Ausgabe 
2.4.1924
 
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Mttwsch, 2. April \92<

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für WerWen)

Nr. 79 Sweltez Blatt

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Börsenkurse.

(Ohne (Seuxibr.)

in den Verkehr. Sonst lagen Licht und Kraft, Lahmcyer niedriger. ALler^ooer.'e. Neckarsulmer nachgebvnd. Von den übrigen Wer: en sind Laim- ler im Kurs ziemlich gehalten. Mainkr-aft, Jul. Sichel, 3 nag unterlagen Sch'axt.ltu.ngen. Die Werte der Z:llsto,findu i rie lag n ru )ig. <jacker- werte abgeschwächt. Äorobeuische. Ll.)yd sindan- gcbrten. Melaltbank verloren 3 Vi.lionen. Am Vankak:ienmarkte hat die Ge.chästZtäügtei. wieder abgenommen. Etwas regere Umfähe be neckte man

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100 Kilo: Weizenmehl 25,25 bis 27,25 (stetig), Roggenmehl 21,50 bis 23,50 (stetig). Weize.akleie 11 bis 11,20 (stetig), Rogge.Mcie 9 80 bis 9 (stetig). Viltoriae.bsen 27 bis 28, kleüie Erbsen 16 bis 17, Futtererbsen 13,50 bis 14, Peluschken 12 bis 13, Äckerbohnen 16 bis 17, Wicken 14 bis 14,50. Lupinon, blau 13 bis 14,50, Swadekla, alt 17 bis 17,50, neu 13,50 bis 15, Rapskuchen 11,50 bis 11,60, Leinkuchen 22,50 bis 23.50, Trc»ckenschnihel 9,20 bis 9,30; für je 50 Kilo. Weizen- und

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drahtgepr. 0,75 bis 0 90, Stroh, strohseilgeb. 0,70 bis 0.80, Häcksel 1,70 bis 1,90, Wiesenheu, gut, gesund und trocken 095 bis 1,05. handelsübliches Heu 1,05 bis 1,20, Kleeheu 2,40 biß 2,80 Marl.

Frankfurter SelreiLebcr'e.

Frankfurt a. M, 1. April. ES notierten für je 100 Kilo: Wrtterauer Weizen 17,75 bis 18 25, Roggen 15,75 bis 16,25, Sommergerste für Drauztvecke 19,25 bis 20 50, Hafer, inländ. 15,25 bis 15,75, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27 bis 27,75, Roggen mehl 23 bis 23,75, Weizen- und Rvggenklcke 9,75 bis 10 50, Mais, gelb 19,25 bis 20 Mark. Tendenz: Ruhig.

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) Dom Rückzahlung-wert.

Devisenmarkt DerliuFrankfurt a. M.

(In Billionen Tlarf auSarfcriitft. Buenos?IireS, London, Ren- York. Japan. Rio de ftanrlro für eine Etnbei«. Win, u:ib Budapest für lOOCOO Eindeiien, a(I/8 übrtac für 100 Einheiten.) Lelegraphis che Auszahlung.

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BücherLisch.

