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FETTRE/CHE

500 g Dose extra (etwa 27«/. Fefl) M 2.80

500 g Paket fein (etwa 25»/. Fel?) M 2.00

Frankfurt München ist gestern, aus dem Bahnhof Hanau- Ost infolge ^leferfcchrens des Haltesignals bei dem Einlaufen fe) Zuges in eine in der Umstellung begriffene Weiche der als zweiter Wagen laufende Packwagen ent» gleist. Personen wurden nicht verletzt. Der Ma­terialschaden ist unbedeutend. Der Schnellzug er­litt über zwei Stunden Verspätung. Die Anter- suchung ist eingeleitet.

* H e r s f e l d, 30. Mai. Der Streit um die hiesige Landrats stelle, der durch die Bern» fung des sozialdemokratischen Redakteurs Hau­schi l d t aus Kassel auf diesen Posten entstan­den war, hat nun sein Ende gefunden. Der frü­here Landrat von Harnack übernimmt wieder die Verwaltung des Landratsamts und der Außenseiter Hauschild t. der von Anfang an das gesamte Bürgertum gegen sich hatte, tritt in die Schriftleitung des KasselerVolksblattes" zu­rück. Landrat von Harnack ist Verwaltuugs- fachmann, er gehört, soviel wir wissen, ebenso wie Hauschildt der sozialdemokratischen Partei an.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M.. 1. Juni. (WTB.) Amt» wird mitgeteilt: Dom Schnellzug D. 58

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Aus aller Welt»

Nach einem halben Jahr ermittelte Mörder.

Berlin, 2. Juni. Am 20. November v. I. wurde der Gutsinspektor Paschke in der Nähe von Bernau bei Berlin von Getreidedieben, die er überraschte, auf bestialische Weise ermordet. Nach mehr als sechsmonatiger Arbeit ist es jetzt der Kriminalpolizei gelungen, die Mörder zu ermitteln. Es sind d r e i A r b e i t e r, die in einer Berliner Fabrik tätig sind, und zwar sind es zwei Brüder W a l l a t sowie der 46jährige Gustav Wahner.

Unterkunftsbauten für Dom-Pilger.

4050 grohe Bauten, die 20 000 Räume umfassen, sollen in den nächsten Monaten in Rom errichtet werden, um dem Pilgerstrom, der für das nächste, dasHeilige Jahr" in Rom erwartet wird, Unterkunft zu gewähren. Das Heilige Jahre, das seit 1300 alle 25 Jahre gefeiert wird, ist ein Zeit­abschnitt, in dem die Katholiken besonders zahl­reich die Papststadt besuchen. Man schätzt die Zahl der für 1925 erwarteten Pilger auf mindestens 2 Millionen, Da in Rom wie in den mersten Grohstädten eine schwere Wohnungsnot herrscht, so ist der Dau dieser Unterkunftshäuser dringend notwendig. Die Gebäude sollen dann später als Wohnungen vermietet werden und mindestens 30 000 Menschen dauernde Behausung bieten.

vinzialtag und dem Provinzialausschuh von Rheinhessen an. Politisch gehörte Köhler zur Nationalliberalen Partei und später zur Deut­schen Dolkspartei. Er gehörte der Hess. Zweiten Kammer der Stände seit 1898 bis zu deren Auf­lösung im Jahre 1913 au und später dem Hess. Landtag. Im Jahre 1923 wurde er aus dem be­setzten Gebiet ausgewiesen. Seit dieser Zeit lebte er in Darmstadt.)

rml. Darmstadt, 1. Juni. Eine kaum glaubliche Grabschändung wird von dem im besetzten Gebiet an der Darmstädter Grenzr liegenden Waldfriedhof gemeldet. 3n der Nacht vom 15. auf 16. Mai wurde dort das Grab einer schon sechs Jähre beigesetzten Frau er­brochen. Der oder die auf Raub ausgehenden Täter haben die 1V» Meter tief liegende Grab­stätte ausgegraben und dabei Knochen und Grafe reste blohgelegt. Es war anscheinend auf Schmuck abgesehen, den man aber nicht fand. In dem Grabe zertreten fand man eine französische Zündholzschachtel!

fpd. Mainz, 1. Juni. Ein junger Bursche aus Alzey bot einem an der Alzeyer Strafe lagernden Zigeunertrupp ein Samen- fahrrad zum Kauf an. Nachdem der Durchs anfänglich 65 QUarf forderte, setzte er seine For­derung schließlich ^uf 20 Mart herab. Der Z i - geuner traute diesem Angebot nicht und ging mit dem Durschen zum nächsten Polizeibe­amten. Der Bursche wurde f e st g e n o m m e n und gab dann zu, das Rad auf einem Gutshose bei Kreuznach g e st o h l e n zu haben.

