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Der Bürgermeister.
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Dienstag, den 8. Juli d. I., vormittags 10 Uhr anfangend, wird aus Distrikt Rühlheck des hiesigen Gemeindewaldes folgendes Holz versteigert:
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Auf Grund der ministeriellen Bestimmungen follr> »ie Schreinerarbeitcn (außer Treppen) fiBu Neubauten Beamtenmiet- haus Nr. 6, Kreis-Gesundheitsamt und Dermsssungsamt zu Gießen öffentlich vergeben werden.
Angebote werden vom Dienstag, den 8 d. M. ab in unserem Zweigbureau im PhysiktalischenInsMut, Eingang Stephan- strahe, 1. Türe, zum Selbstkostenpreis abgegeben, woselbst die Bedingungen und Zeichnungen zur Einsicht offenliegen.
Die Angebote sind verschlossen, mit ent- sprechender Aufschrift versehen, bis Freitag, den 18. d. M., vormittags 11 Uhr, im vorgenanntrn Iweigdureau abzugeben, woselbst sie in Anwesenheit der erschienenen Bieter geöffnet werden.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 3. Juli 1924.
W°u°mt ®i-6="-5429B
erregt und auch im Landtag ?.uv Sprache gebracht wurde, teilte Bürgermeister Muvller mit, dav wcgen des gefahrdrohenden Zustandes die Decke fr c v o u 6 g e n o m m e n werden mußte. Gleichzeitig soll dos Erdgeschoß zu einem Ratskeller utngcfraut werden. 1
fpd. Sprendlingen (Rheins).), 4. -juh. 3m nahen Aspisheim erschien vor einer Woche ein junger M ann aus der Bürgermeisterei, stellte sich als französischer Beamte r vor und .orderte für sich aus drei Tage ein sein möbliertes Zimmer, das rhm n« fort gewahrt wurde. Dann muhten in fernem Auftraa sämtliche Schilder an den Hausern er- ncunt werden. Und schließlich, hielt der tüchtige Mensch auch ausgedehnte PaßVrü f a n - c c n ab Endlich tarn der Bürgermeister auf den Gedanlen. einmal in Dingen sich nack> dem jungm Mann und seinen Dcksugnisien zu erlundiae^ Der Schwindel kam heraus. Eh? man aber den Burschen, einen gewissen. H o s eph P o r t fr aus Sprendlingen, nach Dingen ins G-e.ängnts ad- fü'brte, verabfolgte ihm die Lorsbewohnerschaft toie man hört in corpore, eine gründliche 2, rächt Prügel.
AndieEMrerGieta
Am Sonntag, 6. Juli, veranstalten di- Siebener Frauenvereme einen Blumentag zum Besten des Kleinkinder-WSschedepots unserer Fursorgeschwester Anita.
Kaufe jedermann den Blumennerkäuferinnen eine Blüte ab und helfe so die dringende Not lindern.
Eartenbesitzer werden herzlichst gebeten Blumen am Sonntag, vormittags von 9 Uhr an, nach dem Wohlfahrtsamt, Zimmer 16 zu schicken.
gezeigt. Die Blätter stammen auS einet Privat- strmmlung und sind zum Teil Arbeiten erster Meister, wie Goya«, Manet. Liepolo, Kobell, Ludwig Richter, Kollwitz, Dolde, Lehmbruck. (S. Anzeigenteil.)
— Wilh. Sch 2 ttlers Schule für ho- heresDiolinsPicl vermistallet amMittwoch, 9. Juli, abends 7t8 ilfrr, im Sing^aal des Realgymnasiums ein Wofrltätigkeits-Schüler-Konze'.t zugunsten der Kriegsblinden. >
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** „Die Welt mit Brettern vernagelt." An dieses Wort wird man erinnert, wenn man seht den Oswaldsgarten sieht. Rund um den Platz herum zieht sich eine über mannshohe Bretterwand, die der Radllub Germania errichten liest, um die radsportlichen und sonstigen geselligen Veranstaltungen, die anläßlich des Radfahrfestes-am morgigen Sonntag und am Montag auf Oswaldsgarten stattfinden sollen. Vörden Blicken der Zaungäste zu bewahren. Die weitreichenden und mithin kostspieligen Vorbereitungen, die der Verein zu diesem Feste getroffen bat, rechtfertigen seine Schutzmaßnahme gegen die „Aassauer" vollkommen. Inmitten des Platzes Wird rege aufgebaut, alles deutet darauf hin, daß es an Unterhaltung der Festgäste nicht im geringsten fehlen wird. Hoffentlich werden die eifrigen Bemühungen nun auch mit gutem Sport- Wetter und mit einem so starken Besuch des Publikums belohnt, daß die emsigen Veranstalter des Festes auf ihre Kosten kommen. 3m heutigen Anzeigenteil wird das Programm des Festes noch einmal zum Abdruck gebracht, aus dem gestrigen Blatte kann man den Weg des öest- zuges ersehen, der sich morgen mittag durch 019 Stadt bewegen soll.
