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6ur inner der Vertu ng von Qdrer ®t>erle- auch in diesem Sommer wieder der chiedene Preise, -um Teil in starken Kvnkurronzen mit Stadlvev- einen, errungen hat, kcrnm im nächsten 3ahre auf sein 5 Oi ät>rigeg Bestehen zurückblicken Auf Beschlust der gestrigen Hauptversammlung soll daS Jubiläum durch die Abhaltung eine» Sängerwettstreites am 27 3uni nächsten Jahres gefeiert werden.

t ® rün b e rg, 4. Sept. Vorgestern fand im hiesigen Rathaus eine Versammlung des Bauernbundes statt. ES wurde beschlossen, gemeinschaftlich Saatfrucht zu bestel­len. Die Anschaffung eines Trieur (Frucht­reinigungsmaschine) wurde in Aussicht genommen. Zu diesem Zweck soll wegen des Preises mit ver­schiedenen Firmen in Verbindung getreten wer­den, und sobald die Preise günstig sind, will man der Anschaffung nähertreten. Landwirt 3. Sehrt hat sich bereit erklärt, die Maschine unterzusteUen. Der gemeinschaftliche Be­zug von Kleesamen soll bis zu einem gün­stigeren Zeitpunkt zurückgestellt werden. Am Schlust der Versammlung gab Rechtskonsulent 3 öckel - Grünberg einige Aufklärungen über Steuerangelegenheiten. Gestern besichtigte eine Kommission, bestehend aus einem Vertreter der Norddeutschen HagelverficheimngSgesellschaft und den Landwirten Schutt- Lauter und 3 u n g - Ostheim, als Taxatoren, die durch das vor einer Woche niebergegangene Hagelwetter ent- st änderten Schäden in unserer Gemarkung. ES wurde bis zu 5 5 P rozen t Hagel­schaden feslgestellt. Am stärksten ist das so­genannte Reustädter Feld in Mitleidenschaft ge­zogen worden.

Kreis Friedberg.

'Friedberg, 3. Sept. Wie demOber- hess. Anz." von gut unterrichteter Seite mit­geteilt wird, find < zwischen den Städten Friedberg, Dad-Rauheim und Butz­bach Verhandlungen im Gange, die bezwecken, die technisch unzureichenden Gaswerke dieser Städte durch ein G r u p p e n g a S w e r k in ge­meinsamem Eigentum zu ersetzen. 3n der Zu­schrift heißt es am Schluß u. a.:Eine Be­teiligung der Me guin »Werke, die zu­dem Gaswerksanlagen als Spezialität bauen, ist nicht ausgeschlossen. Wird das zu errich­tende Werk mit den modernsten Einrichtungen versehen, ist höchstmöglichste Rentabllität und Leistungsfähigkeit gesichert. Für die Groß­zügigkeit des geplanten Unternehmens spricht schon der Amstand, daß sich evtl, die Rach- bargemeinden der genannten Städte als Abnehmer anschliehen werden."

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 3. Sept. 3n der gestrigen Stadtvervrdneten-Sitzung wurde die Stadtv. Frau Marie Weitzel in ihr Amt ein- geführt und verpflichtet. Damit ist das erste weibliche Mitglied in unser Stadtparla- ment eingezvgen. Gegenwärtig sind in unserer Stadt nah Hu 5 0 Dv 11 e r we rb slv s e (90 Pro­zent davon sind verheiratet) vorhanden.

