Ausgabe 
1.11.1924
 
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auf die betauten 'Blätter hat gewöhnlich nicht den erwarteten Erfolg, da narr bte Blätter ab» sterben, die Wurzelstöcke davon aber toemger be­troffen werden. Auch auf Wiesen wird Wasser­entzug und starke Förderung des Gvaswuchses und unablässige Vernichtung der vberirbrschen Teile bei starkem Auftreten das sicherste Be­kämpfungsmittel sein.

Der Held von Neu-Guinea

2$. Da d- Nanheim, 30. Ott. Der Dortrag des Helden von Neu-Guinea, Major a. D. Dr. Dehner, über4 Jahre unter den Kan­nibalen des unerforschten Innern Neu-GuineaS" war in jeder Beziehung ein Ereignis für unsere Dadestadt. Rund 1000 Personen sind es gewesen, die Interesse für die Veranstaltung zeigten, aber nur etwa 600 gelang es, sich im dichtbefetzten Saale einen Sch­ober Stehplatz zu verschaffen. Der Redner schil­derte in anschaulicher Weise an der Hand von Karten und zahlreichen Lichtbildern seine Tätig­keit als Geometer, Forscher und Organisator des bewaffneten Widers! andeS gegen die australischen Streitkräfte, die die rühmlose Eroberung dieser fast ganz unbewaffneten Kolonie als Ruhmestat buchten. Major Dehner war im 3uli 1914 in Morobe mit dem Auftrage gelandet, die Grenz­linie im Südosten des däitschen Gebietes festzu­legen und geographische und topographische Ver­messungen vorzunehmen. Die erste Expedition scheiterte an der älntaugüchkert der mitgenommis- nen Träger, die, da sie das Höhenklima nicht er­trugen, eines Nachts sämtlich fluchieten und auf der Flucht dem Kannibalismus zum Opfer fielen. Der zweite Versuch gluckte: Detzwer gelang es, nach sorgfältigen D>rbereitungen, die für uner­steigbar gehaltenen Hochgebirge, bte sich bis über 4000 Meter erheben, die Schwierigkeiten der tropi­schen Vegetation und das Misttrauen der Ein­geborenen zu überwinden, weiter vorzudrrnaen, als jemals ein Weister vor ihm, und über­raschende ethnographische und geographische Ent­deckungen zu machen, welch letztere ehre starke Korrektur an dem seitherigen Karten bild Neu- Guineas notwendig erscheinen lassen. Krankheiten unter seinen Trägern und die Meldung eines eng­lischen Kommandanten, der ihn auf englisches Gebiet beorderte, gaben Anlaß zum Abbruch der Expedition und brachten im November 1914 die erste Kunde vom Ausbruch des Krieges. In Eil­märschen ging es nach der Küste zurück, die sich bis auf wenige Punkte, schon in den Händen der Australier befand. Da Widerstand gegen die Kriegsschiffe bei dem völligen Mangel an Ge­schützen und Maschinengewehren unmöglich war, wurden die farbigen Truppen ins Innere des Hochgebirges entsandt, wohin sich denn auch Maj-or Dehner begab. Einige Angriffe der Australier auf diese natürliche Festung wurden leicht zurück­gewiesen. Die Kriegsjahre waren von fruchtlosen Versuchen, die Grenze von. Holländisch-Neu- Guinea zu erreichen, ausgefüllt. Kurz vor Frie- densschlutz überfiel den tapferen Kämpfer im Hochgebirge ein Vlutsturz, der ihn dem Tode nahe brachte. Seine Schwarzen pflegten ihn mit rührendem Opfermute und brachten ihn auf die Kunde vom Frieden hin tragend zur Küste, von wo aus er durch ein englisches Schiff nach der Heimat geschafft wurde. Wie ein roter Faden zogen durch Dehners fesselnde Ausftihrungen die Schilderungen über das gute Verhältnis zu der DevöKerung der Papuas und der Treu Bezeugun­gen der Schwarzen trotz aller Versuchungen: ein glänzender Befähigungsnachweis des Deutschen zur »Kolonisation. Man farm im dieser Hinsicht den tapferen und klugen Neu-Guinea-Forscher getrost neb^n Lettow-Dorbeck in Ostafrika stellen und sich freuen, daß der deutsche Name im AuSlande doch auch solche Vertreter gefunden hat. Kein Kolonialvolk kann sich rühmen, ein solches Maß von Freundschaft und Sympathie unter den Ein­geborenen besessen zu haben. Die Ursache liegt in inneren ethischen Werten uarfere8 Volkes. Die Schwarzen sangen beim Abschied:Ich hab' mich ergeben und riefenAuf- Wiedersehen! Sie harren und warten auf uns! Das geht sehr schön aus einem Briefe hervor, der erst kürzlich durch die Mission an Dr. Dehner gelangte. Dann ließen die Völter im Innern Neu-GuineaS, wohin die Engländer sich bis heute moch nicht ge­wagt, ihremweiften Herrn" sagen, daß die deutsche Flagge noch überall in den Dörfern wehe. Wo sie nicht mehr vorhan­den, da sei sie nicht von den Engländern entfernt, da habe sie der WinL> zerstört. Die Aufgabe des deutschen Volkes muh es fein, seine koloniale Mission nicht zu vergessen. Der Vortrag war für die Zuhörer, die sich aus allen Devölkerungs- schichten zusammen setzten, eine Feierstunde. Gegenwärtig wird eine große deu t s che Ex­pedition vorbereitet, die mit modernsten Mit­teln ausgestattet (u. a. auch Flugzeugen für LebensmitteltranSport und topographische Auf­nahmen), unter Dehners Führung im nächsten Jahre sich zur wissenschaftlichen Erforschung nach Holländisch-Neu-Guinea begibt, das in seinem Innern auch noch fast gänzlich unbe­kannt ist.

