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Deut

ch-Hannoveraner.

Bund der Geusen

3 899 022

2 642 843

5755 609

1 657 451

941 982

3712 001

683093

318 451

58 800

338356

36122

23828

568 288

59 788

133 628

46 975

45 775

25607

100

65

44

96

28

16

62

10

5

Ehrt Deut Deut

nte getarnten 5traite des Bottes von voefiarp vrs Hermann Müller zusammenfaht. Qlber nach Lage der Dinge sind wir von diesem Ziel noch weit entfernt. Aktive, verantwortliche Politik auf dem Boten der parlamentarischen Realitäten ist Äca- litionspolitik, und Koalitionspolitik ist Kompro- mrßpolitik. Das ist nun einmal unleugbare Wahr­heit, so schauerlich sie auch für deutschnationale Ohren vorläufig noch Hingen mag. Man wird sich entgegen kommen müssen. Die reiche Phrasco- logrs aus den Tagen des Wahlkampfes überlasse man neidlos den Völkischen und lerne die prak­tische Politik des Möglichen. Man wird bald erfahren, wie eng die Grenzen dazu für ein Deutschland gestectt sind, das den Weltkrieg ver­loren hat. Ader einem nationalen Kabinett uird das Frankreich Poincarös in der heutigen inter­nationalen Situation nicht so leicht unmögliche, die Würde und Selbstachtung unseres Volkes be­leidigende Forderungen zu stellen wagen, wie man sie links orientierten Regierungen zumuten zu kön­nen glaubte. Die Behandlung derSachverständigen- gutachten wird indes erhebliche Schwierigkei en machen. Auch sonst werden vor allem auf autzm- politischem Gebiet innerhalb eines nationalen Ka­binetts genug Steine aus dem Wege zu räumen sein, bevor die Bahn für ein ersprießliches Zu­sammenarbeiten frei ist. Ader der Versuch muh gemacht werden, will man nicht erneut den So­zialisten das Ruder des Staates überlassen.

Mn neues Wahlergebnis.

Ihn für die in Berlin unb Potsdam II unter­legenen Reichstagskand'.daten v. Raumer und v. Kardorfs Platz zu schaffen, haben die volls- parteilichen Abgeordneten Dr. Kahl und Dr. Stresemann sich entschlossen, auf die Man- bäte in Berlin und Potsdam II zu verzichten und die Wahl auf Grund der Reichsliste anzu­nehmen.

tl.-soz.Bolksgemeinsch. 124 800

che Arbeitneyurerpartei 36130

©arten unter des Onkels Aufsicht Veranstalter: muhten. Wie ist das zu verstehen? Ich sagt« schon, daß der Onkel nur zu feiner Erholung, hier wirkklich nur zum »Selbstpläsier" malte. So hatte dies Schaffen seinen Zweck für ihn erfüllt, wenn es ihn solch eine 3eii hindurch beschäftigt hatte."

unserer Dichter, den anregenden Trzreysr Der aka­demischen Jugend M selbstschöpserilcher wissen-« schaftlicher Arbeit, den Rektor des Jubiläums- jahrs, der die Würde der Universität in glän-° rundster, unnachahmlicher und allen Zestteilneh- mern anvergeblicher Weise vertreten hat, den Mitbegründer und unermüdlichen Förderer der Siebener Hochschulgesellschaft.

Zentrum

Deutsche Vollspartei Deutschnationale Demokraten Bayerische BolkSpartei Kommunistische Partei Bayerischer Bauernbund

Häußerbuud

Landliste

Rationale FrerheitSpartei

Rationale Minderheiten

Partei der Mieter Rep. Partei Deutschlands

KSeine politische Nachrichten.

Wie uns das Meßamt in Köln mitt eilt, werden au her dem Reichspräsidenten Ebert und dem Reichskanzler Marx auch die Reichsminister Hamm und Höf le sowie bte preußischen Minister Am Zehn hoff, Sie- ring und Hirtsiefer an der Eröffnung der Kölner Messe (11. brs 17. Mai) teilneymen.

Sozialistischer Bund

Deutschvölk. FreiheitSP. 1917 578

Vorn Fürsten Bülow ist beim Reichs­kanzler folgendes Antworttelegramm auf dessen Geburtstagsglückwunsch eingegangen: .Herzlichen Dank für freundliches Gedenken, das Sie mir zu­gleich namens der Reichsregierung widmen. Mit treuen Wünschen begleite ich, Ihre Sorgen und Arbeiten. Einer einigen Ration wird ©ott die Hilfe nicht versagen."

