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ar. 255

Lisch «In« 'Sgllch, oufcn Sonn, unb ^fitrlogi, müberSomstagebetlage: GiehenerFamilienblütter mo*te.8eiB,«pr«lt BTNDiarbtn u-HOOTliO. mark Zrägtr(ot)n, auch d. Nichterscheinen einzeln. fJhimmtm infolgehöherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse fürbitS4)rift. Itdung 112; für Verlag jnb Geschöst,stell« 51. an|d)rift für Drohtnoch. idjtrn Anzeiger Gieße».

Pol1dK<floite:

Sreeffert , Bl. 11688.

US. Zaqrgang

Dienstag, 50. ©ttobei 1925

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

druck m6 Derlag: Vrihl'sch« U«tverßtS1k Such- « Stelnöruderei R. Lange in Gießen. 5chrif1lett»Rg und GeschSftrftele: Zchnlftraße 7.

Annahme *w Anzeige« für 6 t« Iag«»nBmm«r 01 jum NachmMag oort)«t ot>n«|«b« DtrbtnbÜdjMü- SrtlifBr 1 mtn Höhe für nj«tg«no 27 mm Vrtitt

Örtl fflrunbjahl 55 TPk., dusa>.70yi., t. Reklame. Anzeigeno 70m n Breite 225U, ^InMill-SchlüN«' Vlatzvorfchrlft 20*/,21u| |d)lag. Verantwortlich ur "Politik u Feuilleton Dr.^nebr Wilh Lang« für Den übrigen led: drnf:'8lunid)ein;für ben Anzeigenteil; yan» öe*t ä null d) in ibi«izen

An die Bevölkerung in Stadt und Land.

Stuttgart. 30 Oll Der Mililurbefchls- baber be* Wehrkreises V. dem auch der Freistaat Helfen angehört. erläht folgenden Aufruf

Die Hot tn unterem Dolle bat fich durch Druck von aufzen, durch inneren Zwist und durch Mangel an Dohftvsten und lebenswichtigen Hab* rungsmittcln auf« traurigste vermehrt Pa« Geld bet Deiche« bat kaum mehr Kaufkraft Da« neue qolbtoerte Geld ist noch nicht verfügbar Wir lieben mitten m Lasen emftefier Lor.ze Dem- gegenüber muf) sich da« ganze Volk, muffen alle Beruf«ftdnbe und Klaffen al« Dotgemeinlchasi noch fester zufammenfchlieszen Dur in gegen­seitiger Hilfe können wir über die fchlimmen Leiten tnntoeg zu besfeten gelangen

TKit brat größte» Dachbrack auf) überall denen entgegen getreten »erben, btt jetzt noch bic

Volk«kreise gegenemander verhetzen

34) werde Auswüchse dieser Art ol>".e Anfeden der Person und Dichtung, von der fie kommen, mit der Schärfe unterdrücken, die unterer äufjer- ften Dollaqe zukommt

3m Augen bl i4 ist die Dol in den Städten am gröfilen Hunger ist der Keimboden der Vergebung und der (StetoaUtatcn Die Land­wirtschaft darf fich der ®efaoren, die auch ihr au# der Dabrungsmiltelnot der ftädtifchen Bevölkerung erwachten, nicht vcrichliehen Der Steif) des Dauern verliert leinen hoben, sittlichen Vobn. wenn nicht auch den Armen in der Stadt daraus da« tägliche Diot er­wächst Die diesjährige Ernte muf) schnellte als bisher in bic Hände der hungernden Stabt- bcDolfcrung kommen, und der Gelbnot muf) D.ch» nung getragen werden ebne dem Landwirt den ber«btigt<n Entgelt für feine Erzeug.nlte zu ver­tagen 34) fordere alle Trzeugerkreite aufs dringlichste auf. dem Gebot dieser Stunde ge­recht zu weiden 3d) verbiete jede Propaganda in Wort und S4)rifl. die die Zurückhaltung von Lebensmitteln zum Ziele bat Zu wider bandlungen werden nach §4 bet Derordnung des Deichs- präfideMen vom 26 9 23 bestraft

34) bevollmächtige die betreffenden Mini» fic;tcn bzw höchsten Degirrungöbehvrben durch die ihnen unterstellten Arrsführungsbehörden auf ®mnb das Ausnahmezustandes

Sch-tzhaft über solch« Aufläufe r trab Zivi- fchenhänbler vrrhäugeu, bis hn begrün­de len Derbacht stehen, Preistreiberei und inu kaukrren Handel nrrt Sebenswittetn getrieben zn haben.

