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Montag, vezemder 1924

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger sSr Gbecheflen)

Rt. 283 Dritter Blatt

Bücher für den Weihnachtstisch

schnitten auS deutschen Lsgendensammlunaen und Schwankbüchcrn jener Zeit machen da- Werk

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ei. . - .r. _ t. lin kaum noch Wer seinen Lieben die wertvollsten

2lU$ ocm JtCtCt)C Der JRllTl|I» Romane der Vergangenheit in gediegenster, stets zu den Schriftstellern harmonisch abges'.immter Ausstattung unter den Tannenbaum legen will, der greife zu diesen ausfallend schönen Bänden^ in denen sich nebeneinander die berühmtesten Dich-

.Wanderungen und Wandlungen mit dem Frei« Herrn vom Stein" und .Erinnerungen auS dem äußeren Leben", die Dr. O. Anwand unter dem Titel .Ein deutsches Schicksal" (1409) zu einem selbständigen und für die politischen und sittlichen Probleme der Gegenwart besonders wertvollem Werk zusammengestistt hat. .Alte deutsche L e g e n d < n und <f)ti>Änto(1406) h n Professor Fritz Kern zu einem bunten Strauß vereinigt, der tiefe Einblicke in die religiöse Stim­mung und die gut bürgerliche Dichtung des 15.

und 16. Jahrhundert- gewährt. Sorgsam auSgc- wählte Wiedergaben von schönen alten Holz>

esse entgegenbringt.

*- Tante Line,

.Die sechs Bücher der Kun st" nennt sich eine neuartige kleine Weltgeschichte der Kunst, die der Kölner Kunsthistoriker Professor A. E. Drincknrann soeben in der durch ferne große Kunst­geschichte bekannten Akademischen B e r - lagsgesellschaft Athenaion in Berlin- Reubabelsberg herausgibt. Das Werk, das in Umfang und Preis dem zeitgemäßen Geldbeutel des gebildeten Mittelstandes entgegcnkommt, will in sechs Bünden Antike, Orient, Mittelalter, Re- | naissance, Barock, Rokoko und Gegenwart auf Grund eines reichen Abbildungsmaterials kurz aber erschöpfend behandeln. Als erster Band liegt Die K u n st d e r G e g e n w a r t" des Dresdner Museumsdirektors Dr. P. F. S ch m i d t vor. Un­ter Verzicht auf die ermüdende Aneinanderrei­hung von Tatsachen stellt der Verfasser die kul­turgeschichtlichen Bedingungen für die moderne 'Kunst fest, erläutert den Anteil der Rationen und -gibt dann eine fesselnde, sich überaus leicht und .reizvoll lesende Darstellung der kunstgeschtchtlichen Entwicklung von Beginn des vorigen Jahrhun­derts bis zu den Allerjüngsten in Malerei, Plastik und Architektur. Sehr sorgfältig ausgcwähltes und ausgezeichnet wiedergegebenes Q3ilDetmate- rlal 198 Abbildungen im Text und 5 Farb­tafeln unterstützt die Darstellung wesentlich. Das Unternehmen verspricht die moderne Kunst­geschichte par excellence zu werden. 1377

Die Familie Feuerbach macht Her­bert Eulenburg zum Gegenstand einer Essay­reihe die eine liebevoll einfühlende Schilderung bet eigenartigen, leltsam kontrastierenden Persön­lichkeiten dieser deutschen Gelehrten- und Künstler­dynastie gibt. Eine Porträtgalerie von seltenem Reiz, von dem alten Anselm Feuerbach, dem gro­ßen bayrischen Juristen, als Beschützer Kaspar Hausers auch weiteren Kreisen bekannt geworden, über den zweiten Anselm, den gelehrten Alter­tumsforscher und seinen Bruder Ludwig, den frei­heitlichen Philosophen, bis zum letzten Anselm, dem grfyen Maler, und feiner edlen Mutter Hen­riette. Der Berlag 3. Engelhorns Rachfolger in Stuttgart hat für eine geschmackvolle Ausstattung und schöne Illustrationen zu diesem Heldenepos eines deutschen Geschlechts Sorge getragen. 1215

Sorgen

Dienstag großes

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Aus vergangenen Feiten.