Hefscn-Rafsau.

fpd. Frankfurt a. M., 4. Sept. Mit dem- Schlag 12 11 br in der vergangenen Rächt fielen die fett fast zwei Jahren zwischen dem unbe­setzten und dem besetzten Gebiet ge­zogenen Schranken vielerlei Art. Kein Soldat kontrollierte heute früh mehr die Pässe, die Autos und Radfahrer konnten ungehindert passieren. Auf den Grenzstationen der Eisenbahnen. in Griesheim, Höchst und in Goldstein findet keine Pastkontrolle und feine Revision der Personal­ausweise mehr statt. Die Züge halten nur noch wenige Minuten, statt der bisherigen 15 bis 20 Minuten. Vom Feldberg zogen sich bereits am Mittwochabend die Soldaten zurück und begaben sich nach ihrer Garnison Königstein. Der Feldberg ist frei, noch mehr, der bisher besetzte Teil des Taunus darf unbehindert wieder betreten werden. ES genügt der einfache Personalausweis, wie ihn jede deutsche Polizeibehörde auSstellt. Schon am frühen Morgen setzte an den Grenzstationen ein ungemein st arker Verkehr ein, der gegen Mittag nahezu gewaltige Formen annahm. Dor allem strömten aus dem unbesetzten Gebiet viele Personen in die nahen Grenzvrse, um hier Ver­wandte und Bekannte aukusuchen. Rur die Zoll­revision findet noch statt, doch ist ihre Aufhebung nur noch eine Frage weniger Tage. An den Gren­zen sind gewaltige Warenvorräte aufgestapell, die auf die Riederlegung der Zollschranken mär­ten, um dann ihrem DestinrnrungSort zugeführt zu werden. Für manche Warengattung erwartet man eine nicht unerhebliche Senkung der Preise.

Hanau, 4. Sept. (WTB.) Der am hie­sigen Ostbahnhvf angestellte Eisenbahnwärter Wilhelm Kunze ist mit 2300 Mk. durch­gebrannt. Es handelt sich nicht um Dienst­gelder, sondern um eine Summe, die ihm von einem anderen Beamten zur Aufbewahrung übergeben worden war.

Die Mitzernte in Hessen.

Dom Landwirtschastsamt Lich erhalten wir heute einen neuen Bericht über den dortigen ErnteauSfall. 3n dieser Schilderung werden die am Mittwoch abgsbruef- ten Mitteilungen dieses Amtes auf Grand neuester anhellvoller Wettereinwiriungen in ein­schneidendster Weise richtigge stellt. Die Zu­schrift lautet:

Der Artikel in der Mittwvchnmnmer des (Siebener Anzeiger" muh in der Landwirt» schall berechtigten Widerspruch Hervorrufen, da er inhaltlich den j etzigen Verhältnissen nicht mehr entspricht. Dnt Bericht wurde derenS am 26. August versaht. 3n der kurzen Zeit­spanne bis zu seiner Veröffentlichung haben sich die Verhältnisse entschetdend ge­ändert, so dah wir heute vor einem gän z- lich neuen Bild stehen. Die angeführten Druschergebnisse waren die ersten innerhalb des Bezirkes Lich und liehen auf eine gute Ernte schliehen, kötmen aber jetzt unter keinen Umständen mehr Anspruch aus Gültigkeit erheben. Meine schon damals geäußerten Befürchtungen find überraschend schnell zur Tatsache geworden. Gerade in diesen 8 Tagen sind auch die letzten berechtigten Hoffnungen zer­stört worden. Konnte man damals nur prozen­tuale Schädigungen feststellen, so muh man heute stellenweise von gänzlicher Vernich­tung sprechen.

Am stärksten hat ohne Zweifel das Som­mergetreide gelitten. Soweit es auf dem Boden liegen geblieben ist ist fast überall Fäul­nis eingetreten, so dah sich vielfach ein Ein­fahren überhaupt nicht mehr lohnt. Alles, was auf Haufen sitzt, ist bei der Gerste in Keimung übergegangen, bei Hafer etwas we­niger, je nach der Lage deS betreffenden Feldes. Soweit der Wind die Haufen nicht bestreichen konnte, sind auch diese in Fäulnis -übeggegangen.

