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ß-ellten, ohne 3ufTtd)t xn daverr. cwe neue om- timg im "Banfgetocrbe yi erlangen. Der Deutsche tBanfbeom t en <Bc nein als bk Berufs Vertretung -aufrnäimischer Bankbeamten warnt daher die Ätern der zu Oft em 1925 zur ©ntfaflung kom­menden Schüler, für diese eine Lehrstelle im flfanflaetDerbe an^ime&mcn, da auf Jahre hinaus bte Mogltchkeilen des ForttommeTrs im Dank- getoerbe austerordentlich schweige, wenn nicht gar t>6Uig unterbunden sind.

Dutzendfahrfcheinheste aus der Eisenbahn? Der Deutsche AuSfchust für Dor- rntverkchi »fragen hat bei br Hauptverwaltung der Deuifchen Rcichsbuhn-G s llschaft die Einfüh­rung von Dutzendfahrfchünhesten für 12 Doppel- sahrten beantragt und diesen Wunsch damit be­gründet. dah Wochen- und Monatskarten nur von solchen Reisenden cw-genuht werden könn­ten, die In der Haupt- und Gefchafi-zentrale tätig feien; für die Mitglieder des Hausstandes in­dessen seien die Zeitkarten unrentabel infolge ihrer hohen Kosten und beschränkten Gültigkeits­dauer. Durch die AuSgabe von Dutzendfahrschci- nen würde ferner ein Anreiz geschaffen, den Dor» ortverkehr öfter in Anspruch zu nehmen, so dah die Fahrpreis-rinastigung durch starke Frequenz wieder au6g g ichen w ird:. Di Haurwettvaltung der Deuis«chen Aeichsbahn-iAesellschaft hat bal­dige Prüfung der Fr ge zugesichert.

Aus dem Siebener StandeS- amt-register. G» verstorben in der Zeit vom 15 bis 30. Rovember: 17. Aura König, geb RofalSfy. 51 Jahre alt Hofmannstr 11. 18. Jo­hanne- Schneider. Dapaarbeiter. 76 Jahre alt, Frankfurter Strafte 148 22 Katharine Fischer, geb Keil, 32 Jahre alt. Weferstratte 8. 24 Mar­garete PociS, geb. Fritsche, Witwe, 79 Jahre alt, Frankfurter ©trabe 7; Michel Anstett, Sifen» babnarbeiter, 33 Jahre alt, WUHelmstrahe 51; Helmut Wiener, 2 Wochen alt, Lahnstrabe 3. 27 Thristine Melchior geb. ©paar, 61 Jahre alt. ßicbigftrabc 64. 28 Johannes Opper, ohne Beruf, 69 Jahre alt, Licher ©trabe 74. 30. Emilie Schmidt, ohne Berus. 73 Jahre alt. Weserstr. 6

Der Klei st abend am D.enstag abend, veranstaltet von Slse ©peckhardt im ©ing- saal der Oberrsalschule. gab der le der ve bältnts- mäbig kleinen Zuhürerfchar ein lebendiges Bild Der Persönlchteit e.nes unterer tragifchsiei Dich­ter. Wit anerfennen»toerlem Mut stel.te bic Der- «nftnUertn in den Mittelpunkt des Abends dte , Pen tbesi leck«. die an das Derständnis de- Hörers fcchi hohe 2lnforberungen stellt, aber ande.er- 'seits sich zweisellos immer mehr alS daS Hervor­ragendste und Ebacakteristllchste von Kl ist» voll­end ten Werken durchsetzen w rd. wüh.ead man sie früher ihrer gärenden Wildheit wegen allgemein verwarf. DaS Irre und Wirre des Kleistschen Leben- wurde von der QJeranftalterm in ihrer Einführung gut gestaltet, wie auch ihr Dortrag Kleistscher Gedichte da» »Letzte Lied" schien allerdings nicht immer ganz richtig erlabt zu fein und von ©zmen der »Penthesilea" die ungeheure Dynamik Ktelltscher Dlchtung glänzend Bum Ausdruck brachte. Qlar hätte man in Bez^g auf die Auswahl auS der.Penthesilea" gewünscht, bat) auch wenigstens ein Stück aus der Liebes- szene zwischen der Titelheldin und Achill gebracht worden wäre, die eine der schönsten L.ebess^enen bei" deutschen Dicht.mg überbauet darstellt. Man hätte dafür rubig einige der übrigen Beigaben deS Abend» fallen lasen können, obgleich die Kompof ttvnen von Walter Eschborn, sein Klavierspiel und der Gesang von Adolf Erl en- bach zweifellos an sich beachtliche Leistungen waren. Alles in allem jedenfalls ein sehr erfreulicher Abend, der ein praktisches Beispiel dafür gab, bafi es durchaus möglich ist, auch unsere schwierigsten Dichtungen dem Dollsempfinden nahe zu bringen. -tj-

