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Kreis Schotten.

Laubach, 3. Mai. Zu 'Beginn deS «eucn Schuljahres wurden 17 neue Schüler in das hiesige Prorealghmnasium und Realschule ausgenommen- Der Gesamt» bestand der Schüler dieser Lehranstalt beträgt nunmehr 81. Infolge des Deamtenabbaues wurde das Lehrerpersonal um eine Lehrkraft gekürzt, indem Pros. Schnellbächer von hier nach Densheim versetzt wurde. In die unterste Klasse der hiesigen Stadtschule wurden nur zwölf Kinder (8 Knaben und 4 Mädchen) eingeschult. 3m letzten Jahre wurden nur 9 Kinder (5 Knaben und 4 Mädchen) ausgenommen. Es ist dies eine ungewöhnlich niedrige Ziffer, da sonst in der -Kegel 30 bis 40 Abcschühen eintraten. Wir haben hierin eine Folgeerscheinung des Welt­krieges zu erblicken, da in jenen Jahren zwei Drittel der jungen Familienväter im Felde stan­den. Im kommenden Jahre wird die Zahl der Mcschüyen wieder niedrig werden und erst im Jahre 1926 die normale Höhe erreichen. In verflossener Woche wurde hier eine Bereinigung: Kirchliche Kreis »Wohls ah rts pflege von Geistlichen der beiden Dekanate Grünberg rmd Schotten begründet. An der Spitze dieser Ver­einigung, welche alle Vereine dieser Art, den hessischen Erziehungsverein usw., zu einheitlicher Tätigkeit zusammenfassen will, steht Dekan Röschen- Freienseen, der Begründer des Hess. Erziehungsvereins, der schon Hunderte von ent­gleisten jungen Leuten wieder zu nützlichen Glie­dern der menschlichen Gesellschaft gemacht hat.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M, 3. Mai. Richt weniger als 5908mal das ist täglich fast 200mal wurde im Monat Mai die Schutzpolizei in Anspruch genommen, und zwar wegen Lleber- tretungen 2439mal und wegen Verbrechen und Vergehen 1112m<ti, Vorläufige Festnahmen wur­den durch die Beamten in 1254 Fällen vvrge- nvmmen, endgültige 771 mal. Mit Leichensachcn hatte sich die Polizei in 39 Fällen zu befassen. Außerdem wurden 25 Brandanzeigen und 151 Llnfallnreldungen erstattet.

Kirche und Schule.

k. Allendorf a. b. Lda., 3. Mai. Am 1. Mai trat unser Lehrer Adam nach 46jährigem Wirken im Schuldienste in den Ruhestand. 31 Jahre war ec an der hiesigen Schule tätig. Die Anerkennung, die man dem Scheidenden Sollte, kam in einer schlichten, aber erhebenden Feier, die in dem Klasseirsurüe des Herrn Adam in Gegenwart feiner Schüler stattfand, zum Ausdruck. Als Vertreter des Kreisschulamtes hatte sich Schulrat Fischer eingefunden, der in beredten Worten der treuen und pflichtbewußten Arbeit des Gefeierten gedachte. Im Ramen der Stadt Allendorf sprach Beigeordneter Welcker, der auch mitteilte, dah der Gemeinderat dem Scheidenden als Anerkennung für seine 31jährige, verdienstvolle Wirksamkeit einen Ruhesessel stifte. Pfarrer Jäger sprach den Dank des Schul- und Kirchenvorstandes aus. (Der Gefeierte hat 30 Jahre lang ohne Unterbrechung den hiesigen Organistendienst versehen.)

)( Hirzenhain, 3 Mai. Wie wir hören, wurde an Stelle des bisherigen, nach Dieburg versetzten Ortsgeistlichen, Pfarrer Schrimpf, Ober- hofprediger a. D. Ludwig Ehr Hard, z. Z. Pfarrer des benachbarten Gelnhaar, zum Pfarrer unserer Gemeinde ernannt. Ehrhardt steht seit 1889 in hessischen Kirchrndiensten, wurde 189s zum Hofprediger und 1905 zum Oberhofpvebiger ernannt, später erhielt er dir Pfarrstelle von Sandbach Die Pfarrei Gelnhaar soll vorläufig von auswärts rnitversehen werden.

ds. Langsd 0 rf, 3. Mat. Infolge des Per- sonalabbaugZetzes scheidet unser verdienstvoller erster Lehrer Herr Leidich, mit dem hruttgen Tage tn voller Rüstigkell aus dem Schul­dienst. 40 Jahre war er hier tätig, allezeit bestrebt, seine Arbeit und Erfahrung dem Wohle der Jugend und der Gemeinoe zu widmen.

