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Max Neger und wir.
©ebonfm bet her Gründung bet Oicf)cner Ortsgruppe b;t Mar-Regca?-Gelellschast.
I\i6 Problematische In bem ©luffen und m twr ^cdönlld)(ilt Oleger» finbm wir treute. tov enb tote aud) i nmer sich Srcu-ib: oder f Kunit bd4)ätilg-n, befo b:r3 ftarf beton:. Mr.' scheint i bod) ba» Problematische toeit toenlger tn der Äunft b?Ä Meister- al» in unterer Em- ficTIunq au| Ite zu liegen. Wir näbetn uns etmctnbin . ln?m Runftroerf belastet mit bet Fülle geschi^ri i h«n Wtisens: ba- @;(e5nB, welche- tpir suchen, toanbclt sich zum Vergleich Die Wiffcnschasi .bad unb muh ihre Rechtet !ordern, aber bie Wisfenschastllchlcll um jeden jrcti tnumpbicrt über ben ©haben. Ihre iln- rblbarteit und tbre starre Deseymähiglcit spannen bar Werl b?s Schassenden aus bas Pro- krustesb.it des .Stil-" unb ber .Schule". Wohl kann die crahc Methobe ber wissenschastltchen ScrminoloflL nicht ent raten, unb so könnte RegrrS Schissen mit einem Wort tn bie Statwpric b.*r cblolutcn Musil eingeorbnrl werben. Aber svsorL erheben sich neue Rätsel Wir smd am »ibe mit unserer bi torisch kritischen Methoden kein einbntlicher Stil — wird man tagen — kann uni beruhiqen. Lu Gegenteil schreckt bie Fülle ber ©dicht', eh fd> i ibar u tcnt-xrrbare6 Labyrinth fron ,3rufxif;cbMtrn er?fh*l sich inv8: ber zwei- vnd b-roisache Äo.rtra-'un’t. erbrüten be Fällst irn- rnen. wie lönenbe Wi l ür anmutenbe Mobala- tirmen. All dir- bürste ber <',u'r.mmensastung unter einer llacen, in sich geordneten Getetzmählg- keit spotten.
So ist bie Beurteilung Arger- g-rabrzu einer Deantworiunz ber Frage gleichiuse^en: Ist es möglich auf dem Wege einer bistori'ch gerichteten unb im wesen licken t*on Assoziationen ausg brnben Fodchung dem Stern bes Regersch n Schassens nabe ukommen, bie Keimzelle bloh'Ulegcn, aus weichte bi des gewaltige Lebenswcrk enif’jnmgen ift ? Ich glaube es nicht. Hat doch gerabr biete Einstellung. von dem b?i einem Künstler unterer Gegenwar' untszr- weiblich?n Parleiriser heftig angefacht. bie beiden bekanntesten Formeln der Beurteilung Regers gezeitigt: einmal die Meinung ber Freunde, die in Regers Persönlichkeit bie Synthese zwischen
Dach unb BoahmL erblicken, in seinem Stil bie Verschmelzung bes polyphon-lmroren unb horno- Pbon-Dtrtilalcn Prinlv» verehren, unb banrf wieber bie billige An'icht ber Gegner, Reger sei die äuherfie Puintierung ber Deka de iz DrahmS- fdxn Geistes, fein Schaffen bie bis zu spielerischer Flachheit gesteigerte OSirtuofität ber Kontrapunktik. Zwei gän lich ausciaandedtredende Stimmen. Wibedprüche, aus betun ein positives Resultat nicht hergeleitet werben Lannl
Such m w i r unS abseits ui ft llen von unserer den Dlick t-ü5.mbm wi'senschastlichen Bildung unb fragen wir uns ernstlich: Was ist uns heute Reger? Dicllcicht nLhern wir unZ so auch ber Beantwortung ber zweiten Frage nach ber Stellung bes Meisters In ber Musikgeschichte. Tine kleine Aeuherlichkeit aber unb habet einen Gradmesser von wich igster innerer "Bebeutang sollten wir nicht au5 den 3ag*n lassen: b:r 3dolg von Regers Werk ist von Jahr zu Jahr gewachsen, ferne Wirkung wächst von Tag zu Sag. Um ihn ift nicht jene verhängnisvolle Still« cingctrvtcn. die so manchen mit lautem Felbzefchrei begrüßten Komponisten ber Jetztzeit sehr halb umgeben bat, über ihn ist ein — vodchndles ober amh langsam adwägenbeS — Urteil nicht zu einer wenigstens vor*auliz binbenb.'n Straft g:l>inqt. tvie über baS intellektuell gefärbte, in feinem Stil übersichtlichere Werk etwa eines Richard Strauh unb Guhav Ma^l-r, bellen sich ja ebenfoH« nicht nur die bioaravh sch^, sondern auch die äübetit tK musikwiNcnfchaftliche Forschung sehr bald bemäch- tlgt hatte.