Vornolizen.

TageSkalender für Donners­tag. Stndttheater. 61/4 Hbr: ..Liebfrauenmilch". SPD. 8 15 11 br Liebigshohe: Dortrag über .Der grobdeutsche Gedanke". Bund Haus und ©dyule, 8 Uhr Johannessaal: Familienabond. Hess. Dilderbühne: Jackie Coogan.

D i e Demokratische Partei, so schreibt man uns, hält morgen Freitag, 5. Dez., abendS 8.15 Uhr. in der Turnhalle ihre letzte öffentliche Wählerversammlung ab. Es werden sprechen die Herren Professor Dr. Fritzsche, einer der besten Köpfe in der Demokratie, und der bekannte Schriftleiter der .Frankfurter Zei­tung, Dr. Artur Feiler, Frankfurt. (Siehe Anzeige.)

Landkreis Gictzen.

y Aus dem Dekanat Gieben, 3.Dez. Der Bethel-Film, der in Gi.'ben drei Tage lang in sechs Dorführungen gezeigt wurde, hat seine Rundreise durch bic Landgemeinden deS Dekanates (Sieben ange treten. Er wird in Alten-Duseck, Beuern, Reiskirchen, Rödgen, Annerod. Klein-Linden. Leihgeste.n, Giosten- Linden. Allendvrf (Lahn), Laig-Göns, Wieseck, Treis a. d Lumda, Al^end^rf (Lumda). Daubrin- gen. Mainzlar. Lollar. Staufenberg vo. geführt werben. Der Besuch ist dringend zu empfeÄen

0- Groben- Linden. 3. Dez 5i Per fönen st andsaufnahme ergau für tmfc c Gemeinde ei :c ortSoorwe ende Deoölverung v>n 2344 Personen gegen 2211 im Oft bc - 19 9. An Geburten sind in diesem Jahre bis jetzt 53, an Sterbefällen 23 und an Trauungm 16 zu ver­zeichnen. Troy der Fülle ihrer Jahre erfreuen sich n.ch verhältrism t> g g iter. ja bester körp> r- licher und geistiger Rüstigteil u'ete ältesten Gemeindeglieder Ludwig S um !i. tMai 1837). Ludwig Belten V. (F-bruar 1838), c»ls noch tätiger Fel geschworener der be 'e und Zu­verlässigste Kenner un erer ©cmorhingsberbn It- n.s'e Katharine Luh !September 1S39), Eli aoethe Schneider (Januar 183?) und Geort Goldmann (Ok.ober 1840). Don gleicher Rüstig! it bnnht t uns ter CH onist Pfarrer Eh.ist an August Hoff­mann in seinem Düu-lein zur Feier des h eigei Reformationsfestes im Lahre 1817: »5e b l b r bejahrteste Mann von Groseitlinden, ein Greis von 82 Jahren Raths)ch sie Jost Best, und seinem Alter nach bem vori -,en Cubclfe :e vor allem am nächsten, war frlft.g-n Sch Utes und laut ein stimmend in ben Ge ang an meiner Seite von A fatg bis zu ®n?e miigesrgm (in dem gemeinfanen Zug Lurd) die Strafk-t nach der Äirdy'c: Bezüglich brr Einwohnerzahl sch d:i derselbe Ehr n.ft- »Dor 200 Iah en (lolc) bei es sich die Zahl lämmtlichcr <hri ,li >cr Li^woh er von Grote .Lnbcn beiläufig ani! 350, vor 100 Jah- ren (1717) auf 470, jetzt (1817) zählt Eros- nlinden 807 Seelen. Rach bi Jem Maas stabe fort re- schlossen kann die G.münbe b s z»m r.ächste.i Ju­biläum (1917) wohl auf 1300 Seeten anwachscn." Bei der günstigen geogra>hi ct)en Lage der St ad t Grohen-Linden (seit 1616) an der groben