Bei Winte rg etreide stellt sich die Lage nicht viel besser, da hier allein bis 30 Prvz. und mehr ausgewiittert ist. Der Roggen konnte nur teilweise rechtzeitig eingebracht werden. Sonst aber hat auch bei ihm, wie bei dem Weizen, die Keimung begonnen. Bei den Kar­toffeln hat die Fäule der Knollen in den letzten Tagen erhebliche Fortschritte gemacht. Die Krautfäule hat sich überall verbreitet und unterbindet das Wachstum, was den Ertrag erheblich schädigen wird. Die Wiesen der Wetter- und Horloffniederung stehen seit dem letzten Regenwetter größtenteils unter Wasser, so dah auch die Grummeternte aufs schwerste bedroht ist.

Es ist eine undankbare Aufgabe, Angaben über den voraussichtlichen Ernteertrag zu machen; da unter den diesjährigen Witterungsvrrhält- nissen feststehende Tatsachen von heute in wenigen Tagen keine Gültigkeit mehr haben. Eins aber ist sicher, dah die hessische Landwirt­schaft nur mit ernstester Sorge in die Zukunft schauen kann. Zwar lieft und hort man diesen Ausdruck in jeglichem Zusammenhang so oft, dah die wenigsten sich seiner vollen Be­deutung bewuht fmo. Die Rottage der Landwtrt- schast betrifft aber nicht nur den Bauer selbst, sondern zieht unfer ganzes Wirtschaftsleben und damit i eben einzelnen tn Mitleidenschaft. Hilfe tut not! Sie hat zu geschehen nicht nur durch Steuersttndang, sondern durch einen weitgeh enden Steuererlab, und es braucht Wohl kaum betont zu werden, dah eine Vorauszahlung auf die Umsatzsteuer ein Unbtng geworden ist. Dr. Günther.

Vom Landwirtschaftsamt Lauterbach.

Durch die dauernden ungünstigen Witterurtgs- verhältnisse wurde die Getreideernte des Kreises Lauterbach sehr stark verzögert. Da, bedingt durch die Höhenlage, wir schön sehr spät ernten, so steht die diesjährige Frucht fast noch vollständig drauhen. 3a so­gar der Weizen und etwa ein Drittel bis ein Viertel der Gerste und des Hafers sind überhaupt noch nicht ge­schnitten. Der Roggen, der seit 3 Wochen auf Hchrfen sitzt, ist vollständig ausgewachsen. Rur in den wenigen Gemeinden des Switzerlandes ist der­selbe größtenteils etngefobren, da hier der Sand­boden und die tiefere Lage die Ernte gegenüber dem höheren Vogelsberg früher eintreten lasten. Da aber durch die starken Auswinterungs­schäden schon die Hälfte der im Herbst 1923 mit Brotgetreide ausgestellten Fläche in diesem Frühjahr mit Sommerung bestellt werden muhte, sind durch die oben geschilderten Verhältnisse die Landwirte der ganzen Drotfrucht be­raubt. Selbst wenn in den nächsten Tagen bes­seres Wetter ein treten sollte, so ist dieses Ge­treide doch nicht als Saatgut, der geringen Keim­fähigkeit halber, zu verwenden, so dah Saatgut für diesen Herbst restlos bezogen werden muh. Auch ein grober Teil der im Bezirk nur wenig an­

getauten örDien fangt an auszuwacvien 2ne Kartoffeln sind von verschiedenen Pllzkrank- hellen (Kvauttäule,^oarzbeinigkeit, Dlatt- dräune) befallen, so dah das Kraut abgestorben ist. Der Ertrag wird dadurch stark vermindert. Etwa ein Mertel des Bestandes ist von diesen Krankheiten befallen. Auch die Haltbarkeit und die Qualität der Änollcn wird durch den hohen Wassergehalt ungünftig beeinflußt werden. Die Rüben bleiben im Wachstum stecken. Dr. Lh.

Große Strafkammer.

