man Häcksel, dann soll eS narr geschehen, tocnn man ihn mit zerkleinerten Rüben vermischen will, aber niemals soll er zu kurz geschnitten werden, weil er dann nur zu leicht schwere Koliken verursacht.
Die Sitzstangen im Hühnerftall.
Viele Hühnerhalter achten viel zu wenig auf die Sitzstangen im Hühnerstall. Sowohl die Sih- stange seDst, alS auch ihre Anbringung lassen oft t»lcle_ Wünsche offen. Zu verwerfen Ist zunächst die überrnähtg grobe Zahl von Sitzstangen. 3e nach der Rasse, die man hält, hat man auch bis Stangen zu wählen. Für leichtere Rassen genügen Dachlatten mit abgerundeten Kanten, schwere Tiere und solche mit Fuybesiederung nächtigen am besten auf Brettern von 8 bis 10 Zentimeter Breite. Die scharfen Spanien sind zu beseitigen. Ganz runde dünne Stangen sind immer verwerflich, denn auf solchen haben die Tiere keine Ruhe: sie müssen sich stets krampfhaft festhalten, um nicht herunter- zufallen, wodurch sehr leicht die Zehen verkrümmen.
Die schweren Rassen fliegen schlecht, darum achte man darauf, daß die Sihgelegen^it nur 40 bis 50 Zentimeter vom Boden entfernt ist. Bei Italienern usw. können die Stangen einen Meter und mehr hoch sein. Total verkehrt aber ist es, wenn die Sihstangen in verschiedener Höhe angebracht sind, dann entsteht abends ein Kampf um die höchsten Sitzplätze. Die Entfernung von der Stalldecke soll auch mindestens 60 bis 100 Zentimeter betragen.
Viele unheilbare Schäden, wie Verkrümmungen des Brustbeines, Futzverletzungen entstehen
dadurch, dab die Tiere im jugendlichen Alter von hochangeboachten Sitzstangen herunterfltegen müssen. Ss ist an und für sich nicht ratsam, dah Jungtiere auf Stangen schlafen, wenn schon, dann sollte aber mindesten» für das richtige und praktische Anbrtngen der Stangen gesorgt werden.
Stets muh darauf geachtet werden, dah sich alle Sstzstangen leicht fortnehmen lassen, damit sie gründlich gereinigt werden können. Dor allem aber sollen die Stangen weit genug von den Wänden entfernt sein und weit genug voneinander. —
Das Vorkeimen der Puffbohnen.
In den Kreisen der Gartenbauer wird das Vorkeimen der Puffbohnen nicht selten als eine Arbeit betrachtet, die sich nicht lohne: der auf- gewandten Mühe entspreche nicht der Erfolg, so wird behauptet. Dem ist jedoch nickt so, weshalb man auch das Borkeimen überall dort empfehlen soll, wo die Verhältnisse es erlauben, und zwar) aus folgenden Gründen: Vorgekeimte Puffbohnen haben gegenüber den nicht vorgekeimten einen Vorsprung in der Reife von 2 bis 3 Wochen. Ferner werden vorgekeimte Bohnen weniger oder gar nicht von den Blattläusen heimgesucht, eine Tatsache, die sich aus der Frühreife von selbst erklärt. Endlich — und das ist wobl der Hauptgrund — entwickeln vorgekeimte Puffbohreen 2 bis 3, manchmal sogar 4 Stengel, die von unten bis oben mit Hülsen behangen sind, mit anderen Worten: man erzielt einen bedeutend höheren Ertrag. Direkt ins freie Land gelegte Puffbohnen zeigen durchweg nur einen, selteiier 2 Stengel, die hoch schiehen und in ihrem unteren Drittel gewöhnlich nur Blätter entwickeln. Je später man
der .WitterirngsvevhälvrNfe Halver Sie Bohnen legen tarn, um so mehr wird man diese Erscheinung beobachten können. Rur dann würde man von einem Dorkeimen Abstand nehmen tonnen, wenn im Verlaufe deS Februars die Witterung anb der Boden ein Legen der Bohnen ins freie Land erlaubten und der März keine stärkeren Froste bringt. Gewih haben wir derartige Vorfrühling« schon gehabt: auf diese sich aber verlassen, hieve doch etwas zu sorglos fein. Zum Vorkeimen selbst sei noch bemerkt, dah für rechtzeitige Abhärtung der Puffbohnenpslänzchen Sorge zu tragen ist, weil hiervon der Erfolg zum größten Teile abhängt.
