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flung flctohmen. day dem DSNerbund noch viel zu tun übrig bleibt, ja, daß zu beiden Seiten des Kanals ganz entgegengesetzte Strömungen das Heft in Händen haben. Das gilt auch von dem britischen Labourkabinett, das Wohl bei jeder sich bietenden Gelegenheit seinen Abrüstungswillen kund tut, gleichzeitig aber dem Parlament ein ausgedehntes Rüstungsprogramm vorgelegt hat. Der Premier hat bei dieser Gelegenheit die prin­zipielle Stellung seines Kabinetts zur Ab­rüstungsfrage folgendermaßen formuliert:

.Es steht diesem Lande nur noch eine türze Spanne Zeit zur Verfügung, in dec es sich un­bedingt darauf verlassen kann, daß es nicht von einem Kriege überrascht werden wird. Wir kön­nen die Spanne Zeit dazu benutzen, um uns ausschließlich auf unsere militärische Verteidi­gung zu stützen und damit jedes andere Land zu ermutigen, sich auf denselben Faktor zu ver­lassen Wir können aber auch ein oder zwei Jahre dieser Zeit dazu verwenden, um eine von Grund auf andere Politik zu verfolgen, neben der gleichzeitig die militärischen Einrichtungen auf den unbedingt erforderlichen Kern beschränkt w-r- den. Ein Kern, der tüchtig erhalten werden nutz, und der keinen Rost ansehen darf, der nicht von Faulheit oder Zersetzung befallen werden darf. Während dieser Zeit soll dieses Land dieselbe Energie und dieselbe Entschlusskraft zeigen in der Verfolgung anderer Methoden der nationalen 'Sicherung, wie da sind Liebereinkommen. guter Wille, Verständigung, Abrüstung und Schritte auf dem Wege zur Abrüstung. Die Regierung beabsichtigt, diese Politik zu verfolgen. Wenn sie fehlschlagen sollte, dann wird unser Volk leider gezwungen sein, auf andere Erwägungen zurück­zugreifen. Ich glaube nicht, dah es einen Mann oder eine Frau in diesem Hause gibt, die es nicht lebhaft bedauern würde, wenn wir genötigt wären, auf diese andere Erwägungen zurück- zugreisen."

DaS ist eine kluge, bei aller Mähtgung, doch durchaus eindeutige Sprache, die keinen Zweifel darüber läht, wie Macdonald die weltpolitische Lage ansieht und was er tun will, um England gegen den in absehbarer Zeit drohenden Feind sicherzustellen. Der Feind, den man meinte, ist natürlich Frankreich, und das Rüstungsprogramm, das das Unterhaus gegen die Stimmen der Liberalen billigte, richtet sich gegen Frankreich. Englands Flotten bau kommt nicht an den Ameri­kas oder Japans heran. Auch hier richcet die britische Admiralität bereits ihr Hauptaugen­merk auf den europäischen Gegner und hat die Hauptmacht der Flotte im Mittelländischen Meer konzentriert. Den größten Wert legt man in Lon­don aus den beschleunigten Ausbau der Luftflotte. Das Rüftungsprvgramm des Labourkabinetts aeht noch über das Baldwins hinaus und plant 700 Flugzeuge erster Linie und einen Personalbestand .von 40 000 Mann. Die vorgesehene Baufrist von 15 bis 20 Jahren soll verkürzt werden, sobald Maßnahmen anderer Mächte es notwendig cr- schemen lassen. Das erste sozialistische Kabinett (in England denkt also in der Abrüstungsfrage nicht minder realpolitisch und national als irgend «eines seiner konservativen oder lieberalen Vor­gänger.

