Montag, b. Gttoder (92-
llr. 255 Zweites Sian Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberyeßen)
itahin. Aber zwc.s ,1 ö i’l, ball sich bi? Stellung
auch nicht töi lämpfen sü. di
einflußreichen Rothschilds Zweiiel an der baulichen
blieb die deutsch: Regie- des Krieges, war ihr um
Macdonalds nich! .. tert Hat Sollte c
, sondern verschlecht bcval-tonfcrDa«
Cßeranttoortung regeln."
Solche üebereinflimmunq der Gesinnung mag zunächst als selbstverständlicher Destandterl )^es Programmes nationaler Staats- und Wirtschaft^ Politik erscheinen, doch dürste kein Ztoeisel möglich sein, daß damit schon der Flächenausdehnung der neuen Arbeitsgemeinschaft vorerst 'Harfe Arenzen
bemerkbar machende Zwang zur Arbeit wiederum in antideutscher St t m man g entladt. Die „Daily Mail"-Gruppe tut chr Möglichstes Denn wenn man solbst zu denkfaul rnd bequem ist. ist nichts angenehmer, als za hören, dab wieder diese greulichen Deutschen an dem ganzen Unheil schuld srnd. Schutzzoll gegen diesen wirtschaftlichen Unruhestifter!
So wäre es denn gar nicht verwunderlich, wenn sich die Arbeiterpartei der auf der Straße liegenden Parolen bemächtigte und nun ihrer - se itS Schutzzollpropaganda machte. Mit dem außenpolitischen Programm ihrer Vorgänger im
Londoner Brief.
Von unserem ständigen Londoner Derichtrrstatter. (Vachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) v. Kr. London, Ende Septbr. 1924.
tiüc Einigung zustande kommen, an der Wieder sehr stark g. arbeit t wird, dann dürste sein Schicksal befieg-.it sein, aber es scheint, als ob die Bildung eines Dürgerblocks in England fast noch schwieriger wäre als in Deutschland
Amte bat man ja schon ganz schöne Erfolge erzielen können QISu wäre es. wenn man es nun mit dem wit tschaftspotiti chcn versuchte Man hat die g.öi-cre Energie, die größere Leidenschaf tttch- keil aus seiner Seile.
Sie Entscheidung über diese Fragen, wie über viele andere, wird im Lause der lommenbcn
den wahren Zweck der Ak.ion. Deutschland und England mitcinander zu verfeinden Dref end erwiderte der Kaiser, wenn Rußland nur t,nm.mi- täte Zwecke verfolge, tonne es auch allein ohne europäische Unterstützung seine Stimme erheben, irnd Graf Bülow zerriß das Vetz durch die Forderung, daß vor jeder Aktion gegen England die Mächte sich gegenseitig ihren europäischen Besitzstand garantieren muhten.
Frankreich dieses Begehren, das die Garant e Elsaß-Lochringens für Deutschland in sich schloß, nie erfüllen wollte, so war der russische Antrag damit erledigt. Murawiew nahm seinen Rückzug, indem er wahrheitswidr.g den Dorsch ag der Intervention auf deutsche Initiative zu- rüchzuführen suchte, bewirkte abw damit nur^ bah er den Ruf der älnehrlrakert, den er sich während seiner kurzen Amtsführung (seit 1897) Bereite in Deutschland und England zugezogen batte von neuem bestätigte Auch in England kannte man den wahren Sachverhalt: der Prrnz
Deutschland und der Burenkrieg. Don Dr. Gustav Rolofs. 0. Professor de.
Geschichte an der blniver ität Gießen
hinter allen politischen Hand.u ige 1 des isers hat seinerzeit keine so nll ,-nnen Bei 1 all ■hi Deutschland g sundon, als . Telegramm, in dem er den Präsidenten Kruger zur Abwe ■ sung des Samesonfchen Einfall.- in bie cü <3ifr.= tonische Vepubli'. I eglückwänschi: lAnf oanuo. 1896.) Es ist daher eitler Pharisäismus, wenn dieser D.pesch: heule nicht festen mit überlegener Miene vorg.w.ue.i wird, daß s.e ic 1 Grund zu- Feindschaft Englands c,eg-?n Deuttchland geleg habe, denn die Tadler- h. bea ihr damals selbit zugejubelt, und rb.rdies find Deutschland u d Entband dadurch t i resw. gs i 1 urversähnliche i Gegensatz geraten, tm. ja- ichon der Drriauf de Kiaut schon frage beweist. End.ich h- die deutsche Regierung den vbjettwen Feh er, das englisch Vationalgefühl gereizt zu haben, einige Jahre später, alS der Buren krieg auSbrach, reichlich wieder wettgsmacht: sie hat der englischen Politik große Dienste erwiesen Die neueste große Akicn- Publikation doS Auswärtigen Amtes gibt h erüber vollen Aufschluß.