Drandenburgifche Fahrten. Von Werner Köhler. (Franz Schneider, Verlag, Berlin SW. Preis 7 Mark..) Es handelt sich bei dem vorliegenden Werk um den zweiten Vand derV.andcnbu.gischen Fahrten", der sei­nen Ausgangspunkt in Berlin, seine Endstation im Kreise Lübben (Rie^erlau ih) Hit. In fesseln­der Schilderung macht der Verfasser seine Leser mit allem Wissenswerten auf dieser Wander- fahrt, die u. a. auch durch den Spreewald, bis hinunter nach Sorau, fuhrt, bekannt; sein flotter Stil läßt nirgends das Gefühl der Ermüdung auskommen. Li-' reiche Geschichte des Wanderungs" gcbiets wird bei jedem aus der »Fihrl" berührten Orte in kurzen Strichen, aber dennoch für diesen Zweck erschöpfend berührt und der herben und' dcnncch so überaus fesselnden landschaftlichen Schönheit die gebührende Hohr Aufmercksamteit geschenkt. Mit 130 Bildern in sorgfältigster Truck« aussühtung wird der Gcfchichts- und Landschasts- beschreibung eine ganz vortreffliche Ergänzung ge­geben. Tas Dgch atmet vom Anfang bis zum Ende tiefste Liebe zur deutschen Heimaterde, und es sollte tn keiner gu en Heimatbücherei fehlen. Ten Wanderlustigen sollte e5 Aalast sein, dieser Gegend unseres Vaterlandes auch einmal ihre Schritte zuzulenken, wozu ja die bevorstehende Feiienzeit Gelegenheit gibt Wenn das Buch auch weit davon entfernt ist, einBaedecker" zu fein das will es bewustt nicht sein, so ist es doch ein ganz ausgezeichneter Führer, dem man sich getrost an vertrauen kann. Ter Verlag hat dem Buch eine wertvolle Ausstattung ge­geben, die es auch zu einem ZiersUick des guten Bücherschranks machen.

DantesVitaRorain der formvollen'- beten, feingeschliffenen Uebersetzung Rudolf Bor­chardts legt der Berliner Verlag Emst Ro­wohlt in buchlechnisch würdiger Ausgabe vor.

(3n einem Teil der Aiilla.ge wiederholt)

Das Urteil im Httlerprozetz.

MÜnchen, 1. April. (WTD.) Im Htt- ler-Prozeß wurde heute vormittag das Urteil verkündet. Hitler, Pöhner, Kriebel und Dr. Weber wurden zu je 5 Jahren

I Festung, 200 Mk. Geldstrafe, evtl. 20 Tage I Festung, und Tragung der Kosten verurteilt. ! Aach Verbüßung einer Strafzeit von 6 Mona- I ten Festung wird diesen vier Verurteilten D e - Währungsfrist für den Strafrest in Aus- sicht gestellt. General Ludendorff wurde freigesprochen unter Abbürdung der abzu-

I trennenden Kosten auf die Staatskasse. Die ! Angeklagten Frick, Röhm, Brückner, Wagner und Pernet erhielten wegen Bei« Hilfe 1 Jahr 3 Monate Festung, 100 Marl Geldstrafe, evtl. 10 Tage Festung, ferner wur­den sie zur Tragung der Kosten verurteilt. Die­sen fünf Verurteilten wird für den Strafrest mit sofortiger Wirkung Bewährungs­frist bis 1. April 1928 gewährt. Sämt­lichen Verurteilten wird die Unter# suchungshaft angerechnet, und zwar Hitler 4 Monate 2 Wochen, Weber 4 Mo­nate 3 Wochen, Kriebel und Pöhner je zwei Monate und 2 Wochen, Brückner 4 Monate 1 Woche, Frick und Röhm je 4 Monate drei Wochen, Pernet und Wagner je 2 Monate 3 Wochen. Die Hastanordnung gegen Frick Röhm und Brückner wurde aufgehoben. Die Verurteilung der Angeklagten Hitler, Weber, Kriebel und Pöhner erfolgt? wegen Hochverrats, bei den übrigen Angeklag­ten wegen Beihilfe zum Hochverrat. Die j Verurteilungen und die Freisprechung erfolg­ten, wie der Vorsitzende mitteilte, mit vier Stimmen. , ,

Rach der Arteilsverkündigung erhob sich Ludendorfs und gab die Erklärung ab, e r s ch § m e l i ch über die Freisprechung we­gen seines Ehrenkleides und seiner Ehren- z eichen.