** Anlagenkonzeit am Montag, 6 Ahr in der Südanlage, ausgeführt vom Masilkvrps des I. (Hess.) Datls.. 15. 3nf.-Rgts.. unter der Leitung des Obermufikmeisters Löber. M u s 1 k- fvlge: 1. Armeemarsch II. 212 König-Karl- Marsch, L. Unrath. 2. Ouvertüre z. Oper „Martha" (Der Markt von Richmond), F. v Flotow. 3 Marsch über altniederländische Volkslieder, T Srawert. 4. Fantasie aus der Oper „Die Meistersinger von Dürnberg". R. Wagner. 5. Armeemarsch II, 107 Steinmetz-Marsch. E. Brat-
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fpd. Frankfurt a. M.. 4. Juli. Zu den fünf verhafteten leitenden Angestellten der großen Speditionsfirma Lassen hat sich jetzt ein sechster gesellt. Es wurde ein weiterer Prokurist der Firma inHaft genommen, da er in drängendem Verdacht steht, von den großen Veruntreuungen der Angestellten gewußt zu haben. — Vn der Person des Hausdieners Paul Flegel verhaftete die Kriminalpolizei den seit langem gesuchten Dieb, der an den Nachmittagen von den Gärten c-us über die Ballone in die W 0 hnun -- stieg und hier Einbrüche ausführte.
entrichtet werden muß, hrrauSgegeben. 2Li6er» dem wird von den nicht am Zollort wohnenden, Paketeinpfängern verlai^. daß sie zur Einlösung der Pakete persönlich bei der Zollstelle erscheinen. Die Schädigungen und Weiterungen lassen sich vermeiden, wenn die Paketvcrsender die Zollvorschriften beachtens
*♦ Z u r War n a n g. Es kommt ab und za vor, daß einzeln: F.elmarlen auf den mit dec Post beförderten Dri<ssenLungen nur geringfügige oder schwache Entw^tungszchchen, oftmals nur Striche oder schwärzliche Flecken tragen, weil sie beim Abstempeln in der Eite nicht getroffen werden sind. Selbstverständlich ist es verboten und auch straffällig, solche unvollständig entwertete Freimarlen, nachdem sie von den Umschlägen abgclöst worden sind, nochmals zur Freimachung von anderen Postsendungen zu benutzen. Lrotzdem geschieht dies sehr oft in der falschen Voraussetzung, der Detcug würde nicht bemerkt. 3n den meisten Fällen werden diese Gebührenhinter- ZiLhungen aber bei den Postanstalten, die angewiesen sind, hierauf besonders zu achten, entdeckt! gegen die Absender werden dann von deroberen Postbeyorde die dafür in dem Postgeseh vcrgeschenen Geldstrafen verhängt. Allem An- schrm nach werden derartige schwach entwertete Freimarken auch vielfach in betrügerischer Absicht als Ersatz für Kleingeld in Verkehr gesetzt. Saturn tut Jedermann, der sich Unannehmlich- Iciten ersparen will, gut, Freimarken, die er nicht selbst am Postschalter gelaust hat. vor ihrer Verwendung genau zu besichtigen. Bei verdacht ttgen Wahrnehmungen, insbesondere auch beim Fehlen des Klebstoffes auf der Rückseite, empfiehlt sich eine Anfrage über ihre Gültigkeit am Postschalter,
Landkreis Gießen.
)( Mainzlar. 5. Juli. Unsere Hebamme Frau Dietz feiert heute ihr 4Qjähriges Dienstjubiläum. Dec Frauenverein hat ihr aus diesem Anlaß eine Iubilä umsbibel als Geschenk überreicht.
* Groß en-Bus eck. 4. Juli. Wegen Vornahme von Kanalisations- und Wasserleitungsarbeiten in Grohen-Buseck wird dte Kreisst r a h e Großen-Duseck —Beuern vom nächsten Montag ab bis auf weiteres für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Starkenburg und .ZLHcilche^ctt.
