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Bekanntmachung.
Die Gemeinde Lollar beabsichtigt auf dem Wege schriftlichen Angebots einen fetten Vogelsberger Bullen zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Donnerstag, dem 11. September 1924, nachmittags um 6 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Bedingungen bekannt gegeben werden.
Lollar, am 5. September 1924.
Bürgermeisterei Lollar.
Schmidt. 6885V
Zagdverpachtung.
Die Jagd der Gemarkung Aßlar, Kreis Wetzlar - rechts des Bornbaches — groß 748 ha, davon 392 ha Wald, wird am 1. Oktober 1924 frei und soll anderweit auf 91/, Jahre, bis 31. März 1934 öffentlich verpachtet werden.
Termin hierzu findet statt am Samstag, den 27. September 1924, nachmittags 5 Uhr
in der Gastwirtschaft Bink zu Aßlar.
Die Jagd enthält guten Wildbestand, namentlich Rehe - auch ist Rotwild als Wechselwild oorgekommen liegt unmittelbar an der Staatsbahn Köln - Gießen und ist von allen Seiten bequem zu erreichen.
Weitere Auskunft zu erteilen sind die Herren Gemeinde- und Zagdvorsteher Schmidt und Förster Waninger in Aßlar gerne bereit.
Pachtbedingungen werden im Termin bekanntgegeben, auch können solche gegen Einsendung von 3 Mk. von hier bezogen werden. 6883V
Ehringshausen (Kreis Wetzlar,)
den 4. September 1924.
Der Bürgermeister: Grell.
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Dr. Thompsons Seifenpulver (Marke Schwan) das Paket 30 Pf. — S EI Fl X, modernes Bleichmittel, das Paket 15 Pf. 4877D
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Der Alte auf Topper.
Vornan von Hann» von Zvbeltih.
02. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Euer Majestät halten zu Gnaden. Mein Aeltester ist bei Hohensriedberg gefallen. Mein zweiter, Stabskapitän an Regiment« von Zastrow, würd' hier bei Kunersdorf auf den Dod blessiert, sitzt bei mir zu Topper, bleibt ewig ein halber Krüppel"
Zuckt der König ein wenig die Achtln. „Ist hart, aber geht mcmchem Vater wie Zhm, mein Lieber. C'est la guerre." Winkt aber zur Suite Centulusl" Der kommt eilends. „Rehm' Er Crayon. Votier' Er. Stabskapitän von Zabeltitz, Regiment Zastrow. Man soll die Conduite nach- lesen. Wegen einer Gnaden Pension." Hnb saht zum dritten Male an den Hut.
LInbeweglich steht der Albe. Mit dem Hut in der Hand in der grellen Sonne. Der Schweif) klebt ihm die schütternen weihen Haare fest, rinnt ihm in Strömen über Stirn und Wangen.
Sagt der König nach einer Weile: „Hat Er nicht gehört? Ich werd' Seinem Sohn eine Gnadenpension akkordieven."
„Kam nicht deswegen —“
„Also — was will Er noch? Die Zeit pressiert, mein Lieber. Will balde werter. Mach' Er « kurz."
Schöpft der Alte tief Atem. „Will'« so kurz machen, als es angeht, Majestät zu dienen."
Seine Majestät blickt scharf. „So red' Er."
Schöpft der Alte wieder tief, tief Atem. „Euer Majestät, ich hab' zwei schöne Güter, die mein Vater selig und ich nach besten Kräften ge
halten. War tn guter Assiette Zehn bin ich ein armer Mann. Hab' seit vier Jahren nicht richtig - ackern und nicht ernten gekonnt. Die Russen sind zweimal gekommen, haben gemordet und geraubt, aus Haus und Stall und Scheune. Hab' keine Pferde mehr und kein Vieh. Dafür bin ich in der Juden Hand, dah sie mir jeglichen Tags die Gurgel zuschnüren können urti> mich von Haus und Hof jagen."
„Das sein schlimm," sagt der König. „Muh sich aber jeder bei diesen Zeitläuften strecken und recken. Das tu Er nur. werden auch wieder! bessere Tage sein."
„Mit Eurer Majestät allergnädigster Permission: ich bin nicht so meinetwegen gekommen. Aber meine Leute sind tief im Elende. Was soll werden, Euer Majestät? Kein Dach über dem Kopfe, kein Schwein, keine Ziege, alles haben die, LNoskowitec genommen. Kein Saatkorn, Euer Majestät, nicht ein Drinkel- Der Hunger ist vor der Tür, wenn da nicht schnell geholfen wird. Ich hab' getan, was ich vermocht, bin jetzo am Eick»'. Hab ja selber nicht mehr mit den Meinen zu knacken und zu beihen."