Die Zeit der Tag- und Vachtaleiche hat in England politisch unbeständiges Wetter gebracht. Vor wenigen Tagen fand die erste Kabinettsihung des noch nicht ganz vollständig versammelten Kabinetts unter dem Vorsitz des soeben von
Wochen fallen. Zunächst gilt es. die Ul ft erfrage beiseite zu schachen. Lösen wird man sie en Alle politischen Parteien bessere Ausgangsstellung Wer dabet den Sieg .-avantragen wird, steht noch
DaS deutsche Auswärtige Amt hatte erfahren . müssen, daß sein Auftreten g:gen E giand. m ch e • die Sache auch noch so gere-chi lein, sofort in Frankreich den D .riuch <v es < usammengehens ( mit England gegen Deutschland hervor gern en । hatte, eS stand ihm daher fest, daß Deutschland, alS sich eine gefährliche Spannung zwischen Eng- ( tani) und Transvaal ankündigte (Frühling 1899). die strengste Zurückhaltung üben muss?. Es iwir keine leichte Aufgabe da die deutsche ösfenniche Meinung in den Bursa natürliche Der- I bündete gegen das koloniale Uebergewicht Englands sah und zugleich den Schutz der burischen älnabhängigkeit als ein Gebot der nationalen I Ehre betrachtete. Der deutschen Regierung sch eu eS deshalb im eigenen wie im allgemeinen Friedens-Interesse das beste, den südafrikanischen Streit fricblid) beizulegen, und das sch.en nicht unmöglich wenn nur die Buren den englischen Beschwerden über die unwürdige Lage der Aus- länder in Transvaal etwas ntgrgenlamen, da nach des Botschafters Hahfcldt Urteil toe'er Salisbury noch die englischen Großkapitaliste n einen Krieg wünschten. In d e er Absicht hat die deutsche Regierung im Früh 'hr und Sommer 1899 dem Präsidenten Krüger wie erholt dringend die Verständigung mit England empfohlen und die Mahnung durch den Hinweis verstärkt, daß et im Falle eimeS Krieges cui deutsche Hilfe nicht rechnen dürfe. Lord Salisbury. dem hiervon vertraulich Kemllnis gegeben wurde, b = grüßte den deutschen Schriit mit lebhaftem Dank, I. Chamberlain warf ?ogar den Gedanken hin, Deutschland mit einer Vermittlung za betrauen. Aber diese Ehre mußte man in Berlin ablehnen. Denn, überlegte man im Auswärtigen Amt, „ohne erhebliches Zurückziehen des einen Teils ist der Streit nicht auszugleichen. Muten wir Transvaal Konzessionen zu. welche dort böseS Blut machen, so haben wir Urramnehm- lichkeiten mit der deutschen öffentlichen Meinung. Raten wir den Engländern, ihre Stellung alS Vormacht, d. h alS Suzerän nicht ferner zu beanspruchen, so kommen wir England gegenüber auf einen Standpunkt akuten OEibtrauenS.“ Aber ba in England der VermittlungSgedanke nicht abgelehnt wurde, riet man den Buren, die Vermittlung der Vereinigten Staaten, einer in Südafrika gar nicht interef;irrten Macht, anzu- I rufen: die Buren schlugra zu ihrem Vachteil diesen guten diutscb.n Rat in den Wind (3uni 1899). Auch als von Südafrika- aus der Gedaake einer internationalen Untcruchung der Frage in die Debatte gewors. 1 tt-urt., änderte sich ter teutiche Kurs nicht: „Wir halten urs da heraus! Die Haager Konferenz kann ja einsprin?,en.". entschied der Kaiser. Und Hatzfeldl charakterisierte die Idee einer internationalen Untersuck ungSlommiffion »ls bas beste Mittel, daS englische 2iationalgefühl aufs stärkste zu reizen und jede friedliche Losung unmöglich zu machen. Als dann gar abermals Deutscher dringender Mahnungen en gegen — Präsident Krüger nicht nur die englische Fordeiunn, die Vaturalisaiion der AaSländer in karzeier Frist alS bisher zu gewähren, ablehnte, sondern auch die Sazeränität Englands über TranSvnal zu beschränken strebte, sah tarin die öffentliche Meinung in England zar Frude des kr.egS- lustigem Chamberlain eine tödliche Beleidigung, und der Krieg wurde unvermeidlich. .'Unverhohlen sprachen die Minister von der Vot- wendigkeil, TranSvaal zu annefiieren, wenn man auä> zuerst vermutlich einige Schlappen erleiden werde ja Chamberlain wünschte, daß sich auch der Oran j e - Frei staa t am Kriege beteiligen möge, damit man gleich beiden Burenstaaten den Untergang bereiten könne Wie bekannt, ist der Wunsch in Erfüllung gegangen.