Vor Len Absperrungslinien kam es nach der Urteilsverkündung zu größeren A n samm- lungen, wobei die Polizei einschreiten z mußte. Die Stimmung ist sehr erregt. Di« Ansammlungen dauern fort. Bei der Abfahrt Ludendorffs vom Gerichtsgebäude kam es zu lebhaften Kundgebungen der gro- ß-rn Menge, die den General mit Heilrufen und Dlumenstcäußrn begrüßt?.

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Wirtschaft.

* Zur Valorisierung der Bank­kredite. Dom Zentralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes wird daraus hin­gewiesen, dah br in der Presse bereits mitgeteilte Beschluß der Bankvereinigungen über die Wert­sicherung der durch Banken gewährten Papier- marf= oder Rentenmarkvorschüsse die Bedeutung eines für den gesamten deutschen Bank­verkehr geltenden Gebrauch; hat und demnach auf die von Banken gewährten Darlehen auch ohne besondere Abmachung Anwendung findet, soweit nichts Gegenteiliges vereinbart ist. Der erwähnte Beschluß lautet dahin, dah jeder in An­spruch genommene Papiermark- oder Re'ntenmark- Vorschuß unter Zugrundelegung des jeweiligen amtlichen Berliner Mittelkurses für Auszahlung Reuyork entsprechend dem Dorgeh.m der Reichs­bank nur noch wertgesichert behandelt wird. Der Kreditnehmer hat demgemäß neben den üblichen Zinsen und Provistonen die etwaige Geldent­wertung zu zahlen, die vom Tage der Eingabe bis zum Tage der Rückzahlung eintritt, mindestens jedoch die entliehene Kreditsumme.

* Ermäßigung der Kalkpreise. Der Kalkverband Mitteldeutschland hat mit Wirkung ab 24. März den Preis für Zementkalk zum Mauern von 275 auf 255 Goldmark je zehn Tonnen, einschließlich Papiersäcke, ab Werk herab­gesetzt, während der Preis für Stücktalk unver­ändert auf 220 Gold.nark belassen wurde. Der Berkaussverein säch i ch-thü ingischer Kaliwerke, Sitz Gera, setzte mit Berechiung vom 25. März ab den Preis für Graustückkalk für das Gebiet Sachfen-Thüringen auf 230, für das mitteldeutsche Gebiet auf 220 Mk. fest. Für Zementkalk un­gedämpft. lose aus 236 bzw. 226 Mk., für Zement­kalk gesackt auf 238 bzw. 228 Mk., für Zement- falf gedämpft vom Werl Oberrohn auf 245 bzw. 255 M5, von den übrigen Werken auf 265 Mk., für Weißstückkalk auf 255 Mk. je zehn Tonnen fest. Bei Bezug aus säch ischen Werken erhöhen sich die Preise um 8 Mk. für je zehn Tonnen gebrannte Ware.

* Weitere Erhöhung der Roh­eisenpreise. Infolge der veränderten Markt Verhältnisse hat sich der Roheisenverdrnd ge­nötigt gesehen, den Preis für Gießereiroheisen Luxemburger Qualität weiter zu erhöhen. Der Preis stellt sich auf 90 Goldmark ab Winters- dotl für das unbesetzte Gebiet und 89 Goldmark ab Sierck für das besetzte Gebiet. '

* Dänischer Bankkrach infolge Frankenspekulation. Die Kopenhagener Bankfirma Poggensee hat ihre Zahlungen ein­stellen müssen. Es ist ein Desizit von 300400 000 Kronen vorhanden. Dieses soll hauptsächlich durch Frankenspekulation entstanden sein.

