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D^Zr USL -r-iMwng b!I ft - tont. d°- tatote Ä>S° 3ü. k 1922 6 Äfe'1
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Tübingen.
rt’ 22. 3an. D!e hiesig» bcranlafet durch Z Wn den französischen eine Kund- e chSkanzlergerich.
Derttauen M Ausdruck gebracht toik Vetzlar.
3’Jn. Die Kraftpost heim verkehrt von jetzt nur noch Montags, um Stags, und ztvar slar und Groh^echien. bleiben unverändert.
Nassau.
t a. OH, 23. Jan. Die .DieFackel" wird seit )n einem gewissen Joses »geben, der im Januai urger Schwurgericht ve- > Aschaffenburger Ober- chS Maaten Gefängni- einen Sttafanttitt obei tzvschieben vuhte. Als e: i von der deutschen PA im nad) Würzburg üher- e sich Matthes unter den rcn, der ihm auch p n ist Matches Fran- jetatigt sich auch als |ol> )ie letzte Hummer dieses oeren Beleidigungen de, chnt besonders die tiefe durch alle AolkSschichtcr >tzung des AuhrrevM chlch Gegen dieses ‘Bktt Bewegung in der Sick if hinausgeht,es hiersui machen. 3n erster Lm r ucht werden, daö W ,r Lebensodem ausgebie- sich hilft man auch Ina* Blatt austaucht, nach des ifurter in gebührende-
rt a.M 24. 3am. * >n letzten Tagen zrh ingen von olchen M Betatlgegenja.H
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Danknoten.
Sandel
igung liegt in den Händen der Rechts^ i Dr. Grimm-Essen, Dr. Neumann-
anwälte
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5575,- 293 ),- 5625,-
12)00.- 101 K).-
11)00 -
Ö000.-R400,
23. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
Er- nur Ein den
Datum: 22 1.
57.Dtscb. NetcbSanleihe 81-
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Selt Jahrzehnten die Bevorzugte Nahrung für Säugling die nicht gestillt werden oder die entwöhnt werden sollen. Unübertroffen bei allen Verdauungsstörungen, narmkatarrh.
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Schlichtungsansschns; der Provinz Dberhessen.
Verhandlung r>om 23. Januar 1923.
Dem Deu'schen Der'e)rsbund, dem Arbett- ITcb€rt,'2rExinth *tr Hansel und Cewerbe in ©ic^ny den Bereinigten Fuhrcre cksbesihern von Gießen und dem Südaest deutschen Arbeitgeberverband für das TranspoTt-, Handels- und Derkehrsgr- lrerbe, Ortsgrupp' Dad-Na-heim und F eiberg, schlug der Schlick Ningsausschuß Erhöhung der Tronsportarbeiterlöhne um 65Pro»ent und der Zehrgelder bei Ue nrrlandfahrten um 55 Prozent ab 21. Januar 1923 vor. Hiernach kommen die Kraftfahrer auf 24192 OKI. tariflichen Woch-n- lohn, die Fuhrleute über 21 Jab < auf 23 456 Mk., die Lagerarbeiter über 23 Iahe auf 22 736Mk' und die Arbeiterinnen üre: 23 Jahre? auf 15 776 Mark. Das Zehrgeld bei Fahren bis übe? 2 Uhr nachmittags kommt auf 320 Mk. und bei Heber- nachten auf 900 Mk. Die Streitteile erhielten Er- klärungsfrist bis zum 26. Januar, mittags 12 Uhr.
Dem Kündigungseinspruch eines Arkeiters der Werkzeugmaschine'.chabrik Heyligenstaedt & Eo. in Dieben auf Grund der Verordnung vom 12. Februar 1920 gab der Schlichtungsausschutz nicht statt, denn Kündigungsgrund axrr nrcht die Wsicht, die ArbeiterzaA zu vermindern.
ri. L i ch, 23. Jan. Unter dem Vorsitz des Dekanstellvertreters Pfarrer Becke l° Södel fand hier im Gemeindesaal eine gut beuchte Pfarrkonferenz des Dekanates Hungen statt, auf der mancherlei amtliche Angelegenheiten besprochen wurden und Pfarrer Waldeck- Wohnbach einen Dortrag hielt Über „Die Lebenskraft des Sakraments".
