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1. 1188a.

173. Zahrgmtg

Montag, 24. September (923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gderhessen

thrwf wwl tkrlej: vrLhstfche UnlverfltSt. vvch. und Stfinftruderfl R. tangr In Gletzen. 5chrlftleltnnq e*ö Oeschäfl,stelle- Zchnlstraße 7.

Xieebmf Mu)» üt" für d<« lag« . nun«« bi pim Nachmittag vohrr ohn«|«6e DerbtndUchbelt Drelt IMr 1 mm t)Jb< |u< Tlnjeig«« o 27 mm Britt« örtt Grundzahl 65 Mb, outa70»., i Hebtom«- Anzeigen v 70m n t'reit« 225 Dih - bdjlülfeljobl Vlatzoor|chr,|t2u , -lus« schlag - Üeranlwortltch |urPolitik u Feuilleton Dr Jriebr lUtlh Pange, für den ubriqenletl tfrnff Vlunvitirin, |Ur ti l liqelgenleil tzan» Ve-K, lautlich in tBieQei

Die Goldpreiskrise.

btuf14)r TBlrtktxifI gerät t»on brr rmen Ärtl* hi ble anbrre IM« btibrrtflr jtdle brftanb Vvmehnrlich tn brr drrruttung brr TMfrrung ble fommenbc Ärtf« Ist rtrw (»Dlbprnirrtle lic äallert fi<t- bartn, bad ble beaHtben <Pmlc allmählich Immer fidrtrr Obre bk Uklhnarftpretfe getrieben werben

Ontflmtbm Ist ble ®ofbbrel«frlf« datvu« bah bie 'JnartgcTTÜttung keinen toertbeftünbigen Mäh­stad der Kalkulakivn zullest ehre vernünftige Preisberechnung und -bcmcflung war unmöglich OlU ®rfab ging ble TMrtfdxift hi immer ftär- letem Maste notgedrungen zur CTnberretbnunn übet, um auf biefe Weife tprnlgftme eine an- nflbetnbe TDcrtbeflänMgMi unb Dletchmäfüakelt füi trte Preisbeiechnung zu bekommen Die .DrVer­rechnung batte aber ben Rachteil, vast fle wo dl füt Me Hergängen beit ble GestXmt Wertung fest- legte unb dadurch für ble zurückliegende Zeit eine 'Beicetnung ermöglichte hast bieje Möglichkeit füt bie Zukunft aber nicht gegeben toar. da ble kommende Geldentwertung nicht überschütt ge­schweige beim erlabt werden konnte (V- Itjrf-r unb schneller der Markveichist ©arbe. desto zwin­gender wurde namentlich nach (Süiiübung der Devifenreparsterungen bi« Notwendigkeit, auch die künftige Geldentwertung in die Pt-eil« einzu­kalkulieren um sich vor Verlusten zu I chiitzen, bi? besonder« bann lehr grob werden mustl.n, wenn di« Termine der Herstellung der Ware unb ble ibi«r 'BewMung weit auiScinanberfklen 5>icler Zuschlag für ble künftige Dntweistung ist ,?doch In den letzten Wochen vielfach zu reichlich genom­men worden unb daraus crfldrt sich zu einem guten Teil die jetzt zu beobachtende Preis- übertoertung Gin« gleich wichtige Ursache sür die PreiSüberböhung bildet der U c i ft u n g <* Türfgang der A.beil.rschast, b<r bl; Tüw.i. düng einer unnötig groben Anzahl AibeitSkräf te erforderlich machte Besonder« fchlimm wurden für die Herstellung einer bestimmten Jllengv Wo r.-n dl« Auswirkungen der Leistungsminderung in den letzten Wochen, al« es der Arbeiterschaft in Immer stärkerem Umfang gelang, für Papierletslung Gvldentlohnung durchzufetzen Schl iestl ich btlbei noch eine weitere Ursache für bie ileberbemef,ang der Preise bi« starke Belastung der Unterneh­mungen mit staa I l ich« n Abgaben, bie be­sonders tn den letzten Wochen in stärkstem Um­fange eingezogen wurden unb ble Betriebskapi­talien bei Unternehmungen so stark schwächten, hast die meisten Unternehmungen zur Ausfüllung ihres Kapitalbedarf« sehr teure Kredite In An­spruch zu nehmen gezwungen wurden Letztyin Ist die Aera der Preis Überwertung auch noch offiziell eingeführt worden, seitdem die Reichs- eisenbahn ihre Tarife für ben Güter- unb Personenverkehr auf einer ül>er den FiiedenSfianb hinaus gehenden wertbeständige t Giunblage aufgebaut hat