Die Reichs-Teuerungsziffer.

Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungs­kosten für den 29. Oktober ist gegenüber der Vor­woche unverändert. Für den Durch­schnitt Oktober berechnet sich die ReichS- indexziffer auf das l,22fache. Gegenüber denn 1,16- fachen im Durchschnitt September ergibt sich eine Steigerung von 5,2 Prozent.

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die Börse hat anscheinend ihre schwerste Krisenperiode überstanden. Zwar lastet noch immer der außerordentlich hohe Umsätz- stempel, der jede freiere Regung der Unterneh- mungslust unterbindet, auf den Eft^tengeschä >' en, doch besteht schon bogründete Hofftung auf einen baldigen Abbau sämtlicher verkehrsfeimolicher Um* sah steuern und damit auch des Börsenumfah- stempels. Die Börse setzt diese Hoffnung bereits als sicheren Faktor bei ihren DisposUüonen ein. Sollte die Regierung auch diesmal biete Erwar­tungen enttäuschen, so würde sie mit der Gegner­schaft nicht nur der Börse, sondern de-' Gesamt­wirtschaft, vor allem auch der kapitalhungrigen Industrie, zu rechnen haben. Die Börse i|t nun einmal das große Geldvermit'eiungsorgan, durch welches vor allem auch ausländisches Kapital der deutschen Wirtschaft zugeführt werden larat. Versagt die Börse, weil ihr durch wirtschasts- feindliche Steuergesetze die normalen Fuickiionen erschwert werden, so fühlt letzten Endes der Industrielle, Gewerbetreibende u.ib A beiter d e e Störung ebenfo jchwer, wie der Börsianer. Die verhältnismäßig günstige finanzielle Lage der meisten Stadtverwaltungen und die innerhalb ver­schiedener kommunaler 0^örper>ch-.rften gediegenen Erörterungen über eine Wiederaufnahme des Zinfendienstes für ältere Anleihen, im beschränk­ten ihn fange, haben an der Börse die Stadt­anleihen stark in den Vordergrund deS Inter­esses gerückt. Daneben werden aber auch die älteren Staatsanleihen wieder ftärter beachtet. Für den Industrieaktienmarkt ist man wohl im Grunde festgestimmt, ohne daß jedoch bei den jetzigen Geldmarktverhältnissen und unklaren innerpolitischen Zuständen diese Stimmung sich hätte in größerem Umfange auch in den Kursen ausprägen können. Immerhin entwickelte sich in den letzten Tagen doch auf verschiedenen Spezial­gebieten, wie z. D. am Kalimarkt und bei den schweren westlichen Montanwerten, ein sehr leb­haftes Geschäft bei anziehenden Kursen, das als günstiges Symptom für die weitere Gestaltung der Gesamttendenz des Effektenmarktes gewertet werden kann.