Reger steht gant abseits all dieser groben Ra men unb Erscheinungen. Wenn wir bte be- beutenben, sagen wir die unsterblichen Komponisten ber Vergangenheit auf ihr Derdälmis zur künstleri'chen Koizep:ion h n imt-Tduchen, so ergibt sich für uns. auch ohne bah wir in eine hier zu weit führende Einteilung in beöühto ober unbewusste ober noch seiner unterschiedene Reaktionen dem mulik^l schm ©nfall gegenüber eintreten, eine tote glühende Sonnen leuchtende Kette naiv fchSpfeTilcher De^ibungm Dach. Mozart, Schuber!, Druckner. Reger. D eleTy.^n ft eben unbechwerl von ästhetischen Svekulationen unb hist:rilcher. Rdl r on n. dem Kurdtwerk freier unb ungebunden er gegenüber wie etwa bie zwei [ überragenden Erscheinungen des 19.
Hunderts, Ludwig van Daethoven und Richard Wagner, die in sich wie in eiten D renn spiegel eine Fülle von assoziativen Werten aus fangen unb in einem höchst zwingenden Stil wieder auSstrahlen lalen. Sellen wir uni Io einer Gestalt wie Reger gegenüber, so erledigt sich der Ruhm des genialen Kontrapunktikers. der den Hauptanlah zu dem nicht Immer glücklichen Der gleich mit Dach ne geben hat, von felbt Reger konnte nach seiner eigenen Aussage nicht ander- als polyphon denken, und dieser Ausspruch gibt uns den Schlüssel yx dem groben Geheimnis. Ts handelt sich nicht um eine übermäßige Steigerung ber technischen Mittel, fonbem um eine innerstem Drang und triebhaftem drängenden Mub eidspringende 'Betätigung Richt her Stil entscheidet über den Wen eine- KunstioerkS, sondern seine innere Wahrheit. FühN jener zu sklavischer Rachahmung. so erlöst diese bie Mu'ik au- ben beengenden Fesseln ber Zeitlichkeit, unb die revolutionäre Gewalt etneS Genies wie Reger stöbt da- Tor zur Ewigkeit auf. Ja. wahrlich, dieser Marrn ist durchaus unzeitgemäß im 20. Jahrhundert. Ich stehe nicht an. heute schon zu behaupten, dah sein Schaffen auch zeUloS ist. Die Tragödie des Hrmufilanlentum8, auch die eine- Mniari. S d-bert. entsteht einrnal aus <e:nem De h l niS zum igei n Ich und dann zu ihrer iln» h>rlt. aber währmd den andern ein ge vi fer Au-gleich durch die Derhältnii'fr ihrer zeitlichen Geburt vergönnt war, geriet Reger in die denkbar ungünstigste Lage. Das (Jahrhundert des Intellcltuali-muS stand feinem Werk fremd gegenüber. Semem revolutionären Temperament ebnete kein gütiges Schicksal ben Weg. u-b geradezu wie ein Lyiibol mutete feine gewaltige äuberc Gestalt an, das bezwingende uot mit ben tiefen blauen Aagen. die Oct iei Fübe und die wunderbar fein, fast nervös gebildeten Hände. Unvereinbare Gegensätze in einer körrerlichen Einheit