Metnllaes. Frankfurt. .
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Kirchliche Nachrichten.
„ 2sr. Religionsgemeinbe. Gottesd. i. d.Synag. (Sudan!.). Samstag, 27. Jan. Dorobd. 5, morg. 9, abds-??? u 6. - 3ft. Religionsgesellschaft. Sabbats. 27. Jan. Freitag abd. 4,45, Samstag Dorrn. 8,30, nachm. 3,30, Sabbatausg. 6. Wochengottesdienst morgens 7, abends 4,30 Uhr.
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Antw.-Brüffel . Holland Vonbon Parts Schivetz Spanien Jialien Iffssabon-Ovorto Dänemark.... dtorivegen . . . . Scknveden .... Helffngsors. . . . 8tenvork Denlsch-Oesterr. Budapest Prag . Agram
Frankfurt a. M., 24. Jan. Börsen- stimmungsbild. Dollar in erster Morgenstunde 21000, spater 20 500 genannt. Ttzvisen lvnren fest. An den Effektenbörsen herrschte vorbörslich eine feste Stimmung, besonders hatten amtlich nicht notierte Werte lebhafte Umsätze zu verzeichnen. Am Moatanaktienmarkt tvar die Tendenz nicht ga-z einheitlich Do^r chem she.r waren Anilinroerte übeproiegend fest. Der Geschäftsverkehr war im allgemeinen ruhig. Gin- hoitswerte lagen fest. Bankak im vorwiegend gut behauptet. Der Dollar wurde um 1 Uhr 21 300 genannt.
13100 - 2'0 X), 13800-2’500.
-,- 12 10 - 7470 - -, - - 11500.- 7300 - -,
Unter dem Hreiheitrbaum
Roman von Clara Diebig.
3703 25 5413,50
19899*65 27,82
752,- 551.40 150,40
, 29260,- -, 1'50 lI),-21-090,—160 2.-)0i'0,
'' 250 0,-18400,—238»,
.-'.emonHpeikHoidelber, 110'K), - 12500,- L'()itii»u Hulzrnann .
»Da Ihr, wie es scheint, gut unterrichtet seid, so sagt mir doch: wer hat bei dem Juden Rosenblatt rn Reil eingebrochen? Der arme Kerl!" Es war Bedauern in des Richters Ton, Herz Rosenblatt mit den traurigen Augen, dieser demütige, verängstigte Me.isch, an den er sich sehr gut ylnnerte, stand plötzlich vor ihm. Hatte der ehrlia)e Mensch ihn nicht noch hastig, dringend gewarnt: „Sütel Euch — in Eurer Rahe, in Eurer Nähe" —?! Sin heftiger Unwille überkam ihn, was hatte dieser arme Kerl den Räubern getan? Um feiner Schätze willen war er sicher nicht überfallen worden. „'Der hat bei Frevel begangen, noch dazu den Mann halb zu Schanden malträtiert T‘
Hans Bast, schon im Geben, wandte sich knapp nur um, er zuckte die Achseln: „Weih niL"
»Der das getan hat, den lasse ich hängen!' „Tut das, Bürger Friedensrichter." Adami sah nicht das höhnische Lächeln, bafl plötzlich ba& schöne Gesicht des sich wieder zur Tür Kehrenden verzerrte.
Adami blieb in schlechter Stimmung zurück, als der Schmied von Krinkhof gegangen war. Hatte er sich da mit einem eingelassen, der nicht sauber war nicht viel sauberer als der BüÄer und seine Genossen?! Er blickte durchs Fenster dem Davonschreitenden nach. Wie war nur der Mensch hierher verschlagen worden? Und ob man wenigstens feiner Ehrlichkeit in der Unehrenhaftigkeit trauen konnte? Spiehgesellen verraten — ? Aber er war wohl nur der Hehler, vielleicht auch hatte er nur ihre Verabredungen belauscht. Dieser Nikolai hielt sich stolz, sah aus wie ein Biedermann, durchaus nicht wie der Ge- twsse von Dieben. (Fortsetzung folgt.)