Wettervoromsfaflc

Kühler, vorwiegend trocken, nördl. bis westl. Winde, zeitweise ausheilernd.

Landkreis Gietzen.

l I Annerod, 1. Juni. Aus besonderen Gründen konnte die 400jährige Jubel­feier des evangelischen Liedes in unserer Gemeinde erst heute stattfinden. Der Mädchenchor hatte sich zu einem Gemischten Chor erweitert und sang eindrucksvoll 3 Lieder: Komm heiliger Geist, Herre Gott!", ferner: Was mein Gott will, gescheh allzeit!" und end­lich:Gloria sei dir gesungen!" Daneben hatte der Schüler chor eingeübt:Ich weih, dah mein Erlöser lebt." Schulamtsaspirant Haas sang mit wohlklingendem Dariton eines der ersten Lieder Luthers:Aus tiefer Not schrei ich zu dir." Eine zahlreiche Gemeinde lauschte den erhebenden und stimmungsvollen Darbietungen. Um die wohl- gelungene Feier hat sich unser Organist besonders verdient gemacht.

* Langsdorf, 31. Mai. Mit dem 1. Juni scheidet unser langjähriger erster Lehrer L e i d i ch nach über 43jähriger Tätigkeit aus dem Schul­dienst. Deinahe 40 Jahre hat er in unsere-- Ge­meinde gewirkt, eine lange Zeit, in welcher er allezeit bestrebt war, mit unserer Gemeinde zu verwachsen, geleitet von dem Gedanken, seine Ar­beit in den Dienst der Jugend, der Gemeinde zu stellen. Ja sogar darüber hinaus hat der Jubi­lar doch geradezu bahnbrechend auf dem Gebiet des landwirtschaftlichen Fortbil­dungswesens gewirkt. Staat und Landwirt­schaft sind ihm hier Dank schuldig. Aber auch auf anderen Gebieten betätigte sich der nun scheidende Lehrer. In allen Vereinen, die wahre Volksbil­dung pflegen, war er mit an der Spitze tätig, äleber 30 Jahre führte er z. B. den hiesigen Ge­sangverein. Keine Mühe wart hm zu viel. Nun scheidet er mit ungebrochener Kraft als rüstiger Mann infolge des Abbaugesetzes aus dem ihm lieb gewordenen Dienst. Zu einer schlich en Ab­schiedsfeier versammelten sich deshalb am Freitag nachmittag Gemeinde und Schulvorstand in unserem prächtigen, altehrwürdigen Rathaus­saal. Kreisschulrat Fischer dankte Herrn Le i d i ch i. A. der Behörde für seine langjährige, fleißige, hingebende Schularbeit und gab der Hoff­nung Ausdruck, dah es dem verdienten Manne vergönnt sein möge, noch einen schönen Lebens­abend in voller Rüstigkeit zu haben. Die Ver­treter der Gemeinde und des Schulvorstandes sprachen den Dank ihrer Körperschaft aus und wünschten dem Scheidenden Gottes Segen für feinen ferneren Lebensweg Die Gerne.nde lieh dem langjährigen Erzieher durch Dürgermeister Dender als Zeichen herzlicher Dankbarkeit ein Andenken überreichen.

Kreis Lauterbach.

* Lauterbach, 30. Mai. Der S t a d t v o r- st a n d genehmigte einstimmig den städtischen Haushaltsvoranschlag für 1 92 4. Der Etat schließt ab in der D e t r i e b s r e ch n u n g in Einnahme und Ausgabe mit 237 929 G.-M., in der Vermögensrechnung mit 54400 G.-M., zusammen also mit 292 329 G.-M. An Um» tage sind auher der Gewerbesteuer 30 000 G.-M. aufzubringen, welche durch Gebäude- und Grund­steuer erhoben werden sollen. Als Ausschlags­sätze wurden beschlossen: auf 100 Mark Gebäude­wert : 18 Pf., auf 100 Mark Steuerwerk des land- und forstw. genutzten Bodens: 36 Pf. Diese Steuersätze sind im Vergleich mit anderen Städten, deren Verhältnisse denen der Stadt Lauterbach gleichgelagert sind, als erträglich zu b^eichnen. Ebenso wurden genehmigt der Voranschlag für das Elektrizitätswerk, welcher in Ein­nahme und Ausgabe mit 63 930 G.-M. und der Voranschlag der Armenkasse, welcher in Ein­nahme und Ausgabe mit 4 162 G.-M. abschließt.