* Handels- und Gewerbe-Bank A.-G., Frankfurt a. M. Aus den Kreisen der Verwaltung des Instituts wird derFrks. Ztg." mitgeteilt: Es haben sich zwei Vorstands­mitglieder der Handels- und Gewerbe-Bank A.-G. unerlaubter Eigengeschäfte in ausländischen Roten ohne Wissen des Aufsichtsrates schuldig gemacht. Die betreffenden Vorstandsmitglieder find deshalb fristlos entlassen worden. Eine Schädigung der 'Bank ist damit nicht eingetreten. Da das dritte Vorstandsmitglied, das diesen Verfehlungen fern­steht, bereits vor einigen Wochen Burch gütliche Vereinbarung ausgeschieden war, sind drei Aus­sichtsratsmitglieder für die Zeit bis zum 1. Juni 1924 zu stellvertretenden Vorstandsmitgliedern be­stellt worden. Dte Geschäfte werden unverändert sorlgeführt. Hierzu hört dieFrks. Ztg." weiter, dah in Verbindung mit den erwähnten Vorkomm- nissen, über deren gerichtliche Verfolgung vor einiger Zeit berichtet worden ist, der Handels­und Gewerbebant der Eharakter als Devisenbank entzogen worden ist. *

Berliner Dorfe.

Berlin. 1. April. (Wolss) Bei der glei­chen Lustlosigkeit und Zurntckhil:ung und dement- sp.eck,.md h.-chjradiger Ge chif sstckle betet tc das verhältnismäßig g ringfügige an den Markt kom­mende Ma;e.iul, welctz>es heute vorwiegend aus

5tod)e unb Schule.

wg. Schotten, 1. April. Gestern fand hier unter dem Vorsitz von Dekan V o l p - Laubach hie 2. diesjährige Konferenz der Geistlichen des Dekanats Schotten statt. Rach Erledigung der geschäftlichen Ange­legenheiten sprachen Pfarrer Fritsch- Rup­pertsburg und Pfarrverwalter Kornmann- üllrichstein über die homiletische Behandlung der für dieses Jahr vorgeschriebenen Dußtagstexte. Pfarrer Rebel- Laubach referierte nach der Mittagspause über ben ersten Teil des Borchert- schen Buches »Der Goldgrund des Lebens Jesu". Sämtliche Referate lösten eine sehr lebhafte Aus­sprache aus.

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Kreisen des Publikums ftamm'e. ein uxitered Rachgeben der Kurse. Die mangelnde Aufnahme­lust der Börse wurde außer mit den bekannten unerfreuliche Verhältnissen auch mit einer am Geldmarkt sich stärker zeigenden Verknappung in Verbindung g brach. Für kurzfristiges Geld, das recht g^ucht ist, muhien über 1 pro Mille pro Tag. für Darl.hm auf wer beständiger Grundlage, zu deren Hergabe die Geldgeber wenig geneigt sind. 3 Prozent pro Monat und teilweise wesent­lich darüber bewillig: werden. Die Kurseinbußen für Dividendmpapiete aller Gattungen stellten sich in der R^gck auf eine Billion, für einzelne füh­rende W.-r e auch auf zw.'i bis vereinzelt vier Billionen Prozent. Bei gänzlich unbedeutenden Umsätzen traten auch weiterhin Veränderungen von Dedeutung nicht ein. Die Kurse behielten über­wiegend eine Richtung nach unten. Die abwar­tende Haltung wurde auch mit der ülnficherheit über die wei ere Entwicklung der Verhältnisse tn Baye^m in Zusammenchtng mit der Heu igen Ur- teilssällung im Hi lerprozeß erflärt. In sestver- zinslich n Palst vcn herrsch e dte gleiche Geschäfts- stille. Am Devisenmarkt waren bei etwas gertn- g.-ver Rachfrage Ve.änderungen in den Ro.ie.un- gen und Zuteilungen sogut wie nicht etngetreten.

Frankfurter Börse.