Kunst und Wissenschaft.
Kongreß für Innere Medizin.
Der 36. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin findet vom 22. bis 25. April tn Kissingen unter dem Vorsitze des Geh. Rat Prof. Dr. M. Matthes (Königsberg) statt. Als Hauptverhandlungsthemen sind gewählt: 1. Mineralstoffwechsel und Ioreere- 1 h e r a p i e. Referenten: Straub (G reifswald), Freudenberg (Marburg). Wiech-owski (Prag). 2. Die nervösen Grkrankungen des Magens. Referenten: v. Bergmann (Soanffurt a.Onj, Magnus (Utrecht). 3. Die bisherigen Erfahrungen des Insulins. Referent Geh. Rat Minkowski (Breslau). Im Anschluß an den Kongreß für Innere Medizin findet ebenfalls in Kissingen die Tagung für Der- oauungs- und Stofs Wechselkrankheiten unter dem
Vorsitz des Pros. v. '.Bergmann (Frankfurt a. M.) statt. Die Referate sind: 1. Die Erkrankungen des Pankreas vom Standpunkte des Pathologen, Chirurgen und Klinikers. Pros. (Seelen (^rlin-Westend), Prof. Guleke (Jena), Prof. Katsch (Frankfurt a. M.). 2. S i e Zen tral- regulrerung des Stoffwechsels. Professor Drugsch (Berlin). 3. Erkrankungen nach Magenoperativnen. Prof. v. Haderer (Innsbruck), Prof. Zweig (Wien).
Fortlaufend Eingang der
Frühjahrs - Neuheiten.
Jackenkleider und Mantel Seidene u. wollene Kleider
I Blusen, KoslUm - Röcke Morgenröcke, Unierröcke
Magener ^Schlöte!
Frankfurt ä.Mdin
OoetbeftraOe 9 n.1l
MWröesWiW.Wn.
Sin Roman aus dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik.
35. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)
Er rief sich die Vorschrift Ifenbrandts tnS Gedächtnis. Dann griff er Im die Dvusttasche. Ein kurzer Ruck, und der Pfropfen war entfernt In weitem Bogen fbg die Tube in das Wasser. Wellington F)? sah sie versinken und spurlos verschwinden. Einen Augenblick zögerte er. Dann wandte er sich um und ginn mit schnellen Dchrttten der Stadt zu. Der plötzliche Kniefall vor einer halben Stunde tü-trftc noch nach und lieh ihm Vorsicht geb>ten erscheinen. Mochte Georg Ifen- brandt du für die Bewohner Pekings zusamrnen- gebraut haben, was er wollte, es war iedenfallL nicht angebracht, dah irgend jemand hier Wellington F)x bei der Ausführung dieies 7Iuf trage? beobachtete und in Zu|ammenhang damit brachte
Er gelangte in die Stadt zurück. In einer Teestube, gegenüber dem Hotel, in dem Collin Cameron abgefliegcn war, irahm er an einem Fenster Platz. Der, auf dessen Kommen er hier lauerte, such iirdessm tm Paläste treS Regenten dem Schanti gegenüber.
„Das Wunder, das an dem Sohn des Himmels geschah, toar unfaßbar grob . . . so grost. dah es niemand glauben kann, ter es nicht gesehen hat, wie be erleuchtete Weisheit in die alte Kotserstadt ei nzog."
.Sie sahen den Steifer?“
.Rein, Hoheit. Ich wartete hier tm Palast."
Ein leichtes, kaum merkbares Lächeln glitt während der Antwort über Goll in CamevonS Zuge.
„Ser Kaiser lebt! Weh dem, der ... der . . feine Hand würde ihn furchtbar treffen. . ."
Die Worte, scheinbar so leicht und beziehungslos hingesprochen, liehen Eollin Cameron tnner- lich erbeben.
„Die Welt wird erzittern, wenn des Kaisers CZiame wieder ertönt. Europa. . . dieses altersschwache Land wird seinen Flug nach Osten hemmen. Gelähmt werden seine Flügel herabhängen, wenn ihm der Rame der erleuchteten Weisheit in die Ohren dringt, llnfere Feinoe werden erbeben. .Unfere Freunde tn den Vereinigten Staaten werden frohlocken . . . Zusammen mit den Söhnen des Himmlischen Reiches . . ."