Um die Herabsetzung der Börfenumsatzftcuer.

Reichsfinanzminister Dr. Luther nimmt in einem Schreiben an den Zentraloerband des Deut­schen Dank- und Bankiergewerbes zur Frage der Herabsetzung derBörsenurnsahsteuer Stellung. Der Minister führt u. a. aus, daß es ihm, nachdem für ihnfätje ausländischer Zah­lungsmittel gewisse Erleichterungen geschaffen worden waren, nicht wünschenswert erschien, die Frage, ob es sachlich geboten und im Rahmen der gesamten Steuergesetzgebung erträglich sei, eine weitere Senkung der Börsenumsahsteuer vorzuneh­men, zu entscheiden, ohne das Parlament zu hö­ren. Zur Klärung von Vorfragen hätten wieder­holt Besprechungen mit den Herren des Zentral­verbandes und sonstigen Sachverständigen statt­gefunden, wobei auch erörtert wurde, inwieweit die gegenwärtige Stille am Aktienmarkt und die son­stigen hervorgehobenen Nachteile wirklich auf die gegenwärtige Höhe der Dörsenumsahsteuer zurück­zuführen seien. Dabei sei zu bemerken, daß das Anlagebedürfnis von dem Markt der festverzins­lichen Werte auch nicht durch die hohen Spesen abgehalten wurde. Zu der Frage der Beeinträch­tigung der Erwerbsmöglichkeiten für die am Dör- senhandel beteiligten Kreise weist der Minister darauf hin, daß die Zahl der Personen, die sich gewerbsmäßig mit dem Effektenhandel beschäfti­gen, mit 2571 am 1. Oktober unverkennbar in einem Mißverhältnis steht zu der Zahl vom 1. Juli 1914 mit 927 Personen. Dazu sei die Zahl der Dörsenbesucher in Berlin etwa auf das Vier­fache des Friedens gestiegen. Danach dürfte der Versuch, für eine so unverhältnismäßig hohe Zahl Personen durch Herabsetzung der Börsenumsatz­steuer ausreichende Derdienstquellen zu erschlie­ßen, keinen Erfolg versprechen. Schließlich betont der Minister, daß er, da durch die Auflösung des Reichstags die Möglichkeit einer parlamentari­schen äleberprüfung der Tatsachen in nächster Zeit nicht gegeben ist, die Prüfung der Frage angeord­net habe, ob nicht im allgemeinen die Bedürfnisse der Wirtschaft und insbesondere die Interessen der Kleinaktionäre gewisse Milderungen der Börsen­umsatzsteuer schon demnächst angezeigt erscheinen lassen.

Aus dieses Schreiben sandte Geheimrat Pros. Dr. R i e h e r namens des Zentralverbandes des Deutschen Bank- und Dankiergewerbes dem Mi­nister eine Erwiderung, in der u. a. ausgeführt wird: Eine weitgehende Herabsetzung der Börsen- Umsatzsteuer für Dividendenwerte dürfe nicht wie­der und wieder hinausgeschoben werden. Wenn in dem Schreiben des Ministers lediglich gewisse Milderungen in Aussicht gestellt werden, so möchte er namens des Zentralverbandes des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes nochmals eindring­lichst betonen, daß eine Ermäßigung, welche nicht einmal von den im § 62 des Kapitalverkehrssteuer- gefehes für Zeiten, wie die jetzigen, eingeräumten Befugnissen, in vollem Umfange Gebrauch mache, nach keiner Richtung geeignet sein dürfte, die wirt­schaftlichen Wirkungen hervvrzubrrngen,die mit der Herabsetzung der Börsenumsatzsteuer zugunsten von Industrie und Handel, zugunsten des Kapitalisten­publikums, einschließlich der Kleinaktionäre, und schließlich auch zugunsten des Steuerfiskus erzielt werden sollen. Eine unzureichende Herabsetzung der Börsenumsatzsteuer schmälere lediglich die ©teuer*

emnahmen des Reiches, ohne die armsatziatigleit auf den Effektenmärkten zu beleben. Es würde nir­gends verstanden werden, wenn aus politischen Gesichtspunkten eine sachlich als notwendig er­kannte Maßnahme, zu der die Regierung die Ermächtigung in Händen habe, auf mehrere Mo­nate bis zum Wiederzusammentritt des Reichs­tages vertagt werden sollte.