Franksu r t a. M., 1. April. Tendenz: Schwacher. Die h-mtige Börse eröffnete still und war bereits vorbörslich lustlos. Die Ge- schäststätigkeit hatte auf den meisten Gebieten ein ruhiges Au Zsehen, was vielfach mit der unsicheren Derisenlage in Zu'ammenhang sebracht wurde. Auch die C'eldmarktre.hältnile schienen mehr oder weniger die Ursache zu sein, oaß sich der Esfektenvrtkehr wieder recht une nhsttlich go- staltete. Man verwies auch aus die wenig ge- flärte politische Lage. Die ersten Rotierungen zeigten gegenüber gestern größtenteils Abschwä­chungen in Indu'trieakticn. Als bemerkenswerter Vorgang am Renteninrrkt ist di? Kursbewegung der 5 Proz. ReichSanle.he sestzuhalt n; vorbörslich bis 115, bei erster Rotiz 112 Milliarden ge­handelt. Gefragter waren auch Schutzgebiets­anleihe. Ausiandsrenten, wie Zolltürken. Bag­dad II gaben leicht nach. Don einer Geschäfts­tätigkeit ist in bezu; auf Montanwerke nicht zu sprechen. Phönix Btrgbau lagen niedrig r. auch Luxemburger schwach. Sonst lagen oberschle ische Werte vorwiegend schwächer. El>emische Aktion tagen unter Druck, ca. I Billion niedriger. Scheideanstalt waren auf ermäßigten Rio-rau er­hältlich. A. E. G. traten bei schwächeren Kurüm

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Märkte.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 1. April. Am Produktomnarkt hielt die bisherige Geschäftsstille an. Die mangelnd? Unternehmungslust und das etwas rermebrte An­gebot wird mit dem überall sich bemerkoar machend.-n Geldmangel in Verbindung gebracht and ferner auch damit erklärt, daß trotz merk­licher Erholung der amerikanische-n Weiz-entermin- preise die Cif - Forderung^-n nur wenig erhöht tvjrOen fimd, Die Preise waren im großen und (ranzen unverändert, Es not teilen für je 1000 Kilo: Weizen, mark. 173 bis 178 (stetig). Roggen, märt 136 bis 143 (ftetig), pomm. 132 bis 136 (ftctigl, w.stipr. 131 (stetig). Braugerste 170 bis bis 190 (stetig). Futtergerste 155 bi3 165 (stetig), Hafer, märt 125 bis 133 (stetig). Rivs 315 bis 820 (feiter). Leinsaat 410 bis 415 (stetig)' für je

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Wahlsorgen.

Der Zeitungslefer stößt jetzt in seinem , Leibblatt fast täglich auf Mitteilungen und , Erörterungen des Wahlaufmarsches. Die Par- ; leien haben in einigen Städten bereits ihre - sog. Spitzenkandidaturen aufgestellt. Aber die Wahllisten sind noch lange nicht fertig. 3m politischen Leben Deutschlands bestehen zur Zeit sage und schreibe 24 Parteien. Also muf­fen mindestens zwei Dutzend Wahllisten auf- 1 gestellt werden. Sollten einzelne Gruppen sich den Luxus gestatten, mit einer besonderen Liste auf dem Kampfplatz zu erscheinen, so erhöht lich noch die bewußte Zahl. Der Proporz sorgt dafür, daß auch die Kleinsten nicht zu kurz kommen. Was kostet aber die Spaltung und der vielfältig konkurierende Kampf? Der Wahlausschuß unter dem Wahlfeldmarschall .Pros. Wagemann und die Parteileitungen wissen es; Wie der blutige Krieg, so kostet auch DaS innerpolitische Ringen Geld, Geld und abermals Geld. Das scheint den Wählern, die seit vier Jahren keine Wahl erlebt ha­ben, noch nicht voll zum Bewußtsein zu kom­men. Wäre eS der Fall, so hätten sie ihre Par- telkassen gewiß schon mit Rentenmark bis an Den Rand gefüllt, statt fich zu verwundern, wie von den FraktionSbureaus öffentlich und verttaulich die Bettelbriefe hageln, um we­nigstens das Nötigste zusammenzubekommen.