Collin Cameron hatte immer lauter und schneller gesprochen, um den Eindruck seiner unvorsichtigen Worte zu übertönen und zu verwischen. Die Stimme des Schanti unterbrach ihn.
„Sie werden noch heute nach den Vereinigten Staaten fahren!"
Die Züge Collin Camerons blieben unbewegt, trotzdem ihm der Auftrag höchst unerwünscht kam
„SS ist der Wille unseres Herrn, dem die Götter so wunderbar die Gesundheit wiedergeschenkt haben. Am 6. Juli, das heistt am dem Tage nach der Wahl Josua Bordens, sollen die Plane der höchsten Weisheit zur Ausführung ronrmen."
Soll in Cameron sah bet Regenten erstaunt an. Wagte dann die Erwiderung: „Und wenn die Wahl nicht arm 5. Juli stattfi-ndet?"
„Auch baren!"
Mit einem Ruck war Evllin Samersn auf- gestanden.
„Auch dann?"
Der Regent nickte stumm.
„Ich verstehe nicht, Eure Hoheit. . . Die Wahl Josua Bordens . .
„ . . . Braucht nicht am 5. stattzufinben. Der 6. Juli ist der Tag . . ."
„Ich verstehe nicht, Hoheit."
„Die Wahl soll am fünften stattfinden.
Es wäre gut, trenn es geschähe. Doch es könnte sein, dah die Wahl verschok«n wird . . . Das Geheimnis scheint nicht gut gewahrt worden zu sein ... Es wäre möglich, dah man einen Strich durch alle Pläne macht, indem man die Gouverneurswahl verschiebt. Sin solcher Aufschub . . . und ginge es mir um wenige Wochen . . . würde die Absichten des groben Herrn stören. Ihre Aufgabe ist eS, dahin zu wirken, dah die schwarze Bewegung unter allen Umständen am sechsten losbricht!"
„Hoheit! . . . Die schwarzen Führer dahin zu bringen, ist unmöglich!"
„Dann ist es Ihre Aufgabe, die Bewegung auch ohne die Führer zum Ausbruch zu bringen. Das „Wie" ist Ihre Sache. Ihre Dollmachtrn ft tb unbegrenzt. Mittel aller Art stehen in jeder Menge zur Verfügung."
Der Regent hatte geendet. Collin Cameron starrte stumm vor sich hin. Der Schanti sprach weiter: „Sie werden die Ausgabe annehmen . .. und vollbringen!"
Roch immer schwieg Collin Cameron. Erst nach einer geraumen Weile erhob er sich. Sein Gesicht verriet die Bewegung, die in ihm arbeitete.
„Der schwerste Auftrag, den mir Guve Hoheit je gegeben. Ich übernehme ihre."
Sie fliegen mit dem Postschiff."
Collin Camevon verlieh den Raum. Im Vorzimmer fiel ihm das verstörte Gesicht eines Ad-
jutanten auf, der sich sofort dem Zimmer deS Regenten näherte. Als Collin Garner)n den Palast verlieh, sah er die blühenden Gärten unter einer leichten Schneedecke liegen und unaufhörlich schwere Flocken niedergehen. Einen Augenblick zögerte sein Fuh.
Schnee . . . In dieser Jahreszeit . . . Ire solcher Menge?
Die Gedanken an seine Reise... an feine schwere Aufgabe liehen ihn das Auhergewvhnliche nicht voll empfinden.
Regungslos, so wie ihn Collin Cameron ver- lassen hatte, sah der Regent. Seine Hand tastete nach einem Globus und lieh ihn mechanisch rotieren.
„ . . . Um die ganze Welt spinnen sich, meine Fäden zu einem Reh. . . stark. . . unzerveih- lich . . . der 6. Juli . . ."
Seine Hände legten sich ineinander. Die Finger der Rechten griffen nach dem Ringe des Dschingis-Khcm und zogen ihn von der Linken. Wie von selbst glitt der Ring auf die Rechte Wie im Spiel wiederholte der Schantt das Hin» und Herschieben des Ringes.
Ein Klopfen an der Tür lieh ihn aufschvscken Hastig schob er den Ring auf die Linke zurück.
„Was ist?"
Sein persönlicher Adjutant stand vor ihm. Dessen Gesicht war verstört, feine Augen blickten irre.
Roch einmal rief der Schanti: „Was ist?!" „ES ist Winter geworden, Hohett!"