Die Derbafteten sind alsbald der ordentlichen ?clicht»barkcil zuzuführen 3n gleicher Weise ift gegen Zelddiebe und Leben-niittel- plunbcrcr r-orzugehen

Das Ansehen von Goldmarkpreifen für lanba>irtWxiftlid)e Erzeugnisse ist nicht als uwulällig zu bezeichnen, es entspricht aber der tiauiigen Lage grober Tkrbraufeiheile und ifl daher angcicigl. die Goldmorkpiciic unter bem F i iedenspreile zu holten S.lbitv.ntän> li<t ifl die Preisfestsetzung in Papier»,ark gl.ich- (allZ zulässig, die Preisgren en haben sich im trcteitlit n nach der allgcm inen Marktlage zu iich.en Dan.ben wird es Ehi.-ifochc Iri.lunzs- fäliaer Landwirte lein, bei Abgib: osn Äl.-in- mengen den Kleinv.ibraubetn b c I o a der« b i l l i g e P i e i I e zu mach.n 3ed<u Laad- roiit ifl rerpIli 4 tet. Beza I, lang in P a - pieirnark a n a :i n c 6 ni e n Einer B ohlun z ui i^ichahanweilungen zavlvai un: veni o zwechnäl igercreite Hindernisie n>ch' entztei >- gestellt E-» ift daiaus binzuw.'ite.i. baf" c ;u-rn in EoldfchatanWeitungen zahlbar lind -: >'o Lieferungen des Siicki'toss» und Kalilyrrbiloies Dir Landwirte fordere ich auf, sofern sie üb r 3 Worten Äartoffein angebaut hadeu, dafür <u sorgen, datz bi» Witte Doveurber wenig­sten» 30 Prozent ihrer Ernte dem Derbrau­cher -»geführt sind

3ch werb: seinrrzeit teftftelten. ob bicer Mahnung freiwillig in g nug nb.rn Umlang Dehnung gc- t agen worben t't Di* D.-gierungen crudr ich bl; Siak'g.mcrndcn zu 'nderwocheii. ob st." b- nötige Do lergr g.trrf .n b.ib.n. bist auf den stad ifchw Dlärktcn Statt? e n zum Kleinverkau' tnlugb.ir 1 nd Andernlal'.s sind sie dazu onzuhrlic» und gegen bic Saum gen Doflmachte i zum ^insch.ei en rc r mit cinzuholen. zu d m d.r Auen ih n.,u iano ba:4-:.gi Die Siadtgemeindvn haben i.rner der der Preisbildung für die wichtig ft en ?! a l> r u >, g s m t, el in der Dichtung mit.u- wirk..:, baf; die Sprunge, mit denen bi Preis dir Martentwertung folgen, ke ne unertrag.ich plotz- 1;J-C tr ik.n 34; ertuche tDegieiung n lach in b.der Hin'ichi solche nolw.ndigen Mahnahmen. au ,-x-ncn nur der Aosn ihnr^zustond dir Handhabe geben kann, mir umgebend in Dorfch ag zu bringen.

Ich erw-'Ne. baf) sowohl die Wirtschaft»k^Zte wie alle amtlich berul.men Stellen sich mit äuntr- tci ^uhaft der Lcbensmittelnol und Teuerung .mtgcgcnwerteir d'.mit wir über die Stnli» der mchfieii Dage hinri'cgfommm. bi» die Man nah- en des Deichs zur S-chaf^ng eines wcrtbeflän- bigen GIde» eine Dclterung bringen können 5K-r Inbabcr der voliz leben den Gewalt im

Dtehrkcis

ge». Ttcinbo rb. (SenecaUcutnxmL

Die Absetzung der sächsischen Negierung.

Dr. Heinze, Reichskommisiar. Iusammentritl des Landtags verboten. Möglichkeiten der Regierungsneubildung. Proklamierung eines Proteststreiks.

