Aeltag, 7. März 192^
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger sürOberhessen)
Repari.
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der Kreuzritter reliefartig zeigte. Dis tn die tletnftcn Einzelheiten war alles so .echt", dah jeder, der der Herstellung nicht beigewohnt, glauben muhte, er habe ein2 viele Hunderte Hahrs alte Arbeit vor sich. Köstlich war z. D. di- Art, wie man die kleinen Erhöhungen und Tüpfel, die altem Leder das eigentümliche Aussehen geben, hervorbrachte. Zuerst strich man Sirup auf die Stellen, wo die Tüpfel sitzen sollten: bann lieh man eine Menge — Küchenschwaben über den Sirup hersallen. Diese machten sich eifrig an den Leckerbissen und setzten gleichzeitig die Heinen Tüpfel ab, die das beste Zeichen für das hohe Alter einer Lederiapete sind. Ein grober Schwindel wird mit täuschenden Signaturen getrieben. Es kommen Reisende, die ihre Originale zeigen auf denen man das Signum Döcklin oder Michetti zu sehen glaubt. Die Käufer gehen auf den Leim. Protestieren sie nachher, dann richten sie nichts aus. Es gibt in Berlin einen Kunsthändler, der vom Gericht emfach nicht wegkommt, aber noch niemals einen Prozeh verlor, weil er das Geschäft nachweislich immer korrekt abgeschlossen hat. Denn die Bilder, die der Laie füa Böcklin hält oder für Michetti, sind nicht Böcklin, sondern Röcklin flgniert, und der Italiener kommt unter den Ramensvariationen Mingetri, Mincetii, Micetti oder Mingatti in den Handel. 3m Haag arbeiten die Fälscher der .alten" Riederlander. Die nehmen alte Malbretter, malen darauf ihrs
Teniers" und.Ostade", räuchern dann d,e Bilder ein und „baden" sie in 7-er Röhre, um die Sprung- bUbung, b n .Craquelä", zu erzeugen. 3n der Berliner Wilhelmstrahe lebte viele Jahre ein Maler, der die Hauptmeistec ber Wiener Minia-
Zur des Hcllsehens.
Am vergangenen Samstag haben wir einen merkwürdigen jnb wohlbeglaubigten Fall des Hellseh.'ns erwähnt. Del der weitgehenden Bede rtung dieser Sache wollen wir nicht unterlassen, a is ähnliche Tatsachen des Hellseh.ns aufmerksam zi machen, die bei dem gleichen Ingenieur und Industriellen Ossvwiccki konstatiert worden sind, und zwar von dem bekannten Physiologen Pros. Rich.'t in Paris und dem dortigen Leiter des „Institut mötapsychlque": Dr. Geley. Ossowiccki vermochte z. B. einen Bries zu lesen, dessen Inhalt keinem ber Anwesenden bekannt
bis 16.-. Weizenmehl (südd. Spezial 0) 28— biS 28.50. Rrggenmehl 24.53 bis 25 25, W'i en- und RoggenHrie 9.- bis 9.75, Laplata-Mais 1925 bis 19.75 Mk. Tendenz ste ig.
M. 57 3rodte$ Blatt
3Iaa$£en
Kunft und Wissenschaft.
Reue Dahnen des Auslandsstudiums.
Mangelnde Kenntnis des Auslandes trotz häufiger Reisen ist ein lange bemerkter Krebsschaden deutscher Bildung. Auf Initiative von Staatssekretär Becker versuchten die deutschen Hochschulstaaten im Kriege durch planmäßige De- z-mtralisation das thwretlsche Studium fremder Länder- als sn.iologisch r Gebilde zu organisieren. Zahlreich? Auslands n itute entftan'e t, ihr Wirkungskreis bli.b beschränkt. Jetzt gebt von dem Gwzraphi chm Institut ber Universität Greifs- wald als Hüterin der Pflege des nordischen Kulturkreises die bewusste Reubelebung ber Auslandsstudien aus: .Auslandskrantnls und -Dezi Hungen durch eigenes Sehen unter wissenschaftlicher Leitung erworben". Zunächst veran- stattet das Institut für Finnlandkunde unter Lev tu-.-io des bekannten Geographen Prwf. Draun Studienreisen kleiner Gruppen Gelehrter, Kaufleute und Indust-i l er in Finnland, die den Teilnehmer in persönliche De.mhrung auch mit den Bewohnern des Landes bringen. Entsprechende R.isen in dir anderen nordischen Länder werben folgen. Genaue Landes- und SprwchenkenntniS seitens der Führung, sorgfältige Ausnxchl der Teilnehmer bei selbstverständlich vorzüglicher Organisation sichern dem Unter.^bmen den Erfolg In ban Auslandsbildungsb.strebungen.