Frankfurt n.M., 24. Januar. Schweizer Nmen Fran wüsche Noien Dänis.Oe Noten schwedische No en Holländische Noten Deiusch-Oeiterreich ä 100 Kronen Awerik mische Noten Englische Noien Hialienische No.en Belgische Noten UnnnrifOe No en Tschechoslowakische Noten . . . . Norwegische Noten Rumänische Noten Spanische Noten
(Sn einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Industriellen und Zechendertretrr boi dem französischen Kriegsgericht.
Mainz, 24. Jan. (WTD.) 8.45 Uhr vorm. Sic auf 9 Uhr vormittags anberaumte kriegsgerichtliche Verhandlung gegen die Industriellen bzw. Zechenvertreter aus dem Ruhr- revier findet im geräumigen Schwurgerichtssaal des Justizgebäudes statt, in dem eine grobe Anzahl von Pressevertretern, namentlich auch aus dem Ausland und insbesondere aus dem neutralen Ausland, eingetroffen sind, während andere vergebens auf Zutritt warten, bc der Presscraum, in dem sich eine grobe Anzahl von Pressevertretern mit Stehplätzen begnügen must, bereits überfüllt ist. Schon von 8 Uhr ab haben sich zahlreiche Zuhörer eingefunden. Ein grober Teil konnte nicht mehr zugelassen werden. Kurz nach 8 Uhr zog eine fietne Abteilung französischer Infanterie mit aufgepflanztem Seitengewehr vor dem Justizgebäude auf, vor dem sie verteilt Aufstellung nahm.
Mainz, 24. Jan. <WTB.) 10'b Uhr vorm. Der Gerichtshof, dessen Vorsitz Oberstleutnant Depeugny inne hat, setzt sich auherdem aus einem Major vorn 510. Tankregiment, einem Kapitän vom 81. Art.»Regt. und einem Leutnant vom 30. Trainregiment zusammen. Vertreter der Anklage ist Militärstaatsanwalt Badin. Die Verteidigung liegt in den Händen der RechtS-
Bochnmer Guh .... 25500,— Buderus r (£nro 195 0,—:
Deiiisch-Lurembnrn. . 27250, -5!K).)0,—30'm -GOOi'io'-
GclseukirchenerB-rgw»>0>0.-5')9 0, 310.)),—5 ) 0 Hnrvener Bernban. . 700>0,-l.70)0,-70 M),-ll »000,- Mnliiueit2lfrt)evvleDen27i7O, -4 400. -2400 i,— 39500.- «V»nliruert Westeregeln 20000,—40)u0,-242U),— :>0)!',— Vnurnüiitie 4U,A •
SdjhUi» Lchlab- Schluß- Schluh. Kurs "
Berliner HandelSges. . 22000, - 43000.- 22090, 43030 - Comiuerz- u. Privnibk 4400,— 7200 — 4350.- 7700.— Dnrinu. n-Nationalbank 5500 — 10000- 5325,— 10 >' 0 - Demsche Bank IM),- 187 0.- 14000,-1900),- Denlsche BereinSbank. —,— 5900-315),— —
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Mainz und Leclerc-Nancy.
Kurz nach 9 Uhr erscheint der Gerichtshof im Saal, in dem nach französischer Weise Zu- schauerraum und Presse vom Gerichtshof getrennt sind. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und warnt vor jeder Kundgebung, die zur sofortigen Räumung des Saales führen würde. Demonstranten würden außerdem verhaftet und vor das Kriegsgericht gestellt werden. Schweigen herrschtimSaal, alsdieAngeklagten unter militärischer Bedeckung erscheinen. Erhobenen Hauptes nehmen sie auf der Anklagebank Platz, und mit fester Stimme geben sie Antwort auf die Fragen nach ihren persönlichen Verhältnissen. In ironischer Weise verbessert Assessor O e l f e den schlecht übersetzenden '5>ol» metscher. Nachdem die von der Verteidigung geladenen Zeugen, darunter Dr. Wegener vom Essener Steinkohlenbergbau und Lübsen vom Kohlensyndikat den Saal verlassen haben, plädiert Rechtanswalt Dr. Grimm auf Unzuständigkeit des Gerichts aus den.bekannten formell juristischen Gründen. Demgegenüber ist der Militärstaatsanwalt Badin der Ansicht, dast. das Militärgericht zuständig sei. Er zieht den Versailler Vertrag heran, speziell den Teil, der über die absichtlichen Verfehlungen Deutschlands sich au«- spricht. Er ist der Ansicht, dast dadurch internationales Recht geschaffen fei, zu dessen Durchführung die Okkupa ionsmächte polizeiliche May- nahmen ergriffen hätten. Es handele sich daher nicht, wie die Verteidigung annehme, um eine Okkupation de fait, sondern um eine Okkupation' de droit. Daraus gehe hervor, dast die Anord--! nungen der Okkupationsmächte als legitim, die entgegengesetzten Anordnungen der deutschen Regierung als unter Bruch des internationalen Rechts erfolgt und deshalb als illegitim zu betrachten seien. Der Gerichtshof zieht sich um 9* 2 Uhr zur Beratung zurück.
