Ausgabe 
26.11.1923
 
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ar. 278

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Aeschtstl |ut Drahlnoch. »cht«M Anzeiger»ießeR.

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175. Jahrgang

Montag, 26. November 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Potf wfe PtTitf: vrßhlsch, UHloerUläts.Bid). bbö Sleinöndertl R. tarne In Gießen. Sdfriftleltnng anö Geschäft,Relle: rchnlllratze T.

lin)it mi Ufl.it fttble logeenemiett Di» |nm Nachmittag oort)«t ebnefeb« OtrdindllchNeN

Prell Mr l mm »4H« fit anjeiain eon 2? mm Breil r lichS.auewärt» lOGvIbplennig für Xe. klame-'Änjeigene.TO n n beeil« 35 ®olbp(ennig, Sla ioor|d)ti|i i.1 , 4u,-

)lag - U«cant®ottU4) für Politik u. JeuiHelon: Dr Jnebr Mlh Langt; ftir Den uorijen X«iU trn(f dlum chein;; itt ben Anzeigenteil Hane deck, ämil. 4 i-t <fie j*4.

vom Hessischen Landtag.

Don Pros. v. M. Schian, M d. L

Dl« zweiwöchige Tagung bet Hessischen Landtags, di« am 16. November ihren 21b- fchluß sand. Ist im Zusammenhänge noch wenig gewürdigt worden. Einige Bemerkungen dar­über werden zur Ergänzung der Sitzung«- berichte die Zeitungen können |i nur knapp« Berichte bringen angebracht sein.

Am Eingang der Tagung stand eine Aus­sprache über die Ernährungssrage. die na Ungern i& nicht viel Neues bringen konnte. :.-.b eine allgemeinpolitllche Aus­sprache Sie sand statt, weil die sozialdemo- kratlsche Fraktion sie begehrte Zum groß.-n Teil beschäftigte sich mi, außcrhestNcton Fragen. Och vermag eS nicht für angemessen zu halten, daß feder der zahlreichen deutschen Stnzellcrndtage die Fragen der Nelchllpolitik ausführlich erörtert Dazu ist der Reichstag da. Beschlüsse können tm Einzellandtag zu diesen Angelegenheilen ja doch nicht gescht werden. Darum also kostbare Zeit aus diese Dinge verbrauchen? Die Debatle Ps.egt in solchen Fällen nicht zur Neinigung der 211 mo- sphäre, sondern nur zur Erhitzung ter Gemüter zu führen. Hebet Bayern und Sachsen sind eben die Meinungen sehr geteilt. Hcs i che An­gelegenheiten wurden gesfreist Io die naicr- ländischen Verbände und die linksradikalen Hundertschaften -, ohne daß axfcnHidx Er­gebnisse zu verzeichnen waren.

ES schien im späteren Verlaus der Ver­handlungen einige Male, als sollte die all- Seinpolitische Debatte nochmals beginnen

Minister von Brentano eine Aeus»erung über Bayern tat, die der Sozialdemokratie nicht gefiel, verlieh die sozialtemokratische Fraktion den Saal zur Sonkerberatung. Schon schienen Konfllkrswolken am Horizont auf lu­fteigen. Aber si-k wurden wieder verscheucht

Zu den Ausgaben des Landtages gehörte zweifellos die Stellungnahme gegenüber Len separatistischen Bestrebungen im Nheinland. Ohr war eine Kundgebung bei Er- itframg der Tagung gewidmet Sprecher oes Hauses war der Landtagspräsident Adelung. GS verdient festgehaltrn zu werden, dah diese Kundgebung vollkommen einmütig geschah, selbst Die beiden kommunistischen Abgeordneten enthielten sich diesmal seder Störung. Damit ist die Haltung des hessischen Volkes klar- gelegt; dah aber der einstimmige Landtags- Protest auf die Franzosen Eindruck machen werde, ist leider nicht zu erwarten.

