(rrjtes Blatt
17$. Jahrgang
Mittwoch, 6. Februar <924
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Die Befreiung der Pfalz in Sicht
Die Psalzsrage ist eine innerdeutsche Angelegenheit.
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Der Briefwechsel Macdonald - PoincarL
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Dor dem Ende der Berliner Sachverständigenarbeit.
D e r l i n. 5 Febr (WTD.) »Hfer Sachver- ßLndigena islchutt. Der UnterauSschuh fut Wa h- rungSfrngen hat zunächst die Beratungen rrii Reichsfinanzminister Dr Luther sona« etzt Der Plan der neuen Goldnotenbanl kam hierbei wiederum in grvtten Zügen *ur Erörterung Der Ziveite Un:erausschutt beschäftigte sich weiterhin mi: den fragen deS deutschen Budgets Für morgen ifi hauptsächlich bte Prüfung der in den ReichSbauSbalt für 1924 eingelegten Einnahmeposten vorgesehen. Dcrde Unterausschüsse vereinigten sich zu einet Plenar- sitzunq.
^ci Zweite Ausschutt verbmdelte auf Grund des deutscher ei's gelieferten Materials mit dem deutschen Statistiker Dr. Kuczynski und bc-
durch die Separatisten und einen Teil von ihnen aufgeh.tzi n Erwerbslosen
Plünderungen
flatt. Del der Firma Kling wurde da- Dteh
Erscheint täglich, auher Bonn, und Feiertag,, mt» b Samitaqsbrdaqe. E ebenerFomiliendlLtter Bio»ati-t <jBc«trei, 2.5-1 (Bolbmark ein- schl'khl'ch Irägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fe r nsorech'A"!chlüss«; für di« Schristlettuug 112; flr Terlaq und Gefchäsfstell« 51.
Inschritt sär Vrohtnach. richten rluteigerGietze». peßscheckfoalo: granffurt a. M. 11686.
könne Ein Teil des vorbereitenden Insormations- maleriatt erforderte jedoch unvermeidli cherweife eine längere Zeit, all mw erwartet hatte Tatsäcbl ch hat der Ausschust sowohl fettender deutschen Regierung, als auch der deut, scheu Danke» jede nur mögliche Unterstützung gefunden.
Der Ausschuh benutzt gleichzeitig trete Gelegenheit, zu erklären, bat) in dem von den Danken übrigen- freiwillig zur Bedügung ge- fleilten Zabienrna'erial die Damen auswärtiger
den Der Aus schatt Hal es nicht für nötig befunden. irgendwelche Ihdcrhij)ungen anzutteilen, die das DankgeheimniS verletzen.
Die die Derliner Dlätter mitt dien, wird der Dorsttzende beS zweiten SachverftänNgen- ausschusseS, Mac Äenna, bereits am Dvn-
*>ende 8 Chr, iedlss,te.
den ausschlaggebenden Grund für diese Willkür ansieht.
suchungen vollendet t>.ib n Don einer unmittelbar brr» rfteh ndenZusa mm e n- kunft zwilchen dem englisch n und dem französischen Prcmirrm.mfter in London >bet Paris sei nicht- bekannt
Der englische Geschäftsträger in Paris während der Adwe'e.nhelt Lord ErrweS, Eric P h i p p S . hat heute vormittag dem politischen Direktor am Quai d'Orsay, P e r e 11 i de la Rocca. einen Desuch abgestattet HavaS bemerkt dazu, es herrsche jcö» In snrnzölifchen Kreisen der Eindruck vor. datt die Lösung der f ra nz ö s i s ch - en g l i s ch e n Kontroverse in der Pfalz aus gutem Wege sei
ringhanien:
en Heim i Bauen) I Ist gebellt.
gesucht werden, wurde In die Wohnung ringe- orochen und bereu Frauen durch die Androhung von Strafrnattnahmen verängstigt. Trotzdem fron- zösisches Mil.tär und französische (^ntarntnie sich am Platze befindet, sehen die Franzos« n doch ruhig diesem schandv?Nen Treiben zu.