Nach einer Beratung, die genau 8 Minu - t e n dauerte, erschien der Gerichtshof wieder lind erklärte sich'für zuständig. Akigg- sichts der durch die Reparationskommission fest- gestellten absichtlichen Verfehlungen Deutschlands, die den refpektive.r Regierungen völlig freie Hand zur Ergreifung jeglicher- Mastnäkmien Deutschland gegenüber geben, sei nach dem Völlerrecht die Besetzung des RuhrLebietes eine legitime H a ndlung, die Anordnungen der Be'ahungS- mächte also gleichfalls legitim. Für iletertretun- gen solcher Anordnungen sei also das Ärieg«» «ericht zuständig. Es findet darauf das Vechör der einzelnen An^eklagterr statt, zunächst das von Fritz Thyssen.
Die englische Regierung fragt die juristisches Deamlrn der Krone.
London, 24. Jan. (WTD.) Der Berichterstatter des »Daily Telegraph" schreibt, die juristischen Beamten der Krone seien von der britischen Regierung um ihre Ansicht über die gesetzliche Seite der französischen Besetzung des Ruhrgebietes ersucht worden. Es ergebe sich dir Frage, ob dieser Schritt seitens der französischen Regierung innerhalb den Grenzen des Versailler Vertrags stehe.
■11500— 1327.0,— -, 170;K’r- 850 , - ,600t.
Kochschulnächrichlen,
.'Marburg, 23. Jan. Die philosophische FaLiltat der Wtem Universität ernannte Herro Aoritz Kvnschewsky in Hvhrnstern zum Ehrendoktor der Staatswissenschaften, ferner ^lcrbur9 in Mülheim an 2whr-Dumpten zum Ehrendoktor der Philosophie. Bei Konschewskh, der auch das neue Marburger Studenten'heim gegiftet hat, hecht es u.a., datz er sich um das Nabspinnverfahren bei ter Herstellung von Geweben aus hämischem Holz vxihrend und nach dem Kriege verdient gemacht Habe. Bei Pierburg wird gesagt, dah er sich grobe Verdienste um die Herstellung wider- standsfähiger Stähle während Deutschlands Daseins- und Wirtschaftskampf erworben habe
Vermischtes.
Bergrutsch am Rhein.
fpd- Kestert a.Rh^ 24. Jan. Bei Ehrental fand ein Bergrutsch statt, wobei durch die herabfallenden Steinmassen mehrere Häuser stark beschädigt wurden. Auch die Bahngleise wurden erheblich in Milleiden- schast gezogen. Der Verkehr war auf mehrere Stunden gesperrt. Personen kamen nicht zu Schaden.
Schweres EinsturzungWck in Berlin.
Berlin. 24. Jan. (WTB.) Jrn Geschäfts- Hause des ^Berliner Tageblattes" auf das zur Zett ein neues Stockwerk aufgesetzt wird, hmd heule vorrnitteg ein folgenschwerer Zinstu r z statt. 3m vierten Stockwerk brach die Decke in einer Ausdehnung von etwa 30 Quadrat- meter ein. Die Gesteinsmassen schlugen bis in das Zidgeschvb durch. Eine Anzahl Angestellter und Arbeiter wurde mit in die Tiefe gerissen. Nach >en Angaben des Verlags sind bis jetzt 7 Toie rnd eine Anzahl Schwerverletzter geborgen wor- *n. Andere liegen noch unter den mererhohen Schuttmassen begraben. Die Feuerwehr rückte mit leben Zügen an die Unfall stelle. Das Gebäude ’nurbe in weitem Umfange abgefperrt. Dauernd erfolgen noch Nachstürze von Gesteinsmassen I® dab nur mit größter Vorsicht an die Unfallstelle fxcangegangen werden kann. Die Ursache des Unglücks steht noch nicht fest. Es scheint jedoch, ixrfc das sechste Stockwerk durch eine grobe Menge ’M»n Zementsäcken überlastet war.
