Einzelbild herunterladen

Wir!!

m bei mir alle Arten intesten. ihalbschuhe schuhens«.

en Kinder- leiterschuh cb!

2057a hier Mott. 39 kHM

Volks- lochschule

Giessen uhrgebiet

Ito1 fl8

ich.

j?ne i-e"'

K

Saftig es Ruhrgebiet» k-f^ÄdsSUIJ APn'... Universität

frrel1 MO- 87.1f-, gbdö- »SS7 »«IS« b Serrn^i« srsg-g SÄ5 h£Es

W

mären.

(Nachdruck verboten.)

13. Fortsetzung.

arbeitern, unrichtige von uns für unter

Nach längerer Geschäftsordnung sdebatte über die Frage, oo in bleiern Falle eine namentliche Abstimmung zulässig sei, zieht Abg. Dittmann seinen ersten Antrag zurück und beantragt Schluv

Wie den vberhelsischen Landwirten bekannt, unterhält der Landwirt'chaftekammer-Ausschuh vier Iungviehweiden in der Provinz, uab zwar im Göringer Grund bei Zell, Wemings bei Wenings, Tiergarten bei Hungen und Lauterbach. Zweck derselben ist, Landwirten, die über eigene Weide nicht oder in zu geringem Umfange ver­fügen, Gelegenheit zu geben, ihr Jungvieh wah­rend der Sommermonate di: Vorzüge des Weide- ganges geniesten zu lassen. Als solche waren vorzugsweise zu nennen; Befriedigung des hohen Eiweihbedarfs der jungen, wachsenden Tiere. Stärkung der 'Widerstandsfähigkeit gegen jvranl- heilen. CßerbeHei-ung mangelhafter Körperformen, insbesondere Kräftigung des Duckens. Ausdehnen des Deckens, Stärkung des Knvchen^ues der Sehnen und Muskeln. Förderung der Gangtgleit,

Teuerung

und Deamtenbesoldung.

Wir erhalten von der Ortsgruppe Diesten des Deutschen Deamtenbundes folge: b? Zuschrift, zu ber wir lediglich bemerken, daß in unserem Aussatz Ursache und Wirkung in Sachen ber Teuerung keineswegs so einsach beurteilt worben sind, als es ber Schlustsah der vorliegenden Zuschrift, die wir im übrigen als sachlich berechtigt anerkennen, a u s l e g t.

Die hiesige Ortsgruppe des Deutschen De­amtenbundes glaubte aus eine Erwiderung der Ausführungen im Leitaufsatz Ihres D.attes vom 18. d. Mts. verzichten zu können, nachdem bereits am 20. d. Mts. von Deamlenseite in zutreffen­der Weise doppelte Gegenäuherung erfolgt ist. Ein hierbei unberührt gebliebener PuE ver­anlaßt uns jedoch zur nachträglichen Stellung­nahme, um deren Veröffentlichung wir Sie hier-

Deutscher Reichstag.

343. Sitzung, 2 Uhr nachmittags. 'Berlin, 25. April 1923.

Aus der Tagesordnung steht der Gesetzent­wurf auf verstärkten Dersammlungs-

Das Msftthaus.

Roman von LuiseSchulze-Drück.

Landwirtschaft.

Die oberhessischen Iungviehweidea.

Dom Landwirts chaftskammer-Ausschuh für Oberhessen wird uns geschrieben:

auch eine wesentlich: Gewichtszunahme, insbelan­dere bei solchen Tieren, die für den Werdegang

Um V26 Uhr eröffnet Präsident Löbe die neue Sitzung. _

Auf der Tagesordnung steht bte zweite 'Be­ratung des 1 2. Nachtragsetats (4 Vs-Dil- llonen-Anleihe) in Verbindung mit der Novelle der Erwe r b s lv sen f ü rs 0 rge, wo­nach die Krankenversicherungsrechte den Erwerbs­losen erhalten bleiben. Mit dem Nachtragsetat soll das Reich unter bestimmten Voraussetzungen Garantien zur Defriedigung unabweisbarer, durch den Ruhrernbruch hervorgerufener Bedürfnisse übernehmen. Ferner sollen weitere 400 Milliar­den zur Sicherung ber Volksernährung ausgegeben werden. *_

Der Jachtragsetat unb die Novelle zur Er- werbslosenfürforge werden debattelos in zweiter unb dritter Lesung angenommen.