Derlia, 29. Oft (WTD.» Aus »runb der Ermächtigung des Aeichspräsidea- t eu hat der Deichstanzler den Deichsmiuisler a. D Dr. Heinze zum Aetchssommissar für t*n Jreistaat Sachsen ernannt. Der Äeichs- kommtssar hat den sächsischen Ministern in einer Verordnung mitgetrUt, daß sie ihrs« Amte« enthoben sind. Dgch einer Mel­dung des Dresdener Etaatskauziers wird die sochs.sche Aegiernng gegen diesen Akt beider Deichsregiernug Protest erheben und die so­fortig« Ernberufmig des Deichsrat« fordern. Außerdem wird sie eine Znsammenkunfl der Mürrsterpräsidenten der Länder betreiben.

Das Wehrkreiskommando 1V erläßt fer­ner noch folgende Dekanntmachnngi

3n 21 utÜbung der vollziehendrn Gewalt verordne ich: Dis zur Einberufung des Land­tag» durch den vom Herrn DeichStanzler er­nannten 7tecd)efommif|ar fmdet em Zusam­mentritt des Landtages nicht statt.

Der MUilärbefeflshaöer: gez. Müller, Generaiientnant

Eine weitere Dekanntmachung lautet

Unter Aufhebung der bisher über bas Versammlung »recht von m.r erlassenen Der» orbnun^en sind politische Versammlungen je­der Art im Jreistaal Sachsen bie zur ander­weitigen Aegeinng verboten. Zuwider- Handlungen unterliegen der in Ziffer 7 mei­ner Verordnungen vom 27. Oktober ungefähr- ten Strosandrohung Heute nachmittag ha­ben Aeichswehrtruppen bic öffentlichen Ee- bände, das Miuisterlal- und das Landtags- gebände besetzt.

Der Dei4)skommisl<ir erläßt folgenden

Aufrus an die sächsische Vevölkerung:

Der Deichspröfidenl hat au' Grund der DeichsverfaNung Art 48 2ll»f 1 btc bieberige fäJfifdv Dogicrung ihres Amte» enthoben unb mich alS 2leichSto,: niffar bificllt M iae Hau I- aufgabc ift. jufain;n<n mit dem Militärveclile» baber des Wehrkreises 4 ti. Ordnung an) b c Sicherheit tm Land- wiedether u .l" n Plun- betungen zu Deibuten, den T.r. r der 4trib" und in ben D.Hieben zu brechen u.tb bimil b c Dochi.-- ficheiheiten zu fchaifen. die die Doiau>se'ung fic ein gedeihliche» Arbeit n und bai An ehei der sächfifchen WulfLafl ifl Meine Hauplfa.g toi b fein, für btc Ernährung der Devölkeiung das Mögliche zu tun. und mein Hauptziel so rasch als möglich unter Zusammenfassung aller verfassungsireuen Kräfte di: Dilüung einer neuen Argiertrng auf parlamentarisch.r

Grundtaec zu fördern.

3ch vertraue darauf, bafi n-ib alle (Sulqcli inten in ker Erfüllung meiner schweren Aulgab tatkräftig unterftütjcn Don ber Tcflmtenfdxiit erwarte ich. kah sie in 2reu' ih.er Aintep licht natfommt. Yeamte die fich etwa ihz^r aien,iptticht ent eh-m feßten. werden Oie Svig-'n ihrer Pflrcht. eigefi en- teit zu tragen hab. n Mit der Sorltüaiung be. Cefchälte in ben einzelnen Deftorts lind bi» "er Bildeng einer Degieref.z jsfsr.-.de D

Die Nuhrkatastrophe.

Elfen. 29 Oft < Wolff Aus gulunter- richteten Äieifen de» DuhigebirtS wird un« mit- geteilt Die neue Loche wird zweiiellos zu b-n lchwerflen Zeiten gehören die das Ruhig'biet bisher criebte Detiieb.-fiilte ungen erfolgten! eute in einem Maf e das einer völligen A r - beiislofigkeit gleichkvrnmi 3n nahezu allen größeren Warfen flehen die Malchtnen still und die S4)lote rauchen nicht mehr

Die Verantwortung für diesen Zustand unb seine Folgen Haden einzig und allein die Ve- satznngsmächte zu übernehmen, bie durch ihr: Maßnahmen unb unerfüllbaren Bedingungen bie jetzige Lage schufen.