)( Lihberg, 5. Mai. Ein besonderer Fest­tag war der gestrige Sonntag für unsere Ge­meinde. In feierlichem Gottesdienst wurde durch Dekan Schäfer der Pfarramtskandida t Koch der Sohn unseres Ortsgeistlichen, als Vikar für seinen Vater ordiniert und in sein Amt einge- wiesen. Eine zahlreiche Gemeinde füllte das schön geschmückte Gotteshaus, ein Quartett verschönte den Gottesdienst.

«Stamm, o-hne Deruf, 44 Iayve alt, Wilhelm- strafte 10; Jakob Krämer, Konditor, 55 Jahre alt, Wcidengafse 1, Marianne Löb. 4 Tage alt, Markts! rahe 4. (

2lDD. Anschläge auf fahrende Eisenbahnzuge. In letzter Zeit ist der Unfug wieder beobachtet worden, dah auf fah­rende Personen- und Schnellzüge geschossen oder mit Steinen geworfen wird. Die Täter sind meist jugendliche, noch strafunmünd ge Personen. So­weit solche in Frage kommen, hat die Reichsbahn­verwaltung sich mit der Schulbehörde in Verbin­dung gefetzt und um entsprechende Einwirkung auf die Kinder gebeten. Sie gewährt aber außer­dem, wenn ein Täter ergriffen oder so nachge- wiefen wird, dah er belangt werden kann, eine Belohnung bis zu 1000 Goldmark. Es wird ge­beten, die Reichsbahnverwaltung in dem Be­streben, dem Unfug zu steuern, weitestgehend zu interstützen.

ADV. Telegrammbestellung an Eifcnbahnrelsende. Telegramme an Rei­sende in Eisenbahnzügen, oder im Wartesaal eines Bahnhofs gelten als Telegramme mit ungenügen­der Anschrift. Für sie ist die dafür vorgesehene Sondergebühr schon bei der Aufgabe vom Ab­sender zu erheben. Behufs Zustellung sind sie am Zuge oder im Wartesaal auszurufen. Bleibt der Ausruf von Telegrammen, die nach dem Warte­saal gerichtet sind, erfolglos, so sind sie dem Dahnhofswirt Zur Aushändigung zu übergeben. Rach Ablauf der vorgesehenen Fristen werden die bis dahin nicht untergebrachten Telegramme Lurch die Telegraphenanstalt von der Bahnhofs­wirtschaft abgeholt und in gewöhnlicher Weise als Unzustellbar behandelt. Bei der Zustellung am Zuge oder im Wartesaal können auch hochzuhal­tende Tafeln mit entsprechender Aufschrift be­nutzt werden, um die Aufmerksamkeit der Reisen­den zu erregen.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag: 8 Uhr in der Reuen Aula 1. Vortrag von Prof Dr. Mucker mannDie Familie der Gegenwart" Lichtspielhaus Bahnhofstraße: -Ihr Fehltritt". Palast-Lichtspiele:Lilli".

Aus dem Stadttheaterbureau. Von morgen, Dienstag, ab 10 Uhr beginnt der freie Verkauf aller noch vorhandenen Eintritts- kurten für das dritte Gastspiel der Frankfurter Oper am kommenden Donnerstag, der, wie schon bekanntgegeben, Ambroise Thomas bekannte Oper Mignon" bringt, deren Text nach Goethes RomanWilhelm Meisters Lehrjahre" gearbeitet ist Die an und für sich überaus beliebe Oper dürste noch besondere Zugkraft durch eine aller­erste Besetzung erfahren. Als sicher Mitwirkende feien heute genannt: Elisabeth Kandt (Mignon), Hedwig Erl (Phbiine), John Gläser (Wilhelm Meister) und Adolf Permann (Lothario). (Siehe Anzeige.)

