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Mittwoch, 3. Dezember 192$

)ayrgang

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vniS mt6 Deting: vrShl'lcht Universitälr-Vnch- »nd Skinöruderei R. fange in Sietzen. Schrifileiiunq und Scichäsisftelle' Schnlittatze 7.

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dessen die Beschlag na hme des deutschen Eigen t u ms während de; ^gi g s mlolgte. Ob­gleich aller Voraussicht nach der Antrag in dieser Session schwerlich mehr zur Sprache kommen wird, ist Hawes' Schritt doch als erste offizielle Kundgebung Amerikas nach Kriegsende zu betrachten, die die Eigerttumsfrage in einem dem deutschen Iittevesse günstigen Sinne auf­greift.

Aach einer Drahtmeldung aus Wofhington ist das amerikanische Staatsdepartement bereit, die gegen Deutschlarrd erhobenen Schaden-Ersatz­ansprüche von 4 Milliarden Goldmark auf 1,26 Milliarden zu ermäßigen. Die Summe soll aus dem Betrag der deutschen Jahresleistung be za h l t Karden Die B e- sahungskosten Amerikas bleiben unverändert auf 1 72 Milliarden Goldinark festgelegL

Die Fundierung der französischen Schuld. Paris, 3. Dez. (WB. Funfpvch.) Eine Aachrichten-Agentur gfaubt aus Wash.i gtm m I den zu können, daß die amerikanische Schulde 1 Fundierungs-Kommission in Weberei 7stim.nu.: g mit der Ansicht des Weihen Haises dec Mei­nung sei, Frankreich günstigere Bedin-

zu nehmen. Die Wirtschaftsverhandlunzen wer­den durch diese Abreise der Sachverständigen der Schwerindustrie tetn eilet ^Unterbrechung erfahren. Für heute ist eine Vollsitzung der bei­den Telegationen unter Hinzuztehimg dereisen - verarbeitenden Industrie in Aussicht genommen. Tie gestern abgereisten Sachverstän­digen werden in spätestens 14 Tagen zurück sein.

-Die Pariser Blätter enthalten über den Stand der Konferenz einige Angaben, die den Schluß zulassen, daß der bisherige Verlaus der Be­sprechungen auf französischer Seite offenbar befriedigt hat. In^eisen herrscht die Meinimg vor, das) die Beauftragten der deitt- schen Schwerrnduftrie in der F rrmulierung ihrer Vorschläge sich bisher von tpeoiinischen Erwä­gungen haben leiten lassen. .Motin" und3our- nal" behaupten iibere.nsttmmend, daß die Deut­schen auf weitgehendste, die Kohlen» imd Eisen- Produktion sämtlicher Märkte umfassende Ab" machungen hinaus wollten. Auf französischer oette tonnte man mit Rücksicht auf die Industrien Englands und Belgiens den deutschei Anregungen nicht so leicht folgen. Die deutschen Sachverständigen, schreibt das ^Journal", haben im Dei l'.ufe dec Besprechungen die Richt g eil des fiauzös scheu Dtandvunkt.-S eingesehen. Ih.e Auf­gabe ist nun, die Magnaten de de tfJjcn Schwer­industrie zu überzeugen, um dem Abkommen prak­tischen Wert zu verleihen. Zu dies mi Zwecke sind sie nach Berlin gefahren.

Die deutsch-ruM^n hindrß- vertzagsverhaliölungen.

Festhalten am Außenhandelsmonopol

MvSkau, 3. Dez. (Lil ) 3n den deutsch- russischen Hand l:veit a',?txrhrnd'unZe:i versucht man einen De -.rag zustande zu bringen, der etwa die Mitte hält zwischen italienisch-russ scheu und englisch-russ -sehen Verträgen. Die deutsche, Der- tvehmg hat verschiedene Fragen nach Berlin ge­richtet, die besonders durch die russisch? Fvrde- rnng aus zollfreie Einfuhr von Ge­treide und anderen Lebsnsmitt ln nach Deutsch­land notwendig getnorben sein fr Im. Die RMfen fordern ferner bestimmte Zusich Zungen hinsicht­lich der deutschen Zollsätze Die Verhand­lungen werden voraussichtlich zwischen Weihnach­ten und Reujah: ausgesetzt werden und erst nach Reujahr nx.:^geführt werden.