Eins der feinsten Bücher zur Geschichte der italienischen Renaissance .Lukretia Borgia" des Ferdinand Gregorovius legt soeben die Allgemeine Derlagsanstalt in München in einer neuen, in Drucktechnik wie Illustration gleich ausgezeichneten Ausgabe vor. Lukretia, die! unselige Tochter des sechsten Alexander auf dem Stuhl Petris und Schwester Cesare Dorgias, entsteht hier inmitten des verworfenen, sinnen­frönenden Milieus der ewigen Stadt, des Papst­hofes der sonnendurchzitterten Paläste und Landschlösser Oberitaliens, geschaut mit dem eindringenden, forschenden Auge des Historikers, mit größter Anschaulichkeit und reue geschildert, ein sarbcmsatter Ausschnitt aus dem Kolofsalge- mälde italienischer Renaissance. Ausgezeichnete Wiedergaben alter Meister erhöhen den Wert dieser Ausgabe. ^51

Kaiser W ilhelms I. Weimarer Briefe hat I. Schultze bei der Deutschen Der- laasanstalt in Stuttgart in zwei Bänden her- ausgegeben. Der Alte Kaiser hat sie an seine Schwiegereltern, das Grvßh^rzvqspaar von Sach­sen-Weimar, und seinen Schwager Großherzog Earl Alexander gerichtet. Eic enthalten viel Interessantes für die Politik der 48er Jahre, imd her Seit der Etnigungskriege, noch mehr Cha° würdigen Monarchen, die grade, ehrliche Schlicht­heit seines Wesens, die uns in seiner tnnerVA

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Schöne Literatur.

Wilhelm von Scholz .LebenS» Deutung. (Halbleinen 5 Mk.. Ganzleinen 6 Mk Halbleder 8 Mk. Walter Hüdecke, Berlag, Stuttgart.) In Zeiten großer äußerer und ufr nerer Bedrängnis, nicht zum wenigsten in dem augenblicklichen für Den deutschen Menschen so I finnverdunkelten Daseinsabfchnitt, ist das Pro- blem der Lebensdeutung für jeden tiefer Ver­anlagten befenders akut. Er wird zu feiner Weg- weifung schwerlich der führenden Hand eines Dichters entraten wollen, dessen ganzes Lebens- werk genau besehen, eine Ausdeutung des Le­bens ist. Wilhelm von Scholz gibt in Dem Bor- liegenden Einfälle, Erlebnisse und Erkenntnttse, die auf eine ganz eigene Weise Die menfajliqjen SuflänDc, Die Charaktere, Schicksale und Die Eigenschaften Der Seele beleuchten. Schon be­stechend infolge ihrer gepflegten unb einpräg­samen Sprache, beglücken diese Aphorismen durch die dichterisch-intuitive Artung nicht Wenger als durch eine bezwingende Denkerische Kratt 13V5

Die Weltwanderer. Don Karl Gjelierup. 19-23. Tausend. 447 Seiten. Preis gebunden 7 Mk. Derlag von Quelle & Meyer in Leipzig 1924 Der Dichter rollt in eigenartiger Dvppelhandlung mit ungeheurer Li^e das Pro­blem der Seelenwanderung auf. Was aber De'em Roman des Robelpreisträgers ethischen Wert verleiht das ist die große Tragik weiblichen Heldentums im Thema der Dergangenhnt, dem in der Gegenwart ein hoher, schwer erkämpfter Sieg beschieden ist im hohen Gedanken Der 'eel.fchen Unsterblichkeit. 1174

Eine besondere Rolle auf Dem Büchermarkt fbielt Der Do lksverbanD Der Bücher- freunDe (Wegweiser - Derlag, Berlin W 50, Rankest raße 34). der feinen Mitgliedern im Laufe eines jeDen Jahres eine Reihe beDeutlamer Reu­erscheinungen aus allen Gebieten Der schönen unD wissenschaftlichen Literatur zu sehr mäßigen Prei­sen in ausgezeichneter Ausstattung vermittelt. Da­neben treten Reuausgaben wertvoller älterer Literatur unD mustergültig eDierte Klassiker. Zum Weihnachtsfest liegen uns vor Ernst Moritz Arndts, des kernigen rheinischen Patrioten