Um 3/46 Uhr vertagt sich das Haus auf den 3 Mal 2 Uhr nachmittags: Interpellation über die Auflösung ber Deutschvölkischen Freiheitspar­tei, Dersamnllungsschuhvorlage.

iimiw 1 mg* 111,11111_____________ -

des edlen Saftes und der Lohn für alle Müha unb Arbeit." Er hob das Glas gegen Frau Eva:

Ihr Wohl, gnädige Frau, und dah Ihnen unsevi Mosel gefalle!"

Frau Eva neigte ernst den Kopf.

Hans Dietrichs hingeworfeneBemerkung hatt» sie peinlich berührt Manchmal war er doch ge­radezu ungezogen! Sie wollte es ihm auch nachher sagen Sie nippte an dem Glase: ber Wein ttxa mild unb doch sehr tfari. Gewiß, er war ein Krnr seiner Erde, sie konnte es begreifen, dah man mehr in dein edlen Getränk sah, als nur einer Gaumenkitzel. Und sie freute sich, dah ber Mann, ber ihr gut gefiel, mehr bann sah.

Ensingen hatte wortlos dabeigesessen Nur hob er sein Glas gegen sie:In so edlem Stofs Ihr Wohl mit besonderer Begeisterung!" sagte er. Es sollte scherzhaft klingen, doch ein gröberer Ernst drang durch, seine Augen suchten die ihren.

Frau Eva errötete unwillig unb sah, tme ei in fernen Augen aufblihte.

Aber das war ihr gleich, mochte er fa>h^3Uq glauben, was er wollte. Morgen ging er ja doch bis dahin würde sie sein Gehabe ja noch ertragen

Der Kellermeister tarn mit der Ankundiguni eines Geschästsbesuches. So brach man aus, nach dem Frau Eva ihr Glas andächtig geteert hatte

Es war schon zwölf Uhr getoorben. Dl» Mittagsglocke läutete, als sie aus ber Kellere heraustraten. _, ,,

Vom Durghause her kam Tante Rachen, ell- fertig schob sich die Reine Gestalt nahen höre ich, bah Sie da find . . . ich lade Sw feteo llch für heut: nachmittag zum Kaffee ein Uni wenn die Herren auch einmal unsere Moselam- Rahmwafseln probieren wollen . .

(Fortsetzung folgt.)

Bürgermeister Arnolds erriet wohl feinen Gedankengang Er lachte:Ja, sehen Sie, das ist bei uns nun einmal nicht anders! Die Leu^ aum Arbeiten habe ich ja. Unb für gewöhnlich bin ich auch nur der Herr. Aber wenn es ehtmti eilt ober wenn man eine besonders stark Hand anleaen muh, bann bin ich doch habet. Unb das STrnU sogar Freude. regia* ein Halb- fuderfah wie eine öeber. Das macht mrr krner meiner Leute nach. Und das rmponrert ihnen!

Er reckte seine Hünengestalt auf unb schüttelte die Hänbe. Sie waren freilich q&uq - aber gut geformt und gut gepflegt- Das bemerke Gva heute wieder, wie es ihr schon gestern auf- gefallen war.

Ensingen warf einen raschen vers^lsnm Dlick auf fie ünb verzog den Mui^ ^ertn^bxg. LLJr wieder brad) das bei den Frauen durch, dah ihnen die rein physische Kraft imboruerte. Unb gerade bei diesen zarten sensiblen Frauen. Darin glichen sie sich alle.

Hans Dietrich Ohler sah auf den

kraftvoll gesunden Mann.Halbsudersasser reg^° reu wäre freilich nicht seine Pasiion gewesen, ^per etwas von dieser Frische wünschte er fid? SdA Unb dabei war ber Mann mrnMtenä SSebn siebzehn Jahre älter als er. Er rechnrte nacbAchtzehu Jahre war Elisabeth Arnolds alt, ftrufunkAwanzlg muhte bxh Arnolds wohlmia- LN gewekn sein, als ihm bte Tochter geboren

nicht einmal die 230 Stimmen Zusammenhalten können, die zur Deschlustsähigtelt des Hanfes ge­hören. Wir haben keinen Anlah, mit unserer Hille die Annahme einer Vorlage zu ermöglichen, bk wir für arbeiterfeindlich halten Ich beantrage deshalb Absetzung des G^e-.rstandes von ber Tagesordnung unb bezweifle gleichzeitig die De- schluhfähigleit des Hames. (D.e menten Abgeord­neten ber Linken verlassen nunmehr den Saal.)

