Ausgabe 
29.8.1923
 
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173. Jahrgang

Mittwoch, 29. Lttgtzsk 1923

Irablton

gibt bem- auch über

Pvtnoarö auf (criiem IflnD feinen 63 <Se-

werbe c« bte TTlög-

Die Aufnahme in London.

2 o n b o n. 29 2lua (TD. 3.) Xc."<-r erfährt, bat) angesichts bei- 2t6uxfcnbeit t« Premier.eini- ficrii "B ü ( btt> i n und !<; 21 jftcnmintfter« 2orb ® u r j o n wahrscheinlich feine Zusammenkunsi be« Kabinett« zur Siörterung ber beglichen Tinte flattflnbcn treibe 'Berld/.ebene TUr.i'ter würben jcbrif ineifcflod ifte Ansicht aastauschm Wäh- renb tle aufterordentlicheHerilichkelt oerbelgi'chen Antwort In ben maftgeben- ben xtctkn in 2onbna voll anerkannt werbe, hält man eS nicht für richtig, zu bem Inhalt ber Tlotc etcllura zu nehmen. beoor ihre 27 Seiten aepruft Jlnb Tie Arte entwickele bie finanzielle Seite de« Aeparationsprvdlem« eingehenb unb werbe von ben Sad-ner'tänblflen be4 Schatzam es eingehenb unb fcrgfältlg erwogen werben müssen

ilr. 202

lügllch, <wfte*

«nt- ewb JderlaT»,

Der Inhalt der

- r * 28 2ug lWolss j Aach einer

ftatMetneOning aus Brüssel hat ber belgische Mi-

U.fXnl 3a * b a r geflern bem eng.

TfetH)a|tet bie Antwort ber bei- ?2enjn^ auf d*« engtttoe Tlotc vom II. August übergeben.

3n ber Einleitung erinnert bte belgische Tte- gienmg an bas wertvolle «ingreisen Eng- la n d s an ber Seite Beigiews im Jahre 1914 an btt englischen Ovler toäbrenb bes iinÄ I

alle «chuiden bag<aen. b.c Frankreich zu b-'zabien' bat. theoretisch ikb r gegenseitige Sb ulken antercr Staaten wirb Pvincarö nach entscheiden, wobei nxt> als sicher anzunehmen ist. öaft alle Sarnlben, bte Deutschland zu bezahlen hat sur vmktisch erklärt werben TDic beb uicnbe Aechtsgelehrt? wissen wollen. f>U ber Untcr'<i)icb twiter bartn liegen, bah alle auf rechtlichen '3er- tragen beruh-nden Schulden, bei benen der Lchutt-- ner tatsächlich Selb oorgeftretft bcfnmm-n frq al« .nur theoretisch" zu betrachten sinh Prakulch smb ba gegen nur Schal den. bte einem Sw-,- che- rtn. Don einem loder auch mehreren, &l fc. /n auigezwungen werten sind, ohne bah bet £ ^uld- nei irgendwelche Summen vorgestreckt erb eil Oeiber hat Herr Pvincarö verg-sten feine oer- Muffenb einfachen Lehn gewisse Beispiele aus ber vtari« anzusuaen. bie feine Lehre In bae rechte Ltchl rrüden Ss handelt sich näml.ch um den äuberft verzwickt«, Fall, bezahlt e Schulden al« nicht bezahlt htnzultellen unb neue prakti'che Schulden in ber Theorie >u fon- ftrukrrn Gerade hierin hat ber gewandte Advo­kat doch eine reiche Erfahrung!