Aus dem Hessischen Landtag.

Darmstadt, 6. Mai. (Eigener Bericht.) Don den dem Landtag zugegangenen Drucksachen sind von Interesse de Regierungsvorlage über die Abänderung des Gesetzes über die Brandver­sicherungsan st alt, wonach die Versicherung der Gebäude usw. jetzt in Goldmark za erfolgen hat. Die Gebäude gelten in der jetzigen Höhe mit den in den Drandkatastern eingetragenen Summen als in Goldmark versichert. Im Druck liegen weiter vor die sozialdemokratischen Anträge auf Auf­hebung der Abbau Verordnung der Be­amtenschaft, der volksparteiliche Antrag auf Der- einfachung der Staatsverwaltung, die Anfrage Kindt über die Politisierung derPolizei und die Regierungsantwort dazu, der Antrag Dr. Werner betr. das Gutachten desProf. Berliner, der Antrag Kindt über den Abbau ausgewiesener und gefangener Beam­ten usw., der Antrag Dr. Werner über Nachprü­

fung DerJittetfäße sur Dienstwohnun­gen, die demokratischen Anträge wegen Neuses^ setzung der Mieten für Deamtenwohnungen und Bildung von Untersuchungsausschüssen, die sozial­demokratischen Anträge wegen Beseitigung der dritten Steuernotverordnung und Verteilung des Pachtgutes Obbornhofen an Landbedürftige, der Antrag des Bauernbundes auf vorüber­gehende Aushebung des Feldbereini­gungsgesetzes. der Antrag Dr. Werner auf Richteinfuhrung derSommerzei t" sowie die Regierungsvorlagen zur Aenderang der Straf­rechtspflege und des Verfahrens in Forst- und Feldrügesachen.

Der neue Staatsvoranschlag wird in den nächsten Tagen soweit fertiggeftellt, daß er im Laufe der nächsten Woche dem Landtage xu» gehen kann. Cs ist zu erwarten, daß der Fi­nanz aus schuh sich alsbald zusammenfindet, um die Beratung vorzunehmen. Wenn nicht un­vorhergesehene Hinderungsgründe eintreten, ist an­zunehmen, dah die Beratungen und die Druck­legung der Berichte imierhalb 4 Wochen beendet werden können, so dah der Zusammentritt desLandtagszur Verabschiedung des Haupt­voranschlags alsbald nach Pfingsten zu er­warten ist.

Aus Stadt und Land.

Glehen, den 7. Mal 1924.

Geheimerat Prof. Dr. Behaghel.

Am 3. Mai feierte ©eheimerat Dr. Otto Behaghel, ordentlicher Profess-or der deutschen Sprache und Literatur an unterer Landesuniversi- tät, seinen 70. Geburtstag. Dem Forscher unb Lehrer, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als Meister der deutschen Sprachwissen­schaft bekannt ist, und der sich um die Entwicklung der älnlversltät Giehen unver^hliche Verdienste erworben hat, sprachen der Rektor Prof. Dr. ßoqueur und der Dekan der Philosophischen Fakultät Prof. Dr. Digener die Glückwünsche und den Dank der älniverfität aus. Don Schü­lern und Freunden wurde dem Gelehrten eine Festschrift (Beiträge zur germanischen Sprach­wissenschaft) überreicht. 3m Ramen auswärtiger Fachgenossen sprach Prof. Dr. F. Wrede von der Universität Warburg. Eine Reihe von Kör­perschaften überbrachten Grüße und Glückwünsche: die (Siebener Hochschulgesellschaft, deren Mitbe­gründer Behcrghel ist, die llniv.-Bibliothek, der Oberhess. Gtffchichtsverein. dessen Vorsitzender er ist, die Historische Kommission für den Freistaat Hessen, die Historische Kommission für Hessen und Waldeck, das Oberhessische Museum, die Hessische Vereinigung für Volkskunde u. a. Für die Stu­dierenden sprachen ein Vertreter des Ausschusses der Eesamtstudentenschaft und ein Vertreter des Deutschen Sem nars. Mehrere höhere Schulen haben dem verehrten Lehrer Glückwunschsch.eiben übersandt. Die juristische Fakultät p omovler.e durch ihren stellvertretenden Dekan Prof. Dr. Rosenberg zur Feier des 70. Geburtstages Behaghel zum Doktor der Rechte ehren­halber, den ausgezeichneten Senator, der an dem Ausbau und der Verwaltung der Universität stets den tätigsten Anteil genommen, den besten Kenner und Erforfcher unserer Muttersprache, den feinsinnigen Ausleser und Vermittler der Werke