Bei der aus dem Markverfall fich ergebenden Krise nahm zwar da« Vermögen und bei iSrtrmt der Wirtschaft immer mehr ab, es flieg jedoch bie Möglichkeit her Warenausfuhr mit deren Hilfe wir wenigsten» notdürftig den lebensnotwendigen Oinfubrbebarf befriedigen konnten Die Pieis- überwertungSkrise zerstört ebenfalls Vermögen und Ertrag, der Käufer ist auf die Dauer nicht mehr in der Lage, die benötigten Waren infolge her Ucbeitncrt ing zu kaufen, während der Ver­käufer füt seine zu teuern Waren keinen Ab­sa tz mehr findet, ein Umstand, der sein Ver­mögen naturgemäh immer stärker mindern must Der Unterschied zwischen der Markoerfalls- unb der Preiskrife ist jedoch der, hast letztere auch die Ausfuhr lahmlegt Die Auz Ickten dafür machen sich schon seit mehreren Wochen bemerkbar, he werden an Umfang noh zunehmen Da« einzige Milk!, daS uns bvlfen kann, besteht neben d;r Steigerung der Leistung darin, dal> end­lich eine wertbeständige Wahrung schnellsten« eingeführt wird Kommt bteie nicht sehr bald, kann ein AuSeinanderfallen der deut­schen Wirtfchalt nicht ausbleiben Das wird fich in einer völligen Stockung de« Austenhandels äustern, während die Binnenwirt schalt halb bie auf einen verhältnismästig geringfügigen AuS- tausch von Waren im Taufchhandelswege zum Erliegen kommen wird

Die Sonntagsreden.

Paris. 23. Lrpl (Wolff > Anlästlich her Umhüllung eine« Kriegerdenkmal« In Shamp.-- imui bei 7lon<t) hielt Poincarö am Vormittag eine Bede, deren weitaus größter Teil der Schil­derung der Kriegshandluiigen gewidmet war Am Schirrst kam er auf die Kol gen her RuhrbZetzung zu sprechen uffb behauptete D.utfchland wolle die realen Tatsachen nicht tn Rechnung stellen Man foste Deutschland reden und handeln lallen unb abwarten, bl« es sich von den Tatsachen überzeuge

Wem, «s am Rande b«< Abgrund«« steh«, sei es hrnntr noch Herr darüber, nicht frhie.n- Anfällen. Den Abhang gleite man rafch hin. ab; bet, bet hinunlersiurz«, sei aber nicht

Frankreich

Die zweite Rebe h,ei' P-iocars nadiartl^« tn Toul D'e Rede spricht von angeblich fort- «setzten Beunruhigung«, her Stadt b., ch-maltgen d^utfch-lothr'ngllchen ®rew von 1871 bis ">« tollen Der Juliano, der damals aederrlcht baue.

Vor entscheidenden Beschlüssen.

Um ben passiven Widerstand.

3er (In, 24 Sept lPrlv-Tri > Wir der -Tag ' mitteilt, werden die ersten Tage de, Woche dl« entscheidenden Beratungen bei Reich', eg i.-- rung und ble entscheide nd en Ve > ha d - I ungen zwischen Berlin. Paris und Brülle! über die frage de« passiven Wider­stande« und über die frage bringen, wie zwischen Deutschland und bei Snlenle eine Ver- handlungsbasis für die Lösung he« N. Mratton«- problems zu schaffe,, ist Durch Andeutungen In der französischen, belgischen und englischen Prelle Ist im allgemeinen schon bekannt geworben, dast

sowohl bk Pariser wl« auch bi« Brüsseler Re» gierng ehte bestimmte Haltung zu ben Pro»

blemen

eingenommen hat Auch lästt sich leicht daraus schllesten, dast einiges über diese Haltung bereit« In Berlin bekannt ist und dast aus Grund von ganz bestimmten Mitteilungen au« Paris und au« Brussel in den letzten Ligen neue taktische Richtlinien für die Behandlung des Ruhrproblems gewählt worden sind