verbunden! Dieser Mann schuf In Schmerzen, er litt an sich, an dem Dämon in seiner 2rüst unb zog aus diesem Stampf bie höchsten künstlerischen Werte, bis ber mächtige Körper, von innneren und äußeren Wiberständei aufgerieben, zusammenbrach Er flüchtete au- biefer Welt tn ba- Reich seiner Musik, in hem er. ein Schaffender und ein Fanatiker bis zum letzten Atemzug, unendlich glücklich war. Er
schritt unbekümmert hinweg über die programmatische Musik, über die lineare Manier etneS Dusoni unb Schönberg: er war eben nur ein einfacher Musikant, ber mit Recht auch pob sich lagen tonnte: Ich singe, wie der Dogel ftngt Er war das uns zeitlich nächste der n tio schöi fe- rischen Genie-. In unserer überwiegend aelffla gerichteten Gegenwart schuf er eine rein seelisch erfühlte unb fühlbare Musik. So ist seine Kunst letzten Endes ein Sieg über d n RationaliSmu-. Auch ber Q.lo'tihr Rg>r toi b genau unc Ichx grober Vorgänger Dach Iahrhu iberie überdauern. 6.ine R ligiolität steht ganz abletti jeglicher konfessionel en Dindung. sie entlpri at ben Herzen Sie wirkt genau wir lein Deutschtum. das bi- in Aeusterllchkeiten feiner Schis» fen-weif« sich zu erkennen gab. in ihrer Treue und Wahrhaftigkeit cdbüricr.b Will man noch ein paar markante Sätze rem musikalischer Wertung. bte allerbt ig- dem Tauben die Obren auch nicht offnen werden, aufftcllen. so feien eS dies«: Auf dem Do den Dich cher Zrabittan ertou-bö Reger- formaler S il, dellen Wurzeln sich trrtz aller harmonischen Orig nalltät bis in die Lharal- variationen bes älteren Mei ters und In Deet- hoven- Symphonien senken. Reger hat da- Gesetz der Tonalität era> liert zum Degriff ber tanalen Umhüllung, die rein sub e.'tio emolunbene Modu- lalionen in ihren Deziehungen zu ei ter Haupt» funktion umlpannt S ine Thematik ist ganz im Deg.mlay zum zei'genös ischm Schaffen. duS ja den tonalen Charakter b.S Themas mit äub- rfter Konsequenz verleugnet, burchaus linear gerich.et, ohne den harmonischen Ünlergru<*b preis zugeben. DaS abgewirtschaftete zwölfstufige Tonsystem g.langte durch Reger, der eJ mit t-en Kaden^ierungen bS Mitt lal'.erS und Dich- ewigem Rh ythnnaS verband zu einer neuen Dlü'e von mag schem Zauber. Solche Erken"t.ri se H .b zum mindesten ebenso wertr'vll. wenn nicht toert# t>oler alS ein glühende- Dekmitnis unbeschreiblicher Ahnung der Gröhe. Suchen wir auf einem dieser oder auf beiden Wegen zur 'Setoerruna unb gerechten Würdigung, zum D ritändni; und zur bezwingenden Auibruting des gewaltigen Werke- des Meister- zu gelangens Sein GenürS aber wandelt unS zum Ziel voran.
Dr.H.2.