* Schlitz, 31. Mai. Die Firma Gg. Lang- Heinrich hat eine Rundfunk-Privat- antage in ihrem Fabrikgebäude gegenüber dem Bahnhof anbringen lassen. Allabendlich soll den Angestellten und Arbeitern der Firma Gelegen­heit geboten sein, sich die in Berlin und anderen Grohstädten des In- und Auslandes gegebenen Konzerte usw. mit crnzuhören.

Starkenburg unv Rheinhessen.

* Darmstadt, 2. Juni. (Eigener Bericht..) Oberbürgermeister Köhler- Worms, der seit einiger Zeit schwer erkrankt im hiesigen städti­schen Krankenhause lag, ist gestern verschie­den. Oberbürgermeister Heinrich Köhler war am 26. November 1859 in Bingen geboren. Er besuchte das Gymnasium in Darmstadt, sowie die -ÜniDerfitäten Leipzig, München und G te­sten. Im Jahre 1882 trat er in den Staatsdienst als Akzessist ein und legte 1886 die Staatsprüfung ab. Bis zum Jahre 1894 war er Rechtsanwalt in Darmstadt, worauf er zum Beigeordneten der­selben Stadt gewählt wurde. Diesen Posten be­kleidete er 4Jahre lang, bis er 18'8Oberbürgermei­ster in Worms wurde. Im Jahre 1910 wurde er zum Oberhaupt dieser Stadt auf Lebenszeit ge­wählt. Jahrelang gehörte er dem Kreistag und dem Kreisausschuh von Worms, sowie dem Pro-

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(27. Juni), den man bekanntlich mit kritischen Augen ansieht, denn wenn es an ihm regnet, soll es sieben Wochen lang nimmer aufhören. Die Flora beginnt in voller Aeppigkeit zu er­blühen und uns armen Menschlein in gewal­tiger Sprache von der Allmacht des großen Schöpfers aller Dinge zu erzählen. Aus den Wiesen erklingt aber auch bereits die Sense des Schnitters und erinnert daran, daß alles vergänglich ist.

RDB. Beschleunigung des Post­paketverkehrs. Mehrfach geäußerten Wün­schen aus Handolskreisen Rechnung tragend, haben die Reichsbahndirektionen Weisung erhalten, im Benehmen mit den Oberpostdirektionen bet Ver­besserung des Paketbeförderungsdienstes ihr fe- soitderes Augenmerk zuzuwenden. Es soll in erster Linie für eine möglichst pünktliche Durchführung der Güterzüge, die auch dem Postpaketverkehr dienen, sowie für rechtzeitige Bereitstellung der Postsackwagen am Bestimmungsort Sorge getra­gen werden. Da die Einstellung mehrerer Post­wagen in die Personenzüge in grösterem Umfange als" bisher ohne Schädigung des Personen- und Gepäckverkehrs nicht angängig ist, so soll der Frage der Einrichtung besonderer Postzüge durch vermehrte Zusammenfassung von Postwagen er­neut nähergetreten werden. Mit dem Wechsel des Fahrplans am 1. Juni werden übrigens die Der- kehrseinschränkungen, die schon in letzter. Zeit wesentlich vermindert wurden, noch mehr beseitigt werden, wodurch ohne werteres auch eine Ver­besserung der Beförderungsgelegenheiten im Post­paketverkehr sich ergibt.

** Die Deherbergungssteuer. Um den Fremdenverkehr anzulvcken, haben folgende Städte ihre Fremdensteuer auf» gehoben: Homburg v. d. H., Wiesbaden, Pyrmont, Coblenz, Boppard, Honnef, Cleve. Arnsburg, Kreuznach und die übrigen Orte des NahetaleS. Bonn hat die Steuer von 25 Prozent auf 10 Prozent ermäßigt, auch in Nürnberg und in zahlreichen anderen Orten ist die Steuer meist auf 10 Prozent herabgesetzt worden. In Dresden ist die Steuer ab l.Juni versuchsweise außer Kraft gesetzt worden.

