Der Wahlkamps.
Deutsche Demokratische Partei.
2m Montagabend sprach in einer gutbe-- suchten öffentlichen Wählerversammlung Frl. Hilde K o r e l l. die Tochter des bisherigen Reichstagsabgeordneten. Ihr App^l richtete sich besonders an die Jugend. 3n ihren Ausführungen streifte sie die Frage des Dürgerblocks in ablehnendem Sinne und berührte dann auch die Aufwertungsfrage. Der Rednerin wurde grober Beifall gespendet. Als zweiter Redner sprach Fabrikant Dr. Georg Büchner. Er behandelte ebenfalls die Frage eines Bürgerblocls und erwähnte hierbei, das) die deutschen Konservativen (die Deutschnationalen) mit den englischen Konservativen nicht , zu vergleichen seien, da letztere demokratische Konservative seien. 3n diesem Wahlkamps bedeute jede nationalistische Stimme eine Stimme für Moskau. Der Redner wandte sich dann wirtschaftlichen Fragen zu und polemisierte gegen die Politik der Deutschen Bolkspartei im allgemeinen und die Dr. Stresemanns, im besonderen. Er legte dann noch die Stellung der Demokratischen Partei zur Aufwertungsfrage und zum Reichsmietengeseh dar. Die sich an- schliehende Aussprache brachte nichts neueS.
Wirtschaft.
Vom Weltgetreidernarkt.
Die technische Handhabung des Geschäftes an den deutschen Produktenmärkten erfährt mit dem Beginn dieser Woche insofern eine wesentliche Aenderurrg, als am I. Dezember das handelsrechtliche Lieferungsge-' schäft in Getreide und Mehl in Berlin w edrr auf genommen wird. Mit dieser Tatsache scheint sich zu ergeben, dach die trüberen Formen auch Des Getreidemarktes wieder in normale Bahnen kommen, was um so notwendiger erscheint, als Die Preisgestaltung mehrfach stark bceinflubt war Durch die älnmöglichkeit. für spätere Termine Geschäfte abzuschliehen und Angebote abzugeben. Es hätten zweifellos starke momentane Schwankungen an den hiesigen Produktenmärkt n vermieden werden können, wenn die Möglichkeit eines Ausgleiches zwischen dem zeitlich und für spätere Lieferung vorhandenen Angebot und dem zeitlich und für spätere Wochen bzw. Monate zu erwartenden Bedarf bestanden hätte. Es zei 'ei sich , bei Aufnahme des Termingeschäftes allerdings be- i veits leichte Schwierigkei en, die erst im Laufe , Der Zeit überwunden werden können. Hierzu ge- : hört in erster Linie die Frage der Vertrauens-- , Würdigkeit der am Handel betellig en 3.rtere.sen- len. Wenn z. B. eine Firma von einem Kommissionär für eine Menge von 15 Tonnen Getreide für unbedingt sicher gehalten wird und ein entsprechendes Engagement für April-Lieferung eingrgnngen wird, so besteht doch immerhin Die Möglichkeit, dah diese Firma mit anderen Kommissionären ähnliche Geschäfte abschlieht und Dadurch ihre Verbindlichkeiten weit über ihre Bermögensverhältnisse hinousgehen. Erst durch Die praktische längere Handhabung des Termingeschäftes und die hierbei Wiedw gemuhten Erfahrungen wird sich dieser Vei-k.hr wieder ganz eingebürgert haben, der um so wichtiger ist, als dann am Berliner Marct eine Konzentration des Getreideverkehrs fowchl für das momentane als «ackch, was noch wichtiger ist. ftär das Zeitgeschäft erfolgen kann.
Die Marktverhältnssse waren in der letzten AZvche. waZ den Weizen anb ?t ifft etwa? un lar. Am.rikanische Hausse-Ansätze g .angten bal w e Der zum Stillstand, zumal aus den La Pia.a« Ländern in den eurfoäi chen Cinfuh-stvaten vermehrte und niedrigere Offerten Vorlagen. Es kamen dabei in der Hauptsache Dezember-Abladungen in Betracht, für die unter normalen Ver-- hältnissen höhere Forderungen als für solche Ver- schiffüngen gestellt wurden, die erst zu einem folteren Termin erfolgten Die australische Ernte scheint sich sehr befriedigend zu gestalten, so dcist dieses ßanb gegenüber Kanada, das einen ge e über dem Bor.ahr wesentlich geringeren Ern e- ertrag aufweisen dürfte, als beachtenswerter Kon- kurrenzfaktor auftreten dürfte. 3n Deutschland zeigten sich im Mehlgefchäft a 'ge 'über der b s- herigen stillm Lage g rn e Anzeichen einer Bi- serung,, veranlaßt durch Käufe von feiten des Konsums.