Samstag, 2. Scbruar 1924
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger fflr Dderyessen)
Hr. 28 Zweiter Blatt
Barnen
bdt-nm-n IKnn nich wahr, so fragte nuin unb suchte bte Antwort schon durch den D'geniay vor- U-e^unehmeii. den man mit den beiden Stadt» du»k'icltc: nicht wahr, irgendein geistiger Ruhm, wie er ein geistige- Volk ehrt, war mit Potsdam d..ch nicht verbunden? der ist doch immer nur bei Weimar! Ader dieser Gegenlan sielit sich al» einigermasten grote-k herau». Ioda»d man ihn im Atchilettomlchen nachorüft — denn
die Singe liege t hier eher umgekehrt. Dildende Leistungen l.t Weimar schuldig g.blieben Wenn «nun in Weimar bau n ober tä,müden wollte, dann tnvbte man auswärtige Künstler berufen, und nicht tzuleyt preustiiche Künstler, Leute aus Derlln. Leute aus Potsdam. Weimar ist eine Kultur- ftaite. Aber 'poubxim ist eine Kulturstabt. PvtS- Dam gab das Deiloiel planvollen Städtebaue». Pot-dum entltai d au» archiiektonllchem Dewustt- fem unb dekorativem Deich nack
Richt anders, wie der brandenburgisch- preustiiche Staat einen Ausweg au» der Verwilderung b r Zultänbe fand, in benen der Dretstigiahv.gc K leg Deutschland zurückgekafsen batte, »»achte auch bie brandenburgilch-vreusti- sche Stunii der Verarmung der Formen ein önbe. tu die wir da mal» geraten touren.
Im De iche der G genreforma'ion entstand in ber Folge t\i» deutsche Darock mächtig, si. n- sich und g ol>irtig. Aber Roeddeutschlanb toure am, ob ic Au»>ruck gel«i eben wenn n cht zwische^i Q4b*‘ und Ober sich Ma n r -stunden bitten, die sich em Hetz fahlen un> Han) anlegien E» geschah in noch kuriur tlicher Zeit Sch n der Droste Sruifürst b^u den g o ei Schlater beschäftigt. Er lim au» Danz.g er hatte tn IDaddyiu gebaut, aber Dersin besif.t sein Leben iwe k E» war ein Weick In Darockfonnen. aber eigentümlich ist, unb ni4>: ob ie Vorlxd<uttmg wie er Ile nicht lauschend bcbnnb.lic. nicht gei'tig-weit sich. Imkern stark, männlich un > krfg.rstch Diele» Darvck kam un- mltleltai au» ber römischen Renaissance unb hatte selbst lorniscke Züge Romer:um lag In ber Mächtigleit bc» Selt ner Sch'osle». in Ikm mnr- tlal.fdie:i Schmucke be4 Zenghaules unb in dem cacsansch crfaltcn Reiterlstl.e des grosten Kurfürsten Es war norünscheS Römertum. S» war reu heut um
Die starke Detvnung be- antiken Gehakte-, die ba» Da rock durch Schl Her erfuhr, hat bie §fmze weitere Entwicklung bestimmt. Antike wurde die Grundlage aller Preu'>e ikun t. Aber immer fenten tne prruInldKn St n tler ihren Ehrgeiz tarvtn. durch Umlchoplung bi» bah n ungrlcbcne Formen ,u rdlniK-n und sich der antiken Motive nur zu bebienen zu einem |reten Zwoche. der sich au» den jeoxtligcn Au'galvn der Raumgestal- Wig ergab - unb eocn in dieser Freiheit du» flMen al.er JhiaR, Daucunst, DiU.-nerkunsl zu er- füllen
Die» wurde auf eine besonders einprägsame Weife deutlich al» aus den er le i Preul<nkönig. unter dem preu'.ischen Hol die UcXd ejetung. die Gchlnter UiiitciLipeii, weiter gepflegt hatte, der Seläutcnkonig folgte äln) gerade ber Soldaten- füiug. dem man tx-n Ererzterplatz zutvaut, und nicht den Dauplnh. bat durch seine Daumeister tu» Pot^damei Delsp.el einer praktische! Dau- weife g>-ben ItHen Sr wurde der Sch >p er jene» plsiivvilen Städtebaues, dem Pot-dum seine Ein- teit neebauh. 3r l g:e bie’e Soldatenstadt an In ber ieX*» der kleinen Häuserchn. in deren jedem
Der preutzische Stil.
