nm dann, day 'JM-lot und 5tug»aig unbcKytotgt । feien.
Dis in die Dunkeshrit hmern hörte man das Änatlern der Ude t-Maschine. 4 Sid. 33 Min. blieb sie ununterbrochen in der Luft, unaufhörlich ihre Kreise um die Kuppe ziehend, ruc dann und wann einen Abstecher in d e Umgegend zu machen, bis die einbrechende Dunkelheit zur Landung nötigte.
Wasferkuppe, 30. Aug.
Der gestrige Abend zeichnete sich vor allen andern dadurch aus, daß er von einem gemütlichen Bierabend ausgefüllt war, zu dem die Interessengemeinschaft der aLDemischen Fliegergruppen Größten ttchlandS etngeladen hatte 3*t zwangloser Weise sahen da die jungen Flieger, Studenten aus allen Teilen unseres Vaterlandes, Vertreter der Oberleitung, der verschiedenen Aus- schüsse ufto. Zusammen. Mich Prinz Heinrich von Preußen nahm an dem gemütlichen Beisammensein teil. Kernig: Ansprachen wechselten mit fröhlichen Li d r.i und humoristischen Versen, in denen die Anneh.nlichkeitea und die Hauptpersonen des Lagers „durch len Kakao gezogen" wurden.
Man darf aber nicht glauben, dah diese kleine Feier irgendwie schädlich auf den Flugbetrieb gewirkt habe. 3m Gegenteil. Heute früh um 5 Llhr sind die Darmstädter bereits auf den Beinen und und stören Lpvrtleilung und Mehtrupp im besten Schlummer.
„Margarete" startet von der Kuppe zum Frühpreis. Dann gehts ununterbrochen bis zur Mittagsstunde weite Bald vom Sch-lhmg, bald von der Kuppe, bald an beiden Orten gleichzeitig starten die Segelflugzeuge. Mitunter sind 3 -4 gleichzeitig in d r Luft. Dazwischen saust ein Mvtorslieger hin und her und stört den unvergleichlichen Evrdruck, den die lautlosen Riesen- Vögel Hervorrufen.
Aufziehende Regenwolken bereiten dem munteren Treiben gegen 11 älhr ein jähes Ende. Weiher Rebst hüllt bald alles ein und dicke Regentropfen treiben auch die eifrigsten an, ein schützendes Obdach zu suchen.
An Ergebnissen des heutigen Dormiitags sind folgende in erster Linie zu nennen: „Konsul" mit Fuchs über 12 Min., „Würzburg S. 14“ tens 23'/, und 50V, Minuten, „Würzburg S. 14“ mit Schoenebeck b inahe 16 Minuten, schlieh- lich „Konsul" mtt Fuchs über 58 Minuten. Fuchs und Martens erhielten beide den Tagespreis für gr hte Höhr über Startplatz zu gleichen Teilen zugcsprochen. Erwähnenswert ist noch ün Flug der „Margarete“, an Lern au her dem Führer noch zwei Fluggäste teitnabmen.
Damit ist der Wettbewerb praktisch wchl zu Ende, da kaum anzunehmen ist, dah morgen, am Sonntag, das Wetter soweit aufklaren wird, dah geflogen werden kann.
Wasserkuppe, 31. Aug.
Es ist so gekommen, wie ich gestern bereits ahnte. Heut: kann man wieder kaum 10 Meter weit um sich sehen, so dicht ist der Rebel, der alles einhüllt. Trotzdem herrscht ein reges Kommen und Gehen. Truppenteile, Vereine, Jugendorganisationen und Ausflügler eilen, um zu der Gedenkfeier am FliegetLenbmal nicht zu spät zu kvnnnen. Die Feier selbst verläuft kurz und würdig. Die Weisen einer Reichswehrkapelle umrahmten einige Ansprachen. Feierliche Stille herrscht, als die dreifache Ehrensalve an den benachbarten Hängen das Echo weckt, während die Klänge des Liedes „3ch hatt' einen Äame- raden" entblößten Hau, des angehört wurden.
Heute abend findet die Schlußsitzung des Preisgerichts statt. Anschließend ist Preisver- lürtb.gunq, verbunden mit einer Schluhfeier. Das reizt mich aber nicht, noch solange in dem durch den heutigen Massenbesuch nun vollständig grundlos gewordenen Lager zu bleiben. Das erste Lastauto, das einen Platz frei hat, wird benutzt, um die unwirtliche Wassersuppe zu verlassen. Die Fllegergruppen bleiben vorläufig noch großenteils oben, und es ist leicht möglich, daß bte Leistungen nach dem Wettbewerb die des Wettbewerbs weit Übertreffen Dr. H. M.