Auch Poincar6 hat sich von seiner Kam- ,'mer vor der letzten Kabinettskrise ein Heeres- a^formprogramm bewilligen lassen, das ohne jede Rücksicht aus die Frankenbaisse oder das noi« Leidende Staatsbudget eine Armee von 32 Divi­sionen ausschließlich aller Arten von technischen Truppen vorfieht. Davon werden 6 Divisionen, «Iso ein Sechstel, im Rheinland garnisoniert, also «von Deutschland bezahlt, um im geeigneten Öhigen- blick über uns herzufallen. Oberst Fabry, der Jetzige Kriegsminister, teilte unter starker Be­legung des Hauses mit, diese Grenzarmee habe Den Zweck, Frankreich in den Stand zu sehen, -jederzeit eine starke Schlachtfront auf dem rech­nen Rheinufer herzustellen. Tine starke ßuftflotte ainl* der Bau von Geschützen mit 150 Kilometer SrtMtoeile vervollkommnen dieses anmutige Bild, -das^das pazifistische Frankreich, das Paradies des Friedens, dem staunenden Europa heute bietet. Pomcare hat sich in die rechte Positur gesetzt, um mit seinem britischen Kollegen das Problem der Sicherheit Frankreichs und der Befriedung Eu­ropas zu diskutieren.

(Englanb und die Fortdauer der Besetzung.

London, 4. April. (Wolff.) Der dlplema- tische Berichterstatter desDaily Teleg-aph" /schreibt. Macdonald und feine Kolleger feien durch einige der Erklärungen Pvincares vom letzten Mittwoch verblüfft worden. Der fran- zöfifche Premierminister Hubs es zum letzten Male klargelegt, tast die mi li t ä rische Be s eh a n g des linken Rhrinufers ebenso wie die Ruhr be­seh ung nicht zu Ende gehen werde, bis die letzte Gvldmark von Deutschland vjsWttssWMWn.

Sin Roman aus dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik.

5. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Die Insassen des Kreuzers hatten keine Zeit, sich weiter um die Lrürnmerstätte zu kümmern. Die Schar der Angreifer, die sie wie Hornissen umschwärmten, beanspruchte ihre volle Äufmerk- famfeit.

Schon arbeiteten die Batterien des Kreuzers und feuerten aus allen Rohren. Aller Wahr­scheinlich t it nach mußte das Kompagnieschiff mit den Gegnern schnell fertig werden. Seine gute Panzerung bot ihm gegenüber den ungepanzerten Angreifern einen wesentlichen Vorteil. D ef e schie­nen sich auch auf einen ernsten Kamps nicht ein- lassen zu wollen. Sie suchten die Entfernung zwischen sich und dein Kreuzer ständig zu ver­größern, wobei sie nach alter tatarischer Kampfes- weise abwechselnd nach rechts und links entflohen und fliehmd feuerten. Ihr Bestreben ging oahin, die nahe Grenze zu gewinnen. Sie hofften wohl, daß dec Kompagniekreuzer ihnen dorthin nicht folgen würde.

Isenbrandt erkannte das Manöver. In for­cierter Fahrt suchte er ihnen den Weg zu ver­legen. Das Manöver, rücksichtslos ausgeführt, war für das Triebwerk der Motoren zu stark.

Sine Welle brach. Es wäre an sich nicht schlimm gewesen, da der Kreuzer genügend Re­serven hatte. Aber Splitter der böschenden Welle gerieten irr die Zentralst-euerung. Sie wurde un­gangbar. ES gab ferne andere Möglichkeit, als

an Franrrercy vezaylr jcl Es braüryr nicht erst darauf hingewiesen zu werden, daß diese Doktrin im Widerspruch zum Versailler

Vertrag

steht. Selbst wenn England und Amerika Frank­reichaud dem Ruhrgebiet heraus laufen wür­den", indem sie die französischen Kriegsschulden reichen und Frankreich direkt oder durch Deutsch-' land die Barzahlung vorstrecken, die Deutschland Frankreich schul.et, konnte Poincars immer noch die Aufrechterhaltung der sichtbaren Besetzung aus Gründen der Sicherheit bean­spruchen, die im Vertrag gar nicht erwähnt wird. Die Stellung der britischen Regierung sei daher schwierig. Dieses hätte vvrausgeiehen wer­den tönnen, da sie einer Regelung nicht zustimmen konnte, die sich auf Bestimmungen gründet, die im Widerspruch zu den Friedensbedingungen stehen.