Haniehki, dec Vorsitzende der Sowjet­delegatton bei Der. Handelsvertragsverhandlun­gen mit Deutschland, erklärte einem Vertreter der Russischen Telcgraphenagentur u. a., daß auf der Konferenz von beiden Seiten der gute Wille zutage getreten sei, die Schwierigkeiten zu über­winden, die aus dem Unterschied zweier Systeme des Außenhandels entstehen. Die ziemlich rasch sich entwickelnden Verhandlun­gen würden durch die bestehenden freundschaft­lichen und politischen Beziehungen durch eine fünfjährige Praxis im deutsch-russischen Handel und durch das Vorhandensein durchaus passen­der Muster wie des Vertrags mit 3 talien und des nicht bestätigten Vertrags mit Eng­land erleichtert. Die Sowjetdelegativn unter­breitete u. a. den Vorschlag im Vertrag an den Regeln des Sowj^thandels in Deutsch­land, welche das Außen handelsmono- p o l sicherstellen, fest zuhalten, ferner einen

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General-Anzeiger für Gberhessen

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bener Truppen fortmchaffen. Der Aufbruch kam völlig unerwartet. Tschang Tso Sin ist in Lient- s i n ein getroffen. Mau kam annahmen, daß dort die angekündigte Konferenz zwischen ihm und Sun Iat Sen, der gestern von Kobe n<xf> Tientsin abzeveist ist, stattfinden wird. Es wird die wichtigste Konferenz sein, die bisher zwischen den chinesischen Führern stattgefunden hat.

Das deutsche Eigentum in Amerika.

Ein Antrag ans Freigabe.

R e u h o r k. 2. Dez. (D. T.) Das Mitglied des Repräsentantenhauses, Hawes (Demokrat), brachte eine Gesetzesvorlage ein, wodurch der Prä­sident ermächtigt werden soll, den Lrading wtth theenemy oct au her Kraft zu fetzen, auf Grund

Paris, 3. Dez. (TU.) Die Besprechungen deutschen und der französischen Sachverstän­digen der Schwerindustrie habett einen be­friedigenden Verlauf genommen, haben aber vor­läufig noch nicht zu irgendwelchen fontreten Er­gebnissen geführt. Die Sachverständigen haben gestern nachmittag ihren Dstegattonen über ihre Besprechungen berichtet. Die deutschen Sachver­ständigen der Schwerindustrie haben gestern Pa­ris verlassen, um in Deutschland mit den Vertretern dec Schwerindustrie Rücksprache

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Die Handelsvertragsverhandlungen.

Der deutsch-englische Handelsvertrag wurde in London unterzeichnet

mehr zu tun h.chen, die vielmehr u n m i 11 e l b a r von Regierung zu Rcg e una. und zwar nicht in Pfuu.ci, s ndern in Qxiorl gutge chri den we den soll, ohne Loß die Grsamthu e ver de itsch n -Zur p.»rattonsverpckichtungen dadurch vergrößeN wird.

Vie pariser wirtschaftsverhan-lungen.

Die Pläne

der deutschen Schwerindustrie.

