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die Zeppelin-Allee ben schönen Hamen Rosa- Luxemburg-Allee tragen, aus der Kronprinzen^
ßeamter aus Wiesbaden — jetzt ausgewiesen und in Oberhefsen wohnhaft —, der angeklagt war, aus einem als Reisegepäck aufgegebenen Koffer sieben Pfund Fett und eine Wurst gestohlen zu haben. Er bestritt die Tat, die Beweisaufnahme ergab zwar mancherlei Verdachtsgründe, aber keinen sicheren Beweis für seine Täterschaft. Cs ist möglich, daß die Sachen auf der langen Fahrt bei mehrmaligem Um laben von einem unbekannten Täter entwendet worden sind.
Ein junger Bankbeamter erhielt wegen Urkundenfälschung eine Geldstrafe von 5C Goldmark, weil er auf einer Arbeiterrückfahrkarte, die infolge einer Erkrankung verfallen war, das Datum geändert hatte, um sie trotzdem benutzen zu können. Gr gab glaubhaft an, er habe die Bahn nicht betrügen wollen: er habe geglaubt, er sei zur Rückfahrt an sich berechtigt und habe sich nur die Scherereien der Reklamation ersparen wollen.
Wegen Abtreibungsversuchs erhielt eine Frau ^us Vilbel 2 Monate Gefängnis. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt Da die Angeklagte aus menschlich verständlichen Beweggründen gehandelt hatte, nahm das Gericht mildernde Umstände in weitgehendem
fpd. Frankfurt a. M., 2. 3uli. Die Stadi- bie Dienstag abend
Für die viele herzliche Teil« nähme sowie für die Kranz- unb Dlumenspenden bei dem Tode unserer Mutter sagen wir Herz- lichen Dank.
Ludwig Müllev
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Hörerschar erfreuten. Dir beiden Damen ernteten mit ihren schönen Gesangsvorträgen unb' Liede.n zur Laute reichen und wohlverdienten Beifall. Kurz alle, die mit ihren Darbietungen, welcher Art sie auch waren, die Feier verschön.en, haben der guten unb so notwendigen Liebes arbeit des Vereins gedient. Kaffee und Kuchen waren zur Veranstaltung von Freundinnen dieser guten Sache in reichem Maße gestiftet worden. Diele, die von der stillen Arbeit des Rosakreuzes auf den Bahnhöfen und in den Großstädten zur Behütung und Rettung aUeinreifenber Mädchen noch nichts ge* hört hatten, sind für den Verein zur Mitarbeit gewonnen worden.
ShirscsilmrQ und Nhernheffcn.
* Darmstadt, 2. Juli. Zur Zeit wird eifrig an der CinrichtungeineS neuen Flugplatzes gearbeitet, der in der Nähe des Alten Friedhofes liegt. Darmstadt war bekanntlich vor dem Kriege einer der ersten Mittelpunkte des deutschen Flugwesens. — Wie in anderen Städten, ist auch in Darmstadt die Finanzlage äußerst schwierig, gleichwohl trägt sich die Stadtverwaltung mit dem Gedanken eines Rathausumbaues, der keinerlei Rotwendigkeiten entspringt. Der Bürgerschaft hat sich deshalb einer großen Mißstimmung bemächtigt. Die Handelskammer hat bereits in einer Entschließung gegen den Plan Stellung genommen. Es ist wohl zu erwarten, daß der Umbau unterbleibt. — Zwischen der städtischen Preisprüfungsstelle und den Milch Händlern ist ein Konflikt ausgebrochen. Bisher betrug der Kleinverkaufspreis 34 Pf. Die Landwirte sind 2 Pf. mit dem Stallpreis heruntergegangen und die Stadt hat auf ihren Anteil zur Verbilld- gung der Kindermilch verzichtet, so daß von der PreiLprüfungsstelle ein Straßen'oerkaufspreis von 30 Pf. für angemessen erklärt wird. Die Händler nehmen aber 32 Pf. Die Preisprüfungsstelle hat daher die Bevölkerung aufgefordert, ihr Preisuberschreitungen mitzuteilen; sie will gegen die Händler auf Grund der Preistreibereiverordnung vorgehen.