Schule und des wissenschaftlich nicht geschulten Ratursreimdes zugeschnitten. Hier wird DaS Be­stimmen so leicht wie möglich gemacht, auf sel­tene Arten ist verzichtet, nur eine Auswahl Der häufig vorkommenden unD wichtigen Ver­treter unserer deutschen Tierwelt sind aufgenom­men. Durch eine außerordentlich große Zahl guter Abbildungen im Text und auf 16 Tafeln totiö das Bestimmen noch wesentlich ericidjtert Icdcr Raturfreund wird sich leicht in dem Büch­lein zurechtfinden, und Die Beschäftigung mit Der heimischen Tierwelt kann noch mehr als bis­her von jcDem gepflegt werden, Der ihr Inter-

Die lebendige, deutsche Iugendschrist.

Bon Fritz D i e 11 r i ch.

Gute Iugendschriften sind heutzutage ebenso selten tote echte Lustspiele. Das macht, weil wir das Kind zu sehr als psychologisch intcreffanten (Kjafl bewachten und weil wir verlernt haben, vom Kind zu lernen. Bei manchem Literaten, Der sich hinsetzt, eine Iugendschrift oder ein Kinder­gedicht zu schaffen, kriecht der Mut ängstlich in den Feenhafter zurück, wenn er plötzlich daran denkt, waS für ein insttnktsicherer und reinlicher Kritiker das Kind ist.

DaS vielfache Mißlingen von Iugendschriften farni in künstlerischen Mängeln begründet sein, bann an einem unglücklich gewählten Stoffgebiet liegen, doch hauptsächlich liegt es an der Un- zuMnglichkeit der Gesinnung des Derfassers. Kul­turell gespannte Epochen werden Die Kinder, das dankbarste Lesepublikum, nicht mit gefinnungS- lvser Mache abspeisen. Richard Dehmel, dessen Kinder ged ichte und -Geschichten in der Weit unserer Kleinen ein wahrhaftes Ofterfäuten be­gannen, hat vielen Jugendschriftstellern einen guten Wer gewiesen. Keine künstlerische Distanz darf zw.schen Dersasser und Kind aufgerichtet sein. Beide müssen miteinander auf herzlichem Duz- ftch stehen Will Der Berfasser lediglich Didak- ttker sein, so hat er sich Den denkbar schwersten Weg gewählt, vom Kind geliebt zu werden Ueberfrraut fmD Iugendschriften. in denen der Berfasser gleichsam mit moralischen Rammblocken gegen das Kindergemüt losgeht, zu verwerfen, denn jedes Kind entwickelt sich nach der Lektüre einer Geschichte ganz von selbst die dazu ge­hörige Moral. _ , _

Deshalb ist es durchaus nicht begrutzens- wert. wenn sich lediglich die Lehrerschaft deS Schrifttums für die deutsche Jugend bemächtigt. Es sind bis jetzt viel zu viel prächtige Stoffe für Iugendschriften pädagogisch präpariert wor­den, und eS Dürfte endlich an der Zeit fein, beispietsweife einen alten Offizier, Der sich m allen Teilen der Welt als Haudegen bewahrte und dem ein frischer Humor die Feder- flott inacht. aufzumuntem. aus seiner Erinnerung ein kraftvoll gewachsenes Ge'chichienbuch für Die deutsche Jugend tocrDcn zu lassen. Die fluch­würdige Stubenlust, das ewig papieme Milieu - beide sind in Der Literatur verwerflich, aber aoch vielmehr im Schrifttum für Die Deutsche 3U$Urrter den namhaftesten Verlagen für Jugendliteratur nimmt Der Derlag von Prie » bätsch (Breslau) eine rühmliche Stellung ein. In sehr reizvoll ausgestatteten Bändchen wirb hier der Jugend vor allen Dingen das Geh^mms der altgermanischen Welt gebifnct. Der Kamps der Westfalen unter Wittekind ist in Dem Buch Die Cresburg" markant von Albert Fabian erzählt.Die (SuDrunfage ist sehr treffend wiedergegeben und mit einem schönen Faksimile-» blatt aus der Urschrift ausgestattet worden. Recht beachllich ist ferner die Leistung des Prre- batsch-Derlages auf Dem Gebiet Der Äuttur- bllder. Das BuchSeverin" Dürfte im besten Sinne der deutschen Jugend vorbildlich sein, Denn hier ist Der lenzliche Aufstteg der germani­schen Seele besonders plasttsch geschildert vor dem hoffnungslosen Hintergrund römischer Dekaden.;. Schließlich fei eine ChronikFahrten und Talen des schlesischen Junkers Hans von Schweinichen" besonders hervor geho­ben, beim hier trifft sich jener derbe, drastische Humor, wie er Ende des 16. Jahrhunderts in »Deutschland gang und gäbe war, mit einer offen­herzigen Weise von Plauderei, die sich, ohne es zu wollen, zu einer sabelhasten Kulturkritik aufschwingt.