5<ft steht, dast di« Retch«regitruvg keine ent. scheidenden Schritte tun wirb, ohne bie Vertre­ter der Ruhrbevölkemng unb bet Rheinlanbe

zu Beratungen versammelt zu hab.n

Dl« schon mehrfach vom Reichskanzler ge­hörten Vertreter des Ruhrgebiets und der Rhein­lands sollen die Vkittrager der wichtigen Ent­scheidungen werden

Obenlo steht fest, hast für die Regierung so­wohl bei her AuStvahI her Taktik wie auch bei her Formulierung des dndziels aller Verh-ind- (u.ngcn dl.' Unli.niibalkeil bce beutlchcn Jictd)«- gebiet« auSschlaggelxmd ist, und hast insolgcdessen fein Vertrag grfchlolfen werden kann,der Irgendwie

bie Souveränität des Deutschen Reiches am Rhein unb an der Ruhr

beeinträchtigt Immerhin wird sich die Regierung darüber klar sein muffen, dast diese Frage schon bei her Regelung des Problem« de» passiven Widerstande« eine sehr wichtige Rolle spielt, unb hast irgendein Rachgcben in den bekannten fünf Forderungen, hie aus deutlicher Seite für bie Regelung her frage des pafsiven Widerstandes ausgestellt sind, von vornherein das Ziel der (Jr- haltung der Souveränität an Rhein und Ruhr unerreichbar machen wurde Aus Metern Grunde sind die augenblicklich schwebenden Ver­handlungen, die sich in erster Linie auf den passiven Widerstand erstrecken, von ganz beson­derer Bedeutung

Gestern abend besprachen bie Reichsminister die politische Lage, ohne indes irgendwelche Be­schlüsse zu lassen Heute sind bie Vertreten der besetzten Gebiete nach Berkin berufen unb für morgen werden

die Ministerpräsidenten der Länder

in Berlin erwartet, um zur frage einer tibfung des Ruhrkonslckls ihrerseits «Stellung zu nehmen

Der ^Parteiausschust der Demokratischen Partei besprach In Anwesenheit der demvkiatl- schen Minister cbcnlallfl die politische Lige Von besonderer Bed-utung waren Ausführungen des Reichswehrminister« D e st I e r über die Pullch- gefahren 4r meinte, .wenn ee zum Kampfe kommen sollte, so darf ich versichern, hast die

'Berliner Besprechungen.

Klarheit meiner Be rhie nichts zu wünschen übrtg lallen wild Cbcnlo prompt wie meine Befehle trieb auch die A.issührung her B leb' du ich Offiziere und Mannschisten sein Dafür setze ich mich mit meiner ganzen politischen Reputation ein Der Partelausschust nahm von dieser Trklä- rung mit Genugtuung Kenntni«

Ruch die Delegierten bei LandeSorg.inIfaiion he« Zentrum« berieten über die pvimlche Lage (?« kam einmütig der Wille zum Ausdruck, da« gegenwärtige Kabinett zu unterstütz ,,

Bor einer austerordentllchen Be,irk«p.irtel- versammlung bc, Beil ine, Vozialhemv- kralle spvich der sächsische M>nisterpräiIdenI Dr Zeianer über die sozialistilche Poltlik In Sachsen

Di, Berliner Funktionär« (teilten sich in ihrer Mehrheit hinter Zeigner

3m Verlaufe Ser Debaite sand im Anfchlufi an ble Ausführungen Zeigner« eine Reihe von An­trägen Annuhme, deren Tend.tn fich gegen ble q > oste Koalition Im Reiche ichlel Sin Rntrag auf Absetzung bei Rono Irls -Redak- Hon kam wegen her späten Ltuiide nicht mehr zur Abstimmung unb wurde auf die Tagesord­nung de« am nächsten Sonntag statlfindenben Parteitages gefetzt

Dollarsturz und Warenpreise.