* Gießen, 2. Sept. Der Holzhändler Aug. K. in Schl, hatte im Februar d. 3. in seiner Woh­nung heftig mit seiner Frau gelärmt. Die Frau war in die Wohnung von Rachbant geflüchtet. Ein Menschenauflauf war auf der Straße entstan­den. K. wollte nun, nachdem sich die Leute wieder verlaufen hatten, in das Rachbarhaus, um fest­zustellen, ob seine Frau sich dort aufhielt. Er ging eine steinerne Außentreppe hinauf. Oben auf der Plattform traten ihm die beiden Angeklag­ten Maurer Georg Heinrich Sch. und Arbeiter Georg Sch. entgegen, packten den K. und warfen ihn kurzerhand über daS Geländer hinunter tn den Hof. Dabei zersplitterte K.'s Unterschenkel, der nach einigen Tagen amputiert werden mußte. K. lag zunächst vor Schmerzen laut schreiend im ver­eisten Hof. Die beiden Angeklagten kamen herun­ter, versetzten ihm einige Ohrfeigen, um ihn zur Ruhe zu bringen und schleiften ihn, trotz seines 3ammerns, über die Straße in den Hausflur der K.'schen Wohnung, wo sie den Hilflosen bei 10 Grad Kälte etwa zwei Stunden liegen ließen. Das Schöffengericht hatte den Georg Heinr. Sch. we­gen schwerer Körperverletzung, die den Verlust eines wichtigen Gliedes zur Folge hatte (§ 224 St. G. D.) zu 6 Monaten Gefängnis ver­urteilt. Der andere Angeklagte Georg Sch. war in erster 3nstanz freigesprochen worden, weil man die Art seiner Beteiligung nicht für genügend ge­klärt hielt. Auf die Berufung der Staatsanwalt­schaft wurde das freisprechende Urteil aufgehoben. Auch Georg Sch. wurde verurteilt und zwar zu 3 Monaten Gefängnis. Straferschwerend kamen bei Georg Heinr. Sch. dessen Vorstrafen wegen Körperverletzung, und bei beiden Ange­klagten die außerordentliche Roheit ihres Vor­gehens in Betracht.

Schöffengericht.

* Gieß en, 3. Sept. Der Schriftsteller Hel­mut Reuendorff aus Belzig hatte im 3ahre 1912 die Dürerschu le Hochwaldhauf en gegründet. Formell war seine Frau, eint geprüfte Lehrerin, die Leiterin der Schule: tatsächllch war Reuendorff, der zwar Philosophie studiert, aber kein Examen gemacht hatte, der Leiter. 3n der Schule, mit der em 3n tern at verbunden war, wurden junge Leute beiderlei Geschlechts unter­richtet. 3m Herbst 1920 tauchten in der älmgegenb von Hochwaldhaus en Gerüchte auf, daß Reuendorff zu einigen feiner Schülerinnen in unerlaubten Be­ziehungen stehe: man sprach von feinemH a^r e m". Die Behörden erfuhren erst hiervon, als eine seiner Schülerinnen Selbstmord verübte und es im Anschluß daran zu einer Palastrevolution kam. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. R. war flüchtig, und es gelang erst nach Jahren, seinen Aufenthalt festzustellen. Er wurde in A r- gentinien verhaftet und dann auSgelie- fer t.

Heute wurde gegen ihn wegen Sittlichkeits­verbrechens unter Ausschluß der Oesfentlichkert verhandelt. Rach umfangreicher Beweisaufnahme verurteilte das Gericht Reuendorff zu 6 3ahren Zuchthaus, abzüglich 1 3ahr älntersuchungs- haft, und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 6 3ahre. Es hielt für nachgewiesen, dah er drei seiner minderjährt gen Schülerinnen zum in­timen Verkehr systematisch verführt und diesen bann jahrelang mit ihnen gepflogen habe.

Turnen, Sport und Spiel.

Turnerbund Lahn-Dünsberg.