Der in München verhaftete Student Günther Brand der unter dem Verdacht steht, an der Ermordung 0t a t b e n a u 3-beteiligt gewesen zu sein, wurde in das Leipziger Untersuchungs­gefängnis übergeführt; er wird sich wahrscheinlich in Kürze vor dem Staatsgerichtshof zu verant­worten haben.

Wie die Blätter aus Dortmund melden, wurde die Generalsekretärin der Deutschen Volks- Partei für Westfalen-Süd. Käte Ramlow, auf Befehl des französischen Generals verhaftet.

IberFrommen Helene"mit 180 Illustrationen" wandte sich Dusch in einem Briefe an seinen Ver­leger Bassermann: ..Das kommt mir vor,, wie trenn man ins Blättchen einrückte:Gin Haus­schlüssel ist zu verkaufen mit einem Hause daran. Es ist doch wahrhaftig ein Unterschied zwischen einem Buche von sieben Bogen, das in Bildern geschrieben, und einem ebenso starken, das in Worten geschrieben ist." Im Gespräch äußerte er wohl über diesen ihm überaus wichtigen Gesichtspunkt, er hätte die Verse zu den Bilder­geschichten dann hinzugefügt, weil die meisten Menschen sie ohne das nicht richtig lesen könnten, weil sich Bilder auch nicht zitieren ließen. Dah dabei die Verse dem Onkel aber nicht etwas Rebensächliches und Beiläufiges gewesen sind, dah er daran mit großem Fleiß gearbeitet und gefeilt hat, braucht kaum betont zu werden. Einem Bewunderer seiner zahlreichengeflügelten Worte", der die Ansicht aussprach, die wären ihm wohl so zageflogen, erwiderte er:Die sind mit großem Fleiß erdacht und sorgsam gefeilt. Hinter dem Worte: Das Gute, dieser Satz steht fest ist stets das Döse, das man läßt, steckt viel Ueberlegung und Arbeit"; und ähnlich heißt es in einem Briese:Diese Dinge.müssen in ihrer Weise Schliff und Form haben, damit sie geläufig ins Gedächtnis und über die Lippen gehen, eine Eigenschaft, die Fleiß erfordert und auf die ich nicht wenig stolz bin.

Waren die Werke einmal fertig, so waren sie für Dusch erledigt; er kümmerte sich nicht mehr um sie und verbesserte auch nichts an ihnen. ,War solch ein lleines Kunstwerk auS der Werk-

** Von der Landes-Universi­tät. Die am 2. Januar mit Wirkung vom . 1. April 1924 erfolgte Entlassung des ordent­lichen Professors Dr. Leo R v s e n b e r g in der juristischen Fakultät der LandeS-Llniversität Gießen aus dem Staatsdienst wurde zurück­genommen.

Der Krersobstbautechniier H e- berer-Heuchelheim ist am 1. Mai in den wohl­verdienten Ruhestand getreten. Er war genau 40 Jähre im Dienste ter Kreisverwaltung tätig und hat sich um die Obstanlagen an den Kreis­st raßen des Kreises Gießen auherordenttich ver- bient gemacht. Unter seiner Leitung sind die meisten Wildbaumpflanzungen cef.iHcn un> Obst­sorten, die nach Dodenbeschaffenh-it und Ertrag­fähigkeit ausgesucht wurden, sind an ihre Stelle getreten. So ist es gekommen, daß die Kreis- Verwaltung aus den Erwägen ter Obftbaunv* Pflanzungen alljäh.lich erhebliche Summen verein­nahmt und einen großen Ve.braucherkrcis mit gutem, Haltbarem Obst versehen kann.