Daß Deutsckland feine mo all che Verpflicht Hing den hartköpfige 1 Türen gegenüber hatte und bei Ausbruch des Krieges (11. Oktober) in feiner Zurückhaltung beharrte, ist nach dem vorhergegangenen verständlich Der Kaiser verstand die Gefüble der Ration vollsändg lind wu-llchte ge- kegenllich. daß „die Engländer ordentlich in die Patsche täm-:n“, aber auf die prak.llche Pvttttk hatten solche Stimmungen keinen Einfluß. ~er Besuch des Kaisers in London (Vovember 1:99) bezeugte öffentlich t- deutsche V e u t ra li° tätspolitik zur großen EenuMunz dr offiziellen Kreise in England, ne curch die Königin. den Pri.r-en von Wales und mebrerji Ministern in öffentlichen und pr-vatea Aeaße- rungen ihren Dank aussprachen. Die, Beendigung der Samvasr.-ge war ein weit wes Symptom ocr guten deutsch-englischen Beziehungen
Aber ein plötzlicher Uebergriff von cnglijcper Seite stellte alles wieder in Frage: Den t s che Handelsschiffe wurden auf ihrer Fahrt nach der Delagoabai und anderen südafrikanischen oaa- sen von englischen Kriegsschiffen wegen Berdoch.S bei- Kr iegstontrebande angehalt en und^>um Teil ihrer Ladung beraubt (En?e Dezor. 1899 Ans. Januar 1900). Daß die deutsche öffentliche Meinung hierüber in die lebendigste Bewegung geriet und darin angesichts der strengen Veutralität eine doppelte Beleidigung fab. ijt leicht verständlich: eine Interrellat 0 r rm Reichstag wurde eingebracht, und es war vorauSzusehen. daß dabei nicht nur gegen die englii<$c Regierung, sondern auch gegen die dmrtsche. die: solche Rechts- und Ehrverletzungen dulde, die bittersten Worte fallen würden. Auch in dieser heiklen An
llfchen Politik. Gerade' in Gewerkschafts- I geschichtliche Bedeutung dieser ersten Arbeitskreisen macht sich, im Llltterschiede zu dem gemeinschaft aber keineswegs gering einzuunabhängigen Flügel der Arbeiterpartei, neuer- schätzen. Ohne sie wären aller Erfahrung nach dingS eine Strömung zugunsten der Einführung in den Tagen, da alles zusammenzubrcchen drohte, von Schutzzöllen bemerkbar. Den unmittelbaren sicher auch die letzten Grundlagen unseres toirt» Anlaß hafür aab die Agllatton gegen die nach- schaftlichen und sozialen Lebens für immer zer- ^^S^irt^unt^füblem I teiligen Wirckungen deS Dawes-DerichteS. Repa- schlagen, ein ^uaufbau zur völligen Unmöglich. ver oxarjer je7 . v, I —m<>r f *kh r f u n g der leit gemacht worden. Zugleich aber haben die
ReparationS- | fünf Jahre versuchter Arbeitsgemeinschaft unwiderleglich bargetan, daß wirkliche Gemeinschaftsarbeit nur auf der Grundlage weitgehender __o- --- Gesinnungsübereinstimmung möglich ist. Den Vot- präsidenten empfangen werden. Er wird ihnen Wendigkeiten der Gegenwart kann nicht damit ge- ein DeruhigungSpülverchen verabreichen und sie bient sein, daß man etwa den Versuch macht, nach Hause schicken. Damit ist aber nichts Ent- die alte Form mit neuem Inhalt zu füllen, scheidendes gewonnen. Veden den Reparatio.iS- Die neue Arbeitsgemeinschaft wird nicht auf den ---- — • - -----j „^hasten Zwang des Paktierens innerlich wider-
1 strebender Elemente, sondern nur auf Gemeinsam- gemeinen tyer oeuricye o\ovieii'uevaL| iuui, uiu> feit der Gesinnung gegründet werden können, die Möglichkeit deutscher KohlenauSfuhr nach Die GesirnungSgemeinschaft aber wird sich — Italien und anderen Ländern bedeutet eine wei- urd daS ist ihr Prüfstein — notlvendig au8= tcre Gefahr für den englischen Kohlenbergbau, wirken müssen im ArbeitSleben des Alltags, in D^ser ist mit sehr hohen Lohnen und einer weitgehender Milderung deS vorhandenen Spansieb en stündig en Arbeitszeit eben nicht wett- nungszustandeS.
