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Zweiter Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)
Mittwoch, 6. Zevruar (924
Wir find ein 100-Millionenvolk
Don Bardvtoiek
Frankreich ist nach ®en?ral Mangin ein 100- MMionenocll gctnorbcn. 3r Hal recht, seitdem baflclbe Frankreich, das sich das _2Iuf!a der Jtul- tux* * zu nennen beliebt, zu einer einzigen Aalerne wurde und jeden Schwarzen als Doll- blutfranzofen cn’ieti Denn die französische QUtbmirtfl um das lOO-Willivnenoolk braucht bU Factigen, um mit i(ncn gemei tkim unter dem Stufe .Sxatemü/-, Oflalitc. Brutallt die Bastionen des Ostens zu besetzen und vorwärts zu treiben — aepen die wei'-en .Barbaren", die Deutschen. Tauschen wir uni nicht die zwanzig Millionen Deutsche zuviel, von denen tf.lcm.iuMu gesprochen but, sind die an Rhein und Ruhr. Mosel und Saar. Ss ist ja nicht das erste Mal in der Geschichte. dach Deutsche gut genug Waren, Beinchäulec zu füllen, um fremder Herren und Intertflen willen — und Frankreich braucht Soldaten. Soldaten, Soldaten! Um jenem Ziele näher zu kommen, wird Frankreich die Französie- Tuna der Üanöe am Rhern mit allen Mitteln betreiben. .... Ächten wir daraus, ede es zu spät ist chs gilt die Entgermanisierung von Rhein uird Ruhr, Motel and Saar — der sranzd- slschc Militarismus will es so!
Die Statistik sagt, bah die Deutschen in der Dell an 100 Millionen JÖpft stark seien. Bus eigener Kraft, ohne farbige Auswertung wie Frankreich. 3m fernen Ausland zum Unterschiede von den Deutschen Im zusammenhängenden Sprachgebiete mit ihren Sprachinseln gedacht leben von Jenen hundert Millionen etwa 20 bis 22 Millionen 70 bis 75 Millionen Deutsche leben tat zufammenhOngmden Sprachaetict Rund 15 Millionen Deutsche sind vom Reich durch die . Friedens vertrüge" von DersaUles und St 3er- main ausgeschlossen 16 Staaten sind Ruhnieher des Raubes 11 von ihnen sind ohne Dolks- abstimmung in den Besitz deutschen Dolks- bcdens gelangt'
*TBlc. das weih man au 6 Gupen-Mal- medH Man kennt dort no4> das Bild, einen bel- fpschen Soldaten darstellend, versteckt h'ntcr einem ylalat, das zur .Volksabstimmung c-inläti. Mit der Rechten lubrt ein belgischer Dolch durch daS Plakat, die ßlnle hält Frankenscheine und Ausweisungsbefehle (? If a I - Lothringen annektierten die Franzosen Wie sagte man doch früher in Pari«, wenn man es für zweckmäsäg hielt? — .Sllafi-Lot bringe den Elsah-Lvthringern'. Den- trn wir baran, wenn heute der vor Rkonaten als saarländische .Gewerkschaft' gegründete .Saar- bunir mit der Parole austritt .Da« Saarland den Saarländern!" Handelt es sich hier um 800 000 deutsche Bewohner des Saargebiets, welche der französische Preptqandamafor Richert auf seine Weife für den .sr:.n,ösischen Danius" begeistert, fo ift sein De>zrn pieler auf italienischer Seite der Derwelschungsaposte! tSttore Tolornei. detselbe, da« den Qtamen Tirol verboten hat und durch seinen neuesten Spracherlaft 400 deutsche Schulen zum Erliegen bringt. 3tallen forderte in jabrzehntelangem Kampf Triest, die ®ehirt«ftabt Dantes — sollten vir nicht Bozen, die Heimat Diller« von der Bogelweide mit demselben Rechte zu lückrerlangen? Lauri ns Rosengarten wird kein .FrledenSrerlrag" aus deutscher Seele reiben könnr» und cixmTo Wird es für alle« was deutsch Ift, niemals ein Brunlko über Bipiteno, sondern immer nur ein Bruneck und ein Sterling geben. Die in Südtirol vird auch in Jugoslawien und Rumänien schärsstens um deutsches Volkstum gekämpft. Die sollte es auch anders in Staaten sein, die mit französischen Rüstungskrediten ausaehalten werden! Leider liegen n uertings auch brunruhigende Aachrichtcn ü6?r die Miirderh.ulenpvlitik Ungarns vor, obwohl doch zwischen ungarischen und deutschen Minderheiten eine w.iigeh.nde In