Die schönsten Märchen derWelt- literatur, Di« unsere IugenD kennen sollte, hat Professor FrieDrich von Der Leyen in atoei stattlichen, von Skarbina reizvoll illustrier­ten Bände für Bongs bekannte IugenDbücherei (Richard Bong, Berlin) neu herausgegeben. Die »Sammlung erscheint zur Weihnachtszeit gerade recht. Der Dersaster, wohl Der erfahrenste Mar- chenkenner unserer Zeit, hat aus reichstem Wissen unD mit feinstem Gefühl für Die Jugend das Zar- biafte und Beste vereinigt, waS Die ErDe an Diesen ,-Bülten Der Fabulier- unD Erzählungskunst bc- ifibt Aus China unD InDien kommen einige Der 'Märchen: zu ihnen treten wunderbare Geschichten Der Araber aus Tausendundeiner Rächt, Russen, Rorweger, Dänen, Franzosen und Italiener haben zahlreiche Edelsteine aus ihrem Besitz bcigefteucrt D«h alle Erzählungen werden umgeben unD durchwirkt von unseren deutschen, Durch Jakob unD Wilhelm Grimm entdeckten Märchen, die uns immer die liebsten bleiben. So werden die beiden geschmackvollen Bände nicht nur der Sugenb toi«- lornmen sein, sondern ebenso Den Erwachsenen, Denen aus diesen Erzählungen cin ew.ger oinn mit brunnentiefen Augen entgegenblickt 1392

- In Der Folge von Märchenbüchern Des Berlages Bruno Cassirer Berim erichemt als neuestes Te nophons Anabasis, von Karl W.tt in schöner. ^änDlich^ S,rm nach- ci^äbtt und von Max C levo gl mft 34SDer li^raphien reizvoll illustriert Der beruhjiK Bericht vom Heldenzug der zehntausend Griechen gewinnt Durch die schwungvollen Kauungen Sie- Soots Leben und Glut. liniere Jungens nx.rD<ix mit klopfendem Herzen dies Buch sich zu eigen mach«-i.^ erkarb eit im Klassenzimmer. Don ä Hildebrand in Gemeinschaft mit -U- Käslner F. Lindemann und G. Stiehl^, lol Seiten Preis in Leinenband 3.60 Mk. (Verlag non Quelle & Meyer in Leipzig. 1924.) " Das Handbuch für Den Werkunterricht ist eine Fund- Smbe für jeden Lehrer, es_ zeigt einen Weg, ^e trotz Der geringen verfügbaren GeDmittel. WcbTSe ^ÄtuSg von Werkstatt«, fast un- machen, die Arbeitsschule in den .Klas° senzimmertechniken" fortbestehen kann. Die ver- schiedenen Gebiete und Stoffe, Die für Den Werk- I^tnricht in Betracht kommen. sind von nam-

Hon Pro-

Ä P. Drvhmor. 3.20 MI. «Quelle L Swt rn eftM-g.) Das ßUmmungsbuch ist ganz auf Die Bedürfnisse Der

f anga" (Derlag E. Haberland in Leipzig) mit großem, dichterischem Schwung und warmer Anteilnahme an den Bewohnern unfceec schonen verlorenen Kolon.«. Schöne Bilder bilden eine schätzenswerte Ergänzung Der Schilderung t-ts

