Einzelbild herunterladen

fir. 210 Zweites Blatt

Mißernte.

War das schönes Wetter zur Zeit der Heu- ernte! Meist kräftiger Sonnenschein, zwischendurch auch einmal ein bißchen Regen, aber eine s o zu begrüßende Witterung im ganzen, daß man­cher Dauert mann sagte: »Wenn die Menschen das Detter zu machen hätten, sie könnten es nicht besser machen!" Und so bli-eb eS. bis vor Wochen das unselige Wettxr anfing, das bis zum heutigen Tage anhalt. Drunten in der Ebene treten die Flüsse aus, überschwemmen die Felder, richten unabsehbaren Schaden an: ist die Frucht, die noch draußen ist. zum großen Teil verloren, so beginnen nun auch die Sorgen um die Kartoffeln.

Droben im Vogelsberg freilich braucht man Hochwasser nicht zu fürchten: es läuft alles ob, zumal der Roden nichts mehr aufnehmen tonn. Aber es regnet und regnet, unb manchen Tag ist alle- in die tiefgehenden Wolken gehüllt, kaum daß es richtig hell wird. 'Befiunmerten Herzens geht der Rauer, der daran gewöhnt ist, den eigenen Redarf selber zu produzie.-en, durch Feld und Wiesen: immer wieder die drückende 5mge: Was soll das werden?

2Iber nun, Sonntag afratb, läuten die Glocken Rur Kirche. Warum? Das ist doch sonst nicht? 2lun, in solchen Tagen darf auch einmal etwas gelchrhen, was sonst nicht geschieht: Qlbenban- bachl um Erha ltung der Feldsrüchte isti Die Orgel rauscht durchs gefüllte Gotteshaus: Gesang brandet empor:

,AuS tiefer Rot schrei ich zu dir. Herr Gott, erhör mein Rufen . . .

I ober 3 Verse. Dann die Stimme des Geist- Ilchen:Stemmet her zu mir alle, die ihr müh­selig und beladen seid: ich will euch erquickenI" Dann Gebet zu dem gewaltigen, verborgenen Gott, der uns unter das Kreuz stellt, und es dennoch gut mit uns meint, daß er uns helfe, getrost und kraftvoll unseren Kreuzeswcg za gehen und den Segen des Kreuzes zu empfangen. Rus der , Offenbarung Johannis erstehen die cchvLalhptischca Reiter vor dem geistigen Auge (Step. 6, VerS 210). Daran knüpft die Ansprache an:

.Dunkles Geheimnis lagert über dieser selt­samen Schrift, der Offenbarung JvhanniS Ruch über der Stelle, die wir eben Hörden, ist do,S Geheimnis gebreitet.

Wetterwolken ziehen herauf. Dämmerung bricht herein am hellichten Tag, Sturm wirbelt Staub auf, Vögel schwirren wie Tuchfetzen durch die Luft: kaum, daß man noch aus den Ragen sehen kann, kaum ein paar Schritt weit.

Da. gespenstisch rauscht es heran, üp un­sicheren Licht: vier Reiter. ülnhtimlich, in rasen­der Eile brausen sie heran, und hin über die Lande. /

Wer ist der crfte?z Er ist der Sieger. Ist es Christus? Der. der eine neue Zeit heranf- führt in der Welt? Oder ist es die Pest, die alles Leben erstickt? Man weih nicht recht, man kann es nicht erfenmn, schon ist der Reiter vorübrrl

Wer ist der zweite? Die Wolken aerf tattern; wir sehen deutlicher: das Grauen packt unsi Gr nimmt den Frieden von der Erde! 4 Vs Aahre war er der Herrscher der Welt. Sein Schwert bai gewütet, an allen Orten trauert man um Opfer, die er gefordert hat.

Wer ist der dritte? Gr halt die Wage in der Hand, bedeutet er das Gericht? Wir alle gerichtet: für Gutes, das wir Unterlasten, für Roses, das wir anderen zugefügt? Wird mit uns abgerechnet? Entsetzlicher Augenblick I

Wer ist der vierte? Er ist--der Tod.

Hunger und Elend sind ihm verbündet. Er winkt dem Regen: wochenlang rieselt und rinnt er nie­der Er winkt dem Wind: immer neue Wolken-- massen führt er heran. Er winkt dem Leben, es regt sich in der Feldfrucht, die noch auf dem Halm steht, so gut wie in der. die auf Haufen fU}t; sie beginnt zu wachsen, zu leben.