Don Moeller van denDruck.
Da» VoruNell g'gen da» Preustenrum beruht auf einem Mtstosrftändti». aas gd.ilsentlicher Herabs-tzung ober auf Derke nang oon Wen en, die allmählich in V rgangenh it genetem. Diese Zusammenha. g^ we d m ntrg -nbtoO deut i cher als dort wo bte preustischen Werte am Iich.bariten sind oder sein sollt n in ber preustischen Architektur. in den preustischen Künsten, tn der Summe beffen, axi» mir jetzt wieder dl» preustischen Stil •u begreifen beginnen.
ltai) dem Zusammenbruche empfahl man dem preustischen Volke, nunmehr von Potsdam au {alten unb tot der nach W i nar zu gehen. Man fegte uns nahe, unsere geich.chtlich:. politische, rnilttärtsche D rgangenh it dl» einen Irrtum zu
eine Dü rgeriamUie mit be« Grenadier in der Dachkammer zu wohnen hatte, dem andern gitch. So entstand ein einheitliches Stadrblld. ba» nch au» lautet ei.cheitltchen Strastcmaillivrn zusammensetzte abedtchtlich aa» Ganze ein wenig nüchtern tn bvn Etnzclhe ten, aixr bi k<;wr Ruhe oon unenbii. cm Retz et» Sto-taUb oon Diocksromen, tote ton l» h ute ne mm. txe wir bi Drvchstäd'.en voll Willkür leben unb un» mit Deschamang erinnern. bie Städted-urunst zu den Kunden gvbön. die wir verierntei Drr Soldatenkonig wurde t-er Schöpser des Zopfstils Zopf, wir können e# n dx anders auSde^ck-en, Zvps war Würde in «infachb.n Un> eben diese Verbindung von Würde mit Etmachhell, sie war unoerfennbar prcust sch
Sie gehörte mit zu dem Erde, das Friedrich dem C*roten ubert an — nicht an er», tote die Ar- mce. die gefüllte Kaste, der ^ordnete Staat, die ihm fein Vater hi ted est. Ad r nun ereignete sich. Last mit dem Svh-.e ein G.n e auf ben Thron kam. ein durchaus universaler Mensch Unb bie e. junge König, der sich eb.n o in ber Ze lllteiaiur wie in ben Deschmacksto .n Zungen au»Lmnie, schenkte Preusten e.n preuhische» Rokoko Er machte au» Potsdam bie Rokokostadt Unb er machte die königlichen Schlösler zu diesen Wundern im Rokvkoltll. bie nt*b heute in langen Fluchten von koltch.ren Zimmern erd alten sind, in Po Islam, aus Sanefouci, und im ^baitottenbur- ger Palais Sein gro^«r Daumri ter Mobelstorss war ein märkischer Junker Un> in biefer .guten Rasse", wie der alte Fritz den prcu’U chen Adel bemach gtne nannte. LrlXe wohl zu viel Tüchtigkeit, ödbltänbigfcit. aber auch Dlldang, als bah sie sich in Abhängigkeit oem Trianon begeben hätte Wenn nu n vom preustischon Rokoko spricht, bann must man den Rachdruck durchaus auf das Prrus>i|che legen. Knobel»dorffs D-aatunst war in 5tul.en gildjuU. war feit in der klas iichen Linie Auch er trug wieder Antike nach Peeustcm. aber au *j er formte sie wieder nord.sch um. Die er an- titsche Zug trat noch stärker hervor, als Friedrich au» bem siebenjahigen Alr.e,e Heimkehrte und nu imehr daran ging, seinen Re iden L i das Re- piäfcnutiDe zu geben, das die Machtstellung de» S'.aateS verlangte. Jetzt gab Friedrich den Auf- tiag. die berühmtesten 'Kauten Italien.1 cher Stad e in Potsdam zu kopieren. Aber wieder tat der Ortsgeist sein Werk. Unb am Gide gibt es den s i>r ziaiis stei Klas'iz.-rus, k>n Fredrich bem zop.igen Klaslizismu- let.iei Vater- hinzufugte, nirgendwo m der Welt, nur eben In Potsdam
