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Heuchelheim, den 5. August 1924.

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müchig zu gestalten. Teilneh- 55 Vereine mit rund 1000 zu erwarten, daß außerdem

10. und 11. August men werden etwa Turnern. Es steht

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Gondeljagd aufSchwarzhörer".

Das berühmte Fest vvn 31 Redentore, das

Venedig jedes Jahr am 3. Sonntag des -Juli

Gegnern. Sportfr. Siegen, mit 40 Meter sprung das Nachsehen.

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Turnen, Sport und Spiel. Gießener Sport-Club v. 1900 bei den Nationalen Wettkämpfen des D. f. N. Butzbach erfolgreich.

3n die Reihe der Sportvereine, die einen ge­regelten Leichtathletikbetrieb in ihr Programm ausgenommen haben und auch mit eignen Ver­anstaltungen an die Öffentlichkeit treten, gehört unbedingt der V. f. R. Buhbach.

Den Einladungen zu den 3. Nationalen Wett­kämpfen am Sonntag waren denn auch eine große Anzahl Vereine aus Frankfurt, Fulda. Siegen. Weilburg und der näheren Umgebung selbst ge­folgt. Wie in den beiden vorhergehenden Jahren, so sicherte sich auch diesmal der Gießener Sport-Club v. 1 900, dank seines ausge­zeichneten Sprintermaterials, den Hauptanteil an den Erfolgen. Obenan steht Rudi Fischers Doppelsieg in 100 und 200 Meter: Zeiten von 11,1 bzw. 23,4 Sek. lassen sich auch heute noch hören. Dicht auf den Fersen, besonders über 100 Meter, folgte ihm sein derzeitig sehr gut in Form befindlicher Klubkamerad K r e u t e r. Auch Wal­lenfels war nach gewonnenen Vorlauf in der 100-Meter-Entscheidung und landete erwartungs­gemäß an dritter Stelle. Der 200-Meter-Lauf für Anfänger war dem jungen, talentierten Bach­mann in 25 Sek. nicht zu nehmen. Dirken- st o ck. ebenfalls 1900, lief im Endlauf der glei­chen Konkurrenz mit Vogt (V. f. R. Butzbach) totes Rennen und muhte sich durch Losentscheid mit einemDritten" begnügen. Feine Leistungen, auf die mancher Aktive stolz sein konnte, zeig-^ ten die beiden Gießener Jugendlichen Schwab und Rohrbach. Ersterer gewann die 100-Meter- Iugend 06/07 nach äußerst scharfem Kampf gegen Eldracher (Butzbach) und Frankfurts derzeitig besten 3ugendsprinter Marschall (Borussia), in in der guten Zeit von 11,6 Sek. Rohrbach wurde über 1500 Meter hinter einem Jugend­lichen des Sp.-V. Frankfurt-Eckenheim, der sich vor 14 Tagen bei den Internationalen Wett­kämpfen in Frankfurt im 1500-Meter-Voraabe- Lauf glänzend gehalten hatte, in 4,33 Min. knap­per Zweiter. Den dritten Platz belegte sein Klub- kamerad Bepperling. 3m Hochsprung offen konnte sich K r e u t e r mit 1,50 Meter noch einen zweiten, in dem gleichen Wettbewerb für Jugend­liche Loichinger mit 1,35 Meter einen dritten Platz erobern. Ebenfalls an dritter Stelle gegen

Arbeitsvergebung

Unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Februar 1893 und seine Ergänzungen werden nachstehende Arbeiten des inneren Ausbaues vom Amtsgerichtsneubau in Alten, ftabt in öffentlichem Wettbewerb ausge­schrieben.

1. Installationsarbeiten: a) Elektrische Lichtanlage; Losl,Oberamtsrichterwohnung; Los 2, Amtsgericht; b) Blitzschuhanlage; c) Be- und Entwässerungsanlage in Los 1.

2. Weißbinderarbeiten: 3240qm innerer und äußerer Wand- und Deckenputz in 2 Losen wie Ziffer 2.

Zeichnungen, Bedingungen und Ange­botsunterlagen sind auf unserem Amt ein­zusehen. Die letzteren sind daselbst zum Selbstkostenpreis, so lange Vorrat reicht, ab 7. August erhältlich. Die Angebote sind verschloßen und mit der AufschriftAmts- geeicht Altenstadt" bis zum Eröffnungstermin am 20. August 1924, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Büdingen, den 4. August 1924.

Hessisches Hochbauamt.

menmaffen geschickt verborgen, und als sie Cona le Grande unter derDrücke der Boote"

Devantwortlich für Politik und Feuilleton: 3. D.: Heinz Gorrenz.