Entwicklung der Konkursziffer in Bayern. Dom 1. Januar bis 30. Sep­tember 1924 wurden nach den Erhebungen des Bayerischen Statistischen Landesamtes in Bayern 484 Konkurse eröffnet, gegen 30 im Jahre 1923 und 183 im Jahre 1913.

* Steinkohlen berg we rke Decker A-G. Bochum. LautKöln. Zig." soll der ©.= D. vorgeschlagen werden, das Aktienkapital im Derhältrris von 100:6 auf 6 Mill. R.-M. zu» sammenlegen.

Börsenkurse. ,

ün BüRonen Prozent

Frankfurt n. M.

Derltn

Schluh. Kl^rs

jSchluhi,. Abend- 1 börse

Schlutz. Rurs

Schlutzk. Mittag­börse

Datirnn

30. 10

| 31. 0

0. 10.

31.10.

6°A Deutsche NeichScmlethe . 4% Deutsche NeichSanleioe S7e°/o Deutsche Reich.-anleth« 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Lparpraimenanleth« 4®/o Preußische ötvnsols . . .

Hessen .........

3V»e/o Hessen..........

3% Helsen...........

Deutsche Werth. Dollar-Rnl. dto. Doll.-Schatz-Anw«tsng.')

Zolltstrken.........

6% Gvldmexikaner......

Berliner Handelsarsellschaft Commerz- und Prlvat-Bonk Darmft. und Nationalbank . Deutsche Bank.........

Deutsche BeretnSbank .... Disconto Commandit .... Metallbau!...........

Mitteldeutsche Creditbank. Oesterreichische Kreditanstalt Westbank............

Bochumer <Jnß .......

BuderuS............

Caro..............

Deutsch Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. . Harvener Bergbau......

llaltwerke AschcrSleben. . . . stalstverk Westeregeln. .... Laurahütte...........

Oberbedarf...........

Phönix Bergbau . ......

Raetuilabl...........

Rtebeck Montan........

Tellus Bergbau........

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....

Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo-Cont -Guano.....

Badische Anilin........

Cbemiiche Mayer Alaptn . . Goldschmidt..........

GrieS^eimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung........

RütgerSwerke ......... Echeideanstalt.........

Mg. ElektrizttStt^esellschast Bergmann ...........

Mainkraftwerkr..... .

Schuckert............

Siemens A Halske ......

Adlerwerke Klcyer ...... Daimler Motoren. ...... Heyligenstaedt......... Mrgutn........... .

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Brann . . . Metallgesell«chast Frankfurt. Pet. Union Ä -G........

Schuhfabrik Her,......

Sichel..............

O.jOT 1,390 ü

4,6

8

0,355

16

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0,44 1.1 1.2

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4,2 87,8

9,875

24,25 4,5

8,30 10,25

11,9

1,625 0,35 0,35

9,50 53,13 53,65

82

13,7 16

6,4 8.8

18,25 33,75 33,25

25,1 4,40

5

9,75 18,50

13,10 16,40 16,50

15

8 11,25

38,4 43

1,80 2,80

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1,5

2,90 3

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0,500 0,91

5,910 1,340 0.405 1,050

1 23

1,1 <-5

1,2

4,2

88,3 9,625

42,1

24

4,5

8,30 10,20

11,70

1,63 0,35

0,3 48,76 9,70 9,30 53,50 54.13 81,50

13 16,7 5,65

88 37, 0 33 10

33,4

25 4,50

5,1

9,9 18,60

13,50 16,1

16,26

15

8 10,10

37 48

1.9 2,8

8

0,875

1,5 2,9

2,9 8

Zellstoff Wa»dhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik Wag häufel . . .

ej Dom Rückxahsungsw«t.