, Berlin 24. Jan. (WTD.) Die Zahl der ’>ä dem Deckeneinsturz im Derlagshause Mosse Getöteten oder später den Verletzungen Erlegenen beträgt nach den bis 7 Uhr abends ■florüegenben Meldungen 13 Personen. Unter i>en Getöteten befindet sich auch eine Anzahl Mädchen. Der Reichspräsident hat den Oberbürgermeister der Stadt Berlin gebeten, den Hinterbliebenen seine herzliche Teilnahme aus- Msprechen und hat ihm als erste Hilfe für die Opfer eine Million Mark überwiesen.
nchter aufgeftanben: der sah nicht aus wie ein gewöhnlicher Bauer trotz des blauen Leinenkittels. Den roten Perpel (parapluie — Regenschirm) trug er unterm Arm, ganz wie ein Bauer, aber er hatte etwas Herrisches.
„Ich brn Hans Bast Nikolai von Krinkhof."
Aha, der Schmied von Krinkhof! Adami hatte genug von dem Mann gehört: die Dauern holten ihn zum kranken Vieh und auch für sich selber. Sogar seine Wirtscha terin die al e Lies, war neulich hingepilgert, um sich das Zahnweh besvrechen zu lassen. Es plagte sie nicht mehr seitdem.
„Was will Er?" Adami reckte sich. Nun wa-en sie beide gleich grob. Dann setzte er sich wieder an den Schreibtisch er bot dem groben Mann auch keinen Stuhl an, er fühlte sich unfreundlich werden, dieses herrische Auftreten pastte ihm nicht.
Hans Dast schien die Zurückhaltung des anderen nicht zu bemerken, oder er wollte sie nickt bemerken, er wurde geschmeidiger. Seine hohe Gestalt beugend, trat er dicht an den Tisch „Ich möcht Euch auf edbes aufmerksam machen, Bürger Friedensrichter. Wollt Ihr et hören?"
»Run ja, was denn?" Der Beamte schnitzte an seinem Federkiel: warum tat der denn so gehermnisvoll?
„Bei mir kommen viele vorbei, lassen Peerd beschlagen — herauf auf die Eifel, herunter an ble Mosel — die Durchgangsstrast St wird viel verschoben, Bürger Friedensrichter."
„Das weih ich" Der sagte das ja so mit Bedeutung, warum?! Adami sah den Mann gar nicht an, ibn fable plötzlich ein Widerwille gegen diesen groben und schönen Menschen: wollte der
Nachdenklich fab der Fstedensrichter an feinem Schreibtisch Ob die Fama nicht doch Ltertrleb? Gestern sollte der Bückler einem Meh- «r auf der offenen Landstrabe, nicht wett von Äosellern, dreihundert Gulden abgenommen ><ben. Am gleichen Tag aber wurde aus dem Birkenfeldschen gemeldet, dab er dort in einer Ziegelei ei lgebrochen war. Er hatte den Wann in den Keller gesperrt, nachdem der blutig ge- I »lagen worden, die Frau, die sich wehrte, im Bett fest gebunden, und alles mitgenommen, was flicht niet’ und nagelfest war. Fast zu gleicher t--it aber halte er auch hier oben in der Eifel, car nicht wett ab, einem reichen Hofbauern einen Besuch abgestattet, die Töchter, die schreien wollte, mit dem Tode bedroht, falls fle feiner Bande nid)! zu Willen waren, Geld, Taschenuhr und alle anderen PZertsachen mit sich genommen. Ueberall fpukte er. Aber es war unmöglich, tab Immer nur der Bückler mit seiner Bande der Leter war — konnte sich der denn verdoppeln?