Die rote Kaschgar.
Roman von Fedor von Zobeltih.
L. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)
Alexe öffnete eine Tür. „Tritt ein," sagte sie. „ich woch'le nur rasch das Kleid . . Er war im Ar xitszimmer d<r Ae ftsii. Ein Blah- g Löschern hinter den hohe-i Fen ter i del Er e- bnus tat den ülntergang der He b.tso.me kund. Hellmut stieg in den Erker. Lieber die forbgen Wipfel des Dergprrrks slost Las Abendrot. Auch die Ebene dahinter lag noch in warmem Lichte, Dunkelblau rundete der Tannenwald sich zum Horizont, darüber gleist 'e cin Funkeln, ein Punkt nur, so hell wie der Abendstern. Es tm • die Scldspitze am Kirchturm des HerrnlMterdvrfs Kappietsch. Hellmut trat zurück in das Zimmer, einen mächtig n Raum, mehr Hrr.e ge.nach als Boudoir, mit hihei Büä)erch Lntnn oh de ge- prestlen Led.rtopüe, d-er rie ige <5 hreibtilch bedeckt mit Papier n. auf niBr gen Regalen Al en^ stöste, dann wieder geteilt iur i) japanische Wandschirme, d e Menge v rsch e en .er Polstirm bel und überall an den Fenstern und am Hochsitz Des Erkers blüh mite Blumen. Ties Zimre war wie das Symbol einer geistigen Mifchehe, aber männlicher A.b tsw.lli und nachgebmde Weiblichkeit lagen doch nie hier im Kampfe.
Die Tür zum Rebergemach flog auf. „Enl- fchuldige," sagte Al?xe aus der Schwelle und rief zurück, es galt dies der Zofe. „Lee. Fo seine, und Pcrtw>ein! . . .“ Sie irrig jetzt einen gestepp- len Kimono und dnL wundf. schöne gschblonve Haar locker aufgesteckt. „Willst du rauä-en?" fragte sie. „Alfo nicht. Dann lege los mit deinen Reuigkeiten."
Sie wairf sich in einen Se'fel, und Hellmut nahm ihr gegenüber Platz. „Sind es Rcuiglei en für dich?" antwortete er. „Seit W.-chm s r.^t man schon von der seltsamen Mariage. Aimie Lexe, ich weist, es trifft dich mitte r ins Herz.'
„Loch nicht, mein Lieber. Du speist auf Ter gangenes an Dir g gc über habe ich keine Scch u vor der Wah heit Gert und ich und die f(< i e Sreye, wir ttwen einmal gut 'Freund m t ammen. Er ein langschl ik. izer Beng l, ich sch n ein iuiu.ee ^Lacksiich und Freye das Blümchen im 'Terborge-
• Berzinfüng der Rvggenrenten- briefe der Roggenrentenbank A.-G. Die Einlösung der am 1. 3arruar 1925 fälligen Halbjahreszinsscheine der von der Roggenrenten- bcrnk A.-G., Berlin, herausgegebenen Reihen 1—XI ihrer bprozentigen Rogg-rnreickenbr i-efe, richtet s ch nach dem Berliner Mittelprfts für märkischen Roggen in der Zeit vom 15. Oktober bis 14. Rovern der 1924. Dieser beträgt 10,56 Rm. für den Zentner. Demnach entfällt auf den 1 Ztr.-Dries eine Verzinsung von 2* l/2 Pfund Roggen = 0,26 Rm.. auf den 10 Ztr.-Brief eine solche von 25 Pfund Roggen = 2,64 Rm. usw.