Di.' F'mo Dley in Kirchheimbolanden (daS Geschäft gehört zur Zdt dem Präfi- denken der .autonomen Pfalz-) bat von der neuen Regierung den Auftrag erhalten, 400 000 Formulare für Personalausweis e anzu- scrtigen. Man vermutet, datt bei der “Bevölkerung der Psalz andere Personalausweise als bisher cingesührl werden sollen. Die Separatisten verfolgen damit offenbar den Zweck, einmal die “Bo völkeiung zu tzwingen, auf den Afterbürgermeister- ämtern um dte
Ausstellung neuer Pässe nachzusuchen und zweiten-, durch die Erhebung von Pah- gebühren ihre Regierung zu finanzieren. Man wird nicht fcbfgeben, wenn man das letztere alS
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jetzt der Presse zur Kenntnis gebracht den. SS lautet der
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sSmissch in Entzen.
Separatistische Plünderungen.
PtrmasenS, 5. Febr. (Wolfs.) Der vom Stad trat gestern gesah'.e Delchlutt, von der DesatzungSbe Hörde für bk Wiederherst d- fung der öffentlichen Orbnung und gegen die Wiederholung von Unruhen, wie sie zur Zeit in der Stadt durch die unhaltbaren Zustände sich ereignen, (Garantien zu verlangen, wurde von ben sranzölsschn De irko-D legierten a b gelehnt. 3m Laufe de» gestrigen Tage- |anben
biete Weife wird die DerstänN;-ng vid mehr fein alS ein Dort, und Droftbr.tannten unb Frankreich können zutaimnengehen. u n den Frieden und die Sicherheit flkip.xU aufrechtzuerdal- ten. 34) bitte Sie, die Derficherung meiner ausgezeichnet« n Hochachtung entgegen unehmen.
Aamsah Macdonafdi* Die Antwort Poincar. S:
.Ich bin sehr gerührt von dem ti.'s'en-würdigen Dries, mit dem Sie mir die älchemabme IhteS Amtes mitznkilen die Düte hatten unf in dem Sie mir persönlich Ihren (foult entbricn haben Ich wünsche von ganzem Aerv?n. Nih 3 bre Dernühungen um daS gröhtm >g'i t ■ Wohl Ihres Datersandes von Erfolg gekrönt sein wc-iden Die Dande, bk untere beiden Länder miiclnanb-’t verknüpsen. sind, wie Sie unS inS Gedächtnis rufen, in gemeinsamen Piiifungen und Opfern geknüpft worden Die Erinnerung an jene Zeil wird, beiten bürfen Si? ’ldvT fein, mir wie Ihnen unaufhörlich gegenwärtig fein Damit habe ich bereit- ausgesprochen, datt auch ich lebhaft bedauere, datt mehrere für unsere beid n Länder wichtige Fragen noch nicht geregelt sind Wie Sie. so tt<r6e auch ich mein möglichster tun, um «in Einvernehmen mit Ihnen zu sinden und sie zu unterem beibetfeitigen Nutzen zu lösen Wenn Wir beiderfeitS auf untere össeittlich«- Meinung Rücksicht nehmen müssen, wenn wir beide untere nationalen Interessen zu schützen habei. fo b-.ibc ich daS Dertrauen. ban wir. wenn :uit j^ber für sich bei der Regelung der etwa auftivtmbcn Fragen mit ber Entschiedenheit und dem guten Willen vvrgeben von dem Sie gesprochen haben, zu Lösungen gelangen toerden, die dazu angetan h^. zwischen ffirohbritannien und Frankreich die tj Uittk der für unsere beiden ßän.e. und für die Fr ibeil der Well nr'lr>n,tti- cyrsrocht zu erhalten. Mein Freimut wird stets dem Ihrigen entspreche, und trenn ich die sran- zös'tschen Intereklen mit dem gleichen Eifer vev leidigen werbe, wie Sie die englifchm Io wirb nichtdeslrweniger, dessen dürfen