Werkchen des .
fvrichers findet man die Antworten eines Weisen, der sein Leben daratrsetzte, zu erfahren, wie man
heute verlautete wiederum von der Zahlungseinstellung einer an sich unbedeu enden Qllnrlerflima, für die berei.d gestern und zum Teil auch heute noch Zwangsglattstcllung rn vo g n. mir.e.i wurden. Immerhin bewies die Dor.e heute verhält- nlsmäbige Widerstandslruf: gegen tixi'.ere Kursrückgänge. wozu auch har.näckig sich erhaltende Gerüchte mi g.-wirkt haben mögm. wonach die Regierung angeolich zu einer Gtnl.n'ung i x der Sr- mäb'g'ang des von der Börse als untragbar bezeichneten hohen Bö sen um sahst ernpels bereit fein soll. Die Kursveränderungen hist en sich entsprechend brr Geringfügig leit der ülmsähe tn engen Grenzen und überschritten nach vbrn oder unten nur vereinzelt zwei Billionen Prozent. Etwas g üf)er war bas Geschäs. zeitweilig am Montan- markt in Phönix, Oberschlei ischr Etsenindlstrie- Attien und ferner in Gesellschaft für Elektrrche ülnternehmungm und Petr-leumwertea. Der Rentenmarkt blieb nahezu vollkommen verödet. Die Geringsügigkci: der älrnsähe im Gr'hierkehr entsprach auch durchaus dem stillen Geichif tn den zu Einh i Slu.sen g handstten Industriepapieren und unno irrten Worten. Am Geld- u tb Devisenmarkt hat sich nichts von Bedeutung verändert.
Devisenmarkt Berl.n—Frankfurt a. M.
(»n Biuionen Mark auSnebrürft. Buenos Aires, Londe", Neu- York stavau. Rio b- stm eiro für eine (Sinbcit, Wien nnb Bubaven lür 100' 00 Etnoeiren, alles übrige für 100 Ei ,yctten.)
Lelegraphtt che Auszahlung.
«Ohne Gewährst
*) Dom Rückzah-lungsteert.
Berliner Dorfe.
B e r l l n. 6. März. (Wolfs) Es erscheint kaum verwunderlich, dah bei ber seit langer Zett an der Börse bestehenden hochgradigen Geschis sstille ihr beinahe täglich eine von den finanziell nicht genügend fundierten Firmen zum Opfer fällt. Auch
und der zur denkbar gröhten Sicherheit 'm eine Bleiröhre eingeschmolzen war. Dr. Chowrin, Oberarzt einer russischen Anstalt hat eine Der- suchsperson jahrelang mit exaktesten, streng wissenschaftlichen Methoden beobachtet unb, die Ergebnisse in musterhaft objektiver Weise beschrieben. Er hat u. a. festgestellt, dah die Person imstande war. fest und mehrfach verschlossene, wiederholt gefaltete und in jeder Weise sonst gesicherte Briefe za lesen: hierbei hatte sie gelegentlich auch Gesichtshalluzinationen, die dem Inhalt des Briefes entsprachen. — Dr. Tischner, Arzt in München unb v. Wasielewski, ehemaliger Privatdozent in Rostock, konnten unter anderen mit einer gebildeten Dame (nicht Derufsmebiurn) experimentieren. die imstande war, z. B. Postkarten zu lesen, trotzdem sie in schwarzes Papier und überdies noch in einen undurchsichtig.n Ülmsch'ag ringe- h lllt waren: Fernsehen gelang mit ihr auch, als ber Dersuchsleiter in Mittrid.'utschland, das ,.Medium" in Oberitalien sich befand. Mehrere tausend Fälle von Telepathie sinb durch die ..Britische Gesellschaft für psychische Forschung" mit äufjer- fter Scrgsalt gesammelt unb gesichtet worden: sie müssen als Tatsache respektiert nx-r:e:i, so sicher, wie irgendein sonstiges wissen chastlich sestge- stelltes Forschungsergebnis. Räheres hierüber sowie über den ganzen Bereich verwandter Erscheinungen enthält in kritischer Beleuchtung das fneben erschienene Buch von W. Platz: „Das Forschungsgridet des Okkultismus" (Verlag Strecker u. Schröder, Stuttgart). Wir werden demnächst eine kurze Besprechung desselben bringen.