Die famose Jugend der vponfreanoe liegen mro die recht ansprechenden Butzbacher hiell sich die 4X100-Meter-Staffel 08 / 09. Den Ab­schluß der leichtathletischen Wettkämpfe bildete die 4X200-Meter-Staffel offen. Die 1900er, die die-

Ohne zu backen"

Schnelle und billige Herstellung der feinsten Torten durch SelbstftUlen mit Früchten, Creme usw. mit

Hochschulnachrichten.

Don der LandeSunidersität Gießen.

Der außerordentliche Professor an unserer Lantesuniversität Liz. Tr. Frack hat einen Rrf als ^lachfolger des ordentlichen Professors der praktischen Theologie $t. S chia n erhalten.

Neuheit!

Heitmann - Entfärber

Danksagung.

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer liehen Entschlatenen Elisabeth Reuschling Witwe geb. Hofmann

sowie für die Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr sagen wir herz­lichen Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

eine große Anzahl Festgäste an den Tagen nach Braunfels kommen wird. Neben dem Hauptteil des Festes, eine Heerschau der Turner vom Lahn- Dlll-Gau abzuhalten, wird auch für Unterhaltung auf anderem Gebiete Gelegenheit geboten. Es ist ferner Vorsorge getroffen, daß das Schloß Braunfels, die 3nnenräume und insbesondere das neu eingerichtete Museum besichtigt werden können. Sonderzüge, auch bei der Ernstbahn, wer­den eingelegt, die fahrplanmäßigen Züge ver­kehren verstärkt. Auf die Anzeige in der gestrigen Nummer sei besonders hingewiesen.

Starkenburg und Rheinhessen.

' Darmstadt, 5. 5Iug Einer Krieger­witwe in Rohdorf bei Darmstadt wurde jetzt die Ehrenurkunde ihres gefallenen Mannes ^ugffandt Sie war der Bürgermei­sterei bereits vor 8 Jahren zugestellt worden.

Hessen-Nassan.

fpd. Frankfurt a. OK. 5. Arg. Die Kri­minalpolizei nahm am Montag eine Person fest, die aussagte, von einem französische n Kriminalbeamten aus Höchst a. M. be­auftragt worden z i sein, über die Ziele and De- fttebungen der .Frankfurter Sport­vereine usw. geheim«' Ermittlungen an-ustellen. Se. Fest genommene hatte sich mit verschiedenen Vereinsabzeichen g schmuckl und sich

muss man benutzen zum Stiefelputzen l Ueberall zu haben Niedert:vtt iSchmidt fließen, Babnhfstr.48

ses 3ahr zum ersten Mal diese Staffel bestritten, gaben in der Aufstellung Kreuter, Birken- stock, Dachmann, Fischer ihrem schärfsten Jor-

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zur Erinnerung an die Befreiung von der Pest im Jahre 1537 gefeiert wird, hat diesmal eine besonders aufregende Note durch die Jagd der Polizei aufSchwarzhörer" erhalten. Als vor bald 400 Jahren die Pest in der Lagunenstadt wütete, suchten sich die Einwohner vor Ansteckung zu retten, indem sie sich in Tausenden von klei- nen Gondeln auf den Canäle Grande retteten. Seitdem verbringt man den Abend und die ganze Nacht des Festes auf dem Kanal, der mit unzäh­ligen Laternen erleuchtet ist, und die Gondeln sind ebenfalls festlich mit Blumen geschmückt. Diesmal aber kam es zu aufregenden Szenen, an denen die allzugrvße Vorliebe der Venezianer für den Rundfunk schuld war. Seit einiger Zeit führt nämlich die Regierung einen erbitterten Krieg gegen alle Besitzer eines Emvfangsappa- rates, die nicht ihre Anlage angemefbet haben. Besonders beliebt ist die Anbringung solcher Ap­parate auf den Gondeln, und es werden dann mit Hilfe von Lautsprechern Serenaden auf den Lagunen veranstaltet, bei denen Musik aas Paris und 'London melodisch über die Wasser tönt. Auf solchedrahtlosen Gondeln" macht die Polizei besonders Jagd. Beim Redentore- Fest batten) nun viele Goicheln die Gmpfangsapparate unter

Todesanzeige.

(Statt besonderer Anzeige.)

Heute früh entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau

Gertrud Rumpf

geb. Schmitt.

Ockstadt, den 5. August 1924.

Im Namen der Angehörigen:

Frhl. Oberförster Otto Rumpf.