Rach Friedrich de- Grosten Tode ging bie Weiterentwicklung nach ‘Berlin über Unb hier zeigte sich nun, tmst ber Potsdamer Klasfizi-mu- nur fine Vorbereitung gewesen war: nur ein Durck^.na unb Uebergcnj — zur .Klassizität In den Künsten kam zur Zeit der Defveiungskriege. unb schon vorder, cm neues Geschlecht herauf ein Geschlecht von Iünglmgen. auf die der Geist be» grosten König« als eine groste 'Begeifterung über- g gangen war Und wie Friedrich ganz Genius gewesen war, so führte auch ein Genius diese Jünglinge: der Gnius von Friedrich Dilly. Durch ihn wurde die Baukunst von allem gereinigt, waS ihr nur irgendwie von fremden Stllmotlven anhing Sein Stift liest nur eine klare, preuhifche, nordische Wetenhekt übrig Und seltsam: gerade dadurch kam er der Antike am nächsten Friedrich Gillys persönliches Schicksal war trag.sch. Sr starb sehe jung und keines seiner Bautocrle ist auf uns g kommen Seine größten Planungen, wie die des großen Friedrichsorum» vor den Toren von Berlin blieben unausgeführt. Die wenigen Gebäude, die er ber preustischen Hauptstadt sche iken durste, wurden im Lau c des vergangenen Jahrhunderts nach unb nach ntebergeriflen. Unb wer Friedrich Gilly war. da- müssen wir heute bem Zeugiis feiner Zeitgenossen unb dem Vermächtnis feinet Skizzenbücher entnehmen.
Doch ein unendlicher Sinslust ging von ihm aus Und feine grofie Auswirkunz hiest Karl Friedrich Schinkel, dessen Meister und Freund er gewesen war und d n der alle Schadow eine .Ra- tu:wiedeiholung. des jungen Dilly genannt hat. Sä-inkel Hai baut die Ideen ber Gilly ell verwirklicht unb mit ben farg-n Mitteln, die bem preusti- schen Staate nach ben BefreiungSkriezen nur zur
Verfügung standen dem Stadtbilde vvn Berlin, bet pr u' ischen Akropolis um Schlvst Muteum und aheatec. d,e De ikmate e ner a.^^tiv:,ischen Phantusic gegeben, btt un.'er^leichlich sind, unb so u.-ificctlux wie De ischen -eri 'em kann Auch an öaunfil sch.ost sich tp.e*r e ne Schale, an Scha >«>w ichlost lie sich und »ch n Xauox Diele S.-ulc neni irflid)ie in den bild n e ; Äun ten. was ÜXKtbc. Schalter. Hölderlin m der Dich.un^ Kant und Heget im De Ln >erh e -en ei te Äiu.ur ter beutfex' Aativ" tn hrer Naslisch.-n Epoche Gi war eine preutzische Kultur, aber he war deutsch, indem sie pirutzi'ch. und inde fte
Sv. und tzjcht anters. sollten wir den prea- stifche' Stck etnpitnben. er geh rt Deutschland an. Gs liegt cm Dlelchni» bann tafo ber ?l.an i. der seine ütnthcb'jnj al» Äan'tbenter au» der Fein: begleitete un.» in befkn Forschungen de Rccht- feri.gung diescs öl les lag ein Rie^eriach'e war. auf iem linken Elbufer geborvn und bal»ei von preußischer Staat»ang h^rigfeit: Win'-elm^n i Die meilten pteustischen K n Her waren Bran.*enbur- ger. wie Schinkel. Aber andere tarnen au» den Plvvinzen. wie Langdans. der Erbauer des Brun- t<nburger Tores der ein Schiel «er toar Und ebenso tarn gar mancher ber groben Jll<_n «r der picu- stifchen Geschichte aus N-m Reiche, ber Freiherr vom Stein kam vom Rhein un) Scharnhorst au» bemselden Ha nooer. bas vormals dem v eustischen Heirscherh-use leine Stönig n ten geh* ,n hatte Wenn ber Au-g ng be» Well kriege» den S»nn tat. die beulscheii Stämme einander naher \a bringen und tas Gemeinsame über da» Trennende au erh ben burn l egt in ber Enttzehungsgeschiche des pvu'.Ischen St 1- ein Zeichn aafur, hast dies möglich ist. und wie dies möglich ist.