Landkreis Gießen.

L Wleseck, 4. Mai. In der Gemein de- ratssitzu na am Freitag lag ein Gesuch des Ferd. Seibert vor, der um Überlas­sung eines 11/2 Meter breiten S t rei» fenS Baugelände längs seines Hofes und drittens ersuchte. Das Gesuch muhte abgelehnt werden, da das tn Frage kommende Baugelände ?,u dem hierauf zu errichtenden Doppelhaus ge­braucht wird. Rach dem Gemeindesteuergesetz vom 27. März 1924 ist in der Entrichtung der Gewerbe st euer für die ersten 4 Monate des Dj. 1924 insofern eine Aenderung ein getreten, als die Veranlagung nicht nach dem Anlage» und Betriebskapital, sondern nach den Rohein- nahmon erfolgt. Je 100 Mk. Roheinnah-men sollen mit 80 Pf. Gewerbesteuer seitens des Staates hevangezogen werden. Der Kreis erhebt hierzu Vs dies^ Betrages, wahrend die Gemeinden den gleichen Betrag wie der Staat erheben können. Der Gemeinderat leistete sich das billige Ver­gnügen, diese ganze Steuer abzulehnen; die Gewerbetreibenden, weil sie gegen jede Ge­werbesteuer seien, der andere Teil, Om der bah zu hoch erschien. Der Dürgermristec erklärte natürlich sofort, dah er die Arsführung dieses Beschlusses aussetze. Kommende Woche dürfte die Angelegenheit also erneut auf der Tagesord­nung stehen. Die Reupflasterung deS Fvypfades im Hofe der Bürgermei» fierei mit Kleinpslaster wurde genehmigt. An Stelle des ausgeschiedenen Dr. Rein wurde Hch Kümmel III. in den Finanzausschuß ge- tnhlt. In einer irichtöffentlichen Sitzung wur­den einige interne Angelegenheiten erledigt.

Amtsgericht.

Giehen, 30. April. Rach Derbühung einer Gefängnisstrafe von 9 Monaten im Gefängnis zu Amberg war ein Pflasterer aus Düsseldorf der holländischer Staatsangehöriger ist, mittels Schubs an die bayrische Grenze nach Hanau gebracht wor­ben, von wo ec sich nach seinem Zwangspasse auf dem kürzesten Wege nach Holland begeben sollte. @r kam aber nur bis Giehen, wohin er von einem Lastkraftwagen mitgenommen wurde. Hier schwin­delte er der Frau eines Kvaftwagenführers, den er unterwegs kennengelecnt hatte, vor, ec 'habe ihrem Mann 2 Zentner Kartoffeln und 30 Liter Benzin verkauft und veranlaßte sie, ihm 2 leere Benzinkannen, die sie sich zu diesem Zweck bei einem Autohändler geliehen hatte, zu überlassen. Der Angeklagte verkaufte alsbald die beiden Kan­nen an einen Unbekannten und verbrauchte den Erlös für sich, so daß die leichtgläubige Frau ge­zwungen war, den Wert zu ersetzen. Da der An­geklagte schon vielfach wegen Betrugs und Dieb­stahls vorbestraft ist, erhiät er 4 Monate Ge­fängnis.

Ein Soldat des hiesigen Regiments hatte einem Kameraden dessen TruppenauSweisschein weggenommen und auf seinen Ramen gefälscht. Heute behauptete er, er habe dem Kameraden, der ihm vorher Bücher versteckt habe, einen Schaber­nack spielen und den Ausweis nicht behalten, son­dern wieder zurückgeben wollen. Auch habe er twn dem Ausweis keinen Gebrauch gemacht. Da sich in der Hauptverhandlung Anhaltspunkte dafür ergaben, dah der Angeklagte möglicherweise geistesschwach sei, wurde die Erhebung eines sach­verständigen Gutachtens über feinen Geisteszustand angeordnet.