teressengemeinschaft besieht Schamlos aber ift das, was man «ich in Bezug auf die deutschen Minder- beiten in der Tschechoslowakei leihet, wie hier durch t-ie . Friedens Verträge angeblich Der- büigtc Rechte der Minderheiten auf btituiellem, wtrifchastllchem und pr-luhchen Gebiet m,t Fützen getreten werden, ist ein Dellskmdal. Das den Staat anh:langt, doh tem Benesch schon vor Monaten sagte, bat Frankreich hä) in guten wie in bösen Tagen au! die Tich-chollowakei verlasse» könne (ber Atichtutz der fran'o-t'chechllchen Allianz beweist esj, so sei mir daran ermnert, wie man 1500 deutsche Lehrer auf die ©trabe »art, mit Hilfe bet .Bodenreform" deutschen Grund und Boden enteignet oder planmätig die gtfamte Berwaltunz in rein deutschen Gebieten ttd>cd)iiKTt Richt anders ift es in Polen. Unb vxih'nd man bort ben Deutschtumsbund verfolgt und der p In sche Teft- marfenbunb gierig nach der polnischen .Irre» benta" in Oftj,reuten greift, .arbeitet auf seine Deife der Bund ber Polen in Deutschland zusamt feiner Presse.
Rapoleon sagte einmal von ben Bourbonen, sie hätten alles vergessen und nichts hinzugelernt, llns dünkt, bah bieses Dort b-utc wie etrbem noch besser anwendbar ist auf die Deutschen, die. wie es scheint, gamicht davon berührt werden, dab das Deutschtum in Oft-Oberschlesien aus alle Dei e brangfa- liert tojrb; ober dab eine Staatsbeihilfe für das Dänentum südlich ber Gren-e eriftiert — eingestellt beim 8tat des Dänischen Kultusministeriums versteht sich — natürlich um desto besser politischen Zwecken dienen zu können. Speck und Kronen sollen es in Schleswig machen. 3n Danzig billige polnische Kartoffeln. Kohlen und Zucker Das sagt man aber vollends dazu, dab kürzlich in Dien ein Gastspiel der Lonudie Fianca.'c ftattfanb und dab ebenfalls in Dien Monsieur Pa tret, der Schneider der Pariser Halbwelt, mit feinen Marrneauins aufwartete und sogar ein Strafenfieib jjit zwei Trauerfloren behangen zeigte, .Rhein' genannt.
Die 3erreihung deutschen Volks» tum« nach tem Weltkriege ist ein Anschauungsunterricht von UN erhört er Ducht. Sin Staat, der, im ganzen, jeden dritten Dolksgen osten in Fremde und Vereinsamung lieb, dem Millionen und Abermillionen au« seinem Leibe gerissen wurden, kann nicht letzter Sinn deutschen Volkserleben« fein. ®ott fei Dank, ahnen wir heute, das) unser Schicksal mit denen der Deutschen aufierfralb unserer Reichs grenzen In Rähe und Ferne aufs engste verknüpft ist, dab ohne ihr Diedererstarken und unsere Zusammenarbeit ber Aushau ter deutschen Stellung in ber Dell nicht möglich fein wird. Zielstreben der besten Deut- fd<n wird es darum überall Jein müssen Verbindung. Zusannncn'chlub te« über die Erde zerstreuten Deutschtum» zu einer groben Demein- schast, und damit Hebung des deutschen AnfebenS und Einflusses in der Dell! Sin deutscher Auserstehungstag wird ein Tag von 100 Millionen Deutschen sein müssen — ober er wird nicht fein.
Aus Stadt und Land.
Dieben, ben 6. Februar 1924.
Zur Belebnnq des ArbeitSmarkteS eröffnete ber Reichsminister ble Möglichkeit, ®r- werbsunternehmungen, die ganz oder In selbständigen Betriebsteilen ftilliejen. Dar leben oder Zuschüsse au« Mitteln Der Srwerbslo'en- sürsvtge zu bew-illigen, wenn sie den Betrieb trieber aufnehmen und In ihm mindesten« 20 Sr- werbSlofe beschäftigen, die zwei Dochen GrwerbS- losenunterstützung bezogen und noch weiter cr- treibslos sein würden. Die Voraussetzungen für diese Förderung, die sich naturgemäß in sehr engen Grenzen hallen muh, sind au« den De-
MWrSMWllgisMN.
