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* Langd, 30. Juni. Gestern fand Hier das erste Z u g e n d f e ft draußen am Waldes­saum auf grüner Wiese statt. Ilm 3 U'f>r be-- wogte sich der reichgeschmückte Fsttzug von dem

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lediglich ihre neuen Schützengesetze von dem Land­grafen bestätigen. Aus Anlaß des Zubelfestss überreichte Kroisdircckivr Dr. Stammler dem Verein als Jubiläums-Ehrengab! einen vom Staatspräsidenten gestifteten prächtigen Pokal. D.e hiesigen Frauen und Jungfrauen stifteten dem Hudelverein eine prachtvolle Fahnenschleife. Zu dem Wettschiehen sind die Schüben von weit und breit sehr zahlreich erschienen. Auf dem Pferde- und P r ä m i e n m a r k t am 7. Juli be­ginnt die Prämiierung in allen Tiergaltungen be­reits vvrm. 8 Llhr. Richt weniger wie 25 An­meldungen sind für die Klasse der Belgier und Oldenburger Stuten mit Saugfohlen oder meh­reren Aachkommen erfolgt. Auch die Klassen der gedeckten Stuten, der 3- und 2jährigen Fohlen beider Schläge sind gut beschickt. An weiblichem Rindvieh werden 3 Kühe und 10 Kalbinnen zum Wettbewerb vorgeführt. Einer besonderen An­ziehungskraft wird sich die Prämiierung der zur Auktion gemeldeten 46 Dullen erfreuen; sie ent­stammen den besten Zuchten der Kreise Alsfeld und Lauterbach. Weiter kommen 25 Fohlen zur Versteigerung, die zur Hälfte Aachkommen von Stammbuchftuten sind. Bei dem hohen Stand der Ziegenzucht im Kreise Alsfeld ist selbstverständlich auch der Kreisziegenzuchtverein auf dem Markt vertreten. Zur Prämiierung sind gemeldet: sieben Böcke, 21 Ziegen und 8 Lämmer. Ein von dem Kreisziegenzuchtoerein veranstalteter Lammarkt bietet Gelegenheit, Jungtiere aus hochstehenden Zuchten zu erwerben. Aachmi tags veranftastet der Pferbezuchtverein für den Kreis Alsfeld eine Reit- und Fahrkonkurreaz. 2n dem Trabrennen wird eine Strecke von 1200 Meter, int Galopp­rennen von 1500 Meter zurückgelegt. Ja der Fahrkonlürrenz werden Ein- und Zweispänner vorgeführt. Für das Trabrennen liegen 5, das Galopprennen 12 und die Fahrkonkurrenz eben­falls 12 Meldungen vor.

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1. Montag, den 14. Juli 1924: Volkswirtschaft und Ertragswirtschaft; Dr. h. c. Meesmann

2. Dienstag, den 15. Juli 1924: Volkswirtschaft und Kapitalbildung: Professor Dr. Mombert

3. Mittwoch, den 16. Juli 1924: Volkswirtschaft und Kartellwesen; Professor Dr. Günther

4. Donnerstag, den 17. Juli 1924: Volkswirtschaft und Ausland; Professor Dr. Lenz

Die Vorträge finden um 5/4 bis 7 Uhr mit einer kurzen Pause statt. An jedenDortrag schließt sich eineAussprache. Es werden Teilnehmerkarten zu,4 Mk. für sämtliche Dorträae ausgegeben; Angestellte und Studenten zahlen die Hälfte. Die Karten sind zu erhalten auf den Bureaus der veranstaltenden Körperschaften und beim Haus, meister der Universttat. 538VD

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des Ortes n.td) Festplahe. Hier

herrschte bald reges Treiben. Aach dem Lehrer Müller seinen Langdern in sehr packenden Weiten den Zweck und dir Bedeutung drs Festes vorgctragen 'hatte, begannen die Spiele, die alle vorirefflich gelangen und allgemeinen Beifall auslösten.

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)( Ortenberg, 1. Juli. Ein schönes Beispiel brüderlicher Hilfsbereit­schaft in der Aot gab eine große Anzahl iX>n Gemeinden, Verwaltungen un) Einzelperson nen im Kreise Büdingen. Aus eine Bitte von KreiSdirektor Gähner und Oöstbauinspektor Metternich wurden dem Obst- und Garten­bauverein mehrere tausend der schönsten Pflan­zen für die hier und in der Umgegend durch das Mn toc t ter schwer geschädigten Gar­tenbesitzer zur Verfügung gestellt bzw. noch in Aussicht gestellt, die teiltoJie schon zur Ver­teilung kamen und mi: größter Dankbarkeit ange­nommen wurden. Besonders groß ist, Wie sich immer mehr herausstellt, der Schaden an der Obsternte. Die Früchte vieler Bäume sind völlig zerschlagen, tadellose Früchte trifft man in der ganzen Gemarkung kaum noch an.