Eine Anzahl recht wichtiger Sonderfragen wurde in der zweiten Doede nach Verhältnis, mähig kurzer Beratung erledigt So die Aus­lösung der Fideikommisse, ein Gesetz über die Verwaltung hessischer Forsten und die Novelle zur BelolduneSordnung. Die Auslösung Der Fideikommisse ist beschlossen, das entspricht der durch die NeichSverfassung fefi- gclegten Linie. Zeitmaß und Form der 21uf- lösung sind maßvoll gewählt Der Ausschuß hatte radikale Tendenzen auszuschalten ver­standen. 3m Plenum machte die Sozialdemo­kratie durch den Abq Bornemann einen Vor­stoß im Sinne radikalerer Behandlung der Sache; |e nach der Gröhe des zum Fid.-i- kommiß gehörigen Areals sollte eine Land- abgabe recht erheblichen Umfang« ers.'lqen. Damit wäre wenigstens ein Teil des gebun­denen Grundbesitzes ohne Enlfchädi ung ent­eignet worden Dieser Antrag wurde ab- gelehnt Die Debatte über den ganzen Oe- genstand wurde dadurch recht unerquicklich, daß Nedner der linken Seite nicht bloß das Fidelkommißwelen a's solch s b .kämpften, son­dern auch allerhand Angriffe gegen die Fidei- kommihinhaber richteten

DaS Forstverwal tunqsgesey kann ebensowenig wie das Gesetz über die Auslö­sung der Fideikommisse in diesem Zusammen­hang näher bseprvchen werd-.n ES wurde tm wesentlichen in der Fassung des Ausschus­ses angenommen. Das Vorkaufsrecht des Staates war noch im Plenum Gegenstand von Auseinandersetzungen; es schien, a'e sollte ein Versuch, eS sei der Forst I Klasse au hu to­ben, gelingen Schließlich kehrte die Mehrheit zur AuSlchuhfas ung zurück

Großes 3nteresse wurde dem Abschluß der Beratungen über da; Besoldungsgesetz entgegenqebracht Sin UntetauS'chuß des Finanzausschusses hatte ausführliche Vor­arbeiten unter Beteiligung der Negierung ge­leistet. Der Finanzausschuß selbst hatte In mehrtägiger Beratung noch einige Besser­stellungen bewilligt. Dem Plneum lagen aber­mals mehrere Eingaben zur Sache vor. Soll­ten die Verhandlungen nicht uferlos werden, so konnten In diesem letzten Stadium der Be­ratung Einzelwünsche nicht metzr b sprachen werden. Jede A-end«rung hätte mögltctot- velse unabsehbare - Konsequenzen gehabt, zur Zurückverweisung an den Ausschuß geoö- Hgt und somi' daS Geschick ter Vorlage <?<- Mthrb»* tnrthrfrf'sin?i."6nnn,»lnri»m

Um die Nachfolge Stresemanns.

Die Bemühungen Äaröorfs und Jarres' um Bildung einer Koalitionsregierung gescheitert. Dr Albert mit der Bildung eines überparlamentarischen Geschäftsministeriums beauftragt.

M n, 26 Nov iPriv -Tel > Die Beslrc- bui'i; u einer hclt-feunia en Tlcubil nnn b*» aceiq,. ^ivi e IS sind t< l? I ut> nach 4Siiünbiqe n Beivanbeln w eie bei be:n P <nf a g lang' tro He bei ei 6 ©jnUtag Bomiit aq flauten. bei einer Ranbitaiur 2! I b c r D'S ifl um fo merltoüi- tifler. als sich in den cJien Be'vrech ing i SxS N.ichzpiäfi.e > en mti ton $ a tior.e üb cm laß alle Hei e i fd>irl q gen t»i<j Pro ihr,.;in ci «« d r ir ig n ® f äs S vd.r D-.iinlcnmi iste- linm« a iSgrlv oche ' ta e i Ti e RerhS rtfi- ben< rinei 3uf(ölung des NeichS.ag« abge iciqi trar (am die R if eis! a n Na mi laq i ci be- teuifamcn Lch i t vv w r « als nach A le nung

be« <leiiirum» den ne e.i Ra .i,lei zu sie.I n. non der Deuifche.i Uolleparici die