I ot Sconomics anbelangt, das uns und unteren I Leistungen nach feinen eigenen, von uns in | keiner TPelfe beeinflussten Schätzungen, toritj.i« gerechter wirb, so ist zu lagen, bah dte'eZ Institit vor mehreren (Zähren von dem in ben 'Bereinigten Staaten lehr bekannten Philantroven und TDIrt- Ichaftspolitikcr Tlibert S Bravvin i« begründet wurde, um ber freien wilsenichaltlichen Srfor- fchung lozialpstitifcher und wirtlchaitiicher Fragen zu bienen Gr hat nachdem bie Larneziestrltung fu ben Betriebsmitteln ein Äabtial ton zwei Millionen Dillar gespendet unb namhafte Per- sönlichkellen der wirt'chastlichm unb wi'len'chaft. lictrn Teil Amerll.,« bem Detwaltungsiat bet- getreten waren, in ben Bereinigten Staaten unb darüber hinaus ein bedeutende« Ansehen gewon­nen Tie jeyt von dem Institut gewonnene Unter- Buchung der Aeparativn-staae ist als erste einer Aeihe von Denkschrilten über ben TDieberaufbau der 3D f (t to l r t f d> a t herausgegeben worben mit bem von dem 2nfri,"t verkü-deten einzigen 3kf, ber. wahren -e-atbeftanb ber gegenwärtigen wirtichastlichen Probleme zu ermitteln unb bleien Tatbestand bem Bolfe ber Bereinigten Staaten aus die ein­fachste und verständlichste Weile banulegcn Al« Bei »aller zeichnen ber Direktor bei Institut«, ber toeit über bie Grenzen Amerika« hinaus bekannte Tlationalöfonom Prosellor M v u l I o n. ber vor 1' Iahten ein umfangreiche« Werk übet .The bafancc sheet vf Europa" versaht bat daS damals in der ganzen Welt Aufsehen erregte und Mac ftuire. ber al« Finanzstatistiker ersten Bange« gilt unb vor kurzem Im Handelsministerium unb forber Jahre lang in hervorragenden Stellungen ti Schatzministerium in Washington tätig gewesen ift In der Borrebe be« verSssent licht en Werke«, ba« ben Titel .Germanh « caparith to pay" führt, totrb betont, bift ber ganze wissenschaftliche Stab be« Institut« sich an ber Arbeit beteiligte, in«- bclonbere. bah ber sogenannte Eounril b b ber wilsenschastliche Beirat für den Inhalt der Unter- fchung die Be ra n t w o r t u n g übernom- men hat Da« Werk ist zwar erst vor kurzem in untere Hände gelangt Trobben, bin ich er­staunt dah der sranzölilche Ministerpräsident bl- heute über dieses wstlenlcha striche Werk und über ba« Institut, welches es hemusgegeben hat, nicht informiert gewesen zu sein scheint

Die Rhetorik Poincar^s.

Poincar4 beweist durch seine ÄriegerTxrnn«- reben nur immer wieder seinen mangelnden Dil­len ben wirtschaftlichen Aufbau Europa« ernst­lich und sachlich zu erörtern. Statt auf tue ruhigen Darlegungen unb Borschläge be« Aeichskanzler« 5>r Strcfemann korrekt zu antworten, erschöpfte er sich am Sonntag wieder in den schwülstigsten Anschwärzungen Deutsch,anb«. um mit tendcnziö- lem geschichtlich«, Flickwerk die eigne Blähe ber fron',öli'dxn Machtfuch, unb Unmoral zu bedecken ®r spricht nicht mehr wie ein Minister, sondern wie ein verblendeter und aehussiger natk-nalifti- fiter Agitator In ben Tlemlem unb ber ur­teilsfähigen Welt werden feine Winkelzüge darum auch kaum noch ernst genommen Die |n Güen erscheinende .Aheinisch-Westfälische Zei- tiing" widmet ihm folgende satyrischen. aber In jebem Wort treffenden Feststellungen

Der bekmntc Pariser Advokat Poincarö hat eine neue luristi'che 2ehre ausgestellt, die in den Bx-iteftcn Streifen mit auherordentlichem 3nter- «fT« ausgenommen werden wirb Er nennt feine neu - Theorie die Lehre von den .nur tdeoretrichen Sd.ulten" Die neue Lehre hat bereit« pra.'i.sche Anwenvung gesunden, insofern, al« die Schulden Frankreich« an seine Alliierten für .nur tftrore- tHä) eilMrt wurden Welche weitere Antven- dungsmöglichkelten die Lehre haben wird, läht sich?ur Zeit noch nicht überleben Vorläufig ist sie ansckeinend so zu brüten dah alle Schulder, bei renen Frankreich Gläubiaw ist h rn f i t r * "n-k

Für ben Jan, dah der Widerstand zur StafatHung gelange, fei bie schrittweise "Rück­kehr zu der Sage vom 10. Januar vorge- sehen Da« Pfand könnte dann Gegenstand einer interalliierken Kontrolle werden.