- A. E. Brehm- Die Raubvögel. Herausgegeben von Carl W. Reumann. (222 S.) Heft 90 Pf., Band 1,50 Gm. (Derll^ Phil. Re° clam jun, Leipzig.) - Der vorliegende Tier- lebenabschnitl behandelt diejenige OiDnimg Der Klasse Der Dögel, Die den Raturfreund nachu Den gefieberten Sängern am meisten zu fesseln im- | stände ist. Er ist in sich ein geschlossenes Ganzes, insofern er aus Der großen Gemeinschaft Der Raubvögel nicht nur Die sämtlichen Mitteleuropa bewohnenden Arten, sondern auch Die Durch ihr Leben und Treiben besonders anziehenden fremd­ländischen schildert. Wie Den Raturfreunden ganz allgemein, so wird dieser prächtige Tierleben- Ausschnitt besonders auch Jägern. Forst- und Landwirten eine willkommene Gabe sein. 1202

Svend Fleuron: »Schno ck", ein Ro­man von See und Sümpsen. Derlegt bei Eugen Diederichs in Jena. Broschiert 3 Mk., geb. 4 Mk., Halblederband 6 Mk. Wie die schon früher erschienenen Tierromane Fleurons ist auch dieses neue Werk vom Gesichtskreis der Kreatur aus ge­sehen, deren Schicksale der Leser in höchster Span­nung mit erlebt. Mit Der Dem dänischen Dichter unD gründlichen Raturkenner eigentümlichen Ge­staltungskraft sind die Abenteuer eines Hechtes von seiner Erweckung zum Leben an bis zu seiner Entwicklung zu einem Ungeheuer größten Aus­maßes, bis zum sagenhaften Schrecken einer länd­lichen Umwelt in glänzender Übersetzung geschil­dert. Dazu kommt die geistige Durchdringung der natürlichen und stimmungsmäßigen Eindrücke im, um und über Dem Wasser von Qee und Moor. Prächtig lesen sich diese Schilderungen. Dem Ang­ler und Raturfreund kann kaum ein willkomme­neres Geschenk auf den Weihnachtstisch gelegt werden. , , 1219

___ Rex, Geschichte etneS Hundes, ist Die von K. H Strobl famos geschriebene, Geschichte eines Dobermanns, Der in eire schwie­rigen Ehe Die Brücke für zwei Meirichen he-zen bildet, über Die sie zusammenfinden. (Derlag Gebr. Stiepel, ®. m. b. H., Reichenberg.) 1U2

vornehmen. jeDem äußeren Schein abholden Art in jeder Zeile entgegentritt. 1304

Adolf Damaschke. Der berühmte Dorkämpser Der Bodenreform, berichtet über Den ersten Abschnitt seines an Kämpfen um große 3Deale reichen Lebens interessant unD fesselnd in dem bei Grethlein & Co. in Leipzig eben erschienenenAus meinem Leb en" Das Buch, das ohne jede polemische Schärfe, aber mit Dem warmen Impuls und Dem starken, mit­reißenden Idealismus, Den Damaschke Immer ins

kleinen 5rcunDe n e r (ebt. Eine Erzählung für unsere Kleinen von Eva Gaehtgens. 180 Seiten, mit zahlreichen Bi.be rn von Emst Gaeht- gens. Geb 3 Mk. (Ernte-Der lag G. m. b. H . Ham­burg 26.) Die Kleinen werden Die Erlebnisse Tante LineS und ihrer kleinen Freunde mit Ent­zücken lesen, und werden es beDauern, wenn sie von ihnen Mchied nehmen müssen. 1247 Von fremden Tieren und

fernen Ländern.

' Henry Walter Bates : Elf Jahre am Amazonas, 2Ibcnteuer und Raturschil- Derungen, Sitten und Gebräuche Der Bewohner unter Dem Aequator. Bearbeitet und eingeleitet von Dr. B Brandl. Mit 19 Abbildungen auf Tafeln und 14 Kartenskizzen. (Strecker & Schrö­der, Stuttgart. Leinenband 7,50 Mk.) Der erste Band dieser neuen SammlungKlassiker der Erd- und Dölkerkunde" rechtfertigt durch feinen wertvollen Inhall und seine vorzügliche Aus­stattung allein schon das ganze Unternehmen. Dates ist ein Ratursorscher, Dem es vergönnt war, in ein tropisches ParaDies tiefer einzu- Dtingen als alle seine Dorgänger, und trotz man­nigfacher Fortschritte Der Kenntnis RorDbrasl- liens ist sein Bericht noch immer nicht über­holt. Wo aber Die neue Zeit Züge Des von ihm gesehenen BilDes ausgelöschl oder verwischt bat, wird er zu einer kulturgeschichtlichen Quelle ersten Ranges, die von Dem entschwinDenDen, iDyl- lischt, alten, noch nicht in Den Bannkreis mo- Demer Weltwirtschaft und erdumspannenden Ber- kehis gezogenen Brasilien kündet, von kaum be­rührtem Indianerleben, patriarchalischem Pflan- zertum, Regersklaverei, glänzenden kirchlichen Festen und blutigen Au ft landen. 1402