Ein« lange Furche zieht der Krückstock durch den Sand. Sagt der König: „3a, mein Lieber, ist viel Rot im Land. Also sag' Er, was will Er?"
SiHt der Alte die Majestät an, antwortet: „Mein Recht! ilnfer Recht!"
„Recht?! Oho — Recht! 3n drei Deubels Ramen . . . wie meint Er das?"
„Königliche Majestät haben durch Allerhöchstes Edikto zu erkennen geruht, dah Euer Majestät den Landeskindern jä>weden Schaden ersetzen wollen. Ist ein Königswort. Euer Majestät müssen helfen!"
Fahrt der Krücliwck Durch die Luft, und die blauen Augen blitzen wie Flammenschwcrter: „Was untersteht Er sich? Will Er mich an meine Pflichten erinnern?!"
„Ist auch meine Pflicht, für die Meinen zu sorgen!"
„Jetzo ist's genug! Hab' Ihn schon zu lang angehört! Mach' Er, dah Er fvrtkommt!"
Steht der Alte noch einen Herzschlag lang, sieht unerschrocken in die großen blitzenden Augen. Macht dann eine ganz kleine Reverenz, kehrt sich geht langsam und schwer den sandigen Hang hinunter, stülpt nach ein paar Schritten trotzig den Hut auf den nassen Schädel, schiebt ihn ganz hinten ins Genick auf den kleinen grauen Zopfansatz, sie-t nicht rückwärts, nicht rechts, nicht links, geht quer durch das Landvolk, auf Kunersdorf zu und weiter, immer weiter, mit langen Schritten, die Zähne fest zusammengebifsen, den Racken gebeugt.
S« ist der Greis, ohne anzuhalten, die fünf Meilen marschiert, bis er im grauenden Morgen sein armes Topper erreicht und das Haus seiner Räter wieder betreten hat, von dem kaum ein Ziegelstein noch sein eigen war.
Sie haben ihre Rvt gehabt mit dem Alten daheim. Was und wie er mit dem König gesprochen, das ist nicht aus ihm herauszubringen gewesen. Sagte nur immer grimmig. „Er läßt uns alle verrecken!" Oder sagte: „Jetzo ist's am Ende." Wenn dann Frau Beate gut zu ihm sein und ihn trösten tooflte, so doch selber des Trostes so bedürftig, und meinte: „Herr Vater, nicht verzweifeln. Gott wird's wenden. Und wir sind doch bei Ihnen, wie's auch kommen mag,
mein Christel und ich —" dann sah er sie an mit leeren Augen oder er zog die Achseln hoch ober er lachte gallebitter. „Was wißt ihr! Döpper geht vor die Hunde, ich kann betteln, und ihr beide könnt von der Achtgroschen-Gnadenpension Hungerpsoten saugen. W^m er sie gibt. Juhu! Aehm' Er Crayon. Rotier' Er. Man hH die Conduite Nachsehen . . . die Conduite. . . aus Gnaden . .
Grantig war er und mürrisch, daß keiner ihm etwas zurecht machen konnte. Beate nicht im Haus, der Sohn nicht auf dem Acker. Wär's nach jhm gegangen, hält' niemand mchr Hand angelegt, hält' alles verfallen und verlvddern sollen. Christian aber wollte nicht ohne Kampf unterliegen, wollte die Flinte nicht vor dem letzten ins Korn wetten. Wär' er allein gestanden, für sich, vielleicht Hütt' er auch gedacht wie der Dater. Aber nun ist Beate sein, nun hat er für die mit- zusvrgen. Lind wenn Schulter und Arm auch lahm blieben, die Kräfte regen sich doch wieder, kann - nicht müßig sitzen, mutz schassen. Zog also mit dem Bogt aufs Feld, stellte die Leute an, liest jäten, spannte die eine Kuh und den Kkepper vor den Pflug, ging nach Sternberg zum Hebräer, gab gute Worte, dah er etwas Saatkorn erhielt. War ja Frühling, März, und allenfalls noch Zeit zur Sommerung. Der Alte-aber grimmtc und fluchte: „Für wen schuftest du? Für den Juden! Last die Hände davon. Gibt keinen Segen mehr für Topper. Da kann Ferner helfen, denn er. And er — er wird drillen lassen und die Querflöte blasen."
(Fortsetzung folgt)
Metallbetten
Stahlmatr, Kinderbetten, dir. an Prtv., Kat. 31N frei. Elian* möbelfebr. Sahli.Tb.
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CellariuS.