Ueberftte« sei Wiede-.holl bie Alum ing des Auhrgebiek« In dem Mähe, wie Dellfch'anb ferne Aeparakionsverpflichtungen mülle, an/iriünbigt ttorben. Belgien könne also die ihm ,iuqef trieb-ne Absicht, endgültig Im Ruhrgebiet zu bH- ben, nicht zugeben i$b-nfotrenig könne es ge­tanen, dah ihm die Absicht unterstellt werde, den Vorschlag ber englischen Regierung, tetreffenb He Inbetriebnahme gewi>ser produktiver Piänder in Deutschland unter interalliierter Kontrolle^ ^cht in Erwägung zu ziehen, da ja d.e belgische «egferung keinerlei bestimmte An;abcn über den ^toatgen Tharakter und Ertrag aller bieder Pfän­der erhalten habe und sie sich in Ermangelung rtner Tkrftänblgung unter den Alliierten über ^esen Punkt gezwungen sehe, die einzige Jon ihr in Beschlag genommene Garantie In er Hand zu behalten

5. Zu ben englischen Erklärungen über

die belgisch« Priorität

Wert sich bte Antwort ber belgische r Aenierrtna Vie folgt: Man wäre versucht a tzunehmen, bih 'ach Auftastung ber englischet, Aeg erung Belgien freit« zu günstig bebanbeit worden sei. unb dah ti ihm schlecht anstehen würde, fich anspruchsvoll « zeigen Archt« könnte bie belgische Aegierung "'«hr treffen al« solche Auslegung ber Absichten

I ^dteBande der Freundschaft und be« I vertrauens, btt dadurch zwilchen ben beiden Län- I dem entftanöen sind Die belgtsche Aegierung die unter ban machtvollen Eindruck dieser Crinnv- run«m( stehe, habe sich bei ihrer Antwort vom ® 3ult an dir englische Aegierung bemüht, ein e r k der Bersöhnung zu vollbringen Sie bebanert, dah ihre Anstrengungen nicht gewürdigt worden feien, und dah sie nicht ausreich-nd genug erschienen wären, um eine besondere Lrtwoi: «u D'e belgische Aegierung gehe in ihrer Antwort nur auf gewisse Punkte ber eng- Bote ein. besonders auf ben P-rnkt. be; die belgisch eP rior11ät angehe, ber m Bel- nen einen peinlichen Eindruck berrorgerufen habe »ie belgische Aegierung ziehe es vielmehr vor. weiter nach einer praktischen Lösung zu suchen' &** fei, au einer Bereindarung unter

ben Alliierten zu führen.

Die eigentliche Bote zerfällt in zwei Teile *) Estnoendnnge» Belgiens bezüglich be« Jo- W« der englischen "Bote.

Diese Einwendungen beziehen sich auf sechs verschiedene Punkte

1. In ihrer Bote vom 30 3ufi habe die bel- gische Aegierung erklärt, dah sie, wenn ihre Ein­wendungen etne günstige Ausnahme finden foil- ten, der Anficht sei, dah eine Vereinbarung über anen gemeinschaftlichen 2 nIwor11e11 zustande kommen könnte Der Paragraph der eng- stfch«' Aole, in dem erklärt werde, dah bie bel­gische Aegierung nicht die geringste Anspielung auf b«n Xe ft be« englischen Antwortentwurf« an Deutschland gemacht habe, beruhe also auf einem Missverständnis