.Es ist Winter geworden? . . . Willst du mich narren?“
(Fortsetzung folgt.)
Vie Dualen eines Nervösen.
Ein nervöser Mensch ist ein unglücklicher Mensch. Kleine Widerwärtigkeiten können chn zur Verzweiflung bringen, die kleinste Aufregung kann ihm tagelang Kopfschmerzen oder UebeLkeit verursachen, ihn ärgert die Fliege an der Wand, und er Ärgert sich wiederum darüber, dah er sich so ärgert.
Rervenleiden sind zumeist Gehirnleiden — ünd Geisteskrankheit, unbewahte Handlungen, Rückenmarkslähmungen usw. sind nut besonders schwere Folgen derselben. In leichteren Fällen äuhert sich Rervosität durch: Kopfschmerzen, Glieberreihen, Zur- kungen, Rückenschmerzen, Gesichts- schm erzen, Schmerzen in Hals, Armen und Gelenken, Augenflimmern, Blut- wallungen, Herzklopfen, Schlaflosig
keit, schwere oder schreckliche Träume, Beklemmungen, Schwindelanfälle, Angstgefühle, übermäßige Empfindlichkeit gegen Geräusche, Reizba feit, besonders früh nach dem Auf- stehen, Unruhe, Launenhaftigkeit, Versagen de- Gedächtnisses, gelbe Hautflecke, Klopfen in den Adern, Gefühl von Taubheit in den Gliedern, Zittern der Hände und Kniee bei Erregungen, blaue Ringe um die Augen, Ohrensausen, sonderbare Gelüste und Abneigungen, Schreckhaftig- teit. Viele weniger auffällige ®rfdfeltutngen treten einzeln oder zusammen auf und stnd Anzeichen dafür, dah Die Rerven angegriffen find.
Zeigen sie sich so sollte unbedingt sofort etwas geschehen. Man muh den erschöpften Rerven
diejenigen Stoffe zuführen, die sie bei der übermäßigen Anstrengung verbraucht haben. Diese Stoffe bestehen aus organischen Phosphorsaure- berbmbungen, und es ist der Wissenschaft gelungen, sie auS orgamschen Substanzen in sehr starrer Konzentration zu gewinnen. In zweck- mähiger Zusammensetzung enthält sie daS bekannte, sehr empfohlene Dr. med. Robert Hahns „Rervisan". Hören Sie, wie es' beurteilt wird:
Ich bin sehr Aufrieben, fühle mich jetzt viel Wohler, hauptsächlich bet Schlaf ist viel besser geworden, ich schlafe jetzt fast jede Rächt ununterbrochen durch, was erst nicht der Kall war...... Bruder Justiz w a ch t m e i ft c r.
...... dah ich mit Ihrem „Rervisan" sehr zufrieden bin, ich bin mein Nervenleiden Gott sei Dan? los, wofür ich Ihnen sehr dankbar bin.....
Ich habe es schon vielen empfohlen und werde eS
auch «weiter tun. Val. Göring...... zu
meiner Befriedigung kann ich Ihnen die freudige Mitteilung machen, dah ich mich wieder Wohl und gesund fühle und wieder ein ganz anderer Mensch bin. Werde mich bemühen, Ihr „Rervisan" überall zu empfehlen, danke Ihnen nochmals nachträglich. Fr. Fuchs.....und viele andere mehr.
Wenn man sich unter Berufung auf diese Zeitungan Dr. med. Robert Hahn & Co., G. m. b. H., Magdeburg D 264 wendet, so erhält man vollständig kostenlos und portofrei eine Probeschachtel dieser nervenstärferrden Pastillen zu- gesandt, außerdem auch noch ein Buch, in welchem die Ursachen und die Heilung der Rervenleiden klar und verständlich geschildert sind. Gin Mtttel, welche- von jedem aufs günstigste beurteilt wird, sollte man mindestens versuchen, besonders wenn dieser Versuch nichts kostet. Z14sL
NutzholzsubmlMon.
Aus den Waldungen der Gemeinde Albach soll folgendes Holz auf dem Sub- misfsonsweg verkauft werden: Gichenstämme 4. Kl. 4 Stck. — 3,36 Fsttn.