Sin Roman aus dem 21 Zahrhundert von Hans Dominik.
14. Fortsetzung (Rachdruck verboten.)
Die Schwarzen in ben Vereinigten Staaten! Don Oabn.ebnt zu ^abnebni waren sie zcchl- veichcr, gcbiib ter und mächtiger geworden. Langst toaren die Zeiten vorbei. In denen die Regierung sie durch Ausnahmcgesctzr nieder halten konnte Lleberall beanspruchten sie gleiches Recht mit den Deisten, und es tvar schw.-r. abzusehen, wie dieser Streit um bk Macht einmal enden würde. Seitdem schwarzr Regimenter auf amerikanischer Seite gegen Weihe gekämpft hatten, war k<^n schwarzen Element In den Staaten das Gefühl ber eigenen Bedeutung und Macht gekommen.
Dcklington Fsr wurde wild, wenn er davon sprach Von der Kurzsichtigke t der amerikanischen Regierungen, die dem Dachsen der Gefahr solange tatenlos jugeleben batten. Gr sprang auf imb Hel in dem Gemach hin und her.
.Amerika den weihen Amerkanern! . . . Da« schwarze Delk gehört nach Afrika, von wo es tergctDnnncn ist Sie wollten auch hin . Sie wollten wieder zurück warum bat unsere Regierung die Bewegung nicht unterstützt. Darum Haberi trir sie bei uns behalten. Arbeiterfrage natürlich . . . kurz'icht ger Kapitalismus!"
Georg Zscnbrand unterbrach ben zornigen Amerikaner Da« Schiff stand jetzt über Peroir-fk and folgte eine gröbere Strecke dem vielfach gewundenen Lauf des Sir Darja
3fenbranbt deutete in die Tiefe, wo ber breite, grüne Strom deutlich zu sehen war.
.Jetzt sind wir am Sir. am alten Iarartes. Dis hierhin ist der grobe Alexander auf seinen Srvberungszügeu trorgebrungen Hier muhte er wieder um kehren und bin ter lieh keine Spur von seinen Taten Dir sind Wei ter gekommen. Fünfhundert Meilen weiter nach Osten. Dir schmelzen und dampfen bis in da« H:mmelsgebirge. Dir schaffen Reuland für Hunderte von Millionen Menschen. Untere Arbeit lohnt sich . Die Hochalpen brennen, aber die Ebene wird fruchtbar .
Maria Feodorewna spann f ehren Gedanken - gang weiter:
.Gin gewaltiges Derk! Toch die Gelben sehen es nicht gern. ?lb hörte, wir sei bei in« in Kaschgar darüber sprechen. Fremde Teufeleien, die dem Gelben und dem Blauen Fluh da« Wasser nehmen. Seitdem dir Berge um Kalchgar dampfen. sicht man uns scheel an . . . Vielleicht müs'en wir eines Tages den Ort verkassm. an dem wir seit zwanzig Zähren wohnen."
Prüfend ruhte der Blick Georg 31enbra*tbt< auf den Zügen der Sprecherin.
.Ter Tag kann schneller kommen, als Sie denken. 3ch werde Sic warnen. Versprechen Sie mir, meiner Warnung zu folgen . .
Maria F.o^oreto a ftr ck e dem Reisegefährten die Rechte entgegen 3d e Blicke trafen sich und hingen fcfuntenlang aneinander.
.Ich danke Ihnen, Herr Isenbrandt!"
5er ÄreuQer batte jetzt den Stromlauf »er- lallen. Während ber Aust einen weiten Dogen nach dem Süden schlug, verfolgte er ben Südost- turf, überslog die Alpen b.i Ehotkal und stand jetzt schon dickt vor Andllchan. Ss wurde Zeit, an ben Abschied zu denken.
filmen.-gen über Ne Itnfieflung unterstützter Gr- werbslrlei vorn 18 Januar 1924. die im Reichs- arbeitsllatt Rr 3 vorn 1 Februar 1924 und im .Deutschen Retchsanzeiger reröifentticht sind, zu erKben. Antrag? auf Vewüuguna non Darlehen oder Zuschüssen find an die Gemeindedehbr- den zu richte«, die mit Zustimmung des B er» waltungsausfchusses t<i bfientlichen Arbeitsnachweises entscheid«
töirftener Wochenmarktpreife
am 5. Februar 1924.