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Preis!, frei.
Hefaer, Gentgelhof, d. Geschäftsstelle des Hateetilt, Baden SS. Gieß. An«. [023163
Hessische Bilderbühne
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(vormals Palast-Lichtspiele)
Lindenplatz 1
in der Hauptrolle.
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nimmt noch Kunden an. Zu erfragen in
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Wir verkaufen in Kommission
Obstversteigerung.
Mittwoch, 10. September, vorm. VLlhr, an der Kreisstrahe Gießen - Steinbach: Etwa 2H Zentner Frühbirnen, Zusammenkunft Qrtsausgang Steinbach.
Donnerstag, 11. September, vorm. 8 Llhr, an der Kreisstrahe Gießen - Rod- Heim: Etwa 30 Zentner Frühäpfel. Zusammenkunft am Windhof.
Die Steigbeträge find bar zu bezahlen.
Gießen, den 5. September 1924.
Kretsbauverwaltung Gießen.
versteigere ich auf freiwilligen Antrag im Hause des Herrn Wennerhold in Zell (Kreis Alsfeld) meistbietend gegen Bar. zahlung: 6873V
dunkel mit solider Schnitzerei u. Bild- Hauerarbeit.
Derbstg. Fichte 1.
n »2.
fi 1 Ulli 1111
Montag, den 8.September 1924, vormittags 11 Uhr
Holzsubmission.
Die Gemeinde Ettingshausen verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots folgende Holzarten:
--- 3,51 =10,90 =10,43 =20,20 = 0,69 = 0,48 = 2,02 = 3,17
-- 1,24
Ah Sonntag, 7. September, bis einschließlich Mittwoch, 11. September
kommt der erstklassige Spielfilm
von 3,50 — 8 m Länge, in Dimensionen von 24—60 mm eingeschnitten, stammweise und in größeren Partien innerhalb der nächsten 3 Wochen.
Heinrich Reger 8. m. b. H.j. L.
Lich (Oberhessen), msid
GGOOGGMGGGGZ
ein komplettes Schlafzimmer mit weißem Marmor, eine Standuhr, eine Kücheneinrichtung, 1 gußeisernen Herd, elektrische Zuglampe, Haus- und Küchengeräte, Schreibmaschinentisch, Bureauutensilien u. a. m. Besichtigung der Gegenstände 1 Stunde vorher. 68Z3D
Deckenbach
Gerichtsvollzieher in Alsfeld.
Das Holz ist Dürr- und Windfallholz, ist entrindet, jedoch mit Rinde gemessen! Ettingshausen, 3. September 1924.
Hessische Bürgermeisterei.
3. D.: O p p e r. 6859V
Die Angebote sind bis zum IQ. Sept, b. I., mittags 1 Uhr, verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung stattfindet. Bedingungen werden daselbst bekanntgegeben.
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Kiefern 4. „
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Auncrod bei Gieße«. 00,60
yohsubmission.
Aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen soll nachstehendes Nutzholz im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden:
Fichtenstämme 4. Kl. 22 Stück --- 22,72 Fstm.
„ 5a-„ 17 „ =10,12 „
„ 5b= „ 27 „ --- 7,79 „
Lärchenstämme 5 „ 1 „ = 0,31 „
Nachstehend aus 1923 stammendes Nutzholz. Fichtenstämme4. Kl. 4Stück— 2,49 Fstm.
„ 5a= „ 23 „ = 15,05 „
„ 5b-„ 19 „ --- 6,79 „
Das Holz ist. mit Rinde gemessen, jedoch entrindet und lagert im Forstort Walbers- berg. Vorherige Besichtigung erwünscht. Spätere Einwendungen werden nicht bc- rücksichtigt. Angebote sind in Goldmark, getrennt nach Sortiment und Klassen, mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Donnerstag, den 11. September, nachmittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Derkaufs- dedingungen eingesehen werden können.
Iuschlagsfrist 5 Tage.
Reiskirchen, den 6. September 1924.
Bürgermeisterei Reiskirchen.
Schomber. [6894D
Stämme Fichte 2. Kl. 1 Stück = 1,13 Fstm.
» 11 3. ,, 2
Dio Buddenbrooks
nach dem bekannten Roman von
Thomas Mann
zur Aufführung mit den beliebten Filmdarstellern
Alfred Abel und Mady Christians
Heute Samstag, den 6. September, läuft zum letzten Male der hier besteingeführte Berg-Sportfilm
Der Berg des Schicksals
Jugendliche erhalten bis 6 Uhr abends Preisermäßigung.
„Seifix” bleicht Fix