Die andauernden Riederschläge der letzten Zeit und der fast ununterbrochen niederströmende Regen am Sonntag vermochten es nicht, die Tur­ner des Lahn-Dünsberg-Turnerbun- d e s vom diesjährigen B e r g f e st , Has im Walde bei Albach (Kreis Gießen) stattfand, zu­rückzuhalten. Ungefähr 200 Wetturner traten zum Vierkampf im Stabhochsprung, Weitsprung, Hür­denlauf und Dreisprung an. Der Turnverein A l b a ch hatte das Fest gut vorbereitet. Es konn­ten dadurch, trotz der ungünstigen Witterung, die Hebungen gut durchgeführt und gute Leistungen erzielt werden. Die Leitung lag in den Händen des bewährten Bundesturnwarts Schmidt (Launsbach).

Ein von dem Bunde neu geschaffener Wanderpreis, eine schöne Standarte, wurde in einer 4mal 100-Meter°Pendelstafette zum ersten Male ausgetragen. Sieger blieb der Turnver­ein Ruttershausen mit 49?/s Sekunden, zweiter war Turnverein Launsbach mit 502/& Se­kunden.

'AIS ErgevntS Der Wertungen, vte m W- DünSberg-Turnerbundc nach den Deftllmnungen der Deutschen Turnerschaft erfolgen diesmal mit Wertung von äleberpunkten lärmen folgende Turner als die ersten Sieger bezeichnet werden .

Altersstufe über 30 3a&re: 1. Sieg mit 69 Punkten Kari Kissel, WaldgirmeS. 2 mtt 68 P. Ludwig Halselbach. Robhemt und Wilh Schienbein, Hausen. 3. mit 63 P Will) Euler, Watzenborn 4. mit 61 P. Emil Michel, Erda. 5. mit 44 P. Wilh. Decker. Waldgirmes.

Oberstufe (18 bis 30 3ahre): Ehren- preis mit 78 Punkten Wilh. Hofmann, Alten- Dufeck. 1. Sieg mit 78 P Georg Kaletfch Rut­tershausen. 2. mit 75 P Ludwig Olemotz, Kessel­bach. 3- mit 71 P. Paul Zöller, Hausen. 4. mit 70 P. Otto Sauer, Ruttershausen. 5. mit 69 P. Karl Henß, Großen-Duseck. 6. mit 66 P. Wilh. Heinb<Ä. Kesselbach 7. mit 64 P Wich. Zipfe, Watzenborn. 8. mtt 63 P Karl Buchner, Hausen 9. mtt 62 P. Wilh Pfeiffer, Großen-Duseck. 10. mit 61 P. August Schön, Ruttershausen, und Karl Rühl, Großen-Duseck.

Mittelstufe (1618 3ahre): 1. Sieg mit 91 Punkten: Reinhard Schieferstein, Launsbach. 2. mit 85 P. Karl Bechtold, Launsbach. 3. mit 80 Punften Fritz Geier, Ahbach. 4. mit 78 P. Kari Wehrum, Alliach. 5. mit 76 P. August Becker, Wicseck. 6. mit 72 P. Karl Pfeiffer, Großen-Bu- seck. 7. mit 71 P. Heinrich Henkel und Karl Reh. Bieber. 8. mit 69 P. Heinrich Hilberg, Albach. 9. mit 67 P. Otto Rickolei, Großen-Buseck unk Heinrich Habermehl, Leihgestern. 10. mit 65 P. Heinrich Klingelhöfer, Oppenrod.

Unterstufe (unter 16 3ahren): 1. Sieg mit 92 Punkten: Friedrich Peppler, Dor­lar. 2. mit 88 P. Rudolf Buß, Großen-Buseck. 3. mit 86 P. Horst Adler, Großen-Duseck. 4. mit 81 P. Heinrich Rühl, Großen-Duseck. 5. mit 78 P. Wich. Schneider, Großen-Duseck. 6. mit 75 P. Wich. Sarnes, Watzenborn. 7. mit 73 P. Karl Dort, Großen-Duseck. 8. mit 70 P. Karl Drück, Kinzenbach. 9. mit 69 P. Emil Decker, Rutters­hausen. 10. mit 66 Punkten Ludwig Schornber, Reiskirchen. Y.