Ss kosteten: Butter 1,20 bis 1.50 Mk . Matte 12 bl« 15 Psg., Käse 35. 55 und 75 Pfg das Pfund: 3kr 15 bi« 20 Pfg das Stück Wirsing 30 bi« 35 Psg . Weistkraut 20 bi» 25 P'g. Rot- traut 30 Pfg. gelbe Rüben 15. 20. 25 P'g. tote Rüben 25 bis 30 Pfg bat Pfund. Blumenkohl 0.50 bis 1 Mk Gndivien 0.80 dis 150 Mk. da« Stück. Unter-Änblrabi 5. 6 und 8 Pfg. Grünkohl 30 Psa. Rosenkohl 0 80 bis 1 Mk.. Zwiebeln 20 bi« 30 P'g. da« Pfund. Lauch 10 bi« 30 Pfa das Stück, Meerrettich 0.40 bis 1 Mk das Pfund; Sellerie 10, 50. 60 Psg das Stück: Schwarz- vurzeln 60 bl« 80 Pfg . Aepfel 15. 20. 30 Pfg . Birnen 15 Psg., Dörrobst 30 Psg Honig 25 Pfg. fange Hahnen 1 Mk.. Düsse 0.30 bi» 1 Mk. Hausmacher Durst 1 Mk.. Fische 20 bis 40 Psg. das Pfund. Orangen 10 bis 15 Pfg. Zitronen 10 Psg. das Stück.
*• 3n ben Ru heftanb verseht. Aul Grund des Gesetze« über die Altersgrenze der 6kMt«beamten sind am 1. Februar u. a. wei.er in ben Ruhestand getreten: die Ministerialräte bei dem Ministerium der Finanzen Dr. Heinrich Grünewald zu Darmstadt. Dr Philipp Dalther zu Darmstadt: die Sorftrltc öbuarb 2 ndr 6 zu Laubach. Äarl Schlotterer zu Dunbach: bic Förster Georg Gennebtch zu Bab-Salzhausen. Heinrich Rasch III. au Freiensteinau. Heinrich Zecher zu SLiufmberg. Äarl Zimmer zu Ulfa. Au» diesem Aniah ist ben genannten Beamten die Anerkennung der dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste ausgesprochen worden. Ferner wurde in ben Ruhestand versetzt am 28 Zanuar der Lehrer an der Volksschule zu Ehringshausen lÄreis Alsfeld) Ernst Ruckelshaufen auf fein Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staat geleisteten Dienste vom 1. Februar 1924 ab.
’• Dieder Ferlensonderzüge Zur Sorberung ber VrlkSaefundheit wird die Reichsbahn auch in diesem Zähre wieder Feriensonbor- züge verkehren lassen. Um ber beschränkten Äauf- fraft und ber wirtschaftlichen Rot läge weitester Kreise so weit wie möglich Rechnung zu tragen, wird statt ber bisherigen Eirnähtgi ng von 25Proz. eine weitergehen de von 3 3‘,, Proz. gewährt.
•• Gefälschte« Eilen bahnnot- geld. Don dm auf Papier mark lau en er 'Hot- gelbe ber Deutschen Reichsbah.r sind Fälschungen im Umlauf, bic auf feegrünem Wasserzeichen- papier gedruckt sind und bei denen der ursprüngliche Betrag von Zwanzig .Millionen" Mark in Zwanzig .Dillionen" abgeändert ist. Die Fälschungen sind in der Durchsicht al« solche leicht erkennbar. Die Doppellinien ber Buchstaben sind zum Teil verstärkt, zum Teil mit grüner Farbe auAgefüUt. Vor Annahme der Fällchungen wirb gewarnt, mit dem Bemerken, bah an echten »Zwanzig Billlcnen"-Sch-7lnen der Deutschen Reichsbahn nur eine geringe Anzahl im Umlauf Ist, die auf einem rosa Dasserzeichrnpapler gedruckt ist und eine Gröhe von 7'/,Xll'/. Ztm. hat. Ferner wird wiederholt darauf hingewiesen, bafi Rotgclbschrine ber Deutsche Reichsbahn mit Uebcrbrud überhaupt nicht im Derlehr stnb. Derartigr Scheine sind Fälschungen.