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.............. ....... ^ezu sechsstündige Dauersitzung abhielt, b-eschlvst die Aufhebung der Fremdensteu«r, die aber den Freniden insofern zugute kommen soll, als die Gastwirte ihre Llebernachtungsgebühren nicht erhöhen. Ferner stimmte man der Herabsetzung der Vergnügungssteuer aüf 25 (bisher 40 Proz.) bzw. 15 Proz. zu. Ein Antrag der Kommunisten auf Umbenennung der Straßen und Plätze, die monarchische und ähnliche Erinnerungen bergen, in solch: mit sozialistischen CHamen, fand selbst nicht die Gegenlicche derSozrai- dennokraten und wurde abgelehnt. So sollte
föchte ourch eine Wiederholung weiteren Kreisen zugänglich gemacht werden. Um eine solche noch vor den Aniversitäts-Schulferien ^erauszubringen, ist Mittwoch, 9. Zuli, gewählt worden. Der Anfang ist auf 7 Ahr abends, das Ende auf 9.20 älhr festgesetzt worden. Es werden kleine Preise erhoben werden, um den Besuch auch Schülern zu ermöglichen. Jäheres ist aus den Anzeigen zu ersehen.
— Gemeindeversammlung der Lu - kasgem ernde. Man teilt uns mit: Kommenden Sonntag, nachmtttags 4 älh-r, veranstaltet
Lukasgemeinde im Saale des Gasthauses ,Zum Phrlosophcnwald" eine Gemeinde vrsamnt- (ung, tue als Familienzusammenkunft, zu der auch tie Kinder erscheinen gedacht ist. Musttälische unb gesangliche Darbietungen werden mit Ansprachen und Vorführungen des Mädchenbuades her Lukasgememde wechseln. Die Versammlung c-trb pünktlich um 4 Uhr eröffnet werden. (Siehe Lnzetge.)
Landkreis Gieffen.
Dg. Großen-Duseck, 2. Zuli. Bei dem in Waldgirmes veranstalteten Bundes- fe ft des Lahn-Dunsberg-Turner- hundeS erhielten von den hiesigen Turnern in der Oberstufe den 3. Preis Wilhelm Stephan, den 4. Preis Wilh. Hahn, den 9. Preis Wilh. Damm. In der Mittel- und llnterftufe erhielten den 5. Preis Karl Rühl, den 2. Preis K. Pfeiffer, den 5. Preis D. Schneider. Außerdem wurden noch eine Reihe weiterer Preise erzielt.
Kreis Schotten.
§ 4ltrich stein, 2. Zuli. Aus Anlaß des Koherodskopf-Festes des V. H. C. stellt I oas Postamt in ällrichstein am nächsten Sonntag mehrere Kraft-Omnibusse bereit. Die i Abfahrt nach dem Hoherodskops erfolgt von der Autchatte in ällrichstein nach^ Eintreffen der Kraftpost von Mücke 10.30 Uhr vormittags. Rückfahrt nach Wunsch so. daß die Eisenbahnanschlüsse in Mücke nach Gießen usw. abends er* rncht werden. Für die „Mühseligen und D> ladenen" unter den V. H. C.em bietet sich also eme wMommene bequeme Deförderungsge- legenhett.
Kreis Lauterbach.
hmt. Lauterbach, 2. Juli. Am Sonntag veranstaltete dahier der „Verein der Freundinnen junger Mädchen" einen wvhlgelungenen Werbetag. Der Festzoties- dienst, zu dem sich eine zahlreiche Gemeinde eingefunden hatte, wurde von Pfarrer G rein-Ar- heilger, gehalten. Am Rachmittag wurde in der Spieh-Turnhalle eine Rachfeier veranstaltet. Der \ große Ruum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Gor verschiedene Kräfte, die alle ihr Bestes gaben, hatten sich in den Dienst der guten Sache gesteltt. Es sind h er vor allem zu nennen der Kirchen -- chvr unter der Leitung seines vortrefflichen Dirigenten Lehrer Kalbfleisch, sowie der Zungfrauenverein, der durch zwei nette, flott und ausgezeichnet gespielte Theaie-stückchen | öie Alten wie die Hungen der zahlreichen Zu-
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Em siebenfacher Mörder.
Hannover, 2. Juli. (Wolff.) Aach dem „Hannoverschen Kurier" hat der im Zusammen- hang mit dem Schädelsund in der Seine Derfraftete Haarmaun am Dienstag abend ein Gestand« uis abgelegt. Er gab zu, in den letzten Hahren sieben Personen umgebracht und die zerstückelten Leichen in die Leine geworsem zu haben.
Schwere Anwetterschaden.