Kandidatur Kardors z

In den Boitegr-ind g-iück. wurde Herr v Kar- dc.s besten Kn.llrfaall von 3enir m und Dc- mchdien gebilligt trcifen aaie lci:ü i- I-ch crnfllid; um eine Tkiflänbig nj mi b. :n gemäh q- le.i Sbifl.l der Denise n I o «i.c i o .i le h i leinen c. em..ligcn Pa e.nc.mDcr. auf iS ge iliebe zu sicher. Die 5k i.|d naitcnalcn l e.rnih e i in dein Pr g amm K.ird r 6 r| . bir bi.' ei |t tc c Ai- uck n ro t den Lozinl. en i.n s e t , einem Äabmv.t Äu'of in dis verinitlich ßlrelcma n aU 3 fj m it.r. in b.c c icn Di Brauns, D, Gehlei und S r a I Ka n ih n icier zurückge re en waien da<r eben g-slur, e fi ibinelt bei Mi le i > gieid> r A ,,l i.ze trieterg femmen 2l ch die Pe fcnl ch i b 4 Kanzleilandidaten bat ibnci a g is s rinlich mit! b b g' Ci? ba: en an >2 ch o I z oder Qa i re« g dach Und HP N!ih- fhtmnunq gegen Äar cri | bi kirn auch n tcficn c qn;r Ta riet zum Au»: IU.1 So cnincbmen rotr c r<m d.ut|chcolkSpartxilichcn Orgtn folgende rid I sehr cmps.biente Edarakleiiiiik Heir Kaidvil ifl eine cigm artige Hat ar Als Sohn fein,« DatrrS trat er im altpieuhische t Adg.'» or ntenfa'aS her fre: fonjerr. üiiveu Par­tei b i, von d.r et sich aber unmittelbar vor der Nxvolulion trenn!e. weil er sich aui AlaaiSnol- nt t iflf.it für tg! tche UXiblred)1 'tn'chl? Na<1- icr Nevvlution trurie er al« Ra di dal der Dculfchnationalen in die preu' i ch Lan- desverfammlung g.-trxibh. trenn e sich jnde'sen kur, vor den Neuwahl.n ven den Deaischn liana- len, um sich dem Zudr.r der D ntschen BolkSpartei zur TcifLigunq zu ft (len, der ib t au< in feinem eiq.nen rL-chlk eiS al« zwei- len Ka >d taten in (inner List: unterbracht,- Sr fv eite auch zunächst in der Äraftion cini- ii-m. liä« Nolle, da er ein guter Nedner ist und die Dabe hat. für sich einzunehmcn

Bald jedoch strllte sich hrrau«, daß er fti fei­ner politischen Einstellung stark von Impulsen abhängig ist.

Sr schwankte zwtfchm dem red)len und dem Unten Flügel der Fraktion hin und her. wobei eS ihm gar nicht daraus ankam sich selbst mehr al« einmal zu wtd'rfprechcn So blieb fein Einfluh nur auf eine kleine Gruppe beschränkt, die sich um Herrn Dr Heinhe und Frau v Oheimb I grupt-ieit. 3m übrigen war seine Nolle in der Fraktion auSgespteli Auch zu Dr 6 I re I e - |

mann selbst letzte er sich mehr und mehr in I GegcnsL!) E. Sc.r auch einer toi »inen, die in i bei Zaaktion zum Kampf gegen den Paa- | leit übtet atifrielen Dah eine s Iche Pc.lön- lichletl ni bt gci toe geeignet ilt. di - nötige Sicher- th'ii für die G adliniqkeit und llielsicherbeit zu bieten, die die Dorauoferungen bei der Bcfcnung de« Äarykiam e.< fein müh.en. braucht nicht erst gesagt zu w.-rden

er wat die Ja b.bi ur Äar>rrf' b eit« am Camel ig abend zu n Lch l cm le u teilt. Der NeichS, räü ent enifchloh sich da iu mit der Ka.incttlb Idung ein. n u« fr ret d Ile e ibrn Pclltiker -u b?aj|nage > und r-c fiel baoei auf tc.i crii Hrzlich zum '3nn nminifter ernannicn u ld nährend seiner karze.i Amtszeit i an der Co m benrolxatie deftia a iq«n.t ibetcn f.ü(seien Suitburgev Dberbüig rincifler

Dr Jarre«.