** Straßensperre. Wegen Dom ahme von Pflasterarbeiten durch das hiesige Stadtbau-- amt hat das Polizeiamt die Sperrung der Fahr­bahn in der Durchfahrt vom Kirchenplatz nach dem Lindenplatz mit Wirkung vom 7 .d. Mts. bis aus weiteres für den Fuhrwerksverkehr angeorbnet

** Die gestrige Störung in bei Elektrizitätsversorgung. Dom stöbt. Elektrizitätswerk wird uns folgerwes geschrieben: Mgesehen von den Störungen, die in letzter Zett durch den Fremdbezug von Strom hervorgerufen wurden und nur von kürzerer Dauer waren, trat gestern vormittag eine größere Retzstörung ein, wodurch der größte Teil des Stadtgebietes einige Stunden ohne Strom war. Auch die Kliniken konnten einige Stunden nicht versorgt werden, wodurch dem Kliniksbetrieb erhebliche Störungen zugefügt worden sind. Die Störung wurde her­vorgerufen bei Vornahme von Wegearbeiten. Un# vorsichtigerweise wurden die Kabel hierbei be­schädigt.

** Der hiesige Knabenhort er­hielt vor einigen Tagen eine Geldsendung aus Amerika. Es war Herr EhristianTrapp aus Busfalo (Reuyork). der in dankenswerter Weise den Kindern des Hortes seine Hilfe lieh. Herr Trapp und seine Gemahlin stellen für die Zukunft weitere Spenden in Aussicht. Der Ge­ber ist Gießener von Geburt, ein Sohn des in weiten Kreisen unserer Stadt bekannten und geachteten Postschaffners i. R. Joh. Trapp, der vor Jahresfrist verstarb.

** Merkurdurchgang. Morgen, 8. Mai, in der Frühe wird ein Merkurdurchgang durch die Sonnenscheibe zu beobachten sein. Der Vor­gang kann in unserer Gegend um 6 llhr 39 Min. 24 Sek. früh verfolgt werden. Dabei ist eilt Fernrohr mit Schutzvorrichtungen gegen die blen­dende Wirkung des Sonnenlichtes erforderlich Im ganzen 19. Jahrhundert formten nur 13 Mer­kurdurchgänge in den Jahren 1802, 1815, 1822, 1832, 1835, 1845, 1848, 1862, 1868. 1878, 1881, 1891 und 1894 beobachtet werden. In diesem Jahrhundert ereignete sich dieser Vorgang bisher nur 1907 und 1914.

* Die Vers orgung der Offiziere und ihrer Hinterbliebenen. Mtt Wir­kung ab 1. April 1924 sind die Verstümmelnngs- zulagen für die ehemaligen Offiziere und Militar- beamten des Friedensstandes und die Kriegs- Versorgung ihrer Hinterbliebenen neu fest gestellt worden. Von diesem Zeitpunkt ab beträgt: die einfache Verstümmelungszulage monallich 12 Gvld- mark und die erhöhte Verstümmelungszulage mo­nallich 36 Goldmark. Der Zuschlag zum Witwen­geld beträgt monatlich 12 Goldmark und der Zuschlag zum Waisengeld monatlich 9 Goldmark. Außerdem können künftig auf Antrag an ehe­malige Offiziere und Militärbeamte des Friedens­standes. die bisher Kriegs-, Tropen-, ßuftbi-enft» oder Verst ümmelungs,Zulage bezogen haben, in Dedürfnisfällen Zuschläge zu ihren jetzigen Ver- sorgungsgebührnissen von den Versorgunzs ämtern bewilligt werden, wenn sie jetzt nicht Goldmark- bezüge in Höhe von mindestens einem Drittel der früheren gesetzlichen Bezüge erhalten. 3n besonderen Rotsällen formen auch weitergehen de Zuschüsse gewährt werden.

** Die Oef sentliche H öhere Han­delsschule Gießen hat am 1. Mcn den einjährigen Kursus mit 23 Schülern und Schüler­innen, Die den Nachweis der Obersekundareife erbracht haben, im Kcmfm. VereinShaus begonnen. Weitere Meldungen mußten wegen Platzmangel zurückgewiesen werden. Den davon Betroffenen wird aber nächstes Jahr, wenn die Raumnot behoben fein wird, Gelegenheit gegeben sein, die Schule dann zu besuchen. Ihnen wird zu diesem

Neue (Erinnerungen an Wilhelm Busch.