Abg S ch u l h - Dromberg (Dntl.) beantragt namentliche Abstimmung über den Antrag Ditt-

kurz folgendes gesagt sei:

Als im Februar d. I. gelegentlich ber so­genannten Gehaltssta'.i ifte ar gire;efung seitens ber Reichsreglerung eine Deroesserung ber Ge­samtbezüge von Mitte Februar ab um 75 Proz. zugesprochen würbe, veröffentlichte gleichzeitig das Statt, tische Reichsamt ben Duichichnitt der Reichs- I indexziffer für Monat Februar gegenüber dem Monat Januar als um 133 Proz. geringen. Also Deamtenbesoldung 75 Proz. und Reichöi idex (an- erkannt nicht alle Lebenshaltungskosten ein» schliehend) 133 Prvz. Die Beamten erhielten somit 61 Proz. Wender zugesprochen, als die Kosten für Lebenshaltung gestiegen waren. Dieses Ver­fahren ist bei jeder Desolbungsregullerung bzw. bei jeder Erhöhung ber Teuerungszuschläge zu beobachten, so dah die Dezüge ber 'Beamten beute weit hinter der wirklichen Teuerung zuruckstehen.

Weiter sei auf die Denkschrift der hessischen Regierung über die Entwicklung der 'Beamten- be-üge verwiesen, die sie dem Staatsvoranschlag für 1923 bei gibt. Zunächst wird darin sestgesteltt, dah nach dem Stande der Dezemberbezüge die ! Steigerung ber Desoldungsauf Wendungen für diesen Zeitpunkt aus durchschnittlich bas 350fache festzustellen ist. Tatsächlich betrugen Ende De­zember 1922 (bei 232 v. H. Teuerungszulage) die mittleren Bezüge bei einem verheiratetenBeamten | mit ber durchschnittlichen Anzahl von Kindern (16) einschl. Orts-, Teuerungs-, Frauen- unb Kinderzuschlag das 356-256fache des^Friedens- standes, demgegenüber die Lebenshaltungskosten durchschnittlich das 685fache, die Grohhandels- preise das 2054fache betrugen; für Monat Fe­bruar stellen sich die Zahlen auf: Besoldungs­gruppe 3 das 1387fache, Besoldungsgruppe 78 das 1055fache, Besoldungsgruppe 10 das 913iache, Besoldungsgruppe 12 das 805fache des Friedens- standes, die durchschnitUichen Kleinhandelspreise für diesen Monat aus das rund 3000sache.

Aus diesen amtlichen Angaben dürste auch für ben Auhenstehenben ohne weiteres die jedem Beamten leider zu bekannte Tatsache erkennbar sein dah die Besolbungssähe stets nur mit grohem Qlbftanb hinter dem jeweiligen Teuerungsstand herhinken, unb, da sich der Abstand, wie bereits oben bemerkt, bei jeder Erhöhung der Zuschläge vergröhert hat, eine fortgesetzte Verschlechterung in ben Existenzbedingungen ber Beamtenschaft

Keller," Tagte er fast andächtig.93er. Das ist fein Wein in aller Morgenfrühe, gnädige Frau, bas ist eine Gottesgabe, ein Tropfen, ben man nicht trinkt, den man genießt, der nicht schabet, ber nur erfreut, erheitert, bas Herz leicht Echt.

Hans Dietrich verzog leicht ben Mund: Schade, dah wir dafür so wenig Verständnis haben. Ein gutes Glas Wein ist getoih eme ganz angenehme Sache, aber mehr für uns doch raum. Dazu muh man schon ein enragierter Weintrrnker unb Kenner fein!

Bin Weintrinker unb Kenner? CBurger- meifter Arnolds schüttelte ernsthaft den Köpft Nein, das muh man nicht. Aber vielleicht etwas anderes. Ein Moselaner vielleicht, em Kind des Bodens, auf dem die Rebe wächst und blüht, unb die Traube reift. Unb vielleicht muh man die saure Arbeit mitgetan haben, bie Hoffnung und Furcht miterlebt haben, wenn bie Gescheine blühen wollen, unb es droht Kälte und Regen d:e Blute zu verzögern und bie Hoffnungen zu vernichten. Oder später, teeren bte Traube schwillt, muh man den blauen Himmel um Regen an gefleht haben, unb bann bte grauen Regenwolken um Sonne. Unb jeder Tag muh seine Sorge gehabt haben, bis zu ber Zeit, wo die Lese nahe ist, und drei, vier Regentage den ganzen Segen, ^bie ganze Mutze langer Monate vernichten können.