Sie sicher lein, niemals ettvaS die Eterzlichkeit meiner Smpsin- bungen beeinträchtigen Es itt nicht unmö^ilich, datt wir. wenn wir beiderseits von derartigen Empfindungen beseelt sind, die Entente wieder effeftin gestalten, und datt eS unS gelingt, ihr die Früchte abzugewinnen, die sie t a r*n kann und mutt, wenn Europa endlich den F leben, bie Sicherheit und die Freiheit der Arbrtt trlcber- flnben soll Empfangen Sie den LtSbrttck meiner ausgezeichneten Hochachtung! PoincarS"
Dries MacdonaldS:
.Untere beiden Länder haben Seite an Sefte solche Zeilen und Krisen durchlebt und haben gemehrtem solche Opfer gebracht, datt in dem Augenblick, in dem ich die Regierung übern rhme, i-ch Ihnen einen persönlichen Dries übermittele, nicht nur um Sie von dem Wechsel bei Kabinett- zu unterrichten, sondern auch um Ihnen meine Drütte und meine guten Wünsche zu übermitteln. Es ifl mir unangenehm, so viele unerledigte Fragen vvrzusinden, die untere Sorgen und Desürch- tungen erregen, und ich versich re Sie, bah ei meine tägliche Sorge sein wirb, habet mitju- wirken. sie zu unserem gemem amen Ruhen zu regeln. Sic haben Ihre öffentlich: Meinung unb ich habe bie meinige Sie haben Ihre nrbnalen Inte reffen sicherzustellen und zu '•erteibigen unb ich bie meinigen. Auf ben ersten Dlick könnten sie manchmal in Wiberfpruch zudnander stehen, aber ich bin sicher, bah durch eine ä u h c r ft c 2 n - ftrtngung guten Willen- biete Konflikte geregelt werden können, und datt ei möglich fein' wird, die poltiifchen Mittel zu ftiben, die ei Frankreich und Drohbritan im geftallcm werden, cm freundschaftliche- Zu'ammen wirken m;t- einander aufrechtzuerhalten. Dir können offen sein ohne Feindseligkeit unb bie Interessen unterer Länder ohne Feindschaft verteidigen. Auf
Stadt»“1;
Rykow, Lenins Nachfolger.
Der in ‘Berlin lebende russische Emigrünt Dr.-3ng. F. Radtnowitsch schreibt unS.
Rykow ist zum 1. Dorfitzenden des Rates der DollSkommiltere, also zum Aachfolger Lenin-, aewählt worden. Diese Wahl war die glücklichste, la vielleicht die einzig mögliche Lösung deS schwierigen RachsolgeproblemS. Sonst Wäre die Sowtetherckchast kaum iortzu'üb.en. Stenn Rykow. tx-her schon S'.ell vertret er Lenin-, Im Rate der Dolkekommissare, ist derjenige Sow- fetmintster, der Centn» Rückzug vom KommunlS- U-.uS z«m Staat-kapitali-rnuS dewuh: Mitgemacht und in bn Oessentlichkel: vertreten bat Rykow und Mssjutln waren die beiden Leiter deS oberen Wirtschaftsrate- al- Lenln-SaufuS lu einem Lenin-Paulu- wurde Mein ehemaliger Derufskollege Rylow — et Ist akademisch gebildeter Ingenieur — gab mir häufig Gelegenheit. seinen au Heben erregen ben Ansprachen während der gefährlichen Uebevgang8*nt In grobem und kleinem Kreife au lauschen 3^ habe mir die wichtigsten Wendungen aufge.;erchnet^
