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bundcS. der auf sein Danner bk pflege den I Heimattiebe geschrieben, ftet# tattväftig unterstützt, indem er alljährlich eine eiserne Dank zur Aufstellung an schönen Aussichtspunkten stiftete. Der treue Mann werde auf immer unvergessen im Dun de bleiben. Svdann trüdrnete Ingenieur Gerde im Damen der FamUienvereinigung Römheld dem verblichenen Senior der Fannhe herzliche AbschiedSgrüßc. Ebenso legten der Buchhalter der Firma im Ramon der Angestelltru und Arbeiter und die Vorsitzenden der Strieger- vereine Laubach und Ruppertsburg Kränke am Grabe ihres geschätzten Mitgliedes nieder. Der ,Sängerbund"-Ruppertsburg. der über trefflich gelchulte Stimmen verfügt, trug sehr stimmungsvolle Lieder vor. zu Beginn und zum Schluß der Trauerfeier. — Adolf Römheld war geboren zu Dautphe im hessischen Hnfterland alS Pfarrerssvhn und wurde vorn II. bis zum 15. LtchettSjahre im Haufe des Majors v. Grolman in GundernHausen bei Dieburg erzogen, dann in Duisburg technisch ausgebildet. 3m Mai 1870 tarn er auf die FriedrichShütte. Die Firma Buderus welche die Eisengießerei vom Grafen Otto zu Solms-La ubach gepachtet hatte, hatte gekündigt. Hierauf übernahin Kommerzienrat 3uliuS Rom- Held auS Mairrz die Fabrik und setzte seinen Bruder Adolf als Derwatter ein. Später übernahm letzterer die Eisengießerei selbständig. Bor einigen Wochen hatte Römheld feinen 83. Geburtstag wie auch seine goldene Hochzeit noch in seltener Rüstt'gkeit gefeiert. Sin Herzleiden machte in wein gen Tagen seinem Leben ein Ende. 3m Kreise seiner Familie und seiner Fremde wird der treue Mann allezeit in liebwerte, Erinnerung fortleben. <
Kreis Lauterbach,
4 Schlitz, 5. Sept. Die Färberei und chemische Waschanstalt Schmidt kann heute auf ein hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Die alte hessische Firma erfreut sich m Oberhessen und darüber hinaus eines guten Rufes. Ern Angehöriger der 5trma hat in Bukarest eine Reugründung in der Branche vollzogen, di: heute zu den leistungsfähigsten und angesehensten Färbereien in Rumänien zählt. Das hiesige Geschäft, dessen jetziger 3nhaber Heinrich Schmidt ist. wird den 3ubiläumstag durch eine schlichte Feier festlich begehen.
Kreis Friedberg«
4 Dad-Rauheim. 5. Sept. Die Frage der Errichtung eines Ehrenmals für unsere tm Weltkriege gefallenen Söhne beschäftigt schon seit 3ahnen die Stadtverwaltung Ein auf Veranlassung des Bürgermeisters gebildeter Aus- schust hat sich schon wiederholt in der Angelegen- f>cit bemüht. Die Ausführuirg des Planes scheiterte aber bisher an den Kosten, die bei der finanziellen Lage der Stadt von dieser zur Zeit nicht zu tragen sind. Um auf anderem Wege zu den nötigen Mitteln zu kommen, um vor allem die ftnanzielle älnterstühung zahlungsfähiger Burger und Kurgäste zu gewinnen, hat sich nun eine Reihe von Vereinen zusammengeschlossen, die aus eigenen Kräften Wohltätigkeitsver- anstaltungen durchführen wollen, deren Reinertrag dem zu errichtenden Denkmalsfonds zugeführt werden soll. 3n der Bürgerschaft findet dieser Plan allseitig Anklang. Es herrscht in allen Bevölkerungskreis en die Ansicht, daß baldigst Schritte zur Errichtung eines unserer Dadestadt würdigen Ges allen en-Denkmals unternommen werden müssen. — Der Verband der hessischen Polizei beamten hält heute und morgen hier fernen 3. ordentlichen Verbandstag ab. Heute finden die Sitzungen der Landesfachgruppen
— dem 6tabtt!)eaterbureau wird uns geschrieben: Am Dienstag, 9. September. findet eine Aufführung von Hermann Sudermanns bekanntem Schauspiel „3 o Hanni Sfeuer" statt. Die Vorstellung darf besonderes Jntereffe beanspruchen, da der Nach- folger des nach Mainz engagierten Herrn Lambertin, Herr Feli? Norfolk vom Volks- theater in München, in der Rolle des Georg Hartwig zum erstenmal auftreten wttd.
— Deutsche rBund für christlich- evang. Erziehung in Haus und Schule. Man schreibt und: Heute abend 8 Ahr findet durch den VundeSdtrekwr Winkler des Deutschen Bundes für christl.-evang. Erziehung in Haus und Schule aus Frank- furt (Ober) eine Bibelbesprechung mit Kindern im OvhcmneSsaal statt. Morgen, Sonntag, ebenfalls um 8 Uhr abends, wird Direktor Winkler in der OohanneSkirche eine öffentliche Versammlung halten, worin er über das Thema sprechen will. „Wird Deutschland untergeben? Eine Entscheidung auch im Blick auf unsere Kinder."