Bnchcrtijch.
— Hanns Fischer, „Rätsel bet Tiefe". Die Entschleierung der Kohle, des Erdöls und Salzes. Doigtländers Derlag, Leipzig- Grundpreis 3.30, in "Halbleinen 4 Mk. Der Der- fasser streift drei geologische Hauptgebiete, die Kohle, das Erdöl und das Salz. Auf Grund der Welteislehre zeigt er, wie zahlreiche Geheimnisse ganz üb-ersehen wurden, Dinge, die uns nun einen Blick zurück über Hahrmillionen tun lassen. Wir sehen einen der Borgänger unsres heutigen Mondes sich langfam ber Erde nähern, sehen riesenhafte Fluten entstehen, sehen die Eiszeit nahen, deren RotwenXgirit unb deren bisher brläg dunkles Rätsel sich wie mit Zauberhand zu einfachster Selbstverständuchkeit lösen, unb nun bauen sich vor uns Kohlenflöze Übereinander, mit papiertümen oder mtterst-arken Geswtnschich- ten nun stellen sich die Stämme, jene merkwürdigen Ruinen der llrvergan^enheit, in die Schichten. äleberraschenb ist die Feststellung, das) eS auf Grunb ber neuen Erken itnisse möglich fei, rechtzeitig vor drohender Schlagwettergesahr zu
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 6. März. Tendenz: Unentschieden. — Die Geldmarktverhältni sr haben sich im Frühverkehr nur wenig ve ändert. Man aanmte tägliches Geld zirka 1 /, Pro e it pro Mille, feie Geschäftsstille an der Börse hielt im groben
FälscherfstbriÄen.
Ein französischer Sen^attonsproieß, der nach itzen Bereinigten Staaten hinüberspielte, hat erst iüngst wieder das Borhandensein groher Fälscher- sabriken in Paris aufgedeckt. Die Industrie der Kun st fälsch er ist heute weiter verbreitet als ie. Die auherordentliche Steigerung der Preise, die enorme Entwicklung des Sammelwesens und des Kunstmarktes trübt immer häufiger begabte Künstler in die Hände der gewerbsmäßigen Falscher und so entstehen grobe Fabriken, aus denen Möb^l Bilder. Skulpturen, Porzellane. Fayencen vsw. in alle Welt ausaesührt werden, um den stets wachsenden ..Bedarf zu decken Paris »st ber Mittelpunkt dieses unrechtmäßigen Treibens, aber auch bei un3 gibt es — ebenso wie in Italien — fewisse Zentren, wie München oder Köln, schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts war in Köln eine Fälschersabrik. die Ematts. Elfenbein- fchnitzereien und Möbel fabrizierte unb nach Pans brachte. Hier war ein Händler, dessen Prtvat- sammlung eines Tages für 9'/z Millionen Franks versteigert wurde, einer der Hauptabnehmer. Der Derliner Markt wird von München und Oest^- reich aus „versorgt". Einen Blick in eine solche Fabrik „alter Meister", die sich in ebnem Viertel von Paris in der Rähe der Bastille befand, laßt uns eine Schilderung tun, die des humoristischen Deigeschmacks nicht entbehrt. Beim 'Betreten der Fabrik fiel dem Besucher ein brenzliger Geruch auf, und er bekam schließlich heraus, dah man grabe dabei war, eine alte spanische Goldledev- Dapete herzustellen, die Szenen aus den Kämpfen
• Landeskult urrvggenbriefe der Dvggenrentenbank, Berlin. Die Rog° fienrentenbenr A. G. in Berlin nimmt zurzeit die Ausgabe eines neuen Typs von wertbeständigen Schuldverschreibungen, ber Landeskulturroggen- triefe, vor. Die Briefe sind zu 5 v. H. verzinslich unb gedeckt durch Darlehen an Deichver- Lände. Dodenverbesserungseenossenschaften und äh'.lichen öffentlich-rechtlichen G^ndbesitzerver- Lände, deren Beitragslasten als öffentliche Lasten auf den Grundbesitz ruhen, bieten also eine große Sicherheit, weil diese öfsentlichen Briese im Zwangsversteigerungsfalle allen sonstigen Belastungen der ^verhafteten Grundstücke vorgehen. Die Landeskulturroggenbriefe lauten über den Geldwert einer beftimmten A'.rzachl Roggen •Roggen (10, 50. 100) unb werden geregelt, daß fede 'praktisch erreichbare Gewähr für eine wirklich wertbeständige Verzinsung gegeben ist. Die sandeskulturroggenbriese sind dazu bestimmt, die Knoanrierung der Urbarmachung von Mooren tnb ähnlichen brachlieg n'en Flächen zu ermög- Lchen und das Gelände ein:r landwirtschaftlichen Rutzung zuzuführen. Die Einfuhr ni der Dri-se tn der Berliner Börse wird demnächst veranlagt.