Die Mieumverträge.

Berlins. April. (WTD.) cher Reichs- kohlenrat und der Reichskohlenverband kamen einstimmig zu dem Ergebnis, daß die jetzi­gen Micum-Lasten untragbar sind, da sie die Dennögenssubstanz der Bergwerke in erschreckender Weise aufzehren und die Le­bensbedingungen des Bergbaus und der Bergarbeiterschaft zerstören. Der Reichskoh- lrnrat und der Deichskohlenverband gaben der Erwartung Ausdruck, daß für die Regelung der Verhältnisse hn Ruhrbergbau nach dem 15. April eine Lösung gefunden werde, welche aus diesen unerträglichen Zuständen her­an Sführt,bevor ein völliger Zusam- m e n b r u ch erfolgt.

Das Pariser »Oeuvre" 'oefpricht die Micum- berträge. Wenn sie am 15. April nicht erneuert würden, so habe man allgemein gedacht, sei das nur ein halbes Hebel, da ja die Sachver- ständigon andere Losungen Vorschlägen würden. Pvincare sei nicht dieser Ansicht und habe des­halb den Minister Le Trocquer in das Ruhr­gebiet gesandt, damit er dortbie am 16. April zwecks Sicherung der Reparationslieferungen zu treffenden Maßnahmen" in Erwägung ziehe. Wenn man richtig begreifen wolle, so besage das, daß die Franzosen und Belgier sich mit Ge­walt die Lieferung dessen verschaffen würden, was die Industriellen nicht gutwillig hergeben. Mehr wäre dann, allerdings nicht nötig, um die Arbeiten der beiden Sachverstand igenlorn tees zu­nichte zu machen. Gewisse deutsche Blätter kün­digten darauf an, daß im Ruhrgebiet der Aus- bruch des Generalstreiks rnoa'ich fei, viel­leicht sogar unmittelbar bevorstehe. Auf die Dro­hung antworte man mit einer Drohung. Tat­sächlich seien es die geschworenen Gegner jeder Verständigung, die wieder die Ober­hand gewännen. Gestern hätten gewisse franzö­sische Blätter keinen Hehl daraus gemocht, daß sie es bedauerten, wenn das System der Sach­verständigen angenommen würde, das tn der gleichen Stunde auch die deutschen Extremisten verdammten. Die Agitatoren triumphieren bei dem Gedanken, daß vielleicht ein für allemal der /große Verständigungsgedarnke erstickt werden konnte.

DieRheinische Arbeiterpartei" und Frankreich.

Ludwigshafen, 4. April. Wolfs.) Auf der Gründertagung der rheinischen Arbeiterpartei in Speyer wurden eine Reihe Beschlüsse ge­faßt, deren Durchführung große Geldmi t tel voraussetzt. Ihre Herkunft aus französi­scher Quelle erscheint bei der geringen Mit- aliederzahl der neuen Partei als fraglos. Aus dem Programm geht zweifellos he.vor. daß es sich hier um eine Rachfolgertn der sepa­ratistischen Bewegung handelt. Zum ersten Derhandlungstag waren 42. zum zweiten 80 Teilnehmer aus der Pfalz unt> Hessen er­schienen, aber keine Dertte!er aus dem Rh Inland. Aus den Verhandlungen sind die Ausführungen eines gewissen Kunz bemalens wett, der sagte, der Blick des rheinischen Staates müsse stets nach Westen gerichtet fein. Wenn Preuß n eine Revancheidee nicht au/gebe, so müßten dte Rheinländer den Prügel auf den Buckel neh­men und gegen Preußen marschieren. Die Engländer aber wollten am Riederrhein und tn Hannover im Trüben fischen.

Die Rentenmark.