* Die Goldbilanz der Felten & Guilleaume A.-G., Köln-Mülheim. Die Goldmarkeröffnungsbilanz des Untemebmeirö wird cer am Donnerstag stattfindenden H.°D. vorgelegt werden. Sie ergibt einen lleberschust des Vermögens über die Verbindlichkeiten von 63 Mill. Mk. Das Grundkapital der Gesellschaft wird auf 60 Mill. Gm. durch Herabsetzung des Rennbetvages der Aktien von 1000 auf 300 Mk. umgestellt, Der gesetzliche Reservefonds mit 3 Mill. Mark dotiert.
• Fuchs, Waggonfabrik A. G. Heidelberg. Das Geschäftsjahr 1923 24 schlicht ab mit einem Qü^ingzannn von 2 053 869 Bll. Pm, Der einem Wertb.richtigungskontv zugeführt wird. Die Verwaltung glaubt, Last das Unternehmen d e jetzt für die Waggonbauindustrre herrschende Ädfe ohne gröbere Schädigungen überstehen wird. Die gleichzeitig zur Vorlage gelangende Cröft. nungsbilanz per 1. 3uli 1924 sieht eine Herabsetzung Der Stammaktien und Vorzugsaktien CiL A von 156 Mill. Pm. auf 4 Mill. Gm. sowie der Vorzugsaktien Lit. B von 10 Mill. Pm. auf 60 OOO Goldmark vor. Verpflichtungen erscheinen mit 442 789 Gm. Unter Aktiven betragen Außenstände 325 675 Gm.
• Mansfeld A.--G. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, Der am 18. Dezember ds. 3s. statt- findenden G.-V. Die Ermähiganz des Aktienkapitals im Verhältnis 20:1 vorzuschlagen.
Frankfurter Abenddörfe.
Frankfurt a. M., 2. Dez. Der Um« schwung, Der in dem bisher lebhaften Verlauf des Dörsengeschäfts brr its mittags .erfolgte, prägte sich im Abendverkehr etwas ichä-fer aus. Die Kaufbewegung am Aktienmarkt ist zum Stillstand gekommen, und damit haben auch die Kurssteigerungen ihr Ende g funden. Reu einsetzeiide Ren isationen der Spekulation betoirf.en weitere Rückgänge, die bei den groben und führenden Werten bis 1 Billion Prozent erreichen. 3m allgemeinen aber waren die Kursveränderungen sehr gering. Am Montanmarkt setzten sich die Abbröckelungen fort, teilweise kam es zu schärfe en Rückgängen. Der chemische Markt war etwas gehalten. Rur ver.'inz lt erfolg en hier neue Abschwächungen. Am Clektr markt kam es zu mä° stigen Abschwächungen. Der Bankaktienmarkt lag ruhig bei faaim veränderten Kursen. Völlig lustlos verkehrte Der Anleihemarkt, die Te:idenz zeigte gegen Mittag keine nennenswerten Veränderungen. Deutsche Anleihen: Kriegsanleihe 790, Zprozentige Konsols 1100, ^Pari Schätze 0,7, 24er Schätze 0,48. Auslörrdiche Renten: Goldm xikaner '(Aeustere) 33,50. Bankaktien: Barmer Dan.verein 1,45, Kommerzbank 5,95, Darmstädter Bank 11,8 bis 11,7, Diskontokomm-andit 16, Dresdner Da ick 7,9, Mitteldeutsche Kreditbank 2,1, Reichsbank 62, Oesterreichische Kreditaktien 10,6. Chemische Werte: Badische Anilin 25 75, Chemische Griesheim 23 65, Sch foaanstatt 19 50, Elberfelder Farben 23,75 b.s 23 45, Th. Goldschmidt 20. Höchster Farbwerke 23,75 bis 23.50, Holzverkohlu g 7,8, Chemische Rhenania 5 50, Rutgerswerke 16,25. Elektrowerte: AEG. 9,9. Licht und Kraft 7,95, Lahmeyer 12,15, Mainkraft 10,2, Reiniger 2 25, Schuckert 54. Transportwerte: Rordd Lloyd 3.6, Schantungdahn 2, Bast.more 55,50 Sonstige 3.n- buftrieaftien: Kl her 2,4, Rcckar ulmec 7,25, Karlsruher 3.5 Dyckerh>ff und W.dmann 4 25, Hoch- und Tiefbau 1,85, Lechwerke 13,15, G.br. Jung Hans 12, Miag 1,6, Rh jmnetall 9.25, Chemische Mainz 10. W-tzst und Freytag 3.05, Badischer Zucker 3,4, Offsteinzucker 3,4. Auch bei Schlust Des Abmdverk hrZ hi lt die schwache Strömung bei ruhigem Geschäfte am.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Giestener Anzeiger".)