Wo er hinkommt, breitet er Verderben aus.

Die Zeil des Reiters, derden Frieden nimmt von der Erde", der den Krieg und das Morden brachte, ist vorüber. Sind wir in der 3eit des vierten Reiters, der Hunger und Elend bringt?

Wir wisten es nicht.

Erlebt haben wir Zeiten, wo Geld zu Papier, too reich arm und arm reich wurde: erlebt haben wir Zeiten, wo manFriede Friede" sagte, und wo doch kein Friede war; erlebt haben wir Zeiten der Rot. wie kaum ein Volk sie erlebt hat. Und wir haben uns durchgekämpft. Run kommen neue Schläge, wie sie seit Jahrzehnten hier auf dein Lande nicht gespürt worden sind. Änd nun will es fast zu schwer werden.

Laßt uns da einmal den Geist der Zusam­mengehörigkeit fühlen: dcs einen Rot sei des anderen Rot!

Und laßt uns heute das tun. was das allein Richtige in solcher Lage ist: laßt uns Gott bitten, daß et uns Kraft gebe, das zu tragen, laßt uns zu ihm flehen, unsere Rot doch anzu- sehen und sie zu lindern, wenn es sein Wille ist.

Gerade jetzt aber sehen wir, wie unend­lich schwer es ist, int entscheidenden Augen­blick zu sprechen:Richt mein, sondern dem Wille geschehe!" Laßt uns in aller Rot nicht ver­zagen oder verzweifeln, sondern auf Gott ver­trauen!"

Dann wieder Gebet, das sich, fo schwer es werden will, durchringt zu dem:Dein Wille geschehe!" Lind dann, *in tiefster Lautlosigkeit, stilles Gebet. Dem Vaterunser folgt gemein­samer Gesang.

O Vater, wend' in Gnaden Krieg, Seuche und den Schaden Ter Elemente ab!

'Lewahr des Landes Früchte älnd mache nicht zunichte. Was deine milde Hand uns gab. Mm. Herr, du wirst erfüllen, Was wir nach deinem Willen 3n Demut jetzt begehrt: Wir sprechen gläubig Amen 3n unsres Jesus Romen.

'-0 ist gewiß der Wunsch gewährt."

Rach dem Segen geleitet die Orgel wieder hinaus: stockfinster ist's geworden. Wolken auf Wolken jagen am Firmament dahin. ein feires Sprühen tpmrnt unablässig herab. Doch tröst­licher sind 'die Herzen gestimmt, trotz allem. Sie 1 haben zusammengeschlagen, haben sich ge= i beugt und so sich erhoben.

k Der du dies liesest. wenn du ein Städter hist: denk an unser Landvolk in diesen Tagen!

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)

Wirst du die Probe bestehto, die ins bevvr- steht: unser ganze- Volk eine Rvtge- meinschaft? Kn. LI.

Neue Verkehrsbestimmungen für bas besetzte Gebiet.

Der im besetzten Gebiet kommandierende Gene­ral D e g o u 11 e erließ am 2. September eine Ver­fügung, Rr. 122, welche die Verfügungen, die sich auf den Verkehr, die Einreise und den Aufent­halt von Personen im besetzten Gebiet beziehen, zusammenstellt und abändert. Die Verfügung be­sagt u. a.:

\ Alle über 16 Jahre alten Personen, gleichviel welcher Rationalität, die ihren gewöhnlichen Wohnsitz im besetzten Gebiet haben, müssen einen Personalausweismit Lichtbild haben, der die Worte:Besetztes Gebiet" trägt. Dieser Ausweis darf nur an Personen ausgehän­digt werden, die mindestens schon einen Monat ihren Wohnsitz im besetzten Gebiet hatten. Jede mit diesem Ausweis ver­sehene Person kann ungehindert zwischen dem be­setzten und unbesetzten Gebiet verkehren.

Deutsche Staatsangehörige, die aus einem anderen Lande als Deutschland kommen, müssen mit einem von ihren Landcsbehörden ausgestell­ten visierten Paß versehen sein und haben die Bestimmungen der deutschen Gesetze zu befolgen.