Derkeyrsttra-x Me den-Frankfurt, die sie aönt cmceren Gemein E, ihres He maüaies «des ÄIre- bachtales) voraaShat, und durch bte inbuftr* lic Entwicklung auch m unterer Gemeinde ist öide Dovaus age weit übertroffen tccr ei.

< Wieseck. 1. Dez Im gutbesetzten groben Saal von Braun DetanftnUeU gc icrn ebtna, 1 ach einer Aus ühcu?g am Ra Hm it lag für die Schul- ugenb, u.i'et Wa rtburgverein unter Mit­wirkung das Frauenchors einen wohlg - Iimgenen Fa m i l lenaben d Dieser trug un­ter fernem bewährten Dirigenten, L«ch er ©toll, mehrere Lieder b.mmter Proben aus ben Schätzen t«S alten Dolksliedes. meisterhaft vor Den üb- riaen musikalischen Teil bestritt ein Orchester von ®(ebener Freunden. In einem unser Dolk an den allen Germanen meffenben Originalvortrag mit Gesang lArthur Prell), deck ernsten Zeitbilo Daterlanbes Rot und Hoffen" (I. Fritze) und dem Dolksstück in 2 Akten .Moberne Räub r" (R. Genenncher) zeigte der Derein gute Gaen seiner Mitglieder auf dem Gebiet des Düh. en- fVieles unb der Deklamation. Entzückend war der mit lieblicher Anmut ausgeführte .Tanz der Rosenelfen' (S. D. Hosmann» Anfpraä-en hiel­ten ein Mrtglied der (Siebener B. D. J.-Druppe und. in Dertretung des erkransten Ortsgetstl'chon. Pf-vrafistent Schulthels-d leben. D m Au - schub für tirchliche Jugnrbarb?it lp ah Kiv-.e - Vorsteher Oswald bvh rz genswe tc Wor.e A 1 der ©chunbkampfoffens.ve des Reichsverbarrb.s ter ev 3ungmänncrbu 2>: b.teiligtcn fitz di A >- wesenden u. a durch Annahme einer Smschl.e- bimg. die an bas Reichs Ministerium bes Innern in Berlin und in Abschrift an die Schunbkampf- stellc des Oslbundes ebenba geschickt wird. Sie ve langt angesichts des erneuten A nvach' ns der Schund- und Schmutz iicrutur die Schaffung e.nes Gesetzes zurDekämpfungdes Schmud- zes in Wort und Bild, sie bittet das Reichs­ministerium dringend, dafür besorgt zu sein, dah bet vor 3Va Jahren eingereichte Gese^entwurf alSbald dem neuen Reichstag vorgelegt wird.

eu. Beuern. 3. Dez. Rachdem als erste die Demokratische Partei eine Wahlversamm­lung abgehalten hatte, in der Fortbildungsschul­lehrer H u f aus (Sieben über die notwendige Fortführung der Erfüllungspolitik und Erhaltung bet Republik sprach, hatte die Sozialdemo­kratische Partei für ihre gut besuchte Der- fammhmg Dr. Strecker zum Redner. Eine Dis­kussion fand nicht statt.