Die Beerdigung findet statt Donnerstag, 7. August, 3 Uhr nachmittags, auf dem Friedhof zu Friedberg.

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vücherttsch.

Geld und Geist. Dieses Poetisch zarteste Werk dcS gewaltigen Dichters und Docksschrift­stellers 3cromo8 Gottheit ist im Gotthelf-Der- lag Eugen Rentsch (München und Leipzig) nun auch in einer billigen Ausgabe erschte.ren (geb. 3,80 Ml.). Gotthelf steigt als Dichter in die Tiefen des menschlichen Herzens und bringt uns den wunderbaren Reichtum desselben, sein Fluten and Ebben, sein ganzes inneres Erleben, aus dem Schachte herauf. Ein glücklicher, scheinbar sest- ruhender Zustand wird unbemerkt nach einer gefährlichen Tiefe gezogen. Das Glück des Hau­ses droht zu scheitern, wenn nicht die in Zwie­spalt verstrickten Gemüter noch rechtzeittg zum Frieden zurückgeführt werden. Wie der erste Zwiespalt abgeschlossen wird, durch das schöne Bild der wiederversöhnten Familie, so nach dein Tod der Mutter dann ebenso schön das Zerwürf­nis, das in der jüngeren Generation zwischen die Liebenden sich gelegt hatte.

Der wahre Staat. Don Prof. Dr. O. Spann. Zweite verbesserte Auflage. 7 Mk. (Quelle & Weyer, Leipzig.) Das Buch lehnt di- schematische Hebertragung der westlichen Demo­kratie auf unsere ganz anders geartete gesell­schaftliche Struktur ab, sacht einen Neubau des Staates auf gemeinschaftlicher Grundlage. Es ist also die Frage der Gesellschaftsordnung, die Spann auf geschichtlichem, philosophischem und nationalökonomischcm Wege lösen will. Der erste Teil des Werkes bringt einen kurzen Abriß der Gesellschaftslehre überhaupt. 3m zweiten, prü­fenden Teil kritisiert er in äußerst scharfer Weise die 3deen des 3ndividualismus and Sozialis­mus, insbesondere aber den Marxismus. 3m drit­ten, 'aufbauenden Teil entwickelt dann der Ver­fasser sein Staatsidoal, als dessen Hauptaufgbe sich bu Schöpfung gesunder, Händischer Dm- dungen auf universalistischer. Grundlage darstellt.

Ernst Lissauer: Geschichten von Musik und Musikern. (Verlag I. Engel- Horns Nachs., Stuttgart.) Der neueste Band der bekannten von Adolf Spemann herausgegebenen Musikalischen Volksbücher" bringt etne beson­ders hübsche Heberrafd)ung: Ernst Lissauer, der Musiker unter den Dichtern, bietet eine her­vorragende Auswahl aus dem Schatze unver­gänglicher deutscher Prosadichtung, soweit diese von Musik befruchtet ist, steuert eine prachtvoll geschlossene eigene Novelle bei und gibt in der tiefschürfenden Einleitung ein erschöpfendes Bild dichterisch-nmsikerftillten Schaffens.

Erkannte Leicye. Dte gestern auS fcer Lahn gelandete Leiche wurde als die des Kaufmanns 3ulius Hammel aus Friedberg fest- 9«stellt- Nach den polizeilichen Feststellungen ist mit Selbstmord zu rechnen.

** Gefälschte Reichsbanknoten. Die bereits per 20. April 1924 aufgerufenen Reichs- bantroten zu 10 und 100 Billionen Mark sowie die Per 5. April 1924 aufgerufenen Reichsbank­noten zu 5 Billionen Mark, welche daran kennt­lich find, daß ihre Rückseite unbedruckt ist, sind /mmnehr nahezu restlos an die Reichsbankj»upt° Lasse zurückgeflossen. 3n der letzten Zeit sind piÄfach Fälschungen dieser Abschnitte in Verkehr gebracht worden, vor deren Annahme gewarnt wird. Die bei der Reichsbank ein ge­reichten Noten werden daselbst auf das genaueste geprüft. Festgestellte Fällchungen werden unver­züglich der zuständigen Polizeibehörde zur wei­teren Verfolgung übergeben.