" D i e b st a h l 3n ber Rächt zum 6am«tog wurde in ber Mäusburg von bisher unkfannten Tätern die Gla-schribe eine» Schaukasten« zertrümmert und daraus zwei Ansichtsb kder, zwei
cmIc Rahmen mittlerer Gröhe und zebn Rahm« anderen Forma:, v o.r'chr.decHeir Gröhe .mitten Nl Sachd^e lich. M iteUung« nimmt b*e Kriminalpoi zer entgej»
Landkreis trieften.
• Saaten. 1 Zebr Heute dielt tH«r ber Dolkssüngerbuio tfbattia unter äuberft reger Beteiligung aue c -gerfit-ifen leinen d«es- jäh.rgen Sängertag ab -s>ec diesige Gesangverein Gin tracht iDtr.gcn. Lehrer Herder) umrahmte die Tagung mit mehreivn vortrefflich vcrgetragenen Ghörcn Ten-. Voikssangerbund tfhcutia gehören datier dem diesigen noch 10 weitere Gesangvereine au» der Umg.-gend an. An Stelle des au» dem hiesigen Bezirk Icheibendeo Lehrer» Michel wurde ^vhs r)p per V (W- tuig«txiu)en) um Dunrespräsidenten gewähll Der Bund besch!o'>, mit feinem b.esiädelgen Bun- d^sseste, da« Snde 3uni in Münster bei Lich statt- fmben soll, ein W e r t u n gs f l ngen zu verbinden.
Mrci# Wctzlar.
' Detzlar. 5 Febr Unsere Bokksspei* f u n g bat in den lebten Tagen recht erfreulich, Verteilungen r riehm.-n können. Die Sammlung ber vier Gen, Hben 5k nz nrbach Dorkar. Garbenheim und Atzbdch an r.'ebLrsmitt^sn aller Art ist so reich! ch au«.]-'allen, bah es möglich wirb, damit 560 Gra^rbsio en k eine Zuwendung zv machen. Durch die aus Süd-Amerika dem 3avig- Verein vom Roten Kreuz übersandten Liebesgaben 16 Zentner Schmal, und 8 Zentner Lomed-Beaf, ist es möglich, an jeden Sra>.rb»losen 1 Pfund Schmalz und 1 Piund Fleisch abzugeben.
Hesfen-Rasfau.
fpb. Frankfurt a. M. 5. Febr T*e Ziffern ter Unter st ützunasberechtigten des Arbeitsamtes sind in ber letzten Woche weit« zurückgegangen Die Zahl der männlichen Unkrfiühtcn betrug 13 242 gegenüber 14935 in ber Vorwoche, ble Zahl ber iveiblichen Unterstützten 819 gegenüber 1078. Das eingetretene wärmere Detter hat zur Folge, bah die Ba u- täkigkeit überall wieder a u f leb t, so bah In tiefer Woche mit einem weiteren nicht »rn- erheblichen Rückgang ber Arleitslosenziffern zP rechnen ist. — Die Wartesäle de« Hauptbahn- Hofs bildeten schon seit Monaten ben Aufenthalts- raum für allerlei Gesindel und solche Personen, die nach Schluh der Polizeistunde Ihre nächt- lichen Delage In den IBartcfälen fortsetzten 3n der Rocht zum Dienstag säuberte nun ein grobes Aufgebot von ÄrlmLiafbeümten und Schutzpolizisten ben Babnhvs und seine Umgebung in gründlicher Weise S» wurden nicht weniger al« 125 Personen, Männer und Frauen, sistiert und dem Poli^eipr-äsidium zugesührt. 45 von diesen Personen iDurbcn. ba sie Polizei- lich gesucht wurden, in Haft behalten.
spd Hersseld. 5. Febr. Sämtliche bürgerlichen Mitglieder des Kreistages des Kreises Hersseld haben an do« StaatSminist^ rium und an den Oberbrflflbcnten ein Schreiben gerichtet, in dem sie es a b l e h n e n. mit dem sozialdemokratischen Land rat Hauschlld, bei gegen ben Dillen bei Bevölkerung zum kommissarischen Landrat vom Minister be« 3nnete Severing ernannt wurde, zusammeozu- zuarbeiten
Dcrmifchtes.
Zehn Arbeiter erstickt.