Berliner Dorfe.

(Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger".)

Berlin, 31. Oft Die zum Schluß der gestrigen Börse einsetzende Verstimmung infolge des Schreibens des Reichsstnanzministers in der Angelegenheit der Börsen-Umsatzsteuer übertrug sich zunächst auf den Beginn der heu­tigen Börse. Diese Verstimmung fand allerdings im wesentllchen ihren Ausdruck in der außen- ordentlichen Zurückhaltung der Spekulation, aus der sie erst etwas hevaustrat, als sich zeigte, daß das Publikum mehr aus seiner Reserve heraus­zutreten begann denn bei den Depositenkassen, wie auch aus der Provinz lagen in größerem Umfange Kaufaufträge vor. Fremde Werte setz­ten zunächst nicht unwesentlich unter den gestrigen Kursen ein. Ain Montanmarkt war das Geschäft außerordentlich gering, während am Kalimarkle die gestrige Bewegung sich sortsehte, allerdings bei ermäßigten Kursen. Die Favoriten der letzten Tage spielten auch heute wieder eine große Rolle, nämlich Südfee-PH sphate, die mit 21 wesentlich unter gestrigem Stande eröffneten, später auf 37 stiegen. Der Geldmarkt bleb unverändert Tägliches Geld notierte Va pro Mille. Im De­visenverkehr zeigte sich keine Aendernng. Das Pfund liegt international sehr fest auf den konservativen Wahlsieg in England hin.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 31. Oft. Auch die AVendbörse verlies wieder außerordentlich still und unter starker Zurückhaltung. Nennenswerte Umsätze tarnen auf keinem Gebiete zustande. Die Geschäftstätigkeit beschränkte sich auf einige Spe­zialitäten. Die Stimmung war aber insofern etwas freundlicher, als die Rückgänge zumeist zum

StMftand tarnen. Im allgemeinen waren öie Märkte gehalten. Zum Teil waren kleine Er­holungen zu beobachten. Von Anleihen notierten 5proz. Kriegsanleihen 507l/2 Plus 10 Milliarden. Zwangsanleihe 10 Vs unverändert. 1914er Preuß. Schätze 820 plus 5 Milliarden. Don ausländi­schen Renten waren Ungarische Werte etwas gefragt, 13er Ungarn 63/8, 1914er Ungarn 6V». Gänzlich vernachlässigt lag der Montanmarkt, wo nur Ilse Bergbau zur Notiz kam mit 143/< minus 0,35. Don Kälrwerten gaben Aschersleben erneut um 0,5 auf 12y< nach, wähceiü) Westeregeln um 0,25 auf 153/< gebiert waren. Anilinwcrte waren gehalten, Badische Anilin 18 Vr Plus 0,1, Scheide- anstalt 131/4, Elberfelder Farben 161/4,' Th. Gold­schmidt 131/4 plus 1/4, Höchster Farbwerke 16,3, Holzverkohlung 63/sl Nütgerswerte Io3/» plus 0,75. Don Eleftrowerten gingen um AEG. mit 8, Licht und Kraft 7Vs plus Vs- 2lm Bankaktien markt kamen Umsätze kaum zustande. Kommerzbank 4,5 plus 0,1 Darmstädter Bank 8, Dresdner 7, Metallbank 12,9 minus 0,2, Mitteldeutsche Coedit- bank 1,6 plus 0,1, Oesterreichische Krehitaftiem etwas niedriger 0,337V*. Don Transport weiten wurden notiert: Nordd. Lloyd 41/4, Schantungbahn 1,4. Sonst gingen noch um: Aschaffenburger Zell- stoft 17Vt, Hoch- und Tiefbau 2 4 plus 0,4, Gebr. Iunghans 9Vs, Voigt und Hä/firer 1,4,' Neckar- Werke Eßlingen Stammattvsr 6,7, Franienthal Zucker 3,1 Heilbronn Zucker 2 6, Offstein Zucker 2,8. Die Börse schloß die Woche in gut behaup­teter Haftung.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(An 8 UI tonen Mark au-ardrückt- fJaeao*-0treÄ. London. Wett« York, Japan, Mo de Janeiro für eine Einheit, Wien and Budapest für 100000 Einheiten, alles üdriac hu 100 drhibtittn.)