bewerbsfähig. Der Sirenengesang wegen Bei- WaS die primäre Voraussetzung der Gebehaltung deS Achtstundentages in Deutschland smnungSgemeinschaft angeht, so hat Bro st jüngst hat einen sehr realen, handelspolitischen Hinter- jm „Deutschen" in programmatischer Prägung qrund Der englische Arbeiter möchte die an- auSgeführt. zu welchem Grade der lieberem- genehmen Arbeitsbedingungen, die der Ruhr- stimmung sie führen müsse, um tragsahige Grund-
lampf mit sich brachte, irgendwie verewigt läge einer neuen Arbeitsgemeinschaft 4a werden, sehen Je weniger Deutschland leistet, um so „Ziel unserer Sehnsucht ist der unabhängige besser deutsche Dolksstaat, befreit von dem Zwang, AuS-
Hinter diesen Meinungsverschiedenheiten beutungSobjekt internationalen Kapitals zu fein; liegen tiefere Probleme. Vämlich baS Problem getragen von dem Bewußtsein nationaler Derber industriellen Reorganisation bundenheit. Die Staatsgewalt soll weder im Englands Hierzulande hat man in dem Gefühl. Dienste einer Partei, noch in dem eines Wirt- ber erste Sieger im Wellkriege gewesen zu fein, schastszweigeS stehen. In diesem Staat ist bie eine Unsumme von Unterlassungssünden begangen. Wirtschaft ein unentbehrlicher Teil, aber nicht Während in Deutschland bie Kriegserschöpfung der Staat selbst. Wie alle anderen Stände hat allgemach überwunden wird, die Freude an der sich in ihm auch die Wirtschaft dem ® CTnein- Arbeit langsam zurücllehrt, hat man in England wohl unterzuordnen. In dieser Wirtschaft ist der die guten Tage noch nicht überwunden. Im ge- Arbeitnehmer mehr als nur ProduktionSfaktor, wissen Sinne feiert man noch den Sieg. Im mehr als vertretbare Ware Arbeitskraft. Unter I^hre 1918 legte man sich auf die Bärenhaut — Anerkennung der Notwendigkeit und Zweck- bie Engländer sind ein germanisches Volk — und mäßigkeit privater WirtschaftSsvrmen muß der । betrachtete sich im Spiegel der Selbstzufrieden- Mensch im Arbeitnehmer mehr alS bisher in Deit"* während der weltpolitische Spaßmacher die Erscheinung treten können, muh seine Gleich- Lloyd George für Abwechselung und Weih- berechtigung praktisch verwirklicht werden. Die Lrauch sorgte. Gestaltung der Arbeitsbedingungen hat stets und
Die Gefahr besteht, daß sich der neuerbingS grunbsätzlich Sache deS Vertrages zu sein. So- ' * ------- weit sich daS mit staatlicher Orbnung und mit
dem grundsätzlich zu respettierenben Primat beS Staates vor jeglichem Cinzelinteresse vereinbaren läßt, sollen die Träger der Wirtschaft — Arbeitgeber und Arbeitnehmer - in Gleichberechtigung ihre Angelegenheiten selbständig und unter eigener
gelegenhell hat bie deutsche Regierung stets I von Wales und die in der Erinnerung an die foanzusische Sprunabe- I z. D. hegten keinen reitschaft ihre Befvnne.check und Verjöhnlich- Lvyalllät.