5. „ 2 „ = 1,02 „ Fichtenstamme 3. „ 3 „ = 3.31 „
5b„ 54 „ —12,83 „
DaS Holz ist mit Rinde gemessen. Der Kaufpreis ist per Festmeter nach Gold- mark anzugeben. Die Gebote stnd nach nach Klaffen und Sortimenten getrennt zu hallen und müffen bis zum 4. März 1924, nachmittags 2 Ahr, verschlossen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei eingereicht sein, wo in Gegenwart der erschienenen Bieter die Oeffnung statt» strebet. Die Bedingungen werden vor der Oeffnung bekanntgegeben. 1343D
Albsch, den 25. Februar 1924.
Hessische Bürgermeisterei Albach. Arnold.
Die staatliche Oberforsterei Neustadt, Kreis Kirchhain, an der Main-Weser-Dahn, verkauft am Freitag, dem 7. März b. I., von vormlltags ' ,9 Uhr ab, in der Hast- wirtschaft von Ludw vom Schloß in Neustadt öffentlich meistbietend etwa:
Eichen: 400 Nm. Scheite und Knüppel, 1000 Rm. Reisig 3. Kl.
Buchen: 700 Rm. Scheite und Knüppel, 2500 Rm. Reisig 3. Kl
Birken: 50 Rm. Scheite und Knüppel, 20 Rm. Reisig 3. Kl.
Nadelholz: 150 Rm. Scheite und Knüppel, 380 Rm. Reisig 3. Kl. [1444D
Behördliche Anzeigen!
Bekanntmachung.
Nach dem Gesetz vom 21. Januar 1924 über eine außerordentliche Steuer vom Gewerbebetrieb ist von dem Steuerwert des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals (mit Ausnahme des land- und forftroirt» schaftlichen), der nach Artikel 1 des Finanzgesetzes für das Rechnungsjahr 1923 der Gewerbesteuer unterliegt, eine einmalige auherordentliche Staatssteuer zu enttich- ten. Die auherordentliche Steuer beträgt von je 100 Mk. Steuerwerk 3 töoldpfen- nig. Die Steuer wird nicht erhoben, wenn der Steuerwert des Anlage- und Betriebs- Kapitals den Bettag von 10000 Mark nicht erreicht. Für die Umrechnung dieser Goldschuld in Papiermark gilt der für den Tag der Zahlung jeweils bekanntgemachte Goldumrechnungssatz für Reichssteuern. Beispiel: Der Steuerwert sei 40000 Mk.; die Steuer bettägt 12 Goldmark oder z. It. 12 Billionen Papiermark.
Steuerbescheide werden nicht ausgefertigt, jedoch sollen den Pflichtigen kurze Benachrichtigungen zugehen. Zählung ist ohne weitere Aufforderung spätestens am 5. März 1924 an die zuständige Finanzkasse oder Untererhebestelle zu leisten, auch dann, wenn die erwähnte Benachrich- tigung einem Steuerpflichtigen nicht zugegangen sein sollte. 3m Falle des Zahlungsverzugs muh die Beitreibung eingeleitet werden, auherdem sind Zuschläge in Höhe von 5 v. H. des Rückstandes für jeden auf den Zeitpunkt der Fälligkeit folgenden an- gefangenen halben Monat zu enttichten.
Da Steuerwert und Steuerpflicht fest- stehen, so sind Rechtsmittel dagegen nicht gegeben. Einwendungen gegen die Berech- nung der Steuer sind an das zuständige Finanzamt zu richten. 12536
Darmstadt, den 18. Februar 1924. Hessisches Ministerium der Finanzen. Henrich. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein and preiswert die ßrühi’sche Univ.-Druckerei, R. Lange.
Bekanntmachung. Adfallholzversteigerung.
Montag, den 3. Marz nachmittags 2 Uhr werden 44 Haufen Abfallholz (Reisig und Knüppel) am Fürstenbrunnen und am Lagerplatz an der Rodheimersttatze öffentlich meistbietend versteigert.
Die Zusammenkunft findet um 2 Uhr bei dem städtischen Haus Marburger Straße Nr. 66 Ecke Wiesecker Weg statt. 14286
Gießen, den 25 Febiuar 1924.
Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Rosenberg.
Nutzholz- BersteiHerung.