Berlin, 5. April. (Priv.-Tel.) Wie der »Berl. Lolalanz." erfährt, hat gestern abend der Derwaltungsrat der Rentenbank eine Sitzung abgehalten, an der auch Vertreter der Reichsregierung teilgenommen habsn. Gegenüber den von verschiedenen Seiten ausgestreuten Alarm- geruchten über Anterhohlungsversuche gegen die Rentenmark erklärte das Mitglied des360001=

mit größter Vorsicht den Boden aufzufuchrn und die Hemmungen in der Steuerung zu beseitigen.

Mit einem Fluch gab Herr von Löwen den Befehl zur Landung.

Verfluchti Die Kerls haben Glück! Sie ent­wischen. Da ziehen sie ab. Sie entkommen über die Grenze!"

Schwerfällig setzte der Kreuzer auf dem Boden auf, nicht weit von den Trümmern des zerstörten Häsens. Infolge der gelähmten Steuerfahigkeit mußte er auf dem schrägen Hange einer Mulde landen.

Während Herr von Löwen sofort seine Tech­niker an die Reparatur setzte, verließen Isen­brandt und Lowdale das Schiff. Mil ihrn Glä­sern verfolgten sie die am Südvsthorizont kaum noch sichtbaren Schiss.

Schade, Herr Isenbrandt, um die verpaßte Gelegenheit, den Burschen einmal eine gründ­liche Lektion au geben. Das scheint hier das Hauptnest der Luftüberfälle zu fein. Den Torpedo eine Minute früher aus dem Rohr, und die da hinten Jagen wahrscheinlich bei den andern da drüben unter den Trümmern der Halle. Ich will mir bas so geschickt gebaute Rest mal aus der Rahe besehen."

Isenbrandt hatte nur mit halbem Ohr $u- gehört. Seine Gedanken folgten den flüchtigen Feinden in der Lust. Seine Augen hasteten an der Steuerbordbatterie des Kreuzers. Infolge der schrägen Sage des Schiffes zeigten auch bie Geschütze eine anormale Lieberhöhung. Es mußte möglich sein, in dieser Stellung eine ganz außer- gewöhnliche Schußweite zu erretdjen.

Isenbrandt hatte seinen Entschluß gefaßt Ohne sich nach dem Abjutarrten umzusehen, der

mngsrar» DerJtentcnbant Htllger einem Ver­treter des Blattes, daß von irgsrdwelchen Ma- növern gegen die Rentenmark nichts be­kannt fei Die Möglichkeit einer Erschütterung ber Rentenmark vorn Ausland her bestehe nicht Die einzige Befürchtung, die man viel­leicht hegen könne, liege in einer Hergabe zu großer K c edite, jedoch fei auch in dieser Be­ziehung die weitestgehende Vorsorge getroffen wor­den. Die Rentenmark müsse und werde stabil fein.

Kleine politische Nachrichten.

In einer vom Völkisch-Sozialen Block einberufenen Wählerversammlung im Frankfurter Hippodrom, tn der der frühere Reichstagsabgeordnete Wulle sprach, kam es zu Schlägereien zwischen Deutschvölkischen and Kommunisten, in deren Verlauf es einige Ver­letzte gab. Polizei säuberte schließlich den Saal und stellte die Ruhe wieder her.

*

Auf Anordnung des Oberreichsanwalts ist das Verfahren wegen Landesverrats gegen Dr. ^eigner eroffnet worden wegen feiner am 7. August im Leipziger Volkshause und am 18. Oktober im sächsischen Landtag gehaltenen Reden, in denen behauptet wurde, daß zwischen der Reichswehr und gewissen rechtsradikalen Ge- heimvrgamsationen enge Beziehungen beständen.

Senatspräsident Sarwey beim Oberlandes» gericht Stuttgart wurde zum Präsidenten der Reich-sdifziplinarkammer in Stutt­gart ernannt an Stelle des von feinem Amte entbundenen bisherigen Präsidenten Lanbgerlchts- beäfibenten' a. D. Dr. von Zorn.