feit gewahr). obgleich in jüngster Zell do 1 einer Auf biefer Cinic Seite die es besser wissen loirnx, das Gegenteil I rung bis zum Schluß behauptet werden ist Fihr 'x> Eckardstein, so leichter wurde, als Rußland and Frankoe ch eine der unerfreulichsten er Meinungen des Heu- I ihre Anschläge nicht wird rholte.u Vur e nma( ugen Deut .ands, bet in bet lytischen Ze. der rvch wurde das Auswärtige Am: vor eine groß: c deutschen Botschaft angeh rt- und nah Ho: seldts Entscheidung gestellt, als Präiideitt K >; u . r Anweisung .1 die Verhandlungen mit oali.'r-urt) durch seine Rundreise in Europa fü c e und Chamb.rlain zum Teil g-e-führt HZ hat in Intciventivn zu wirken suchte und bc. dem gr ß feinen kürzlich erschienenen „©r.imeru.igen" be- ten Teil des deutschen Volkes begeisterten B p hauptet, die deutsche Regierung sei mit Der groß- fall sand. Aber bie Regieruirg war stark . cn.i j, len Brutalität und Ungerechtigkeit auf ge. roten, I denr populären And ring.n zu wieder :e en un) unb nur mühsam habe seine geschickte _■ ehand- allmähllch fand sic. ba sie bei dieser Gelegenheit [ung Lord Salisburys einen Zusammenst ver° zum ersten Male auf Frankreichs Haltung i n mieden Indessen, die gleichzeitigen Dokumeille I Jahre 1896 hin wies, in der offentlicheit Meinung sprechen eine andere Sprache. Die deu.schc Verständnis für die Unvermeidlichk.it de; ruhigen Regierung konnte gellend machen, bah daZ eng» Zusehens im Südafrikanischen Kriege, '.isctze Borgehen mit dem internationalen R.echt _----- _
in Widerspruch stehe, da eS nicht swtthaft sei, xiufIIJU51VL I -ttk
neutrale Schiffe auf der Fahrt nach neutralen , V Don der alten zur neuen
Häson anzuhällen. aber felbit m b;eem ..jgen= Bon unserem ständigen Londoner Berichterstatter. " _
ö ^achdruL aud, mi. Queirenangabe. mboUn!) Ardettsgemernschoft.
fen, ihm goldene Brücken für den unvermei^l chen v. Kr. London, Ende Septbr. 1924. Man schreibt uns: Es ist ofsensichtlich. die
Rückzug zu bauen: bie Regierung war bereit die Die Zell der Tag- und Vachtgleiche hat in großen Hoffnungen, bie auf die Aibritsgemein- grundsähliche Rechtsfrage ruhen zu lassen, wenn ßnqUinb Politisch unbeftänbigeS Wötter gebracht schäft der Arbeitgeber und Arbeitnehmer vom nur England sogleich bie Sch-sfe frei gebe und Q30V tranigen Dagen fand die erste Kabinettsihung Jahre 1918 gesetzt warben, haben sich nur zuin den Schiffsgesellschaften Er, atz für den burch „^ch nicht ganz vollständig versammelten geringsten Teile erfüllt Die tonalen Gegensätze das Festhalten entstandenen Schaden leiste 2er ^inettS unter dem Vorsitz des soeben von Prallen in verheerenden Kampfe 1 auseinan^r. Zwischenfall nahm schärfere Formen an da de vielfach unterbrochenem Urlaub za rückgekehrten '0 tzellig und unvermittelt, als bestünde ein Ge- englische Regierung die deutsche Beschwerde nicht Ministerpräsidenten Macbon ald statt. Es ist meinschaftsoigan und ein Bewußt fein der Der- sogleich beantwortete: von Hatzfeldt wiederholt n,^t mehr ganz der alte Macdonalb. der jetzt bundenheit überhaupt nicht mehr. Unb doch kann gedrängt, suchte Salisbury jede Verantw'rtung tvieder nach London kam. Sein MichaeliSzeugms kein Zwllfcl sein: In begrenztem Kreise wenig- abzulehnen und die Beschlagnahme auf den Ueber- ift ^cht so gut wie seine Ium-Zensur. Viel stens ist noch immer in beiden Lagern bie Übereifer einiger Marineoffiziere zurückzullchren. aber Nasser ist in feinen Wein geflossen, aber