezogen. Im Bereich des Lieber- schwemmungsgebietes gibt es Landwirte, bie kaum ihren eigenen Bedarf an Kartoffeln ernten kön­nen. Manche Aecker sind zu einem förmlichen Morast geworden. An Ausmachen der Kar­toffeln ist in diesen Lagen gar nicht zu denken.

^lBad-Nauheim,6. Oft. DieNauhei - mer Kirmes, bas Saisonschluhfest, bas nach all den arbeitsreichen Wochen des Sommers ber Be­völkerung Ausspannung unb Erholung bieten soll, hat in biefem Jahre wieder eine Aufmachung ge­zeigt, bie an bie besten Vorkriegsjahre erinnerte. Der Sonntag vor allem hat bei schönstem Wetter einen sehr starken Verkehr nach unserer Stabt ge­führt. Nicht nur bie nähere Umgebung, auch Nachbarstädte wie ©testen, Frankfurt a.M. unb Butzbach waren in hohem Maste daran be­teiligt. Aus den Strahen, die nach hem Markt­platz in ber Altstabt führen, zog der Menschen- ström bis in die späten Nachtstunden ständig hin unb her. Der Markt selbst hat sich alsIuxplatz" längst als zu klein erwiesen. Die Lokalitäten haben sich in ihren Anpreisungen zur Kirmes gerabezu überboten. Vom Kurhaus bis zur kleinsten Apfelweinschenke hatte man sich festlich ge­richtet unb suchte mit Tanz (in 12 Lokalen), Musik, humoristischen Darbietungen die Gäste zu unter­halten. Eine grobe Rolle spielten heute bieFrüh- schoppen" unbKaterfrühstücks" in ben verschie­densten Gasthäusern unb bie sich daran anschlie- stenden humoristischen ilnuüge durch die Stadt. Wer als Fremder das lustige Kirmestreiben in Bad-Nauheim beobachtet, wird meinen, hier sei das Geld nicht so rar wie anderorts. In Wirklich­keit fehlt es auch hier daran. Nur lässt sich der Alt- Nauheimer und auch der Neu-Dad-Nauheimer seine Kirmesfreuden einmal im Jahr nicht neh­men. Morgen geht es wieder an die Arbeit, von morgen ab wirb wieber gespart.

Kreis Lauterbach.

Dlitzenrvd, 7. Ott. LInfere evange­lische Kirchengemeinde, die ihren Kirch­

gang jetzt nach Frstchdvrn bat, will ttch eine eigene Kirche bauen. Der Bauplan ist be­reits zur Verfügung gestellt worden Zur Ver­wirklichung des Vorhabens gründete die Gerne.nde demLauterbacher Anzeiger' zufolge, vorbei,.ält­lich der gerichtlichen und kreiSamtiichen Geneh­migung einstimmig einen evangelischen K i rch ba uverein Die Vereinigung hat den Zweck, 1. hinreichende Mittel für die Baukosten zu beschaffen: 2. den alSbald zu beginnenden Neubau durchzuführen. Nach dem bescheidener Bauplan nebst Voranschlag des Kirchenbaumei- sters Geh. Dauvat Walbe - Darmstadt sind du Kosten dieses Baues sehr hoch und für Dliyemod selbst unerschwinglich. Von gütiger Seite sind be­reits in uneigennütziger Weise bedeutende 6um- men für den Bau zur Verfügung gestellt worden

Kreis Schotten.

Ulfa, 7. Ott. Pfarvassiftent Cru11 von Offenbach ist zum Pfarrverwalter in un­serem Dorfe ernannt worden.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 7. Oft. (Eigener Bericht.) Die Ausgewiesenen veranstalteten hier ine öffentlicheKundgebung, die mit bei An nähme einer Entschllestung endete, worin an die Behörden das Ersuchen gerichtet wird, ben Ausgewiesenen grundsätzlich ihre alten W 0 h nungen oder gleichwertige zuzu- weisen. Die Ausgewiesenen mühten vor anderen Wohnungssuchenden bevorzugt unb alle zu ihren Gunsten erlassenen Vorschriften streng durchgo- sührt werden. Der Versammlung wohnten auch Vertreter der Regierung bei.