Personen, die sich d a u e r n d im besetzten Ge­biet niederlassen wollen, müssen bei der deut­schen Behörde des Ortes, an dem sie sich nieder­lassen wollen, ein schriftliches Gesuch eln- reichen. Ebenso muh jede mehr als 16jährige Per­son, die ihren gewöhnlichen Wohnsitz im besetzten Gebiet hat, ihn aber in das unbesetzte Gebiet ver­legen will, die deutsche Behörde davon benachrich­tigen, damit diese den Personalausweis cin- ziehen kann, der die Worte:Besetztes Gebiet" trägt. Personen, die nicht mehr ihren Wohnsitz im besetzten Gebiet haben, ist es verboten, den Personalausweis mit dem Vermerk:Besetztes Ge­biet" im besetzten Gebiet weiter zu benutzen.

Jede Person, deren Anwesenheit in den be­setzten Gebieten nach der Meinung des komman­dierenden Generals den Unterhalt, die Bedürf­nisse und die Sicherheit der alliierten Besahungs- truppen oder die öffentliche Sicherheit gefährdet, kann von diesem aus dem besetzten Gebiet aus- gewiesen werden.

Diese Verordnung tritt sofortin Kraft.

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die Annahme des Londoner Paktes hat, tote vorauszusehen war, einen Tendenzumschwung her- vvrgerufen, der zwar nicht so gewaltig war, wie man anfänglich glaubte, der doch aber immerhin die Hoffnung auf eine Genesung der deutschen Wirtschaft wieder aufs neue belebte. Daß die Auf­besserung des Kursniveaus nicht allzu rasch von- statten ging, hing natürlich in erster Linie nvtt dem immer noch bestehenden Mangel an verfügbaren Geldern sowohl in Industrie- als auch in Dank- treifen zusammen. Zum anderen Teil aber ist die zögernde Haltung, die die Börse bereits einige Tage nach der Annahme des Londoner Vertrages annahm, damit zu erklären, daß die Umstellung der Aktiengesellschaften auf Gvldtapital bisher nur bei einem verschwindend geringen Teil der an der Börse gehandelten Aktien erfolgt ist. Rach den neuesten Schätzungen haben von ca. 1300 bis 1400 an der Berliner Börse eingeführten Aktiengesellschaften nur etwa 120 bis 130 Gesell­schaften ihr Unistellungsverhältnis veröffentlicht. Das sind nur etwa 10 Proz., und es ist daher erklärlich, daß sowohl die Spekulation, als auch das Publikum recht vorsichtig und reserviert bleiben. Das Beispiel der Berliner Handelsgesell­schaft. die schon stets in ihrer Geschäftsgebarung führend war, dürfte in verschiedenen Gesell­schaften Nachahmung finden. So ist die Unsicher­heit groß, da man sich nicht einmal auf diejenigen Aktien verlassen zu können glaubt, die man bis­lang als sogenannte Goldaktien zu bezeichnen pflegte. Ein drittes Moment für das Ausbleiben der eiwartcten Hausse ist der Umstand, daß dis Ankurbelung der Wirtschaft und die Hernn- holung bet Kredite nur langsam vonstatten geht.

In Kriegsanleihe bleibt das Geschäft trotz aller Dementis der Regierung sehr belebt, und so war es möglich, daß der Kurs, der noch vor ganz fur?er Zeit sich um 500 herum bewegte, in den letzten Tagen den Kurs von 1000 zu überschreiten veimochte. Günstig bat hier unzweifelhaft die Vermeidung einer Reichstagsauflösung milgewirkt. Wäre eine solche erfolgt, so wären, wie man an der Börse glaubt, gerade diejenigen Parteien geschwächt aus der Wahl zurückgekehrt, die sich bisher für eine volle Aufwertung einsehten. Was auch immer gegen die Wahrscheinlichkeit einer allgemeinen Aufwertung, ober selbst einer bloßen Aufnahme der Verzinsung gesagt werden kann, so muß man doch feststellen, daß die Speku­lation in Kriegsanleihen und Kommunal-Anleihen usw. in recht weite Kreise eingedrungen ist, die jedem noch so unglaublichen Gerücht Glauben schenken und die, ähnlich wie bei der Franken- spekulation. schließlich stark enttäuscht sein werden.