Berlin. 22 Sept IWTB Amtlich.. Der iräsident des preustifchen Uant>c«i>ollyUim:e« stellt mit Befremden fest, dast, obwohl seinerzeit bas Steigen de« Dvllaikiir es seine sofor­tige Rückwirkung auf saft alle Waien- pielse fand, nunmehr dir in der letzten Woche et- felgte Senkung bc« Dollarkurfes in den Warenpicifen fall nirgend« zum Ausdruck gekommen ist 3m Gegenteil stellen sich die Preise einer ganzen Reihe von .änla.idsprodukten gembc jetzt höher al« die Waren, die entweder aus dem Auslände «Ingefubrt lind ober einen übertplc- genben Bestauhteck ausländischer Rohstosse ent­halten Der Präsident des Laiidespol izeia m te« weift aus die polizeilichen Verordnungen hin. atlrn wucherischen Grschclnungen Im Klein- und Grcsthandcl auf da« schärfste entgegenzutirten 3« ist mit Bestimmtheit zu erwarten, dast ble Staatsanwälte an ben Marktgerichten ent­sprechende Ant.äge stellen unb die Gerichte zu scharfen Veiurte lungen kommen werden.

Am Berliner Lebensmittelmarkt war bisher von einem Preisrückgang nichts zu merken Allein auf bem FeIIinarkt ermästigten sich die Prelle etwas. Öler zogen foyir etwas Im Preise an, desgleichen einige Ge- muleartcn Katlofseln behielten ihren geltrlgen Preisstand Auch hie Flclfchpreise blieben allgemein unverändert, wähl ,,d für Fisch« nur ganz unwesentlich« Preisrückgänge zu verzeichnen waren Von Nr Berliner Wucherpolizei wurde heute aus dem Ccbeneinitlclinaifl pieisregullerend eingcgrlffcn; wo unberechtigt hohe Preise ge­fordert waren, winden die Beikäufer gezwungen, die Waren zu einem entsprechend niedrigeren Preise zu verlausen 3n einem Fall erfolgte bei einer groben Firma die Beschlagnahme grö­sserer Rkengen Schmalz

habe niemals eine vollkommene Ruhe zugunsten und nicht gestattet, hast zwei b-nachbartc Ration-n normale Beziehungen un'«i hielten. We»in nach einem neuen Kr em Deutschlirnb gezwung-i wor­den sei, dlfa,) unb Lothringen zuruckzugeben, fo habe man ihm nicht einen Quadratzeitimeter ohne ben Willen der Bevölkerung ipeggeiommcn

Es sei mH einer Mäßigung behandelt worden, für bie bie Gefchicht« wenig Beispiele kenne

Damit bei Fried« von morgen besser und fiche.er sei als her von gestern dürfe aber da« Deutfch- lanb von nX'rgen nicht mehi da « Deu11p land von geftern sein 3r bclürd)lc, dast sich Deutsch and« Augen h «rsür noch n hl mliig geöffnet hatten ®e zeiac bei der Au-isihtung (einer Itertfl chtungen nicht ben g ringfteii guten Willen ve,i'ichlanhs Wohlstand fei durch den ÄHeg nicht ernstlich angetastet worben Die augenblicklich. K ile D-utfchlands unterbreche nur sein? .Zahlungsfähig? It, ohne fle für die Zukunft zu hcirmjem fehl - Tcutlchlcnd, txlfcc« feine Hiltsgu Ilia und Ar- lxit-iräste behalten habe, nur der Wille zum örfüllen. Fiankreich se, n tzt freuM k*' Hirzen« nach dem Ruhrgebiet gegangen 3a habe vor ollen Dingen her Pfandnahm« nickt freublg- i Herzen« den üha,aller einer mtlitärilch'n B - fehung gegeben Deutschland selbst hab die Ge­duld Franki eich« mürb« gerna hl und selbst bc Rot Wendigkeit her Strahnastaiahmen bewiesen Man könne allo nicht van einem militaristllch.

Frank,eich sprechen da« Desallen an militärischen Grverlmenten sindc Solange Dcutschlaud die 3r- füllung hinauszögere werd« Frankreich dort bleio«n wo es sc O« gebe frn friedfertige« Volk unb keine gutgläubigen Menschen, ble fra.it- i«ich unrecht geven könnten

Von Toul aus begab sich Polnoar« nach dem m r i « ft « r wa l b. wo «r sein« dritte Red« hielt Or erklärte dast der von der den'tchen Renier, ng befohlene Widerstand nach unb nach auf böte 3a

dnlgm Wochen würde <i zufarninenbrcchrn Deutschland will« da« sehr gut und es stellt mit Beängstigung fest, dast sich bei der Ruhrl>evölIr­rung tt ack send« Stzmptorn« der Müdigkeit und so­gar ühregung zeigen Deutschland bleibe nicht« übrig, ule Icstzuslellen, dast bc. Widerstand nicht mehr dem Wunscke der Beeö||erung en spreche und daher die Verrrdnungen zuiuckgetogen werden köiinten Aber nein, so suhr Potnearö fort.