London, 2. Dez. (TU.) Die Verhandlungen über den Handels- und Echisfahrtsvertrag zwi­schen Deutschland und Großbritannien wurden am 2. Dezember in London zu Ende geführt. Der Vertrag wurde um 3 Uhr nachmittags im Lon­doner Auswärtigen Amt unterzeichnet durch den deutschen Botschafter in London, S i h a m e r, und Ministerialdirektor vonSchubertsür Deutsch­land sowie von dem britischen Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Chamberlain, und von dem britischen Botschafter in Berlln. Lord d'A b e r n o n, für Großbritannien. Der Te?t deS Vertrages wird in Deutschland und Englund am Freitag, 12. Dezember, veröffentlicht. Der Un­terzeichnung wohnten Schatzkanzler Winston Churchill, Handelsminister Sir PH. Lloyd G r e a m e sowie eine Reihe von Sachverständigen bei. Rach der Unterzeichnung hielt Austen Chamberlain eine kurze Ansprache, in der er die Hoffnung auf eine glückliche Gestaltung der deutsch-englischen Beziehungen und seine Be­friedigung über den Abschluß des Handels­vertrags aussprach. Er hob den guten Willen hervor, dec auf beiden Seiten herrschte, und dankte allen Beteiligten für ihre Mitarbeit. Darauf ant­wortete der deutsche Botschafter St Hamer. Die heutige Unterzeichnung, sagte er. bedeute den D e - ginn einer neuen Epoche. Der Vertrags­abschluß sei geeignet, die Tätigkeit und den Wohl­stand der beiden Doller zu fördern.

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dinvö wieder mit phantastischen ©cbanfcngdngen die Rede sei. Chinas Lage erinnere in vielem an die Knechtschaft Deutsch­lands. Aus der Mimik des Beamten aber war zu lesen, wenn England und Amerika auch China aud/künftig ein Aegypten za machen ge^ch- len so dürfe nichts weniger vevwunderuch fein, rtta' deS neuen China entschiedene ^orde- rung' ..China den Chinesen!" u.adAsien den Asiaten!" zu überlassen. Chamberlain wird daran denken müssen.

Die Konferenz von Tientsin.

London, 2. Dez. (D. Z.) Rach Reutecmel- dungen aus Peking ha: dec MarschUld^Mand- fc&urei Tschang Tso Lin, dec sich bisher in «Befina aufhiett, die Stadt in Begleitung seines Stabes heute vormittag verlassen. Gleich- ^eitig wurden Züge bereit gestellt, um die Muk-

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Don ferne gesehen hat c8 den Anschein, als ob die Feindseligkeit zwischen Wu-Pei-Fu und Fengh, dem Verräter der gestürzten Pekinger 3enttnlregierung, der letzte glimmende Scheit persönlicher Zwietracht im chinesischen Trümmerhaufen sei. Wu-Pei-Fu niacht die Teil­nahme an der Zusammenkunft von der Richtbe- teiltgung Fenghs an ihr abhängig, erklärt sich aber, wenn auch als letzter dec Kampfenden, be­reit, mit Tuau-Chi-Iui, Tschang-Tso-Lin und Sun-Vat-Sen China eine neue republi - ' g zu geben und China lgebocenes geschlossenes

Konventionssolltarif festzustellen, au' Grund dessen die zollfreie Einfuhr de» Sowiet^ getreides und anderer Lebensmittel nach Deutsch land sich vollziehen könnte.

Die Sowjetunion sei gern bereit, mit Deutsch­land ein engeres Wirtschaftsabkom m e n zu schließen, wenn Deutschland dec Sowiei li.d st. .e s i n a n z l e l l e H l I e gewähren Itomte, wv.üc Deutschland russischerseils na uckich ent- sprechende Zugeständnisse erhalten würde. Sn folge der Mannigfaltigkeit dec in Aussicht ge­nommenen Fragen sei der Zeitpunkt des Ad schlusses der Verhandlungen noch unbestimmt Vor Weihnachten würden sämtliche Fragen bc- , sprachen. Rach Wiederaufnahme dec Verband- (ungen werde mit dec Ausarbeitung dec Artikel deS Handelsvertrags begonnen, dessen Unter­zeichnung Haniehki zuversichtlich entgegensieht.