Wilhelm Dusch, der Meister des Humors, tritt uns in seiner ganzen prächtigen Lebens- fülle aas den neuen Erinnerungen entgegen, die sein Neffe and Biograph Otto Nöldeke im neuesten Heft derDergstadt" veröffentlicht. Der Onkel, der viele Jahre zu Wiedensahl in dem Familienkreise des Neffen lebte, lieh auch seine allernächsten Hausgenossen nichts von den Werken wissen, an denen er gerade arbeitete.Wie der Onkel vorher nichts von feinen Werken sagte," erzählte Nöldeke weiter,so steht mir noch vor Augen, wie er von den Fenstern der Hamburger Buchhandlungen, in denen fein neues Buch Maler Kleckse!" auslag, den Blick abwandte und lieber die Kohllöpfe im gegenüberliegenden ©rünkrarnladen betrachtete, als ob die größeres Interesse verdienten. Was veröffentlicht war, war für ihn abgetan, wie die Schlange, die sich gehäutet hat, ihre alte Haut ab tut so verglich er es selber wohl. An feinen Sachen waren dem Meister die Bilder das Erste und Wich­tigste.Seine eigenen Grübeleien waren bei den großen Werken feiner Hauptschaffenszeit Dilder- folgen; die sah er, der Maler und Zeichner, zunächst im Geiste: die warf er in flüchtigen Skizzen auf einzelnen Blättern hin, bis sie in einem ersten Entwurf festere Gestalt gewannen, in einem zweiten Entwurf überarbeitet, mit Be­merkungen in Prosa, wohl auch schon mit den ersten Versen versehen und bann endgültig für den «$)rud fertiggeftellt wurden. Gegen eine Anzeige

Berlin. 7. Mai. (WTD.) Rach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis, ergänzt nach den bis zur Stunde eingegangenen Mel­dungen, erhielten:

Stimmen Mandate;

Der. Sozialdemokr. Partei, 5 973 700

.chsoziale Partei Freiwirtschaftsbund

statt des Meisters im einsamen Wiedensahler Psarrwitwenhaus, wo er mit meiner Mutter wohnte, in die Welt hinausgegangen," erzählt Nöldeke,dann kam für ibn eine Zeit des Auf­atmens, der Erholung: aber nicht der ilntätig» feit, Erholung war für ihn in jenen Jahren des eifrigen Schaffens die Malerei. Der Pinsel trat seine Herrschaft an; der Gänsekiel, mit dem der Onkel bis an fein Lebensende zu schreiben pflegte, mit dem er auch alle Federzeichnungen zeichnete, wurde beiseite gelegt; das Tintenfaß, richtiger das Glas mit aufgelöster Sepia-Tusche, konnte eintrocknen, bis es zu neuem Schaffen angefeuchtet werden muhte. Es roch aus des Onkels nach Norden gelegener Stube Atelier hieß sie bei uns nicht so wie in Maler Klecksels Kunstvereinangenehm nach Lack". Täglich muh­ten mehrere Pinsel, breite, steife Dorstpinsel und feine Haarpinsel, von uns fein säuberlich ge­reinigt werden. Dah Wilhelm Dusch auch so eifrig und ernstlich gearbeitet, dah er viele Tusch- und Federzeichnungen und besonders viele Oelbilder geschaffen hat, ist erst nach seinem Tode der wei­teren Oeffentlichkleit bekannt geworden. In un­serer Stube hing früher schon eine ganze Reihe dieser Bilder und Skizzen, nicht ganz nach des Onkels Wunsch und Willen. Viele hat er uns auch außerdem hinterlassen; sehr viele hat er früher gleich, wenn sie in 'feiner Stube in zu grober Zahl sich anfammelten, wieder verbrannt. Ich erinnere mich noch gut daran, mit welchem inneren Widerstreben wir jungen dabei $anb- reichungen tun und, da die Oefen die Masse nicht schlucken tonr-en, solch ein Auto dass im

DerVölkische Kurier" wurde bis ein­schließlich 14. Mai verboten. W'e verlautet, erfolgte das Verbot wegen eines Lettartikels in der Montagnummer, in dem der bayerischen Re­gierung Hochverrat vorgeworfen wurde.