|9ie art.
(Srib | yrtff | °i
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Wirtschaft.
Vorn ArbcitSmarkt.
, Die Arbeitsmarktlage zeigt, wie curS tvr so° eficn ersch.ene.ren Rr 5 c.es.,R-richsarbeitsb.attes" hervcrgeht, Anzeichen ei.oer rmverLmndaren B^sse- rung. Vor allem kommt diele in den/en gen Gewerbezweigen zum Ausdruck, die dem unmittelbaren Konsum des inländischen Verbraucher- Publikums dienen, wie z. B. Bekleidungsgewerbe, DShrungs- und Geirußmittelgewerbe. Sie erklärt sich durch die Wirkung der Wäh/ungsstabillsie- rung und der gleichzeitig eingetie.<n?.i Preissenkung. Das seit August v. I. un, n.erbroche.-.e Ansteigen der Arbeitslosigkeit ist im Januar einer Abnahme gewich.n. nur einig? Verbände, darunter die des Baugewerbes, melden mxh eine Verschlechterung der Lage. Die Desserung macht sich am stärk,te.a bri den dem unmittelbaren Verbrauch bie en er Grive "b:n geltend. So nahm die Ari.-ntslos.g eik bei den Schuhmachern um 14 v. H., bei Belleidungsarbeit'wn am 8 v. H., bei Bäckern um 7,5 v. H., bei Fleischern um 4,8 v. H., bei SabaEarbiitern um 4,9 u. H. ab. 21m wenigsten besserte sich das Mekall- grwerbe: Der Llletallverband verzeichnet nur eine Abnahme der Arbeitslosigieit um 1,6 Proz, etwas vesser stellt sich das Stickstoffg werbe mit einer Ab.rahme von 2,3 v. H., das Holzg.'werbe mit 4,8 v. H. Für ungelernte Arbeiter betrag die Desserung 0,8 v. H., für Maschinisten an) Heizer zeigte sich sogar eine Verschlechterung der Arbeitsmarktlage. Die Arbeitszeitverkürzungen haben weiter stark abgenommen. Den größten Rückgang in der Kurzarbeit haben die Schuhmacher zu verzeichnen. Die Erwerbslosentzatistik verzeichnet eine stetige 2ll>.ia.hne der Erwerbslose nsür» ivvgolierchtigteil. Die Zahl der Dollerttoerbslosen tKtrug am 15. Hanuar 1 582 852 und sank bis »um 1. Februar um 152 014, d. h. also um 9,6 Prozent auf 1 430 838. Am 15. Februar hatte diese Zahl um 9 v. H., also um 128 568, auf 1 320 770 abgenommen. Die Zahl der unterstützt' n Männer beträgt zur Zeit rund das achtfache der weiblichen Erwerbslosen. Es hat jedoch den Anschein, als ob die Besserung in der Zahl der erwerbslosen OlZänner gleichmäßig vorwärts schreite, während sie bei den Frauen nachtzulassen scheint. Aus dem Arbeitsmarkt für QUänner stieg die Zahl der Stellenange>)te um 57 612 oder 37 Proz., die der ^Vermittlung um 35 Proz. Bei den einzelnen ll^russgruppen rn.-h.tte sich das Stellenangebot am stärksten in der Melall- veo.rrl'e'ttung und für Lohnarbeit wech'e n er Art. Es folgen Verkehrsgewerbe, Holzindusttne, Land- wi.ttschaft, LLahrungsrnittel, Deklei.ungSgewerbe usw. Die chemische Industrie, Theater- und Du- -reauang.-stell tenberufe weise".: Rückgänge der Stellenangebote auf. Der Arbeitsmarkt für Frauen zeigt im wesentlichen die gleiche grn- sttgr Entwicklung. Das Stellenan iebot hob sich gegenüber den Vormonaten um 46 Prozent, die Vermittlung um 60 Proz., während die Zahl der Arbeitsgesuche um 11 Proz. zurückging. Am rotten war die Zunahme drs St-ellenan rebotes ür Hauspersonal, es folgen Bekleidungsgewerbe, Spinnstvffgrwerbe, Landwirtscha-itt usw. Erwähnt sei noch die Gruppe der kaufmännischen Angestellten, mit einer Zunahme von 2019 und die Gruppe der Bureauangestellten mit einer Zunahme der Stellenangebote um 1347.