Aul deutlcher Seite befiehl nach wie vor Der» handlungSbereitichast und es bedarf nur einer vernünftigen Stellungnahme dci i.iteiallii?r» ten Konlrollfommifsion fut bie Hatten und Berg- werte 3n einem fcläjen Falle .'.Ichei.it e.n. Einigung nicht ausgefchlallen, tote zum Zcifpiel bie DeiHandlungen bei Firma Krupp beweiten. Aber auch lelblt wenn in den nächllen Sagen Ablommen abgelchtvllen ©erber, können, die die Wiederauf nähme des Betriebes gestalten, be­stehen Schtoterigkeiten genug, die t*c produktiven Arbeit im Wege flehen Die Transport- f i a g e ist Immer noch u n g e I ö ft Wenn es nicht gelingt. 6ty. Doheiten und Kok« an die Werk- re lanzubringen und S.rlig*abii[.ate auszufüh.e.i, lo Ifl die Wirlfchalllichke.l d.eter Weite teldlt durch Abkommen vrrlchiedenfler Art nicht um einen Schritt gefördert Die Degle ent- lchuldigt lich neuerdings damit, bat) die deutliche Ettenbahnverwaltung ihr das nötige Material ni^t jurüderftaltet.

amte biauhragt worden Minifte. ium be« 3nnern Minifteiialdiiekter a D Dr Schmidt Z.n'iiz- mtnil:eiium Mlnilleiialdiicktor Dr Halte Wiil- lcha'lsminifienum Ministerialdirektor Di ton Hübel. Ministerium der Zusti,^ Obeiland.-s- ge.it Ispiäfident Di Mansfeld, Minijie.iun hu 'Bollebilbung: MinifteZaldi e.ror Di W ö l k - Irr. Die Leitung b^r Staatstanztei ist dem fiüheren Minislriialdirektor Dr Schulze über­tragen werden

Das Recht gegen Sachsen.

Berlin, 30 Oft. (Wollt ) Zur Dechtslag: im Fall .Sachsen' wird tkilbamtlid) folgende mitgctclli

Das Dechl des Deiche«, auf Grund des Ar- titel« 48 auch gegen Landesregierun­gen Mahnah.nen zu treffen, wenn diele durch ihr Derhalten bie öffentliche Sicherheit gefährden, kann nicht bestrille.i w.rdea Die D^ichsverfaft ing git: bem Deichsprasidenten im Artikel 48 das Dcchl. wenn ini De.iliä)en Deiche die öffentliche Siche ihr it und Ordnung erheblich gehört unb gvlaf ;bet toub, zur Wieberhersiellung der öhent- lichen Sicherheit und Ordnung die nöligen Mal)- nahmen zu treffen

Diese Defucuis des Dei«hspräsidmt:n hat nur Schranken, die sich aus ber Deichsverfassunz selbst ergeben.

Sc muffen beilpielsaxeife die Grundrechte der Diichsveifaflung an fich auch bei dielen M il)- notmrn iJixllieit .vcid.n Dur einige dreler, nämlich bie Freiheit der Person, der Hausfrie­den. das Brielg-Heimnis. die Preftelreiheit. Der- erns» und Derlammlungorecht und die Gewähr» leifiung be« Eigentums dürfen außer Kraft geiir, I ©er Den Wei leie Schranken ergeben fich aus ben allgemeinen Bestimmungen der Der- fassung 3nnerbalb der oeilaflungemähigen Gren­zen aber steht es bem Deichspräfibent«, frei, alle Anordnungen zu erlaflen. die er zur Wiederher st eil ung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung als nottoenbig erachtet Er kann bie bewaffnete Macht einlehen. wirtlchallliche und finanzielle Maßnahmen treffen usw

K«iue Bestimmunz der Deichsverfassung hin» bert ihn im Falle b«r Dot, die Minister b:s Landes vorübergehend ihrer Dirnstgeschäft: zu enthrden und ander: Personen mit der

Führung dieser Dienstgeschäft: zu betrauen.

Durch die Beiordnung vom 22 März 1920 wurd gegenüber Thüringen bereits so verfahren Der fchworfte Fall der Mahnahmen auf Grund les Arlilels 48 ift der der D e i ch s e k e k u I i v c Der Deichspräfibent kann ein Land, welches nicht r.ach ihm über der Deichsrerfaflung und Deichs- gefchen obliegenden Pflichten verfährt, m i t Hilfe bei bewaffneten Macht, allo durch militärische Er.tutron, dazu anhalten, biete Pflichten zu verwirklichen

Die Haltung der Sozialdemokraten.