*
Die Prei<stvertcilung.
Wasserkuppe, 1. Sept. (WTB) Heute nachmittag wurde durch den Prinzen Heinrich von Preuhen die Preisverteilung für die Rhön-Segelflug-Wettbewerber vorgenvmmen. Der grohe Rhönsegclftugpreis in Höhe von 3000 Mark wurde nicht auSgeftagen. Es erhielten für Segelflüge: Otto auf „Evnsul" 1500 Mk., Ke - g e l 1000 Mk., Mertens 500 Mk. Für die gröhte Flughöhe im Zweisitzer erhielt Otto auf „Margarete" den ersten Preis von 2000 Mk. Leistungspreise wurden in der Gesamthöhe von 5000 Mk. verteilt. So erhielten die Gruppe Darmstadt 1500 Mk., Martens 600 Mk., die Gruppe Charlottenburg 500 Mk., Espenlaub 350 Mk. Weiter wurde eine Reihe von Anerkennungspreisen verteilt. Bei dem Wettbewerb für Segelflugzeuge mit Hilfsmotor erhielt übet den Dauerprcis mit 2000 Mk., ebenso den Zwlflug- preis für Einsitzer für die Fahrt nach Kissingen mit 3000 Mk. Blume erhielt für seinen Flug auf „Habicht" mit Siemensmotor eine Anerkennungsprämie von 1800 Rkk., Martens auf „Windhund" einen solchen von 900 Mk. Den Höhenpreis von 1500 Mk. erhielt gleichfalls 2d et, den zweiten Preis Dauermer - Hamburg mit 1000 Mk. Weiter wurde eine Anzahl Anerkennungsprämien verteilt: Der Ehrenwanderpreis des Prinzen Heinrich konnte nicht verliehen werden, weil die Bedingung, dah ein deutscher Motor für den Hin- und Rückflug zu benutzen ist,
von Fernem Flugzeuge erfüllt Waide. Die Zeit für seine Au-fliegung wurde bis 31. Dezember verlängert Der von der „Frankfurter Zeitung" gestiftete Ehrenpreis für die beste sportliche Lüftung wurde O t t o für Flüge auf „Consul" und „Moritz" zugesprochen. Den vom Landeshauptmann von Rassau gestifteten Gvldpokal erhielt für den besten Leistungsflug äl d e t. Einen weiteren Ehrenpreis erhielt die Akade m i s cheG r u p p e D a r m st a d t. Der Flugbetrieb auf der Wasserkuppe bleibt auch noch im September aufrechterhalten. Aus noch nicht verteilten Summen stehen weitere Preise zur Verfügung.
Wirtschaft.
Die Leipziger Messe.
Leipzig, 1. Sept. (WTB.) Der De- sftch am Messemdntag erfuhr gegen Sonntag noch eine Zunahme, da außer den bisher eingetroffenen Sonderzügen bis heute Mittag weitere 21 Sonderzüge neben den fahrplanmäßigen Zügen aus allen Teilen des Reiches eingetroffen sind, die erhebliche Be- sucherscharen nach Leipzig brachten. Sie machte sich auch äußerlich in bedeutend gesteigertem Strahettbahnverkehr bemerkbar. Für die große Bedeutung, die wohl im Hinblick auf die jetzt beginnende Sanierung der deutschen Wirtschaft der diesjährigen Herbstmesse von in- und ausländischer Regierungsfeite beigemessen wird, spricht die Tatsache, dah außer der Anzahl hoher deutscher Regierungsvertreter auch namhafte ausländische Diplomaten die Messe aufsuchten, unter ihnen befinden sich der österreichisch^ und der fnu Nische Gesandte in Berlin, der Peruanische Geschäftsträger in Berlin, der schwedische Ge- sandtschaftSrat in Vertretung des am persönlichen Erscheinen verhinderten schwedischen Gesandten in Berlin.