** Städtische Steuern. 3m September sind zu zahlen: 1. und 2. Rate Grundsteuer, 1., 2 und 3. Ziel der städtischen Sondersteuer, aufjer- dem die übrigen bekannten Steuern.
' DieArbeitSmarktlagein Gießen ist durch verschiedene BetriebSeinfchräir- Umgen, namentlich in der Metallinoustrie, weiter ungünstig beeinflußt worden. 3ur Zeit sind beim hiesigen Arbeitsamt ca. 140 Vollerwerbslose gemeldet; die Ziffer ist gegenüber der Lage vor einigen Wochen ziemlich beträchtlich angewachsen. Der größte Teil dieser Leute ist verheiratet. Die Aussichten für die Wiederbelebung deS Arbeitsmarktes find unter den jetzigen ungeklärten Verhältnissen noch nicht abschließend zu beurteilen.
Sine Zuchtviehversteigerung für mitteldeutsches wteS Höhenvieh findet am 17. M. MtS. hier statt. Näheres in der heutigen Anzeige.
•• Die 2 4. (250.) Preuh.-Süddeutsche Klassenlotter ie wird demnächst ausgespielt. Man brachte das in unserem heutigen Anzeigenteil enthaltene AuS- schreibem der hiesigen Lotterie-Einnehmer.
•• Fröbel-Seminar. Das Äinber- gärtnerinnen-Seminar und die Kinderpflege- rinnen-Schule des Gießener Fröbel-Semmars eröffnen am morgigen Sonntag eine Ausstellung von Schülerinnenarbeiten in den Räumen des Kunstvereins am Brandplatz. Die Ausstellung ist vom 7. bis einschl. 14. September, täglich von 11—1 Uhr Dorrn, und 3—5 Uhr nachm. zu besichttgen. Weiteres in der heutigen Anzeige.
•• Die vberhessischen Gemeinschaften. fv schreibt man uns, die feit mehr denn 40 Zähren in Ober Hessen arbeiten, feiern am morgigen Sonntag in (Sambach ihr 3ugenb* unb Waunenfefl. Zugleich sollen drei junge Prediger, die ihre Studienzeit auf der Missionsschule St Ehrischona beendigt haben, durch einen ihrer Lehrer. Pfarrer Eckard, in thpen Dienst in Hessen eingeführt werden. Die Zahl der in Hessen arbeitenden Prediger ist damit auf 26 gelegen; daneben arbeiten einige Schwestern tm Missi'vnS- dienste mit. Die Gememschasten haben ihr eigene»
«Dange!ffattxmtblatt .Aufwärts^, oaS meyr als 18 000 Abonnenten hat, daneben besitzen die Posaun ench Öre, Gesangvereine. 3ungfrauenvereine ihr eigenes 3ugendorgan .Die christliche Zug end". Die oberhesstscheu Gemeinschaften wollen als Glieder unserer evangelischen Kirche mithe.fen, daß christliches Leben geweckt und gepflegt werde
Landkreis Gießen.
Dg. G r. - B u s e ck. 6. Sept. 3n nächster Zeit findet hier ein Lehrgang in ®a- belsberger Kurzschrift statt. Die zahlreichen Meldungen, auch auS der näheren Umgegend, beweisen, daß mit diesem Kursus einem vorhandenen Bedürfnis entgegen gekommen wird. Weitere Anmeldungen sind an Willi Schneider, Schützenweg, zu richten. — Bei günsttger Witterung finden kommenden Donnerstag die ReichSjugendwett- kämpfe der Deuerner. BurkhardSfeldener, Reiskirchener und hiesigen Schuljugend statt.
t®rünbcrg,5. Sept. Wie wir dieser Tage berichteten, wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag der Beschluß gefaßt, hier eine 3 u g c n b- herberge einzurichten. Leider werden diesem Plane Schwierigkeiten entgegengelegt. Es wäre im 3nteresse der 3ugendbewegung dringend nötig, daß endlich auch hier, nachdem schon einige Orte in der Umgegend zuvorgekommen find, eine Jugendherberge eingerichtet würde. 3st doch gerade Grunberg ein Kreuzungspunkt vieler Wanderwegc und alS Ausgangspunkt für Wanderungen in den Vogelsberg sehr geeignet. Mehr denn je muh darauf gesehen werden, daß unserer 3ugcnb die nötige körperliche Ertüchtigung zuteil wird, und ist doch gerade das Wandern der Sport, an dem sich jung und alt, Knaben und Mädchen beteiligen können, ohne größere Ausgaben an Geld befürchten zu müssen. Unsere Stadt darf hier keinesfalls zu- rückstehen. Vielmehr muß noch vor Eintritt des Winters die 3ugendherberge errichtet werden, damit diejenigen Sportfreunde, die sich dem Schiläufen widmen, ein wärmendes Obdach und ein billiges Nachtquartier finden.