Deulschland will an« hn Au«taufch Vorteile entreißen, die einer Mitzdilligund unserer bi«.

herigen Politik gleichkarnen

nurbc ihm gefallen, lagen zu können dist FiaUreich > ichgegeben Hal Um hu« VIanö'>er au ii iDo|lli<inbigcn, sage man jetzt, dast, wen» nicht i ald eine Einigung erlolge, in Deutschland sich Kaiaflrophen ereignen wurden Deutschland werde cimncbe, eine Beute der Rationalisten ober B, Ud en Kien Fi anlreich Io suhrt« Poinlar< aus, b.audt sich duich selche Schilderu^ipm nicht em- schüchtern zu lassen c« dal kelnenRucklchlag z u beIurchIe ,i Unser Land hängt feft an sei­nen republikanttchen ttinrichiungen unb seinen par­lamentarischen Freiheiten

TBh slub gegen Ansteckung gefeit.

Wir wünschen aber natürlich keinen Tod des Schuldners Deutschland hat sich anscheinend noch nicht daran gev öhnt sich JelMt zu regieren und hat lein neue» Glrichgewicht noch nicht gewonner. @« hat seine alten Beamten unb Generäle unter Duldung der sortschrittlichsten Parteien beib«hat­ten Frankreich Hai es ebenso eilig, wie Deutsch- lanb und die Alliierten, die Sach«- zu Gnd« zu bringen Man müsse aber mit den letzten Zuckun­gen de« passiven Widerst.itGe« aushören Frank­reich werd« kein« Bedingungen im Vorau« an­nehmen .Wir halten uns an das Brüsseler liom- rmnrlquA. an unser Gelbstuch und unsere öfsent- licken Ornärungen Wir Hah n nicht« hinzu- zufügen unb nicht« zurückzun.hmen-

Warnung vor Putschen.

Berliu, 22. S«pt |WIB.) Mmtlttt) 3n der O«ff«nHid)hil find In letzter Zett wieder holl Gerächte übet Bewegungen aufgelaucht, ble sich gegen bN Staatsgewalt richteten und ben U m ft u r 8 borbereiteten Bon verfchieb« nen Selten würben nach dieser Richtung auch öffentlich Drohungen ausgefprock-en Mn der Stellung der Retchsregterung gegenüber el» watgen derartigen Versuchen kann ein Zwei- fei nicht bestehen Unter bem Vorsitz des Reichspräsidenten fand heule «itv 'Be­ratung statt, an der der Aeichskun ster, der Reichsminister de« Innern, der Reichswehr. Minister unb ber Ghef Der HeereSIeilung. Ge- neral von Seeckl, teilgenommen haben Dies« Beratung hatte ben Zweck, all. Massnahmen dorzubereiten, bie notwendig werden können um herartigr Bestrebungen unschädlich zu machen ö« besteht unter den verantwortlich n Faktoren ber Reichseegierung volle Hebereln- ftimmung darüber, datz bei jedem V"rfuch, bie Staatsgewalt zu erschüttern, von welcher Seit er auch kommen mag, fosort bie erforderlichen Matznahmen ergriffen und bi« ber Reich«, reg.erung genügend zur Verfügung steh-nden MachlmIlleI des Staate« efnAesehl werden

Wie berechtigt di« Warnung oev rcgieiung an die Bevölkerung ist vhicn iuid>- solg de Rleldung. n au# dem R , h Lun e# um Doniieistag unh h.-n folgcmvn Jagen in Baben zu erneuten Unruh.-» ll.'.i R u st bei ilenheim ou« «i lchien am Dem»«, »ach- miltog cm D.-monstiatinn«zug von etwa *>00 'Ik-, Ionen im. ist Landwii le unh Äkin; .i.ht.-i l boi dem B zir «omi in Altenheim, uni foi deningen iveg.-n der Regelung her P <i ch 1 ve r l> ä l t n l s s « iinzubrinaen Der öbcramtinanji ve>da»delle mit tiniT Avordnung her Demonstranten Bel bei Demvnstraiion v>ui d>- ein (Benhanncriclieniirtei von ber Menge niede, geschlagen und Ibir Waffen und Rkuiilllon entrissen Ilm htv Tatet zu verhaften, wurden mehren« Genkuiriaen tag« daraus nach Rust entsandt Sl« wurden dort von bewaffneten Bauern üdeewältlqt und hr