Gin Lebens- und Sittenbild aus Samoa entrollt Emil Reiche in feinem RomanÄl­

ter des In- und Auslandes finden. Die uns zur Zeil vorliegenden mögen als Sinnbild der Diel- feitigfeit dieses Unternehmens genommen werden: Jens Peter Jacobsen, Der große dänische Künder und Seher der Ratur und der Menschen­seele mit seinemRiels LYhne. Graf Go­bi n e a u mit den glutvollen dramatischen Skiz­zen. Die unter D.*mTitelDie Rena>issance" feit langem Allgemeingut der Menschhei' s'nd und besser manch dickl ib ger Geschich Ssoliantz packend und miterlebend das eigentliche Wesen Der RenaiOance aufh.llen. unD schließl.ch hristoph Martin Wielands, des deutschen Klassikers vom Musenhof zu Weimar köstliche SatireDie A b D e r i t e n. 985/1344

Der Ruf a u 6 Dem Aether. Roman von Paul Rosenhayn. Derlag Ernst KeilS Rachf. (August Scherl) G. m.b.H., Leipzig. Bro­schiert 2,80 Mk., Halbleinenband, feines weißes Druckpapier mit farbigem Schuhumschlag 3,50 Wk. Modernstes aus Chemie und Technik, Radio und Mystik, die Eleganz der Welt, der Rausch de» . Großstadt, der Ernst des Werktags alle- dicht nebeneinander. Ein ganz besonderes Buch, ganz Gegenwart und doch schon Zukunft. Gegenwart in Der psychologischen Sphäre des Geschehens, in dem Tempo der Handlung, Zukunft in Der genialen Doraussehung fernen Werdens und Wirkens, in Der Lösung von Problemen, Deren Erkenntnis noch verschleiert ist.Der Ruf aus dem Aether", eine neue Probe von Paul Rosenhahns moderner Er­zählungskunst. verbindet mit der gewohnten Fülle der psychologisch wie kriminell gleich interessanten Vorgänge eine außergewöhnliche Phantasie. Ein modernes, hochaktuelles Buch. 1371

Atlantis", Den Roman einer unter­gegangenen Welt, schreibt I Wencker-WilDbecg fesselnd unD anschaulich. Die vielen märchenhaften Ucberlieferungcn von einer vor (3eiten in den Meeresfluten versuntenen großen Kufturwelt sind hier von kundiger HanD-.zu einer bunten, farben­prächtigen Erzählung verwoben. (Derlag Wilh. > Borngräber. Leipzig.) 1290

Erlenkamp Erben Roman von Felicitas Rose. (Deutsches Derlagshaus Bong & Co., Berlin und Leipzig. 1924.) Die hoch­gespannten Erwartungen, die Felicitas RoseS große Lesergemeinde einem neuen Roman auS ihrer Feder entgegenbringt, werben durchEr­lenkamp Erben" in vollem Maße erfüllt. Wieder besitzt diese ergreifende Erzählung, Die uns nach Bremen mit seiner reichen Vergangenheit, Den ehrwürdigen Giebelhäusern unD alten Straßen führt, Die hohen Vorzüge, die Der reifen und schlichten Kunst dieser Hemiatdichterin eigentüm- lich sind. Tief veranlagte, kraftvoll stille Men­schen, Die ihr Glück in der eigenen Brust suchen, wer Den Dem abenteuerlichen Hange gegenüber- gestellt, Der in der Fremde nicht finden kann, was er nicht in sich selbst trägt. Wie ein von öfeu umsponnenes, blrimenumranktes Landhaus ist diese Handlung von tiesstem Stinnnungsreiz durchwoben. Die Heimat breitet über ihre Kin­der schützend ihre Flügel, wie gütige Frauen für ihre Lieben sorgen, und lockend erklingt der Rus nach innerer Sammlung und ethischer Ver­tiefung, die unserer Zeit so dringend not ^tut