.Vier Jahr« lang.** so sprach er auf einem Do-kauer Kongrett der DolkSwirtschaftSräte. -muhten wir bc, jeder Ernte die erschreckende Dermtnderung der Saatsläche und daS säst Vollständige Derschwin«>en einiger für die Industrie. für die Landwirtfch^ift und für den di- Port wichtiger Erzeugnisse, wie Flachs. Hanf und andere- mehr, beoiachten. DaS geschah nämlich darum, weil dte Dauern bei der Politik gewaltsamer Requistlionen von 05rot kein Interesse an der Erweiterung einer Saatfläche hatten ' Damit gab Rykow al» erster unter ben Sowjetherren zu, bah bie Ernährung-Politik der Bolschewisten von Fehlern war, die da» fom- oeiche Ruhland einer noch nie da gewesenen Hiinger-not au-geliefert haben Tausende von Menschen wurden hingerichtet ober satten noch bi- vor kurzer Zelt in ben Gesängnisfen. nur be-halb, weil sie .fpthincrt**. b h Lebensrnittel ober Induslrieerzcugnisse tm Treten Handel verlaust hatten
Heber die neue Politik ber Sowjet regle rung auf bem Gebiete ber Industrie sagte Rykow folitend.s: .Wenn ber freie Hanbel wieder erlaubt wird. Ist eS klar, bah wir genötigt sind, eine Reihe von ilntcmebmungcn, bie still stehen ober schlecht arbeiten, einzelnen Getellschasten, De- nossenschaflen oder Privatpersonen zur Ausbeutung zu übergeben. Wenn irgendein« Fabrik unter einem Privatunternehmer arbeiten kann, während sic bei unS Polisskern still steht, so wäre «S ein Berbreären. sic einem Privatunternehmer nicht zu geben." In einer anderen Versammlung erklärte Rykow: .Früher haben wir unsere Äon- kurrenten getötet unb erschlagen aus bem Wege von Requisitionen unb Konsl "kationen, fetzt aber müssen wir nicht auf bem Wege der Dewalt. fonbern burch eine bessere Arbeitsrnethobe siegen.
Sv fam, durch Lenin dekretiert und durch Rtzfo'v össentsich begründet, die Reue ökonomische Politik (nbqcfürM .Rev" genannt) inS heilig« Ruttland Rosig ist die allgemeine Wirtschaftslage beim 2brt»antrttt RvkvwS durckuu» nicht. Liest man die sehr verwickelten Dilan^en der Trust» und Staatsunternehmungen, so sieht man keine Spur von wirklichem Gewinn. Die ungeheuren TetriebSkosten, die Abnutzung der seit langem nicht mehr erneuerten Maschinen, der Mangel an DclricbSkapllal. die Immer noch un.^nügende Arbeitsleistung, die drückende Steu -rlaft, alle- daS wacht die Erzeugung un'avirtschastlich Man zehrt noch am Grundkapital Rykow- Verdienst war e-, auch auf bieten KrebSfchaden hinqewieien zu haben Al- Lenker deS weiteren russischen Echicktal- I wird er sich bemühen müssen, da-telbe zu tun. W^iS in bürge,lich<n Staaten geschieht Durch größte Sparsamkeit wird er versuchen, den Auä- gabcnctat zu verringern, die Emission von Pa- viergeld einzudämmen und so da- Sinken de» AubcssurteS endgültig aufzuhalten. Er bad nur lebentzsähige Untcrncbmunpcn unterstützen. Hob« Steuern müssen eine Unmenge von entwertetem, Im Umlauf überschüssigen Pa 'lrrgeld der Staat*, fasse zurücssübren Qlcuc Drn'en rnük'en g^gnm- bet werden, um untätig liegende Ersparnisse aus» Ättemmcfn unb sie der Industrie in Form von Kredit -uzufühi'en.
Rykow wird noch mehr Berührungspunkte mit ber Intelligenz suchen müssen, alS Lenin Aus bürgerlicher Seite berrtcht immer rod) Mif trauen unb Widerstand Ter Glaube, datt die Laie de- ‘Bürgertum» unter Rykow- Herrschaft erträglicher werken könne, ist alle-. t>as jeyt dem Bosschewi-mu- im guten entgegen- -ebracht wird.
auto- forlgctebtcn. Au- dem Rathaus wurden ganze Aktcnftöhe fortgeschleppt. Del verschiedenen städtischen ‘Beamten, die von
(Eine Rede
des Reichsministers Jarres.