Eine Witwe von hier verfolgt einen Musiker fortgesetzt mit den gemeinsten Beschimpfungen. Sie wird deshalb mit Rücksicht auf das zwischen den beiden bestehende feindselige Verhältnis zu einer Geldstrafe von 50 Gvldmark verurteilt, wäh­rend auf ihre Widerklage hm der Musiker wegen Beleidigung und Bedrohung 2 Geldstrafen von je 5 Goldmark erhält.

Drei Wege".

Ernst H 0 rneffer ist schon vor dem Kriege durch seine vielfachen Arbeiten auf dem religiös- ethischen Gebiet weiten Kreisen kein Unbekannter gewesen. Seit dem unglücklichen Kriegsende wandte er sich der philosophischen Behandlung der groben sozialen und politischen Aufgaben SU, vor die unser Volk sich nach dem Zu­sammenbruch gestellt sah. Diese Beschäftigung mit den Aufgaben der Gegenwart resultiert aus der Erkenntnis des Verfassers, dah dem Philosophen die bedeutungsvolle Aufgabe zufällt,aus der reichen Erkenntnis des Seienden das Sollende aufzurichten, die Zwecke und Richtlinien der Zu­kunft zu beststnmen und die Ziele der künftigen Entwicklung vvrzuzeichnen, in welcher Richtung das menschliche Leben umzubilden und weiter­zuführen ist". Aus dieser Einstellung heraus schilderte Horneffer in feinem ersten derartigen Werk:Erkenntnis, die Tragödie und die Wiedergeburt des deutschen Volkes" die seelischen Beweggründe unserer Riedrrlage und des Zu­sammenbruches unseres Staates und gab gleich­zeitig Voraussetzungen und Wege zu einer ethi­schen und politischen Wiedergesundung. In dem folgenden Werk:Die grobe Wunde, psychologische Betrachtungen zum Verhältnis von Kapital und Arbeit" zeigte er Richtlinien für eine Lösung der grundlegenden sozialpolitischen Probleme, die in den Kreisen der deutschen Wirtschaft starke Be­achtung fanden, so dah der Verfasser nach einem Vortrag vor den führenden Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft von den großen Wirt- schaftsverbänden zur Berichterstattung aufgesor- dert wurde, die namentlich in der ZeitschriftDer Arbeitgeber" lebhafte D.skussion hervorrief. In dem nun vorliegenden Buch*) betritt Ernst Hor­neffer das Gebiet der groben Politik. Er macht den Versuch, Wege zu weisen zur Klärung der durch den Weltkrieg und dem vom weltpolitischen wie von deutschem Gesichtspunkt genau so ver­fehlten und unmöglichen Versailler Vertrag ge­schaffenen internationalen Lage. Der fran­zösische Rationalismus ist «als einziger Trium­phator aus dem Weltkrieg hervorgegangen, indem er die internationale Idee, um derentwillen die Alliierten zu kämpfen vorgaben, nur als Vorspann für die Erreichung seiner rein nationalen machtpolttischen Ziele ausnutzte. Die um ihren Siegerpreis Betrogenen st«chen jetzt einem übermächtigen, bis an die Zähne bewaff­neten Frankreich gegenüber. Diese Lage erfordert