Starkenburg und Rheirchenen.

fpd. Offenbach, 1. Juli. Die in München verhafteten drei Personen, die als Mörder des Kaufmanns Ernst Henke in Betracht kom­men sollten, konnten ihr Alibi einwandfrei für die Zeit der Ermordung nachweisen. Sie befanden sich am 13. Juni, dem Mordtage, im Mainzer Landgerichtsgefängnis. Obwohl die Polizeiver­waltungen von Offenbach und Frankfurt mit grobem Eifer an der Aufdeckung des Raubmordes arbeiten, tonnten bisher sichere Spuren von den Mördern nicht entdeckt werden.

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fpd. Höchst ct. M., 1. Juli. Am Sonntag wurde hier cm Strandbad ein geweiht. Zu der Feier waren an alle interessierten Ver­eine Eiiiladungen ergangen. Alle nahmen an, nur der sozialdemokratische Schwimm- tiercinDie freie Wassersportvereinigung lehnte mit der Begründung ob: Wir ve- teiligen uns nicht an einer Feier, an der bür­gerliche Vereine teilnehmen. Tiefe Ableh­nung ist sogar der Parteizcitung, derfreien Dresse", auf die Aerven gefallen, die m einem Artikel die Frage aufwirft, ob die Ablehnung auS Prinzip oder Dummheit erfolgt sei.

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(7>ienuettfchritt mit vollendeter Grazie trug, oder die Steifheit einer Kreiselpuppe oder die sprühend« Lebendigkeit des Aadetzttz-MarscheS versinnbild­lichte die Hannelore besiegte die Ziegler auf der ganzen Linie, und diese Feststellung scheint uns das Bedeutsamste das schönen Geschehen» zu sein Auch die Zuschauer empfanden dies sicht­lich und dankten durchs das stürmische Verlangen vcn Wiederholungen ihrer Hannelore, deren Ko­stüme noch immer den vornehmen Geschmack der Mutter verraten.

Ein zweites Ereignis waren die piantstischsn Meisterleistungen Hoses Streiffelers. Seine virtuose Technik und seine überaus plastische Aon- bildkunst rissen die Zuhörer zu sehr berechtigten lebhaften Beifallskundgebungen hin. 2llies in allem ein Ereignis, für das Gießen der Thraker- leitung Dank schuldet.

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der deutschen Kunst zu ihrem Llngunsten ver­ändern würden, wenn nicht immer totebeH der eigentliche Kern ihres Könnens und Seins zum Ausdruck tarne. Gewiß ist die Technik und Gestaltungskraft der Ziegler stark genug, um a ich einen Ezardas oder eines jener Seelengemalde darstellen zu können, das irgend eine stilvoll aus­gemachte Empfindung verkörperlichen soll, aber die Linie ihres künstlerischen Schaffens wird durch diese Darbietungen rerschoben sie lassen, weil sie nicht ^hannelorisch" sind. kalt. Um so großer und berechtigter war die Freude der trotz der scmmerlichen Abhaltungsgründe erfreulich, zahl­reichen Theatergemeinde bei all den bekannten köstlichen Schöpfungen der Hannelore bei denen ihr sprudelndes Temperament und ihr Pracht­voller Humor sich mit der vollkommenen Schön­heit ihres Gliederspiels zu meisterhaften p astischen Tau?bildern vereinigt. Ob sie eine Groteske un türkischen Stil kreierte, ob sie den Aeifrock im

Am Sonntag morgen verliehen 2 Lastkraft­wagen, die von einer hiesigen Firma E Dienste der guten Sache zur Verfügung gestalt warM mrt 60 Schwimmerinnen und die Müllersche Badeanstalt, um in SiebenEopf

Werbeschwimmen zu veranstal«r Ge- aen 12 Ähr traf die Mannichafk in Biedenkopf ein und wurde von den Einwohnern Biedeickopfs, u er. von Landrat Breuer herzlich enipftmgen. Äocbmittaas um 2V2 ^lhr begann das Fest vor ^enuuunyaivm n i einer wider Erwart^i großen

aber über ein fo man zählte ca. 10M Kopfe, em.^s, daß die alitcit, wchonheusfre ioe, große Masse dem Schwimansport autz^s ^4 rvoller Lebensb Ladung icresse entgegenbringt. e le der noch an vie^m ~ anderen Orten, so war auch in Biedenkopf se,r-

zustellen, daß die Bevölkerung uberdie Vielseitig­keit des Schwimmens, sowohl als Wettkanchf, wie auch zur Stählung des Körpers wenig unterrichtet war Der Gießener S chwiinmver ein brachte neben Einzelrennen in Öen ^verschie­denen Lagen (Brust-, Seite- Rucken-und FreisM)

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Arndt Wöhrmann, Müller, Lemm und Hohn Mtt ganz besonderer Freude spende das.Publikum der Jugend Beifall, u. a. den Jüngsten Mar Schüler, Gg. Herbert L. Lesch L. Muller, Stahl. Zimmer, Gröninger und Schneider, und der erst 12jährigcn Gerda Schmid Für denhumoristischen Teil sorgten die Herren Muller und Althoff <msS beste Aach Schluß des wohlgelungenen Festes wurde dann der Schwimm-Klub Bieden­kopf aus der Taufe gehoben.