2. Die belgische Aegierung habe Anregungen »macht, bie dazu bestimmt wären, al« Grundlage kür eine Besprechung unter ben Alliier- t« n ju dienen unb um etne Lösung de« Aepara- 11 o«Problem« zu finden Diese Anregungen habe die belgische Aegierung niemals für unabän­derlich geholtem Der Vorwurf treffe sie daher niiftt, ben man ihr mache, dah sie jedes Kompromist einer vorherigen prinzipiellen Annahme ihrer An­sprüche un (ererb ne

3. Bei ihrem Beschluh, ba« Ruhrgebiet 8H besehen, habe die belgische Aegierung nur eine Maßnahme angewandt, die von ben Alli­ierten unter gewissen Umständen, namentlich im Protokoll von Spa vom 16 Juli 1920 in Betracht gezogen worden sei. Die Opportunität der Auhrbesehung sei im Lause bei mehrfachen Mei- nun??<ru^tauid>e« erörtert worden, dagegen nicht die Aechtmählgkeit der Besetzung Da« sc, erklärlich angesicht« de« bestimmten und formellen Wortlaut« de« § 18 im Anhang 2 zu Abschnitt 8 btt 5neben«oertrag« Die belgische Aegierung ziehe es vor, der DiSkustion über bie Aechtmätztg- teü der AuhrbeseUung feinen« ucTlabrung *u geben, da andere wtchlige Stagen von aus­schlaggebendem Interesse bte Ausmerkfamkeit ber Alltierten beanspruchten

4. Die belgische Aegierung erinnere an bte einfache Wirtschast«kontrvlle unb die ansichtbare Besetzung, die ursprünglich I» Auhrgebiet durchgeführt wurden anb weife daraus hin, dah. wenn der Lharukter be« ilnter-

Nkhmen« habe geändert werben müsten. der Grund dafür in dem Widerstand liege, den bie deuts che Aegierung organisiert habe nm tt« ucn Srantreich unb Belgien entsprechend dem Frieden «vertrag getroffenen Anordnungen zum vcheitern zu bringen Die Besetzung bei Auht- gebiet« trage jedoch in den Augen der belgischen Aegierung nach wie vor ben Charakter einer ein-

Beträge bestimm.- müss.u, uic den unaö- wet« ichen Bedürfni s n ber Gl iud.ger ent'prechen Man sei zwa. im Besitz von Angaben über die für Frankreich Italien und Belgien ersorderlich-n Summen gewesen, dagegen habe man es mit einer Unbekannten zu tun gehabt was $ n g - land anlange Jetzt habe auch England seine Srrbrtungen fezisseni Die belgische Aegierung würdige den Verstänbniswillre und ba« Ent­gegenkommen, dst bei der Feüietzung dieser Ziiser den Ausschlag gegeben hätten

3 Aach ben torstehenden Angaben rönne also bie deutsche Schuld, wir Ne am 5. Mai 1921 festgesetzt wurde, detrLchtlkh herabgesetzt werden,

u,ch bte belgischen technischen Städten die ben Alliierten untcrti.uet worden (een. letzten aus­einander mit welcher. Mitteln Deut'chsanb nach einer UebcrgangSperiobe Imstande lein werbe, IahreSfahlungen zu leisten, bie vieler herab- geletzten <>.llf;: entlpräch i»

4 Ars Grund ber Teremb-irungen von Spa unb bei Lonboner 3a5lung«plaa6 habe Belgien Anspruch auf folgende beutfr* e e e t ft u n - gen

Schuldverfchretbungen A unb B und zwar 8 Prvient von 50 Milliarden

ferner Schuldverlchretbungen C unb zwar 8 Prozent von 82 Milliarben.