bahndirektion Frankfurt teilt mit: Wegen Der- legung der Lieberholung des Personerrzuges 797 (Frankfurt a. M. Hbf. ab 4,22 nachm.) durch die Schnellzüge D57 und D 257 von Friedberg (Hes­sen) nach Bad-Nauheim erhält Personenzug 797 von Montag, 1 1. August, ab von Sranffurt (M.)-West bis Bad-Nauheim durchweg eine frü­here Lage. Der Fahrplan gestaltet sich von die­sem Tage ab wie folgt: Frankfurt (M.) Hbf. ab 4,22 nachm. wie bisher und weiter ab: Frankfurt (M.)-West 4,30, Frankfurt - Eschersheim 4,38, Frankfurt-Donames 4,44, Frankfurt-Berkersheim 4,49, Vilbel-Nord 4,58, Dortelweil 5,03, Groß- Karben 5,09, Okarben 5,14, Niederwöllstadt 5,22, Bruchenbrücken 5,28, Friedberg an 5,35, ab 5,38, Bad-Nauheim an 5,45 und weiter wie bisher. Durch diese Früherlegung wird der Anschluß an Zug 28 der Butzbach Sicher Kleinbahn in Dad- Nauheim fahrplanmäßig wieder erreicht. Per- sonenzug 797 Bad-Nauheim an 5,45 nachm. (Zug 28 Dad-Nauheim ab 6,05 nachm.)

Oeffnet nicht jedem Fremden die Tür! Vertrauensseligkeit kann unter Um­ständen eine ganz angenehme Eigen, chaft fein. Sie paßt aber nicht immer in unsere Zeit der Bettler und Einbrecher. Noch immer gibt es Menschen, und besonders Fra ien, die beim Klin­geln die Flurtür sofort weit öffnen. Der dem großen Umfang, den der Hausbettel vielfach an­genommen hat, wird man mehr als einmal einen armen Reisenden oder Hausierer vor sich sehen. Diese Leute sind aber nicht immer das, was sie scheinen. Oft kommt es vor, daß solche ißeute, wenn sie merken, daß jemand allein in der »Woh­nung ist, die Gelegenheit benutzen und zu ir­gendeinem Verbrechen schreiten. Die geöffnete Tür gibt ihnen den Vorteil eines ungeschützten An­griffs, wobei nicht selten auch Betäubungsmittel angcwendet werden. Ganz verkehrt ist es jedoch, fremde Personen gar in die Wohnung zu lassen. Man übe also immer weise Vorsicht!

Kreis Wehlar.

* Braunfels, 4. Aug. Der hiesige Turn­verein trifft alle Vorbereitungen, um das 3 5. Turnfest des Lahn-Dill-Gaues am 9.,

in einen hiesigen Verern als Mrtglreo aufnehmen lassen. Als Belohnung hatte man ihm die ck - n g i g ma chu n g seines Ausweisungs­befehls aus dem besetzten Gebiet in Aussicht gestellt. Es handelt sich hier um den Versuch eines Spitzels, Material über die Frankfurter- und dre sonst hier anwesenden Vereine, denen politrsche Bestrebungen untergeschoben werden sollen, zu erlangen. 3m Monat 3uli wurden von der Kriminalpolizei folgende Straftaten be­arbeitet: Mord 1, Totschlag 2, Mordversuch 1, Raub 17, Hehlerei 20, Diebstahl 164, Einbruchs­diebstähle 135, kleinere Eigentumsvergehen 327, Betrug 227, Unterschlagungen 94, Münzver­brechen 35, Sittlichkeitsverbrechen 284, Srttlrch- keitsvergehen 392, Schleichhandel 50, Wucher 280, Nahrungsmittelfälschungen 58, Selbstmorde lamen 12 zur Anzeige. Festgenommen wurden 810 Per­sonen davon wurden 43 steckbrieflich gesucht. Am Montag entfernte sich der hier zur Erholung weilende 48jährige Kaufmann Artur Bernal aus Bogota (Spanien) aus seiner Wohnung und ist nicht wieder zur ü d g efe b r t Bernal, der der deutschen Sprache nicht mächttg ist und nur spanisch spricht, hatte bei fernem Weggang 800 Goldmark bei sich. Die Polrzer nimmt an, ,daß er einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß Bernal in das besetzte Gebiet verschleppt wurde. Denn nach den Angaben seines ebenfalls hrer wellenden Bruders soll sich Bernal schon am Sonntag in der äußeren Gutleutstraße hart am Rande des besetzten Gebietes aufgehalten haben und soll dort von Zivrlisten, dre anscheinend fran­zösische Krrminalbsamte waren angehalten wor­den sein. Es ist demnach mit der Moglrchkett,zu rechnen, daß sich Bernal am Montag auf dem gleichen Wege befand und hier von Franzosen aufgegriffen und in lxrs besetzte Gebiet ver­schleppt wurde.