Guter Fortgang der deutsch-hclyis1 en Wirtsch^ftsverhandlungen. Berlin, 3.Dez. - (Tckl.) Halbamtlich. 3n den gemeinsamen Sitzungen der deutschen und der belgischen Delegation in den letzten beiden Wochen' wurden die beiderseitigen Z o l l w ü n - sche einer eingehenden Prüfung und Erörterung unterzogen. 3n einer Anzahl von Punkten konnte bereits eine wesentliche Annäherung der gegenfdt gen A fiaffungen h.-rb igechhi-t worren. Rachdem nunmehr d .s gesamte vorliegende Mate­rial besprochen worden ist, während beide Dele- .Kationen eine abschließende Stellungnahme ihrer Regierungen zu den Wünschen des andern Teiles herbeizufühven. Zu diesem Zweck hat sich die belgische Deputation nach Brüssel b'geben. Der Wiederzusammentritt der Delegationen wird Mitte Dezember erfolgen.

Die italienische Industrie und der deutsche Handelsvertrag.

Rom, 3 Dez. (TU.) Der Generalsekretär des italienischen Industriellen Verbandes, Oli­vetti, glaubt, sich in einem mit dem Vertreter des .Journals h'Italia" gewährten Interview p e s s i m i st i s ch über die Ausftchten der deuftch italienischen H mdelsvertvags-Derhani-lungenaus­sprechen zu müssen. Die de u t s che Industrie, so behauptet er, wipd binnen kurzem imstande fein, die Weltmärkte zu überschwemmen. Die italienische Industrie fei vielfach nach m der Entwicklung, so daß besondere Vorsicht bei Abschluß eines langjährigen Handelsvertrages notwendig sei. Di^s sei bavin zu. erblicken, daß Deutschland versuchen werde, die größten Vor­teile mit den kleinsten Konzessionen zu erreichen.

Die Frankenschuld der deutschen Städte. Intervention der schweizerischen

Bankcnvereinignttq.

Basel, 3. Dez (TU.) Die Stzweizer Dan- lierbereinigiiTig erklärte in der schwei^rischen Presse, daß sie nach Kräften für die Wah­rung der vollkommen eindeutigen Frankenanfprüche der schweizert- schen Inhaber von Valutascheinen deutscher Städte cintrcten werde. Sie ver­folge feit geraumer Zeit die Stellungnahme der deutschen Dehi>rdeu und Ger ch'.e zu den Ichweize- rischen Schuldens rdevungen. Die Inhaber von Valutascheinen sollen ihre Ans-iüche bei der schweizerischen Bankierv reinignnz in Basel bis zum 15. Dezember a-nmelden. Die Ansprüche der Besitzer voU Gutscheinen feien rechtlich ein­wandfrei begründet. Cs würde eine un­erhörte RechtsbeuMng und eine schwere Ver­letzung von Treu und Glauben bedeuten, wenn die Valutaverbindlichkei-en der deu 'chen Städie von den zuständigen Behörden D.ut chüuids nicht

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Chinesische Inventur.

AufväumungSnrbTiten auf den chinesischen echlachtseldem f nd soweit vorgeschritten, daß das provisorische Obmechiupt der chinesischen Repu­blik Tuan-Chi-Iui mit Hllse der dem Kriegs ähren ungünstigen Witterung die Möglich­keit erhält, Inventur zu machen. Wenn die Reihe bet chinesischen Generale nicht über Rächt durch einen neuen Diadvchen vergrößert wird, und wenn General Fen gh die angekimdigte Amerika- Re.fe wirklich antritt, so erfolgt in den nächsten drei Monaten auch die so seh.ilichst erwartete innere Konsvlihleruiig Chinas. DaS sind gewiß keine tomvlizler-ten Dorausseh'angen, denn ebenso wie derBürgerfrieg diesmal sich an einem wnizigen Funßm entfachte, so ist die Amerita- fahct FenghS auSschlagg-.-bend dafür, ob Wu- Pei-Fu, der noch immer als Außenseiter be­trachtet wird, an d?c Zusammenkunft der chinesi­schen Pcovinzvertretei teilnehmen wird.

den Machten als neugeborenes geschlossenes Ganzes entgegenzustellen. Soloeit die innen­politische Inventur ChinaS, die, wenn nichts iln- ecwartetes dazwischen kommt, in den nächsten drei Monaten, vom 24. Oktober an gerechnet, durch die Beschlüsse einer von der neuen Re­gierung In Aussicht gestellten chinesischen Qla» lionalversammling zu Ende geführt wer­den soll. Rach menschlicher Beurteilung dürste nach Ablauf der genannten Frist Ostasien in eine neue politische Phase treten.