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- R. H. FrancS Richtiges Leben. Mit
9 Wandzeichnungen des Verfassers. 2t Voigp- län.ders Verlag, Leipzig. Ungeb. 1,30, geb 1,60. Richtiges Leben! Seit jeher hat es die 2Nensch- heit vergeblich gesucht. Richtiges Leben! DaS bedeutet Gesundheit, Glück, 2)ollendung. das bedeutet Erfolg. Hier ist der Weg gewiesen und aus den Gesetzen des Ledens abgeleitet, älnd es zeigt sich, daß die Lebenslehve jeden angeht. Ob es sich um die 'Frage handelt, was man teerten muß, um Erfolg zu haben: ob man wissen möchte, wie man richtig arbeitet, wie man richtig liebt, wie man richtig Ratur und richtig Kunst genieß-t, oder ob man erfahren möchte, wie man richtig denkt, beim alles das gehört zum richtigen Leben, um sein und seines 2)olkes Bestes zu erreichen — in diesem hin eilend geschriebenen — * ■ * - berühmten De.ckers und 2iatur-
und ganzen an, doch glaubte man eine freundlichere Stimmung vorböcs.ich zu bcDbachten. In den amllich nid)t notierten Werten traten leich e Erholmtgcn ein, die allerdings als mäßig zu beg ichnen sind. Man na.in e Api 7,225, Be>rz 5,225, Drown Doveri 2,5, Becker Stahl 10,225, Decker Kohle 10.7Z5, Growag 375 bis 335, Gummi Rcckar 225. Verhältnismäßig leb Has e Umsätze sandon z.i.weise in Ufa statt, welche mit 9,225 bis 9,5 gehandelt wurden. Herz Söhne 5,225, Ludwigs Birger Porzellan 4003, H-msa Livtzd2,100, Holsaiia 1,775, Untonbrenner-ri Kehl 900. Krü- g^rshall 11.225, Deutsch: Handelsbank 100 bis 105, Eh em ich: Remy 875, Schutzgeb'.etsanl.ihe 3,6 bis 3,8 Dillionen. Montanaktien Ivefxr bei den ersten Kursen keine ausgesprocheev: Tendenz erkennen, Wer.n auch Kurserhöhungen in te; Ueoerzahl waren. Mansf Idec, Obecbebarf gut bef-auplet. Luxemburg- r befe ii tt. Rorddeutschrr Lloyd gut g halt en. Schau lunLbahn etwas !e"‘er. Bon che° mi.chm Werten schienen Dadische '2lnilin durch die Arbeiterbewegung etwas beeinflußt zu sein: bei erster Rotiz 19,5, da:m D.äef. Am Elektro- markt lagen La hm eher eehotter, Licht und Kraft besser. Erwähnt s i irxf), daß '2lul-riwer:e gut gehalten tearxn. Maschi rensabrik Karlsru'e, Krauß Lodomoliven, Heddernl.e mer Kupfer schwankend. Am Dankak.i.nmartt lixrren Kur^besse ungen in M.tallbank zu v.rzeich.ren. 5prvz. Reichsanlrihe etzte mit 93 Milliarden ein. Von Türkenwerten teilten sich Zolltürken etwas schwacher. Sweckicht Gummi befestigt. Sonst mären zu e-wahnen Phil. Holzmaim bei behaupteter Teerdenz. Dyckerhoff tagen bei e rster Rotiz erneut Im 21ngebot. Zucker- werte teilweise bester.
Börsenkurse.