Berlin, 2. Dez. An der heutig?n Börse gestattete sich bei Eröffnung des Verkehrs Das Geschäft sehr lebhaft Doch zeigte sich für den in Den letzten Tagen sehr stark favorisierten M o n -
neu, das sie noch Hute ist. Rrtürlich waren wir beiden Mäd l rechtsch.iif,en in den 3üngli g verschossen, und ich zeigte es Uy.n auch nach Art verli bter Wäfot^uöe •, inöes Freye er nur verschämt gu.renDe Zähmling blieb. Damals lagen die Güter ja dicht nebeneinander, im Ländchen tvar der ganze Ad l ver iopt und verschwägert, man sah sich alle Augenblicke, und das 3ü- gvoft fand immer Gel. gen heft zu gemeinfan e n Stelldichein in e:n m L-ec Parks. Das sind Kürdeegefch ch- ten, aber Hafteng btiebere Motive der Kindheit werden ost genug in späteren Jahren wieder lebendig, to.-nn iuche.rDe Lnsti tte sich zu Erkenntnissen ausgewachsen haben ..."
3osesine t ug j tjt i en Tee <iuf, das 0'efpräch fora g zu El i gültigfeiten über Die Zofe i eck e Den Tisch mit flm.ee Hon), erlöschm eZ Son e -> ttcht warf letzten Glitz wschein über das Sftfts- lilbrr und färbte Den Wei r in Der Karaffe rubinrot. 3ndes Alexe das Glas Hellmuts füllte und behutsam Den Tee aufg st, fuhr sie fort:
„Wäh.end Der Bonner S udienzeit Gerts sahen wir uns selten. Aber sahen tot: uns, zur Weihnachtszeit oder in Den Sommerferien, so flammten Augen und Herzen. 3d) war noch ein Dummchen, voller Reu gier de nach älnbekanntem, uitd mitten in der Entwicklung imponierte mir an Gert eigmtlich nur sein ra'siges ‘2Ieu ere uitd sein Sichgeben, das ich für austerorDen lich vornehm hielt und Das im Grunde genommen eigentlich höchst albern war. 3ch steckte inrme." nvch in Den Backfischschuhen. Das Sinnliche war animal s \ die Beobachtung kindisch. Abw ich veriatz ihn :ncht, ich sehnte mich nach ih.n, und da ich nun hetanwucis, verstärkten sich in mir Die Gefühle, und da dichtete ich ihr in beimndxn E unDen an.“ »DaS l-at er doch nicht verdient,“ sag.e Hellmut und lo-chte.
„Re n. es traten erschreckende Verse, immerhin Abfall-verte Meines Emvfinde-s 3rz^i ch n machte er sei e Examina, nah n ein 3ah- Sp ch- urlaub, trieb sich in Der ganzen Welt unthrr und kehrte einrs Tages als ein Me.rsch zurück, Der durchaus ein anderer war, als Der Held meiner Träume."
öie b.1- mit Den eilggftüg'en blanken Zäh en ein Btskutt an und nippte an ih.em Teo.
» TTXW’ nicht mehr Der ZkorpssMdeitt, er
tanmarTt heute etwas geringeres 3nteresse, obwohl gerade Die oberschlesischen Werte anregend insofern lagen, als die lausenden Schulden der irrduseriellen PInterm-hmungm in langfristige Kredite umgewandelt sind. An Der Spttze Der 11m- sätze stehen Clektropapiere, von Denen AEG. ftaif gefragt waren. Auch chemische Werte waren etwas bevorzugt und l:bhafter. 3m g.vhen und ganzen zeigte Die Bewegung an Den 3ndustrie- märften heute mehr Denn je, dast die Spekulation sich stärker Den im Kurse niedriger stehenden Werten wieder zuwendet. Das Gebiet der bei« mischen Renten lag wieder schwächer. Der Geldmarkt ist urrverändert, tägliches Geld ist mit 3/s Pro Mille angeboten. Am Devis en« markt lag die Mark unverändert. Der französische Franken ist weiter fest.