der zeugung wach, daß in ernstem Suchen nach neuen eine Freilassung wollte er nicht anordaen. eh- Wei„ ift nach Meinung urteilsfähiger Krittler Wegen eine dauernd tragsahige Grundlage der er nicht genauere Vachrichten erhallen habe Ueber immcv noch ganz trinkbar. Immerhin. baS Gemeinschaftsarbeit von Arbeitgebern unb Av- zwei Buchen zögerte sich so bie Angelegenheit erfreulich angenehme Wetter ist vorbei. Liberale belluehmern unbedingt gefunden werden muß. hin, un& natürlich wuchs in Deutschland bie Er- ^nb Konservative begreifen, daß eS Zell wird, Inmitten der politifchen Erregung der letzten regung. Wenn die Interpellation im ReichS ag ettoaS zu tun. Zeit leider nicht genügend beachtet, wird seit
i vor dem Eintreffen einer besrieoigenden Aniwort Liberalen schon sehr lange Zeit zwei Monaten eine grundsätzliche Aussprache gc-
I auS London verhandelt wurde, waren die heftig- Arbeiterregierung mit recht gemischten Ge- führt, die nicht nur rein wirtschaftlich, sondern
sten Szenen unb Beschlüsse zu befurchten, die das füß[on lachten, ist bekannt. Sie mußten schon auch staats- unb volkspolitisch hohe 'Bebeutting Verhältnis zu England dauernd trüben, wohl im faum paß Macdonalb zu regieren gewinnen kann. Veranlaßt durch einen inhaltlich
gar einen Bruch herbeiführen tonnten. Unter beaonnen harte, bemerken, daß die politische Rech- als Anklage gegen die Arbeitnehmer verbände Einsetzung seines ganzen persönlichen Ernftosfes n » bic Dov Einsetzung deS ArbeitskabinettS wirkenden Aufsatz beS Vorsitzenden der Dereini- hat dtShalb Graf Bülow die Reichstagsdebatte ^ngesteltt hatten nicht richtig war. Sir waren gung der deutschen Arbeitgeberverbände, Herrn verschieben lassen, um Salisbury eine neue Frist n p* Zünglein an der Wage. IedeSmal, von Borsig. hat zwischm, diesem und den
zur Antwort zu verschaffen, gleichzeitig aber rarte^ n>enn sie den Arbeitern eine Lektion erteilen! christlich-nationalen Gewerkschaf IS Ührern Ste- gorisch die Befriedigung der deutschen An prüche tool(ten wurden sie von den Konservativen daran, gerwald (Vorsitzender des Deutschen Gewerk- geferbert. Eckarbstein. der heute die Hanb'.ungr- Wichtiger aber ist noch eine anders schaftSbundeS) unb Brost (D. H. V.) eine öffent-
weise der deutschen Regierung mit den gröbsten (z^^ung Die letzte konservative Regierung liche Aussprache slattgesunden, in der die Voraus- Schimpfworten belegt, hat selbst bie Berhand- muri)€ ^er Freihandelsparole ge- seyungen und Vloglichkeiten einer fruchtbaren, lungen mit Sallsbury geführt und volle Geiug- ^ürzt Baldwin, der verflossene Mimsterpräsi- praktisch wirksamen Arbeilsgemeinschast erörtert tuung nach Berlin berich.et, er habe ..felbstver- ' ^atte üor f^st einem Jahre bekanntlich wurden. Vachdeni die öffentliche Erörterung nun- ständlich unter Wahrung der Form eine sehr -^^^Men mit der übel berüchtigten Schutzzoll- mehr einen gewissen Abschluß erreicht bat und deutliche Sprache geführt". Die Rechtslage war verunstaltet und war dabei hereingefallen, beide Parteien ihre Bereitwilligkeit zu mund-
so klar, daß SaliSbury nach Einziehung weiterer 6ie Schuhzollfrage schien erledigt. Heute ist ein an- lieber Weiterführung der Aussprache erklärt Ha- Erkundigung versprach, jede legitime Genug- trennbarer Umschwung eingetreten. Selbst ben, erscheint es unS an der Zeit, eine Bilanz tuung geben und künftighin ähnliche Vorfälle [fetale Führer müssen sich wohl oder übel mit zu ziehen.