Er hatte sehr ernst gesprochen. Hans Dietrich blh sich auf die Lippen. Aber als er bann bie Flasche entkorkte und sorgfältig unb umständlich ben Flaschenhals säuberte, da sah er schon wieder gleichmütig aus. Als er bann das eble Trauben­blut in bie Gläser goh, unb ein tounberfemer würziger Duft plötzlich bas gan^e Stübchen füllte, da lächelte er. , ,

Merken Sie baS Bukett? Das ist ber Dank

vorbereitet sind.

Die oberhessischen Iungviehweiben haben unter dem Einfluh ber für ben GraswuchS gün­stigen Winter- unb Frühjahrswitterung g u t an- gesetzt unb versprechen nach zweckentsprechender Düngung unb Pflege cin reichliches Fu t ter- wachstu m, tote wir eS ja in diesem Jahre erfreulichertoeise allgemein beobachten können.

Leider sind die Anmeldungen zu den Weiden, sicherlich mitbeblngt durch die guten SutterauÄ- sichten im allgemeinen, nicht in genügender Zahl erfolgt. Insbesondere ist bie Anmeldung von Rindern noch erwünscht. Die Mehrzahl der Landwirte steht auf dem Standpunkt, dah die Weiden dazu da sind, in futterarmen Jahren ihr Vieh auf den Iungviehweiden durchzuhalten; sie verkennen, dah bie Hauptoorzüge bes Weide- ganges jedoch aus anbereit, bereits obenerwähnten Gebieten liegen. Alljährlich kann man diese Beob­achtung machen. In Jahren mit schlechten Futter­aussichten herrscht ein wahrer Sturm zu ben Weiden unb der Vorstand des Landwirtschasts- kammer-Ausschufses ist vor die wenig angenehme Ausgabe gestellt, Qlnnietbungen in groster Zahl 1 zurückzuteeifen, in anderen Jahren dagegen halt es schwer, die für die Weiden erforderlichen Tiere zusammenzubringen. Freilich hält in bieiem Jahre auch noch ein anderer Umstand bte Vieh­züchter von der Weidebeschickung ab, das ist das ber Geldentwertung einigermaßen angepastte, vielen Derufsgenosfen zu hoch er;d> inende Weide- gelb. Um dieses mit berBeitecung oder Ver­schüchterung ber Mark in Einklang zu br ngen, ist es in ähnlicher Weise, tote bei Pachtverträgen ber Wert einer beftimmten Meitge Frucht als Pachtpreis ausgemacht wird, so bemessen, dast füreinRinbderWertvonnuröOPfb. Lebendgewicht zu zahlen ist. Dieter Betrag bleibt m den meisten Fällen weit hinter dem Zuwachs, der durch den Wtt^gang er sielt wirb, I zurück, ganz abgesehen von ben bereits erwähnten Vorzügen, bie ber Weidegang mit sich bringt.

das Weidegeld, an dem der Vorkriegs­zeit gemessen, nicht zu hoch ist. mögen einige I Zählen als Beweis belegen: Gs kostete ein Wag­gon Torf in ber Vorkriegszeit 200 Mck beute 2 000 000 Mk., also bas lOOOcfache, das Kilo­prozent citri. Phosphorsäure 24,5 M. beate 1100 Mk., bas Kilopratzent Stickstoff im schnell. Ammoniak 1,35 Mk., heute 60(X) Mk.. das Ki^> Prozent Kali im Kainit 10 Pf., heute 286 M. 3n welchem Verhältnis Holz unb Eisen gegenüber ber Vorkriegszeit gestiegen sind, ist bekannt. Sehen Dir so, wie bie wichtigsten Betriebsmittel der Weidewirtschaft.um durchschnittlich das 5OOOfache gestiegen sinb, so beträgt andererseits das Weide- qclb für cin Rind bei gleichbleibenden Fleisch- breiten das 3OOOfache ber Vorkriegszeit, ebenfo das Weidegeld für Fohlen, für welche der dop­pelte Betrag tote für ein Rind erhoben wird.