Dörsenkurfe.
(Ohne Gewähr.)
Frankfurt a M
BerNn
Schluh. Kur»
SdjlufH-. Abend» böese
Schluh. Kui»
Scbluhk. Mittag» börft
1. 1?.
2 2.
1. 11.
2 12.
5"/o Dkllklkve 3tttd)Mnfrt!)e
L,8-
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0 83
0,795
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Deutsche Wertb. Dollar-Ant bto Doll.-Schatz-Srnrrttos-
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151,5
Lommrrz- und Prlvat-Bonk
8,9 >
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12,38
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12
Deutsche Bonk........
12
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12
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—
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15,90
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10
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—
Schuckeck............
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54
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54,65
Siemen» & HalSke ......
—
61,38
61,>0
Adlenvecke fileott ......
2,43
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2,3
2,5
Daimler Motor«. ......
-
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Heyligrnstaedt ........
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•
8,0$
8,3
Frankfurter Armaturen . . .
•—
—-
—
flonferoenfabdr Braun . .
—
0,85
Metallgesell chatt Frankfurt.
16,45 1.7
*■
1,5
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Sc^u^iabckk Herz . , ....
2,1
,38 2,7.
3
2,9
Zellstoff ®<uubof.....
9 75
10,20
Znckersabckk Frankentbal . .
Zuckerfabrik Wag hänsel
3 70
3.25
8 40
—
E
Zur R o t i z: Die Berliner Wertpapler- Dorfe notiert nach folgenden Grundsätzen:
1. für Aktien und Ante le, a) dte noch nicht auf Goldmark umgestellt sind, in „ReichSmalft für 100 Papiermart", b) die bere.ts auf Grld- mark umgestellt sind, in „Reichsmark für ICO ©olbmarr*;
2. für festverzinsliche Werte, a) soweit sie nach der bisherigen Rot.erungsart über 15 M l- liarden Prozent notierten, in „Reitzsmark für 100 Papiermark", b) soweit sie b i s 15 Milliarden Prozent nach Der bisherigen Rotteruugsart notiert sind, in „Reichsma^ck für eine Million Papier- mark", c) 8—15 Prozent Reichsschatzanweisungen „K" von 1924 in „Reichsmark für eine MllltardL Papiermark";
war aus Der gebügelten Schablone heraus, er hatte an Prallkraft gewonnen, er war auch rück-, sichtsloser geworden in der Wiedergabe seiner Ansch-vuung 'n. He'.lmut. heute f h? ich ihn wieder in onDerem Lichte und weist recht wohl, was bei ihm Habitus ist und was tiefer Sitzendes. Aber Dont.113 machte Die ilmforntu g seines Wesens doch einen starken Eindruck auf mich, ich empfand manches Widrrfpruchsv lle an ihn als eine (Steigerung seiner cklrteilskraft, schlost von der Raschheit kfocr Lmrulse auf ein reges inre= res Leden und bwurrderte seine Fähigkeit, sich nie von .Stimmungen h n reisten zu l<vs en, anbei er- leits sorgfältig zu pslegnn. Er war für mich nicht mehr ein H l'tenire.ä, sondern ein Vorbild in Der Kunst, das Leden gswisfermahen zu oe.- periönlichen. 3nt"?fcrn habe ich von ihm g lernt. 3ch lernte von ihm Die Kluch ftt Des Eg ismus, die sich mit febcrnDer Sch.ilieg amteit den Dingen a.'^upassen versteht."
Helnmt nickte. „Richtig," sagte er, „das hat er heraus — und ist es nicht eigentlich beneidenswert? Ülebrigens dünkt mich, dast ich zuweilen Lücken in seiner Ichsucht beobachten konnte. Da; n nämlich, wenn die Gefo-lllucht an chre Stelle tritt — wenn er mit Selbstlosigkeit kokettiert."
"2^. Hellmut, das ist wahr — und ein solcher (Efagungsanfall hat auch ihn und mich getrennt. Wir flauten schon einmal vor Der De lvbung — tofo da kam das törichte Duell zwischen Onkel Hova und Elstern dazwischen."