Und was heißt dasNötigste"? Um einen Ueberschlag zu machen, muß man den nor­malen Geldbedarf eines ernsthaft bettiebenen CinzelkampfeS auskalkulieren. Nehmen wir an, daß die Vorbereitung der W-ahlliste, die Rei­fen zur Auswahl der Kandidaten, die Vor­stellung mehrerer Bewerber, die Konferenz der Derttauensmänner des Wahlkreises, die notwendigen Briefe, gedruckten Einladungen und Zeitungsanzeigen die Wahlkasse noch nicht belastet haben. Die Kriegsmunition soll erst vom Mobilmachungstage, d. i. vom Augen­blick der Bekanntgabe der Wahlliste an, zur OSertoenbung kommen. Was wird da aber alles fällig! Große Säle in den größten Städten des Wahlkreises müssen gemietet, Presse-Inserate und Plakate mit Versamm- lungSeinladungen veröffentlicht, besondere Anschreiben an Mitglieder und bekannte Par­teigänger gedruckt, kuvertiert, adressiert, fran­kiert werden. Zettelverteiler müssen noch am Abend Erinnerungszettel ausstteuen. So kostet schon die erste Vorstellung eines Spitzenkan­didaten mancheStange Gold", wie man heute wieder sagen darf.

Dann beginnt die Landagitation. Tagtäglich müssen Kraftwagen und Pferde­fuhrwerke gemietet, zuverlässige Begleiter zum Mitfahren gewonnen, öffentliche Versamm­lungseinladungen erlassen, wiederum private Briefe an bekannte Parteifreunde geschrieben, Saalmieten, Heizungs- und Beleuchtungs­kosten gezahlt werden. Das lauft alles un­erwartet schnell und hoch ins Geld. Und die Arbeit wächst ständig. Der Gegner wird immer rühriger. Die eigene Agitation muß verdop­pelt werden. Niemand kann mehr nebenamt­lich oder ehrenamtlich die rasend zunehmende Tätigkeit bewältigen. Also muß ein Wahl­bureau mit mindestens einem angestellten Be­amten, mit eigenem Fernsprecher und mit zahl­reichen Schreibkräften beschafft werden. DaS gibt große laufende Ausgaben.

Weitere Notwendigkeiten: Die bekann­testen Parlamentarier, zugkräftige auswär­tige Redner müssen herbeigeholt werden, um den Kreiskandidaten und seine redenden Freunde zu unterstützen und den Wählern er» wünschte Abwechslung zu bieten. Jede der­artige Hilfsaktion erfordert Ersatz der Reise­kosten und Bezahlung des besonderen Re- klameauswandeS. Dann aber kommen erst die Hauptaufgaben: Die Kampfannoncen in den Zeitungen, die Beilagen und Flugblätter. Man kann gerade auf diesen papiernen Kampf nicht verzichten, so schwer eS auch in der jetzigen wirtschaftlichen Lage fallen mag. Denn^ der Kampf muß ja an die allermeisten Wähler und Wählerinnen erst wirklich herangebracht werden. In der Zeitung wollen sich alle unterrichten, und der Rundfunk dient in Deutschland glücklicherweise noch nicht der parteipolitischen Propaganda.

Wohl dem Wahlkassierer, der nicht sor­genvoll ängstlich nachzurechnen braucht, ob seine Kasse bis zum Entscheidungstage zu­reicht. Denn im Wahltermin steigt erfah­rungsgemäß nicht nur die Begeisterung, son­dern auch der Geldbedarf noch einmal bis zum Siedepunkt. Wenn auch der Wust der Stimmzettel für die Parteien diesmal Weg­fällen soll, weil der amtliche Wahlzettel im Wahllokal aufliegt, so macht doch die De- zahlung der Schlepper, Kontrollistenführer, Schleppwagen, Telephon- und Telegramm­spesen viele Sorgen. Es hat nicht alles Na­men, was an solchem Tag bezahlt werden muß. Oft wurden noch am Wahltage Schulden auf­genommen, die später peinlich drückten.

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