Wenn nun befehl offen werde, die bem Werte der interalliierten Schulden entsprechraden Schuld­verschreibungen (. ganz oder teilweise zu streichen, so sehe itch Belgien feiner Ansprüche auf Schutt» Verschreibungen C beraubt, unb da ei feine Schul­den mehr an feine Alliierten habe, würde et für die Streichungen feiner Schuldverschreibungen C keinerlei Gegenwert erhalten Man würbe e« so des Vorteil« berauben, ber ihm in Versailles zu- I gestanden wurde, al« man ihm feint Schulden bei den Alliierten erlieft. Deshalb habt Belgien I

Note Belgiens.

der englischen Aegierung. wenn sie ihre wirklichen Gefühle toiebetgeben sollten D.e belgische Ae- gierung wünsche mit einer Festigkeit, die in (einer TBcne eine «reifttc Würdigung der sreunbschaft- lichen Gefühle ausschliefte bie Ihr immer von ber englischen Aegierung gezeigt worden feien, daran zu erinnern, baft die Belgien gewöhne b e Iq r änkte PrioNtät nur bie Durchführung van während de« Kriege« Beigie, gegenüber über­nommenen Verpflichtungen, bie die auber- ordentliche Lage Bela en« geret>tfertigt habe. fei. unb die nach Ansich ber belgischen Aegierung s.-hr unvollständig sei. Die belgische Aegierung schildert bann die Sntstehuna des Prioritätsrecht«, indem ste an bte feierlichen Versprechungen er­innert. die die alliierten Argierungen und Staat«- männer während des Kriege« abgegeben hätten, und weiter an die Bedingungen erinnert, unter benen "dieses Prioritätsrecht dem belgifchen Be- u-jiimäänigten in Vertäutes zugeitanden wurde Die Verpflichtungen der Alliierten lch'.össm .eben Vorbehalt au« Belgien habe indessen, stellt die belgische Aote fest, bei der Ausübung dieses Prioritätsrecht« in versöhnlicher Absicht, bedeut- fame Zugeständnstse eingeräumt, die ein Bewri« dafür seien, baft seit brei Johrri Belgien nicht ausgehört habe, lein Prioritätsrecht «u>ückzustell.-n zum Schaden seiner eigenen unmittelbaren Inter- eflen und »um Ai^tzen für die In,«enen seiner Alliierten, um die Entente aufrechtzuerhalten

®; Die englische Aote betonte bie Tatsache, baft. je weniger Deutschland zahle, umso varteil- hakter die belgische Pnvrität fei unb sie behaupte, bah Belgien, da es anhanb seiner Priorität be­reit« r . Milliarden Gvidmark bezagen habe so eine Summe erhalten habe, die weit über da« hin- au« ffeft?, wa« jedes andere Land crbaltei habe Die belgisch^ Antwort giriert ba.m ausführlich bic ihrer Ansicht nach beweiskräftigen Ziffern, wie sie bie Aeparativnskammissian verösfenii cht tat. unb legt bar. baft diese Behauptung der englischen Aote in den von Deutschiandge- leisteten Zahlungen keine Begründung rinde Habe doch Belgien 1299 Milli-men Gald- mart erhalten, während England 1297 Millionen Doldmark. Frankreich 1175 Millwnen Galdmark unb bte übrigen Länder 632 Millionen Goldmari bekommen hätten Die belgische Aale mache zur Vermeidung ernt« Miftverständntsles daraus auf- merksam, baft in den Summen, die England und Frankreich erhalten hätten, der Teil, der tue Kosten ber Befatzungsarmeen unb Zu­rückzahlung der Vorschüsse aus Kahle umfasse, be­trächtlich umfang reicher sei al« ber ent- sprechende Teil in Een Summen, bie Belgien er­halten habe.

Am Montag hat Herr friedlichen Landgut Ehamp! burt-tag Verb rar l 83 Jahre sind immerhin ein iltcr. bei dem .nan wvh! auch einmal an sein künftiges Ende denken mag Welckxn Beinamen soll ihm nun dereinst die Beschicht - die allen groften Männern ihre Hamen beigelegt geben ? öoH sie Ihn einfach den .Groften" i.einen? Aber ba« (R für repubkikanifche Präsident n nicht üb- Jl<f> Aun bat er srellich schon bei L'.bteilen zwei Beinamen bekommen Al« er 1913 Min-sterpräsu- ^nt wurde, sand Aibot ben für ihn Pasten den

-Poinoars - sa guerrel" unb al« er lieft, gab ihm der

Der Reichskanzler über die amerikanische Feftstellunq der bisherigen Leistungen Deutsch­lands.