3m Interesse der deutschen Außenhandelswerbung im Auslande ist bemerkenswert, daß auch die deutschen Generalkonsuln und Konsuln aus Amsterdam, Antwerpen und anderen für die deutsche Wirtschaft wichtigen Auslandplätzen zu auf mehrere Tage berechneten Besuchen zum Studium der Messe und der deutschen Wirtschaft eingetroffen sind. Auf der Textllmesse war heute teilweise Verkauf billiger Lagerposten im Gange. In manchen Zweigen, insbesondere in Tapisseriewaren, waren auch bessere Qualitäten gut unterzubringen. Aüf der Schuhmesse ergaben sich Derkaussmöglichkeiten hauptsächlich für mittlere Qualitäten. Auf der technischen Messe und der Baumesse liegt das Geschäft schwankend, jedoch im allgemeinen günstiger als am Vottage. Reben Inlandsabschlüssen sind auch Abschlüsse nach dem Auslande zu verzeichnen, auch treten mehr Fachleute und ernsthafte Reflektanten in Erscheinung.
• Aktive deutsche Handelsbilanz im 3uli. Wie bereits aus früheren Ankündigungen zu erwarten, ist die Handelsbilanz des Deutschen Reiches in diesem Jahr zum erstenmal aktiv. Allerdings ist die stattsttsche Erfassung der Ein- und Ausfuhr des besetzten Gebietes noch immer nur u -vollkommen möglich so dah bte bisherigen Fehlerquellen In den Ziffern enthalten sind. Infolge einer Verminderung der Einfuhr um rund 200 Mill. Gm. und einer Steigerung her Ausfuhr um rund 200 Mll. Gm. ergibt sich für den Iuli gegenüber dem Vormonat eine Der- bcsserung um rund 300 Mill. Gm. Der Einfuhrrückgang erstreckt sich auf alle Warengruppen mit Ausnahme der Lebensmittel und Getränke, die eine leichte Steigerung aufweisen. Dem Werte nach ist die Einfuhr von Rohstofsen und Halbfabrikaten sowie der Ferttgwaren am stärksten zurückgegangen. In der Ausfuhr erstrecken sich die Steigerungen auf alle Gruppen. — Die Ausfuhr von Gold und Silber weist im Monat Iuli eine leichte Steigerung auf, dagegen ist die Einfuhr, r^mentlich von Silber, zu Munz- zwecken, gegenüber dem Vormonat etwas zurückgeblieben. c
• Die Röchling Eisen- und Stahl- me rk e und die Edelstahlwerke Röchling in Völklingen (Saargebiet) haben ihrer Belegschaft zum 15 September gekündigt. Die Werke begründen diese Mahnahme damit, daß sie infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse im Saargebiet m den vergangenen Monaten dauernd nut schweren Verlusten gearbeitet hätten, die jetzt bereits auf 25 Millionen Franken angewachsen seien. Erne Weiterführung des Betriebes könne nur noch in Frage kommen, wenn die Koh len preise auf das unbedingt erforderliche Maß abgebaut wurden und die Arbeitsleistung der Arberter sich frebe. Don der Kündigung werden 12 000 Mann be-
vor st ehender Preiskamps in der amerikanischen Automobil- b ra n ch e. Ein neuer Preiskampf zwischen Fabrikanten billiger Automobile steht bevor. Die Hersteller der Overland-Wagen tragen sich mit ber Absicht eine Preisherabsetzung bis zu 25% vorzunehmen. Ihr Verkaufspreis beträgt zur Zeit 475 Dollar ab Fabrik: der Herstellungspreis soll etwa 280 Dollar betragen. Die Mahnahme soll sich gegen di eDorherrschaftder Ford-
wagen richten, der gegentoamg 295 Dollar ab Fabrik kostet. Auch bei den Rulvk - Automobilen stthcn nach derselben Quelle Preisermäßigungen bevor. Die hiesige Automobilindustrie hatte sich viel vom Export nach Europa versprochen, insbesondere hatte man gehofft, daß das reichsdeutsche Einfuhrverbot vom 1. Rovernber beseitigt würde.
Börsenkurse^
VNNonen Prozent
Rtanffurtn. M.
Berlin
Sdilufj. Sd)luH-
Kur» Kur»
5d)1ub-l S4lu6- Aur» I flur»
Daturm
21. 8. | 1. 9.
.9.6. | 1.9.
F/o Deutsche RrrchSanlriv« . <*/, Deutsche Retch«anletv« .
Deutsche Reich5-mleihe 3*/., Deutsch« RetchSanleide . Deutsche enarpnimitnanteifr <°/e Prcuptsche Soilfoti . . . 4e e Hessen ..........