eine Umgestaltung her europäischen Verhältnisse von Grund auf, wofür der Verfasser drei Wege weist, die für ihn selbst noch stark utopischen Cha­rakter tragen. Aber mit Recht meint Horneffer, dah Ideen geboren, tausendfach erörtert werden wollen, um aus dem Rebel der üllopie ihren Eintritt tn die Wirklichkeit zu erzwingen, dah sie unter dem ehernen Hammerschlag der Geschichte durch die Arbeit längerer Geschlechter zurecht- gestutzt, umgebildet, geläutert, abgeklärt der Wirk­lichkeit nähergebracht werden müssen, um dem Leben an- und ein gegliedert zu werden". Mit dieser Grundeinstellung will das ganze Buch Hor- neffers betrachtet werden. Die Welt scheint ihm reif zur Sprengung der engen Fesseln der be­stehenden Rattonalstaaten, zur Verwirklichung der internationalen Idee ober nicht in Form des Völkerbundes als blohes Ausführungsorgan der Sieger des Weltkrieges, sondern in der Form eines übernationalen Bundesstaates. Den Rahmen der staatlichen Einigung sogleich über das gesamte festländische Europa auszu- spannen, ist zunächst noch zu weit gegriffen, da die Staaten des Ostens in ihrem gefunten kultu­rellen und politischen Leben mit dem übrigen Europa noch zu sehr divergieren. Aber zu einem westeuropäischen Bundes st aat sieht Horneffer in einem Zusammenschluh Deutschlands und Frankreichs einen Ausweg aus dem Di lern na, einen Ausweg, der zugleich durch Zusammenfüh« rung der großen westeuropäischen Industriezentren auch die Möglichkeit bietet, der von Jahr zu Jahr gefährlicher werdenden Wirtschaftsmochl Amerikas wirksam Paroli zu bieten. Das einzige, aber auch dem Verfasser unüberwindlich dünkende Hindernis für eine fruchtbare Ausgestaltung die­ses Planes ist der französische Rationalismus. Horneffer will aber den Versuch gemacht wissen, um der deutschen Politik die Hände frei zu geben für den /weiten Weg, der für ihn in einem Zu­sammenschluß Rordeuropos um Deutschland und England liegt: in einem germanischen Bun­desstaat, für den das englische Reich den Ra'hrnen abgeben kann, sobald die schon be­gonnene Entwicklung vorn Einheitsstaat zum Bundesstaat im britischen Reich vollzogen ift. Sollten beide, England wie Frankreich, sich dieser internationalen Idee verschliefen, nicht durch den Völkerbund, sondern den Wel t b u n d e s staa t den Frieden zu sichern dann weist Horneffer In einem in der Kühnheit der Idee wie in dem feurigen, mitreißenden Glauben an die deutsche Aufgab«, gleich monumentalen Schluhkopttel den dritten und letzten Weg zum Ziel: den Weg der Weltrevolution. Rach einer eingehenden Betrachtung unserer innerpolitischen Lage, tote fie sich nach dem Versagen der Sozialdemokratie in der Groben Koalition darstellt, stellt Horneffer die Forderungen auf, nach deren Erfüllung Deutschland die internationale Idee als revolutio­näre Waffe als ein einiges geschlossenes Volk über seine Grenzen tragen kann. Rach Mebertotnbung des Klassen staats durch denAllstaat", den Staat des sozialen Gleichgewichts, kann Deutschland im Bund*, mit einem, unserem Staats ideal angenä» harten Rußland die Weltrevolution entzünden, um mit diesem fruchtbaren, eroberungsküh-nen Staatsgedanken, die überlebten, die menschliche Zukunft zurückdrängenden Weststaaten (wenn es nottut, mH kriegerischer Gewalt) tn Trümmer zu schlagen. 1

Wer wollte diese hier nur kurz skizzierten kühnen Gedankengänge im ersten Augenblick nicht für überspannt und Phantastisch, für totgeborei.e Kinder der Atopie halten? Es gehört ein inniges Versenken und williges Mitdenken dazu, um dem hohen Gedankenflug des Philosophen folgen zu können. Der Versuch ist lohnend: Mag man den aufgezeigten Projekten auch noch fo skeptisch gegen» überstehm, reiche Befruchtung, vielfache Anregun­gen wird jeder aus diesem kühnen, mit der Glut innerer Aebeczeugung geschriebenen Buche mit* nehmen

) Prof. Dr. G. Horneffer:Drei Wege, Ideen zur deutschen Politik" tm Verlag von R. Oldenbourg, München 1924 (drosch. 4 Mk.)

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Gießen, den 5. Mai 1924.

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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gg. Fendt, Regierungsrat Th. Bertog, Generalmajor a. D. und Frau, geb. Paasche.

Dienstag, den 6. Mai, nachmittags 3V, Uhr, findet in der Kapelle auf dem Alten Friedhof eine Trauerfeier statt

Die Beerdigung erfolgt in Burg b. Magdeburg.

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Danksagung.

Innigen Dank allen Freunden und Bekannten für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und für die überaus zahlreichen Kranzspenden, ebenso Herrn Pfarrassistent Hertel für die tröstenden Worte.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden, sowie für die trost­reichen Worte des Herrn Dechant, für die liebevolle Pflege der Krankenschwester sagen wir allen unseren tiefgefühlten Dank.

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