Berlin 30. Oft Der D.ichskanzler emp­fing die Führer i.i Kcalitionsparteirn unb machte ihn.n v:n d.r Ernennung des Dcichskam- mifiais,i>:r Tachfeir Miltrilung Um 1 Mb. trat d s Dc' rladinell Aulammtn. am den Bericht Ui aus Dresden nach Berlin zuiückg i.brteii

St muß jedoch festgestellt werden, daß tau­sende von Dacen auf den toten Strecken des Duhr-Aeviers stehen.

Av 29 Oktober ifl für den Ttcgiebeln b ein ncu r Fahrplan vorgeleheii, der eine DeNlärkung be« Betriebes und der Seteiebsaufnahme auf den bisher noch nicht beiahrenen Strecken bringe,t feil 3n einer laichen Belanntmachung der Degie Uurde jedock lchon mitgeleill. dah bu Wieder-- inaetriebnahmc bisher flillgelcgtci Strecken noch nicht erfolgen kann Es fehle.) der Drgre vor allem dre höheren deutlchen Eilen- bahnbeamten die in der Lag« wärm, die Dcoiganifaii.m des Devkehr« im Duhrrepier d urchzuführen

Es oerlaulct. dah die Derhandlungen der Firma Krupp mit der iraniölilchen Rom- Million in Drilleldorf in den nächsten Tagen zu einem AbIchlur gelangen Di." Fiima Kfupp lrll dadu.ch bic Möglichkeit erhalten gegen Hinteitegung ran Sicherheiten ahn: Festlegung auf ftütcic Dauerabgaben, di: pioduktroe Arbeit in einem gegenüber den l.hten Wochen erwei­tertem Mal., wieder auizanehmen Hierdurch wurde lich eine längere Arbeitslaligkeit für etwa 75 000 Arbeiter unb Angelleine in Ellen und Dheinhaulcn sowie auf den Kruppschen Zstzen vermeiden lassen.

Die Lage im Rheinland.

Berlin. 29 Oh. tWTB, Die au« allen Teilen des beletzten Gebietes bei der D«i4)sregie- iung cinlaufenten Dachnchten beawifcn. dah die e.ngZeffen? Deoölk.rung der 9<bein(anbe und des Duhigebietes dem hochrerräterifchcn von land­fremden Elementen aagezeNelte-r Swaralislen- putfch mit verschwindenden Ausnobmen völlig ablehnend gegen überfielt Der Separat iften«

lo'ialdemokra tischen Kabln, ttsmitglleder mT- g.genzunehmen Wie der . Iteitoiirlä mcltet. prclcfi irrten die sozialr."in-kr anlche.i Mi- riflcr geg«.n bas Borgch^r i >' Deit elnmmifl irs Heinze und to8 Generals JUfllter Die weiteren ÖnU4«ibur.gc i toürt.n bic f?zialdcmokratilchen Käbincttsmitgllcd.r im Einverttänbnis mit den Parteiinftanzcn tretfen Da> Tlatt mit)! tet brü­te gen Sihung des Borftand.-s bei fozraldrinokra- Irlä-en Fraktion rcs Dxtchslagcs unb bei für inor- ff.n einberufenen Sihung der (Mamtfraftion eine ouhciritentlich: Bek-eutung bei Der Dorstand der fiiialt.'mclruliläy.n Peirlei erklärt im .Bar- wärls" Mehr als ,et-r ankere fvrv.il bic gegen­wärtige ditualirn cinb.illidAeschlüssc unb ein­heitlich-- Durchführung Sonde" raktivnen st.ftvten Berwirrung und bringen bie gesamte Ar­le, terl. wegring in die schwerllc Gefahr Sic sind k. »halb unbti mgt zu unterlass e n Auch die epir, nncrlr.let d.r Deto.rks4>rflerr nx-rben zum Tor .eh.n t.r Deich»r>"gter-.ing gegen bic sächlN4)c D.g.erung ungjäumt Stellung nel/mcn Die Ge- nxiHd-jflcn erfuchen gte'id>fall« ihr. Mitglieder, über..lie Scnderaktioncn zu unlrrlaflcn

Tkuch einer Meldung der .Bit Zig.'" au« 5; sd.n Halen die Spircnorflcmfatiancn des All­gemeinen Deutsch en G.U-crlichitt-.-b.i rd."-'. 'er Asa, des Alfgem inen DruUchcii B.amtcirbun'esoroic i i. Pariere rganisalio.-cn d.r B 2. P. D. unb der Ä P D für Sachsen in einer läng, ica gemein- tarnen Sil ung ab heute früh einen beet tägi­gen General st reik für Sachsen fx- f 4, lösten.