« ö l n. 28 Bug lWTD.f Der Berliner Ber- treter ber .kölnischen Ztg" hatte beute eine Unterredung mit bem Aeich«kanzler tooun er den A-ichzkcinz!er um Miskunft bar troiauf «-r seine Einschätzung de« amerikani­schen UnterfuchungSergebnisse« hin- itchrlich de. bisherigen deutschen Leistungen ge­gründet habe Der Aeichjkanzler sührte In seiner Erwiderung u a folgende« au« An sich habe tch mir ba« Schttzungscrgebnis bet Institute vs Economir« burchau« nicht al« endgültig un­itot Uc( baft zu eigen gemach Da« Material, ba« bie deutsch A.ich«regterung In Händen hat. qe- Rattet eine noch viel genauere Bezifferung der Mibertgen deukschn Leistungen, eine Bezifferung, die sich meine« Erachten« vor einem Internatio­nalen Sacherst^nblgenausschuft al« duochu, ein» wandfrei nachweilen liehe Br« jetzt ater Ist bte Höhe aller Reparationsleistungen immer un- fetem Konto gutgeschrieben worben, ohne baft bte deutsche Aeichsregterung dar- über auch nur gefragt wo rde n re. Swe solch Einschätzung mutzte etnfettig ausfallen nnb konnte offenbar auch nicht vor gröberen Irrtümern bewahrt werden Was bat In-cktute |

Imfit wa liuiiti ftrbu läge«Hummer bi« pH fladfmtrtag vorher ohne jede verbindlich beit. Krlifürl mm höbe stlr zeigen o.27mm "Brette 4nl 60000 Ul, auewarte 76000UL; I.XelKame» Inieiqen ooe 70 mm Breite 250000 UL, Platz, oortdjnti 20" , Huf djtag. föl|^^rift^etter. flug. verantwortlich

Sr Politik flug Boetz r ben übrigen Teil

Ernst "Btuml<tzein; lürbeit RnzergenteU Han» Set, |«mih d) in (Biegen

etliche se,it«prefse: Sretdiaidend 480000*. einfchl. Irsgeri.. b d Dop »80000 noch d Nicht, erscheine, ehqtlnerUem. em infolge höherer Gewalt. - Zern Iprech. »afchlüstesürbieSchrtst. ieireng 112; ftr Verlag «b Eeschäfteftelle 61. l"l*rtft ftr Drehtnach. -TÄ1*1

3m zw-iten Teil der Aote liefert die belgi- sck« Acgt rung ergänzende Ausführungen zu ihren Brrfck lägen v,m 30. Juli 1923 betreffend

bie Söstwg betSebaxatwutfrage

Sic stellt fest, baft im Laufe de« jüngsten Meinungsaustausches Fortlchntte auf dem Wege temadjt fei n, der zur Verständigung der Berbun- teten führen müste

1 C* fei eine einmütige Zustimmung erreicht hinsichtlich der engen gcge.ifeitigcn Abhänqitkeit ?wischen ber AeparationSfrage unb dem Pioblem der alliierten Schulden Da« toüröc die Länder der Entente in den Stand sehen, nicht allein die von Deutschland zu er­langenden Summen zu bestimmen, sondern auch diejenigen, die he selbst auf Grund der sbriegs- schulden zu zahlen hätt.-n

2 Die Zusrimmung zu bem Grundsatz, baft toenn e« richtig wäre, bi: Zahlungsfähig- feit Deutschlands in Erwägung zu ziehen, c« auch recht unb billig wäre, blcjcmgc bei Gläubiger Deutschland« zu beräcklrch- tigen Wa« die letzten anbetreffe, habe man die-

da« Aecht, eine Aevlslon ber tn Spa belchloffenenProzentsätzezuverlan- g e n, fall« bie Schuldverschreibungen C ganz ober teilweise gestrichen werden sollen