entgegen, wo ihre Fraktion m enter Droscyre zum Mallotbau fahren Corrn. ES ist zweifellos die Quittung für eine Politik, die in ihrem Schielen «um svzialdemokratischen Nachbarn in den Fragen der inneren und Kulturpolitik sowohl, als in dem pazifistischen Gewinsel vor dem waffenstarrenden Gegner beim deutschen Volk von Tag zu Tag weniger Verständnis gefunden hat, eine Politik, von der sich die bedeutenderen Köpfe der Partei selbst, Leute wie Schacht, Gehler oder Hamm erfreulich ferngehalten haben. Von den Heineren Parteien ist die dec Hannoveraner noch be­sonders bemerkenswert. Sie ist mit einem Plus von 3 Sitzen als zwettstärkste bürgerlich? Partei im hannoverschen Wahlkreis hervorgegangen. Das wirft auf den drohenden Volksentscheid über eine Trennung Hannovers von Preußen ein bedenk­liches Schlaglicht.

Am schwersten zerzaust kehrt die Sozial­demokratie vom Schlachtfelde heim. Nicht einmal die ttöstende Pille, die derVorwärts" den Genossen bei der Verkündigung der ersten Wahlergebnisse darreichte, dah nämlich die So­zialdemokratie auch im neuen Reichstag die stärkste Partei des Hauses sein werde, bewahrheitete sich als solche. Nach dem Verlust von Z4 Mandaten werden die Sozialdemokraten sich mit der zweiten Stelle begnügen müssen und sich bamtt abzufinden haben, in Zukunft nicht mehr der allgewaltige Kontrolleur des gesamten Staatsapparates zum Schaden des Ganzen spielen zu können. Ihre schweren Einbuhen verdienen sie eine Parallele zur Volkspartei einmal der schrankenlosen und von den russischen Genossen aus überreichen Mit­teln finanziell unterftühten Agitation der Kom­munisten, zum andern der starken Oppositton, die innerhalb der Partei sich gegen die verantwort­liche Mitarbeit im Rahmen der Großen Koalition wandte und zu deren Sturz wesentlich beitrug. Die Verschmelzung der Mehrheitssoziastisten mit den Unabhängigen hat sich jetzt bitter gerächt. Der gröbere Dell der ehemaligen älnabhängigen, die bte Zusammenarbeit mit bürgerlichen Parteien, im ©runde jede positive Arbeit in einem nicht- sozialistischen Staatswesen scheuen wie der Stier daS rote Tuch, dieser Teil war für die Partei unverdaulich. Die Kommunisten haben aus diesem chronischen, mit einer maßlosen Erbitte­rung geführtenRichtungsstrett" den Nutzen ge­zogen. Mit ihren 62 Mandaten werden sie dem neuen Parlament manch unangenehme Stunde bereiten und darüber hinaus für eine bedrohliche ©esahr für den Staat, der heute alles andere eher ertragen farm, als neue innere Krisen, neue (Stö­rungen des sozialen Friedens, neuen Bürgerkrieg im Zeichen des Sowjetsterns.