37,% Hessen ......
3*/o Hessen...........
Deutsche Dertb. Dollar-Lut bfo- Doll.-Schatz-Lnlrrtlagtt
<•/« Hontärten.........
S’/o Äoldmettkaner .....
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bank ® arm ft. und National!) auk . Deutsche Bank.........
Deutsche BcreinSbaok .... DtSconlo Commandtt .... Metallbau!...........
Mitteldeutsche Credttbank. . Lestcrrrtchtsche ttrebtlanftatt. Weltbank............
Bochumer Gnß ....... BuderuS........
Sato........
Deutsch-Luxemburg Gelsenktrchiuicr Bergwerke. . Harvener Bergbau......
Kaliwerke SlscherSleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahütte...........
Cbtrbebarf........
Phönix Bergbau ....... Rhcinitahl...........
viicbeck Montan TelluS Bergbau........
Hamburg-Lmerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werke Slbiu . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holjmann......
Anglo-Sont -Guano ..... Badische Anilin........
Chemische Mayer Llaptn . . Goldschmidt GrieS t eimer Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung.....
RütgerSiverke.........
Scheideanstalt.........
«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ......
Mainkrastwerke ........ Schuckert.....
Siemens & HalSÜ......
Ldlerwerle Kleyer ......
Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt ........ Nleguin........
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Meiallgesclltchaft Frankfurt. Pet- Union Ä.-G Schuhiabrtk Herz Sichel .........
Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal Zuckerfabrik Waghäusel
0,8 <5
0.S74
u,830
0.983
1,20
1,40
1,13
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—
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—
—
3,35
3,80
3,25
—
•) Dom Rückzahlungswert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
29. «Ug.
1. Septvr.
Report.
29. 11.
78,35
79,26
8.915
5,931
11,97
Banknoten.
6,34 11,97
voll voll
voll voll voll voll voll
6,91
12,686
5,37 12.03
voll voll
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183,1b 21,10 87,99 65,27
111,98
10,54
18,65
18,905 4,21
$2,78 79,25 65,89
voll voll voll voll voll
162,34
21,00 57,71
68,33
111,32
voll I vo»: voll
5,93 12,646
6,50 1,425 8,09 1,715
0,42 6,38
12,03
vmtllch« Notierung Gelb I Brief
4,19
22,6
78,35
65,61
163,16
21,10
57,99
66,67
111,88
10,54
18,65 ‘8,905
4,21
voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll vollvoll vollwoll vollvoll volgvoll
Cbristiania. Kopenhagen Siockliolm . HelsingforS- Italien. . . London. . . Ncnyork . . Paris. . . . Schweiz . . Spanien .
Wien in®.. Oest. abgest Prag . . . . Budapest. . Buen.-Aires Bulgarien Japan - . - Wo de Jan Belirad . . Lissabon . ■
voll voll voll voll
(Sn Billionen Mark auSgedrückt. vuenoS-Sire». London, Rtn« ß Japan. Rio tw Janeiro für eine Einheit. Wien und apest für 100000 Ein beiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Ausza h lu n g.
Amtliche Notierur, " " Brief
Geld
162,54 21,00 57,71 68,93
111,42 10,47 18.55
Berkin. 1.0et
Amerikanische Note« .... Belgische Noten...... Tanllche Noten ....... Englische Noten ....... Französische Note« ..... Holländische Noten...... Italienische Noten ..... Norwegische Noten.....
Deutsch ^esterr , ä ioo Kronen Rumänische Note«......