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Frankfurt a. M.. 5. Sept. Tendenz:

Erholt. Der im gestrigen Schluhrerlauf der Börse infolge der Erklärung des Aeichsfinanz- amtes daß vvrläuftg an eine Aufwertung der Anleihen nicht gedacht to:rdcn könne, cinetretene Kursbruck für heimische Anleihen kann heute be­reits als überwunden bezeichnet werden. Ein lebhaftes Treiben fübrte.zur teilweisen Erholung auf dein Gebiete ber Anleihen, auf bai^ sich mieder bas Hauptinteresse konzentrierte, trotz­dem der Zulauf auf diesen Markt andauernd wächst, erreichten die Umsätze nicht be i -ümfang der gestrigen, was ein etwas vorsichtigeres Dis­ponieren der Spekulation vermuten läßt. Im all­gemeinen läßt sich sagen, daß auch bas Pnvat- Publikum mit Kaufaufträgen für Rnlet^n etaxiS zurückhält. Ausländische Renten und Stadtan­leihen hatten ruhiges Geschäft bei tainn verän­derten Kursen. Am Aktienmarkt sit ein Um­schwung ber Stimmung erfolgt Die liebe Auffassung spiegelte sich m SterS-

bilbung wider, die mäßig nach oben neigte. Sie Umsatztätigkeit für Aktien war zwar etwas leb­

Hafter, führte aber zu größeren Kursveränderun­gen nicht. Immerhin tonnte die an der gc'trigcn Rachbörse eingetretene Erholung teiltoci c weitere kleine Fortschritte machen Die Kursgewinne gingen aber über y* bis 1 . Dill. Prozent nicht hinaus. Der Chemische Markt, neigte weiter zum Rachgeben: leicht ermäßigt waren Radi che Ani­lin. minus 0.2, gebessert waren Ehern. Griesheim, plus 0,25. Elektrowerte waren zumeist erholt: R E. G. plus 0.4, niedriger notierten Bergmann, minus 0,25. Der Bankaktienmarkt hatte bei stil­lem Geschäft nennenswerte Veränderungen nicht aufzuweüen. Schis fahr tsaktten erholt, S^apag plus 0,2. Der Maschinenmarkt eröffnete auf gestrigem Stand. Don Autvaktien geuxumen Reckarsulmer 0.25. Zellstoffaktien preishaltend. Zuckeraktien leicht gebessert. Der Kassa marft ber 3nbuftrie- papicre hatte keine einheitliche Haltung. 3m freien Verkehr war die Strömung gleichfalls et­was freundlicher. Man hörte Api 4ti, Ufa 101 ,, Krügers hall 11,37, Brown Roveri 1,4. Der Gelb- marft zeigte eine neue Versteifung. Rionatsgeld P/e bU l8/e Proz., Tagesgeld V« pro Mille. Am Devisenmarkt hält die Schwäche der euro­päischen Devisen an. ES wurden genannt bas englische Pfund mit einem Gegenwert von 4,46 Dollar, der Pariser Fr«rk mit einer Pfundpari­tät von 84,15, die Mark mit 4,21 in Dollar- Parität. Im weiteren Verlaus wurde die Haf­tung unsicher und schwankend Qkuc Realisationen, die sich einstellten, veranlaßten auf allen Gebie­ten teilweise Abschwächungen

ftranffurt <i M

Berlin

Unionen Prozent

Tnhinr. |

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

) Dom Rückzahlungswert.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(Fn Billionen Mark auSgedrückt. ®neno4-atre«. London, Situ, hort. Japan. Rio de Sandro für «ine Einheit Wien und Budapest für 100000 ®nbeiten, alles übrige für 100 (tinbetten.) Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

6% Deutsche Reich-anleih« . «/o Deutsche ReichSanleihe .

>'/,*/, Deutsch« Rrichoanleih« 3*/o Deutsche ReichSanletde .

Deutsche Svarprautienanleihe °/0 Preußische flonfoli ...

<% Hellen

W, Hellen..........

3% Hessen...........

Deutsche Wend- Dollar-LnI. bto- Doll.-öchay-ÄnwrUng.'»

</. »Zolltürken

5% «oldmerikaner

Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat.Bant Darmst. und Nationaldcmk . Deutsche Bank Deutsche BerrinSbank .... DiSconlo Eouunandit .... Mcialldank Mitteldeutsche Creditbank . . Ocsterreichische ttrebüanftaU. Westbank............

Bochumer <Iuß ......

BuderuS.....

Taro............

Deutsch-Luxemburg j

Oielsenttrchener Bergwerk» . . Haroener Bergbau......