'Beuern, 2. Dez. In bet ©ntcraloer* fonrmliing des DolksbilbungsvereinS. über die wir am Di.mstag schm kurz b richt ten. wurde auch ein Arbeitsplan für ben k>mm.n en Winter auf gestellt und über bi? 2Irbc t in letz en Dereinsjahr b.richtet. Die Mi gl e. erzähl bett, gl gegenwärtig 250. Don Dorträgen des lehren Jah­res seien besonders erwähnt: Assessor Bocher von der Grünberger lanbwirtschafllichen Wi itet» schule überKal kdüngung auf Wielen- und Ackerland", Herr Büttner V)N (Sie­ben überAberglauben. Hexerei und 3 au berwesen" Dr. Müller von Gieben über ^Funkwesen" (Radio), Lehrer Schmoll von Elpenrod über »Fremdenlegio n", DolkS- fchriftsteller Hch. (Hau m a n n von Ranz hausen überSang und Klang in Lieb und Leid" und andere mehr. Mehr als 30 Teil- rtebmer der Jugendabtellung beuchten unter Füh­rung von Lehrer Rau die Edertallperre, Kassel und Wilhel!nShök)e. 3m komme B n Ja ;r wird die 3ugenbc»bteituig unter b r gleichen Führung nach Thüringen wandern. Der Errichtung einer Wanderersparkasse wurde zugestimmt, so dah jedem Reiset.ilnehmier jetzt schcnr (Setejenbeit ff'* geben ist, für die vorgesehene Wanderung ®.> sparnisse anzulegrn. Dom Kr i3amt (Sieben tourte einbetrag v n 8 Mk. üb.rwi>sen zur Färderang der Dollsbibliolhek. Aus der Dereinska^se ge­nehmigte die Gei.eralversammlung Wei cre 50 All.

Kreis Ariedberq.

2$. Dad-Rauheim. 2. Dez. Die Wellen des Wahlkampfes schlagen schon irich mc r so hoch, wie in den ersten Wochen. Eine getobte Interesselosigkeit und Müd.gleit Hal in den breitesten Schichten der Bevölkerung Platz ge­griffen. Die Versammlungen der letten Tage waren schwächer b.sucht, als die voraus^ g ;n^.- ne.i Derstmimlungen. von denen wir verichteteu Der Derlaus war ru'ng, zu nennenswerten Aus­sprachen tarn es nicht. In der Kommunisti­schen Partei sprach vor s.-hr f htoach bcsuchlcr Txrfammlunj der Ca.ü>tag&ibg. Dr Greiner, der vor allem die ablehnende Haltung seiner Partei zum Dawesgutachten zu rechtfertigen suchte. In der zweiten Wählrvers.-mmlung der Deutschnationalen Dolkspartei de- hondelte Dr. Lenz-Eiehen die wichtigsten Po­ll.iichcn Fragen, wäh.-en) Freiherr von Forst- nc r persönliche Erlebnisse und Eindrücke aus der Kriegs- und Rachkriegszeit schilderte. Don zwei öffentlichen Derfammlungen, die gestern abend flallfanben, war die des Zentrums noch am leidlichsten besucht, während die Rationalsozialistische Freiheits­partei für diese ihre zweite Dersammlung nur wenig Interesse fand. Das Zentrum httte Mi­nister von Brentano als Redner g.wonnen. Der Redner der Rationaltezialist m war Haupt- mann Fleck. In den Orten der Umgebung b.gegncn d e Wechlv r ammlung-n rur rcrini e n Interesse. So war, wie wir erfahren, am Sonn­tag in dem groben Ort Schwalheim eine demokratische Dersammlung nur von 12 Personen besucht, ein kommunistischer Redner ,b:r gleichz llig in einen an"terei L ka'e sprach, hatte noch tre-iger Hörn? In dm La d- or'en sind vorwiegend der 'Baiembu b und dir S^zraldemokratie, daneben auch noch bi1 K mmu- nisten in gröberem Ma e durch Wahlversamm­lungen werben) tätig gnve ex Die a deren gro­ben politischen Parteien sind bis jetzt auf d m Lande wen ger hnev rg t eten. S ellung zu bei bevorstehenden Wahlen nahm auch ei e rech! gut le u-tte Der'ammsung des Hausbesiyerver eins, in der Architekt Ric 0 laus - Gieben einen längeren Dort 101 über wichtige 2a 'erfra­gen hielt und die Hausbesitzer zum Dch'ub er­mahnte, nur der Partei bte Stimme zu gebm. die für die freie Wirts chaf t eintre e An der A.s prache b teiligte sich auch der Dorfichende des Eieb ner £aifbe t'ertxTei s Laun 5 pach. Es ist i em Dortrag S- und Mufjkoer- ein als ein grobes Derdienst anzurechnen, dah er wählend der Wintermonate für gite Un e - Haltung Sorge trägt und damit nicht nur der Einto hner'chaft. knbern auch den noch anwe er­den Kur rasten Etu iden toirfliber E Hou g und wahrer Erbauung bietet. So hat der Deröln in drei Kammermusikveranstaltungen, bte als Morgenfeiern im Kurhaufe statt­sanden, die sämtlichen Beethovenschen Sonaten zur Ausführung gebracht: die letzte zog am Sonn­