Dr ,-arreS" Bem-du g i ein Drfvlq verfaql blei- AintSieil« aus dem N cinlan) lo.eber in Berlin einlial, nahm gleich B rüJii lu . ;e i mit Poli- tifern auf. die Luu ausq,!,'.ochene i Paf ei- männcr lind, so dah man mit einem politi-ch locht« oiicnlierien Jtabincil tech re > hmnte, dal» ab. i ( i cu g fp 1 paila n.nta. ifhcS Minl- s'e. u .. da g.- i l t hat e 3m Laute der Ue hand- lu igen stellt, sich aber bald l>e au«, bah auch Di v a icd Be napu tqcn i i Ei.alg ve.fagt blei­ben n uhte Einem Nkitgl ed der Deutlchnalio- co f i*ar ci f Ibt ifl nach AuKil"'' un te« Abgeordneten Hergt vom Neichsprälld n- icn t c i >i e Aufforderung zur ftao.nt-.toui.oung fltigegang-en, obwohl e« im öi ine bed wohliserslan- tenen parlam« tätlichen Si)slemS gei gen fsältc, bah die Oppoft i >n, die den Jtan|ler gestürzt bat. auch für feinen Nachfolger geloigl hatte Ber- niuthd) bat der Ncichsprasident von der Be­trauung eine« Deutschnationalen abgesehen, weil er eine NcichütagSauslöiung nicht gebilligt halle, die der deulschna ionale Kandidat awhl gewünscht hät.e Qiacv Hcrgtü Andeutungen hätten die Dcutfchnatunalen allerdings dieS nicht zur Be­dingung für die Annahme des Auftrag« gemacht, sondern auch ohne da« alle« darangesetzt, um .allein ober mit Denen, die Dafür in Betracht kommen", ein Kabinett zustande zu bringen

3m Laufe des Sonnlag'achmitiag hat der NeichSpräfident bann mit den NeichS- miniflcm Dr Jarre«, Dr Braun« unb Dr, Gehler erneut konferier! unb Dabei fcftgeftült, dah die Bildung einer Koalitionsregie­rung zur 3eit ferne Aussicht auf Erfolg biete Der Ncichspräitdent bat Darauf an ben früheren

Neichs ehatzminister Dr. Albert folgentod 03 ;e ben gerichtet

.Mr n? bidfse igen B fl rech.unqcn über bk Rab c.tdbilbu.tg !/ab n mids übe eiqt bah e« tu. <Jc;t >ichl mögli b ifl. eine Ä>> ii onJrcaie- iung < uf au Ate d, n'e parla iwntarisch -r ®runM<k« zu bl n De Lage D.-uts.ch! tndS ift abc in jefc Hiasich ü'-erau« cm't so bnh d« Bildung i v- ^erra'iunisrnä' i en Kwl.- u'q fein n 21 u-i1 d; u b mehr dulVt 3ch seh? nur die ein Mi g i teil, ein Negie unq b c w ä h i t Männer zu bl Den ti ent» fchlo'fen f n-D. umi.-r Zurück e lums "vn Perlon-

l ch n und pa L-iroltilfden Nücki be«>n fb= gan e K all für die Lebe iSnotwe i Igldt un- se eS Cantes e n.ulehen 3n tUer lchweren C unde opp.il « t- ich nochmals bring nb an 3hr t e ländlich -« Pflich gefühl 3hn mir geäußer­ten und auch t*on mit a würdig e i Bedenken ju ück uzieh.-n und bte Bilduna ei.icr solchen Neg em.ig zu nbernehrnen Für eine umgehende Sillärung wäre ich 3bo.n sehr doikbar

Anschließend halte der NcichSpiäsidcnt et ic Be- spiechunq mit Di Albert, in deren Be lauf dieser ben Antrag bei Kabinettsbildung übernahm Anfchliegend re ha.idclt Dr Al­be I noch neflern abend mit verschiedenen Persön­lichkeiten über die

Znlammenf.tzuug «mer über Par lamentarifchrn Negierung.

T-ie man in politischen Kreisen annimmt, werde Nibert mehrere Minister der zu üdgetretenen 'Ne i -runq. and j i>a b n NeichSw hr.nini le Dr Ec' I e r, b.n Äcit, 5a b.ltdmintflcr Braun« u.ib ben Srnahiu.gsminisicr Graf Kanih In fein Kabinett übernehmen Al« Kandibaien für ben Posten be« Minister« be« Acu ,-ri werden wa den Blättern bei frühere Staatsief elär be« Acufern v Hinhe und der dcut'chr Bntfchafier in 2N-Siau Graf v Brockdorfs-Nanhau genannt.