5 Am 30 Juli habe die belgische Aegie- rung auseinandergeletzt, baft et. wenn diese Pro­zentsätze einer Aevllion unterzogen würden, recht und billig wäre, ba« zu tun. indem man zuerst bie zerstörten Gebiete berücksichtige Die belgische Aegierung habe niemals bealnichtigt. der engiischen Aegierung ihr Aecht auf Reparu- tionen zu bestreiten, denn sie kenne bie Belastung England« Die belgisch: Aote legt bann, um aus eine Einwendung ber englischen Aeaierung z t er­widern, genau bar, baft sie unter dem Ausdruck .zerstörte Gebiete" den gesamten mate­riellen Schaden versteht den alle alliierten Län­der ermittelt haben lolgli ch ebenso auch Groft- bntaimicn. ein Schaden, ben sie v or die Beschä­digung von Personen stellen müsse, was man al« recht unb billig anerkannt hab. Alle» in allem könne Belgien nicht zulassen, bift bie interalliier­ten Schulben ber übrigen Mächte mit feinen eigenen Schuldverschreibungen C bezahlt würden Um die Gleichheit in ber Behandlung wieder ber- Auftdlen, wäre e« nach Ansicht der belgischen Acte recht unb billig, wenn bei bcl- g 11 d) c Anteil unter bl öfter Berück­

sichtigung be« materiellen Schaden« für ben Sali, baft die Schuldverschreibungen C gestrichen weiden, auf 13 Prozent festgesetzt wer­den Belgien hatte bann einen Anjtnuch auf 13 Pio-ent b-r Schulbverschreibungen A und B, b ft 61 . Milliarben Goldmark, und bo schon Io. Millarben Goldmark erbitten habe, würben Iftm noch weitere 5 Milliarden ®Mbtnari zustehen Bedenke man, ball bai Londoner ^,h- lungsstatut Belgien in«qeiamt 10 640 Millionen «»gesprochen habe, so stelle man sest. baft ungefähr 40 Prozent be« direkten Schaben«, ben Belgien erlitten habe, Belgien zur Last fallen würden. Daran tonn: man da« n:ue und grafte Opfer cr- messcn. zu dem sich Belg.en berrit erflärc. um 7« einer gememschaftlichm raschen Lösung des Problem« )u L>mmyi Die Bedeutsamkeit diese« Opfer« sprinae noch mehr in« Auge, toenn man ba« ber belgischen Antwort be*gegebene Dokument leie, ba« sich auf bie Finanzlage Bel - g i e n «.auf feint Belastung und auf bte steuer­lichen Anstrengungen, bie Belgien auf sich ge­nommen habe, beziehe

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

brühl sch« Unioerfilüf, vUch- und ZlsindkuSerei «. tauge In Sletzen. S^riftleitiing nnb -eschäfsrltele: ZchMlAraH« 7.

Die Aole kommt bann zu folgendem Sch 1 uft Um zufammenzufasten, glaube die belgische Ae­gierung. baft zur Zett bte Erörterungen htnrer- chenb songelchritten seien, bamit f reu n b - IchastlichevertraulicheVerhandlun- gen zwischen den alitierten Ministern ausgenom­men werden könnten, ohne baft ei sich dabei selbst­verständlich um eine Konferenz Im eigentlichen Sinne des Worte« zu handeln brauchte Die so­eben angegeben, lei ja in ber Tat m mehreren Punkten eine Derstänbigung erzielt. Die belgische Aegierung betont schlietzlich noch einmal, welche« Interesse Belgien an c.iwr Lösung ber 3 i d> er­be I t 6 f r a g e habe Solange die Siche- beit ber- jenigen Länder, in bie im Kriege ber Feind cin- g.-brunaen sei, nicht gewährleistet sei. weder Aube unb Frieden geben, noch litt feit bestehen, die Rüstungen schränken D-e belgische Aegierung entsprechend bem Wunsche Ausbruck' diese Frage in London zu verhandeln