Der Windmüller von Melpih. Erzählurrg von P. Schreckenbach. Kartoniert 1 Gm., gebunden 1,50 Gm. (Ernte-Verlag G- m b. H . Hamburg 26.1 In lebendiger Darstellung erzählt uns Stzreckenbach von dem Windmüller von Melpitz, der sich während Der Freiheits kämpfe als ganzer Marrn und rechter Patriot bis in Den Tod bewährt hat. Durch Den frischen, gesunden Geist wirft das Buch erziehlich, ohne nrorahfierenp zu erscheinen. ,, J06<

W. Pressei. Priscilla an Sa­bina. Eine Erzählung in Briefen aus Den Tag«, Jesu. Illustrierte Geschenkausgabe. 408 Seiten Ok­tav, in Leinen geb. 5 Wk. (Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg 26.) Das Buch ist kern Ro­wan im eigentlichen Sinne, aber voll Handlung, teil packender Schilderungen An der Hand der römischen Frau werden wir in Die Welt ein- geführt in Der unser Herr unD HerlanD lebte und litt Die reUenDen Illustrationen und Die ge­schmackvolle Ausstattung machen das Werk zu Ge­schenkzwecken besonDers geeignet. 1248

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FelD führen konnte, wertvolle Aufschlüsse über die für unsere Sozialpolitik so außerordentlich be­deutsame Zeit der letzten Jahrzehnte des ver­gangenen Jahrhunderts gibt, wird einmal für _ .

Die historische Belrachtung dieser Epoche von einem Kleinod für jeden Bücherfreund Em großem Ruhen sein. ' 1329 prächtiges kleines Büchlein hat Der VolkSvcrband

- Winston Churchill, einer Der im- aus dem jedem Kinderfreund vertrauten reizen- pulsivsten, verantwortungsfreudigsten Staats- den Geschichtenkranz John HabbertonS ..Hele- männer Des britischen Reiches. Der eben im n e s Kinderchen" (1409) gemacht, cnhudenD neuen Kabinett Baldwin er Der ehemalige illustriert durch flotte, einldjmicnenöc Bleistift- Liberale Das wichtige Amt des Schahkanzlers Zeichnungen Des bekannte' ..Simplizis inms - übernommen hat. hat vor kurzem unter Dem Zeichners Wilhelm Schul

Titel ..Weltkrisis 19 1119 14" bei K. F. Der Falke, die Bücherei zeitgenössischer Koehler in Leipzig seinen Beitrag zur Kriegs- Rovellen der Deutschen Verlagsanstalt in Stutt- memoitenliteratur bcigefteucrt. Die Erinnerungen hot sich sehr schnell eingebürgert auf Dem des ehemaligen Ersten Lords Der Admiralität Deutschen Büchermarkt. Die letzten, geschmackvoll im Kabinett Asquith, in dem er einer rDer und handlich gehallenen Bünde bringen von Joses glühendsten Imperialisten war, gewähren rntcr- $ 0 n t c n .Der Uvwal d", ein nc.t Prabe eifante Einblicke in die Kriegsvorbercittlngen der uDn tiefen Erleben Der lHatur des Dichters britischen Flotte und in Die ungeheure Arbeits- und eine künstlerftchc Verklärung ihrer Wesenheit. Maschinerie Der Admiralität während der ersten Otto Flake schildert in feiner Erzählung »D ie Kriegsmonate. Dedeuteirde Persönlichkeiten der z to e i t e Jugend in äußerster Konzentration Gegenseite, vor allem Prinz Ludwig Batten- krisen- und katastrophenreichen Lebenslaus berg und Lord Fisher, Die beiden Ersten See- eines Künstlers, ein Spiegelbild unfc.e z<n> lords, erfahren eine interessante Schilderung ihres tiffenen, nach neuen Formen ringenden Gegen- Wesens, eine Reihe wichtiger Dokumente machen toart. 1129,30

das Werk befonberä wertvoll. Eine Gegenüber- Einer besonderen Enrpsehlung bedarf es bei flcllung mit Den beiden Memoirenwerken des Ad- Der bekannten Sammlung ..Werke der Welt- mirals von Tirpitz liegt nahe. 127t I i t c r a t u des Propylaeen-Verlages in Ber-