Harburg 5. F:br (Wosss ) D-r A.lchs- mtnifter des Innern Jarre» bei flerfcrn abenh hier eine polt ische Red« Man h ibe. to sag e der Minttter. auch im Ausland' lx-u e ia» Gefühl, datt die gegentoartigen 3ufi mse 5t w >i?r befielen hülfen, foll die Well niJ:. i rammen* geh n Die Arbel en d.r Sach r landigenauS- fchusse In “Berlin dürfe mm mit Ietter Hoffnung befetten. Ödyid krliisserle b?r Redner bte Fvl- gen des Versailler Vertrages.
Ton 65 TBiH onen Deuffchtt würden 17,3 dou den Defohvngr >
Weitere 2-Sführung.-n bei Mi i'terS galten kv separatistischen “Bestrebungen am Rüetn 3m Zufamm nhmg bimlt erwähnte Jarre». datt er den Gedanken, die Abtrennung westlicher Gebiete von Preutten könne zu einer befrleblgenbenßöfunqber2e» p^rationSfrage l-eitragen für eine Uto- J>»e halte. 3nnerpolitlfch müsse bie (3 hiltunq der Wäh u:ig unb bad Gleiche wich bei S aatefinan- ze » bie Haupssorge fein Es Heist- jetzt, au» der Misere heiaaSzukommen mit der Paiote
Den Dilleu zur Armut und Arbeit.
Der Au«nahmezastand fdtn: fotengc irichk autgehoben weichen, al» noch Um riebe von ber äust-rsten Rech en oder ber äuherrtcn Lin km zu befürchten feien. Rur während de» Wahlkamps ks dürfte die Aufhd»ung edolgen.
Zu den
Abtreuuu»gSbeskr:buuaen ber Deutsch« Hannoveraner
führte 3arre# au», man habe ihm anlästlich leteus Glückwunschtelegramms an ben .Hannovedchen Kuder- ben Vonvud ber Partel.'ichtelt gemacht.
ncret'i'i abend Berlin ocrfal’cn Die £' Mitglieder ber Zwetten Kommis ton beabsichtigen, am Freitag abzureisen. E» wirb nur stoch ein RevUionSsachverstänbiger in Bedir zurückdtetben, um eine Reifte von Fragen zr Prüfer. Die Mitglieder bei Zweiten 2 iSlchuffeS benen bie Kornmifkion DaweS wahrtd/einlutz in Äüne folgen wirb, werden in ParnS den Bericht über ihre Untersuchungen In “Berlin fertigsten
Der Berichterstatter deS .Echo de Paris'* glaubt au- guter Quelle mitteilen zu können, hast be* Plan EarpenlierS zur
Gründung emer deutschtu Goldnv'eubau. von b*n Sachverttändigen angenommen worden fei. DS fei wahrscheinlich, dast chn auch die deutsche Regierung akzeptieren werbe
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Ürnd »uh Verlag. VrühlFche Uilper1ittir.v»ch' egö Sicinbmdfrei R. £«ii)e le Alelitn. Schriftleiteng oeb Gksch^ftrUele: Zchesskraste 7.
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Englands Standpunkt seht sich
P a r l S. 5 Feb- (WTD ) Dte Ha va Sa gen tu r glaubt zu wissen, hast bte Verhandlungen, die zwischen der englischen unb ber fran- zöfischen Regierung in ber Psalzange- l e g e n h « i t gdührl werden, höchstwahdchetn- lich eine Lösung bringen werben, und zwar aus ber Grundlage deS SlatuS quo vor bet Einsetzung der Separatistenrcgierung
Da die Separatistenregierung nicht anerkannt sei, tonnten alle Deamten. bte von i h r au»- gewiesen seten. zurückkehren “DaS bie von den Desatzung-behörden ausgesprochenen 2u*toet- sungen anbetresse, so werde man jeden fass» jeden einzelnen Punkt besonders prüfen.