Adami fuhr zusammen — es blickte einer zum Senft er herein. Ein paar grobe dunkle Augen sahen ihn scharf an. Er erschrak, unwillkürlich sah er hinüber zum Düchsenschrank. Da klopfte es auch schon.
Auf fein „Entrez!“ war einer eingetreten; es war der Mann vom Fenster mit den auffallend groben dunklen Augen, die etwas Zwingendes hatten. Die beiden Männer maben sich vtt den Blicken. Unwillkürllch war der Friedens-
Grotzer Metalldiebstahl hi der Danziger Werft.
® <1 n$ i g, 24 Jan. iWTD.) Am Samstag früh hat die Leitung der Danziger Werft durch die Kriminalpolizei einen Eise-rbahnwagen bei dem von Danzig nach Warschau fahren- beschlagnahmen lassen. Dieser enthielt 30 Heringsfäsfer und war mit Bronze, Kup- '«rund Zinn gefüllt. Das Matenal ist als ge st o h lenes Gu t erkannt und soll zur Hälfte aus der Werkstätte der Danziger Werft flammen.
Wert des Gutes beträgt etwa 20 Millionen Mark.
Kirche und Schule.
Oberhessen Im LandeSkirchentag.
ri. In dem neuen La n des k i r chen tag für Hessen, der, wie bereits berichtet am 31. Januar zusammen tritt und nach der jetzt be- ianntgemachten Tagesordnung u. a. die Wahl des evangelischen Landesbischofs vornehmen cvlrd der den Titel .Prälat" führt, sind folgende Abgeordnete aus Oberhessen: Landgerichtsdirektor Neuenhagen -G'.esten^ Lehrer D o l l i n g e r-Alsseld, Landwirt Ditze PEckarts- hausen, Rechtsanwalt v. Hel m o l t-Nlede.Wöllstadt, Leh.er Herbe r-Gaa e.i, Landtagsabgro d- neter Fenche l-Oberhörgern, Justizrot Wa h l- Schtih, Professor La m pa s-Fttedberg, Dürger- m.ister Ullman n-NieLe-.e. lenbach Bürgermeister V i e'h l-Rainrod. Professor D. Dr. Diehl- griebberg, Stiftsdechant Lenz-Lich Dekan Muller-Lauterbach die Pfarrer Kalbhienn- Obermockstadt Bernde d-Otarben, Georgi- Ermmrod, Ausfeld-Giesten, Schrimpf-Hir- zer.hain, Dekan ® u b m a n n°Kirchberg, Landwirt Dlehl-Hochweisel, Lehrer Würz-Eschenrod, Medizinalrat Dr. W a l g e r-Giehen. Staatsanwalt Knau f>Gieben, LeH er ©eg g a u-Ober- breibenbad) und unter den von der Kirchenregierung berufenen 6 Mitgliedern als einziges aus Obechessen Professor D. Dr. Schian-Giesten
ten Angeber spielen? Aber die Erkenntnis, ihn am Ende brauchen zu können, in ihm sich vielleicht eine gröbere Stühe zu erwerben als in hundert Rundschreiben, hieb ihn Hua sein. Er lächelte fein. „Ich sehe, Er kennt die schwierige Lage ter Justiz! Bald ist der Bückler hier, bald da, die Ueberfälle liegen nur wenig in der Zelt voneinander, oft geschehen sie sogar zu gleicher Zett. Ich glaube, es kommt nicht alles auf das Konto des Johannes Durchdenwald: es sind noch andere am Werke."
Der Mann nickte ernsthaft: „So is et Wenn ter Bürger Friedensrichter mir Straflosigkeit äu» sichern würd —“ er machte eine Pause und sah ten Beamten lauernd an.
«Gewist gewib," versicherte Adami hastig; er war im Jagdeifer.
„Dann würd ich dem Bürger Friedensrichter jedesmal en Winl geben, bat heibt" — er schränkte ein — „jedesmal kann ich bat natürlich nit, da sind ihrer zu viele und zu weil herwn. Aber wenn't hier auf der Näh is, dann sag ich Bescheid. Dann fabt sie," — er lachte — „wenn Ihr könnt."