Die Rentabilität des Weideganges ist also Heute noch in höherem Maste gewährleistet wie in der Vorkriegszeit, trotz der scheinbar hohen Weidegelder, da tatsächlich diese acute weniger bedeuten tote die in ber Vorkriegszeit ohne Aw stand gezahlten. Die Landwirte ber Pro'rtnz haben also keine Ursache, mit ihren Anmeldungen, bu noch angenommen werben, zu zögern.

Es ist selbstverständlich, daß die Landwirte, die die Weiden in diesem Jahre, dem ersten, das eine wesentliche Erhöhung des Weidegeldes notgedrungen bringt, beschicken, in der Zulassung ihrer Tiere zum Weidegang auch in kommende» Jahren bevorzugt werden.

Anzeigen-Annahme.

Die Entgegennahme von Anzeigen findet dis znm Abend vor dem Aufnahmelag statt; An­zeigen für die Samstagsnmnmer müssen spa- testens bis Freitag mittag anfgegeben fein.

Geschäftszeit

von 8121/« Ahr nnd von 2SVs wurde, fünfunbzrvanzig, fünfunbbretfiig, dreiundvierzig. Drei- bis fünsundvierzig Jahre hatte der Bürgermeister wenigstens.

Er seufzte. Solche Naturen hatten doch etwas voraus. Er fühlte sich oft so müde, er war so nervoS, so schnell ermattete sein Interesse, wenn es wirklich einmal aufflackerte. Gestern hatte ihn diese Elisabeth Arnolds wirllich einen Moment gefesselt Schon dah sie sich so abweisend oermclt Hans Dietrich Ohler war eine solche Behand­lung nicht gewöhnt hatte ihn gereizt. 5>as toar keiner der unter den jungen Damen manchmal beliebten Tricks gewesen, bie er alle kannte unb belächelte, bas war eine ganz ehrliche Abneigung aus irgendwelchem Grunde, bte ihn fogar inter- essierte. Unb bgnn toar sie auch wirllich ent­zücken b frisch und reizend nicht vonempörender Gesunbheit", fonbern von sehr lieblicher Frische.

Sie besahen nun bte ganze Kellerei, gingen durch lange Gewölbe, in benen Fast an Fast pein­lich ausgerichtet lagerte, baren durch andere Kelter­räume. wo auf Gestellen Taufende von Flaschen aufgestapelt waren.

Ein Trinkstübchen toar in einer Ecke eingebaut, lauschig unb behaglich mit festen schweren Eichen­möbeln, mit grasten Humpen auf massiven Borten. Em Fastreifen als Kronleuchter trug dicke Wachs­lichter, sie leuchteten mit dem weihen Glanze, der dem Wachslicht eigen ist. Aus einem Schränk­chen nahm Arnolds köstliche Gläser, auf gani dünnen Stengeln, fein und zart wie Blumenkelche. Der Kellermeister tarn herein, eine bestaubte Flasche wichtig tragend. .

Um Gottes willen," rief Eva lachend, ^Wem in aller Morgenfrühe! Danz unmöglich!"

2£bet Bürgermeister Arnolds hielt feierlich die Flasche ans Licht:Das Edelste aus meinem

mit dringend bitten.

steigerung^^iter Kremte von Arbeitnehmern hatte I Steigern der Fruchtbarkeit und schliehllch zuletzt noch jebeSmal ein ruckweifes Hinaufschnellen der ' »tn» wfontfiA^ Gewichtszunahme, insbeson Warenpreise zur Folge. Wie soll nun ber Gefahr einer neuen Teuerung begegnet werden?

Hiernach soll also die Ausbefierung.der Be­züge ber Beamten und Staatsarbeiter jedesmal eine neue, bie Allgemeinheit treffende b. h. Preissteigerung, zur Folge haben. In Wirt­lichkeit verhält es sich bamit ganz anders, wozu

Worten.

Abg. An dr 6 (3J: Ueber bte sozialdemo­kratische Entdeckung, dast es sich hier um ein Aus­nahmegesetz gegen die Arbeiterschaft handele, lachen nicht nur hier im Hause die Leute, darüber lachen sogar die Tiere. Die Linke faren heute das Haus vielleicht beschlustunfähig machen, aber sich darüber feinem Zweifel bingeben, dast die breiten Massen des Volkes brausten für eine solche Tätig­keit kein Derstänbnis haben

2Bg. Behrens (Deutschntl.) bestreitet eben­falls den Sozialdemokrateii das Recht, im Namen der Ruhrarbeiter zu sprechen.