□ Lich, 5. Sept. Die Hochzeit der Prinzessin 3vHanna mit dem Grafen Gevrg'F riedrich zu Solms-Laubach ist vom 8. auf den 13. d. Mts. verschoben worden. Den musikalischen Dell bei der Hoch- zettsfeier wird der trefflich geschulte Gesangverein „Harmonie" (Rektor Doll) zu Laubach übernehmen.
Kreis Schotten.
(D Ruppertsburg, 5. Sept. Gestern wurde auf unserem Friedhof der Fabrikbesitzer Adolf R ö m h e l d von der benachbarten FriedrichShütte zur letzten Ruhe bestattet. Roch vor einigen Wochen hatte er seine goldene Hochzeit gefeiert Dm: überaus stattliche Leichenzug zeigte dke Wertschätzung und Liebe, die sich der Abgeschiedene im Leben erworben hatte. Die Kriegervereine aus Laubach und Ruppertsburg und der Gesangverein „öängerbunb“ auS Ruppertsburg waren vollzählig erschienen, um ihrem Mitglied« die letzte Ehre zu erweisen, wie auch der .Vogelsberger Hohenclub" eine stattliche Anzahl von Vertretern entfanbt hatte. Der OrS- geistliche, Pfarrer Fritsch, hob tn seiner ansprechenden Grabrede die trefflichen Charaktereigenschaften des Verblichenen hervor. „Sein Leben ist köstlich gewesen, denn es ist Mühe und Arbeit gewesen" Darauf widmete Professor Dr. RveSchen von Laubach als Ehrenvorsitzender- des Zweigvereins Laubach des Vogelsberger Höhenclubs dem Ehrenmitglied des ElubS warme
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statt morgen tagt tm Kurhause brr öfienSichc Ber- banMtag, auf dessen Tagesordnung u. a. ein Vortrag von Polizei Hauptmann a. D 6 t e r i n g über „Die Reform des Polizeiwesens" steht.
Aus der Wetterau, 5. Sept Mit Sehnsucht sieht der Landwirt dem Eintritt besserer Witterung entgegen. Die ganze Ernte ist fast noch zu bergen. Rachdem heute zum erstenmal wieder die Sonne ein freundliches Gesicht machte, hob sich auch sofort ttxebcr die Stimmung der Landleute. 2lllcnthalben wurde heute mit fieberhafter Eile Getreide eingefahren Leider ist die Ernte stark beschädigt. Wie anderewrtS 11 auch hier das Getreide vielfach ftarf ausgewachsen. Dazu kommt noch daß viele Gemarkungen unic: dem Hvchwas ser der Flüsse zu leiden haben, besonders im unteren Ridder- und Niddatal in der Vilbeler Gegend. Dort stehen nicht nur di? Wiesen, auch viele Aecker und Getreidehaufen im Wasser. Dem Reisenden, der nach Frankfurt fährt, bietet sich von der Bahn aus ein trostloser Anblick. Wie die Kartoffelernte tn unserem schw?ren Lehmboden auSfallen wird, läßt fich jetzt noch nicht überblicken. Zedmfalls ist sie meh? als f-mt- ' wo durch Fäulnis, deren erste Spuren sich vielfach zeigen, gefährdet.
Hessen-Nassau
fpd. Frankfurt a. M., 5. Sept. Vor 4 Jahren wurde gelegentlich einer Hoch- zeit m einem hiesigen Vvrott eine Schleppe zu einem Br autk lei de gestohlen. Der Täter wurde jetzt sestgestellt und der- („btc“) Geschädigte mag sich im Polizeipräsidium melden. Ob aber die damalige glückliche Braut heute auch glücklich ist, ihre Schleppe wiedergefunden zu haben? — Fe st genommen wurde die wegen Diebstahls, Betrugs und iln- schlagung steckbrieflich gesuchte Hausangestellte Therese Harburger aus Ensttngen. Sie hatte in Frankfurt und Umgebung unter dem Namen Theres eMüller ihrer Dienstherrschaft eine Menge Kleider und Wäsche gestohlen. Als sie sich nun mit gestohlenen Papieren auf den Namen Bertha Bolen weiter verdingen wollte, wurde sie erkannt und festgenommen.
Kassel, 5. Sept. Die Landwirt ° schaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel hielt mit Vertretern des L a n d b u n - des für Kurhessen und Waldeck eine eingehende Beratung über die durch das Regenwetter der letzten Wochen entstandene Notlage der Landwirtschaft ab. ES wurde beschlossen, eine Abordnung nach Berlin zu entsenden und die Staatsregie- rung zu ersuchen, 2 0 0—3 0 0 0 0 0 Zentner Saatgetreide zu beschaffen, weil sonst die Herbstbestellung nicht vorgenommen werden kann.
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