Die .MonlagSposl" will wist m bah sich ?>err Albert auch um bic Mitarbeit non Sozialdemokraten in f.iren Sabine«! be­mühe. allerdings sollm die In 2lu5sicht genomme­nen Männer nicht tD-g~n ihr.-r pol tis her Sin- ftdlunj) ►rufen werden, sondern wegen ihrer fachlichen Signung |ür beitlm nie Posten 0o soll der frühere preußische Fin n,Minister Dr S ü dc ku m an die 0pi.,c Del N>« « frw ij- imniftertum« treten. Wenn Herrn 2 ben die Äabinctiebilbung gelänge, so würde er vom N ich«tage zunächst »In Berrrauensvotum verlang m Sollte der Ne«-Stag dem Kabinett ba» Bertvauen verweigern so würde tem Blatte zusvlg-, bann sicher dieAuflosungde« NeichsiageS erfolgen.

Die Persönlichkeit de« neeee Kanzler- fanbibaten

ifl ter Ocffcntlld)fclt au« seinen früheren Tätig» fe ten tm Nclchsdienst nicht unbekannt 20lx rt ist tor Lohn eine« Magdeburger GrohkausmannS. studierte NechlSwisscnschafl und kam trfyr früh in da« Neichoamt dc» tTnncm. wo er über ?<bn Cxibre lang Bortragender Nat war 1904 le tete er die £>rgnnifatrcn der deuifchen 2luS- iKllung in 0t Coui« 1910 die deutsch Abteilung auf der Brüsseler Weltausstellung Später war er HanbelsaHach- in Washmgwn Nach der Ärugxrflätung Amerika« und seiner Nückkehr nach Deu schland wurde er Prstid nt be« Ncichs- ixcnx-riung -amte unb März 1919 Sh s ter Noch», kanzfei. von welch m Posten er ob r mit der Er­nennung Dr Wirth« zum NeichZkanzler zuruck- Irat 3m November 1922 üb ernahm er tm Äabi- i<'t Su'w die Leiiunq be« Ncichsfdsatznriniste- r um« 3m August i t<'cn ZahreS bcmifflonlerte -r mit bem Kabin-iiSchcf

schud geführt Dah sie endlich zur Vcrabschi-.-» düng gelange, war dringender Wun'ch be. T<- amlenjchaft. E« find trotz aller Sor fall doch auch solche Wünsche, denen ein gewis^S N.-ckt nicht abzusprechen ist, unerfüllt gibst- den. Wahrscheinlich wird so;ar ,eder Abgcordn-!.- einige Falle nennen können, in denen Wünsche, die ihm als durchaus berechtigt erscheinen, nicht erfüllt worden find. Das ist schmerzlich. Ader eS ist doch eine große Zahl von Beamten befferqestellt worben, und manche Ungleich­mäßigkeit wurde beseitigt. Die Novelle niuh.e, ehe sie zur Ausführung gelangen kann, t.-m NeichSsinanzminister vorqelegt werden, das ist aber schon im Oktober nach Abschluß der Aus- schußberatungen geschehen. Hoffentlich erteilt der Nelchefinanzminister bald seine Zustim­mung. Die Vorlage er! ingt, was die Nach­zahlung der Mehrbeträge betrifft, Gültigkeit vom 1 April 1923 ab, was Penfionicrunq be­trifft, ist der Termin schon etwas ,rüh-r gelegt.

Während ich die Fülle minder wichtiger Beschlüsse übergehen will, muh ich daS soge­nannte Ermächtigungsgesetz erwähn n, mit dessen Annahme die SiyungSp-.-r.ode schloß. Die Negierung hatte - erst während der Tagung -- eine sehr weitgehende Ermach- tiaung beantragt, viel weltergehend al« das ErmächtioungSgefetz Im Ne ich Für diese Fas­sung wäre nur eine Minderheit zu haben ge­wesen, während eine qualifizierte Mehrheit erforderlich war. An der Haltun, der Negie- rung, die zu weitgehende Forderungen stellte, sch en jebetErmäch'i'uneSbcfch'uh zu fchcltcrn. Endlich kam eine Verständigung zustande Nicht der Neiferung wurde ein« Vollmacht er­teilt, aber einem Sonderausschuß be« Land- taq«. dessen Mitgllederza >l auf 18 festgesetzt

Dl» O^hmnill» hl-1»« 7u«'*uUr* tour. I

ben begrenzt; ein Drin-.-l d«S AuSfchusseS k-inn die Beratung durch das Plenum fordern. So ist immerhin für diesen Winter die Er- machtigung reicht bis Cjibe März 1924 - die Möqlichk. it ge'chalfen, in gewissen wichtigen Fragen ohne den umständlichen und kostspie­ligen Apparat des Plenums Beschlüsse zu sas- len, ohne daß dabei »In Teil tor Landtag«- sraklionen völlig auSgelchaltet wäre.