In nmnentlicher Abstimmung wird nunmehr mit 200 gegen 144 Stimmen der Antrag Dittmann auf Zurückverweisung an ben Aussch ist abgelehnt.

Abg. Dittmann (S.): Die burgerlrche Mehrheit, die über 269 Abgeordnete verfugt, hat

stattfindet.

Die neuesten, für April unb Mar bestimmten Zulagen muhten ein treten, weil bie Besoldung nach dem Stande vom Februar fiir die mittler­weile geltenden Lebenshaltungskosten bei wertem nicht mehr ausreichte. Entbehrlich hätten biete Zulagen werden können, wenn der von ber Reichs- regierung angekündigte und angestrebte Preis­abbau eingetreten wäre. Wenn statt dessen die Teuerung weiter zugenommen hat, so sind bie Grimde hierfür in anderen Kreisen, als m ber Beamtenschaft zu suchen. Mit entsprechendem Ma­terial könnte hier gebient werden. Ihr Artikel Neue Teuerung" hätte Sie deshalb zu derSchlnh- folgerung führen sollen, dah die Aufbesserung der De'zi.ge der Beamten unb Staatsarbeiter nicht bteUrsache", sondern dasOpfer neuer Teue­rungen barstelst.

(Sieben, ben 23. April 1923.

Ortsgruppe Giesten des Deutschen Deamtenbundes.

schuh.

Abg. Dittmann (6.) gibt vor ber"Beratung zur Geschäftsordnung eine Erklärung ab, In Der es heisst: In dem Augenblick, wo die deutsche Arbeiterschaft im schwersten Abwehrkampf an der Ruhr steht, schickt sich bie Mehrheit bes Reichs- .'tags an, ein Gesetz gegen bie Arbeiterschaft anzu- nehmen. bas ein Ausnahmegesetz gegen Die 2tr- .beiterschaft barstellt. Der ursprüngliche Antrag ------ ------o v------ - ,

ibat im Ausschust eine Aenberung erfahren, bie ber Debatte.

auch andere Zwischenfälle in Versammlungen, Abg. Koch- Weser (Dem.) nimmt ben ersten welche als ein Versuch zur Sprengung ausgelegt Eintrag Dittmann wieber auf.

toerben können mtt Strafe bedroht. Untoiberlegt Als Dte 30 Abgeordneten ber Linken, bie zur ist unsere Feststellung geblieben, dast in Bayern Unterftütjung des Antrags Dittmann im Saale der Dertammlungsterror planmähig organisiert bleiben wollten, bissen nun auch verlassen wollen, wirb Wir beantragen, ben Gesetzentwurf an ben erklärt Abg Hergt (Dntl.) bteses Dmfahren Ausschuh zurückzuweisen unb beantragen gleich- nach Anzweiflung ber Beschlustfähigkeit für Un­falls über diesen Antrag namentliche Abstim- zuläsiig. .

munq. (Sofenber Lärm auf allen Seiten bes Präsident Loebe schlichtet ben Streit, in- 5Saufe^ der bie folgenden Redner kaum verständ- I dem er ben Schlllhantrag Dittmann als un- fich werben läht. I genügenb unterstützt falten läht unb ben ne ien

i Abg. Schultz- Dromberg (Dretft) stellt gegen» Dertagungsantrag Koch zur Abstimmung brin- über ber Behauptung des Vorredners, bah der gen will. _ , r , I

ltefel)enttourf sich gegen bie Arbeiterschaft richte. Nunmehr zieht Abg. K och-Weser (Dem.) 'fest dah ber Entwurf (eMglM? diejenigen bedroht, seinen Antrag zurück, der aber sofort von Dem

dte' mit Gewalt Dersammlunaen verhindern oder Abg. M ü 11 e r - Franken wieder ausgenommen

sprengen wollen. Wir schließen uns dem Antrag wird.

auf namentliche Abstimmung an. Tie namentliche Abstimmung P^^enb beren

i Abg. Dr. Dell (Ztr.) legt nicht nur als Mit- die Linke wieder ben Saal betritt, ergibt Die