Di« RegierunqSdildttNs;.

Berlin. 30 Oft Priv-Tel.l Wie die Blatter hören, haben lich bei demvkr.rltlcheDdchs- tagsabgevrdn.-te Fischer und die- lozlaldemv- kreurschen Deichetagsabqevrdnelen Wels und "Tillmann nach Dresden begeben, um dort mit den sächsischen Parteifreunden wegen der Dc- gi<rung«bildung in Sachten ,u verhandeln Dach Ansicht parlamentarischer Ärette kommen für bic Zusammen! hung des neuen, ohne Äommu- n i fl c n zu bildender. Kob inens, Drei Möglich­keiten In Frage

1 eine rein sozialdemokratische De- gienmg mit Unicrftut)ung der Demokraten,

2 . ei.i Kabinett aus Sozialdemokraten und Demokraten mit Zustimmung der Dcul- tchen Bolksparter.

3 würden sich auch die Demokraicit allein zur Bildung .incs neuen Kabii«ts be­reit sindrii.

Wird eine neue Dogierung ohne Kommunisten qcbilb.'t und erhält ihr Programm im sächfiiä)en L.-ndtag ein.- Mehrheit, bann hat die DeichS- crelutive ihr Ende erreicht und der Dcichskommifsar ift überflüssig geworden.

Bayern.

München. 29 Okt iWoiff j Bon feiten der Degierung wird die Milleilung der Derchs- regierung vom 27 Oktober nicht a 1 s Ulti­matum aufgefaht Man ift der Ausfällung, baf) auch bic Dcichsregierung bi: Mitteilung nicht al« solches ausgefaht wissen will (fut Zeit weilt der Gesandte ton Preger in Alünchen mrind- ! ichcii Beiichtcrslultung Der Ministerrot. der für Montag angeseht war. findet morgen statt Die baizet ische Slaatsrcgiciung wird voraussichtlich morgen zur ganzen Angelegenheit Steflunq nehmen.

Zutsch ist damit tioi) der gewaltsamen 3nb?|lh- rahmc einiget östentlicher Gebäude von vornhereri zum Scheitern verurteilt

Mil bezahltem E«smb«l läßt steh kein Staat gründen.

Die oerz weisest en Anstrengungen der Serorateften und ihrer Helfer, die Beoölterung durch Ein­schüchterung unb salsch: Dach richten zu tx-cin- Husten, vermögen daran mchtS zu ändern Dt< Deichstegierung zollt der sterndhaften Bcvolk ij, q keS besetzten Gebietes vollste Anerkennung Sic weih, dah die beseyten Gebiete sich durch ntchis Dom Daterlande trennen lasten und ihm uuch werter die Treue halten D.-r feste Dückha.i am Deich undb?n Ländern ist und bleibt btc ft ä t f fl e Stühe in dem gerechten Äonitlc am Dhein unb nn bei Duhr für ihr Deutschtum unb gegen di« Berwellchung

Q(.->4) btn aus dem Dheinland oorliegenben Mrldung Hai sich die Lage dort gebelcrt So lind München-Gladbach. Deuh. Ptum unb meh­rere andere Orte non ben Separatiften frei 3n Trier sind an Stelle der Scparaliflenroft r 'ran- /ö|ifd)e Poften oufgeftellt mit det Begründung, daf" die Srtaratiten bei ihrem (Jrf4>etrim die Be- fölfeiung zu sehr beunruhigten 3-1 mehreren Orten sind Plünderunzei vvrgekomme.i So in Düsseldorf, wo am Samstag sich an ver­schiedenen Stellen der Stadl

schwere Znsanrmenstöße mit der Polizei ereigneten.

Bei ben Kämpfen In der Parkftrahe tourbeit ein Arbeiter durch einen Lungenfchuh imb eine Vageriftm durch einen Kopffchuh getötet Be­se nders schwere 2tuheftörangen dauerten in Ger­resheim bis tn die Dacht hinein an Dort wurde ba« D«richl«gesängnis von etwa 400 Menschzen gestürmt unb 14 Strafgefangene be» freU Mit Hilf« des franzöfifchen Posten« wurde.