RDV. Zur Förderung des Reise­verkehrs. Mil dem Beginn des stärkeren Reiseverkehrs während ver Sommermonate sind auch die für seine glatte Abwicklung und Be­dienung bestehenden Vott"christen den beteiligten Beamten der Reichsbahn von neuem etnge» schärft worden. Es handelt sich dabei vornehmlich um die Unterbringung und Betreuung der Rei-

* S t e not y p i st (i n) gesucht. Diese An­zeige £e[t man fortwährend in den Tageszei­tungen, so daß man annehmen muß, daß ein Mangel an . Stenotypisten bestehl. Das ist in Wirklichkeit auch der Fall, obwohl alljährlich große Heerscharen von jungen Leuten Kurse in der Stenograph e durchmachen. Leider besitzt aber von diesen Schülern nur ein ganz geringer Pro­zentsatz den eisernen Fleiß und die Energie, die erforderlich sind, um es zu hoher Leistungsfertig­keit in der Kurzschrift zu bringen. Die meisten fallen nach Besuch eines Unterrichtskurses gewöhn­lich wieder ab und sind zu träge dazu, sich in der Stenographie durch fleißiges Heben zu ver­vollkommnen. Wohl kann man die Kurzschrift­zeichen sehr schnell erlernen, aber das genügt nicht, denn bis man sich eine große Fertigkeit ange­eignet hat, dazu gehört tiefes Eindringen in das System und intensives Trainieren wie beim Tur­nen oder den Bewegungsspielen. Auch hapert es bei vielen Schülern an einer tüchtigen Allge­meinbildung, und sie haben nicht das Streben in sich, ihr allgemeines Wissen weiter zu fördern. Die meisten jungen Leute, welche sich Stenographen nennen, versagen in der Praxis, denn die Steno­graphie ist nicht nur eine mechanische Fertigkeit, sondern man muß die richtige Beherrschung der Redeschrift als eine Kunst bezeichnen. Um nun die Böcke von den Schafen richtig scheiden" zu können, haben sich HandelskammernFertigkeits­prüfungen für Geschäftsstenvgraphen" eingerich­tet, welche alljährlich stattfinden sollen. Auch die Hiesige Handelskammer hat bereits früher zwei solcher Prüfungen abgehalten. Im vorigen Jahre konnte leider wegen der ungünstigen Verhältnisse feine Prüfung veranstaltet werden. Nun hat sich aber die Handelskammer in Gießen entschlossen, auf Sonntag, 15. Juni, wieder eine Prüfung für Eeschäftsslenographen anzuberaumen. Es kann allen jungen Angestellten, Beamten und An­wärtern nur dringend empfohlen werden, sich dieser Prüfung an der Handelskammer zu unter­ziehen, denn der Besitz eines amtlichen Handels­kamm erzcugnissns ist der beste Ausweis über die Fertigkeit eines Geschäftsstenvgraphen, weil dort streng gewertet wird und die Eeschäftshe.ren sehr großen Wert auf diese Zeugnisse legen. Cs wird geprüft in den Abteilungen von 150 Silben in der Minute und höh'r, und zwar werden zwei Diktate von je 5 Minuten Dauer mit einer Minute

Zwischenpause gegeben. Das Stenogramm tft tn einer bestimmten Zeit zu übertragen. Die liefet» tiagung kann auch auf einer Schreibmaschine er­folgen, was dann in dem Zeugnis besonders be­scheinigt wird. Die Schreibmaschine hat der Prüf­ling selbst mitzubringen. Mögen sich recht viele Stenographen der Prüfung mit Erfolg unter­ziehen, denn gute Kenntnis und große Gewandt­heit m der Stenographie sind schon für manchen jungen Mann das Sprungbrett zu einer aussichts­reichen Lebensstellung gewesen.