Rathaus festgehalten

Am Samstag begab sich daraus ber Oberamtmann mit einem Ge»darmerieausg«bol nach Rust Gleichzeitig wai eine Polizeil^-reitschnst von Frei­burg eingesetzt worden Gs gelang ble (m Rai- baii« fcflg. Imltenen (Ben ha mi er leben m len frei zu belommcn 3m Anschiust daran wurden zahl­reiche Verhaltungen In Rust vorge- nommen.

3» Bei I i n bildete sich noch einet Versamm­lung hei kommunistischen 3 u g c U b Ir?h, hr« Ikibot« ein lug von etiixi 3OM Zug.nd- Iichen. die die RosenlHalerstraste entlang mar- Ichiei len Pollzeideamle. die ble Demonstranten aufforbertm, au«elnanber zu geizen itmrden bcbtobl und angegriffen fo hast sie mehrmals von der Hiebwaffe Gebrauch machen muhten Gin Beamter, dem man fein Lilien geweht zu cnlrvthm verfachte gab einen Schuh ab es tnuibe irdoch niemand verletzt Gine mitgesübrte tote Fahne wurde IrefdUagnaliml flehen Pe,Innen wurden Krbaftef Dl« durch Säbelhiebe Verletzten triitben von ihren Genoffen schleunigst fortgv- schastl. Io ball ihre Feststellung unmöglich war

3n Manchen kam es am Sonntag zu Zu- |ammenllöl>en mit Angel,ö,igen her Linkspar­teien beim 31artall> 1 ifiof, al« Mitglieder de« Burr de« Oberland . 'tri, Au«slug nnlernehmen wollten und In steinen Gruppen nach k> m Tflarl- mlll'num zu zogen Aach a*" Mari-if>stfplatz ent­stand eine lebhafte Schiest « rei 3n dem einen Falle wurde ein unbeteiligter Schiocker schwer vei letzt Di« Polizei grill lofort ein unh n.ihm Verhaltungen vor Untersuchung über ble Vorfälle Ist et »geleitet

3n Dresden wurden am 6am*.rg In bei Markthalle und auf dem P, st - platz bei einem Zusammen st ost zwii i*m Demonstranten und der Polize, ,-erschi ». Verhaltungen norgenoninen Alle Gefch.it te im Inneren her Stadt haben wegen der Rnnbgebun gen sofort g « fchlosI « n Auch *n Hinden­burg ereigneten sich lebhafte Icuerung«hcm ftralionen

Die Märtyrer des Ruhrkampfes.

Köln. 22 Sept <WTB i Rach einer Weber- licht über die Mastn.ihm. n her Bet ttzung gegen dl« Otlenbadnet bi«R Sevtemste wurden au« ihren Wohnungen vertrieben 27 81 lk. bienftet« nebst 68 821 Familienangel,r , igen. hl - - von au« be altbcketzten Gebiet 23 141 > < r>, , u mit 57 289 FamUirnangchorigen auegitil 1 en wurden 22 80-3 (lih nbabnbebienftet. mit . Fanckllenangehöiige ,. bteioon au« dem altbefetzten Gebiet ^8 363 Jifenbahn bedien stet« unb 47 43'* fiamlllenangebong«, verhalt«! trurbert 232, Bedienstete und 128 Fnmilienangehoilge «,- urteilt sind 305 Gisenbahnbedienttrt uni 191 Fannlieaangehörig«, mihhand « lI 2n3 Sisen. babnbebienftel# und 138 Familienangehörige.

getötet, 7 SIse»bah«bedienstete ewb 4 3a» wUie»a»g«störig«

Geld st rasen wurden in Höh« von 6174333030 Mark und I 750 00C franken verhängt hiervon entfallen auf da« allbeklfle Gebiet 6740206000 Mark An Fr eih«lt«strasen wurde» au«- U«lpioch»,, W Mr Zucht Haus. *>4 .' ihre 7 Monate ® , A n g l «, hiervon entfallen aef