(Ohne 'jr.)
turiften so täuschend kopierte, daß selbst die gewiegtesten Kenner im ersten Augenblick stutzig wurden. Ein eigener Zweig der Fälscherindustrie ist das Aufarbeiten von Kunstwerken aus altem Material. So werden unbemalte, halbzerbrochene Porzellane aus berühmten Manufakturen ausgekauft und neu bemalt. Der bekannte Direktor des Htimburger Ku istgeteerlemufe ms, Justus B r i n cf m a n n, der der eifrigste Bekämpfer der Fälscher war, führte noch Mitte der neunziger Jahre einige Gebiete an, die von betrügerisch.m. Rachahmungrn frei wären, so z. D. die mittelalterlichen Gewebe, Gobelins usw. Aber heute • gibt es auch diese „wenigen Gebiete" nicht mehr, sondern es wird alles gefälscht. Selbst die modernste Plastik entgeht nicht der Aufmerksamkeit geschäftstüchtiger älnternehmer: ein Tewels dafür ist die llnzahl von Fälschungen der Werie Rodins, die zu 2lnfang des Jahres 1919 bekannt wurde und fo viel Staub aufwirbelte.
Märkte.
Berliner Produktenbörse.
Derk in, 6. März. (Wolff.) Die Lage im Getreide verkehr hat sich nicht geändert. Die Tendenz bk'lbt schwach, weil die Inlandsofferten hier sehr wenig Käufer finden. Roggen ist mehr, meistens jedoch noch zu hoch angeboten. In Wei- zen warn die llmsätze geringfügig. Auch das Mehlgstchäft hat sich noch nicht gebestert. Für Gerste fehlt es mit 2lusnahme der kaum ange- botenen aller feinsten Qualitä en an Unternehmungslust. Für Hafer besteht env.elne Frage nach der Küste. Viel erörtert wurde am Markt das von der polni'chm Reg'erung einem Konsortium Derliner Firnen ge e:ete Exportmonopol für Getreide. Es not:e tea für je 10)0 Kilo: Weizm, märk. 161 bis 166 (ruhig), Roggen, märt. 129 bis 136 (knum beha-ptet), Draugerste 170 bis 182 (still), Futtergerste 150 bis 155 (still), Hafer, märk. 111 bis 120 (ruhig), pomm. 111 bis 120 (ruhig), 2laps 295 (still), Leinsaat 410 bis 415 (still): für je 103 Kilo: Weizenmehl 24,50 bis 26,75 (b'hauptet), Rvggemnebl 20 50 bis 22 (behauptet), Wri^enkle'e 9,20 bis 9 30 (still) Rog- genflrie 7,10 bis 7,20 (still), Viktoriaecbsen 27 bis 28, lleine Erbsen 17 bis 18, Futle.erbsen 11 bis 12, Peluschken 11,75 bis 12,50 Ackerbohnen 13 bis 15, Wicken 14 50 bis 15,50, Lupmrn 13 bis 14,50, Seradella 16 bis 16,50, neue 14 bis 15, Rapskuchen 11, Leinkuchen 22 bis 23, Trocken- schnitzel 8,20 bis 8,40.
Frankfurter Selreideborse.
Frankfurt a. M., 6. März. Es notierten für je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 18.75 bis 19.—, Roggen 16.75 bis 17.—, Sommergerste für Drau- zwecke 21.50 bis 22.50, Hafer (inländisch) 15.50
(3n eir"'n Teil ber Aullane wiederholt.) EtinneS im Saargebiet.
Saarbrücken. 6. März. (WTD.) Wie die ^Saarbrücker Zeitung" von zuverlässiger Seite erfährt, hat Hugo Stinn-s in Ottweiler im ©aargebiet ein großes Industriegelände erworben, um dort ein großes Werk zur Verhüttung und Weiterverarbeitung von E i s e n zu errichten.
09" Zahnpanta Rclbut tu bereiten! CHI Wenn Sie die nasse Zahn bürst inDr. Bahr's,,Za!in« pulver Nr. 23“ eintauchen, bereiten Sie sich selbst frische nroinatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend weiß erhält und im Gebrauch außer ordentlich sparsam ist» — Germania-Drogerie Seibel. Neustadt-Drogerie H. Null. Neustadt A, Kreuz«Drogerie A. Noll, Bahnhofstraße 51. HiöOo
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