Mittwoch, den 5. März ds. 3s., vormittags 9 Uhr beginnend, werden in der Turnhalle dahier aus den Distrikten Lichterstein, Zahlenberg, Winkelseck, Auerberg, Iinkelbach, Struth, Heidberg und verschiedene versteigert:
Schnittholz: Eiche gern. 4. RL 18 — 7,31 Fstm., Bauholz: Eiche 5. Kl. 27 --- 11,48 Fstm., 6. Kl. (Wagnerholz) 46 = 15,17 Fstm., Schnittholz: Luche 3. Kl. 3 ----- 2,93 Fstm., Stammholz: Buche 2. Kl. 4 ----- 3,35 Fstm., Stamme: Hainbuche 6. Kl. 3 = 0,60 Fstm., Birke 4. Kl. 1 — 0,60 Fstm., 5. Xi. 3 = 1 Fstm., 6. Kl. 1 =0,15 Fstm., Elsbeere 4. Kl. 1 = 0,36 Fstm., 5. ÄL 1 = 0,21 Fstm, Linde 6. Kl. 1 --- 0,12 Fstm., Schnitt- holz: Kiefer 3. Kl. 28 = 18,25 Fstm., Bauholz: Kiefer 3. Kl. 10 = 12,27, 4. Kl. 47 — 40,90 Fstm^ 5. Kl. 269 = 147,72 Fstm., Lärche 3. Kl.3 = 4,36 Fstm., 4. Kl. 8 = 6,32 Fstm., 5. Kl. 148 = 42,73 Fstm, Fichte 4. Kl. 10 = 10,12 Fstm., 5a. KI. 20 18,72 Fstm., 5b. Kl.
64 — 23,87 Fstm., Weihtanne 5a. Kl. 1 = 0,48 Fstm., 5b. Kl. 49 «= 7,83 Fstm., Derbstangen: Liche 1. Kl. 18 = 1,20 Fstm., Lärche 1. kl. 7 = 0,91 Fstm., 2. Kl. 6 = 0,47 Fstm., Fichte 1. Kl. 24 = 2,14 Fstm., 2. Kl. 363 = 12,65 Fstm., Weibtanne 1. KI. 5 = 0,47, 2. Kl. 6 = 0,31 Fstm., Reisslängen: Fichte 1. Kl. 23 = 0,36 Fstm., 2. Kl. (Bohnenstangen) 155 = 0,23 Fstm., Nutzscheiter: Eiche (2 Mtr.) 10 Rm., Nutzknüppel (3U Gartenpfosten geeignet, 2 und 2,20 Mtt.) Eiche 26, Lärche 40 Nm.. Rutz- reisig in Schichten: Fichte 82 Rm.
Aufmatzlisten über das Schnitt- und Stammholz 2.-4. Kl. einschlietzlich können vom 1. März ab von unterzelchneter Stelle gegen Entrichtung 1 Goldmark bezogen werden. 1427D
Alsfeld, den 26. Februar 1924.
Hess. Oderförsterei Alsfeld.
K e u d e l.
Zagdverpachtung.
Die Ruhung der Jagd im gemein» schaftlichen Jagdbezirk Vollnkirchen, befielen!) aus 266 ha Feld und 247 ha Wald, soll am Donnerstag, 6. März 1924, nachmittags 2 Uhr, in der Gastwirtschaft Ulm zu Vollnkirchen auf die Dauer von 9 Jahren, beginnend am 1. 4. 1924, öffentlich meistbietend verpachtet werden. 1116D
Die Jagd hat guten Wildbestand, Rot» und Schwarzwild kommt als Wechsel- wild vor.
Der Jagdbezirk ist in einer halben Stunde von der Bahnstation Oberkleen (Kleinbahn Butzbach—Oberkleen, Anschluh an die Maire—Weser-Dahre) und in l‘/3 Stunden von der Bahnstation Wetzlar (Sttecke Köln —Gietzen und Koblenz — Dietzen) zu erreichen.
Rähere Auskunft erteilt der unterzeichnete Iagdvorsteher.
Vollnkirchen, den 15. Februar 1924.
Der Iagdvorsteher: Frischholz
holzvecheigerimg.
Dienstag, den 4. März 1924, von oorm. 9V, Uhr ab sollen aus den Waldungen der Gemeinde Annerod folgendes Holz versteigert werden:
415 5t. Fichtenderbstang. 1.Kl.—36,11 Fm.
1557 „ 2. „ =59,79 „
509 „ „ -Reisstanqen = 6,71 „
Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Sttatze, Schnittpunkt der Kreissttatze Annerod-Grotzen-Buseck beim Wegweiser.
Zahlungsbedingungen werden vor der
Versteigerung bekanntgegeben. 1377D Annerod, den 28. Februar 1924.
Hessische Bürgermeisterei Annerod.
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