Kaliwerke AscherSlebeo. . . . Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte.......

Oderbedarf.....

Phönix Bergbau ....... Mheinstabl...........

Ricbeck Montan........

DelluS Bergbau

Hamburg-Amerika Paktt. . . Norddeutscher Llovd.....

Theramische Werke Albin . .

Heidelberg . . . pp Holzmatm......

Analo-Tont -Snano .. ... Badische Anilin........

Tbcniische Mayer Alanin . . (Goldschmidt (MricSt eiuter Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkoylung..... . .

RütgerSwerke ......... kchcideanstalt ........

Sina. Elektrizitütr-Sesellschafi Bergmann...........

Mainlraftwerk« . Echuckert......

Siemens k HalSke

Adlerwerke Klryer ..... Daimler Motoren. ...*.. Heyligenstaedt Meguin.............

Kranksurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgescllichaft Frankfurt. Het. Union A.-W........

Schuhiabrik Her;......

Sichel..............

BeCfloff Waldbos.......

äutkersabrik Frankenthal . .

udertobrif Waghäusel . . .

Schluh. Ki.r,

Schlu,;.

Schlitz. Au «

Schlutz.

Hur»

4. .

5.91

4.9.

5.9.

1,200

1,1425

1,250

1,165

2

1,55

1,775

1,624

1,674

1,625

1,7

1,675

2,3

2,02

2,190

2

1

0,87 S

-

1,7

1,725

1,640

1,625

2

2

2

1,85

2

1,85

1,8

4,2

4,2

4,2

4,8

88,8

83,8

85,8

13,90

14,62

14

14,65

42

48,75

27,5

27,1

28,76

27.9

6^6

6,25

5,76

6,25

9,75

10

10

10

10,75

11,50

11,20

11,3

0.350

0,375

12,76

12,9

12,80

12,8

'3,25

13,10

2,4

2,40

?,4

2,40

0,425

0,4

0,4

0,345

0,340

0,33

0,45

52,5

63,76

13

14,50

14

14,90

14,75

15,fo

15

15,25

54

58,75

52,8

53

57,25

67,75

67

68

76

76,50

72,25

76,9

19,25

19,62

19.9

19,60

22,50

23,6

23,4

23

8,12

8.4

8

8

14,25

14,25

14,9

14.90

41,25

42,90

41,6

43,25

41

41

41,5

40

40

39.50

36,75

«0,60

2,1

2,30

29,90

30

29,6

80

7,35

7,50

7,io

7,60

e

IM

16

5,8

6,18

6

6.25

_

12.9

14,13

20,90

20,65

20,65

20,90

1.25

1.1

13,6

13,75

13,80

13.9

16,75

17,6

17

17,50

16,40

16.5

16,13

16,13

7,8

7,625

16,75

19,1

19

19

15,90

15,26

10,1

10,50

10,6

10,60

16

16>5

15,5

16,25

7,5

7,40

*

36

39

39,6

40

48,50

47

46

48

2,30

2,45

2,5

2,75

3,13

3,26

3,3

3,30

2,96

2,65

13

13

13,25

13

0,6

0,56

1.275

1,25

1,2

1,1

13,10

13

t

2

1,9

1.8

2,9

3,8

3,8

3,7

5,26

5,10

5,40

6,50

11,75

11,75

11,50

12

4,40

4,50

3,33

3,65

4 Septbr.

5. Septbr.

(Report

4. |5.

«mllichr Notierung

AmtlicheJ «eld

iotierin, -önd

ffirlb 1

Brief

Amst.'Ron

161,59

162,41

167,20

168,00

Dofllbod

Brll- Aniw

20,95

21,05

20,90

21,00

voll voll

Cbriftinnia.

57,66

57,94

57,36

57,61

voll voll

Aopfiibagen

69,43

69,77

69,63

65,87

voll voll

©torfbolm .

111,22

111,78

111,2?

111,78

boiliDoU

HelllngforS-

10,47

10,54

18,55

18,82

10,49

10,55

voll voll

fttalirn. . .

London. . .

18,45

18,72

18,-C 18,685

18,46

18,775

voll voll voll voll

Neugork . .

4,1)

4,21

4,13

4,21

voll voll

Paris. . . .

22,25

22,37

22,14

12,26

79,20

voll,voll

Cchwet; . .