Schwedische Note« Schwerer Noten Svauische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten
| Brhl
Repare. °/o
4,13
4,21
voll
20,66
:o,96
voll
68,78
69,12
voll
13,80
18.90
voll
22,66
22,78
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162,09
162,91
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18,70
18,80
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27,61
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6,9 <5
voll
2,035
2,055
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111,12
111,68
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5,42
voll
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M, 1. Sept. Die erste Börse des neuen Monats stand stark unter dem Eindruck der Annahme des Londoner Protokolls, der sich nicht nur in der Kursbildung deutlich widerspiegelt, sondern auch zu einer wesentlichen Belebung auf allen Märkten führte. Bon diesen Erwägungen ausgehend fchrttt die Spekulation
zu Rückkäufen und Eindecdmgen. Auch das Ans» land und das Publikum waren mit Kaufaufträgen am Markt, so daß bei recht lebhaftem Geschäft die Stimmung auf der ganzen Linie recht fest zu kennzeichnen ist. Die Höherbewegung wuchs sich schließlich hausteariig aus. Stärker gesucht waren 3 Prvz. und 31/- Prvz. He s f e n. Sehr lebhaft war auch das Geschäft in Stadtan- leihen. Auswärtige Renten lebhaft Bemerkenswert ruh.g verführte der Bankaktien- markt, wo die Kursänderungen sich in mäßigen Grenzen hielten. Obwohl der Kas'amarl. der I n- dustriepapiere nur g?r n;,c 5tui6änbcinn.,en auszuweisen hatte, so hielten sich die Kurse doch in festen Bahnen. Am Geldmarkt ist der Bedarf ziemlich grob. Der Zinssatz für tägliches Geld 3/s pro Mille, Monalsgeld zwischen P/s und P/8 Prozent Am Devisenmarkt s.nd Kursveränderungen von Belang nicht cinqctrcte;L Es wurden genannt der P.ir s?r Frank mit 82,85 in Pfundparität und 18,45 in Doli ar Parität, ras englische Pfund mit einem Wer! ov.i 4,49'/, Dollar, die Mark notierte unverändert 4,166 Billionen. Der Freiverkehr hatte feste Haltung, Decker-Stahl 2’/b. Becker-Koh'e 57/«. Benz 3’4, Petroleum 20, Ufa 81 , Krügershall 10,25. Im weiteren Verlauf der Vörse setzten sich die Kurssteigerungen bei weiterem lcbhifen Geschäft fort
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeiger".)
Berlin, 1. Sept. Die Döfte kam erst heute in die Lage, sich der durch die Annahme des Sachverständigenberichts im Reichstag geschaffenen Lage anzupassen. Wie zu erwarten war, zeigte die Börse auf allen Märkten eine sehr lebhaste Haltung, Reben der polilischen Lage trug zur Belebung des Geschäfts sehr wesentlich die Auswirkung des Sachverständigenberichts auf wirtschaftlichem Gebiete bei, so vor allem durch die Aushebung der Zollgrenze zwischen dem befetten und unbesetzten Gebiet. 'Auch die Rachrich', daß die militärische Räumung der Zone von Dortmund und der sogenannten Flaschenhälse nahe bevorstehe, machte einen beruhigenden Eindruck. Die Mitteilung, daß die von 5 auf 26 Prozent erhöhte Ausfuhrabgabe nach England den deutschen Importeuren in bar aiirücferftatlet inerten soll, haß die Besorgnis, die man seinerzeit an die Erhebung der Abgabe knüpfte, etwas vermindert. Ganz besonders logen heute wieder Anleihen fest. Auch der Aktienmarkt toai sehr befestigt. Die Kurse lagen auf der ganzen Linie v^sentlich höher als am Schluß Der vergangenen Woche
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 1. Sept. Es tourten1 notiert: Weizen. Wetterauer 22,50 bis 24, Roggen, inländ. 18 50 bis 19, Sommergerste für Drau- 23 bis 24, Hafer, inländ. 20 bis 21, Mars (gelb) 18,50 bis 19, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 33,50 bis 34,50, Roggenmehl 27 bis 27 50, Weizen- und Rogg enkleie 11,25 bis 11,50, Erbsen 25 bis 35, Linsen 56 bis 60, Heu, trocken 7 50 bis 8, Weizen- und Roggenstroh 5,50 bis 6, $reber, getrocknet 15 bis 16 Mk. Tendenz: fest.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".»