Der Weimarer Gemeinderat beschloß, die Vertrage über die Errichtung von Offiziers- und Llnteroffizierswohnungen für die Reichswehr zu genehmigen. Damit ist der erste Schritt für die Verwirklichung des Planes, Weimar zur st ä n- bigeit Garnisonsstadt zu machen, getan.

*

Der Prüfungsausschuß der jugoslawi­sch e n S k u p s ch t i n a hat die restlichen 26 Man­date der kroatischen Bauernpartei anerkannt. In parlamentarischen Kreisen herrscht die Ansicht vor, daß das Kabinett Paschitsch toirb vermutlich seine Demission geben, um dem Könige die Entscheidung zu überlassen, ob ein Arbeitskabinetr unter Iowanowis ch- oder Reuwahlen aus­geschrieben werden sollen.

Die russisch-rumänischen Verband - l u n g e n in Wien über das Schicksal Bessarabiens wurden ergebnislos abgebrochen. Die rumänischen Parteiführer sprachen sich für Wiederaufnahme der Beziehungen zu Rußland aus unter der aus­drücklichen Bedingung der Anerkennung bet gegenwärtigen Grenzen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 5. April 1924.

Der Fahrplan des Bahnhofs Gießen.

Die Abfahrtszeiten.

Richtung Frankfurt.

D 3,23 Dm., Pz. W 4,05 Vm_, Pz. 6,42 Dm., D 7,17 Dm., D 8,05 Dm., Beschl. Pz. 8,45 Dm. Pz. W 9,55 Dm.. Pz. 12,32 Am.. D 1,00 Rm. Pz. 2,45 Rm, Beschl. Pz. 3,28 Rm (ab 5.4.), Vorzug Sa. 4,39 Rm, Pz. 5,32 Rm, Pz. 7,37 Rm., Beschl. Pz. 8.31 Rm, Eilgüterz. 8,50 Äm, D 9,42 Rm., D 9.49 Rm. D 10,01 Rm

Richtung Kassel.

D (Berlin) 12.09 Dm., Pz. W 5,27 Dm, Pz. (Marburg) 6,42 Dm, L) (Hamburg) 8,17 Dm, Pz. 8,22 Dm, Beschl. Pz. (Hamburg) 10,19 Dm., Pz. 12,32 Rm, Pz. 3,40 Rm, Pz. W 6,02 Rm., Pz. (Marburg) 7,00 Rm, D (Hamburg) 11,32 Rm.

Richtung Dillenburg

D (Köln) 3,18 Dm, Pz. W 5,14 Dm., Pz. (Köln) 6,30 Dm. Pz. W (Wetzlar)' 6,58 Dm., D (Holland) 8,4l Dm, D (Köln) 8,53 Dm, Pz. (Köln) 11,25 Dm. Beschl. Pz. bis Hagen 3,15 Rm. (ab 6. 4.), Pz. (Äötn) 3,48 Rm, Pz. (Betz- berf) 5,20 Rm, D (Köln) 6.42 Rm, Pz. (Bey- berf) 8,33 Rm, Pz. (Dillenburg) So. bis Haiger 10,14 Am

Richtung Limburg

Pz. So. 5,14 Dm W 5,37 Dm, Pz. 8,30 Dm.. Pz. 10,21 Dm, Pz. W 12,32 Rm, Pz. 1,46 Rm, Pz. 3,58 Rm, Pz. 6,15 .Rm, Beschs Pz. 9,20 Rm.

Richtung Fulda.

Güterzug W bis Alsfeld 3.34 Dm, Guterz. W bis Grünberg 6,52 Dm, Pz. 8,16 Dm., Pz. 12,33 Rrn., Güterz. W bis Alsfeld 2,43 Rm., Pz. W bis Burg Rieder-Gemünden 6.33 Rm.. Pz. 7.38 Rm

»BZ r. ~*'Tai J.A1BB» ur»

auf den zerschossenen Hafen zuschritt, eilte er in den Kreuzer zurück und stieg in bie Batterie.