, > ^uke Dir," warf Hellmut ein, „dast ich noch
heute über den Grund zu dem Zweikampf im unklaren bin. Wenn man in Den Sechzigern steht, bflegt man es doch nicht mehr so eilig mit Den Schiestp u^eln zu haben."
„Gewist nicht, aber Die beiden alten Herren standen ewig miteinander auf Dem Kr egsfuh. 3<b glaube, auch Pol tisches hat mitgesprochen. .lebensalls ging der Zank im Landtage los und tourbe auf dem Adelstage fortgesetzt. Selbstverständlich hatte Onkel Ho-a nich, die Ab cht, seinen Gegner zu töten. Ein banaler Zufall len Le die Kugel."
,.3ch erinnere mich, sie traf Den linken Lungen- Hügel. Bei einem jungen Wann wäre schnelle H'lfe vielleicht von Erfolg gewe en, der alte El- ! stem starb unter Den Händen des Chirurgen."
3. für die fostverMSllchen wertbeskändkW» Anleihen, die bisher in „Mark für eine Goldmark" notiert wurden, in „Reichsmark für ICO Godmark";
4. für die Anleihen, die auf Dollar Lauten in Prozenten;
5. für Die nach Sachwert verzinslichen spfenfr briefe und Schuldverschreib-ungen, Die bisher tfl Billionen notiert wurden, in „Reichsma.^.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt cu M. >
(Fn Sötiltonen Mack auS^ednickt- 0uenu»«Btrt<. Bonbon, Hw hort, Japan. 1Rto bt Ja.-ckro für eine Elndrtt. UMm en» Budapest für 100000 Ciubentn. alte« übrige für 10b Liu bette»)
Telegraphische Auszahlung.
Da n t n otea
i. Dez-'r. .
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Repartz
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Amtliche Jioucr i > ।
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Brief
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22,71
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Cf ft- adgest
6.9 6
6,935
6,91
6,83
voll
voll
Trag - . . .
12,19
12,63
12,58
12,62
voll
voll
Budapest.
8,635
6,6,5
6,63
6,68
voll
voll
Tuen.-LireS
', 9,
1^3
1^95
V99
voll
voll
Bulgarien
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2, 65
8,058
8,165
voll
voll
stapan .
'«io de Jan
1,61
1^)26
1/18
1F22
voll
»oll
C.491
t^96
0^L4
C,48u
voll
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6,105
6,12.
6^105
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voll
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Lissabon . ■
18,48
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Belgische Noten . »
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Englische Noten. .♦•••!« tzramösische Noten ...... yolländtsche Noten ......
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18,16 1'9.74
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Ut-'lienische Noten ......
13,20
18,30
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(Norwegtsche Roten......
61,8-
12,21
voll
Deuisch-Oesterr ,4 >00 Krone»
6,50
6.97
voll
Rnmäntschc Noten......
2,11
2,13
voll
Cchwrdtschr Noten ......
112,69
80.8t» 67.31
1'3,25
61,28
voll
Schivetrer Noten .......
voll
Evantsche Nokeii . ......
57,59
voll
Tschechostowaktsche Roten . •
1k, .
12,60
voll
Ungarische Noren . . •
6,64
6.U6
voll
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „©ießener Anzeiger^.^
Frankfurt a. M., 2. Dez. Es wurden notiert. Weizen, Wetterauer 20,75 bis 22,75, Roggen, inländischer 20,75 bis 21,75, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26,50, Hafer, »inländischer 17,50 bis 21.50, Mais (gelb) 21 bis 21,25, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 35 bis 38,25, Roggenmehl 31,25 bis 34, Weizenkleie 13, Roggen- kleie 12 Mk. Tendenz: ruhig.
Berliner Pröduktenborsr.