Hessen-Nassau

st Marburg. 6. Oft. Im Anschluss an einen Degrühungsabend in den Stadtsälea fand im groben Hörsaal des Landgrafenh.'mses die diesjährige Tagung der kurhessischen Junglehrer statt. In den siebenstündigen Verhandlungen fand die Notlage ber stellen« losen Junglehrer, deren Zahl in Kürhessen aus 900 angewachsen ist, eingehende Erörterung. Die Hauptanspooche hielt Landtagsabg. Schullcu Simpel aus Kassel überDie Schulpolitik in der Gegenwart". Seine Enffchlietzungeu. deren Inhalt sich mit den Forderungen der Lehrer­schaft, Lehrerbildung unb Grundschule, b.'schrs- tigte, fanden einstimmige Annahme. - Gestern starb hier der langjährige Leiter des Elisab. th- hoses, Pfarrer Wilhelm Bader, im Alter von 63 Jahren und in Lohra ber luth. Pfarrer i. R. Friedr. Bücking im Alter von 78Jahren.

S. Frankfurt a. M, 7. Olt. Hier bestand bisher der für eine © r 0 hstadt unhaltbare Zu stand, das) es auf dem Frankfurter Haupt- bahnhof fein Postamt gab. Diesem Liebel­stand soll nun endlich abgeholfen werden. Ver­handlungen zwischen Post und Eisenbahn haben zu dem Ergebnis geführt, bafi der Befchlutz zur Errichtung eines Bahnpostamts gefasst wurde. Welche wunderbaren Wege Dureaukra- tius in der Inflationszeit ging, wurde in einer Frankfurter Gerichtsverhandlung wegen Kettenhandels fest gestellt. Der Preis für eine Wagenladung von 200 Zentner Hafer, die vom Gericht versteigert wurde, liegt heute noch auf der Iustizkasse in Höhe von einem Goldpfennig.

fpd. Frankfurt a. M., 7. Olt. Der neuge» wählte Oberbürgermeister Dr. Land- mann hat in der gestrigen Magisttatssitzung fein Amt angetreten, wenn auch die Be­stätigung durch das Staatsministerium noch aus- steht In der gleichen Sitzung verabschiedete sich Oberbürgermeister Dr. Voigt schriftlich von seinen bisherigen Mitarbeitern und Beamten.

Gerichtsfaal.

Ein Büdinger Kommunalstreit vor dem Derwal- tungsgerichtshof.

* Darmstadt, 7. Ott. (Eigener Bericht.) Der Gemeinderat unb Iustizinspektor Walt et in Büdingen hatte in einer Sache, die mit der Brotversvrgung zusammenhing, ben Bür­germeister Fendi von Büdingen angegriffen und Anzeige wegen Wuchers bei der Staats anwaltschaft gegen ihn erhoben. Bürgermeister Fendt hatte daraufhin im Gemeinderat eine sehr scharfe, gegen Walter gerichtete Erklärung verlesen, in der er sich gegen den Dorwurf einer nicht korrekten Handlungsweise nachdrücklich ver­teidigte, aber auch Walter einen Denunzianten nannte. Die vom Ministerium des Innern beim Verwaltung sgerichtshvf beantragte Vorentscheidung in dieser Streitsache en­dete nach längerer Der Handlungsdauer mit dem Urteil, das) ein Verschulden des Bürger­meisters nicht vor liegt.

Verurteilung eines Totschlägers.

Frankfurt a. M., 6. Ott. IWolff.) DaS Schwurgericht verurteilte heute den 22jährigen Fuhrmann Holder, der in einer Wirtschaft in Oberrod nach einem Doraufgegangenen Streite den 22jährigen Schlossergefeilen Jordan aus Frankfurt a. M. erstochen hatte, zu fünf Jahren Gefängnis, die in Einzelhaft zu derbüben sind Der 22jährige Fuhrmann Mül- ler erhielt wegen Beihilfe fünf Monate Ge­fängnis.

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Bekanntmachung.

Laut Beschluß der Etadtverordneten- Dersammlung vom 7. d. M. wird die bis» herige städtische Gewerbesteuer (70% ber staatlichen Gewerbesteuer) mit Fälligkeit je vom 10. des Monats vorerst weiter- ^©ieben, den 8. Oktober 1924. 78006 Der Oberbürgermeister: Keller-

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