Frankfurt a. M., 1 Sept. Auftrieb: 1466 Rinder, darunter 380 Ochsen, 51 Dullen, 1033 Färsen und Kühe, 2 Fresser, 335 Kalber. 201 Schafe, 2595 Schweine. Es wurde bezahlt für je 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen, vollst, ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 50 bis 56, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 43 bis 49, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 36 bis 42; Dullen, vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 41 bis 47, vollst, jüngere 33 bis 40; Färsen und Kühe, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 46 bis 52, vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Iahren 43 bis 48, wenig gut entwickelte Färsen 38 bis 45, ältere aus gemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 34 bis 42, mäßig genährte Kühe und Färsen 25 bis 32, gering genährte Kühe und Färsen 10 bis 20; Kälber: feinste MastNlber 65 bis 70, mittlere Mast- und beste Saugkälber 59 bis 67, geringere Mast- und gute Saugkälber 50 bis 58; Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 42 bis 46, geringere Mast Hammel und Schafe 34 bis 40; Schweine: vollfl. von 80 bis 100 Kilo 75 bis 80, vollfl. unter 80 Kilo 68 bis 75, vollst, von 100 bis 120 Kilo 80 bis 85, vollfl. von 120 bis 150 Kilo 78 bis 80, Fettschweine über 150 Kilo 78 bis 80, unreine Sauen und geschnittene Eber 65 bis 78 Mk. Marktverlauf: In allen Biehgattungen ruhiger Handel, bei Schweinen Lieberstand.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 1. Sept. Die Getreidebörse nahm heute einen festen Verlauf. Das zur Anlieferung kommende Getreide ist zum Teil stark mindeo- wertig. Die Vestänte sind klein. Ausländischer Weizen und Roggen sind stark gesucht, das Angebot ist klein. Mehl und Gerste gefragt und fest. Es wurden notiert für je 1000 Äilo; Weizen, märt. 208 bis 213, Roggen, märt. 170 bis
176, Gerste, märt. 205 bis 216, neue 180 bis
190, Hafer, märt 159 bis 169, Raps 325 bis
330, Leinsaat 415 bis 425; für je 100 Kilo.
Vittoriaerbsen 31 bis 34, kleine Erbfen 20 bis 23, Futtererbsen 15 bis 16, Peluschken 14 bis 15, Ackerbohnen 15 bis 17, Wicken 14,50 bis 16*50, Lupinen, blau 10,50 bis 11, Seoadella, alt 11' bis 11,50, Rapskuchen 13,60 bis 13,80, Leinkuchen 23 bis 24, Tvockenschnitzel 12,20, Torfn«lasse 8,40 bis 8,50, Kartoffelflocken 19 bis 19,50.
Die Drei Schönheitsfehler des Mundes
1. Der Zahnstein
Ist ein Absatz des Speichels ähnlich wie her Kesselstein des Wassers. Er hat eine graugrüne, braune bis schwarze Färbung und ist zunächst ein Schönheitsfehler, der den Zähnen ein häßliches, ungepflegtes Aussehen gibt und einen üblen, fauligen Geruch aus dem Munde verursacht. Er ist aber auch ein höchst gefährlicher Feind des Gebisses, weil er Zahnfleisch- und Kieferschwund sowie Zahnfleischentzündungen und Eiterungen verursacht. Er ist äußerst festsitzenö und hart; oft umkleidet er in harter Kruste den ganzen Zahnhals, entblößt die Wurzel und verursacht ein Lodcerwerden der Zähne.
2. Mißfarbener Zahnbelag
hervorgerufen durch starkes Rauchen von Zigarren und Zigaretten, ist weniger schädlich, aber ein um so auffallenderer Schönheitsfehler des Gebisses. Wie entfernt man Zahnstein und Zahnbelag? Weder mit Mundwasser noch mit sogenannten Lösungsmitteln; in dieser Beziehung ähnelt der Zahnstein auch dem Kesselstein, gegen den allerlei Lösungsmittel sich als wirkungslos erwiesen haben und die rein mechanische Beseitigung sich am besten bewährt Millionen, die heute Chlorodont täglich im Gebrauch haben und ihre schönen weißen Zähne dieser Zahnpflege verdanken, haben es selbst ausprobiert, daß Mundwasser die mechanische Reinigungskraft der mikroskopisch feinen reinen Kreide im Chlorodont nicht ersetzen kann.
3. übler Mundgeruch
als Folge mangelhafter Zahnpflege macht sich weniger dem davon Betroffenen, als seiner näheren Umgebung bemerkbar. Neutrale Salze im Chlorodont, die eine vermehrte Speichelbildung und dadurch eine natürliche Mundreinigung bewirken, in Verbindung mit dem herrlich erfrischenden Pfefferminzgöschmack beseitigen diesen markanten Schönheitsfehler unmittelbar. Jeder Tube Chlorodont ist eine genaue Gebrauchsanweisung beigefügt Chlorodont-Zahn- paste und die dafür geeignete Chlorodont-Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt sind die besten Hilfsmittel gegen den gefürchteten Zahnstein, mißfarbenen Zahnbelag und den oft damit verbundenen üblen Mundgeruch.
beseitigt Chioroöont-Zahnpaste/Munöwasser