78,9«

79,35

<8,80

vo» voll

Spanten . . Wien in D-»

55,11

55,39

t-4,88

55,14

voll voll voll!voll

Ceft. abgell

5,91

5,93

8,91

6,93

Prag,. . . .

12,57

12,73

12,55

12,61

voll voll

Budapest - -

5,44

1,445

6,46

1%

6,46

voll voll

Bucn. AirrS

M65

1,44r

voll,voll

Bulgaren

8,09 1,705

3,11

3,07

3,09

cU voll

Japan - - -

1J15

1,705

1,715

voll^oll

Wo de siau

2,405 5,64

1,418

0,405

0,4V

voll voll

Belgrad . -

5F5

5,51

5,52

voll voll

Lissabon .

11,97

12,03

11,97

12,03

DoQiöoU

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

Berlin. 5. tzept.

Amerikanische Noten ....

Belgische Noten

Dänische Noten .....

Englische Noten........

Französische Noten......

Holländische Noten Italienische Noten ..... Nortvegische Noten...... Deutsch festere >100 Aroueo Rumänische Noten......

Schwedische Noten

Schweizer Noten Spanische Noten......

Tschechoslowakische Roten .. Unuarische Noten

w«n>

Br,«'

Nevark.

4,11

4,21

voll

20,70

20,60

voll

69,38

69,72

Voll

18,64

18.74

voll

22,14

22,16

voll

166,85

161,65

voll

18,37

18,47

voll

67,11

57,39

voll

5,91

8,9 i

voll

2,13

2,15

voll

111,02

111,68

voll

73,58

78,96

voll

54,56

55,84

voll

12,53

12,59

voll

5,38

5,41

voll

Samstag, 6. September (924

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger" )

Berlin, 5 Sept, Das Dementi das Reichs­finanz Ministers in der Aufwertung-! rage hat eine nachhaltige Wirkung auf den 2lnleihemarkt aus- geübt. 'Die Sturfc, die bei Beginn der Börse ge­nannt wurden, lagen schon kxtträchtlich unter den gestrigen Schlußkursen Allerdings ist zu berück­sichtigen. haß an dieser Spekulation gerade die breiten Schichten des Publikum- stark beteiligt sind und daß infolgedessen bei 'Beginn der Börse noch zähl reiche SteuforbreS oorliegcn, die vor der Deröffenttichung des Dementis au-gegeben waren. Diese Kausorbres wirkten zunächst einer starken Abwärtsbewegung entgegen, die Speku­lation nahm aber klugerweise bedeutende Ab­gaben vor. Kriegsanleihe 1,060, Schutzgebiet 7l/t» Zwangsanleihe 29. Im gleichen Maße anc das Interesse für den Anleihemarkt merfii chnachge- lassen hat, machte sich am 2ötiaunarti erne leb­haftere Anteilnahme der Spekulation bemerkbar. Außerdem machten natürlich die neuerdrngS etwas günftiger lautenden Berichte über die Lage am

Eisenmartt und über die Belieferung der Textil- industrie einen günstigen Eindruck und verstärkten die Hoffnung aif einen allgemeinen wirtschaft­lichen Aufstieg. Diel« Montanpapiere waren eifrig gesucht. Im Gelb- und Devisenverkehr ist die Lage unverändert.

5ranffurttr Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigei".)

Frankfurt a. 1, 5. Sept. ES wurden notiert: Weizen 23 biS 24, Roggen, tirländ. 19,50 bis 20,50, Sommergerste für Drauzwecke 23,25 bis 24,25, Hafer, inländ. 21 biS 22. MaiS, gelb 19,50 bis 19,75. Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 35 bis 35.50. Rvggenmehl 28,75 bis 29.25, Wei zen- und Rogge icklcie 12 bis 12,25, Erbsen 11,75 bis 12. Tendenz: Fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 5. Dept. Am Produktenmarkt hielt die Steufbtioegung an. Die ist zum erheblichen Teil im Handel bereit» spekulativ geworden. Futtermittel fanden bei den Landwirten schwer Absatz. Es notierten pro 1000 Kilo: Wetzen, märk. 212 bis 220, Roggen, thärf. 180 bis 186, Gerste, märk. 210 biS 235, neue 190 bis 197, Hafer, märk. 165 bi« 174, Raps 330 bis 340, Leinsaat 415 biS 425; pro 100 Klio: Weizenmehl' 30,50 bis 32,75, Roggenmehl 25,25 bis 28.50, Weizenkleie 13, Rvggenkleie 12. Diktortaerbsen 31 bis 35 kleine Erbsen 21 bis 25, Futtererbsen 17 bis 18, Peluschken 17 bis 18. Ackerbohnen 17 bis 18, Wicken 16 bis 18, Lupinen, blau 11,50 bis 12, gelb 18 bis 20, Seradella, alt 12 bis 13 Rapsluchen 14 bis 14,20, Leinkuchen 23 bis 24, Trockenschnihel 12,80, Torfmelasse 8.40 biS 8,70, Äartoffclfloden 19,50 biS 20 Mk.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde».