Die Lage des hessischen Staates ist beson­ders schwierig. ES ist möglich, daß weitere« französische« Vorgelgen sie noch schwieriger gestaltet. Schnelle« Handeln kann dringend er- forbeAid) sein, wenn daS Wohl des Volkes gewahrt werden soll. Unter diesem Gesichts­punkt kann das ErmächtigungFgesey von allen Gesetzen, die diesmal beschlossen worden sind, das wichtigste werden.

2parmastnalimeit im Neithstaq.

Berlin. 2S N v tPll-'-Tek.f De ,enein. lame Si u,q be« 2k!le,l nrat« be« Soiftanbe« be« N il>.'tag« und tx r Brrlitzenden ber Un-er- fud-,jng«aii#fl5üfie be'dsäftiqte fids am 6am«1ag mit bei S aac ob bic Ginlchränkungen im Haa«- ba t ber Nllt«.« wrltunq auch auf ben Neich « taq ausgedehnt we> ben Jollen Bon dem NcichslagSprälitonten Lobe n-u be die <5 <me ter Bcrminderung bet Zahl ber Neich «tagsabgevrbn »en g- «1 fam mit ben Län e.par amenten ang- |j ni len. Dr« braunlchtveigifche Lan e pa la -eit nahm beimi« eine Beernindeiunq le<nei Mitgliebc.zadl vor Da« barseiifche Landesparlrment fragte beim Neich «lag an, ob er diele An ge.ee en toll nicht auch in Sttri'ung ziehen wolle Da sich bic Meh.h il be. Fraktion«, ertre e nicht für be u :t hielt. Befchlül r m bic*er Nichtunq zu fahen. trurto die weitere Verfolgung ber Angelegenheit für die zweite Leung bet Wahlgeieye« tm Neich«- nueVt-n iunu#o»6»d*

Das Stinnesabhommen.

Offen. 25 Nov. (Priv -Tel.) Unter dem Druck ber für beide 7krbanblung«gcgner un­erträglichen Derfsällniffe Im Nuhrbecken ist in Du! cldorf ber Bert rag zwischen .Micum", ber französtfch. belgischen 3ngenleur(ommiflion. unb benBcrtre-ern be« Zechenverto.-cheS. bie zugleich bic 3nbuftne. soweii sie noch nicht diniclDerträg mit MeiflbcgunfiigungSklaufeli geschallen bat. rcpiäfentieren. abgefchlotsen worben sicher ben A! schluß wirb ben franzSstschen Zell ingen au« D. ffcldvrl gerne!bei .Troy aller Bemühungen Berlin«, ben Abschluß zu verhüten, hat Herr Bogeler namen« bet Herren Näu ' ch Hugo 6 11 n n e « unb Fritz Dhyfsen ben Vertrag mit ber Micum unterzeichnet Bogeler zeigte ben Leitern ber Million. Franzen unb Henni- carl. an. bah er Bvllmacht habe, für bie an- beten Unterhändler zu unterschreiben

Sr erklärte, baß er feine Unterschrift nur gebe, um ton »ollen Ttutn bet Nnhriudustrir zu ver­hüten, baß er aber bit Ueb?rzen^rng habe, haft bie Bedingungen ber 3ngenieannifr.mi nur sehr schwer zn erfüllen seien.

Fianzcn unb Hennlcart hörten diele Srflä- tungen schwelgendan und legten ben Bertrag zur Unterschrift vor Bogeler unterschrieb und verließ ohne wettere Bemerfung ba« Zimmer D,e Frcube über btefen Erfolg Ift -n Pan« lehr gioh ®e wirb auSgerechvet. bah 80 Prozent ber Nuhrinduftrie für die Nepavation«- kvmmMion arbeiten Bereit« in ber nächsten Zeit soll etn Teil der Sri rüge au« der M^tallinbust rie unb den Bergwerken In die NeparationSkafte ab- geführt unb zum Aufbau bet zeritorten (Gebiete vet wendet werden AI« die wefentlichften Punkte bet 2D>fr>nrmen« werden folgende sechs Para­graphen bezeichnet

J.* be 'Bertre-e y Beeilte Werke zah- I-efür bteK-HIeefteeerfürbte Zett de«