Frvtlich wollen die Großmächte g fragt fein. Auch ohne die chinesischen Eceignisie der letzten Zeit wäre Ostasien bald wieder zu einem Hauptstück des europäischen Katechismus gewor­den. Die starke außenf>olitische Hand Bald- tvinS, deren varhoevendes Zugreifen niit uns . auch die (Sbrnefcu soeben tn Aegypten beob­achten, streckt sich nicht nur nach dem Euezkanal und dem Sudan aus, sondern Darüber hinaus bis nach Indien und Singapore, welch letztere Hafenstadt im Pazific den ne-.ien Flotte-rttihpunkt Englands zum Sch >,c sei er astatischen Dominions vnd Australiens gegen einige fernöstliche Ge,ahren

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Im Schein der sich in Ostasien andeutenden reuen Mächtegrupp ermig tritt die Sin g a - Pore- Frage Plast sche hervor, als ohne die russisch-japanisch-chin fische Verständig ng auf der Grundlage des MottosAsien den Asiaten!" sichtbar gewesen wäre Wir haben hi den letzten Wochen mehrfach, last not least an der Londoner Pressekampagne in chinesischen Dingen gesehen, wie groß Eaglinds und Ame­rikas Besorgnis um ihre gesährdete Vorb.ecischast in Oftafien ist. Japan trägt dm Dereinigtenf Staaten noch immer das Emwanderungsve.bot nach und die am?ritanische Ausfuhr nach China ist in diesem Jahre start ins Schwanken geraten. Die industrielle Entwicklung Asiens feit dem 5^rie?,c hat auch die englische Tectilaus« fuhr dorthin stark beeinträchtigt. Solche rnb ahn- liebe Gründe sind, wenngleichic leineswetv durch die fin?.n.;pvliti chen Qin imbig inge-i bc: pr:v so rischen Regierung in China oc.itirZt werden, für Chamberlain Anlaß, am kemmendm F eit g gelegentlich seiner Z us a r.:enlu r. \ t m ' i Herriot die Einbeziehung Frank­reichs in die englisch-amerikanische Interessengemeinschaft im fernen Osten zu b sprechen. Die Lage ist mm doch so, daß das Ostasien-Problem in der europatt chen Politik seit der von Poincarä -ttngel-eiteten e geren französisch-japanischen Verständi­gung e ne 6 i t u a t i o n 3 d e r f cb i cd u n g cr> fährt, an der- sich offensichtlich auch Rußland beteiligt, di'ses zwar mit offenkundigen Dolsch:-- wisierungsabsicht m ,

Da ist die Arus.-run.« eines Sohnes von Sun-Vat-Sen, dem Li bi ' l.nd Mo., r . bedeutungsvoll, nach der fein Vater, trotz a -cr radikalen Mahrahmeu, selbst den leisesten V-r- such, China zu bolschewisieren. aufs schärfste ver­urteilt. Dr. Sun-Pat-Sen stehe, ebenso wie die übrigen Gefährten im Kampf gegen das alte Peking auf dem Standpunkt, für China gelte zu- Eächst der WahlspruchChina den Chine- enl". Erst wenn das erreicht fei, erst wenn ie Mächte den guten Willen f' 'i',l hätten. Hit China als einem gleichbececht'.g- . len Faktvr zu verhandeln, erst dann könne 4 vielleicht von entscheidenden maßgebenden außen­politischen Bindungen die Rode f?in.