«lieb der Zentrumsfraktion, (onfrrrn als Angehori- Ablehnung des Vertagungsantrags mit 20U

raer beS Ruhrgebiets schärfste Verwahrung gegen gegen 139 Stimmen _

'©te Worte des Abg Mttmann ein. Der Abwehr- Nunmehr wird die sachliche Aussprache über

kämpf im Ruhrgebiet wird durch den Entwurf nicht den Gesetzentwurf fortgesetzt.

aeftört wohl aber durch solche Erllärungen im Reichsinnenminister Dr. O ef er: Zu wrtn- Neichstag bie uns unterstellen, dah wir em Gesetz schen wäre, dah bet Reichstag nicht unter Dem I gegen die' Arbeiterschaft schaffen wollen. (Lärm Eindruck ber Dinge auseinandergeht Die wir j uick> Proteste auf der Linken. Beifallskundgebungen fgeben erlebt haben. Wenn es einen Weg gäbe, bei ben bürgerlichen Parteien.) Der systematischen die Parteien zusammenzuführen, so wurde Die Sabotierung eines Mehrheitsbeschlusses trat er mit Regierung ihn gern beschreiten. Die auf geregten aller Entschieden heft entgegen. Szenen bieser Sitzung werden doch hoftentticy

Abg Leutheuser (D. Vp.) weift im Na- bald einer versöhnlichen Stimmung weichen. Wir men seiner Fraktion ebenfalls die schwere Belerbi- haben doch noch andere wichtige Gegenstände zu auna zurück die in den Worten des Abg. Dittmann erledigen, vor allem den 12. Nachtra.gsrtft

fiir die deutsche Arbeiterschaft liege. Abg. R e m m e l e (Komm ): Was will der

Abg Koch- Weser (Dem ) bedauert, dah die Minister dagegen tun, wenn in Bayern bestimmten Vorlage zu einem innerpolitischen Konflikt zu füh- Parteien überhaupt keine Versammlungen erlaubt ren drohe und konstatiert, dah noch gestern im werden.

Aeltestenausschuh Abg. Müller-Franken erllärt Minister Dr. Oeser: Wenn der Versamm- babe, seine Partei werde der Verabschiedung des lungsschutz gewährleistet ist, werden wir auch aus Gesetzes obstruktionsmähige Mittel nicht entgegen- die Durchführung der derfassungsmähigen Rechte sehen, sondern das Gesetz rein sachlich bekämpfen, dringen. ..

Damals stand der Wortlaut in der Kommissions- Bei der Abstimmung, die zunächst über len (o- sassung bereits fest. , r zialdemckrattschen Antrag auf Milderung d:r De-

2lbg Müller - Franken (Evz ): Wir haben stimmungen zu erfolgen hat. verlaßt Die Linke aufb ben Versuch einer Verständigung gemacht, indem neue den Saal. Der Antrag wird nut 190 gegen toir die Aufhebung der von ber Kommission be- 2 Stimmen abgelehnt.

schlossen en Verschlechterung anregten. Wir geben Präsident Löbe stellt die Deschluhunfä^gkett Ibnen auch setzt noch die Möglichkeit einer Dec- des Hauses fest und beraumt auf 5 Mr nachmit- ftänbigung durch die von uns beantragte Zurück- tags eine neue Sitzung an mit der früheren Tages- Verweisung an ben Ausschuß. Keine Partei hat otbnung ausschliehlich der gefchefterten Versarnrn- bisher den Kampf gegen den Versammlungsterror lungsschuhvorlage.

ernster geführt als bie Sozialdemokratie. | Schluh 4Vs Mr.

Abg. Remmele (Komm.) schließt sich Dein Antrag der Sozialdemokraten an.

Abg. Leicht (Bayer. Vp.) bedauert die G» flärung des Abg. Dittmann, deren Form nicht geeignet sei. einem Ausgleich ober Entgegenkom­men Jettend der anderen Parteien den Weg zu ebnen. Der Redner weist namens seiner Freunde die ausgesprochenen Verdächtigungen zurück.

Abg. Kahl (D. Vp.): Durch die Ausführun­gen des Abg. Dittmann hat sich die Lage ganz ungewöhnlich verschärfft Wenn er diese Ange­legenheit in Verbindung bringt mit ben Ruhr- so ist das eine derart unglückliche und Auffassung, dah ich es gegenüber ben abgegebenen Versicherungen geradezu meiner Würde halten, darauf zu ant«