Adami fühlte den Drang, den Angeber zu schütteln: du, Halunke, du bist auch dabei, woher kannst du es sonst wissen? Aber er bist die Zähne zusammen: kein Wort, keine Frage, sonst wäre ter ja verscheucht. Er muhte sich bezwingen, der Sache halber. Aber es wurde ihm schwer, seine Ha-nd nun in die bieder ausgestreckte Rechte tes Schmieds zu legen, die hart war wie Eisen.
„Also Strafloägkeit für mich, Bürger, in jedem Fall?" Es flammte auf in den dunklen Augen.
„Ich pflege mein Wort zu halten," sagte Adami trocken. Und dann fiel ihm plötzlich ein:
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frankfurter Devisenmarkt.
lTelegraphische Auszahlung.)
Daium:
M e u i n A.-G. Butzbach Zufolge der aus Aktionärkreisen in letzter Zeit wiederholt ergangenen Anfragen bittet uns die Verwaltung bekanntzugeben, dab ter in der G V. vom 2. Dezember 1922 gefabte TEub hinsichtlich der Höhung des Aktienkapitals voroussichtlkh zum Tett zur Ausführung gelangen wird. D^zugsrecht für die Aktionäre kommt unter obwaltenden Umständen nicht in Frage.
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Berliner Produktenmarkt.
r l i n, 24. Januar. Weizen, mär
kischen 38 500 bis 39 500 Ml. (fester), Roggen, märMchen 35 500 bis 36 300 Mk. (fester). Sommer- ae sie 30 000 bis 31 003 Mk. (fester), Hafer, märkischen 26 500 bis 27 600 Mk., Mais, La Plata, waggonfrei Hamburg 32 000 bis 31 000 Mk. Hefter), Weizenmehl (100 Kilo) 100 000 bis 110 000 Mark (fester), Roggen mehl (100 Kilo) 93 000 bis 9,000 Mk. (fester), Weizenk.'ei? 19 500 bis 20 000 Mark (ste'ig), Roggenkleie 19 503 bis 20 000 Mk. (stetig), Raps 52 000 bis 55 000 Mk. (stetig), Dittoriaerbsen 57000 bis 60 000 Mk., kleine Erbsen 48 000 bis 53 000 Mk., Peluschken 60 000 bis 65 000 Mk., Wicken 55 000 bis 60 000 Mk., Lupinen. blau 24 000 bis 26 000 Mk.. gelb 40 000 bis 50 000 Mk.. Se-adella alt 75 000 bis 85 000 Marl, Rapskuchen 21 030 bis 22 000 Mk., Trocken- schnitzel 11 500 bis 12 000 Mk. Rauhfutter: Wei- und Roggenstroh. drahtgeb. 11 303 bis 11 800 Mach Haferstrvh. drahtgeprestt 11 303 bis 11830 Ma ch Stroh, strohseilgebünLelt 11103 bis 11500 Mark, Wiesen Heu, gut, gesund und trocken, Dormahd 10 500 bis 11 200 Mk., Nachmahd 10 300 bis 10 500 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.)
Frankfurter Getreidebörse.
* Frankfurt a. M, 24. Jan. Weizen 80 000 bis 82 000 Mk., Roggen 72 000 bis 75 000 Mark, Sommergerste 60 000 bis 65 000 Mk.. Hafer, inländischer 40 000 bis 48 000 Mk., Mais La Plata, Mixed 80 000 bis 82 000 Mk., Weizen- mehl, südd. Spezial 0 105 000 bis 135 000 Mk. bei Waggonbezug ab Mühlenstation. Rognemnehl 95 000 bis 105 000 Mk., Weizen- und Roggen- flete 34 500 bis 36 000 Mk. Parität Fronkfurt a. M. Alsbaldige Lieferung. Tendenz: fest.
40030,-70' 00,—40900,—700 0,
15.300,-21 l',—17) 30
133 0,-2 000,-17'00,- 2 0 V
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14000.—2..00 ,-1,000.-1 uOO.- —,—23000,-1 < 00,—
15500,-32030,-16'00.- 2030,-
—,—340iM),—2800
23. Januar
24. Januar
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Bries
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1301,75
130 <25
1387.50
3755.10
3774,40
39OJ,-
-
3137 15
8132,85
3300,-
942,85
947,35
1000,-
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