Zieht man aber die Zugehöcigteit Ti'.an- L h i - 2 u i s zur japansceundliche.i chinesischen ' Ans-Partei und di: jüng'tenReden Luw-VatE^as In Japan in Betracht, id wird man geneigt sein, in der neuen chinesisch-javanischen Annäherung eine Art Bindung zu sehen, die Sun-Bat-Sen erst für die Zukunft voraussagen möchte. Diesä ; Erwägung führte vor einigen Tagen einer unserer i Berliner Mitarbeiter g.legenllich seines Gesprächs mit einem gut unterrichteten chinesischen Beam­ten ins Tressen, erhielt darauf aber die Antwort, erstens habe Sun-Jat-Sen in Japan per­sönliche Beziehungen und zwettens habe auch die Ai7fu°Par:ei siu' zu der Auffassung ent­wickelt, China dürfe seine eigenen Irtteressen nicht tm jeden Preis einem astatischen Block tofecn, von dem in der deutschen Presse ncuer-

Zu dem Abschluß des Handelsvertrages cr- sährt dieTelegraphen-Llnion" von gutunter­richteter Seite noch folgende Einzelheiten:

Der Handels- und Schiffahrtsvertrag beruht auf her Grundlage der allgemeinen Meist­begünstigung. Er umfaßt alle Gebiete: Zölle, Schisfahrtsrechte sowie auch die gegen­seitige Qlnerfennung der Konsulate und enthält einen besonderen Schiedsgerichtspara­graphen, der auf die Dauer von 5 Jahren abgeschlossen und daun mit einjähriger Frist kündbar ist. Der Vertrag bedarf der Ratifi­zierung durch die beiderseitigen Parlamente. Da nicht anzunehmen ist, daß bis zum Stichtage, dem 10. Januar 1925 (Ablauf der fünfjährigen Frist au6 dem Versailler Vertrag) in Deutschland und tn England die Ratifizierung durch die Par­lamente möglich ist, muß für die Zeit nach dem 10. Iamiac 1925 mit einem Vertrags losen Zustand gerechnet werden. Ob für diese Zelt noch ein modus vivendi gefunden wird, steht dahin. In einem besonderen Protokoll ist noch festgestellt, daß bei künftigen Zoller- höhungen keiner der beiden Staaten seine Zölle so'zuspitzen soll, daß sie nur den Gcgcn- konlcahenten treffen könnten. Die deutsche Delegation hat London schon zum Teil gestern verlassen, zum Teil verläßt sie Lon­don heute früh. In englischen Kreisen herrscht über das Zustandekommen des Vertrages Be­friedigung. Soweit die Abendpresse sich zu dem Abkommen äußert, drückt auch sie ihre Z u f rl c - he n bei t über das Zustandekommen des Ver­trages aus. Man verspricht sich von dem 2lb° kommen Vorteile für die englische Industrie.

Die Regelung der Ausfuhr- abgcrde in England.

Berlin. 3. Dez. (Täl.) Amtlich Die : hund 2;. engl sche Regierung haben ge­legentlich der Handelsverträge.Verhandlungen in London vereinbart, daß die praktischen Möglich­keiten der Einführung einer ander­weitigen Erhebungsmethode der 26- pro,ze::ttgen Reparationsabgabe, bei den Zah­lungen durch die einzelnen Kaufleute nicht er- forderlich werden, von der deutschen Regierung mit dem Generalagenten und dem Trans- fera-.:sschuß erörtert werden. Wenn eine zu­friedenstellende Lösung gesunden wird, wird die bcu/.V Ree-.rrung, geleitet von dem ernsten Wunsche, 5d" einer gegenseitigen Verständigung | kommen sich bemühen, zu einer Vereinbarung üb:-. C.2 derung dec jetzigen Erhebungs-

' .N < : . en. die die Einnahmen dec britt-

scheu e.ung nicht vermnck>ern wird.

Es kann mit dem Zusiandek.->mnren ri ier Ver­einbarung gerechnet werden, dahingehend, daß Schikanen in der Erhebung ausgeschlos­sen sind und eine Schädigung d.S deuftchen Hondels vermieden wird. xLnttieh i soll der (Srpsrtcu: mit der 2!usfuh: bgad: nich s