tag eine anseyMtMe öemvmPc an.Nein Andacht ben groben Werken des Meisters lauschte. Die Feier err ichte ch en Höhepunki mit der Kracher- 6onate. Die aus:uhreicden Kunstl r. Kon-errmei- fler Otto Drumm unb ÄaxlLnci ler R 0 len­st 0 ck Dom Landeslheaterorchester in Darmstadt, führten in Vollendeter Wei e in das Reich Beet- H.DenS. Der da.kbare Be.sall. den sie ernteten, trat wohlverdient Die Kammermusikaul ührun- gen waren ein Ereignis im mullkaliscchen 2t.cn unserer Stabt. Die nächste Beranslaltung des DortrazS- unb Mu^ikvereios i t ein D 0 rtrag , der sicherlich auch einen reichen Kunitga ub bieten wird. Prof. Paul © ch u b r i n g-HMrnvver wird in einem Lichtb.ldervortraz über .Die FreSken Michelangelos in der Sixtinischen Kap eite zu Rom "sprechen. Zugunsten eines zu errichten- Kriegerdenkmals für die im W ltkrioge gefallenen ©ohne un erer Stadt veranstaltete die Bereinigung ehemaliger 116er einen Unterhaltungäabcnb Gin schö es Programm b t beite Unterhaltung D r Ge'an^verem .Fr hinn" unter ßeiai ig von Lehrer W. Bechtolshei- mcr erfreute mit einer Reihe trefflicher Chö c, von denen .Der FremderÜL^ionär' von Marx und .Den Gcfall nrn" von F. Wendel von t es- ergreifender Wirkung toanen. Diel Ank ang fanden bte von Mitgliedern der Itereinigung. gut cinfhibiertcn Tboterstückchen .Die Schwiege - mutter im Scl-ilderhaus' und »Herr Leh er. ich muh mal raus!" Der D rsitzenbe der Der^-in.gung ©tubienrat Dr Ä n i e r i e m .hielt eine gebamen» reiche Ansprache. Für ben Dcnkmalfonds wird ein schöner Grundstock gelegt worden lein, denn die Turnhalle war bis zum letzten Platz gefüllt und eine Tombola brachte anschnliche Erträge ein.

Krcis Schotten.

§ Ulrichstein. 2. Dez. Gestern wellte eine Kommission von hier, bestehend aus Bür­germeister, Pfarrer, Dertvetern von OrtS- und Kirchenvorstand, in Frankfurt a. QH.; das dor­tige Diakonissenhaus beicht ein Geläute genau in der Tonlage wie cs bte Gemeinde jetzt an- schafsen will. Durch besonderes GntgegorkommLn wurde das Geläute vorgeführt und befriedigte sehr, so dah jetzt in dieser Sache weitere Schritte unternommen werden können.

Kreis Alsfeld.