Die französische Regierung hatte durch ihren Dvtschaster in London ber englischen Regierung einen Vorschlag unterbreitet, nach bem die „rhemifche Regierung" emer neutralen
Partei andrritaut werden solle, In der weder Separatisten noch Rationalisten vertreten wären Dies« Regierung würde der Kontrolle ber Rhetnlanbkonnnission unterstellt werben. Die englische Regierung beharrte indessen nach wie vor aus ihrrin Standpunkt, bah bie rhei nis chen “Beamten ohne weiteres ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen hätten, und bah bie Meinungsverschieben heiten zwischen Pari» unb London dem Haager Schiedsgericht, mindestens aber dem Völkerbund unterbreitet werden mühten Dem biplo- matileben “Berichterstatter ber .“Destminister Gazette" zufolge steht bie britische Regierung auf bem Standpunkt, bah bie
5tay bet Verwaltung bet Pfalz eine nutete Angelegenste t des Reiches
fei, unb bah die Errichtung einer neuen Regierung auf “Befehl der Votschafterkvnferenz, bie nach ben Wünschen der deutschen Regierung und der groben Mehrheit ber pfälzischen “Bevölkerung lein würde, eine Verletzung dcS Rhein- landabkommen» unb ber Weimarer Verfassung darstellen würde.
Der .Petit Paristen" schreibt vssiziöS. man habe in London unb Pari» von einer nahen Zusammenkunft zwischen Macdonald und Poincar^ gdprochen. 3n dieser Firm scheint die Rachricht ein wenig btt Möglichkeit im Augenblick zu übertreiben. Dte beiden Ministerpräsidenten tonnten keine Vorteile auS einer Zu. famrnenfynft ziehen. Ne tm Augenblick, wo die SachverständtaenauSschüsse noch in Deuiickland ihre Arbeiten forttehen, flaltftnbe Man begehe asso ein Llnvecht. Ne Zusammenkunst der beiden Staatsmänner als bevvritebend hinzustellen, e» fei aber nicht weniger wahr, datt sie in französischen diplomatischen Kreisen gewünscht werd«.
DaS Reuterbureau erfährt zu dem Dduch Lord ^reweS in ßonbyn, ei bestehe kein Grund zu der Annahme, datt er sich auf etwas andere» beziehe al» auf eine allgemeine Erörterung und den natürlichen Wun'ch deS öd'sschm Datscha fier» in Pari», ben neuen bri isch« Mmisterpräsidenten zu sehen Wo» die Meldungen über Vorschläge anbei reffe, könne man sagen, bah nicht vte< vor- zzi'chlaaen zu fein scheine 3n ber Pfalzfrage beif?t Uroeik habe Frankreich gewsste Vadchlö«^ gemacht. Tie Engländer hätten ihrer Ansicht Ausdruck gegeben, dah
die Rhemlandkommissston keine politische Wacht sei.
Dezüglich der Eisenbahn bettehe Seine MeinungS- ped<blebenbdt. Dte ikberfüllung auf Mc/en Linien sei auf dte Tatsache zu rück zu führen, hast durch die van der Regie auSg»rbeiteten Pläne kein Vorteil gewonnen würde Wa» die P'.äne für eine neue Konferenz beträfen, fo sei n i ch t » Greif bare» vorhanden Es M auch febr un- wabricheinsstch. datt irgendetwas dieser An erfolgen könnt, bevor bie 6a ixvdt in N-y? na j#- jchü'f? für die deutschen Reparationen ihre Unter-
sprach vesonderS eingehend die Wertabschätzungen de» in Deutschland gelegenen und Ausländern gehörigen Grundbesitzes
Wie otrlautet, hofft auch der Erste AuSlchust feine “Beratungen Ende dieser Woche m Dedin zu beenden
Der Zweite S a chver st ä n bt g en a us- fchust verössentlicht fc-lgendes Kommunique- Di« Aufmerksamkeit des Zwetten Sachvtritändigtn- au-schusse» wird auf Prekitäutterungen gelenkt, wonach die Ende der Woche edolgentx? Abreife des Au-fchustes au- “Berlin dadurch vtrurtacht fei. datt die deutsche Regierung nicht imstande getreten tei. Ne Fragen. Ne Ne deutschen Auslandsguthaben bctrd'en, zu beantwoNen Diefe Mitteilungen entsprechen in keiner Weilr den Tatsachen. Der Au-fchust hatte ursprünglich gehofft, datt er die Berliner Unter- suchungen gegen Mitte Neter Woche beenden