Telegraphische Auszahlung.

30. Oktbr.

31. Oktbr.

{Report

Amtlich, Notierung

Amtliche Vioitecin 1

Geld

«tief

Geld

Bries

30.

.31.

Amst-Rott

185,09

185,91

185,19

166,01

voll

voll

Brff.-Antw

20,1 ö

20,25

20,13

20,23

voll

voll

Christiania.

59,75

60,0.

59,90

60,20

voll

voll

Kopenhagen

72,52

72,88

72,32

73,18

voll

voll

Stockholm .

HelstngforS.

111,47

112,03

111,47

112,03

voll

voll

10,53

10.95

10,525

18,21

16,98

10,585

voll

voll

Italien. . .

London. . .

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1fc,31

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Nenyork . .

4.1 J

4,21

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Paris....

Schweiz . .

22,00

£2,12

21,94

$2,04

voll

voll

80,74

81,04

80,00

81,00

voll

voll

Spanten . . Wien in D--

56.46

W.74

66,36

66,64

voll

voll

Oest.abgeft.

Prag . . . . Budapest. . Buen Aires

5.91

12,50

6,50

6,94 12,56

6,52

Ä

8,50

6,94

12,666

6,52

voll voll voll

voll voll voll

1,635

1,545

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Bulgarien

3,04

3,06

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1,82 0.47

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1,62 0,475

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Belgrad . .

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Lissabon .

16,46

16,46

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voll

voll

®anfnoteeL

Frrfht, 31. Oktbr.

Geld

Brie'

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Amerikanische Noten .....

4,11

4,21

voll

Belgische Noten ........

20,10

20,20

voL

Dänische Noten........

72,69

79,05

Englische Noten .......

18,945

19.045

doll

Französische Note« ......

21,94

12,04

doll

Holländische Noten......

164,29

165,81

voll

Italienische Noten......

18,17

18,27

voll

Norwegische Noten......

59,60

60,10

voll

Deutsch-Oesterr-, ä 100 Äroaai Rumänisch« Noten......

5,91 ;

2,26

voll voll

Schwedisch« Noten ......

111,37

111,93

voll

Schweizer Noten.......

80,50

60,90

voll

Spanische Noten..... .

Tschrchostowakische Noten . .

86,91 12,46

-6,59

12,52

voll voll

Ungarische Noten......

8,46

6.48

voll

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger".)

Frankfurt a. M, 31. Oft. GS wurden notiert- Weizen 22,25 bis 23, Roggen, inländ. 21,75 bis 22,75, Sommergerste für Dvauzwecke 24 bis 27, Hafer, inländ. 19 bis 22, 2Nais, gelb 20 bis 20,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 33,75 bis 37, RoggMmehl 30 bis 34, Weizenkleie 11,50, Roggenkleie 11,25. Tendenz: Nachgebend.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 31. Oft. Der Produftemnarft lag schwach. Welter Roggen noch Weizen wird von den Mühlen in annehmbarem Umfang und Preis aufgentmxmen, weil der Mehlabsatz nach wie vor stocke. Es notierten: Pro Tonne Weizen (mark.) 202205, Roggen (märf.) 197201, Gerste (mark.) 235260, Gerste (neue) 200215, Hafer (märt.) 170180, Hafer (pomm.) 162173, Raps 390 bis 400, Leinsaat 390400; pro Doppelzentner, Weizenmehl 2831, Roggenmehl 27,5030,75, Weizenkleie 12,3012,60, Roggenkleie 12,30 bis 12,60, Viktoriaerbsen 3336, kleine Erbsen 23 bis 26, Futterevbsen 1921, Peluschken 1718, Ackerbohnen 2022, Wicken 1820, Lupinen (blau) 1415, Lupinen (gelb) 1518, Serradelle (alt) 1415, Serradelle (neu) 2023, Raps­kuchen 15,5015,80, ßetnfuxf)en 25, £ roden** schnitzel 9,90, Torfmelasse 99,20, Kartvfteb* stocken 1919,40.

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