>4 Alsfeld, 3 Dez. Stadtvorstands- sihung. Mitteilungen: Der Dorschende gab be­kannt, dah am Donnerstag, 4. Dezember, in Treysa eine Besprechung der zuständigen Bürgermeister-i tt. decDe lehrsorganisationen und der Landrate von Ziegenhein, Kirchhain mit ben Oberpostdirektionen Kassel und Darmstadt wegen Errichtung von Postkraftwagen­linien stattsinde. Zur Erörterung statrden dre Linien AlsfeldReu stabt undTrehsa Alsfeld DcvS Kreisaml AIs,eld und die Stadt Alsfelb seien zu der Besprechung eingeladen. Ein Gesuch der Hugo Stinnes-Riebeck- Oelhandelsgesellschaft wegen Errich­tung emer Strahentankstelle für Benzin wurde für ben Platz Ecke Mamzer Tor und Schnepfenharn gegen Zahlung einer noch zu ver­einbarenden Platzinjete genehmigt. Derschtedenc Mtetverträge für Bewohner in städtischen Häusern wurden genehmigt Eine Reklama­tion der Holzfirma Geb r. Wallach we­gen Heranziehung zu den Stradmbaukosten für die Erbauung der Hochstrahe wurde zur nochmaligen Prüfung, insbesondere nach der rechtliche Seite, an die Bau ko mm iss ion zu rückverwiesen. Ver­schiedene Kreditüberschreitungen für die Herstellung unb Anlagen an dem neu geschaffenen Sistetch wurden genehmigt. Aus Antrag des Bigevrdneten D 0 g e l e y erhält ber Teich den 07 am enSvlenteich" mit Rück­sicht darauf, dah er in der Olähe der städttschen AnlageIn den Erlen" liegt. Ein Gesuch um Schadensersatz von Kartoffeln durch etn- gebrirngeneg Wasser im Keller eines Bewohners der Fuldergasse wird der allgemeinen Konsequen­zen wegen abaelehnt. Die Reuregelung der Dienstraution des Stadtrechners findet ihre Erledigung dahin, dah man sich mit einer Sicherang^übereignung seiner Mobiliar­einrichtung im Werte von 2000 3000 Mk. be­gnügt. Rach ben beseitigen gesetzlichen Obestun- nrangen muh eine Kaution gestellt werden. E r- bauung einerHalleaus dem Fe st platz. Zu den eingereichten Bauplänen hat das Hoch­bauamt Alsfeld verschiedene Abänderungsvor­schläge gemacht, die der Daukommission brachtl'.ch erschienen. Demzufolge bJchloh man nachträglich, noch ein Podium in die Halle einzubauen, bas zur Dorführung von lebenden Mldern ufto. dienen und auch als Tanzboden OZerwendung finden kann. Mit ben Arbeiten für die Erbauung der Halle ist begonnen worden. Dabei teilte der Dorsihende verschiedene ^Submifswnsblüten" mit, d e bei der Feststellung der Angebot? für die Erd- unb 'Beton­arbeiten vorgekonnnen feien, die Angebote seien von 10 000 bis 21 000 Mk auseinandergegangen. Die Ausführung der Erd- und Obelonarbeiten wurde der Gesellschaft für Beton- und Eisenbeton­bau in Giehen übertragen. Dersch ebene Rechnungen wurden ohne Debatte genehmrgt. In ntchtöffentticher S huttg wurde ein Aus- htlsSsicherheitswächter angenommen.

Äreis Wetzlar.

eu. Wetzlar, Heute fand in Göts Garten die Dekorierungsfeier deS D. H. C. Wetzlar statt. Der Dorsihende, D. H. C.-Bruder Eiden konnte nicht nur die zahlreichen hie­sigen Gäste begruben, sondern auch solche der Rachbarztoeigvereine von Butzbach, Hüttenberg, Puseckertal, Cumbatal und vom Taunusllub BraunselS. Die bolbene D. H C.-R adel hat­ten sich 6 Mitglieder durch ihre eifrige Beteili­gung an den Dereinswanderungen erworben: diese Auszeichnung erhielten die D. H. C.- Schwestern und -Brüder in besonders feierlicher Weise überreicht. Ein auserlesenes Programm sorgte für eine gute Unterhaltung. Hervorzuheben sind die DortragSstücke (Lustspielouvertüre, .Un­ter dem Lindenbaum. Potpourri aus der Oper .Dec Troubadour") der Wetzlarer Mandollnen- oercinigung unter ber Leitung von H. Zieg­ler. b e 2tezitatio en Dr. Wamsers - B.hbach und Dorträge des D. H. C.-Dichters Gg. H e h- Leihgestern aus feinen Dichtungen. Eine flott» gefp lke Cbereite .Liebe diplom ttien", erntete starken Dttf-ell und machte den Spielern. Mitglie­dern des D H. C. Wetzlar unter ber Leitung von D H. C -Bruder H edd erick). alle Ehre. Ein Heiner Ball beschloss die toürbtg verlaufene Feier.

Hcsscn-Rassau.