Rach einer Meldung aus S t u 11 g a r t wurde im östlichen Schwaben infolge d-S Anwetters mit Hagelschlag schon die dritte Ernte vernichtet.
Die schweren Anwetter in Mittelfchle« f ien forderten in der ilmgegenh von Aimp tch gtoei Tote. Ein Arbeiter wurde vom Blitz er-, schlagen, eine Frau durch einen vorn Sturm erd« \ fesselten Daum niedergeschlagen. Das Anwett«: hat sich weiter nach O b e r s ch l e s i e n gewandt, wo in den weiten Forsten von Kreuzburg Hu bette von Bäumen entwurzelt und Dächer abgedeckt wurden. Ferner entstanden verschiedentlich Brände durch Blitzschläge.
Verantwortlich für Politik und Feuilleton: < 3. D.: Heinz Gorrenz.
traße sollte eine Leninstvahe werden. — Ms vor drei Zähren der Zirkus Sarrasani in der Festhalle spielte, verbot plötzlich der Pottzei- präsident Ehrler das Weiterspiel unter allerlei nichtigen Gründen, mußte aber unter bem scharen Druck ber gesamten öffentlichen Akeuiung das Verbot zurückziehen. Der Besitzer fühlte sich durch dieses Verbot schwer, geschädigt und erhob dagegen Klage beim Oberverwaltungsgericht, bas jetzt, nach drei Fahren, das A r t e i l z u g un st en von Sarrasani gefällt hat. Das Arteil be- cheimgt, daß das Polizeipräsidium damals Interessen der privaten Konkurrenz, vor allem ber Bars, der Dielen und der Kabaretts wahr- genvmmen und um deretwillen das Wrbot gegen ! en Zirkus erlassen hatte. Also em Beinfall allererster Ordnung für das Polizeiprasiduim. Aus Grund dieser Entscheidung wird nunmehr ^die Zirlusdirektion Schadenersatzklage gegen beg;
kus anstrengen und Ziffern nennen, bte wahnUch nicht gering sein werden.
Kassel, 2. Zuni. Gegen das auf zwei Zähre Zuchthaus lautende Arteil des Kaseler Schwurgerichts im Meineindsprozeß gegen den sv'.ialdcmolrat'üchen Stadttat Wittrock. Mitglied des preußischen Staatsiats, hat der Verurteilte Revision beim Reichsgericht aufneh'- men lassen.
GsvichtssKQ?«»
Sie Weisheitszähne a!3 Arteilsmahstab.
* Darmstadt, 2. Juli. Eine bedeutsame Rolle swelicn die Weisheitszähne zur Altersbestimmung in einer Verhandlung vor dcm hiesigen Dezirlsschöffengericht. Vor kurzem hatte sich ein Zig er neu wegen ^nes Rot- zuchtvcrbrechens begangen m Zell (Kr. Bens- heim) vor Gericht zu reranttcorten Da man über das Alter des Täters tm Zweifel war wurde die Veihandlung vertagt. Wenn es sich um einen Jugendlichen gehandelt hätte, so wäre er mit Gefängnis bestraft worden' hat aber em Angeklagter baä 18. Lebensjahr überschritten, so kann er nach Lage des Falles zu Zuchthausstrafe oerarteilt werden. Da das Alter des Zigeuners, der den Ramen Adolf Winter führt, nicht zu ermitteln war. so wurde ein medizinischer Sachverständiger zu Rate gezogen. Dieser hat die Weisheitszähne bei Winter festgestellt und legte jetzt in elfter erneut anberaumten Gerichtsverhandlung dar, daß Weis- heitszähne erst bei 20—24jährigen angetroffen wer-den. Der Zigeuner wurde deshalb wegen der bescnberen Roheit des Verbrechens und auf Grund der Altersbestimmung zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.
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Schöffengericht.
Gießen, 30. Juni. Hinter verschlossenen Türen wurde gegen den Müllerssohn H. K. von Adenhausen wegen Sittlichleitsverbrechens verhandelt. Aus der öffentlichen Arteilsbegrün- bunq ergeb sich, daß er Mitte Mai in der Gemarkung Willofs eine auf einer Wiese beschäftigte junge Frau zu vergewaltigen versucht hatte. Seme Jugend und Anbestraftheit wurden mildernd berücksichtigt: die Strafe lautete <uif 6 Monate Gefängnis.
Dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend freigesprochen wurde ein Eisenbahn-
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