Breslau. 5. Febr lWollf.) Gestern frül ereignete sich auf einer Zeche zu Hau sborf (Kreis Rcurodel beim liegen von Kohlenflözen ein unerwarteter Kohlensäureausbruch, durch ben zehn Mann den Grstik» k u n g s t o b fanden. Der Unfall wirb daraus zu rückgeführt, bah ble zum Absperren des Schieft- orte» vorgesehene Tür vor dem Schieben nicht geschlossen wurbr.
Aus dem Hangar neben dem Snbbahnhos ber Strecke Antilchan—Osch—Kaschgar landete baS Kornpagnieschifs.
Grft die Technik des Dynot Herms hatte es ermögllcht. in kurzer Z.-tt unb mit a rin gen Baukosten ben groben üunnrf durch ba« gewaltige Terekmassiv au bohren unb die neue Linie bi« Kaschqar durchzuführen.
Georg 3(enbranbt und Wellington Fsr begleiteten Maria Witthusen zum Zug. Sic ftanben dort, bis ba« Absahrtzeichen gegeben wurde und der Zug sich in Bewegung setzte Wellington F?r zog ein seidenes Tuch unb w.nkte. Georg 3fen- branbt sprang mit plötzlichem Gntschlust auf dc>s Trittbrett des rollenden Zuges, ör beugte sich zu Maria Zeodvrgwna, flüsterte ihr wemge Worte au unb war mit einem Sprunge wieder neben seinem Freunde. Dort stand er unb blickte dem ausfahren den Zuge noch lange nach
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Ter Knall des Schalles, ber ben Kaiser des Himmlischen Reiches auf da- SchmerAenSlager warf, war bl« in bie letzten SrbeMvmkel ge- brunqcn. Immer noch, bald schwächer, bald stärker. hallte sein Scho wider. Millionen Herzen erbebten . . . bcbten . tote immer, wenn das Schicksal einen ganz Groben unter ben Menschen trat, von bellen Sein oder Richtse.n basjenige v)n Millionen Kleiner abhing, ilnb je länger die Zeit des Dar-ens. desto unerträglicher wurde die Spannung.
Dann cnkllch Dewibheit? Würde er sterben . . der Grobe, nber leben bleiben unb sein grobes Werk vollenden?
Tie Bulletins ber Arrzte waren dunkel wie die Sprüch? bes dclphisch n Orakels. Sin drei- faches enge« Gitter von Bafvnetten umgab jetzt, nachdem baS Unheil gesch:ksn war. bi.- 2Ulngen von Schehvl. dem chlnesischTN Sanss'uil.
Wie alljährlich, hatte sich ber Herrscher auch diesmal zu Wintersausgang nach Lche!,ol begeben, um hier Erholung von ber Last der Rk-gierur^s- geschäfte zu suchen. Hier, wo ble strenge Bo- Tr-a±jn3 feiner Person nicht so Id^arf wie h) Peking durchgcführt wurde, l-atte ihn die Äugd eine- als Zager bursche verkleideten Republlka7«B getroffen.
Ter Schub toar tödllch So lautete ber Bericht der Aerzte für die wenigen Vertrauten ber näckstm Umgebung. 2lb-r bk Lage des Reiches verbot eine Veröffentlichung dieses Berichtes.
Kaum zwanzig Zahre wrren vergangen, seitdem ber junge, tatkräftige Mongolengeneral Ku- belal die Herrschaft dcs Riesenreiches an sich gerilsen chatte. Di« dahin war Thina eine Tb» publik, deren beste Kräfte durch nie zur Ruhe kommende Wirren aufgezehrt ixirben Qlrw Riesenfarm, bi? von drn V?lt7rn des Abendlandes nach Möglichkeit ausgenutzt wurde
Auf schneller, blutiger Bahn war ber Mongolen 5ha n an bie Spitze d:S R esenreiches geeilt, alles nlebsrtoerhmb, wa« sich ihm in ben Weg stellte. Tann hatte er ba« Spiel gespielt, berf von jeher jeb-jn Usurpator geläufig war Ihn feine Herrschaft zu festigen, wurde da« chntesrsche Rationalbewuhtsltn mit allen Mitteln einer 9» schickten Sirbmatie aufget>;itf4)t, bis alle Augen gegen ben äubeten Feind gerichtet toaren
(Fortsetzung folgt)
WEL TB EKA NN TE
QUAUTATSMAR.KEN