K. Frankfurt a. M.. 1. Dez. Die hiesige Ortskrankenkasse zählt 176003 Mitglie­der, von denen ungefähr 3,6 Prozent die ftän- biae Krankenziffer bilden. Diese 6300 Personen bedeuten für die Kasse eine sehr starke Belastung,

da sich der Ätxmtenftonb des vorigen 3atref z. D. auf 3000 Personen hiall Infolge des doppelten KvantensdmdeS sind dte Ausgaben für Krankengeld, ärztliche Plleac und Arzneünittel so hoch, dah die Kaffe in den letzten Monaten erhebliche Beträge aus ihren Reser­ven entnehmen muhte. An eine Herabsetzung der Beiträge, dte augenbttckllch 7 Prozent bt* Arbeitsverbienstes betragen, ist daher nicht zu denken, da schon so das Defizit eine» Mo­nat» über 1 00 000 Mark hinausgeht. Die Kaste führt ihre schlechte Lage aus die all* gemeine wirtschaftliche Lage xuruef. da immer noch sehr viel Kurzarbeit herrscht) besonders sei bic DersicherungSgrenze bet einem monatlichen Einkommen von 200 Mark zu niedrig bemessen, da jetzt wieder viele Angestellte durch neue Ge­haltserhöhungen ausscheiben Zunächst toerben daher bte DeitragSleistungen der frei­willigen Mitglieder, die 14 Prozent des Gesamlbestandes auSmachen. erhöbt werben da diese einen verhältni-mästig (ehr niedrigen Beitrag zahlen. Dabei ist statistisch nachgewiesen, dah besonders die weibllchen freiroilhgen Mit glieder dte Kasse viel stärker belasten, al» die Pflichtmitglieder. Don Wichtigkeit ist besonders die Tatsache, dah am 1. Dezember eine neue Derordnung ber Reichs reg.erung in Kraft tritt, wonach in Zukunft keine Erwerpslosenbeiträge zu zahlen sind für die Hausangestellten, die in bic häusliche Gemeinschaft des ArbettaederS auf genommen sind.

Der Ornat des allchristlichsn Kaisers.

Dortvag Professor D r Delbrücks im Ober» hrsfischen GeschichtSverein.