* Dühnenvolksbund Gießen. Lien­hardsWieland derSchmie d", mit dem die Spielgemeinde des Dühnenvolksbundes ihre Sommerspielzeit begann, ist wie geschaffen für die Waldbühne. Das Werk, über dessen literarische Bedeutung hier schon alles gesagt wurde, fand in dem stimmungsvollen Rahmen der Waldbühne durch die Mitglieder der Spielgemeinschaft unter der Spielleitung von Sepp W. D i h e n s eine wirkungsvolle Interpretation wenn auch noch man­ches an Kleinarbeit zu tun bleibt, um namentlich die jugendlichen Statisten durch schärfere Kon­zentration in engere Verbindung mit dem Ganzen zu bringen. In Herrn Dihens 5>anb tag auch die Titelrolle: Wieland, der Lichtsucher, der auf seinen gottgefandten Fittichendurch Schmerzen zur Liefe" steigt, innerlich geläutert durch die Weisheit Odius, dieser faustische Wieland, der immer strebend sich bemüht" wurde von Herrn Ditzen mit Recht prägnant und erschöpfend her­ausgestellt. Auch als schauspielerische Leistung fiel er stark aus dem übrigen Rahmen heraus. Sein Wieland atmete den Geist der Dichtung, was man sonst nur noch mit starken Einschränkungen sagen formte. Am meisten mitging die Allwiß Gine Mendelssohn-Bartholdys, die beson­ders sprechtechnisch befriedigte, während sie in der Mimik nicht alle Möglichkeiten auszuschöpfen schieii. Hanny Kvhlermann und Hilde P h i- l i p p i waren in den kleineren Rollen der Wal­küren gute Partnerinnen. Der Slagfid Heinrich Ludwigs und Hans Osman-Beys Schütze Egil hatten ein lebhaftes, phantastisches Spiel. Nicht so gut war es um das Lager König Nid- hods bestellt, was zum Teil auch an der dich­terischen Ausgestaltung liegen mag, die statt Cha­raktere hier fid> mit Andeutungen begnügte. Al- freb Kohlhases König Nidhod selbst hatte selbst für einen so tückischen Gesellen etwas zu wenig Königliches unter Betonung des gemeinen, neidischen Charakters. Liberia Margit V e t t e rs' Bodwild litt unter einer überspannten Akzen­tuierung in Sprache und Geste. Der edle Grund- zug, das durchaus weibliche der Rolle schien nicht voll erfaßt. Emmy Wellers Königin brauchte nur ein wenig mehr Sammlung und Tempera­ment, um voll zu befriedigen. Im ganzen bot die Aufführung eine von starkem künstlerischen Wil­len getragene Leistung, die von einem interessierten Publikum mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde und weiterhin noch manch erfreulichen Wend verspricht, solange sich die Spielgemeinde der Grenzen bewußt bleibt, die die Eigenart der Naturbühne einerseits, die dilettantischerr Mit- wirkenden andrerseits ihr naturgemäß auferlegen.

** Deutsche Dolkspartei. Am Diens­tag hatte die Frauengruppe der D. V. P. zu einem Vortrag mtt Lichtbildern von Foau Prof. Dr. Margarete D r e b e r eingeladen. Die Rednerin sprach in äußerst fesselnder Weise über das Le­ben der gnechischten und römischen Frau. Sie ließ eine Reihe schöner Lichtbilder, chpische Sze­nen aus dem Frauenleben, besonders die griechi­schen Hochzeitsgebräuche darstellend, an den Augen der zahlreich erschienenen Besucher vor­überziehen. Sie kam zu dem Schlüsse, daß das Frauenrdeal der Deutschen eine Vereinigung des zarten, edlen Frauentypus der Griechen und des selbstbewußten, g erst es starken der Römer bilde, und daß diese Vereinigung das Wohl der Na- tion bedeute.

Bornotlzen.

Tageskalender für Montag. Palast-Lichtsviele:Der Gefangene von Zenda". Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Adam und Eva". Astoria-Lichtspiele:Das Mädel von Kentucky".

Aus dem Stadtt'heaterbureau wird uns geschrieben: Allen die dieJung­gesellendämmerung,, im Winter nicht ge­sehen Hafen, kann em Besuch der Vorstellung am kommenden Dienstag aufs wärmste empfohlen werfen. Die Vorstellung des Werkes jüngst m Bad-Nauheimer Kurtheater hat neben fern Kas- sencrsolg einen außerordentlichen, geradezu stür­mischen Heiterkeitserfolg erzielt, wie er selten im Kurhaustheater erlebt worden ist.

Vortrag. Am Mittwoch abend 8 Uhr wird in der hiesigen katholischen Kirche fer Jesuitenpater Erich Przywara aus München einen Vortrag über das ThemaDer Geist des Katholizismus" halten. (Siehe Anzeige.)

Kriegerverein. Donnerstag afend Monatsversammlung. Näheres im Anzeigenteil.

Haus und Schule. Nächsten Donners­tag Familienabend im Johannessaal. (Siehe An­zeige.)

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