Vermischtes.
Die persönlichen Angriffe im hessischen Landtag.
Dieser Tage fanden bekanntlich im hessischen Landtag längere Debatten statt, in denen man sich gegenseitig persönliche Angriffe vorwarf. Staatspräsident Ulrich wies es von sich, bah er derartiges tue. Dieser Vorfall veranlaß ie einige Blätter, eine parlamentarische Auseinandersetzung mit u n p arla - mentarischen Ausdrucken aus demZahre 1912 wieder ans Licht zu ziehen und den Wortgut auf Grund der amtlichen Stenogramme mit» zuteilen. Die Erinnerung daran wird den Dete^ ligten wohl nicht angenehm sein. Es hat sich nun auch in einer Darmstädter Zeitung cm Drch-
ter gesunden, der diese zeitgnnäße Erinnerung tu lustige Reime gebracht hat. Sie bemevfens^ werteste Stelle in diesem Poem lautet:
Hat wohl der Präsident von Hessen So manches ganz unb gar vergessen. Was anno 12 im Februar Om Landtag einst passieret war'- — Herr Ulrich dort als M. d L. War mit 'nem Zuruf blrtzesfchnell Auf 'Herrn Molthan zugesprungen. Als dessen Rede war vertlungen. Er rief da nämlich ungeniert:
Hat Mutter Maria das suggeriert? — Brentano - freut die rechte Hand Don Ulrich in dem Hessenland — Dies drauf: „Gemeiner Kerl!" dazwischen. Um Ulrich einen auszuwischen.
Doch Ulrich auch war gar nicht bange, Unb seine Antwort währt nicht lange: Sie sind noch viel gemeiner!" — und "Sie haben am allerwenigsten Grund!' — So ttang es damals hin und wieder In den Reih'n der freut alliierten Brüder. — Herr Ucbel nahm am Tayc drauf Gleichfalls den Kampf mit Ulrich auf.
Er hätte dumm und dreist gesprochen. Den Glauben verhöhnt — das werde gerochen. $ie8 wär' ja bodenlos gemein.
Trum sollte zerschnitten das Tischtuch fern. Wir werden Herrn Ulrich das nie vergessen! So gescheh'n im Landtag des früheren Hessen. Loch in des Radios herrlicher Zeit Ist trotz allem begraben auch dieser Streit. Es haben sich fröhlich in diesen Stunden Brentano und Ulrich und Hebel gefunden!
Sie alle auf der Regierung Thronen Einander jetzt lieben und achten und schonen. So werden die bösesten Feinde von freute 2lm Ende auch morgen befreundete Leute. — Was gäbe es bloß für ein großes Vergnügen. Wenn UUrich-Kindt-Kaul in den Armen sich liegen?--
Verantwortlich für Politik und Feuilleton: 3. D.: Heinz ® otrenj.
3n den Generalversammlungen vom 24. 4. 24 und 1. 5. 24 ist die Auflösung der Genossenschaft zum 30. 6. 24 beschlossen worden. Etwaige Gläubiger werden auf- ,gefordert, sich bei den unterzeichneten Ciqui. datoren zu melden.
f Gießen, den 30. Juni 1924.
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•• Paketverkefrr mit dem besetzten Debiet. Die fremden Zollstellen im besetzten Gebiet beschlagnahmen zahlreiche Pakete mit ju» laufsgenehmigungspflichtigen Waren aus dem unbesetzten Deutschland, weil die Zulaufsgenehmr- gung vom Absender nicht beschafft und beigesugt ist. Die Pakete werden nur gegen Zahlung einer
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Bekanntmachung.
3n unser Handelsregister Abt. B wurde freute bezüglich der Firma Scheid- Hauer & Gießing, Betriebsgesellschaft Mainzlar mit beschränkter Haftung in Mainzlar eingetragen: Direktor Fmtz Keydel in Mainzlar ist zum Geschäftsführer bestellt. _ 54276
Gießen, den 1. Zsuli 1924.
Hessisches Amtgericht.
Dienstag, den 8. Juli 1924,10 Uhr bornr.» sindet auf dem Hofe der Reuen Saferne , 54360
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* Darmstadt. 4. Juli. Die Stadtverordnetenversammlung setzte die F r e m d e n ver- kefrrssteuer von 30 Prozent auf 20 Prozent herab: ein Antrag, sie gänzlich aufzuhebsn. wurde abgelehnt. — Heber den geplanten R a t - 6«u«umbau, 6er 6icr M« »enüUcrJjefh»
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