Herr Professor Tr. Delbrück wies zu Beginn feines Dortrages über den Ornat de» alt- christlichen Kaisers darauf hin. bah im Gegensatz zu früher bte byzantinische Kunst, die durch Jahrhunderte als starr unb üb rlHeben nur 1 ,4er dem Gefichiswuckel von Dorurie.len l<l räch­tet ttTurbe, etwa feit der Mitte des vor.gen Jahr­hunderts immer mehr an Wertschätzung ge­wonnen hat. Heute ist ste wi senschastlich allge­mein anerkmrrt. Den Anfang nimmt die byzan­tinische Kultur bei Dickletian. der eine DeS^otin mit sorgfältig abgestus'.em büret ati chem B.am- t.mopparat von ur.geh.uven Machtbefugnissen au»- bildet, eine Staatsform, die sich ub.frafch.nd dauerhaft zeigte Die Stellung des Herrscher» wurde durch ihn in der Psychologie der Rlassen durch wirksame Sicherungen veranfert. Durch fingierte Derwcindtlchast waren alle Kaier mil- etTxxnber verknüpft, je er Kaier wurde al» ver­körperter Gott verehtt. dn ausgebit'etes Hof- zeremoniell erzog die Dien'chen zu sklav.tcher Er­gebenheit gegenüber dem Fürsten. Diolletian war es auch, ter zu dem juwelengeschinncktet Purpar- lleid zuerst bi? für später so charak erifllsche S icn- binde aus foftbaixm Edelstei cn den Dorlcmfen der Krone anlrgte. Al» dann unter Kon­stantin dem Groben bte cnbgült .ge Ausei «n-t«r- setzung mit dem Chttstenchlm fam. muhten die psychologischen Sicherungen unter ständigen Kom­promissen umgrtilöet werden. Ain bte Stelle der Beziehung zu den hetdnischen .Kaisern trat jetzt bte Fiktton ber Rachfolge der Könige des al'en Testamente». Dtvid unb Salomo werden tn bh- zai t inischer Kaiser ttacht abgobiltet, der Kaiser- fbrer heibt direkt der salomon-stche Thron. Der Karter konnte zwar nicht mehr aU Gott verehrl tocritn. ab?r in ber Sprache ber Bilder erscheint dafür Der Himmel nach dem Muster bes Hofes umgestaltet. Selbst Chttstu» wird mit den Insig­nien des Kallers dargestellt, doch ist die An­gleichung nie Drtlftänbtg. Ent'prcherd wer­ben die Erzengel in der Tracht der Kronprinzen abg^b ret, die Marien bilder sind oft von b^nen byzanttnllcher Kaiserirmen kaum zu uirterfchell'en. Die Pracht des Hofes, die ungehmer auf die Masten wirkt, wird bi« zum Iahe 1000 unauf­hörlich gesteigert. Man geht von der Tracht der Zeit aus, die für Männer die bi« zu be:< Knien reichende rockattige Tunika, einen Gürtel unb eine Fibula als Gewandschluh vorschre bt. Die Frauen tragen ihr Haar in Ueberzügen aus Sei^e ober Retzwerk. Heber der engen Tunika Halen sie noch die weitere Dalmatika. Um ben Hal» li'gt ein juw-leageschnrückter Kragen. Der Äa fer- ornat paht sich rle'er z tt'genöllischen Trach- an, ober In den kostbarsten ©tosten. Purvurseide, Purpurleder. Leinen mit Goldstickerei w-wer dem Kaiser überhaupt allein Vorbehalten. Rui auf die Frauenwelt war ein derartige- Kleiderver- bot auf die Dauer nicht aus^ud-hnen. Typisch Hnb ferner bte kostbaren indischen Edelsteine unb der ungech uerliche Pe^lenluxus. Die © eine wer­den meist nicht in Facetten geschliffen, aber so vom Grunde abgehoben, dah die Farben zu reicher Geltung kommen. Don den Kronjutoelen ist noch viel erhalten. Be'vnders tn Benedit be­finden sich wunderbare Edelsteme die Im vierten K^euznig geraubt worben sind. Im K iege trägt der Kaser einen Juwelen Helm mit einem Busch au8 Psauc-nfedern. im Frieden ein Diadem au» den kostbarsten Perlen unb Edelsteinen. Auch Fibel und Schuhe Tinb mit gttvastigen Perlen au »gestattet. Ein etwas anbc^eS Diadem trägt Kai'erin. baw den 3)nix?'erfragen. In den Mantel rft ein Rosenmu^ter ei^gestickt, das nur sie allein tragen darf. Der TBrt dieser Eitel­stem» ist auf mtnbestens 100 Millionen Gol^frank zu schätzen. Aus maat*en Abbildungmt ist auch nnch ber Rand des Mantels der Kallerin mit nudgrosten Perlen be'ett. Wie sich cm» fjtjan- tinllchen Dich'ern erfen-en labt, must ber Ein­druck oll Meter Pracht üdrowält'genb gebeten se'n Am Schlüße des von zahlrnchen Lichtbilb -rn be­lebten Dortrages zeigte der Referent noch zwei neue, bllanders bemerkenswerte Bilder nich'bh »anttzni'cher antiker Monarchen. Das eine ist eine Büste Al Zanders des Grosten au» Dergkristall die aus leinen letzten Reg'erungSm'>naten stam­men muh. das andere ein tounbenr Cer Türki en» köpf aus Florenz, der Aua»istuS darstellt. Dem Dortrage dankt reicher Beifall.

Dr. Waldrach t.

GkschSfttichcr.

Weihnachtssorgen und Weih­nachtsfreuden. Zu den Weihnachtssorgen gehört die Frage, wie man bei ben teuren Dutter- vreisen Kuchen unb Weihnachtsgebäck Herstellen soll. ES bietet sich hier aber ein vorzüglicher Ausweg durch Derwerrdunq der neuen Feinkost» morgarnc ».Schwan im B'auband", welche llch gerade für Backzwecke befonber» eignet. Kuchen und sonstige Weihnachtsbäckereien geraten mit ihr ebenso gut wie mit Butter. Der wesentlich niedrigere Preis der ,,Schwan im Dlauband" gestattet aber erhebliche Ersparnisse und di?» verursacht Weihnachlsfreudel