Gießen. Sonntag, 7. Septbr. 12. Sonntag n. Trin. StadMrche. 8: Zugl. Ehristenl. für die Reukvnf. a. der Matthäusgem. Pfarraff. Schultheis. 9*/,: Pft. Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markusgem. Pft. Becker. IohanneSkirche. 8: Zugleich Ehristenl. für die Reu­kvnf. aus d. JohamieSgem. Pft. AuSfeld. 9/t: Pfr. BechwlSheimer. Beichte u. heil. Abendmahl für öle LukaS- u. JohanneSgem. 11: StinDerf. f. d. LukaSgem Pft. Bechtols Heimer- Die Stenftrmanden-Aufnahmi bei den Gemeinbepfarrern findet statt Dienstag, den 9. und Mittwoch, den 10. September, jedeSmal von 11 1 Uhr und von 46 Ahr. Formulare sind bei den Schuldienem zu haben. Mrchberg. 10. IV,: Lollar. Wieseck. Jugendsonntag. 9'/,: Besonders f. d. konf. Jugend u. ihre Freunde. 11'/.: Kinderkirche. Opfer f. d. kirchl. Jugendarbeit.

Kathollsche Gemeinde».

Blutarme

Schaumpon, | mir dem schuarzen Kopf ;Das altbewährte Kopfwaschpuiyei

Gießen. SamStag, 6. Septbr. 4'/, u. 7 Beichte. Sonntag, d. 7. Septbr. 13. Sonntag n.Pstngsten. 6'/, Deichte. 7 Meste, 8 Stern., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 21/, Andacht.

(In einem Teil der Auflage wiederhott.) Die Arbeitgeberverbände und das Washingtoner Abkommen.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 5. Sept. (Drahtmeldung.) Die Er» Üärungen des ReichSarbeitsministers Dr. Braun- über die Ratifizierung des Washingtoner Ab- lommens haben in Arbeitgeberkreifni großes Auf­sehen hervorgerufen. Man hatte zwar in diesen Kreisen mit einem gewissen Entgegen­kommen des Reichsarbeitsministers gegenüber dem Standpunkte ber Gewerkschaften gerechnet, hatte jebtxf) nicht geglaubt, daß sich der Reichs­arbeitsminister so bedingungslos zur Ra­tifizierung deS Washingtoner Ab­komme ns entschließen würde. Man ist in Arbeitgeberkreisen der Meinung, daß der Dor- behaft, den der ReichSarbeitsminister hinsichtlich des 8 14 des Washingtoner Abkommens ge­macht hat, bei ber gegenwärtigen Lage Deutsch­lands ziemlich wertlos ist, weil selbst durch die geschicktesten AuSlegungSkünste nicht bewiesen wer­den könne, baß biefer Paragraph, ber eine Lieber- schreitung deS Achtstundentages nur während eines Krieges und ber bringenden Ge­fahr Vorsicht, auf die gegenwärtige Lage Deutschlands angewendet werden könne. Es finden zur Zeit innerhalb deS Reichs Verbandes der deutschen Industrie und des Deutschen Arbeit- geberverbaTibeS Besprechungen über eine öffent­liche Kundgebung dieser Organisationen statt Die Besprechungen find jedoch noch nicht abge­schlossen und werden sich auch darauf erstrecken wie weit im Reichstag ber ilmschwung in bei Haltung des ReichsarbeickSministers zum Gegen­stand einer Interpellation gemacht wer- den soll.

trinken am besten täglich 1-2 Gläschen Sagitta Blut- und Nervenlikör 3n allen Apotheken. Stets vorrätig: Univ.-Aootheke zum goto. Engel, Gießen, usw. Flasche M. 3.50.

Sagütaroerk, G.m.b.H., München SW. 2. vna