Der Batterieraum war verlassen. Reben den Geschützt standen die f(bußfertigen Patronen. Richt ohne Anstrengung schraubte Isenbrandt den Zünder einer Schrapnellpatrvne ab und entfernte die Ladung aus dem Geschoß. Dann griff er nach einer in der Rähe stehenden Wasserkanne und füllte das Hohlgeschoß mit dem Raß. Hetzt ließ er eine Zinntube hineinglerten und schraubte den Zunder wieder auf.

Schnell war ein Geschütz mit der so ver­änderten Patrone geladen. Gin Druck auf den Feuerknopf. Krachend fuhr der Schuß aus dem Rohr. Leicht schwankte der Kreuzer unter dem Rückstoß hin und her.

Während Has Echo des Schusses noch viel- töntg von den Bergwänden zurückgeworfen wurde, ertönte plötzlich tackendes Maschinengewehrfeuer von den Hafenruinen her. Der Kanonenschuß hatte die Besatzung des Kreuzers schon alarmiert. Sie sahen Isenbrandt neben bem Geschütz stehen unb glaubten zunächst, er hätte irach bem Flug­hafen geschossen. Das Maschinengewehrfeuer von dort ließ sie von neuem stutzen. Isenbrandt steckte die Llhr wieder ein, auf der er die Sekunden seines Schusses abgelesen hatte.

Jetzt nahm er sein Glas, um den Ursprung des Maschinengewehrfeuers zu erspähen. Lind sah mit Schrecken, wie Averll Lowdale in weiten Sprüngen über die Sandfläche hin auf den Kreu­zer zueilte Ihm galt zweifellos bas Feuer.

Verflucht! Sind doch noch einige Halunken bem Torpedo entgangen. Wir werben euch noch einmal ganz gründlich auSräuchern . . . 2D> . . . I

Rm,

Richtung Dillenburg

Pz. 6,24 Dm, D 7,14 Vm, Pz. W 7,46 Dm, O r,59 Dm, Pz. 9,34 Vm, Pz. 12.25 Rm, Pz. 2,21 Rm. Pz. 5,15 Rrn., Beschl. Pz. 827 Pz. W 9,37 Rm, D 9,44 Rrn.

D 3,13 Vm., Pz. 6,36 Vm., Pz. 7,44 Vm, Pz. W 9,31 Vm, Pz. 12,21 Rm, D 12,52 Rm. Beschl. Pz. (ab 6.4.) 3,20 Rm, Pz. 5,24 Rm. Pz. W 6,38 Rm, Pz. W 7,31 Rm, D (Holland 9,34 Rm. D (Köln) 9.53 Am. Pz. 10.38 Dm.

Richtung Limburg.

P-. 5,57 Dm. Pz. W 7,27 Dm, DeM. Pz. 8,35 Dm. Pz. 9,44 Dm., Pz. 2.13 Rm täglich außer Sa. 2,28 Äm. Pz. ^5,56 Rm. Pz. 8,23 Dm, Pz. 9,43 Am

R Ichtung Fulda.

Pz. 6.20 Dm. Pz. 7,58 Dm, Pz. 11,57 Dm. Pz. 7,34 Dm.

Richtung Gelnhau sen.

Pz. W 6,25 Dm. Pz. 7,26 Dm, Pz. 9,40 Dm. Drnz. W 1,20 Rm, Pz. Sv. 1,21 Rm, Pz. W 3.10 Rm. Pz. 7,5572 Rm. Pz. w 9.36 Am Richtung Lv l larLvndor fGrün berg

Pz. 5,29 Dm, Pz. \V 7^6 Dm, Pz. 2,37 Am, Pz,. 6,32 Am

Einttetende Aenderungen werben tn unseren Spalten mitgeteilt

Richtung Gelnhausen.