Aus Stabt und Land.
Diesten, den 2. Februar 1924.
(Cicfjenrr Wochen Marktpreise
LHändlerprrise am 31. Januar 1924.
Butter 1 23 dis 1.53 Ml. Matte 0 12 bi» 0.15. Kale 0.6J bis 0.70. Eier 0.15 bis 020. Wir- sing 0.30 bi» 0,35, Welstkraut 020 bi» 0,30, Rotkraut 0.40. gelbe Rüden 0,18 bis 025, rote -Xuac:i 0.33. Mumenkohl 0.53 In» 1.33. Unter- Kohlrabi 0,08, Grünkohl 0.33 bis 0.40, Rose kohl 0,65 bis 1,00, Feldsalat 1.03 bi3 2.03, Zwiebeln 025 bi» 0,30, Lauch 0.23 bi3 0,43, Meerrettich 0.40 bi» 1.03. Sellerie 0.33 bi» 0.63. Aepsel 0.15 bi» 0.30, Birnen 023 bis 0 25. Dörrobst 0.30 bl» 040. Honig 0.25. Bulle 0.93 bi» 1.03. Fische 0.25 bi» 0,50, 0,35 bis 0,20, Apfelsinen 0,10 bis 020.
•
•• ©tcmpclfrete Bescheinigt!n- gen der Schulleitungen. 3m Einverständnis mit dem Ministerium der Fmanscn hat da» Landesamt für das Bildungstvcfen Bescheinigungen der Schulleitungen über den Schulbesuch zwecks Einreichung von Anträgen auf Monaissahrkarten bei der Eifenbachnver- trjItu.Tj und zwecks Erhalt vvu Paf.ietschetnen durch die Besatzungsbehürden für ftempelfrei erklärt.
** Die Sprechstunden der Fürsorgestelle fürLunge nkrankeinder Medizinischen Klinik, geleitet von Prof. Dr. Stepp, finden jeden Mittwoch nachmittag von 4 bis 5 Uhr stark. Auswärtigen Kranken, die nur mit Schwierigkeiten in die Rachmitiagssprechftunden kommen körinen, ift es gestattet, schon in den Bormittagsstunden von 10 bis 12 Uhr zu erscheinen. Lungenkranke und Krankheiisgefährdete, die in ärztlicher Behandlung find, bedürfen einer Ueber- Weisung ihres Arztes an die Lungenfürsorge, stelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten.
Kreis Alsfeld.