Berlin, 2. Dez. Der ProDuktenmarkt lag im allgemeinen still und das Geschäft konzentrierte sich auch heute auf den Ternnnhandel. Jan rar- roggen 230 bis 2271/2, Februar 2381/«. März 241 bis 239i/2l Apiftl 2435, Mai 249 bis 248, also durchgeh-Ärd abgeschwächt. Svnst lagen Dte Ro- tienuigen gegenüber gestern fast unverändeft. GS notierten je 1000 Kg.: Weizen (märt) 218 b4S 223, Roggen (märt) 207 bis 211, Gerste (märt) 220 bis 246, ®erfte (neue) 190 bis 200, Hafer (märt) 165 bis 175, Hafer (ponrm.) 155 bis 166, Mais (1000 Bln.) 205 bis 208, Raps 400 bis 405, Leinsaat 410 bis 420,; für je 100 Kg: Weizenmehl 29.50 bis 36.50, Roggernnehl 28.50 bis 31.50, Weizenkleie 14.00, Aoggenlleie 12.20 bis 12.40, Dikto riaerbsen 30.00 bis 32.00, Heine Erbsen 22.00 bis 23.00, Suttererbfen 19.00 bis 20 00, Peluschken 16 00 bis 17.00, Ackerbahnen 20.50 biS 21.00, Wicken 17.00 bis 18.00, Lupinen (blau) 12.00 bis 13.50, Lupinen (gelb) 15 50 bis 16.50, Serradelle (alt) 11.00 bis 12.50, Serradelle (neu) 16.00 bis 17.50, Rapskuchen 16.00 bis 16.50, Leinkuchen 25.50, Trockenschnhel 8.80 bis 9.20, Torfmelasse 8.50 bis 8.80, Kartofjelflocken 18.30 bis 19.00.
Tabletten
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I „3a — und Da begann Der Arnschwang in @>ert._ Mit Frau von Elstern, sie ist ja auch eine weitläufige DerwanDte von uns, war von Dem Augenblick Des Todes ihres Gatten jeder Verkehr unmöglich. Groh-Ponar war für sie da-
I LNörderhaus. Aber Gert fand oft Gelegenheft. sich heimlich mit Freye zu treffen . . Lllepe üxjt bisher sitzen gcblbb n. 3hre Finger hasteten mit gereizten Rerw:n über Die A.mpolster. Lieber das Gleichmah rhrer schönen Züge, stolz bn Schnttt und sehr vornehm unter Dein Bewußtsein ih er einsamen ilnangreifbarfeit, huschte Dfo Rück« foiegelung wechselnder Eindrücke, Die auch 2;cgi, Schatten, Funken und Erlö'chm lmrch das Du: fk (Sifengrau ihrer Augen trieb. Lind Dann fuhr sic jach in Die Höhe. Sie 'sprang auf wie ein auS Der Rast gejagtes Pantherw ibchen, und in Der weidwundem Herzen entquellenden Erregung stürzte sie Die Worte übcreinanDer und schnellte sie wie Pfeile von den Lippen.
„Hellmut, wir waren einig — Gert und ich, wir waren einigI Freilich, wir wollten noch toat> ten, bis er angestellt war — einfach aus praktischen Erwägungen — wir wutzten, dah man Die frühen Heiraten Der jungen Diplomaten nicht gern sah — und Da wir einig waren so brauchten, wir auch feine Lieberstürzung Ich war elternlos frei, hatte keinerlei Rücksichten zu nehmen — Onkel Hora toufjte noch nichts von unsrer Liebe und wenn er sich für seinen Sohn auch sicher' eine reichere Partie wünschte, so war doch tausend gegen eins zu wetten, dast er sich fügm würde, trenn Gert fest b^eB Warum blieb er nicht fest? AlEyst bu, -5cn Dad ist es, was mir qualvolle Rächte berettet hat, Di^e Frage nach Dem Wa-
,5. m!£ uoch heute ein schwer zu lötendes Ratet rst. Denn ich glaube nicht Daran — nein, t daran, dast so plötzlich in seinem Herzen ern Llmschla; kommen konnte! Was ist -tenn Freye. Weiht Du, wie Gert selbst sich Iie Musterte? Sie sei im Komödien- p.et des Lebens die ewige Sentimentale — fc !cifte er und Rührseligteit fog ibn nie. Sie ist ouco in ihrem Aeusteren Der Typus Der Sentimen- slCTL ,.my Oem Himmelblau ihrer Augen und re^^b:gkeit ihrer Formen. D,>s ist nicht EeftS elchmack Wie tarn es also, bah er um ihretwillen mich auf gab T"