P-. W 5,34 Dm, Pz. 8,16 Dm, Pz. 1,35 Am. Pz. W 4,34 Am, Pz. 6,42 Arn., Pz. W (Hungen) 8,43 Am

Richtung Lvllar--Lvndvrf--Grünberg.

Pz. 6,13 Dm. Pz. 3,00 Am, Pz. (bis Lon­dorf, an Werktagen bis Geilshausen) 6,50 Anr.

Die Ankunftszeiten.

Richtung Frankfurt

D 3,10 Dm, Pz. W 6,25 Dm., Pz. 8,03 Dm. D 8,11 Dm. D 8,33 Dm, D 8,45 Dm. Beschl. PS- 10,13 Dm, Pz. 12,24 Am. Egz. W 2,03 Dm. Beschl. Pz. (ab 7. 4.) 3,07 Am. Pz. Sa. 3,24 Dm., Pz. 3,33 Am. Pz. W 5,41 Rm. D 6,34 Rrn. (ab 15. 4.) 5,46 Rrn., Pz. 6,54 Am, Pz. W 7,50 Dm, Beschl. Pz. 9,12 Arn., Pz. 9,50 Dm, D11L2 Dm, U 11,51 Rm

Richtung Kassel.

» »

** Wichtig für die Geschäftswelt Das Polizeiamt weist darauf hin, daß auf Grund des § 105 b Abs. 2 der Aelchsgewerbeordnung am Sonntag, 6. Ap r i l, für alle Geschäftszweigt des Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb in offe­nen 'Verkaufsstellen und die Beschäftigung vor Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern von 11 Llhi vormittags bis 6 Llhr nachmittags zugelassen ist. Am Pcilmsoimtag (Landes-Buß- und Bettagl bleiben die Geschäfte geschlossen.

RDV. Dte Fahrpreisermäßigung für Iugenbfahrten. Die vielfach verbreitete Rachricht, baß die Reichsbahnverwaltung beab­sichtige, die Fahrpreisermäßigungen für Schul­fahrten. gemeinsame Ausflüge von Studierenden. Fahrt en zu Ferienkolonien umd solche im Dienste den

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Georg Isenbrandt preßte die Lippen zu­sammen, Er sah Averil Lowdale zusammensucken unb fallen.

Hastig eilte er nach unten. Aber alS er die Dordtür öffnete, kam ihm der Adjutant schon entgegen. Er preßte mit der Linken den rechten Arm fest an. Eine starke Blutfpur bezeichlvete seinen Weg Sein Gesicht war blaß. Keuchend stand er an der Treppe. Mit kräftigen Armen hvb ihn Isenbrandt Hinern. Während er bie Tür hinter ihm zuschlug, prasselten bie ersten Gewehr­kugeln gegen den Schiffsrumpf.

Gott sei Dank, Herr Hauptmann! Ich fürch­tete das Schlimmste, als ich Sie stürzen sah Die zertretene Viper sticht noch. . . Kommen Sie! Sie werden sofort verbunden werden. Hof­fentlich ist die Verletzung nicht allzu schwer."

Er geleitete Averil Lowdale zu -Herrn von Löwen, Ser bem Verwundeten feine Hilfe an ge­deihen ließ und den Arm sorgfältig bandagierte.

Ich bin fein Doktor von Profession, Herr Hauptmam'," sagte er lachend,aber ich Kran Ihnen doch mit _ einiger Sicherheit sagen, baß der Schuß ungefährlich ist Immerhin wirb er Sie für ein paar Monate dienstunfähig machen Vorerst legen Sie sich ruhig in meine Kabine. Mein Kollege In Wierny wirb bad Weitere über nehmen."

Isenbrandt sah auf bie Llhr.

»Ist ber Maschinenschaden noch nicht behoben?"

Sofort Herr Isenbrandt Es kann sich nur noch um Minuten handeln."

In zwei Minuten müssen wir fertig fein!" Warum?"

(Fortsetzung folgt)