• 211«feil), 31. 3an. Der Stadtvvr- fl a n b beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung u. a. auch mit ben Gebühren für bie
Grabstätten Dte im Avvember p (M be« schlosse,en Gebührensätze. inS'^onbere bicjcnUcn für bte Erbbegräbnisse. •.-.x-rben i>c:n Krei » amt n-rge i ihrer du,-»eror\*:i!.Lt«n Er» bobung beanfi anbet (®s bbeg 50 Mack. Prvlrngatron eines Grabes 3 2ria;fi Ja ber AuSlprache Wurde von Bertreter, ber Linken gc.tenb gemacht, hast bte ährusstäiv in
IM1I sogar 80 Mark gekostet habe a.'r mit 50 Ma ick eher zu niedrig als \u hoch angel, ar Iri. zudem handle e» sich um et.xn Lut .» ben sich nur ber au leistem brauche, ber <-* könne Redner ber Rechten tmeten barnuf hin. hast bie Derrn ögensvei Hal kn tlte be» e, seinen heute anders als in 1911 lägen Wer tn Nil achtx g Mark bcauem erlegen konnte, bem lalle thuie bie Zahlung von 50 Mark schwer unb nv. in 1911 ein Häuschen für 10 003 Marck bauen konnte, müffe heute hieraus vollständig ve zichten bie feit alten Zelten aigebürgeite pietätvolle Sitte, mit leinen Angehörigen unb Ahnen in derselben Grabstätte xu liegen, solle man doch nicht bu ch übetmätiiu hohe Debührensäye Io radikal u,ter- bmben. Bei ber Abstimmung nnai be qcg^m lietxm Stimmen an dem früheren Befchlust fest- gehalten,
KretS Friedberg.
Fr leb berg, 31. Jan. Tie Bergwerks- bireklivn Friedberg wirb mit Wirkung vom 1. FU-cuac ab nach Wölfersheim verlegt.
Turnen, Srort unb FpfcT.
• ©aumeifl rschasts-Fustdall ’plel in Diesten Fu» ben moigigvii Oonntag ist Diesten als neutraler Platz zur Aus ragung bei ersten Spiels um bie D a u m e i st e i schäft von Hessen Hannover auser'ehen 'm - fen findet auf bem Trieb flau, und »war um 2'Uhr nachmit:ais (Siebe heutige Anzeige I Die Gegner sind ber Futzballclub 05 Wetzlar unb bte Öpldpcretnigung Hann -Munben Die Liga
C'l en H ib bett 3kachbarstäbten durch die al j hrlichen Iterbanb*» spiele als Kampfmannschif! betannt. sie hat auch in diesem Jahre ist re Spielstärie cra>ieien, tat- m sie sowohl tn der Einheitsliga, al» auch in ber Bauliga des Lah>kreise» bie Führung errang Jetzt (oll Mete (Als als Beit gegen ben Vertreter be» Str:ile» Sübhanno »er ihr Können beweisen unb um Mo Ehre und Wurde be» Gaumeister i eis f impfen Ti? Ligamannschast ber Spielvereinigung Ha n n - '.'.l A n d e n ist tn unserer Gegend in be i letzten Jahren nicht in Erscheinung getreten, so datz Ile für bie hiesigen Sportfreunde ein unbeschriebenes Bla 1 11 Die Berichte au» Oü^bannooei haben sie aber stets als eine kampfestuchri te Els bargeflellt, bie einen arohen G.fer. eine zähe Au-dauer unb einen starken 6iege»toillen in die VXiglchale zu weisen pflegt, daneben jeöoä) auch über eine aenugenbe Beherrschung ber Technik unb Taktik oerfugt, um immer al- gefährlicher Gegner gelten zu können. Die Spielwcile der belbvn Parteien wirb am Sonntag allo wohl eine grolle Aehnlich'elt auftneifen, |o bal) ber Sieger be» jebenfall» lehr interessanten Kample» nicht vorausjulagen ist.
Ihre Nachbarin ist immer
so elegant geklribet, weil sie ihre Weiber, Bluten »sw nur mi ben weltberühmten echten Heitmann'» Farben, Marke Fuchsstops Im Stern, selbst färbi. Tun Sic e« auch unb Sie sinb eben |o elegant gekleidet.
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