vermeiden zu wollen. Damit konnte die deut- r=tage veS Schutzzolles befassen. Denn die Die von Hugo StinneS und Karl Leg,en fche Regierung zufrieden sein. Es war die hiochste verbündete Arbeiterpcnttei wird rebellisch. Die 1918 gegründete Arbeitsgemeinschaft mußte ichei- Zeit, denn zwei Tage später sand die AuS- schützten Industrien befinden sich in besserer tern, weil sie nicht getragen wurde von einer spräche im Reichstage statt (19. Januar Qage als die ungeschützten, die Agitation äleberernstirnmung der Gesinnung, von der aus 1900): Mit dieser englischen Erklärung in der ^g en den DaweS-Dericht wird von fruchtbare Gemeinschaftsarbeit allein möglich ist. Hand, tonnte Bülow Den drohenden Sturm be- mächtigen Gruppen mit schu tzz 0 l In e r is chen Ueberzeugte ausgeprägte Wirlschaftsindividuali- schwören. Auch in England hatte man ein Gefühl Argumenten geführt und man spricht sogar sten sahen auf einer Dank mit ebenso entschiedenen öcr Erleichterung Salisbury und andere Mini- h^v^n, daß die Arbeiter bei den in nicht allzu Wortführern der Lehre von der Vollsozialisierung. ster sprachen dem Botschafter vertraulich lebhaftes fernet* ßufunft erwarteten Veuwahlen unter Am- Man konnte wohl in den Anfängen unter dem Dank auS, daß Deutschland „in dieser bedauerlichen stunden mit einem Schutzzollprogramm Zwange der äußeren Verhältnisse in dieser und Angelegenheit der englischen Regierung so weit- troc vie Wähler treten würden, well das eine jener Einzelfrage von Fall zu Fall zu einem gehendes ©ntgegentommen gezeigt" habe 25fung dec Arbeitslosigkeit wahrscheinlich machen Kompromiß gelangen: jede Frage aber, die
Auch durch diese übte Erfahrung, die ihre könnte. irgendwie Grundsätzliches auch nur flreifte,, »etgte
Gedü^auf eine so barte Probe stellte, lieh sich Vach wie vor bleibt die ArbeitSlosig - sofort die Nässenden Gegensätze. D,e ursprünglich ScbeutfdM» Regierung nicht aus ihrer Balm feit von well über einer Million Industrie- hochgespannten Erwartungen wurden schnell zu
werfen obaLeid) gerade in diesen Tagen eine große arbeitern baS beherrschende Problem der eng- müder Resignattvn gedampft Deswegen ist die
Versuchungan sie herantrat. Der Zweibund < in r r f A .1 f t ä » I n»f*;A<-rirfw> h.Mor prffen Arbeit«,
regte eine Intervention im Südafrikanischen Kriege an.
Gleich beim Beginne des Krieges such'e der französische Botschafter den Kaller persönlich zu irgendeinem antienglischen Schritt zu aetoinnen, aber treu j\uuivl ‘“v«-— 1 -----o- «...
ss&ses I
erklärte der Botschafter Osten-Sacken dem Kaiser und dem Grasen Bülow, werde die Erwürgung der Buren nicht dulden, und eine In-
ben Griechen. Portugiesen und Dänen raten, gegen die englische Flotte vorzugehen". und Bülow forderte vor jeder sachlichen Antwort Auskunft wie Frankreich zu der Frage stehe, , woraus der Botschafter verstummte. Aber 1 der Angriff trar rock nicht abgeschlagen, älm
Deutschland der Einmischung geneigt zu machen, sprach sich in Paris Selcaffe mit großer Schärfe gegen England auS. und von Petersburg auS suchte man aus demselben Grunde auf alle Meise Zwietracht zwischen England und Deutschland zu säen. Als man das Eisen heiß genug glaubte, trat der russische Botschafter, mit fcem offiziellen Antrag an die deutsche Regierung heran sämtliche europäische Mächte zu einem freundschaftlichen Druck" auf England zu ver
einigen (3. März 1900). Mit Schm.icheleien suchte man den Kaiser für diese Ausgabe zu gewinnen, und der Zar legte besonders dar. daß es sich hier gar nicht um eine politische, sondern um eine humanitäre Frage, die Rettung des tapferen tkinen BurSnvolkeS, Hand e Trotz dieser Verhülluna erkannte man in Berlin sogleich