Praktische Aufbauarbeit soll der neue Reichstag leisten, weiterbauen auf dem Boden Rei^sfinamen, an einer Gesundung der deutschen der festen Währung, an einer Gesundung unserer Wirtschaft, die Grundlagen schaffen für eine Durchführung der Sachverständigengutachten, die ja als Verhandlungsmöglichkeiten von allen zu positiver Mitarbeit bereiten Parteien anerkannt sind. Es wird abzuwarten fein, ob das Kabinett Marx sich entschlieht, die für die Durchführung der Gutachten erforderlichen Gesetze noch selbst dem neuen Reichstag vorzulegen oder ob es, einem Kabinettsturz vorbeugend, aus der ver­änderten Parteikonstellation die Folgerungen zieht und zurücktritt. Das Kabinett verfügt von sich aus über nicht mehr als 137 Stimmen von 471 Abgeordneten, so dah es wohl schwerlich in der Lage sein wird, eine Mehrheit und noch dazu die für Verfassungsänderungen erforderliche Zweidrittelmehrheit zu erhalten.Reichstagsauf­lösung" preist dieFranks. Ztg." als Allhell- mittel an. Nach dem Ergebnis vom Sonntag sollten gerade die Demokraten mit dem Gebrauch dieser Gewaltkur sehr vorsichtig sein. Es würde auch seltsam erscheinen, toenti man nicht zu­mindest den Versuch machen wollte, aas dem Wahlergebnis die parlamentarische Nutzanwen­dung zu ziehen und die Sieger des Wahlkampfes, also idie Deutschnationalen, mit der Verantwor­tung für die künftige Politik zu betrauen. Nach den Äeuherungen ihrer Presse scheinen sie aach nichtLewillt, sich der Verantwortung zu entziehen, sondÄm durchaus bereit, in dem von uns bereits in unserer letzten Wahlbetrachtung gespannten Rahmen nationale Koalitionspolitik zu treiben. Unter dem programmatischen TitelBismarck- block" macht sich der deutschnationale Abgeord­nete D. Mumm imTag" zum beredten Für­sprecher dieser Politik eines Zusammenschlusses der schon von Bismarck in seiner letzten Reichs­tagsrede alskonservative, reichserhaltende" be­zeichneten nationalen Parteien des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und der Deutschnationalen. Den starken, tragfähigen Pfeiler für die Brücke zwischen Zentrum und Deutschnationalen die sich in ihren konservativen Elementen ohnehin eng berühren hätte die Deutsche Dolkspartei zu bilben. Ihr wird auch künftig die bedeutungsvolle Rolle zufallen, das Kernstück eines arbeite,äbigen Kabinetts zu bilden. Sie muh nur die Lage er­kennen und verme den, auf Dinge xurückzukommen, die als Experimente gemacht werden muhten, sich ja aber auch als solche schon nach wenigen. Wochen erwiesen. EineGrvheKoalition" wird nur noch möglich und sogar wünschenswert, wenn sie

Bayerischer Mittelbund 5 681

Völkischer Block 9 439

Parteiwse Wirtschaftsgruppe 1 847

Zusammen Mandate: 471

Alle Blätter hallen es für sicher, daß die Reichs tagsabgeordneten der Landbund liste sich der deutschnattonalen Fraktion anschliehen werden. Dadurch würden die D e u t s ch natio­nalen zur stärk st en Fraktion deS Reichs­tags werden. In einer Besprechung des Reichs- kabinetts tznlle der Reichsminister des Innern mit, dah die a Etlichen Wahlergebnisse nicht vor dem 16. 5. M erwarten sind. D^s Reichs- kabinett bleibt auf jeden Fall bis zum Zusammen­tritt ^es Reichstags im Amt. Voraussichtlich wird der Reichstag am 22. Mai zusammentreten.

Der Hafen von Antwerpen in Gefahr.

Belgiens wichtigster Hasen und sein einziger direkter Zugang zum Meer, der von Awiwcrpen, ift in ©efa%, so völlig zu versanden, daß. größere Schiffe überhaupt nicht mehr landen können. Die Gefährdung bei Schiffahrt in der Scheldemündung, an ber Antwerpen liegt, macht sich in iden lchten fälle bemerkbar. In der Zett vom 1. sOktober 1922 Jahren durch beständige Zunnahme der älnglücks- brs 7. März 1923 wurden 178 Zusammenstöße Strandungen usw. gezählt, vom Oktober 1923 bis zum April 1924 sogar 280 ^lnglücksfällo. In der belgischen Kamme ' hat man sich mit diesem Problem sehr erngehend beschäftigt und verschve- b«ie großzügige unb kostspielige Pläne erörtert, umAntwerpen zu retten". Alle diese Projekte haben aber nur geringe Aussicht auf Erfolg, 'ba Die Versandung in einen so starken und schnellen Maße vor sich geht, dah die Baggerungen «dem. gegenüber vollkommen machtlos sind. So besteht denn bte für Belgier traurige Aussicht, daß daS so blüh nde und mächtige Antwe pen in abseh­barer Zeit nur noch von kleinen Schiffen wird au- gelaufen werden können, um allmählich ganz M veröde».

LioeE gehört OBdtW^ rung diesen.wl Villa" sein.El vollen W!chl ist nichts anö der d Mit-eine das Echicksali gekreist unb hindurchgehr werden. Da wvgranm £ als Mensch CNnounge und tief emp Programm b aus seinem Seiner schart bei Tiere in nen Aatuch licherweise < wie z.D. , W Ogers h.-iomWollen §ämmerstunö tzumorcskenb! San die Dori mm brachten erschütteüiche uns ihr Beste und feinem ( bmmat Ar Hnen hierfür.

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