Kassel, 5. Aug. (Wolff.) Die hiesige Re­gierung hat den Beschluß der Stadtverord­netenversammlung auf Abbau des Oberbürger­meisters Scheidemann als ungesetzlich mit aufschiebbarer Wirkung beanstandet, da der Beschluß nicht mit der notwendigen Bestimmt­heit erkennen lasse, ob die Stadtverordneten die Stelle aber den Stelleninhaber ab­bauen wollten.

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2 Wollten Stunde ier bekundete. Äck [beiten und UE chMesMen. kemdah unser 2or heaMgenrichlere,

Ein Weltwunder find Elefanten-Erdbeeren. Rtesen- srüchte werden in erstaunlicher Menge geerntet, wie eS bisher nur der sonnen- burdiolübte Süden fertiggebracht bat. Die sehr, sehr srilhreifenden Riesen- früchte liegen förmlich in Hausen um die Pflanze, daS fletsch ist blutrot, voll und fest, hochedel, wunderbar schmelzend, von bestrickendem Aroma und honigähnlicher Süßigkeit. Eine ausgiebige Kostprobe übt auf unsere GeschmackSnerven eine berückende

Wirkung aus. Man hat beim Anblick eines BeeieS dieser Erd­beeren den Eindruck deS Außergewöhnlichen, Unerwarteten, noch nie Dagewesenen. An jedem Stock wurde durchschnittlich ein Fruchtansatz von 300 Stück gezählt. Die ungeheure Trag­barkeit ist verblüffend, man kann die Riesensrüchte tm wahrsten Sinne des Wortes »scheffeln"! DaS hier Gebotene übertrifft das bisher tm nördlichen Klima für möglich Gehaltene bedeutend. 10 kräftige Pflanzen 1 Mk., W St. 2 Mk-, 50 St. 3.50 Mk., 100 St. 6.50 ML, 250 St. 15 ML, 500 St. 25 ML, 1000 St. 40 ML Die Pflanzen kommen im August gegen Nachnahme oder vorh. Kaffe in MooS versackt z. Versand. Der Erfolg wird nicht ausbleiben, wer nach meiner Kulturanweisung handelt, die ich jeder Sendung gratis mitgebe Verfandgärtuerei Höltge, Ratzebnbr 146.

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der Afe Kanäle erkeimbare-

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lagen, die besonders für das Fest erbaut ist, da hörte man plötzlich von einigen dieser Gondeln Musik aus den Lautsprechern, zuerst den Gesang eines Pariser Deirors, dann eine Tanzumusik aus dem Dallsaal des Londoner Savoy-Hotels, und die Auftuihme war so vortrefflich, daß man sogar den "Heifall und die Gespräche horte, die in Den Londoner Dallsaal laut wurden. Aber dieses drahtlose Gondeltdyll blieb nicht lange ungestört. Einige Motorboote, deren amtliche Eigenschaft unter Blumen versteckt war, schossen schnell heran. Die Pvlizeibeamten sprangen an Dord der Gondel, durchschnitten die Drähte und warfen die Emp­fangsapparate über Bord. Außerdem bedrohten sie dieSchwarzhörer" mit schweren Strafen. Das gab einen heftigen Aufruhr, der die Festes- freute etwas störte, aber zur Belustigung der Zuschauer beitrug.

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Aus -em Amtsvcrkündigunqsblatt.

* Das Amts verkündigungs blatt Nr. 53 vom 1. August enthält: Reichsmietengesetz: Kartoffelkäferplage: Straßensperre: Feier tes Derfassungstages; Feldbereinigung Odenhausen; Gefunden, verloren: Dienstnachrichten.

Gerichtssaal.

' D a r m st a ö t, 5. Aug. Eine Angelegenheit, die seinerzeit hier viel Staub aufgewirbelt hat und den Beteiligten beinahe vor den am Reichs« gericht gebildeten Senat zum Schuhe der Republik gebracht hätte, nahm jetzt einen harmlosen Aus­klang. Ein Student der Technischen Hochschule mit Namen Hugo Bader hatte in einer Ver­sammlung des 3ungdeuischen Ordens Flugblätter der damals verbotenen Nationalsozialisti- schen Partei verteilt. Er war deshalb ver­haftet und vor Gericht gestellt worden, das ihn wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schuhe der Republik zur gesetzlich zulässigen Mindest­strafe von 3 Monaten Gefän gnis verur­teilte. Das Bezirksschöffengericht als Berufungs­instanz sprach jetzt den Angeklagten frei, weiter glaubhaft nachweisen konnte, daß er den 3 nha 1 t der Flugblätter nicht kannte und er annahm, daß es solche des 3ungdeutfchen Ordens waren.

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