Am gleichen Sonntag startete «tzritz PaScor vom Gießener Schwimmverein in Mannheim bei den verbandsoffenen Schwimmwettkampfen E Schwimmvereins Mannheim, welche von aapp reichen Schwimmern aus dem ganzen Deutschen Reiche beschickt toaren. Es gelang ihm, trotz scharf-^ fter Konkurrenz im Senior-Brustschwimmen 10i. Meter in 129 Min. den 2. und im Senivr-Rücken- i schwimmen'100 Meter den 3. Platz zu belegew

' Alsfeld, 30. Ouni. Der Alsfelder Schühenverein hat anläßlich seines 250- jährigen Bestehens, welches er gestern und h:ute feierlich beging, eine Festschrift h raus- gegeben, die in eingehenoer Weise die Geschich e des Alsfelder Schützenwesens behanlelt. Besonders interessant ist darin ter Aachweis, daß der hiesige Schützenverein weit älter ist, als ge­wöhnlich angenommen wird. Sein Bestand läßt sich schon für die Zähre 1540 und 41 Nachweisen, mit Sicherheit kann man sagen, daß er schon früher bestanden hat. Die Stadtrechnung 133495 erwichrt bereits die Alsfelree Schut­zen. Das sogenannte Gründungsjah - 1674 ist bei Lxu- Aeuorganisation in den dreißiger Ijafr en beö vorigen Jahrhunderts willkürlich gewallt worden. Zn diesem Hahre ließen sich d.e Schutzen

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künde ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Tr. Georg Faber, der vor kurzem als Direktor des hiesigen Lehrerseminars hie: berufen wurde, lcitete a6 Dister Vorsitzender die Versammlung. Aus dem von ihm erstatteten Jahresbericht war zu ersehen, daß die Existenz des Vereins durch die Beihilfe derAotgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, der Provinz Oberhessen, von Freun­den und Mitgliedern im In- und Auslände ge­sichert ist. Zum Vorsitzenden wurde Direktor Dr. Faber, zum 2dechner Studienassessor Dr. Krä­mer gewählt, ein Rechner soll noch durch den Vor­stand bestimmt werden. Der Sih der Vereinigung muh deshalb von Gießen nach Friedberg verlegt werden. An die Hauptversamml'mg schloß sich ein unterhaltender Teil an, der eröffnet und geschlossen wurde durch den Vortrag von Volks­liedern, die durch den Seminaristeuchor unter Lei­tung von Musikdirektor Müller trefflich zur Geltung kamen. Den Hauptpunkt der Tagesord­nung bildete ein Vortrag deS Pfarrers Rühl aus Reichelsheim i. d. Wetterau über das Th ma Bauerndorf und Landstädtchen. D r Redner entwarf, gestützt auf seine Er-ahrungen, die er als Pfarrer in einem Vogelsberger Dors­chen und einem Wetterauer Land'tädtchen machte, ein interessantes Bild über d'.e Verschiedenheit der Anschauungen und Lcbensäußerung m b eie: Be^ wohner und ließ uns einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Volkes tun. Der mit reichem Bei­fall ausgenommene Vortrag wurde noch durch Ausführungen von Prof. Keller und H e p - bi n a und de5 Studienrats Kuhn erweitert. Die Herausgabe der von der Vereinigung ge­planten und begonnenen Flurnamens a m m - l u n g ist dank vielfacher Anterftühung m nun­mehr gesichert. Die Mügliederzahl beträgt zur Zeit 676.

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setzten:Die Hannelore tanzt.' Diese Hanne- -- --

lote war ein Stück deutscher Kunst schlechthin, sie verkörperte in der chaotischen Masse mehr oder weniger erotische Wirkungen anstrebender, glir- derverrenkenderMusiktänzerinnew' Frohlinn und Freude Lachen und Leben sie war in dun ttn aller Erdenschwere losgelösten prachtvoll ein rhythmischen Spiel ihrer Glieder das Eymoil reiner Schönheit, sie war bie deu tsche Mal­ierin Sie verfügte nie über die vehemente. Taft unkörperliche Technik einer Mary Wigman auch nicht über den intuitiven Gestaltungswül n einer Aiddy Impekoven, üvzr über ern so ff(rened Mast von Musikalität, Schönheitsfre idc, Ausd.uckstraft und Humor.."- bafi ihre Tanzbilder nicht nur in das spiel der Glieder übertragene Musik, sondern viel­mehr Ausgangspunkt der Tonschöpiun- gen schienen Die Hannelore war die Meisterin des Dreivierteltaktes. Wenn -ein Wiener Walzer von Johann Strauß von ihr geschaffen wurde, SÄJSStiÄ 8F8ÄSSSI «SSSäSBsr ss$ Kpnt i7?ns-ch Tliobe ihren Tr.but g.zollt ihre Bor- I genommen. 3n ber Pause sorgte u. . tr^gssolge verzeichnet seit etwa awn Jähren auch Militärkapelle für die notige ^erhag-^ jene mimodramatischen Eharatterstudiem, die dem sonderen ^B^^lt ^.^.teten mi-n- öVhpr

Wesen der Hannelore völlig fremd sind und das I r

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