Regatta in Gießen.

Mitte September findet die 4. Herbst­regatta des Lahn-Regatta-Verban- des in Gießen statt. Regattaplah: Bootshaus des Vereins Rudersport. Alle Lahnvereine mit 56 Booten und 280 Ruderern haben gemeldet, eine überaus große Zahl gegenüber der vorjähri­gen Regatta.

Kunst und Wiffenschaft.

Eine Karl-Haider-GedächtniSauSstellung in Mannheim.

Die städtische Kun st Halle Mann­heim (Leitung Dr. G. F. Harilaub) veranstaltet vom 21. September vis Anfang Rovember eine Ausstellung von Gemälden und Zeichnungen Karl Haiders (1846 bis 1912). Zum erstenmal ist hier aus Museums- und Privatbesih ein Haupt­teil des Lebenswerks dieses bayerischen Malers, Gefährten von Leibi, Böcklin und Thoma, zu­sammengebracht, der auch innerhalb der impres­sionistischen Hochflut seinen eigenen Weg als Fortseher deutsche-romantischer Kunstüberlieferung gegangen ist. Es werden über 40 Gemälde aus allen Schaffens Perioden des Meisters, außerdem eine gröbere Ai^ahl repräsentativer Zeichnungen vorgeführi. Ein illustrierter Katalog enthält u. a. einen Aufsatz mtt Erinnerungen des Sohnes Ernst Haider.

Buntes Allerlei.

Das Adreßbuch auf dem Kleid.

Die Mode von heute macht alles gleichförmig. Die Aristokratin trägt ein Kleid und Kostüm von demselben Schnitt wie ihr Dienstmädchen, und an der Toilette kann man den Stand der Trägerin nicht mehr erkennen. Run will sich aber jede Frau von der anderen unterscheiden, Und sie ist dabei auf einen höchst einfachen Einfall gekommen. Tau­sende von Damen tragen jetzt ihre 3nitialen auf die Taschen ihrer Bluse aufgestickt. Sollte sich diese Mode einbürgem, so würde sie die weitesten Mög­lichkeiten eröffnen. Die Dame konnte dann eine ArtAdreßbuch" auf ihrem Kleid tragen und würde damit der Herrenwelt sehr viel Kopfzer­brechen und so manche Enttäuschungen ersparen. Welche Erleichterung wäre es z. B. für den a»i der 3agd nach der reichen Erbin begriffenen 3unggefel[en, wenn Witwen ihr Bankguthaben in einer netten runden Zahl auf den Handschuhen tragen würden. Ein Blick auf die Toilette der Dame würde genügen, um sich über alles zu in­formieren. Der Kenner braucht nur auf die Bluse zu sehen, um den Ramen der jungen Dame zu er­fahren sie farm ja auch bald Straße und Haus­nummer anbringen: er schielt nach ihren Füßen, wo er sofort erfährt, daß sie 21 Lenze zählt oder es wenigstens behauptet: die Hieroglyphen des Handschuhs verkünden ihm, daß sie ein Vermögen von mehreren hunderttausend Goldmark ihr Eigen nennt, und die Stickerei auf der Schulter enthält ihre Telephonnummer.

Todesanzeige.

Am Donnerstag vormittag 8 Uhr entschlief nach längerem Leiden meine liebe, unvergeßliche Gattin, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwägerin

Fn Marie Mariae laderibal geb. Miller

im 76. Lebensjahr.

Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:

Heinrich Inderthal I.

Annerod, den 5. September 1924.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. September, 023106 mittags 1 Uhr statt.

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